Riffkeramik

  • Hallo,
    ich habe wg. Riffkeramik mit einem Töpfer aus unserem Dorf gesprochen. Er meinte, in jedem Ton seien Alu- und Eisenlegierungen oder -oxyde vorhanden. Nach dem Brennen würden diese aber nicht mehr austreten.
    Weiß jemand, ob es sich bei der Riffkeramik um einen besonderen Ton handelt und wenn ja, um welchen. Hat jemand Erfahrung mit selbstgemachter Riffkeramik?
    Gruß Ted

  • Hi,

    hat das schon mal jemand ausprobiert? Auf den Bildern sieht das ja echt super aus. Vielleicht könnte ich mir auch sowas für mein Becken bauen (das ich übrigens letzte Woche bestellt habe :D)

    Gruß
    Thomas

  • Hallo FrankE,
    die Seiten sind super, genaus das was ich gesucht habe. Jetzt hoffe ich nur, dass das Material nicht zu teuer ist. Aber bei den Preisen für Riffkeramik, kann das Selbermachen sicherlich günstiger sein.
    Gruß
    Ted

  • so wie es aussieht muss man das Material direkt in den USA bestellen. Vielleicht kann man ja eine Sammelbestellung machen ?

    Halt uns doch mal auf dem laufenden.

  • dann kannst Du auch gleich eine Riffkeramik hier in Deutschland bestellen - ich hab für meine Platte (Sonderanfertigung 59*55cm ) incl. Fracht auch nur ca. 120€ bezahlt

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo,

    zementiert euch doch selbst solche Platten.
    Sind zwar ein bischen schwerer als Keramik, aber um einiges günstiger.

    In der Koralle gab es mal einen Artikel darüber. Ausgabe weiß ich jetzt allerdings nicht mehr.

  • Zitat

    Original von Stephan Picker
    so wie es aussieht muss man das Material direkt in den USA bestellen. Vielleicht kann man ja eine Sammelbestellung machen ?


    Man muß man nichts teuer in den Staaten kaufen, nur weil man Aragocrete herstellen will.

    Making a batch of Aragocrete:
    The basic recipe that we will use for making this Aragocrete consists of five parts aragonite sand and one part each of white cement and plastic sawdust.

    Aragonite sand ist einfacher Korallensand. In anderen Artikeln wird er noch genauer beschrieben als Korallensand mit einer Körnung von 1 bis 1,7 mm
    White cement ist weißer Portlandzement.
    Plastic sawdust, also Sägemehl aus der Plastikverarbeitung. Hier empfiehlt sich ein Kunstoff, der mit Sicherheit unschädlich ist, also entweder Plexiglas, PVC oder PE.

    Es geht ja nur darum, ein Material zu schaffen, was möglichst porös ist und nur aus Stoffen besteht, die im AQ nachweislich unschädlich sind.

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (8. April 2004 um 10:43)

  • Zitat

    Original von Stephan Picker
    so wie es aussieht muss man das Material direkt in den USA bestellen. Vielleicht kann man ja eine Sammelbestellung machen ?

    Halt uns doch mal auf dem laufenden.

    Hab ich da was falsch verstanden? Die schreiben doch, dass ihr Aragocrete ein Mix aus Portlandzement, Korallensand und einem Füllmaterial aus Kunststoffspänen ist. Das kann man sich doch selbst besorgen: Portlandzement aus dem Baumarkt, Korallensand aus dem Zoohandel (das ich noch mit Muschelbruch versetzen würde) und auf das Füllmaterial kann man sicher verzichten. Ist doch eigentlich nicht so wichtig, wie schwer die Klamotten werden, oder?

    Gruß
    Thomas

  • Zitat

    ... und auf das Füllmaterial kann man sicher verzichten

    Hi Thomas,

    das Füllmaterial ist aber sehr wichtig, denn es sorgt für die Porösität. Wenn du nur Korallensand und Zement vermischst, bekommst du nur einen schönen Klotz Beton, in dem die schönen Aragonitkörner mit dem Zement versiegelt sind. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Hallo Thomas,

    aber die Dinger werden doch komplett mit dem Korallensand "paniert". Reicht das denn nicht?

    Da ich nicht wüsste, wo ich Kunststoffsägespäne bekommen kann, könnte man nicht auch Styroporkügelchen nehmen. Die könnte man ja leicht herstellen (Styroporplatte mit Drahtbürste bearbeiten)...

    Außerdem ist mir nicht ganz klar, wieso das Material durch das Füllmaterial poröser wird. Letztlich ist es doch auch im Zement eingeschlossen. Ich hab's nur so verstanden, dass es eingesetzt wird und die "Felsen" leichter zu machen. Und in diesem Beitrag ist von Füllmaterial z. B. überhaupt keine Rede...

    Gruß
    Thomas

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Lenzhölzer (8. April 2004 um 11:25)

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz

    Hi Thomas,

    das Füllmaterial ist aber sehr wichtig, denn es sorgt für die Porösität. Wenn du nur Korallensand und Zement vermischst, bekommst du nur einen schönen Klotz Beton, in dem die schönen Aragonitkörner mit dem Zement versiegelt sind. :smiling_face_with_sunglasses:

    Hallo Thomas C.,

    Riffkeramik ist doch aber innen auch nur totes Gestein. Meine Riffkeramik ist innen nicht mit Bakterien belebt.
    Wozu also die Porösität?
    Um Gewicht zu sparen?

    Ein Klotz Beton kann auch schön geformt sein :smiling_face:

  • Naja,
    da habe ich wahrscheinlich etwas (zu) weit gedacht und zuwenig gelesen.

    Ich war davon ausgegangen, daß so ein Klotz nach dem Abbinden noch mal einer hohen Temperatur ausgesetzt wird, wobei der Kunstoff schmilzt. Dabei würden dann die Späne im Gegensatz zu Styroporkugeln schöne miteinander verwobene Gänge zurücklassen, die dann Raum für das sogenannte Porenwasser gäben. Hier könnten im AQ dann anaerobe Bakterien ihrer Arbeit nachkommen.

    In diesem Artikel wird ja versucht, die Porösität ohne den Einsatz von Hitze zu erzeugen, indem man z.B. Eis mit in die Masse mischt.

  • Zitat

    Original von Thomas Lenzhölzer
    Da ich nicht wüsste, wo ich Kunststoffsägespäne bekommen kann, könnte man nicht auch Styroporkügelchen nehmen. Die könnte man ja leicht herstellen (Styroporplatte mit Drahtbürste bearbeiten)...


    Beim Plexiglas-/PVC -Händler einfach den Staubfangsack der Säge ausleeren. Der Händler freut sich. da er keinen Sondermüll teuer entsorgen muß.

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz
    Ich war davon ausgegangen, daß so ein Klotz nach dem Abbinden noch mal einer hohen Temperatur ausgesetzt wird, wobei der Kunstoff schmilzt. Dabei würden dann die Späne im Gegensatz zu Styroporkugeln schöne miteinander verwobene Gänge zurücklassen, die dann Raum für das sogenannte Porenwasser gäben. Hier könnten im AQ dann anaerobe Bakterien ihrer Arbeit nachkommen.

    Hallo Thomas,

    um Gänge zu hinterlassen müsste das geschmolzene Material aber auch irgendwohin abfließen können. Wenn es aber in den Zement mit eingearbeitet ist, kann es das nicht. Da würde dann eher die Eis-Methode funktionieren, wobei ich davon wegen der sicher nicht einfachen Umsetzung nicht ganz überzeugt bin und auch nicht unbedingt die Notwendigkeit sehe.

    Zitat

    Original von KS
    Beim Plexiglas-/PVC -Händler einfach den Staubfangsack der Säge ausleeren. Der Händler freut sich. da er keinen Sondermüll teuer entsorgen muß.

    Gute Idee, aber dazu müsste ich so einen Händler in und um Köln herum kennen...

    Gruß
    Thomas

  • Hallo,
    ich habe den Artikel über ARAGOCRETE inzwischen gelesen. Wenn ich das richtig verstehe, dienen die PVC-Späne als Armierung, ähnlich wie beim Eisenbeton dem Eisenspäne beigemischt werden um die Zugfestigkeit und damit die Bruchsicherheit zu erhöhen.
    Übrigens der Artikel über Felsen/Säulen u.a. aus Beton steht in der KORALLE 21.
    Gruß Ted

  • Hallo,

    es gab eerst vor kurzem einen Thread mit dem Titel Ablegersteine (http://forum.korallenriff.de/index.php?page…t=Ablegersteine) . Dort hatte Thomas Chronz einen Link zu einem Artikel von Tom Miller gesetzt (http://www.reefs.org/library/talklog/t_miller_052498.html), der Nudeln (pasta im Englischen Artikel genannt) mit eingearbetet hat um die Porosität in künstlichem Lebendgestein zu erhöhen. Tom Miller erwähnt, wie wichtig ein ausreichendes Wässern ist.
    Ich denke, dass das Wässern mit Wasser vom Wasserwechsel sehr einfach ist und mache es bisher so mit meinen selbst gemörtelten Ablegersteinen.

  • Zitat

    Original von Ted
    Übrigens der Artikel über Felsen/Säulen u.a. aus Beton steht in der KORALLE 21.

    Hallo Ted,

    kannst du den Artikel evtl. scannen und mir mailen (s. Profil)?

    Gruß
    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Lenzhölzer (8. April 2004 um 20:08)

  • Hi zusammen

    Wer hat denn schon mal eine Riffkeramik selber gemacht ? Wenn ja, wie sieht sie im Becken aus, und bewächst sie mit Kalkrotalgen ?

    Auf dei eingangs gestellte Frage, es scheinen schon Inhalttstoffe in manchen Keramiken zu sein die man nicht unbedingt haben will, aber auch viele gute wie viel MG und Ca... :smiling_face:
    Durch das Brennen bei etwas über 1200 Grad wird allerdings meines Wissen sichergestellt das sich nichts mehr auslösen kann. auch unsere Riffkeramik, eine gekaufte, ist innen icht porös sondern weiss. Das heisst das sie nicht mit Bakterien durchsetzt werden kann, auch wenn es manchesmal behauptet wird.

    Dennoch finde ich die Keramiken die es zu kaufen gibt eine sehr gute Ergänzung da man die Form mit LS meist nicht so nachempfinden kann.

    Aber ich würde gerne mal ein wenig mehr hören von den selbstversuchen :smiling_face: ??

  • Zitat

    Original von Thomas Lenzhölzer
    Hallo Thomas,
    um Gänge zu hinterlassen müsste das geschmolzene Material aber auch irgendwohin abfließen können. Wenn es aber in den Zement mit eingearbeitet ist, kann es das nicht.

    Plexi z.B. schmilzt auf einen Bruchteil seiner Größe.


    Gute Idee, aber dazu müsste ich so einen Händler in und um Köln herum kennen...


    Gelbe Seiten :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Thomas Lenzhölzer

    Hallo Ted,

    kannst du den Artikel evtl. scannen und mir mailen (s. Profil)?


    ist bereits unterwegs.
    Gruß Ted

  • Um poröses Material zu erhalten nimmt man eigentlich ja Sägespäne die dann beim Brennen zu Asche/Kohle werden.

    mfg Uwe

  • Hi Ted,

    ich würde lieber auf asiatisches Lochgestein setzen als Unterbau, und dann das Geld Investieren für eine ordentliche Portion gute Lebende Steine.

    So bist du auf der sicheren Seite, und mit etwas Geschick kannst dir Aufbauten auch mit diesen Materialien Bauen die dem einer Optik der Riffkeramik in nichts nach stehen werden.
    So meine persönliche Meinung.


    Gruß Thilo

  • Zitat

    Original von use
    Um poröses Material zu erhalten nimmt man eigentlich ja Sägespäne die dann beim Brennen zu Asche/Kohle werden.

    Hallo Uwe,
    was wird denn aus der Asche/Kohle, wenn das Kunstgestein ins AQ kommt? Haben wir dann nicht eine vorzügliche Nitrat- und Phosphatquelle?

  • Hi Thilo


    Zitat


    ich würde lieber auf asiatisches Lochgestein setzen als Unterbau...

    Asiatisches Lochgestein?

    Was ist das für ein Gestein,noch nie davon gehört.

    Gruß
    Frank

  • [quote]Original von Thilo
    Hi Ted,

    ich würde lieber auf asiatisches Lochgestein setzen als Unterbau, und dann das Geld Investieren für eine ordentliche Portion gute Lebende Steine.

    Daran habe ich auch schon gedacht und ist garnicht mal so teuer. Für meine geplanten LS (ca. 100 kg) suche ich noch eine geeignete Quelle, wie zB. "Direktimport" od. ä. (falls es sich lohnt).
    Besonders interessiert mich allerdings bei der Eigenherstellung die Möglichkeit durch Verwendung leichter Zuschlagstoffe Gewicht einzusparen. Ich werde diesbezüglich experimentieren und bei Erfolg berichten.

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz

    Hallo Uwe,
    was wird denn aus der Asche/Kohle, wenn das Kunstgestein ins AQ kommt? Haben wir dann nicht eine vorzügliche Nitrat- und Phosphatquelle?

    Die Keramik die ich damals gebastelt habe kam in die Anbauwand zur Deko und nicht ins AQ :winking_face: Ich denke aber nicht das es so wild ist mit den Nitrat und Phosphateintrag. Die Reste die über bleiben dürften a, minimal sein und b, von der Qualität des verwendeten Holzes abhängen.
    Ich habe aber selber keinen Brennofen und habe mir meine Riffkeramik deshalb in Rostock gekauft.

    mfg Uwe

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