Forellenpellets.

  • Hi.
    Möchte mal erfahren wer von euch
    forellenpellets füttert.
    Wie sind eure erfahrungen?
    Gruß Wolli.

  • Hallo,
    wir haben schon Koi Sticks verfüttert, haben sie gut vertragen und auch gefressen, leider schwimmen diese auf der Oberfläche und sinken nicht.
    Wir sind aber auch am überlegen, ob wir mal Forellenfutter ausprobieren,
    das ist sicher ein sehr hochwertiges Futter mit allen nötigen Inhatsstoffen und wird auch bestimmt regelmäßig kontrolliert, weil in der Forellenzucht ja nichts schiefgehen darf.

    Ein echtes Argument ist auch der Preis, der sicher weit unterhalb der üblichen Flockenfutterpreise liegt.

  • moin,

    ich würde euch von forellenfutter und anderem mastfutter abraten,habe es selbst für meine mw-fische noch nicht versucht,aber festgestellt,daß meine störe dadurch ziemlich verfettet sind.

    mit koifutter sieht das etwas anders aus,ich persönlich halte es eigentlich für wesentlich hochwertiger und auch nicht für so energiereich.


    p.s.:mein lieferant sagte mir mal,daß er mit zwei kg forellenfutter bis zu ein kg fischgewicht erziehlt :winking_face_with_tongue:

    mfg
    michael

    2 Mal editiert, zuletzt von mbb (28. März 2006 um 22:39)

  • Hallo Michael,

    sehe ich auch so,da Forellen Raubfische sind werden die Pellets sehr Eiweiß/Fetthaltig sein.(vermute ich mal)Zum aufpeppeln kurzzeitig in ordnung aber bestimmt nicht gut bei dauerhafter Anwendung

    Edit:nicht alles was in der Koralle oder im MA berichtet wird ist auch gut

    Gruß Jürgen

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    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Rathje (28. März 2006 um 22:37)

  • Zitat

    Original von Jürgen Rathje
    sehe ich auch so,da Forellen Raubfische sind werden die Pellets sehr Eiweiß/Fetthaltig sein.(vermute ich mal)Zum aufpeppeln kurzzeitig in ordnung aber bestimmt nicht gut bei dauerhafter Anwendung

    das Zeug ist wirklich extrem fetthaltig und auch sehr eiweißreich...

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo MBB

    Dann hole dir mal Lachsaufzuchtsfutter aus der Aquakultur
    aus 1 kg Futter 1,0 Kg Fisch das ist cool :winking_face:

    Gruss Claude

  • Zitat

    Original von Jürgen Rathje

    sehe ich auch so,da Forellen Raubfische sind werden die Pellets sehr Eiweiß/Fetthaltig sein.(vermute ich mal)

    Alles was ein Fisch braucht! :grinning_squinting_face:

    Ohne Vergleich der Zutatenliste und der Nährstoffgehalte würde ich nicht sagen, dass Koi-Futter für andere Fische besser geeignet sind.


    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (30. März 2006 um 08:46)

  • Hi

    Nur so eine Vermutung: Forellen sind Suesswasserfische aus dem Kaltwasser, haben die die gleichen Anforderungen wie tropische Meerwasserfische was das Profil aus Proteinen und Fetten angeht?
    Ich waere vorsichtig mit Mastfutter fuer Suesswasserfische, es hat bestimmt einen Grund warum die Industrie verschiedene Futtersorten fuer Suess und Salzwasser und fuer Kalt- und Warmwasser anbietet.

    Ich habe gerade BioKyowa aus Japan von einem Kollegen bekommen, meine Chromis drehen durch.


    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    dem kann ich eigentlich Zustimmen. sehe das Problem ähnlich. Mir sind Fälle bekannt in denen Meerwasserfische zwar prächtig gesund und Farbig aussahen jedoch überdurchschnittlich früh an Leberverfettung starben (wurde Tierärztlich bestätigt).

    Gruß Thilo

  • Hallo Thilo, hallo Jens

    Fettleber ist aber nicht in erster Linie von den richtigen Fetten verursacht, sondern kann z. B. von einem Mangel an HUFA verursacht werden oder von zu vielen und falschen Kohlenhydraten, ebenso durch Mangel an Pantothensäure, Inosit oder Cholin oder Proteinmangel.

    Forellen haben da grundsätzlich höhere Ansprüche als Karpfen, die fast alles vertragen. Ob das Koi-Futter jetzt wirklich besser ist als das Forellenfutter?

    Bei den Proteinen sehe ich eher kein Problem. In eine Fleischfresser-Kost sind mit Sicherheit alle essenziellen Aminosäuren ausreichend enthalten, der Rest kann daraus synthetisiert werden.

    Einige Fragen, die sich mir bei einem tierärztlichen Befund stellen, sind, kann er "normales" Depotfett in der Leber von einer krankhaften lipoiden Leberdegeneration unterscheiden? Normales Depotfett würde dann heissen zu viel Futter? Kann ein Fisch daran sterben?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Forellen haben da grundsätzlich höhere Ansprüche als Karpfen, die fast alles vertragen. Ob das Koi-Futter jetzt wirklich besser ist als das Forellenfutter?
    Grüße

    Hans-Werner

    moin,

    meine überlegung dabei war,daß koifutter ja kein mastfutter ist,welches auf höchstmöglichen ertrag ausgelegt ist.es enthält meines wissens wesentlich mehr ballaststoffe und pflanzliche zusätze.gleichzeitig sind forellen in der lage,bei wesentlich tieferen temperaturen futter zu verdauen als koi.daher und weil bei koifutter mehr auf gute verdaulichkeit geachtet werden muß(wasserbelastung),anfüttern bei tiefen temperaturen im frühjahr vermute ich,daß koifutter besser ist.

    als beispiel enthält mein koifutter:

    38% rohprotein
    7% rohfett
    3,3% rohfaser
    7,3%rohasche

    beim forellenfutter hab ich es jetzt nicht genau im kopf(steht am teich), das enthält aber wesentlich! mehr eiweiß und fett.

    soweit meine überlegungen,da du dich aber unbestritten damit besser auskennst,würde mich deine meinung dazu interessieren,meine hauptangst ist halt,da ich viel füttere und fressen auch als eine beschäftigungsmöglichkeit für meine fische ansehe, daß sie zu fett werden :winking_face:

    mfg
    michael

  • Hallo mbb,

    ich kann eigentlich nur wiedergeben, was ich aus Literatur und www kenne.
    Danach sind Kohlenhydrate grundsätzlich eher ungünstig und für die Fische auch nicht notwendig. Ein hoher Kohlenhydratanteil verrringert die Verdaulichkeit des Futters und führt somit zu Wassebelastung.
    Günstig für die Fische sind Proteine und Fette. Die Fette sollten nach einer Untersuchung bei 17 % liegen, niedriger war bezüglich der Infektionsanfälligkeit eines kleinen Cichliden ungünstig. Ich würde sagen 15 bis 25 % sind in Ordnung.
    Da ich davon ausgehe, dass alles was nicht im Futter deklariert ist, Kohlenhydrate sind, sollte Protein und Fett eher hoch liegen, man kann dann aber weniger füttern.
    Als Beschäftigung sollte dann wohl eher ein zähes Futter dienen, wie Tintenfisch, Nori-Algen oder geschlossene oder teilweise geöffnete Muscheln, vielleicht auch Salat etc..
    Eine andere Frage ist, werden Fische mit den richtigen Fetten zu fett oder hören sie einfach auf zu fressen?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Eine andere Frage ist, werden Fische mit den richtigen Fetten zu fett oder hören sie einfach auf zu fressen?

    Grüße

    Hans-Werner

    die frage läßt sich bei meinen fischen eindeutig beantworten,die freesen ,bis sie einem hängebauchschwein ähnlicher sind als einem fisch ;),wenn ich sie lasse.

    aber warum soviel fett? verarbeiten fische fett anders als unsereiner? die meisten tierischen/pflanzlichen nährstoffe in der natur sind doch auch sehr fettarm?

    und aufwuchsfresser etc bekommen doch in ihrer natürlichen nahrung auch sehr viele ballaststoffe und kaum fett.

    mfg
    michael

  • Gute Fragen, Michael,

    und das mit den Aufwuchsfressern wird schwierig, die werden weder in der Marikultur noch in der Aquakultur gepflegt. Aber bezeichnen wir den Karpfen einmal als Aufwuchsfresser, so gilt für den seltsamerweise das Gleiche: Fett ist die bevorzugte Energiequelle auch wenn Kohlenhydrate besser vertragen werden als von Raubfischen.

    Die andere Frage läßt sich ganz klar mit ja beantworten, Fische verarbeiten Fett anders als unsereiner. Da Kohlenhydrate für einige Fische als Energiequelle praktisch ganz ausfallen, für andere nur drittrangig sind, bleiben als Energiequellen Proteine und Fette. Proteine belasten, werden sie verbrannt (energetisch verwertet) das Wasser zumindest mit Ammonium/Ammoniak, Fette hingegen nicht. Das hatten wir auch schon in einem anderen Thread. Da ging es auch um stärkespaltende Enzyme, Insulin usw..

    Meine Fische sind harmonisch gerundet, trotz recht fettem Futter. Irgendwie Fett erscheinen sie mir nicht.

    Grüße

    Hans-Werner

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