PO4 von 0,34 auf über 0,43

  • Hallo

    Kann das sein das der Phosphatwert in der Einfahrphase auch wieder mal höher wird ?

    am 15.6.04 0,34
    am 28.6.04 > 0,43

    Ich habe mein Leitungswasser kontrolliert : Nur sehr wenig , wenn überhaupt.

    Oder ist es doch das Tote LS was ich eingebracht habe ?

  • Zitat

    Original von Herbert Margreve
    Oder ist es doch das Tote LS was ich eingebracht habe ?

    Was meinst du denn mit totes Lebendgestein?

    Kann aber schon sein in der Einfahrphase, du kannst auch massiv mit Adsorber arbeiten, dann bekommst du evtl. schon eine Menge Phosphat raus aus dem System und aus den toten Steinen.

  • Muss ich da beim Kauf von Absorber auf etwas bestimmtes achten.Kommt der Absorber in einem Filter oder wie funktioniert das ?

  • Die Absorber wollen langsam durchströmt sein, damit sie das Phosphat aufnehmen können. Ich persönlich bin mit Rowaphos und Elimiphos gut gefahren. Man sollte keine Verschiedenen zusammen einsetzen. Es gibt sie auf Eisenbasis und auf Aluminiumbasis. Ich habe meinen in einem kleinen Innenfilter (Tetratec 600), das funktioniert ganz gut. Wenn du ein Technikbecken hast, kannst ihn auch darein legen. Tote Steine können je nach Herkunft auch unter Umständen Phosphat enthalten,dass sich dann löst.

    Gruss
    Andreas

    100*70*70, Giesemann Pulzar-LED, Tunze 9012, Tunze 6105+Jebao MLW 30

  • Ich hänge einen Beutel mit Ultraphos von Aquaterrshop in die Strömung einer Stream, allerdings immer nur für kurze Zeit bis der PO4 Wert unten ist. Bei dir würde ich das Wasser, das aus dem Abschäumer kommt durchlaufen lassen.

    Es gibt generell zwei Sorten, auf Ca/Al Basis (weißes Pulver) und auf Eisenbasis (rötlich/braun bis schwarz). Ich habe mit ersterem schnellere Erfolge gehabt. Du hast ja sicher noch keine empfindlichen Korallen, die auf zu rasche PO4 Absenkung reagieren würden oder?


    Edit: Da war Andreas wohl schneller als ich :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von kenny (28. Juni 2004 um 20:25)

  • Danke euch beiden.

    Es sind nur einfache Korallen im Becken.

    Ich schau mal ob ich das am Wochenende besorgen kann.

  • Hallo Herbert,

    Oder auf natürlichem Weg durch Caulerpa taxifolia oder prolifera.
    Hat ja auch gerade in der Einfahrphase noch paar nette Nebeneffekte und kost (fast) nix.

    Zieht dir z.B. auch Stickstoff (Nitrat), vermindert anderes Algenwachstum,...

    Viele Grüße
    Frank

  • Mal wieder Anfängerfragen

    Wie funktioniert das mit Caulerpa ?

    Müssen die Algen denn regelmässig geerntet werden oder einfach wachsen lassen ?

    Wieviel Caulerpa brauche ich für meine Beckengrösse und an welcher Stelle im Becken sollte man die pflanzen ?

    Ist diese Methode ergiebig genug oder brauche ich trotzdem noch Absorber ?

    Muss man sonst noch was beachten ?

  • Herbert,

    diese Methode wir normalerweise in einem separten Vor- oder Nachgeschalteten permanent beleuchtetem Becken betrieben. Es eignen sich nicht alle Algen und die Ernte sollte Wöchentlich erfolgen.

    Für dein Becken solltest du sofort zu einem Adsorber greifen (z.B. Rowaphos)

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • das tote riffgestein gibt schon einiges an po4 ab , es wird ja einfach aus dem meer geholt und mit allen schwämen und was eben noch so dran ist getrocknet , gibt man das in sein becken löst sich das ganze erstmal im wasser auf ...

  • Also ich hab meine Caulerpaalgen ganz einfach an zwei Stellen im Becken, wo ich sie ernte wenn sie zuviel gewachsen sind.

    An deren Wachstum kann man auch gut den Nährstoffgehalt des Wassers erkennen.

    Man muß sie nicht in einem extra Becken haben. Im Hauptbecken klappt auch problemlos.


    Wieso sollte er nicht sein Phosphat mit Caulerpa runterbringen???
    Gerade bei seinem Becken spräche doch mehr dafür als für Ab(d)sorber.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hi zusammen


    Klar kann man Po4 mit Algen reduzieren. Nur ganz im ernst, effektiv geht das meist nicht im Becken und schon gar nicht mit nur zwei Stämmen. Ich habe sogar ein extra Refugium (Eco System MM) das dauerhaft beleuchtet wird und das schafft es trotz gutem Wachstum nicht. Anscheinend liegt es einfach daran das durch Fischbestand und Futter mehr reinkommt als reduziert werden kann.

    Was ich sagen will ist, im prinzip geht das ganze schon, die Reduzierung von Po4 durch Algen aber meist braucht man viele Algen dazu.

    Ich hoffe ich konnte es einigermassen vermitteln wie ich es meine :smiling_face:

  • Hallo Robert,

    kann ich bestätigen *g*
    ich habe das Becken mit höheren Algen besiedelt und das bitter bereut. Anfangs ist es schön, aber wenn die Korallen wachsen, werden die meisten Arten zu einem großem Problem. Man kann dann ständig und stundenlang pflücken. Fürs Hauptbecken eignen sich nur langsamwüchsige und/oder leicht pflückbare Arten, die sich nicht überall festsetzen. Vorteilhaft ist lediglich, daß sie Lebensraum für Kleingetier bieten.
    Die großartige Abbaurate kann ich auch nicht sehen, obwohl das Algenfilterbecken (so 15% der Fläche des Hauptbeckens) sehr viel Algen produziert, die alle 1-2 Wochen kräftig gelichtet werden müssen.
    Danach gehen die Werte schon etwas hoch, also sie bewirken schon etwas, aber um effizient zu wirken, müßte die Fläche schon wesentlich größer sein. Ein Filterbecken der Fläche des hauptbeckens, besetzt mit Seepferdchen z.B. wär meine Idealvorstellung.
    Funktionieren könnte evtl ein 'Algae Turf Filter' von Adey&Loveland. Aber die scheinen recht wenig zu füttern.
    Algen enthalten halt haupsächlich Wasser, die Trockenmasse ist lächerlich wenig, wenn man das mal mit dem viel Energiereicherem Frost- und Trockenfutter vergleicht, die man so im Becken versenkt.
    Nachteilig ist auch die leichte Grünfärbung des Wassers, die vermutlich von den Caulerpas verursacht wird, setze deswegen Ozon ein.
    Nach meiner Erfahrung vergrößern sich No3 und Po4 sprunghaft, d.h. bis zu einem gewissen Futermengelimit bleiben die Werte stabil, etwas mehr Futter, und sie hüpfen nach oben in Stufen.
    Po4 ist besonders hinterhältig, weil es sich rücklöst aus Sedimenten etc. Selbst nach 30% Wasserwechsel ist po4 so hoch wie vorher. Muß seit Monaten mit Adsorbern rumhampeln. Sedimente absaugen scheint was zu bringen, aber das ist auch mühsam, weil mein Korallensand etwas zu grob ist.

    Grüße
    Ulrike

  • Zitat

    Sedimente absaugen scheint was zu bringen, aber das ist auch mühsam, weil mein Korallensand etwas zu grob ist.


    Moin,

    vielleicht ein kleiner tip am rande.

    Ich sauge auch gelegentlich den bodengrund ab,nur war es immer sehr nevig,da ich mit der mulmglocke auch immer ein bisschen kies mitgekommen ist.
    Ich habe mir vor die mulmglocke ein fliegengitter/netz befestigt,entweder mit nem gummiband oder kabelbinder,schön locker davor,das das netzt auch noch so bis 10cm in die mulmglocke ragt.
    So kann man den bodengrund schön von dem ganzen "siff" befreien und es kommt kein bodengrund mit.Nur der "siff" geht in den eimer.

    Ging bei mir so am besten.

    Gruß

    Mirko

    Pool-Panorama:140x65x65+100x40x40 Technikbecken,HS 150-2001,2xTunze Stream 6085,RD3 Speedy 5m³

  • Hallo Robert,

    Zitat

    Klar kann man Po4 mit Algen reduzieren. Nur ganz im ernst, effektiv geht das meist nicht im Becken und schon gar nicht mit nur zwei Stämmen. Ich habe sogar ein extra Refugium (Eco System MM) das dauerhaft beleuchtet wird und das schafft es trotz gutem Wachstum nicht. Anscheinend liegt es einfach daran das durch Fischbestand und Futter mehr reinkommt als reduziert werden kann.

    Was ich sagen will ist, im prinzip geht das ganze schon, die Reduzierung von Po4 durch Algen aber meist braucht man viele Algen dazu.

    Natürlich muß man die Algenmenge immer im Verhältnis zur Belastung sehen.
    Aber selbst wenn die Belastung zu groß für die vorhandenen Algen ist, so holen sie doch ihren Teil raus, und können durch Ernten leicht entfernt werden.

    Da sein Becken noch recht neu ist, sind ja kaum Verbraucher drin.
    In diese Lücke können dann erstmal die Caulerpa.

    Wenn die Belastung trotz der Caulerpa immer noch zu groß ist, kann man ja zusätzlich mit Ab(d)sorbern arbeiten.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo Ulrike,

    Zitat

    Anfangs ist es schön, aber wenn die Korallen wachsen, werden die meisten Arten zu einem großem Problem. Man kann dann ständig und stundenlang pflücken. Fürs Hauptbecken eignen sich nur langsamwüchsige und/oder leicht pflückbare Arten, die sich nicht überall festsetzen.


    Sorten wie brachypus sind sicher ein Problem, jedoch sind große und schnellwachsende Arten, wie taxifolia oder prolifera groß genug um leicht entfernt zu werden.

    Zitat

    Die großartige Abbaurate kann ich auch nicht sehen, obwohl das Algenfilterbecken (so 15% der Fläche des Hauptbeckens) sehr viel Algen produziert, die alle 1-2 Wochen kräftig gelichtet werden müssen.

    Zitat

    Algen enthalten halt haupsächlich Wasser, die Trockenmasse ist lächerlich wenig, wenn man das mal mit dem viel Energiereicherem Frost- und Trockenfutter vergleicht, die man so im Becken versenkt.


    Die möglichen erreichbaren Abbauleistungen von Algen kann man ja an Miracle Mud Filtern erkennen.

    Viele Grüße
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von FrankE (3. Juli 2004 um 12:05)

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