Grabender Seestern - Fehler beim Einsetzen!

  • Hallo,

    ich habe heute völlig überraschend nun endlich zwei grabende Seesterne von meinem Händler bekommen. Die hatte ich vor langem mal bestellt und fast vergessen. Da alles schnell gehen musste, habe ich diesmal nicht zunächst hier im Forum nachgelesen, sondern die beiden so eingesetzt, wie mir der Händler riet:
    Nur wenig angeglichen und mit der Hand ins Becken auf den Rücken gelegt, damit evtl. Luft nicht im Bauch landet. Beide haben sich schnell umgedreht und eingegraben. So weit so schlecht, denn jetzt lese ich hier, dass die Tiere keinesfalls an die Luft kommen dürfen und langsam angeglichen werden müssen! Warum sagt mir das der Händler nicht? Sind die beiden jetzt verloren oder besteht die Chance, dass sie das doch überstehen und wie sehe ich überhaupt, dass sie noch leben (sind ja ständig eingegraben)?

    Grüsse

    Uli

  • Moin
    wenn man sie auf den Rücken legt ist das GUT..das sie an der Luft waren ist nicht so gut...ob sie noch leben wirst Du schnell sehen ..spätestens nach einigen Tagen sollten die Sterne in der Blaulichtphase rauskommen...bei mir habe ich Morgens ausserdem massenhaft "Sternchenstempel".. also so Abdrücke der Sterne im Sand!! IMO ist es schon mal gut das sich die Sterne eingegraben haben und nicht liegengeblieben sind!
    Das mit der Anpassung kann das größte Problem sein..evtl. tritt auch nach einiger Zeit (Stunden) der osmotische Schock ein und tötet die Tiere!

    Viel Glück!

  • HI,

    Nur keine Panik...

    Es ist eh schon zu spät, um etwas zu ändern...

    Ob die Sterne es überleben, hängt von mehreren Faktoren ab...
    Wenn du sie am Rücken gelegt durch die Luft transportiert hast, wird warscheinlich keine Luft in den Stern gekommen sein.... die Sache mit der Luft, wird IMHO ein wenig übertrieben, zumal sie ja nicht Minutenlang, sondern nur wenige Sekunden an der Lft waren... (Trotzdem ist das prinzipiell zu vermeiden..)

    Wenn die Wasserwerte im Händlerbecken nicht allzu unterschiedlich zu denen in deinem becken sind, werden die Sterne es wohl überleben... kritisch ist hier vor allem die Dichte, genauergesagt der Osmotische Druck... Gerade Stachelhäuter reagieren sehr empfindlich auf plötzliche Dichteschwankungen, was sogar zum Tot des Tieres führen kann....

    Wenn sie es aber überleben, kannst du dir sicher sein, dass sie sich wieder vollständig erholen... Seesterne haben eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit....

    Also erstmal abwarten und Tee trinken... wird schon schief gehen...

    Gruß Mike

    Who the f*** is General Failure, and why is he reading my harddisk ??

  • Hallo,

    Ich glaube ehrlich gesagt, dass dieses "Bloss nicht an die Luft kommen lassen" sowohl bei Seesternen als auch bei Seegurken übertrieben wird. Bei Seeigeln mag das angehen, jedoch hat die Uni hier ja auch Seesterne und die werden auch mal an die Luft geholt, ohne dass sie gleich eingehen.

    Schäden nach Dichteunterschieden brauchen sehr lange, bis sie auftreten. Wenn die Sterne nach zwei Wochen noch gesund sind, kann man wohl Entwarnung geben.

  • moin,

    mein grabender seestern hat nach dem einsetzen auch einen halben arm abgeworfen,dachte schon,das wars,...

    heute hat er wieder alle arme und ist quietschfidel.mag sein,daß das mit der luft nicht sooo schlimm ist,hängt mit sicherheit auch von der sorte ab,aber so lange man nichts genaues weiß,würd ichs auch lassen,vorsicht ist .... (sprichwort nach wahl :D)

    mfg
    michael

  • Vielen Dank,
    na dann werde ich mal versuchen, die beiden zu beobachten.

    Grüsse

    Uli

    Einmal editiert, zuletzt von ulka (10. April 2006 um 14:56)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!