Hai Allerseits
Ich habe mal wieder meine Keimbelastung im Aquarium ermittelt.
Nach 12 Std Bebrütung ein recht gutes Ergebniss.
Keimbelastung
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Harald Mülder -
8. Mai 2005 um 10:10
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Hi Harald,
erst mal Gratulation
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Zum Thema Keimdichte hab ich relativ wenig Wissen daher ein paar Fragen: Steht die Keimdichte eigentlich in einer Relation zu Nitrat bzw Phosphatwert ( unterstützen hohe Werte die Keimbildung) oder sind diese Werte völlig unabhängig von der Keimdichte und benutzt du einen UV-Klärer?
Was fällt unter den Begriff "Keimdichte" (Algen, Einzeller, Bakterien, ...?) -
Hallo Thomas
das Bild oben zeigt die in exakt 1 ml vorkommenden Bakterien im freien Wasser.
Einen direkten Zusammenhang zwischen Nährstoffen wie Nitrat und Phosphat wird es wohl nicht geben. Die Denitrifizierenden Bakterien sind substratgebunden.
Ein Indirekter Zusammehang wäre hier eher vorstllbar. Wer viele Aminosäuren oder auch Kohlenwasserstoffverbindungen
dem Aquarium zugibt wird mit diesen "Nährstoffen " die Bakterienvermehrung der nicht substratgebundenen Bakterien auch vermehren. Wenn zum Beispiel zu viel gefüttert wird.
Auch spielt eine entscheidende Rolle die Schwebeteilchen Zahl da dort immer Bakterien anhaften.Ich habe ein Schlammfilter system mit 55 Watt UV Entkeimer.
Entnommen wurde in ca 10 cm Wassertiefe am Nachmittag.
Benutzt wurde ein Universal Agar -
Hi Harald,
danke für die Prompte Antwort. Das mit dem Kohlenwasserstoff hab ich schon hinter mir

Nur eins mußt du mir noch erklären; was ist ein Universal Agar? -
Hi Harald,
bedeutet das Ergebnis, daß Du Dir aufgrund der sehr geringen Keimdichte, keine Sorgen um eventuelle Krankheiten machen musst? Bedeutet es, daß nur bestimmte Krankheiten nicht ausbrechen werden zb Chryptocaryon? Rätst Du aufgrund dieses Ergebnis zu einer generellen Nutzung von UV, oder ist das nur eine Unterstützung gegen die Keimdichte und "weniger" Futter, Gammel, Aminos, noch eine andere?
Danke
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Hi Thomas,
eine gute Erklärung für Agar findest Du unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Agar -
Ah, danke Ilja. Hab mir schon fast gedacht daß das Trägermedium gemeint war, wollte es aber doch genau wissen. Super.
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Agar ist ja nun ein altbekanntes Vermehrungssubstrat aus der Meristemkultur von Pflanzen unter Laborbedingungen.
Insofern spielt zumindest Nitrat sehr wohl eine Rolle.Aber ein Test der Keimbelastung auf diesem Substrat mit Wasser 10 cm unter Wasserspiegel entnommen ist ja nun nicht ganz ernst zu nehmen.

Da die Bakterien, wie ja schon angemerkt, substratgebunden leben (zum Teil auch an Schwebstoffen gebunden) würde das Ergebnis anders und vor allem der Realität entsprechend aussehen, wenn man die Probe eines etwas aufgewirbelten Bodengrundes entnimmt. Den fast alle Fische wirbeln bei Nahrungssuche Teile des Bodengrundes hoch und nehmen dadurch vermehrt dieses 'belastete' Wasser auf.Also, wenn ein Test, dann unter etwas mehr der Realität entsprechenden Bedingungen.
Das Thema UV wurde zur Genüge schon durchgekaut. Da ja nun erwiesenermassen die wenigsten Keime im freien Wasser (bei Krankheiten nur die Schwärmstadien) erfaßt werden, spielt das Ergebnis des Tests in diesem Zusammenhang keine Rolle.
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ZitatAlles anzeigen
Original von Stefan C.
Agar ist ja nun ein altbekanntes Vermehrungssubstrat aus der Meristemkultur von Pflanzen unter Laborbedingungen.
Insofern spielt zumindest Nitrat sehr wohl eine Rolle.Hallo Stephan
Das ist so nicht richtig. Agar Agar ist ein Polysacharid und wird aus Rotalgen gewonnen.
Es wird als Medium zum anzüchten von Bakterien deshalb genommen da es bei 38°C nicht zerfliest. Aleine auf Agar würden nur die wenigsen Keime wachsen.
Je nachdm was man nachweisen will wird dieser Agar mit Nährlösungen, salzen, und Indikatoren sowie, oder mit Antibiotika versetzt. In diesem Fall ist es ein UNIVERSALAGAR also ohne nähere Spzifikation. Mit Nitrat oder nicht Nitrat hat das hier überhaupt nichts zu tun. Aber das war auch nicht die Frage oder habe ich sie falsch verstanden.Aber ein Test der Keimbelastung auf diesem Substrat mit Wasser 10 cm unter Wasserspiegel entnommen ist ja nun nicht ganz ernst zu nehmen.

Warum behauptest du das ohne näher nach zu fragen was meine Intensionen sind?
Keime die den Boden besiedeln sollen da sein, ohne Frage.
Es kommt mir wirklich auf die Keime im freien Wasser an. Denn diese Keime sind es die bei der Korallengesundheit und auch bei der Fischgesundheit eine entscheidende Rolle spielen. Dies ist hier aber auch schon mehrfach diskutiert worden.Da die Bakterien, wie ja schon angemerkt, substratgebunden leben (zum Teil auch an Schwebstoffen gebunden) würde das Ergebnis anders und vor allem der Realität entsprechend aussehen, wenn man die Probe eines etwas aufgewirbelten Bodengrundes entnimmt. Den fast alle Fische wirbeln bei Nahrungssuche Teile des Bodengrundes hoch und nehmen dadurch vermehrt dieses 'belastete' Wasser auf.
Es gibt eine Unzahl an Bakterien. Mir kommt es zum einen auf die nachweisbaren an und zum anderen auf die Keime die das Freie Wasser besiedeln. Zum Beispiel Pseudomonaden, Coliforme, usw usw...........die auch nichts mit dem Stickstoffhaushalt zu tun haben usw
Also, wenn ein Test, dann unter etwas mehr der Realität entsprechenden Bedingungen.Ich hoffe du verstehst es jetzt was besser
Das Thema UV wurde zur Genüge schon durchgekaut. Da ja nun erwiesenermassen die wenigsten Keime im freien Wasser (bei Krankheiten nur die Schwärmstadien) erfaßt werden, spielt das Ergebnis des Tests in diesem Zusammenhang keine Rolle.
;)schönes Smily nicht wahr
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hallo Harahld,
ok, klassischer Fall des aneinander vorbeiredens....
mit Agar-Agar und Polysaccharid hast du natürlich Recht
...mußt du halt gleich schreiben, was du für Keime nachzuweisen gedenkst, bzw. dachtest.
Noch eine Frage:
Wie lange wurde die Schale bebrütet?Trotzdem denke ich, wären mehrere Stellen (auch Tiefen) der Probeentnahme für einen Durchschnitt des Testergebnisses relevanter,
da es sich bei den oberen 20 cm eines jeden Beckens ja um die natürlich strömungsreichste Zone handeln sollte; und man daher rein intuitiv annehmen kann, das hier die Dichte von Keimen jedweder Art dünner als in 'stehendem' Wasser ist. -
Zitat
Original von Stefan C.
Noch eine Frage:
Wie lange wurde die Schale bebrütet?er schreibt oben:
"Nach 12 Std Bebrütung ein recht gutes Ergebniss" -
Zitat
Original von Ilja Maeckel
er schreibt oben:
"Nach 12 Std Bebrütung ein recht gutes Ergebniss"...uuups....

ich glaube, ich bin heute noch nicht fit.... -
Hallo Harald,
ich begreife immer noch nicht den Sinn des Experiments. Über 90% der im Meerwasser lebenden Bakterien lassen sich doch gar nicht unter üblichen Laborbedingungen vermehren. Also werden sie auf der Agarplatte auch keine zähl- oder messbaren Kulturen erzeugen. Demnach lassen sich also aus der Agarplatte auch keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Keimdruck ziehen.
Verbessere mich, wenn ich etwas falsch sehe.
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Hallo Thomas
Ich sehe das so:
Natürliche Meerestypische Bakterien will ich nicht nachweisen zumal es auch mit diesen Mitteln gar nicht möglich ist. Zudem glaube ich nicht das diese Bakterien eine echte Überlebenchance haben. Sicherlich werden sie von anderen sich viel schneller vermehrenden Bakterien überwuchert oder verdrängt.
Sie wachsen auch zum Teil sehr sehr langsam.Das Problem was die meisten haben ist dass sie alle Bakterien über einen Kamm scheeren.
Ich als Tierarzt sehe die Bakterien eher von der infektiösen Seite.
Ein Käsereimeister aber von ener ganz anderen Seite.Ich habe die Aufassung das dass Wasser (nicht das Substrat) unserer Aquarien möglichst keimarm sein sollte, was den Aufassungen mancher Forschungsarbeiten wiederspricht die da sagen Korallen ernähren sich von Bakterien über ihren Schleim.
Ich sehe aber den hohen Infektionsdruck bei den Fischen mit Immunsystemüberlastung und RTN bei den SPS, häufung durch Sedimentablagerungen in den eher schlechter durchstömten Stellen.
Ein jeder hat schon beobachtet wie so mansche Fliege im Aquarium gelandet ist. Und es gibt genügend halophiele Bakterien die sich über ein Medium Meerwasser freuen wenn auch noch genut Nährstoffe vorhanden sind wie zum Beispiel Aminosäuren in Form von Futterresten.
Auch haben wir einiges an Bakterien an unseren Händen.Bei ähnlichen Tests habe ich mein Aquarium und einige andere auch, getestet und dabei sehr verschiedene Testergebnisse erziehlt.
So hatte ich damals, noch mit Abschäumer und ohne UV entkeimung, Wasser was eher einer Kloake entsprach. Zu dieser Zeit hatte ich auch viele Probleme mit RTN.Der Entnahmeort ist bei meiner Wasserumwälzung ok. Bei mir (ca 1000L) läuft eine 11000 l Förderpumpe und zwei 12000 L Stream. Eine von beiden wird ständig mit einem Motor im Winkel gedreht sodass alle Stellen bei mir sehr gut durchstömt sind.
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Harald,
das mit der 'Kloake' obliegt ja nun jedem Aquarianer selbst.
Zu viele Fische auf zu wenig Raum bei mangelnder Strömung, zuviel Fütterung, zu wenig Licht, zuwenig lebende Steine , evtl. neue Bakterienkultur durch einbringen neuer leb. Steine, Art und Umfang des Bodengrundes und sich ablagernde Sedimente sind alles Faktoren, die bei einer solchen Messung zu berücksichtigen sind oder wären.
Und last but not least spielen die aeroben und anaeroben Verhältnisse in Form der Nitrikation eben doch wieder eine Rolle.
Alles ist miteinander in der kleinen Beckenökologie verzahnt.
Insofern siehst du 'dein Meßergebnis' als richtig an. Ein anderes Becken in genau gleicher technischer Konstellation wird aber bei oben angesprochenen Punkten niemals auch nur ansatzweise selbes Ergebnis bringen.
Also nicht übertragbar.
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