• In der letzten Ausgabe von "das Aquarium" (Schmettkamp Verlag) soll es einen Artikel über Licht von Frische geben. Nach einigen Infos würde mich dieser Artikel nun brennend interessieren. Falls jemand den Artikel kennt und die Möglichkeit hat Ihn mir heute irgendwie zukommen zu lassen, wäre ich sehr dankbar.

    Grüße
    Oliver

  • Zitat

    Original von Oliver Pritzel
    In der letzten Ausgabe von "das Aquarium" (Schmettkamp Verlag) soll es einen Artikel über Licht von Frische geben. Nach einigen Infos würde mich dieser Artikel nun brennend interessieren. Falls jemand den Artikel kennt und die Möglichkeit hat Ihn mir heute irgendwie zukommen zu lassen, wäre ich sehr dankbar.

    Grüße
    Oliver


    Hallo,
    ich mail ihn Dir. Kann aber noch 2-3 Stunden dauern.

  • Hallo Oliver :smiling_face: Hallo all :smiling_face:

    Klaus war nun schneller, ich hätte ihn auch gehabt.
    Ich denke zu dem was in dem Bericht steht sollten sich wirklich mal die Lichtexperten zu wort melden :smiling_face:

    Wir haben ja ausreichend mit Michael M und anderen in Bremen darüber diskutiert und kamen dann letztendlich überein das in dem Artikel doch einiges falsch ist.
    Allerdings fallen solche Dinge eher den jenigen auf die mit Licht zu tun haben.

    Einfach was sie dazu sagen, hier meine ich im besondern Jörg Kokott und Oliver Pritzel die ja in Lichtdingen und Korallenfarben immer fern ab vom Rest diskutieren, so das selbst ich bisweilen schwierigkeiten haben zu folgen.

    Vor allem der Passus: (ich zitiere aus der Zeitschrift das Aquarium)

    Was aber ist aus den Angaben von Schlichter 1999 und Salih et al. 2000 zu folgern?
    Unserer Ansicht nach erklärt dies, warum Korallen bei höheren Kelvinwerten an Farbe gewinnen. Es ist unserer Schlussfolgerung nach nicht - wie vielfach vermutet - das bessere Lichtspektrum oder die bessere Lichtverteilung, sondern Gegenteiliges dürfte der Fall sein.

    Ende Zitat:

    Das ist meiner Ansicht nach nicht richtig so. Für mich würde diese Aussage bedeuten: je höher die Kelvinzahlen desto besser die Farben....
    Dabei dachte ich das man die besten Farben eigentlich zwischen 6500 K und 10.000 K bekommt :smiling_face:
    So war ich der Meinung das sehr wohl das Spektrum einen Einfluss auf die Farben hat, aber nicht so sehr die Kelvinzahl. Je höher die Kelvinzahl umso verfälschter die Farben die die Korallen zeigen. Und nicht alle behalten bei hohen Kelvinwerten ihre Farben und schwenken schnell nach grün oder blau, bzw. werden diese verstärkt.

    Nun aber ich bin Laie in dieser Hinsicht...und kann mich sicher irren.

    Wie ist eure Meinung?


    Zitat

    Original von Oliver Pritzel
    In der letzten Ausgabe von "das Aquarium" (Schmettkamp Verlag) soll es einen Artikel über Licht von Frische geben. Nach einigen Infos würde mich dieser Artikel nun brennend interessieren. Falls jemand den Artikel kennt und die Möglichkeit hat Ihn mir heute irgendwie zukommen zu lassen, wäre ich sehr dankbar.

    Grüße
    Oliver

  • Hi Robert:-)

    habe Ihn gerade überflogen und bin erst mal geschockt. Sorry, wenn ich das so sagen muß. Ein kurzes Statement ist gar nicht möglich. Werde mich später nochmal melden, da ich jetzt erst mal weg muß. aber natürlich hast Du auch schon recht. Nur da ist noch viel,viel mehr.....
    Danke nochmal an Klaus.

    Gruß
    Oliver

  • Hallo Ihr,

    ich habe den Artikel schon bemerkt aber nicht gelesen. Ich kennne eigentlich wenige Artikel über Licht für Meerwasser, der über das Anpreisen von irgendwelchen Beleuchtungen oder Marken hinausgeht, lasse mich aber gerne eines besseren Belehren. Andere dienen mit Gemeinplätzen oder bleiben so allgemein, dass sie wegen der großen Unterschiede unter Algen für Meerwasser nicht anwendbar sind.
    Es gibt einige Literatur über die Lichtnutzung und -adaption von Mikroalgen (Ökophysiologie der Algen, Blaulichtsyndrom) und bisher ist noch niemand darauf eingegangen. Nicht einmal die Spektralverteilung in reinem Meerwasser oder sauberem Küstenwasser nach den Messungen von Jerlov ist mir irgendwo aufgefallen. Ebenso fehlt überall die Tiefenverteilung der Korallen, die wir tatsächlich pflegen.
    Ich frage mich dann immer: Was sollen diese Artikel mit der Beurteilung, die Lampe XX oder die Leuchte XZ ist das Beste.
    Ich wüßte lieber einmal, ob jemand bestimmte biologische Sachverhalte im Aquarium nachvollziehen konnte und eine vernünftige Beurteilung, die sagt, was eine gute Lampe auszeichnet.
    Ich meine damit in Quantenausbeute über eine bestimmte Wellenlänge oder über das ganze Spektrum.
    Alles andere hat eine Halbwertszeit von ein paar Monaten, dann ist eh alles alter Käse.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Es gibt einige Literatur über die Lichtnutzung und -adaption von Mikroalgen (Ökophysiologie der Algen, Blaulichtsyndrom) und bisher ist noch niemand darauf eingegangen. Nicht einmal die Spektralverteilung in reinem Meerwasser oder sauberem Küstenwasser nach den Messungen von Jerlov ist mir irgendwo aufgefallen. Ebenso fehlt überall die Tiefenverteilung der Korallen, die wir tatsächlich pflegen.


    Hallo,

    wie Robert schon sagte, haben wir uns beim Meerwassertreffen in Bremen ausgiebig über diesen Artikel, speziell zum Abschnitt "Farbigkeit von Korallen", unterhalten. Ich will das hier alles gar nicht mehr aufrollen.

    Was mich immer am meisten aufregt, ist die Aussage, das
    die schönen bunten Farben in Steinkorallen auf UV-Schutzpigmente zurückzuführen sind. Da steigen mir die Haare auf... leider findet man solche Aussagen z.B. in Fossa&Nilsen Bd.1 4. Aufl., und die Autoren Frische etc. zitieren diese Passagen auch noch ohne nachzufragen ... einfach schade.

    UV-Strahlung ist für den Menschen nicht sichtbar. Eine Substanz, die ausschließlich UV-Strahlung absorbiert (und nur dann kann sie eventuell eine UV-Schutzfunktion übernehmen) wird uns Menschen niemals farbig erscheinen und wird
    gar nicht sichtbar sein. Ein Pigment absorbiert immer im sichbtaren Spektralbereich und erscheint uns daher farbig. UV-Schutzpigmente gibt es also nicht !!

    Die farbigen Pigmente in Steinkorallen sind also niemals UV-Schutzverbindungen, weil sie keine UV-Strahlung absorbieren.

    Und dann wird noch Fossa&Nilsen weiter zitiert und gesagt, solche "UV-Schutzpigmente" kann man im Aquarium erhalten,
    wenn man Leuchtmittel benutzt, die UV-A und UV-B - Strahlung
    emittieren ... das war's dann mit dem schönen Aquarium ...
    Fische blind ... Korallen weiß ... jede Menge Cyanobakterien ...

    naja, wenn sich Oliver von dem Schreck erhohlt hat, wird er wohl auch noch jede Menge schreiben.

    Eins will ich ihm aber noch vorwegnehmen: Der Artikel ist gefährlich !


    @ Werner: Es ist wohl richtig, das die in der Literatur veröffentlichten Befunde über Photoakklimatisation in Mikro- und Makroalgen nicht oder wenig aquaristisch aufgearbeitet sind. Das liegt wohl daran, das wir uns darüber noch nie Gedanken machen mußten, weil die Diversität bezüglich Makroalgen und v.a. Mikroalgen in den Riffaquarien sehr mager ausfällt. Die besonderen Adaptationen von Rotalgen und photoautotrophen Cyanobakterien bezüglich Phycobiliproteiden und Phycobilisomen sind zwar auch aquaristisch relevant, aber es tangiert den Riffaquarianer nicht unmittelbar so stark wie z.B. Eifluß des Strahlungsspektrums auf die Farbigkeit.

    Ich denke eines ist sehr wichtig und dabei schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe: Ausgeglichene Emissionsspektren der Leuchtmittel ohne große Lücken oder überproportional vorhandener Wellenlängen fördern sowohl Korallen, Makro- und Mikroalgen in ihrem Wachstums und ihrer Pigmentierung. Und da gibt es heute ja schon gute Sachen.

    Jerlov charakterisiert Wassertypen v.a. anhand ihrer Trübstoffcharakteristika. Im Aquarium kann man das wohl aufgrund des geringen Wasservolumens bzw. der geringen Wassersäule vernachlässigen.

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    das mit dem Grün ohne UV habe ich in irgend einem Diskussionsforum schon beim letzten Symposium in Bochum gesagt.

    Worauf ich sonst hinauswill: Zooxanthellen sind typische braune Mikroalgen, Dinoflagellaten, und werden meiner Ansicht nach von den Korallen nur geringfügig beeinflußt, indem sie mehr oder weniger Nahrung und CO2 bekommen und eventuell durch abschattende oder lichtverstärkende (reflektierende) Pigmente in der Intensität der Assimilation und eventuell in der Adaption beeinflusst werden. Ansonsten verhalten sich Korallen wie typische braune Mikroalgen-Kulturen (meine Meinung).

    Jerlov hat mit sehr eindrucksvollen Kurven die Wasserdurchdringung (Transmission) von Licht verschiedener Wellenlänge in verschiedenen Wassertiefen und verschiedenen Wassertypen gemessen. Es ist sehr einfach sich anhand dieser Kurven ein Bild über die spektrale Zusammensetzung des Lichtes in 5, 10, 20 m Wassertiefe zu machen und das in sehr sauberem Küstenwasser, nährstoffreicherem Küstenwasser, reinsten ozeanischem Wasser usw.. Anhand dieser Kurven kann man also ablesen, welches Lichtklima in der natürlichen Umgebung der Korallen herrscht, nicht mehr, nicht weniger. Man ist dann nicht auf AB-Lichtkurven angewiesen, die violettem Licht die größte Wasserdurchdringung zuordnen, statt dem blauen Licht um 450 und mehr nm.

    Grüße

    Hans-Werner

  • das mit dem Grün ohne UV habe ich in irgend einem Diskussionsforum schon beim letzten Symposium in Bochum gesagt.

    ==> wie kommst Du denn auf grün ? Oder weiß ich schon nicht mehr, was ich so in der Eile schreibe ?

    Ansonsten stimme ich Dir was Jerlov angeht vollkommen zu. Es ist allerdings immer schwierig, wissenschaftliche Befunde in die aquaristiche Praxis umzusetzen und v.a. sie einer breiten Masse zugänglich zu machen.

    H Hersteller

  • Ja, Jörg, wie komme ich auf "Grün"?

    Wahrscheinlich weil ich mit schön bunt keine ganz konkrete Farbvorstellung verbinden konnte :] . Und weil halt unter blauen und weißen Röhren ganz ohne UV vor allem die grünen Pigmente vermehrt gebildet werden.

    Mit den UV-Schutz-Pigmenten, die es nicht geben soll, wäre ich mir nicht ganz so sicher, da von einigen Pigmenten eine Absorption u. a. (nicht nur!) im UV-Bereich gemessen worden sein soll. Und es gibt ja das Phänomen der Fluoreszenz, das also UV oder Blau absorpiert wird und die Energie als rote, grüne oder blaue Strahlung wieder abgegeben wird. Folge ich da nicht Deiner Nomenklatur, sind das keine Pigmente? Habe ich Dich da falsch verstanden?
    Ich halte die UV-Schutz-Pigmente noch nicht für ganz gestorben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ja, Jörg, wie komme ich auf "Grün"?

    Wahrscheinlich weil ich mit schön bunt keine ganz konkrete Farbvorstellung verbinden konnte :] . Und weil halt unter blauen und weißen Röhren ganz ohne UV vor allem die grünen Pigmente vermehrt gebildet werden.

    Mit den UV-Schutz-Pigmenten, die es nicht geben soll, wäre ich mir nicht ganz so sicher, da von einigen Pigmenten eine Absorption u. a. (nicht nur!) im UV-Bereich gemessen worden sein soll. Und es gibt ja das Phänomen der Fluoreszenz, das also UV oder Blau absorpiert wird und die Energie als rote, grüne oder blaue Strahlung wieder abgegeben wird. Folge ich da nicht Deiner Nomenklatur, sind das keine Pigmente? Habe ich Dich da falsch verstanden?
    Ich halte die UV-Schutz-Pigmente noch nicht für ganz gestorben.

    Grüße

    Hans-Werner

    Ich bin bei grün stutzig geworden, weil diese Farbe, so wie es Frische und Co-Autoren schreiben, v.a. bei den Beleuchtungsmitteln mit höheren Kelvingraden induziert wird und ich für dieses grüne Pocilloporin (Abs.-max. 500 nm) die Aussage von den beiden Autoren, das Leuchtmittel mit höherer Farbtemperatur die Farbigkeit in Korallen fördert, unterstützen kann. In Becken, die mit 14000 K Brenner bestrahlt werden, sind die meisten Acropora-Arten grün. Diese Feststellung gilt allerdings nicht für pinke, blaue oder gelbe Chromoproteine!

    Es gibt in der Tat einige fluoreszierende Chromoproteine, die bei 380 nm, also an der oberen Grenze des UV-A Bereiches, absorbieren und eine Fluoreszenzstrahlung reemittieren, die dann irgendwo bei 420 nm liegt (diese reemittierte Fluoreszenz kann dann photosynthetisch nutzbar oder auch nicht nutzbar sein). Hier liegt ein Grenzfall vor, denn bei 380 nm handelt es sich nur um die maximale Absorption, darüber hinaus absorbiert die Substanz auch zwischen 370 - 390 nm, allerdings sehr viel geringer als bei 380 nm. Ein Absorptionsspektrum gleicht stets einer Gaußschen Verteilungskurve. Deshalb würde ich hier immer noch von einem Pigment sprechen, weil der Absorptionsbereich mit dem sichtbaren Spektrum überschneidet. Ausserdem sind diese UV-absorbierenden fluoreszierenden Chromoproteine in den aquaristisch relevanten Steinkorallen sehr selten und kommen v.a. in agariciiden Korallen in der Pigmentgranula-Schicht unterhalb der Zooxanthellen vor.

    Es geht bei der Definition nur um die Absorption, nicht um das Fluoreszenzverhalten! Per Definition handelt es sich nur dann um ein Pigment, wenn die Substanz im sichtbaren Spektrum absorbiert. Natürlich kann sie auch gleichzeitig ein Absorptionsmaximum im UV- und im sichtbaren Bereich besitzen, dann ist es immer noch ein Pigment, nur nicht umgekehrt.

    Und wenn eine Substanz UV-Strahlung absorbiert, dann heißt das noch lange nicht, das diese Substanz gegen UV-Strahlung schützt. Es ist heute noch strittig, ob MAAs, die im allgemeinen als UV-Schutzverbindungen diskutiert werden, überhaupt aktiv als Schutz gegen UV-Strahlung synthetisiert werden, oder ob es nicht nur einfach Sekundärmetabolite sind, die im Stoffwechsel auftreten und zufällig u.a. gegen UV-Strahlung schützen. Es exisitert kein experimenteller Beweis dafür, das MAAs UV-Schutzverbindungen sind. Dies nur als Beispiel dafür, das man für eine UV-absorbierende Substanz nicht zwangsläufig eine UV-Schutzfunktion deklarieren sollte.

    Darüber hinaus ist der Spektralbereich, in der die o.g. Fluoreszenzpigmente absorbieren, also bei 380 nm, physiologisch noch nicht so schädlich, im Gegenteil, viele physiologische Vorgänge werden durch UV-A Strahlung reguliert, z.B. der Tag/Nacht-Rhythmus.

    Aufgrund der Definition ist der Begriff "UV-Schutzpigment" nicht korrekt und impliziert falsches. Die "UV-Schutzpigmente" wurden in der Wissenschaft noch nie so bezeichnet, es ist eine rein aquaristische Bezeichung! Im übrigen ist das auch nicht meine Nomenklatur und auch nicht auf meinem Mist gewachsen!

    H Hersteller

  • Hallo zusammen,

    Ich finde es sehr schade, das selbst in sogn. Fachkreisen immer noch mit "Lux" und besonders "Kelvin" diskutiert wird. Beide Parameter sind denkbar ungeeignet für eine brauchbare Diskussion und tragen eher zur Verwirrung statt zur Aufklärung bei. Zwar kann man natürlich zitieren in welcher Tiefe man wieviel Lux messen kann, allerdings gibt dieser Wert eben nur unser Helligkeitsempfinden wieder und nicht die photosynthetisch nutzbare Strahlung. Dadurch werden falsche Relationen verdeutlicht. Hierzu mal ein kurzes Beispiel: Wenn man z.B. davon spricht, dass man an der Wasseroberfläche 100.000 Lux messen kann und in 5 Meter Wassertiefe nur noch 25.000 Lux, könnte der Eindruck entstehen, dass die zur Verfügung stehende Strahlungsenergie für Korallen in 5 Meter nur noch 25% ist. Tatsächlich ist jedoch die photosyhntetisch nutzbare Strahlung wesentlich höher, da der photosynthetisch wertvolle Blauanteil wesentlich weniger aus dem Wasser gefiltert wird und noch in dieser Tiefe noch mit über 80% zur Verfügung steht. Von daher finde ich diese Zitate von früheren Pionieren bei aller Ehre nicht mehr zeitgemäß und auch bestehende Literatur sollte hier überarbeitet werden. Man ist eben schon wesentlich weiter. Es gibt hier ganz klare Unterschiede zwischen unserem Helligkeitsempfinden und dem „Empfinden“ der Korallen. Lux ist also keine brauchbare Maßeinheit für die Aquaristik und sollte als Maßeinheit endlich verschwinden.
    Noch unglücklicher ist es Aussagen anhand von Kelvinzahlen zu machen. Kelvin alleine läst keine qualitative Aussage über die spektrale Lichtzusammensetzung zu, da es sich lediglich um die Summe aller sichtbaren Spektralanteile handelt. Die Summe kann aber ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein. Bei 10.000 Kelvin kann z.B. viel oder gar kein UV enthalten sein. Es könnte viel violett und wenig rote Strahlung aber auch genauso aus viel blau und wenig gelbgrün bestehen. Genauso wie 3+7= 10 ist, ergeben sich auch aus 4+6 oder 5+5 eben 10. Deswegen sind Angaben von hohen Kelvinzahlen auf Lichtquellen auch irrelevant und bestenfalls ein gutes Verkaufsargument. Entscheidend ist immer ein Spektrum. Es wird soviel von Kelvin in dieser Branche erzählt, das die Leute regelrecht Kevinbesoffen geworden sind. Unter Biologen werden Begriffe wie Kelvin und Lux auch gar nicht beachtet. Für die Strahlungsintensität verwendet man Quantenmessgeräte, die in µmol/m²/sec messen und für die Lichtqualität dienen Spektren mit den entsprechenden Wellenlängenangabe.
    Anhand von Kelvinzahlen jedoch noch Rückschlüsse auf das farbliche Erscheinungsbild von Korallen zu schließen, halte ich für gewagt. Hier sind Faktoren wie die Strahlungsintensität und die qualitative Lichtzusammensetzung gar nicht erfasst. Gerade wenn man versucht einen biologischen Bezug zwischen Licht und den Korallen zu finden, ist es sehr wichtig hier eben viel mehr zu differenzieren. Aufgrund der Fähigkeit der Korallen sich an bestimmte spektrale Lichtzusammensetzungen anzupassen (Photoakklimatisation) und eine 10.000 Kelvin Lichtquelle eben ganz unterschiedlich zusammengesetzte Spektralanteile haben kann, ist eine derartige Äußerung sehr spekulativ. Man könnte den Eindruck gewinnen, das eine hohe Kelvinzahl das ist, worauf ein Steinkorallen pflegender Aquarianer achten müsste, um farbigere Korallen zu erhalten. Genau diese Aussage ist jedoch viel zu allgemein und trifft die Komplexität der Photoakklimatisation überhaupt nicht. Die pinke Farbmorphe des Pocilloporin ist z.B. ein wirtseigenes „Starklichtpigment“, welches verstärkt bei gelbgrüner Strahlung (Absobtionsmaximum liegt auch hier) gebildet wird, um den Photosyntheseapparat vor „Photodamage“ zu schützen. Die gleiche Strahlungsintensität in z.B. Violett oder blau führt nicht zu der gleichen Anregung der Synthsese dieses Pigments. Dies ist aber nur ein Beispiel um zu verdeutlichen, dass eben nicht nur blaue, violette oder sogar UV-Strahlung die Farbikeit der Korallen unterstützt.
    Besonders Bauchschmerzen hatte ich aber eigentlich auch bei den Artikel über die „Grundlagen zur Farbigkeit von Korallen“ und dessen Schlussfolgerung.. Hier heißt es u.a. „Die UV-Schutzpigmente , die in betörenden Farben, wie Blau, Grün, Gelb oder Rot vom menschlichem Auge erkannt werden... . „
    Tatsache ist, dass gerade UV-Schutzverbindungen (z.B. MAA`s) farblos sind und nicht für die Färbung der Koralle verantwortlich sind. Die plakative Färbung geht vielmehr oft auf nicht fluoreszierende Chromoproteine zurück, die von der Koralle (Wirt) gebildet werden. Grundsätzlich kann man zwischen wirtseigenen Pigmente und Pigmente der Zooxanthellen unterscheiden. Man kann jedoch auch eine funktionale Gliederung vornehmen. Bei den wirtseigenen Pigmenten gibt es Pigmente die Strahlung reemittieren (fluoreszieren), als auch welche die dies nicht machen. Für die uns sichtbare Färbung der Koralle ist letztendlich immer die Anzahl und räumliche Anordnung der verschiedenen Pigmente im Gewebe verantwortlich. Je höher die Zooxanthellendichte im Gewebe, desto stärker tendieren die Korallen zur Braunfärbung. Extreme Farbigkeit erreicht man also nur, wenn die Anzahl der Zooxanthellen im Gewebe geringer ist und die wirtseigenen Pigmente verstärkt in der Epidermis vorliegen. Von daher braucht man auch nicht mehr darüber diskutieren, „ob akzessorische Pigmente für die hermatypischen Korallen von Bedeutung sind“. Man weiß dies bereits schon. Natürlich sind Sie von Bedeutung. Und gerade diese Pigmente sind vor allem dafür verantwortlich, dass die Zooxanthellen in der Summe der sich überlagernden Pigmente Braun ergeben (subtraktive Farbmischung). Jeder kennt das vielleicht noch von einem Farbkasten. Wenn man viele Farben mischt, kommt immer braun raus.

    Abschließend möchte ich noch bemerken, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn diese Anmerkungen von mir erst gar nicht seien bräuchten. Da ich mich jedoch auch um eine ehrliche Aufklärung bemühe, sah ich es als wichtig an zu diesem Artikel etwas zu schreiben.

    Gruß
    Oliver

  • Hallo Jörg und Oliver,

    nun ist die Diskussion da angekommen, dass sie zwar nicht mehr zum Thema passt, aber ein deutlich höheres Niveau hat als die meisten gedruckten Beiträge zum Thema Licht und Korallen. Sehr gut!
    Oliver, woher stammt das mit dem pinken Pocilloporin? Würde mich interessieren.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner :smiling_face:

    Ich lausche euch ganz ehrfurchstvoll :smiling_face: Es macht Spaß zu lesen, wenn auch es schwer zu bewältigen ist.
    Selbst für mich mit ein wenig Grundkenntnis.

    Dann sind wir mal auf den Teil 2 von dem Artikel gespannt......der Anfang Dezember erscheinen wird.


    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Jörg und Oliver,

    nun ist die Diskussion da angekommen, dass sie zwar nicht mehr zum Thema passt, aber ein deutlich höheres Niveau hat als die meisten gedruckten Beiträge zum Thema Licht und Korallen. Sehr gut!
    Oliver, woher stammt das mit dem pinken Pocilloporin? Würde mich interessieren.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Robert,

    das ganze wäre mit ein paar Diagrammen anschaulicher. Diese Möglichkeit besteht zwar in den Zeitschriften, aber wurde eher wenig genutzt von Autoren, die über Licht schreiben.

    Hallo Oliver, hallo Jörg,

    noch etwas ist an dem pinkfarbenem Pocilloporin seltsam: Wenn es vor Photodamage/Photobleaching schützen soll, weshalb absorbiert es ausgerechnet im Gelbgrünen bereich, wo weder Chlorophyll noch die akzessorischen Pigmente effektiv absorbieren? Das ist doch eigentlich paradox. Ein Pigment, das den Photosyntheseapparat schützen soll, müsste doch im roten und im blauen Bereich absorbieren, weil da auch die Photosynthesepigmente absorbieren. Was vom Photosyntheseapparat nicht absorbiert (=aufgenommen) wird, kann doch auch nicht schaden. Gerade die oberflächennahen Korallen, die die pinke Färbung zeigen, sind ja auch nicht so dunkel gefärbt, dass sie eine gleichmäßige Photosynthese über das ganze Spektrum zeigen könnten.
    Deswegen wäre auch die vom pinkfarbenen Pocilloporin reflektierte/abgegebene (Fluoreszenz?) Strahlung interessant.

    Grüße

    Hans-Werner

  • [QUOTE]Original von Hans-Werner
    Hallo Robert,

    das ganze wäre mit ein paar Diagrammen anschaulicher. Diese Möglichkeit besteht zwar in den Zeitschriften, aber wurde eher wenig genutzt von Autoren, die über Licht schreiben.

    Hallo Oliver, hallo Jörg,

    noch etwas ist an dem pinkfarbenem Pocilloporin seltsam: Wenn es vor Photodamage/Photobleaching schützen soll, weshalb absorbiert es ausgerechnet im Gelbgrünen bereich, wo weder Chlorophyll noch die akzessorischen Pigmente effektiv absorbieren? Das ist doch eigentlich paradox. Ein Pigment, das den Photosyntheseapparat schützen soll, müsste doch im roten und im blauen Bereich absorbieren, weil da auch die Photosynthesepigmente absorbieren. Was vom Photosyntheseapparat nicht absorbiert (=aufgenommen) wird, kann doch auch nicht schaden. Gerade die oberflächennahen Korallen, die die pinke Färbung zeigen, sind ja auch nicht so dunkel gefärbt, dass sie eine gleichmäßige Photosynthese über das ganze Spektrum zeigen könnten.
    Deswegen wäre auch die vom pinkfarbenen Pocilloporin reflektierte/abgegebene (Fluoreszenz?) Strahlung interessant.

    Grüße

    :winking_face_with_tongue: Hans-Werner,

    gut aufgepaßt ... :smiling_face: (grins)

    Es ist in der Tat widersprüchlich. Der Begriff "Pocilloporin" wurde von Dr. Sophie Dove geprägt, eine Wissenschaftlerin am Centre for Marine Studies (CMS) der University of Queensland in Brisbane, Australien. Sie war die erste, die u.a. aus Pocillopora damicornis das pinke Pigment extrahiert hat und es chemisch charakterisiert hat. Sie hat ihre Befunde in einem Paper veröffentlich, das ich am Ende zitieren werde, es wäre für Dich bestimmt interssant. Der Name "Pocilloporin" kommt eben daher, weil es ursprünglich aus Pocillopora extrahiert wurde.
    Das pinke Pocilloporin fluoresziert nach Anregung mit kurzwelliger Strahlung (340 nm) kaum, so dass die Fluoreszenzeigenschaften funktionell vernachlässigbar sind.
    Es ist jedoch chemisch mit den fluoreszierenden Pocilloporinen verwandt, beides sind Chromoproteine. Die eine Gruppe fluoresziert und absorbiert dagegen nur gering im Bereich zwischen 500 und 600 nm, weshalb diese Fluoreszenzpigmente unter hoher Strahlungsintensität und wenig Blaustrahlung kaum auffallen und dabei wenig farbig sind.


    Sophie Dove hat ein Absorptionsspektrum von diesem Chromoprotein aufgenommen und festgestellt, das es bei 560 nm maximal absorbiert, also wie Du richtig sagst, im gelben Spektralbereich sichtbarer Strahlung.

    Sie hat für dieses Pigment eine Funktion hypothetisch formuliert, die Oliver bereits angesprochen hat: eine Schutzfunktion vor Strahlungsschäden in den Zooxanthellen unter Starklichtbedingungen.

    In der Tat ist der vom pinken Pocilloporin absorbierte Strahlungsbereich für die symbiontischen Dinoflagellaten photosynthetisch so gut wie nicht nutzbar. Aber, und das ist der entscheidende Punkt: Unter hohen Strahlungsintensitäten steigt der Anteil an genau dieser Strahlung, die auf die Photosysteme der Zooxanthellen auftrifft und dabei gestreut wird. Dieses Streulich ist aufgrund seines Energiegehaltes dazu in der Lage, bestimmte Chlorophylle in den Lichtsammlersystemem anzuregen (wie das physikalisch funktioniert würde hier zu weit gehen). Die Strahlungsenergie dieser Photonen wird dann zu den Reaktionszentren geleitet und kann hier eine Strahlungsbelastung (die auf einem Riffdach bei klarem Himmel und trübstoffarmen Wasser ohnehin schon bestehen kann) verursachen.
    Durch die "frühzeitige" Absorption dieser Strahlungsanteile kann dann eben eine zusätzliche Strahlungsbelastung verhindert werden. Das erklärt auch, weshalb zur Induktion der Synthese des pinken Pocilloporins eine hohe Strahlungsintensität vorhanden sein muß. Oiver schrieb bereits, das es ein "Starklichtpigment" ist, das sich in der epidermalen Gewebeschicht, also oberhalb der Zooxanthellen, befindet.

    Es ist nach wie vor eine Hypothese, allerdings ist sie plausibel und vieles spricht dafür, das es so sein könnte. Es ist auch die einzige Hypothese, die es dazu gibt.

    Hier die Literaturangaben:

    Dove, S. G., Hoegh-Guldberg, O. & Ranganathan, S. (2000): Major colour patterns of reef-building corals are due to a family of GFP-like proteins. Coral Reefs 19: 197-204.

    Dove, S. G., Takabayashi, M. & Hoegh-Guldberg, O. (1995): Isolation and characterisation of the pink and blue pigments of pocilloporid and acroporid corals. Biol. Bull. 189: 288-297.

    Das erste Paper habe ich als PDF-file, diesen file kann ich Dir schicken. Ob Du an das Paper von 1995 (Biological Bulletin) rankommst, weiß ich nicht. Wenn Du es nicht bekommst, dann melde Dich, ich kann Dir eine Kopie zukommen lassen.
    Übringens gibt es auch das von Frische zitierte Paper von Salih et al (erschienen in NAture 2000) im Netz als PDF-file, auch den kann ich verschicken.

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    vielen Dank für die Erläuterungen und das Angebot, das ich gerne annehme. Ich melde mich dann wegen der Schriften, an die ich nicht rankomme.

    Im Moment habe ich etwas Probleme ins Forum zu kommen. Es taucht meist eine Seite mit irgendwelchen Computerenglisch-Wortreihen (DOS?) auf.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Halle Werner,

    das waren die PHP-Quelltexte der Forumsoftware... gestern wurde ein neuer server installiert und der Provider hat es nicht hinbekommen, das PHP richtig im webserver zu integrieren - alles in allem war es eine schwache Vorstellung,mit äußerst schlechter Planung

    MfG, Frank.

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Jörg,

    vielen Dank für die Erläuterungen und das Angebot, das ich gerne annehme. Ich melde mich dann wegen der Schriften, an die ich nicht rankomme.

    Im Moment habe ich etwas Probleme ins Forum zu kommen. Es taucht meist eine Seite mit irgendwelchen Computerenglisch-Wortreihen (DOS?) auf.

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo,

    wenn Du mir Deine eMail-Adresse zukommenläßt, dann kann ich Dir die Paper noch heute zuschicken.

    H Hersteller

  • Hallo Hans-Werner,

    Du hattest erwähnt, dass man sich doch an Unterwasserspektren in nährstoffarmen Küstengewässern orientieren sollte. Natürlich ist dieser Ansatz genau richtig.

    Schließlich haben sich die Photosysteme der Korallen auch an diese Lichtzusammensetzung adaptiert.
    Wenn man sich die Spektren in z.B 3-10 Meter Meerestiefe anschaut, also dort wo auch die größte Artenvielfalt vorherrscht, wird deutlich, dass besonders im Bereich von 420 - 550nm eine relativ ausgeglichen Strahlungsintensität vorliegt. Erst mit zunehmender tiefe in 15-20 Meter kristallisiert sich eine Spitze um 450nm heraus.

    (Leider kann ich die entsprechenden Grafiken hier nicht reinstellen)

    Wen wundert es da, das gerade hier viele Hilfspigmente Ihr Absobtionsmaximum haben.
    Hier mal ein Beispiel an an einer Pocci:

    Absorption Spectra of Pigments from Zooxanthellae of Pocillopora sp.
    Fraction Absorption maxima (nm) Identification
    Fraction 1 - Orange 428,448,475 B-Carotene
    Fraction 2 - Pale Orange 427,450,477 Unknown
    Fraction 3 - Yellow 425,447,476.5 Diadinoxanthin
    Fraction 4 - Yellow 418,441,469 Dinoxanthin
    Fraction 5 - Pale Yellow 408,427,455 Unknown
    Fraction 6 - Pale Yellow 420,440,465 Neo-dinoxanthin
    Fraction 7 - Brick Red 475 Peridinin
    Fraction 8 - Brick Red 465 Neo-peridinin
    Fraction 9 - Pink-Orange Unknown
    Fraction 10 - Blue-Green 409,428,663 Chlorophyll a
    Fraction 11 - Light Green 448,584,634 Chlorophyll c

    Wenn man sich also verdeutlicht, das viele Pigmente die direkt oder indirekt an der Photosynthese beteiligt sind in einem Bereich zwischen 410 und 480nm Ihr Absorbtionsmaximum haben, wird klar, dass es auch günstig ist den Korallen ein ausgeglichenes Blaulicht in diesen Bereichen zur Verfügung zu stellen.

    Dies zeigen übrigens auch viel PAS (photosynthetic
    Action Spectrum) von Korallen. Diese PAS ändern sich jedoch bei ein und der gleichen Koralle bei unterschiedlicher Wassertiefe, was die Anpassungsfähigkeit der Korallen an geänderte spektrale Lichtverteilungen wiederspiegelt. Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit "verzeihen" unsere Korallen auch die unausgeglichenen Spektren, die man teilweise bei künstlichen Lichtquellen vorfindet.
    Man sollte jedoch jetzt nicht den Schluß ziehen, dass eine unausgeglichene Spektren daher belanglos sind oder sogar noch die Farbigkeit unterstützen. Im Sinne der Optimierung der Pflegebedingungen für Korallen ist es im Bezug auf die spektrale Lichtverteilung günstiger ein ausgeglichneres Spectrum von 410 bis 500 oder 410 bis 550nm (so wie in der Natur auch) zu haben und das dann, je nach Tiefensimulation mehr oder weniger stark zum Rotbereich abfällt.

    Gruß Oliver

  • Hallo Jörg,

    habe Dir gestern noch gemailt.
    Abstract von dem Coral Reefs Artikel habe ich schon vor einer Weile gelesen. "Vollversion" wäre trotzdem interessant.

    In der Wissenschaft ist das scheinbar ein Bisschen eine komische Sache. Themen die vor 20 intensiv duchgekaut wurden interessieren heute scheinbar keinen mehr, zumindest schreibt keiner darüber, auch wenn es eigentlich noch Forschungsbedarf gäbe.
    Nach allem was ich gelesen habe erkennen Pflanzen und Algen nicht ohne weiteres, wie hell es ist. Sie haben dafür ein spezielles "Auge", das Phytochrom. Für höhere Pflanzen und Grünalgen bedeudet überwiegen von Hellrot heller Standort und überwiegen von Dunkelrot Vegetationsschatten, also dunkler Standort.
    Für die braunen (Meeres-)Algen scheint Blau eine ähnliche Bedeutung zu haben (signalisiert Aufenthalt tief im Wasser) wie für die grünen das Dunkelrot, soweit die Ergebnisse der Blaulicht-Syndrom-Forschung. Nicht völlig klar wurde mir, welche Farbe die Aufgabe von Hellrot zukommt. Es wurde verschiedene Lichtfarben in den Forschungsergebnissen veröffentlicht.
    Bei Korallen scheint dieser wichtige Faktor für die Lichtadaption noch niemanden interessiert zu haben, obwohl hier die wirtseigenen Pigmente eine wichtigen Rolle spielen könnten, da sie ja die spektrale Zusammensetzung des Lichtes verändern.
    Finde ich seltsam! Oder kennst Du etwas dazu? Hätte ja auch praktische Bedeutung für die Aquarienbeleuchtung!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Jörg und Hans-Werner

    Könnte ihr mir die Daten auch zu kommen lassen?

    Zumindest stolperte ich auch über einiges was ihr hier jetzt ansprecht und hätte so mehr Anhaltspunkte um in anderen Gebieten nachzuforschen.

    Mfg Michael Hannig

    MchHnng@Aol.com

  • Hallo Werner,

    ich habe Deine eMail leider nicht erhalten, komisch. Vielleicht probierst Du es noch einmal.

    Du hast das Phytochromsystem in den "grünen Pflanzen" angesprochen. Meines Wissens nach reguliert das Phytochromsystem v.a. die Photomorphogenese, also morpho-physiologische Prozesse wie z.B. die Samenkeimung, und hat nicht unbedingt auch Anteil an der Photoakklimatisation, aber da bin ich mir nicht so ganz sicher, das muß ich nochmal nachschauen.

    Der Hellrot (HR: 650-700 nm)/Dunkelrot (DR: 700-750 nm) - Antagonismus des Phytochromsystems funktioniert wie ein Lichtschalter. Hellrot induziert z.B. bei Lichtkeimern die Samenkeimung, während man die Keimung nach erfolgter Hellrot-Induktion mit Dunkelrotbestrahlung wieder hemmen kann. Es kommt dabei auf den jeweiligen Energiegehalt der Strahlung an: Hellrot ist energiereicher als Dunkelrot, d.h. bei Dunkelrotbestrahlung muß die Strahlungsintensität höher sein, um den gleichen Effekt zu erzielen wie mit hellroter Strahlung. Ich weiß nicht, ob Dir das die Frage beantwortet, was genau Hellrot bewirkt. Oder meintest Du was anderes?

    Das "Blau-Syndrom" kenne ich unter dem Begriff "Blaulicht System" und hat einen "Wirkungsbereich" zwischen 400 - 500 nm. Auch dieses System reguliert v.a. die Photomorphogenese und nicht die Photoakklimatisation.

    Die chromatische Adaptation in Rotalgen als Verschiebung des Verhältnisses der Phycobiline Phycoerythrobilin (PE) und Phycocyanobilin (PC) in den Phycobilisomen ist ein echter Mechanismus der Photoakklimatisation. Dabei ist sowohl die spektrale Zusammensetzung der Strahlung wie auch die Strahlungsintensität entscheidend und nicht nur einer dieser beiden Parameter.

    Jeder photoautotrophe Organismus muß mit Hilfe bestimmter Photorezeptoren die Pigmentsynthese regulieren können. Das ist auch in den symbiontischen Dinoflagellaten der Fall, sowohl in Freilebenden wie auch in Korallensymbionten.

    Deine Hypothese, das in der Koralle/Zooxanthellen Symbiose der Wirt die Funktion des "Auges" mit übernehmen kann, ist durchaus berechtigt. Anhaltspunkte dafür kann man finden: Unter Schwachlichtbedingugen wird der Wirt einerseits die Zooxanthellendichte im Gewebe erhöhen und womöglich Chromoproteine synthetisieren, die den Zooxanthellen über den Absorptions-Reemissions-Mechanismus photosynthetisch nutzbare Strahlung zur Verfügung stellt. Woher weiß die Koralle, das sie das tun muss? Das Signal könnte von den Zooxanthellen kommen, z.B. könnte der Wirt die Stress-Situation bemerken, wenn die Algen (die ja innerhalb der Wirtszellen (endosymbintisch) leben) durch Lichtmangel weniger Assimilate produzieren oder die Algenzellen sogar schrumpfen. Dann könnte er entsprechende fluoreszierende Chromoproteine synthetisieren, die die Photosynthese verstärken.
    Andererseits zeigen alleine unsere Aquarienbeobachten, das bestimmte Wellenlängen die Chromoproteinsynthese induzieren, d.h. die Koralle muß selbst über Photorezeptoren verfügen, um die Chromoproteinsynthese regulieren zu können.

    Letztendlich wird also die Photoakklimatisation in der Koralle/Zooxanthellen - Symbiose von beiden Symbiosepartner mit bestimmt.

    Das dieses Thema niemanden interessiert ist in so fern nicht ganz richtig, als das erst in den letzten Jahren die wichtigen Befunde experimentell erhalten wurden ... und weil es Gott sei Dank nicht so viele Leute gibt, die daran arbeiten :smiling_face:

    Was aquaristisch von Bedeutung wäre, ist die Frage, welche spektralen Anteile die Synthese von Chromoproteinen in Korallen induziert und welchen Einfluß die Strahlungsintensität dabei hat. Und an diesem Thema wird schon gearbeitet :smiling_face:

    Ich hoffe, wir haben jetzt nicht aneinander vorbei geredet.


    H Hersteller

  • Hallo Michael,

    ist bei mir sehr schwierig, weil auf einige Bücher verteilt. Könnte Dir aber einige Fotokopien schicken zu Lichtadaption von Mikroalgen.

    Hallo Jörg,

    wozu das Hellrot im Phytochromsystem dient ist mir schon klar, habe ich ja auch geschrieben. Es scheint auch so, als sei das Blaulichsystem nur an das Phytochromsystem "angehängt", folglich sollte Hellrot den größten antagonistischen Effekt zu Blau haben, aber das ist in meiner Literatur nicht ganz einheitlich.

    Zur Photoadaption: "Bei 17 marinen Planktonalgen aus 4 verschiedenen Klassen (..., Dinophyceae) führt blaues Licht im Limitationsbereich gegenüber Weißlicht und auch gegenüber Rotlicht zu einem wesentlichen Anstieg des Pigmentgehaltes bei nahezu gleichbleibenden Relationen der Pigmente untereinander" (Kohl und Nicklisch 1988). Wegen des "Limitationsbereiches" eingentlich nur für Korallen im tieferen Wasser interssant.
    Zumindest scheint es einen deutlichen Blaulicht-Effekt auf die Photoadaption zu geben.
    Hinzu kommt die Adaption durch Antennen-Carotinoide (bei Schwachlicht)/Schutzcarotinoide (bei Starklicht), die ja beide vor allem im blauen Spektralbereich absorbieren. Hier können allerdings die Wirte durch Ihre Pigmente Ersatz schaffen.

    Ich meinte auch nicht, das der Wirt das "Auge" ersetzt, sondern dass die Schutzpigmente, vor allem grüne und rötliche, eine andere Lichtqualität zu den Zooxanthellen vordringen lassen als blaue Schutzpigmente und dies die Photoadaption beeinflussen könnte.

    Für die Korallen sollte die Regulierung der Zooxanthellendichte nicht so schwierig sein. Sie erkennnen den Zustand vermutlich über den Nährstoffaustausch.

    Was ich in der Korallenforschung vermisse sind klare Aussagen zur Ökophysiologie, die unter Laborbedingungen (definiertes Licht unterschiedlicher Zusammensetzung, definiertes Nährstoffangebot (hier wurde schon ein Bisschen geforscht)) gewonnen wurden.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Jörg,

    habe schon letzte Woche (Do?) noch einmal versucht Dich per e-Mail zu erreichen, wurde mir auch versichert: "eine e-Mail erfolgreich an Jörg Kokott übermittelt" oder so ähnlich, kam aber scheinbar nichts an. Ich werd´s nochmal probieren.

    Noch eine Frage zum Thema: Weshalb sehen Korallen und Tridacnas von oben bunter aus als von der Seite? Dazu müssen doch die Pigmentgranula eher flächig als rund und mit einer bestimmten Orientierung eingelagert sein, oder täusche ich mich, kommt das nur vom Licht?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Jörg,

    habe schon letzte Woche (Do?) noch einmal versucht Dich per e-Mail zu erreichen, wurde mir auch versichert: "eine e-Mail erfolgreich an Jörg Kokott übermittelt" oder so ähnlich, kam aber scheinbar nichts an. Ich werd´s nochmal probieren.

    Noch eine Frage zum Thema: Weshalb sehen Korallen und Tridacnas von oben bunter aus als von der Seite? Dazu müssen doch die Pigmentgranula eher flächig als rund und mit einer bestimmten Orientierung eingelagert sein, oder täusche ich mich, kommt das nur vom Licht?

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    habe heute eine Mail bekommen, die Artikel sind verschickt.

    Es stimmt, das die Orientierung der Pigmente eine wichtige Rolle spielt. Die zwei Typen von Fluoreszenzpigmenten, nämlich die kristallinen, granulösen Pigmente (FPG = fluorescent pigment granules) und die "zellulär vorliegenden" Pigmente (CFP = cellular fluorescent pigment) sind hier unterschiedlich zu bewerten.

    FPG's sind oft zu größeren Kristallen akkumuliert.
    Man findet sie z.B. in den Tentakelspitzen der Polypen, und hier wird die Fluoreszenz eher ungerichtet zu allen Seiten hin abgegeben. Hauptsache, sie trifft nicht auf die Zooxanthellen (Schutz vor Strahlungsbelastung unter Starklicht). Deshalb sieht man die Fluoreszenz dieser Pigmente auch bei der Frontalansicht (Beispiel: Seriatopora caliendrum oder Pocillopora damicornis).

    Bei den FPG's, die in Schichten unterhalb der Zooxanthellen liegen, wird die Fluoreszenzstrahlung nur nach oben abgegeben, damit die Zooxanthellen auch die Fluoreszenzstrahlung maximal ausnutzen können ("Photosynthese-Verstärker"). Hier ist also die (gleiche) Orientierung innerhalb der gesamten Pigmentgranulaschicht entscheidend.

    Ich würde eher die Anrodnung der Chromophore innerhalb der Apoproteine als wichtig erachten, als von der Form zu sprechen, um zu bestimmen, in welche Richtung die Fluoreszenzstrahlung abgegeben wird. Zumal eine Form nur bei FPG's vorhanden ist, nicht bei CFP's.

    Ich finde den Begriff CFP (cellular fluorescent pigment) etwas unglücklich, weil er impliziert, das die Pigmente in der Zelle frei vorliegen. Das wird aber mit Sicherheit nicht sein, zumal die Chromoproteine verhältnismäßig groß sind. Es ist anzunehmen, dass auch die CFP's mit bestimmten Strukturen assoziiert sind (was Spekulation ist, denn die Lokalisation wurde noch nicht untersucht) und dadurch auch eine bestimmte Orientierung haben.
    Allerdings ist hier mehr entscheidend, wie die Chromophore ausgerichtet sind. In den meisten Fällen wird die Fluoreszenzstrahlung bei CFP's nur nach oben abgestrahlt (z.B. fast alle fluoreszierenden Acropora-Arten), und das ist der Hauptgrund für die Farbigkeit von oben, weniger die FPG's (ausser in agariciiden Korallen wie Leptoseris).

    Bei Tridacniden handelt es sich um Chromoproteine, die Carotinoide als Chromophore tragen, haben also mit den Pocilloporinen nichts zu tun. Aber was Orientierung und Anordung der Chromophore angeht, gilt natürlich das gleiche.

    H Hersteller

  • Hallo Hans-Werner,

    ergänzend möchte ich noch anmerken, dass unabhängig von der Orientierung und Anordung der Chromophore natürlich auch die Strahlungsausrichtung eine entscheidende Rolle. Je geringer die Differenz zwischen Einfallswinkel und Ausfallswinkel ist, desto mehr direkte Reflektionen erfast unser Auge und desto stärker erscheint uns die Farbigkeit. Egal ob fluoreszierendes oder nicht fluoreszierendes Pigment.
    Deshalb ist auch ein flächig beleuchtetes Aquarium besser in der Farbwiedergabe zu bewerten, da der Betrachter von der Frontscheibe mehr direkte Reflektionen sieht.
    Man braucht nur einen Leuchtbalken vor die Frontscheibe halten und schon sind die Tridacnas wesentlich farbiger und auch die Korallen erscheinen farbintensiver. Die Betonung liegt aber wirklich auf erscheinen.

    Deshalb empfehle ich auch meinen Kunden möglichst nah an der Frontscheibe mit einer Blauröhre anzufangen. Eine weitere Steigerung in der farblichen Wiedergabe erreicht man übrigens, wenn diese Blauröhre nahe der Frontscheibe das Licht nur schräg nach hinten wirft. Die Tiere im Aquarium werden dann regelrecht mit Blaulicht von der Seite angestrahlt, was zu einer deutlichen optischen Farbzunahme (besonders blau und grün) führt.
    Hierzu hatte ich viele Tests gemacht und mich dann auch entschlossen einen asymetrischen Reflektor zu entwickeln.

    Gruß
    Oliver

  • Hallo Jörg und Oliver,

    kommt dazu, daß natürlich nur die Oberseiten mit CFPs ausgestattet sind, wie man auf geblitzten Fotos leicht sieht, und diese Flächen kommen natürlich beim Blick von oben in das Aquarium besser zur Geltung.
    Danke

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,

    nun ist ja aus eurer Diskussion so einiges zu lernen. Alle Achtung. Ich kann nicht gerade behaupten,alles verstanden zu haben.

    Mich interessiert aber noch eine etwas andere Thematik.

    Ich beabsichtige ein kleines Becken mit azooxanthellen Korallen einzurichten. Auch einige Tiere die auch noch etwas Licht benötigen (Tiefwasserformen) sollen Einzug halten.

    Wie sollte nach Eurer Meinung das Spektrum der Beleuchtung aussehen und mit welchen Leuchtmitteln wäre dieses zu realisieren.

  • Zitat

    Original von Frank D
    Hallo zusammen,

    nun ist ja aus eurer Diskussion so einiges zu lernen. Alle Achtung. Ich kann nicht gerade behaupten,alles verstanden zu haben.

    Mich interessiert aber noch eine etwas andere Thematik.

    Ich beabsichtige ein kleines Becken mit azooxanthellen Korallen einzurichten. Auch einige Tiere die auch noch etwas Licht benötigen (Tiefwasserformen) sollen Einzug halten.

    Wie sollte nach Eurer Meinung das Spektrum der Beleuchtung aussehen und mit welchen Leuchtmitteln wäre dieses zu realisieren.

    Hallo,

    bei azooxanthellaten Arten ist die spektrale Zusammensetzung der Leuchtmittel bezüglich der Anregung von Photosynthesepigmenten natürlich wenig bedeutend. Aber trotzdem sind fast alle azooxanthellaten Korallen pigmentiert, und zwar teilweise derartig schön, das sie die Farbigkeit von Steinkorallen weit übertreffen. Natürlich sind wir noch nicht ganz so weit, das all diese schönen Arten gehalten werden könnten.
    Um diese Pigmente anzuregen, benötigt man entsprechende Anregungswellenlängen im Spektrum, hier spielt also der sog. Farbwiedergabeindex der Leuchtmittel die wichtige Rolle. Ein Pigment kann nur dann Strahlung reflektieren und dadurch eine Färbung verursachen, wenn diese Strahlung überhaupt vom Leuchtmittel emittiert wird.
    Deshalb würde ich Dir auch für ein solches Becken zu einer Beleuchtung raten, die ein möglichst gleichmäßiges Wellenlängenspektrum zeigt. Auf die Strahlungsintensität brauchst Du hierbei natürlich weniger zu achten, es würden je nach Beckengröße T8- Tageslichtröhren ausreichen, vielleicht lohnt sich ein guter Reflektor. In Kombination mit einer oder zwei Blauröhren kannst Du ein attraktives Lichtklima im Becken schaffen.

    H Hersteller

  • Hallo Frank,

    Jörg war da etwas schneller:-)
    auf meiner Homepage werden übrigens bald Spektren aus verschiedenen Meerestiefen zu sehen sein.
    Es ist so wie Jörg schreibt. Obwohl in größeren Tiefe von z.B. 30 Meter Blaulicht um 460nm dominiert, ist es eben nicht unbedingt empehlenswert nur Blaulicht einzusetzten, da die Farbvielfalt dadurch nicht entsprechend sichtbar wird. Ein Lichtquelle (Tageslicht) mit 1A Farbwiedergabe ist für die Farbechtheit wichtig. Blaulicht unterstützt die natürliche Tiefensimulation. In tieferen Regionen herrscht übrigens auch ein sehr diffusses Licht vor, was man mit Röhren am besten nachahmen kann. Ansonsten so wie Jörg schreibt.

    Gruß
    Oliver

  • Hallo Frank,

    das hängt m. E. etwas von dem Eindruck ab, den Du haben möchtest. Die roten und gelben Farbstoffe (Carotinoide?) absorbieren blaues Licht und erscheinen deshalb ausgesprochen dunkel unter blauem Licht, Rot natürlich noch mehr als Gelb.
    Deshalb sind im Meer viele "farbenprächtige" Tiere in der Tiefe in der sie leben eher unscheinbar dunkel oder grau "tarnfarbig". Dass sie im "vollständigen" Licht dann so farbig erscheinen, liegt wohl einfach daran, dass die lebhaft gefärbten Carotinoide die "billigsten" Farbstoffe im Meer sind, weil überall in Algen und über die Nahrungskette dann auch in Tieren vorhanden.
    Sollen also weiße Polypen als weißblau leuchtende Sternchen hervortreten, kannst Du ein eher blaulastiges Licht nehmen, sollen die roten und gelben Farben gut zur Geltung kommen, solltest Du eher zu mehr tageslichtfarbigen Leuchtmitteln evtl. gemischt mit Lampen mit Rotanteil (Triton, Aquastar. Achtung, sieht etwas unnatürlich aus!) greifen und eher 3:1 oder 2:1:1 mit Blau.
    Der Farbwiedergabeindex ist bei Osram Lichtfarbe 12 (5500 K)und bei Biolux (6500 K) am besten. Diese 5-Banden-Röhren sind aber deutlich teurer als 3-bandige.

    Grüße

    Hans-Werner

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