Becken nach vier Betriebstagen, Einfahrphase

  • Hallo zusammen ! :wink
    Ich habe jetzt mein erstes Meerwasseraquarium voll in Betrieb genommen und
    gerade die ersten Wassertests gemacht (Laufzeit 4 Tage) ....

    Folgende Werte sind dabei herausgekommen :

    Salzgehalt (Refraktometer) : 1.024 oder 34 0/oo
    NO2 : < 0,3 mg/l
    NO3 : 50 mg/l (!!)
    PO4 : 0,3 mg/l
    pH : 7,8
    Temp : 26,8°C

    Infos zum Becken :
    300l, 31kg Lebendgestein, 2kg Live-Sand, Umwälzung ca. 8000 l/h,
    Technikbecken mit Welke-Abschäumer,
    Beleuchtung : 4x39W T5, im Augenblick 6h pro Tag
    Nachfüllautomatik mit Osmosewasser

    Sind dies "normale" Werte nach 4 Tagen, oder sollte man gerade wegen
    des hohen Nitratwertes eingreifen.

    Vielen Dank im Voraus,
    Egbert =)

    P.S. : Das Wasser ist komplett Altwasser

    Einmal editiert, zuletzt von Egbert Heyn (29. Mai 2005 um 12:30)

  • Hi Egbert,

    Nein, auf keinen Fall eingreifen. Die Werte sind zu Beginn der Einfahrphase vollkommen normal.

    Das System wird sich schon stabilisieren, dafür ist die Einfahrphase schließlich da.

    Ein voreiliges Eingreifen wäre eher destruktiv.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Egbert

    Ich hätte bei den Werten mind. 50 % Neuwasser genommen umd die Werte zu halbieren. Es schaut mir eher so aus als wären die Werte ehr zum Grossteil Altlasten aus der Übernahme. Wenn du kansnt mach ruhg gleich einen grossen wasserwechsel von 50%.

    Ansonsten gilt Einfahrphase... die Werte gehen in der Regel zurück nach dem alle biologisch aktiv geworden ist. Wobei ich die Werte für 4 Tage zu hoch finde, was darauf hindeutet das eben schon vorher genug an No3 und Po4 im Wasser war.

  • Hm...das mit dem alten Wasser hatte ich ganz übersehen.
    Das wundert mich natürlich schon etwas, wird dann wie Robert sagt am Altwasser liegen.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Inken, hallo Robert,
    vielen Dank für die schnelle Antwort !

    Ich habe gerade nochmal eine Probe des Altwassers (aus einem Kanister)
    nachgemessen, und ihr habt recht - die Belastungen sind schon dort
    vorhanden.
    Gerade zu den NO3 Werten muß ich allerdings sagen, das ich mir nicht 100% sicher bin, ob ich richtig abgelesen habe. Der Sprung zwischen zwei
    Indikator-Farben ist in diesem Wertebereich mit 25 mg/l schon recht groß (Salifert-Test). Ich denke der tatsächliche Wert liegt irgendwo zwischen 30 und 45 mg/l, da die 50 mg/l - Farbe nich ganz erreicht wird...
    Auf jeden Fall ist der Wert zu hoch - also unvorhergesehener und unvorbereiteter (wg. Osmose-Wasser) Wasserwechsel .... :frowning_face:

    Ich hätte da dem Händler wohl nicht vertrauen sollen :frowning_face: !

    Ach ja, eine Frage noch :
    Ist es eigentlich normal, dass der Nitrit-Wert unten bleibt ? - Gerade diesen hätte ich nach vier Tagen als erhöht angenommen ...

    Egbert =)

  • Zitat

    Original von Egbert Heyn
    Ach ja, eine Frage noch :
    Ist es eigentlich normal, dass der Nitrit-Wert unten bleibt ? - Gerade diesen hätte ich nach vier Tagen als erhöht angenommen ...


    Nun, unten geblieben ist nett gesagt. Im Gegensatz zu NO3 sollte NO2 im Meerwasser nicht nachweisbar sein.

    Wie gesagt, in der Einfahrphase ist das natürlich kein Problem, aber im eingefahrenen Wasser sollte keins vorhanden sein.

    Woher hast Du das alte Wasser denn?

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Inken,
    direkt vom Händler "meines Vertrauens".
    Es stammt aus einem großen Ausstellungsbecken, aus dem auch alle möglichen Korallen verkauft werden.
    Das Ablassen der 300 Liter ist mengenmäßig kaum aufgefallen.

    Viele Grüße,
    Egbert :smiling_face:

  • Hi Egbert

    Nitrat ist nicht so wild, den kann man in den nächsten Wasserwechseln senken. Po4 kann man auch mit Adsrober senken, aber ich hätte bei Neustart doch mind. etliches an Neuwasser genommen. Es kommen einfach frische spuren etc. rein.

    Nitrit ist eher ein Problem der sollte unten bleiben. Der vorteil von gebrauchten Sachen ist das sie das Wasser nicht ganz so belasten wie einige Kisten lebende Steine die ja erst mal einiges an Wasser abgeben bevor es biologisch voll zur Sache geht.

    Ich würde einen mind. 50% Wechsel machen und das drei Wochen hintereinander, dann sollten sich die Werte doch wieder egalisieren. Wenn du kannst und noch keine Tiere drinn sind kannst auh mehr wechseln. Glaub mir das tut dem Becken gut, auch auf längere Frist gesehen.

  • Hallo Egbert,

    sind die Steine auch "gebrauchte" oder frische Steine?

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Christine !
    Die Steine sind in einem eigenen Becken für den Verkauf
    gelagert (bzw. gewässert) gewesen.
    Leider weiß ich nicht genau wie lange der Import her ist.
    Geschätzt würde ich ca. 2-3 Wochen sagen ...

    Viele Grüße,
    Egbert :smiling_face:

    Übrigens noch zum Nitrit :
    Es handelt sich bei dem angegebenen Wert um den geringsten des Testsets
    (klares, helles Gelb, Sera-Test)...

  • also diese sache mit dem "eingefahrenen" wasser ist doch echt quark - wir haben unser becken mit hervorragendem oleiwa (oldenburger leitungswasser) befüllt, von welchem ich mir vorab eine analyse habe geben lassen. salz rein und gut ist. die einfahrphase dauert doch eh lange und der nitritwert geht schonmal schnell über 1 drüberweg, zwei tage später ist er wieder komplett unten, dafür kommt dann halt nitrat hoch. das bakterielle gleichgewicht muss sich ja erstmal einstellen, wir haben (um es einfach mal selber zu messen und mit den angaben von fossa/nilsen zu vergleichen) in der einfahrphase fast jeden tag alles gemessen und mit excel dargestellt:

    der peak ist nach dem einbringen des LS, der zweite peak nach einbringen der ersten bewohner und noch 1-2 steinchen.

    also, keine sorgen machen, großen wasserwechsel würde ich auch machen (wer weiß, was noch alles in dem wasser ist... glasrosen, kugelalgen :face_with_rolling_eyes: ) und dann mal 8 wochen nixtun :grinning_squinting_face: (ausser beobachten und staunen - nichts ist spannender als die einfahrphase)

    wenn nitrit dann für eine woche unten ist, kannste mal ein paar einsiedler und schnecken reintun, die hauen dann schonmal ein paar algen weg :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (29. Mai 2005 um 22:39)

  • Bereite einen Wasserwechsel vor...
    Allerdings fehlt mir im Augenblick noch der passende Behälter um min. 150 Liter Meerwasser anzusetzen. Das Altwasser habe ich mit geliehenen Kanistern transportiert.
    Notfalls muß ich mir also noch ein paar 25 Liter Kanister bei Händler kaufen, da sowas wie eine Regentonne für unsere Zwecke wohl
    ungeeignet ist...

    Worin mischt ihr denn euer salziges Element an ?

  • wenn du einen großen ww machen willst, kauf doch einfach für 15 EUR bei hornbach eine 150l grüne regentonne, die gehen hervorragend !

    ich persönlich mixe in einer 25l kunststofftonne ähnlich der von oskar... oder in einem alten 54l becken :grinning_squinting_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Geben die grünen Regentonnen denn keine Schadstoffe an das Salzwasser ab ?

  • nö, die sind normalerweise aus PE und das ist Lebensmittelgeeignet....

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Na dann ist das Wasserwechselproblem gelöst ....
    Danke !!! :grinning_squinting_face:

    Viele Grüße,
    Egbert :wink

  • Hallo Egbert,
    die billigen Regentonnen sind nicht Lebensmittelgeeignet da sie aus wiederaufbereitetem PE hergestellt werden. Es können da diverse Verunreinigungen enthalten sein (metallische und Reste von der vorherigen Nutzung) auch wird unterschiedlicher Farbstoff zum Färben des Rohmaterials benutzt.
    Auskunft der Fa. Graf einem Hersteller (Importeur) dieser Tonnen.

    Gruss Heinz

  • Hmm,
    viele benutzen die Tonnen...
    Ist das wohl bedenklich? Das Wasser ist ja doch nur kurze Zeit da drin...

  • Hi Thorsten,
    im Prinzip nicht aber wenn man eine "kontaminierte" Charge erwischt dann schon- ein solches Risiko muss jeder selbst abwägen. Es ist auch unwahrscheinlich das etwaige Auswirkungen akut auftreten, eher werden sich schädliche Stoffe summieren und dann irgendwann Probleme verursachen. Mir ist das Risiko zu hoch zumal man später die Probleme nicht mit der Tonne in Verbindung bringen wird.

    Gruss Heinz

  • nun, während des einfahrens ist das risiko imho akzeptabel - man wird ja sehen , was im wasser drin ist - zur not misst man mal eben alles einmal, nachdem man das wasser drin angesetzt hat - zumindest das schlimme zeug (cu etc)

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Moin,

    ansonten nimm halt Maischefässer (oder ein Fass), die sind zwar bstimmt teurer (hab jetzt nicht nachgeguckt), aber dafür auch garantiert "lebensmittelecht" und haben auch noch einen dicht schließenden Deckel, falls man mal Wasser transportieren muss.

    LG Tjark

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