neuer Phosphatadsorber

  • Diese Text ist gestern auf matuta.com erschienen. Diese Testmuster möchte ich Euch auch hier gerne zur Verfügung stellen.

    Ein wenig mehr zu diesem Adsorber erfahrt ihr hier


    Zitat


    Nach langen Überlegungen und vielen Testen ( an dieser Stelle meinen besonderen Dank an befreundete Aquarianer ) habe ich mich entschlossen nun auch ein Produkt aus dem nichttechnischen Bereich anzubieten.

    Viele wissen sicher von meinem Ambitionen mit fressenden Korallen. Dabei traten zwangslläufig immer hohe PO4 Werte auf. Nachdem ich mich ziemlich über die hohen Kosten geärgert hatte, suchte ich nach einer Alternative. Nun ist sie meines Erachtens gefunden. Denn TIMO 'PhosStop' wird seit mehreren Monaten erfolgreich eingesetzt, mittlerweile in mehreren Becken.

    Nun habe ich mich entschlossen das Material über diese Webseite auch zu verkaufen. Damit der Preis erträglich bleibt, wird es keinen weiteren Zwischenhandel geben.

    Damit auch andere Aquarianer sich ein Urteil über diesen Adsorber bilden können, stelle ich nun einige kostenlose Proben zur Verfügung. Die einzigste Bedingung ist ein Feedback. Also was Euch aufgefallen ist, was ist positiv, was evtl. nicht.
    Eure Anmerkungen zu dem Produkt werden dann auch hier veröffentlicht. Wer also Interesse hat. möge sich bei mir melden. Dabei werde ich sicherlich nicht alle Interessenten berücksichtigen können. Denn es werden mit Sicherheit mehr Anfragen als kostenlose Muster zur Verfügung stehen.


    Gleichzeitig sollte ich damit wohl nun ein H in die Signatur schreiben und den entsprechenden Beitrag bezahlen. Daher bitte ich um kurze Kontaktaufnahme seitens der Betreiber.

  • Hallo Frank

    Klingt sehr interessant. Ich wuerde das Material gerne testen. Kommst DU nach Beckum? ICH wuerde ich mich ueber ein Paeckchen freuen, schicken wird wohl zu teuer werden.
    Dein Posting werde ich an die Admins weiterleiten, wenn sie das nicht schon selber gesehen haben, das mit dem roten H wird dann in der naechsten Zeit geregelt.
    Finde ich uebrigends klasse, dass Du selber nach dem H fragst.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    leider bin ich nicht in Beckum. Aber der Frage entnehme ich, das Du dann dort bist. Da finden wir einen Weg, das dir eine Probe zukommt.

    Und falls alle Stricke reissen, sende ich Dir das Zeug auch über den Teich. Denn dein Urteil bedeutet mir ziemlich viel. Und dafür nimmt man schon mal etwas in Kauf.


    Das mit dem H, naja. Eigentlich bin ich ja kein richtiger Händler und mache das nur so. Aber hiér sind auch andere, so wie USE, der sein Geld auch nicht mit seinem Shop verdient. Da ist es nur fair, auch den anderen gegenüber. Und so teuer ist es ja auch nicht und es dient einem guten Zweck. Das erleichtert die ganze Sache doch.

  • Also das hört sich ja alles sehr gut an - wenn es dann noch so super funktioniert das wäre ja die Bombe !

    Ich hab auch ständig dieses Phosphatproblem da auch ich sehr oft Staubfutter für die Gorgonien hinzufügen muss.
    Meine PO4 Werte liegen dabei immer relativ weit oben.
    Nutze sonst immer ROWAPhos weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe, aber das ist ja sch...ne teuer !

    Bin ja mal gespannt wer das Testen darf und uns dann mitteilt ob das endlich mal den PO4 Wert dauerhaft (durch ausspülen und den erneuten Einsatz) nach unten bringt ! Wenn dann MUSS ich das haben :grinning_squinting_face:

  • Hallo Lars,

    wenn Du einen Bericht schreibst, kein Problem. Dann bist Du dabei.

    Sende mir deine Adresse mal per PN.

  • Hallo Frank,

    ich möchte das Reineisenmaterial zur Phosphatreduzierung auch gerne testen. Einen Bericht schreibe ich gerne.

    Gruß
    Peter Ismaier

  • Hi Frank

    Klasse Bericht, Hut ab. Sehr viel Basiswissen über die gängigen Adsorber die hier rüberommen. Und auch sehr viel Info über das was wir teils unseren Becken antun (ich sage nur rote wolke...)

    Wenn das funktioniert revolutioniert es den ganzen Markt an Po4 Adsorbern. vor allem die weitaus längere Haltbarkeit ist hier natürlcih der Hammer.

    Ich teste auch gerne, habe allerdings ein kleines Problem da kein Unterbecken. hast du eine Lösung ?

  • HI Robert,

    nicht ganz einfach. Aber wie wäre es mit einem Ultra Clear. Sind relativ preiswert und kann man auch gut für andere Sachen gebrauchen.

    Ich bin mal auf deine Ergebnisse gespannt.


    @ Peter und Wener,

    sendet Eure Adressen mal per PN

  • HI Frank

    Danke Dir... Das ist eine gute Idee. Wir haben so was zum glück noch aus früheren zeiten rumliegen. Sogar drei Stück :smiling_face:

    Das neuere Material von Dir ist ja gröber, ich habe noch das feine, weisst ja. Ich habe nun 25 gramm davon in den Aquaclear, flächig eingebracht.
    Startwert von gerade eben 0,18 mg Po4. Wassermenge ca 1000 brutto und 800 netto.

    Hinzufügen muss ich das unser Zeovit derzeit nicht läuft da mit der Filter vor ca. 2 Wochen ausgelaufen ist.. und ich den erst zur Reperatur geben muss. Daher vermutlich auch ein wenig der höhere Wert zu sonst.

    Anbei noch zwei Fotos, das Material ist gebettet im Aquaclear mit Lagenvlies darunter und darüber.

  • Hallo,

    na das klingt ja echt gut, allerdings frage ich mich ob da nicht größere Mengen Eisen gelöst werden und ins Becken gelangen, schließlich ist Eisen ja eine Prima Algennährstoff und eine Reihe von Korallen, besonders die gelben Steinis würden eine Anreicherung mit Farbverlust bzw. Veränderung quittieren.
    Ebenfalls wäre interessant ob es nicht neben der Anlagerung des Phospates an das Eisenpulver zu Ausfällungen und somit zu einer Anreicherung bzw. Bildung von Depots kommt.

    Also dann alle Freiwilligen vor und testen, ich halte mich da lieber an den bewährten Eisenabsorber, wenn man den richtig anwendet gibt es auch keine Problem mit der roten Wolke, natürlich gehört das Material nicht in eine Schwebebettfilter wie leider oft angeraten.

    Gruß Henry

  • Hi!

    Bin schon gespannt auf die Erfahrungen. Also ich hatte auch noch nie eine rote Wolke.

  • Hi Christian,

    dann hast Du noch nie einen Adsorber auf Eisenbasis verwednet - so wie zB RowaPhos...

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Ich nehme seit kurzem das Ultra Sil! Färbt schon ab! Aber heute habe ich es gewechselt könnte keine rote Wolke sehen. Ist ausserdem super im Dauereinsatz. Kanns nur empfehlen und ich hatte wirklich ein PO4 Problem

  • Ich weiß nicht welches Ultra Sil du verwendest aber meines färbt schon etwas rot ab bei Erstkontakt mit Wasser (was mir persönlich jedoch keine Probleme bereitete bislang).

  • Hi Thilo!

    Ja färbt sicher ab! Aber von einer roten Wolke habe ich nichts gesehen wenn ich den Filer wieder anmache. Das habe ich gemeint

  • Hi Frank,

    wäre auch gerne ein Test-Kandidat. Ich schlage mich schon seit längerem mit einem zu hohen P04 Wert rum. Fahre z.zt mit RowaPhos
    in einem Wirbelbettfilter. Bekomme meinen Wert aber nicht unter 0,5 -0,7. Mit der doppelten Menge an Rowa wohl schon, aber das Zeug ist leider nicht das billigste.

    Ursache ist bei mir auch die Fütterung. 3 - 4 x Flocken täglich + Staubfutter + 1 x täglich Frost.


    Grüße

    Holger

  • Zitat

    Original von Henry
    Hallo,

    na das klingt ja echt gut, allerdings frage ich mich ob da nicht größere Mengen Eisen gelöst werden und ins Becken gelangen, schließlich ist Eisen ja eine Prima Algennährstoff und eine Reihe von Korallen, besonders die gelben Steinis würden eine Anreicherung mit Farbverlust bzw. Veränderung quittieren.

    Hallo Henry,

    dieses Verhalten zeigen alle Arten von Adsorbern, also nicht nur das Reinsteisen. Es ist chemisch nun mal so, wenn ein Stoff in die eine Richtung aktiv ist, ist er das auch in die andere Richtung. Das betrifft abewr genauso die Hydroxidvarianten. Die Frage ist natürlich in wie weit sich das auswirkt.

    Desweiteren sollten der Auslauf von Adsorbern immern in der Ansaugung von Abschäumern landen. Sind keine Abschäumer vorhanden. dann vor die biologische Filterstufe.

    Zitat

    Ebenfalls wäre interessant ob es nicht neben der Anlagerung des Phospates an das Eisenpulver zu Ausfällungen und somit zu einer Anreicherung bzw. Bildung von Depots kommt.

    Gruß Henry

    Da sehe ich bei dem Vollmaterial eher eine Verbesserung. Wenn ich die Wolken von gelösten Hydroxidpulver sehe, bleibt die Frage was dieses Zeug im Becken macht. Wahrscheinlich das was es soll, Phosphate binden.

    Ansosnten wie oben beschrieben. Auslauf in den Abschäumer.

  • Hallo allerseits

    Die Sache mit dem Eisen zur Phosphatreduzierung ist ja nicht neu sondern wurde schon vor 15 Jahren praktiziert.
    Damals wurden Nägel die dem Hufbeschlag dienten oder Eisenwolle propagiert.
    Diese hatten aber immer den Nachteil das sie auch Verunreinigungen wie Cupfer oder Blei enthielten.

    Ich habe damals auch mit Eisenwolle gearbeitet die sich dann im Laufe der Zeit vollständig auflöste. Die Tiere zeigten keine Beeinträchtigung.
    Jedoch blieben einige Pumpen nach einiger Zeit stehen und hatten eine Orangebraune Ablagerung am Magneten.

    Ich würde noch emfehlen ein sehr feinen Filter nach dem Eisen zu installieren oder aus dem Viledon Filtermatten einen Sack zu nähen.

  • Hallo zusammen,

    wie erwartet waren die Nachfragen nach den Testmustern sehr hoch.

    Deshalb muss ich jetzt einen Schlußstrich ziehen. Die Testmuster sind nun alle vergeben.

    Es tut mir leid für alle die kein Muster erhalten haben. Aber irgendwann muß Schluß sein.

  • Zitat

    Original von Harald Mülder
    Hallo allerseits

    Die Sache mit dem Eisen zur Phosphatreduzierung ist ja nicht neu sondern wurde schon vor 15 Jahren praktiziert.
    Damals wurden Nägel die dem Hufbeschlag dienten oder Eisenwolle propagiert.
    Diese hatten aber immer den Nachteil das sie auch Verunreinigungen wie Cupfer oder Blei enthielten.

    Ich habe damals auch mit Eisenwolle gearbeitet die sich dann im Laufe der Zeit vollständig auflöste. Die Tiere zeigten keine Beeinträchtigung.
    Jedoch blieben einige Pumpen nach einiger Zeit stehen und hatten eine Orangebraune Ablagerung am Magneten.

    Ich würde noch emfehlen ein sehr feinen Filter nach dem Eisen zu installieren oder aus dem Viledon Filtermatten einen Sack zu nähen.

    Welche würdest du da verwenden ? es soll ja das wasser mit po4 noch durchkommen , eisen aber im filtersack bleiben ...

  • Hallo Frank,

    Zitat


    Zitat:
    Original von Henry
    Hallo,

    na das klingt ja echt gut, allerdings frage ich mich ob da nicht größere Mengen Eisen gelöst werden und ins Becken gelangen, schließlich ist Eisen ja eine Prima Algennährstoff und eine Reihe von Korallen, besonders die gelben Steinis würden eine Anreicherung mit Farbverlust bzw. Veränderung quittieren.


    Hallo Henry,

    dieses Verhalten zeigen alle Arten von Adsorbern, also nicht nur das Reinsteisen. Es ist chemisch nun mal so, wenn ein Stoff in die eine Richtung aktiv ist, ist er das auch in die andere Richtung. Das betrifft abewr genauso die Hydroxidvarianten. Die Frage ist natürlich in wie weit sich das auswirkt.

    nun das sehe ich etwas anders, bei den Hydroxiden handelt es sich um Absorber, das Posphat wird angelagert und es entsteht FePO4 (Eisenphosphat) welches nicht mehr gelöst werden kann und letztlich entfernt wird.

    Zitat


    Desweiteren sollten der Auslauf von Adsorbern immern in der Ansaugung von Abschäumern landen. Sind keine Abschäumer vorhanden. dann vor die biologische Filterstufe.

    Da bin ich absolut deiner Meinung. Ebenso gehören die Absorber nicht in Wirbelfilter, bei einem Aluminiumabsorber hat das zum Abrieb und langsamen Auflösen geführt.

    Diese Wolken lassen sich sehr leicht durch kurzes auswaschen vermeiden (das stört das Material überhaupt nicht), der Absorber kommt dann, bei mir, in eine zum Filter umfunktionierte 1,5 Liter PET Flasche zwischen zwei ordentliche Lagen aus feiner Filterwatte, ohne Filterstrumf den der mindert den Effekt erheblich. Dieser Filter Funktioniert bei schönen großen Bodenöffnungen sogar ohne direkten Durchlauf, einfach neben den Einlauf ins Filterbecken gestellt und es gibt eine Art feiner Sogwirkung welche den Po4 -Gehalt langsam absenkt. Denn eine schnelle absenkung ist ja eh nicht erwünscht und kostengünstig ist es obendrein. Gut das kann man aber leider nicht von diesen Mitteln behaupten, aber wir haben nun mal ein Kostenintensives Hobby.

    Was das gelöste Hydroxidpulver betrifft, da sehe ich nun wieder überhaupt kein Problem, sollte wirklich etwas ins Filterbecken gelangen spielt es sicher keine Rolle, selbst im Bodengrund wird es nichts anrichten bzw. das Po4 wieder in Lösung gehen da der empfohlene Arbeitsbereich dieser Absorber bei einem pH-Wert von 5,5 bis 9 liegt.

    Auch wenn sich deine Methode mit dem Einsatz von Reinsteisen auf den ersten Blick sehr verlockend anhört bin trotzdem sehr skeptisch und werde die Sache aber mit großem Interesse weiterverfolgen.

    Gruß Henry

  • Hallo Henry

    Zitat


    ... bei den Hydroxiden handelt es sich um Absorber, das Posphat wird angelagert und es entsteht FePO4 (Eisenphosphat) welches nicht mehr gelöst werden kann und letztlich entfernt wird.

    mit der Löslichkeit ist das so eine Sache: bei Kalkwasser wird Phosphat ja auch in eine unlösliche Form gebracht, und trotzdem bekommt man Probleme, wohl durch biologische Prozesse, die das gebunde Material irgendwie aufspalten, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Was meinst Du mit "letztlich entfernt"? Wenn das Zeug sedimentiert, im Gestein oder Bodengrund, könnte es dort nicht von den Algen genutzt werden? Nicht alle Schwebestoffe landen im Filter, gerade bei gut strukturierten Becken.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    Zitat

    mit der Löslichkeit ist das so eine Sache: bei Kalkwasser wird Phosphat ja auch in eine unlösliche Form gebracht, und trotzdem bekommt man Probleme, wohl durch biologische Prozesse, die das gebunde Material irgendwie aufspalten, wenn ich das richtig verstanden habe.

    klar, die Methode der Phosphatsenkung mit Hilfe von Kalkwasser beruht ja auch darauf Phosphat durch eine Chemische Reaktion auszufällen, leider fehlen mir dazu jetzt die entsprechenden Reaktionsgleichungen, also ich kann dir jetzt nicht sagen wie das Produkt dieser Fällung heißt. Weiterhin gibt es über die später folgende Lösung des Phospates, wenn die Kalkversorgung umgestellt wird, einige Spekulationen welche aber wohl bis heute nicht eindeutig bewiesen wurden. Fakt ist aber das mit der Kalkwassermethode und mit der "alten" Eisenmethode Phospat nicht aus dem Becken entfernt wird und genau deshalb werden ja beide Methoden kaum mehr angewendet.

    Zitat

    Was meinst Du mit "letztlich entfernt"? Wenn das Zeug sedimentiert, im Gestein oder Bodengrund, könnte es dort nicht von den Algen genutzt werden? Nicht alle Schwebestoffe landen im Filter, gerade bei gut strukturierten Becken.

    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, das Phosphat wird an den Absorber angelagert und wenn dieser erschöpft ist mit diesem Träger aus dem Kreislauf entfernt. Was diese "roten Wolken" betrifft, bei vorsichtiger Anwendung des Materials dürften wirklich nur Spuren davon ins Wasser gelangen. Und wenn du einen Bereich in deinem Becken findest mit einem pH-wert unter 5,5 (außer eventuell ? im inneren der lebenden Steine, aber da kommen Spuren von dem Absorber wohl kaum hin) dann ist der Phosphatwert dein kleinstes Problem aber dein Bodengrund ist dann ein prima Kalkreaktor.

    Aber wie schon gesagt ich finde es gut, das sich Frank dazu Gedanken gemacht hat auch wenn ich skeptisch bin.

    Gruß Henry

  • Hallo Henry,

    geanu aus diesem Grund gibt es ja die Proben. So kann jeder der Tester sich ein Urteil bilden. Und es geht auch an Aquarianer die man nicht unbedingt als Freunde dieses Forums bezeichnen kann. Ohne da jetzt eine Wertung machen zu wollen.
    Dabei geht man auch ein schwer kalkulierbares Risiko ein. Denn wie soll ich aus der Ferne beurteilen ob das Produkt richtig verwendet wurde und ob nicht noch andere Faktoren als das reine Produkt bei dem Bericht eine Rolle spielen. Aber das möchte ich niemanden unterstellen und hoffe da auf Objektivität.

    Zu dem chemischen. Ich glaube man bringt jeden Chemiker richtig ins Schleudern wenn er die Adsorber und deren genaue Tätigkeit beschreiben soll. So kommt es ja zum einen auf die vorliegende Verbindung an. Zweiwertig, Dreiwertig usw.

    Noch komplizierter wird es wenn dann noch Ionentauscherfähigkeiten berücksichtigt werden. Dieses ist z.B bei Aktivkohle lange nicht berücksichtigt worden.

    Und wenn es dann noch in die Biochemie abgleitet streicht jeder "normale" Chemiker, der selbstkritisch ist, voll die Segel.

    Aber deine Skepsis ist berechtigt und für mich voll verständlich. Bin ich selber jemand der durch voreilige Umsetzung einer anscheinend guten Idee einen nicht unerheblichen Schaden erlitten hat.

    Sind wir alle gespannt und warten auf die Ergebnisse.

  • Hallo Frank,

    nun du hast Recht, das Beste Mittel taugt nur soviel wie der Anwender und wenn der Sch.... baut, ist jemand anderes Schuld, Beispiele dafür gab es ja genug.

    Was die Chemie betrifft, auch meine Meinung, wir kratzen da mit unserem begrentztem Wissen an der Oberfläche und oftmals ist das gelesene ja auch nur die persönliche Meinung des Autors welche unter genauer Betrachtung keine wissenschaftliche Grundlage besitzt bzw. nicht mit Testreihen belegt wurde.

    Einige Sachen werden aber auch heftig übertrieben, Stichwort Ionenverschiebung, ich denke die verschieben wir tagtäglich aber messen kann das von uns eh keiner und die Korallen stehen trotzdem super. Es führen halt viele Wege nach Rom.

    Also viel Erfolg weiterhin und ein Schönes Wochenende.

    Gruß Henry

  • Hallo Frank

    Mich würde interessieren ob das Eisen einen Einfluss auf den Redox Wert hat?
    Bei der geringen Menge sicherlich nicht so das Problem aber grundsätzlich.

    Ich denke das das Eisen erst Oxydiert und dann in der Ionisierten Form mit dem Phosphat ausfällt. Was passiert wenn das Phosphat nicht mehr vorhanden ist?

  • Hallo Harald,

    theoretisch hast Du vollkommen Recht. Das Problem ist der Nachweis. Redoxmessungen im Aquarium sind ja äußerst heikel und mit unseren verfügbaren Mitteln nicht wirklich reproduzierbar. Ich hatte da vor kurzem mal etwas zu geschrieben

    Trotzdem kann ich Dir schon folgendes mitteilen. Es wurde nach dem einsetzen von ausgewaschenem Adsorber ein absinken des Redoxwertes beobachtet. Das ist aber erklärbar und zeigt die Aktivität des Adorbers an.

    Momentan bin ich an einer Testreihe dran. Ich sammele das "Waschwasser" des Adsorbers von einigen Anwendern und lasse dieses analysieren. Denn zur Debatte steht ja nicht nur das Phosphat sondern auch die Kieselsäure.

    Bis zur Auswertung wird es allerdings etwas dauern.

  • Hallo Frank

    Die Kieselsäure wird wohl eher nicht reagieren. Ein altes Sprichwort heisst: Die starke Säure vertreibt die schwache aus ihren Salzen.
    Das heisst solange Phosphat vorhanden ist, ist es wohl eher unwahrscheinlich dass die Kieselsäure bindet.

  • Da fällt mir noch eins ein.

    Unedle Metallstücke scheiden edleres Metall aus den Lösungen ab.
    Dass heisst Gelöste edlere Metallionen werden aus der Lösung entfernt.

  • Hi Harald,

    ich habe es doch geahnt das Frank einen Hintergedanken hat. Jetzt läßt er sich das ganze Spülwasser schicken und schmilzt dann das ausgefällte Gold ein.
    Und schon hat er billiges Eisen in Gold verwandelt :winking_face_with_tongue:

    So ein Schlingel das :grinning_squinting_face:

    mfg Uwe

  • Muster heute angekommen.

    Frank, hast du noch spezielle Wünsche in Bezug auf die Messungen etc. ?
    Zusätzlich zum Po4 Wert und dem Verhalten der Tiere !?

    Lieben Gruß
    Lars

  • Zitat

    Original von Lars Schwede
    Frank, hast du noch spezielle Wünsche in Bezug auf die Messungen etc. ?
    Zusätzlich zum Po4 Wert und dem Verhalten der Tiere !?

    Hallo Lars,

    Bin zwar nicht Frank, würde aber aus Prinzip immer einen vollständigen Meßsatz machen (d.h. alle Werte incl. Dichte, Temperatur, etc). Es ist sonst ziemlich schwer, allgemeine Schlüsse zu ziehen, gerade wenn es zu einzelnen unerwarteten Ergebnissen kommt.

    Gruss
    Uwe

  • Hallo zusammen,

    ich lass Euch einfach mal so machen. Wenn's alle falsch machen ist die Anleitung Käse. :grinning_squinting_face:

    Für mich wäre noch interessant, wenn diejenigen die einen Silkattest haben, ggf den Wert noch mitmessen. Aber rennt nicht los und kauft extra einen.

    Wenn jemand Probleme hat oder etwas ungewöhnlich erscheint, dann bitte melden. Ich werde versuchen, so gut wie möglich zu helfen.

  • Hai

    Ich habe hier mal eine Spanungsreihe der Metalle Kopiert.
    Eisen Fe2+ -0,44; Cadmium Cd2+ -0,40; Kobalt Co2+ -0,28;
    Nickel Ni2+ -0,23; Zinn Sn2+ -0,16; Blei Pb2+ -0,12;
    Wasserstoff 2H+ 0; Kupfer Cu2+ +0,35; Silber Ag+ +0,79;
    Quecksilber Hg2+ +0,85; Gold Au2+ +1,36; Platin Pt2+ +1,60

    Alle Hier aufgeführten Elemente scheiden sich am Eisen ab dafür gehen dann Eisenionen in Lösung die wiederum mit PO4 reagieren können oder sich selbst an einem unedlerem Metall abscheiden.

    Bei Quecksilber und Blei sehe ich einen positiven Aspeckt. Aber wie sieht es mit den anderen Spurenelementen aus, gerade Cobalt liegt mir schwer im Magen.
    Bakterien brauchen Cobalt für ihren Stoffwechsel. Durch einen Mangel kann die Bakterienflora des Aquariums leiden?

  • Hallo Frank,

    das Muster ist am Dienstag bei mir angekommen und ist schon im Einsatz. Was mir gleich als erstes aufgefallen ist, der Redoxwert viel von 320 mV auf 260 mV innerhalb eines halben Tages. Die nächsten 12 Std. stieg er wieder auf dem ursprünglichen Wert.
    Aber soweit erstmal, genaueres kommt noch.

    Gruß
    Peter Ismaier

  • Hi ,

    Bei mir ist die Probe auch angekommen , ich werde es zunächst am kleinen 400 Liter Becken testen , da bin ich sowieso im moment daran diverses zu testen , u.a. auch po4 absorber.

    ich hab heute mal einen handelsüblichen po4 absorber nach ein paar tagen einsatz so ausgewaschen wie es mit dem phosstop empfohlen wird. Auch hier gibt es eine dreckige brühe die extrem po4 haltig ist , die vermutung dass das in diesen absorbern gebundene po4 nichtmehr in lösung gehen stimmt dann wohl so auch nicht ...

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