Beiträge von Torsten Sause

    Hallo Martin,

    Du meinst den aufgestapelten Steinturm (=neues Lebendgestein) rechts in dem Bild. Entweder täuscht das Foto, aber die Steine sehen nicht gerade nach dem üblichen Lebendgestein aus - sie sind ziemlich hell und kahl. Das sieht ziemlich tot aus, finde ich - eher wie getrocknete Korallenbruchplatten ??? Dagegen sieht der einzeln stehende große Stein ganz links richtig gut aus.

    Abschäumer: Natürlich gibt es Becken, die völlig ohne Abschäumer betrieben werden. Aber so ein Abschäumer gibt gerade in der Startphase auch eine Menge Rückmeldungen über den aktuellen Zustand im Becken (nämlich wie sich der Schaum verhält bzgl. Menge, Farbe, Konsistenz, etc.) und er gibt vor allem für den Anfang mehr Sicherheit bei ungeplanter organischer Belastung bzw. kleineren Unfällen. Ganz schädlich ist dabei, ihn erst einmal laufen zu lassen, dann wieder abzustellen und dann gelangt die abgeschäumte und über eine Standzeit gut vermehrte Bakterienbrühe auch noch ins Becken 8o. Das sollte nicht passieren. Schlimm genug, wenn es bei der regelmässigen Entleerung mal aus Versehen passiert oder der Abschäumer auch mal überläuft. Aber bitte nicht mit Restbrühe stehen lassen und dann diese Reste ins Becken gelangen lassen. Das ist wie ein Anschlag auf die Gesundheit der Bewohner.

    Ich würde den Doc jetzt erst einmal nur beobachten, den Abschäumer mitlaufen lassen und abwarten. Ob das wirklich gutes (bewachsenes und belebtes) Lebendgestein ist, würde ich zumindest mal hinterfragen.

    Hallo zusammen,

    ich hatte vor einem Jahr auch ein ähnliches Problem. Die Lederkoralle hatte direkt in der Mitte ein ca. 2 cm großes Loch entwickelt, welches sich dann leider in den Fuß nach unten fortgesetzt hat. Anfangs sah es auf der Oberfläche auch nur etwas weiß aus und die Polypen kamen nicht mehr heraus. In dem Loch bzw. in der sich dann entwickelten Röhre hielten sich immer einige Borstenwürmer und kleine Schlangenseesterne auf. Ich habe damals vermutet, dass sie sich nur von dem absterbenden Gewebe ernähren. Einen Verursacher konnte ich leider nie ausfindig machen.

    Da diese Lederkoralle ein Geschenk meiner Lebensgefährtin war, war ich sehr motiviert, sie (die Koralle) am Leben zu erhalten. Daher habe ich nach kurzer Überlegung, darauf verzichtet, sie zu amputieren und noch zu versuchen, aus den Teilstücken wieder lebensfähige Korallen zu ziehen. Schließlich habe ich sie "behandelt", um die Gewebsnekrose zu stoppen.

    Behandlung: Ich habe die Koralle aus dem Becken bis an die Oberfläche gehoben und mit dem Finger die toten Gewebereste entfernt, später als das Loch kleiner war, habe ich den Kunststoffstiel von einem Kochlöffel dafür verwendet. Danach habe ich die "Wunde" mit Beta-Isodona-Lösung mehrfach betupft (mit einem Q-Tip), so dass das gesamte Wundgewebe in der Röhre damit verfärbt war. Dann habe ich sie zurück ins Becken gesetzt. Kurze Zeit später lief dann immer der Abschäumer über, da das im Beta-Isodona enthaltene Povidon-Iod im Wasser stark schäumt. Der Abschäumer hat das überschüssige Beta-Isodona im Wasser nach und nach entfernt (häufiges Schaumtopfwechseln).

    Diese Behandlung habe ich dann mehrere Tage wiederholt, in dem Bewußtsein, dass ich ziemlich viel Jod ins Becken eintrage. Einen negativen Effekt auf Fische, Garnelen und Korallen konnte ich aber nicht feststellen.
    Nach ca. 2 Wochen war das Loch dann wieder zugewachsen und man sah noch einige Monate eine Mulde und später eine helle Stelle in der Mitte des Korallenkörpers. Diese Lochbildung (Lochfraß) ist nie wieder aufgetreten. Die Koralle hat sich inzwischen im Volumen fast verdoppelt und ist kerngesund.

    Hallo ??? (ein Name wäre nicht schlecht),

    eine merkwürdige Geschichte. ich versuche die Fragen mal der Reihe nach zu beantworten.

    1. neues Lebendgestein: Ich hatte noch keinen Fall, indem ein neuer Stein, auch wenn er 14 kg schwer war, im Anschluß sofort zwei Fische tötet. Wenn vorher 30 kg Lebendsteine im Becken waren, 8-10 kg sind raus gekommen und 14 kg wieder rein, so ist das allerdings ein ziemlicher Eingriff in ein noch relativ junges System. Trotzdem ist das ist für mich aber keine plausible Todesursache, da es dann dem Doc auch hätte schlecht gehen müssen. Ich hoffe, die ocellaris wurden bei dem Umbau im Becken nicht mechanisch irgendwo gegen die Wand oder den Boden gedrückt ?

    2. Wenn die zwei ocellaris kurz unter der Wasseroberfläche hängen, Kopf nach oben, dann haben sie ein massives Atemproblem oder anders herum, sie sind dann kurz vor dem Erstickungstod. Auch hier ist es sehr unwahrscheinlich, dass über einen Stein plötzlich massiv fischpathogene Keime ins Becken gelangen und dann selektiv nur die zwei ocellaris angreifen ? Evtl. hat der Stein irgend eine unerkannte organische Belastung mit ins Becken gebracht, aber dann hätte der Doc auch reagieren müssen - ebenfalls unwahrscheinlich.

    3. In dem schlechten Zustand, in dem die zwei ocellaris dann bereits waren, hat die Prozedur mit dem Ektozon-Bad ihnen wahrscheinlich über den mehrfachen Umsetzungs-/Fangstress und die veränderten Wasserparameter im Ektozon-Bad den Rest gegeben. Ektozon ist ein sehr harmloses Oxydationsmittel, welches auf 100 g Pulver als echte Wirkstoffe lediglich 580 mg Natriumperborat-Trihydrat und 58 mg Magnesiumperoxid enthält. Der Rest besteht aus Füllsalzen wie Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Kaliumchlorid, die hier für eine Behandlung nicht relevant sind. Es hat eine sehr schwache Wirkung und gibt etwas (sehr wenig) Sauerstoff an das Wasser ab. Eine massive bakterielle infektion der Kiemen hätte man hiermit kaum beeinflussen können. Aber es schadet auch nicht - es ist ungefährlich für die Bewohner eines MW-Aquariums. Gibt man es in das Riffaquarium, dann steigt der Phosphatanteil leicht an und man gibt zusätzliche Salze ins Wasser. Gegen Pilzinfektionen kann man manchmal eine Wirkung registrieren.

    4. Haben die ocellaris irgend welche auffälligen optischen Veränderungen nach dem Einsetzen des Lebendgesteins gezeigt (außer der bereits beschriebenen Schwimmweise) ? Z.B. Ablösen der Schleimhaut, weiße Fäden und Flecken auf der Schleimhaut, getrübte Augen, etc.
    Wie war die Atemfrequenz - stark erhöht ???

    Hallo Thomas,

    für den Aquarienbau verwendet man spezielles Silikon. Dieses Silikon ist salzwasserbeständig und schrumpelt auch nicht. Ablösungen oder merkwürdige Effekte sieht man nur bei Becken, die mit irgendeiner Baumarkt-Qualität geklebt worden sind.

    So wie ich die Bilder deute, sieht mir das aber eher nach einer mechanischen Beschädigung aus. Silikonoberflächen sind sehr empfindlich und dürfen auf gar keinen Fall mit Rasierklingenscheibenreinigern oder mit den rauhen Seiten eines Putzschwammes in Kontakt kommen bzw. strapaziert werden. Oft verletzt auch ein scharfkantiger Bodengrund oder das Einbringen von Lebendgestein und das nachträgliche Verschieben dieser Gegenstände in Scheibennähe die Silikonnähte. Dabei entstehen unweigerlich Verletzungen der dünnen und glatten Oberfläche. Das ist allerdings noch nicht dramatisch und das Becken wird nicht sofort undicht. Wenn die Verletzungen allerdings tiefer gehen und Algen oder andere Lebewesen beginnen, den bereits vorgeschädigten Silikonwulst zu unterwandern, dann wird es irgendwann einmal undicht.

    Silikon für Aquarienbau (Beispiel)
    Bauanleitung für Ganzglas-Aquarien

    Hallo zusammen,

    ein Thema, welches schnell die Emotionen weckt. Wahrscheinlich gibt es keine genaue Statistik, wie viele MW-Aquarianer es wirklich gibt. In Deutschland soll es in ca. 2 Millionen Haushalten Aquarien geben. Davon wird nur ein kleiner Teil MW-Aquarisitk betreiben - die Majorität wird sich Süßwasseraquaristik beschäftigen.

    Leider sind wir alle tatsächlich auch hier im wahrsten Sinne des Wortes "Verbraucher". Jeder Anfänger verbraucht eine Menge Fische und Korallen, bis er entweder die nötigen Kenntnisse erworben hat und den Verbrauch minimieren kann oder sich einem anderen "Hobby" zuwendet. Aber auch die vielen erfahrenen Aquarianer "verbrauchen" noch Fische - nur im wesentlich geringerer Anzahl (hoffentlich). Daher gibt es viele kritische Stimmen zum Hobby Meeresaquaristik (siehe unten älterer Greenpeace-Link).

    Dabei gibt es dann 3 Fraktionen:

    - Leute, die alles so lassen möchten wie es bisher läuft. Freier Handel, Angebot und Nachfrage regeln den Markt und keinerlei Restriktionen - auch nicht beim Handel mit lebenden Tieren.

    - Leute, die sich einen Meerwasserhandel und MW-Haltung nach festgelegten Regeln weiter vorstellen können und der Haustierhaltung, auch der von Meeresfischen, grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Dabei soll der Schutz der Riffe und ihre nachhaltige "Bewirtschaftung" im Vordergrund stehen.

    - Leute, die jede Tierhaltung, zumindest von Wildtieren und wenn es über Hunde, Katzen und Hamster hinausgeht, kategorisch ablehnen.

    Jeder muss für sich entscheiden, zu welcher Fraktion er gehören will. Welche "Lobby" dann in Zukunft die Politik in welche Richtung lenkt, ist noch offen - aber es ist sicher kein Geheimnis, dass früher oder später hier mit einer zunehmenden Regulierung gerechnet werden muss.

    Statistik Deutschland 2006
    Laut Industrieverband Heimtiere (IVH) sind die Katzen in Deutschland weiterhin die klare Nummer ein, gefolgt von den Hunden und den Kleintieren wie Kaninchen, Hamster und dergleichen. Insgesamt gibt es laut IVH in 12 Millionen Haushalten 23,2 Millionen Haustiere, wobei Terrarien und Aquarien als eine Einheit gezählt werden. Würden die darin enthaltenen Tiere extra gezählt werden, wäre die Summe natürlich noch höher.

    Tierart Anzahl leben in
    Katzen 7,8 Millionen 15,4 % der Haushalte
    Hunde 5,3 Millionen 13,4 % der Haushalte
    Kleintiere 6,3 Millionen 6 % der Haushalte
    Ziervögel 3,8 Millionen 5,7 % der Haushalte
    Aquarien 1,95 Millionen 4,3 % der Haushalte
    Zierteiche 1,4 Millionen 3,7 % der Haushalte
    Terrarien 0,42 Millionen 1,1 % der Haushalte

    Links zum Thema:
    kritischer Greenpeace-Artikel
    [URL=http://www.bvet.admin.ch/themen/handel_…c_JjKbNoKSn6A--]Die Einfuhr von Zierfischen in die Schweiz[/URL]

    Hallo Stefan,

    mit deiner Argumentation bzgl. Energieaufwand hast Du sicher Recht. Die einzig verbleibende Option wäre ein reines Nordseebecken, welches bei einer Besetzung mit "normaler" Hochsee-Meeresfauna im Winter Probleme hätte, da die Nordsee im Hochseebereich im Winter überraschend "warm" ist (+6-8°C) und im Sommer relativ "kühl" bleibt mit max. +15-17°C. Das liegt an den dort bekannten Meeresströmungen.

    Daher hatte ich im letzten Beitrag ein Meeresbecken mit Bewohnern der Gezeitenzone = Wattenmeer und seiner davor gelagerten Flachwasserküste vorgeschlagen. Diese Tiere sind an unsere Winter- und Sommerbedingungen inkl. der natürlichen Sonneneinstrahlung am besten angepasst. Tropische Tiere und auch die Mittelmeertiere sind allesamt bei Einhaltung eines vertretbaren Aufwandes ungeeignet. Ebenso ist die uns bekannte Aquarientechnik ungeeignet - hier muss man sich in mit den öffentlichen Meeresaquarien informieren, wie hoch dort der betriebene Aufwand für ein Nordseebecken ist. Erst dann kann man einigermaßen abschätzen, ob man ein solches Projekt auch auf Dauer betreiben kann.

    Als Beispiel für die Verteilung der Wassertemperatur habe ich mal die Grafik für die westliche Ostsee angehängt. Leider habe ich kurzfristig keine entsprechende Grafik für die Nordsee gefunden.

    Hallo Sebastian,

    nach dem letzten Foto erkennt man eigentlich keine genauen Krankheitssymptome bzw. Parasiten (Pünktchen), die ursächlich für den Zustand des Fahnenbarsches sein könnten. Stimmt die Standzeit des Beckens ? D.h. es steht erst seit November 2009 ? Eine Ursache kann dann auch die mangelnde Stabilität des Gesamtsystems sein. Das Becken ist nicht sehr groß und je nach Einrichtung mit Lebendgestein, Korallensand und in Verbindung mit der sehr kurzen Einfahrzeit kann es hier durchaus einen Zusammenhang geben. Hast Du die wichtigsten Wasserwerte mal gemessen ?

    Hallo Sebastian,

    leider kann man nicht so viel erkennen. Sind die Augen getrübt ?
    Sehen die Pünktchen aus wie in dem angehängten Foto oder sind sie größer ? Dann könnte es auch sich ablösende Schleimhaut sein. Wahrscheinlich ist der Fahnenbarsch nicht mehr zu retten, da die "Lähmung" die Du beschreibst keine wirkliche Lähmung ist, sondern seine Ursache in einer stark beeinträchtigten Atmung hat. Dem Fisch fehlt schlichtweg der zur Bewegung nötige Sauerstoff, was auf eine bereits fortgeschrittene Schädigung der Kiemen schliessen lässt.

    Hallo Sebastian,

    das sieht tatsächlich sehr nach einer Infektionskrankheit aus. Um mehr ableiten zu können, wäre ein besseres Foto sehr hilfreich ( so, dass man die Schleimhaut aus der Nähe gut erkennen kann).
    Hast Du in letzter Zeit neue Fische dazu gesetzt, bevor das Sterben begann ? Die Geschichte mit dem Seestern kann Zufall sein und hat mit dem Fischsterben sicher nichts zu tun.
    Wie geht es den übrigen Beckeninsassen ? Atmen die Fische schneller als normal ?

    Hallo Ben,

    deine Liste für ein Quarantänebecken ist schon ganz gut zusammen gestellt. Ich habe trotz der Einschränkungen bzgl. Beckenbiologie immer auch einen kleinen Eheim Aquaball-Filter als Feinfilter und gleichzeitige Strömungspumpe im Becken. Den Filterschwamm kann man mit etwas "Dreck" aus dem TB vom Hauptbecken "impfen", wenn er kurzfristig eingesetzt werden soll. Nicht alle Medikamente töten die Beckenbiologie ab und dann hat man weniger Stress mit sich evtl. bildenden Ammoniak.

    Versteckmöglichkeiten sind sehr wichtig für die Fische. Ein Heizstab war bei mir fast immer nötig, da nicht ausreichend "Abwärme" der angeschlossenen Gerätschaften entstanden ist.

    Über die Größe gibt es viele Ansichten. Da die meisten Fische als relativ kleine Jungfische gekauft werden, kann man sicher auf zu große "Kästen" verzichten. Andererseits sollte genug Lebensraum geboten werden, um auch mal eine Quarantänezeit von 6-8 Wochen gut zu überstehen. Ein Quarantänebecken, zumal wenn es ad hoc in Gebrauch genommen werden soll, bedarf einiger Aufmerksamkeit des Betreibers. Hier sind die Verhältnisse sehr instabil und es können sich auch leicht mal Schadstoffe (Ammoniak, etc.) unbemerkt ansammeln, was dann eher kontraproduktiv ist.

    Die Geschichte mit dem Wasserstoffperoxid zur Desinfektion könnte man so machen. Es reicht aber i.d.R. auch völlig aus, wenn man das Becken leer macht, alle Gegenstände reinigt mit Trinkwasser abspült und trocken lagert. Keine mir bekannte und hier relevante Fischkrankheit würde ein vollständiges Austrocknen überstehen.

    Hallo Ralf,

    wenn Du es besonders günstig betreiben möchtest, dann besetzte das Becken ausschließlich mit Tieren aus der Gezeitenzone der Nordsee. Diese Tiere sind an extreme Bedingungen angepasst und vertragen auch die sommerlichen Hochtemperaturzeiten im Pool. Der könnte im Sommer schon seine 25°C erreichen und damit auch die ideale Bade- bzw. Tauchertemperatur haben. Ein Kühlung wie Heizung wäre dann überflüssig. Wenn Du so viel Wassser zur Verfügung hast und wenig Tiere einsetzt, dann benötigst Du nur sehr wenig Technik. Auf Abschäumer usw. kann man dann evtl. ganz verzichten. Ein Problem ist in der Tat die "Erstbefüllung" mit Salzwasser, das geht richtig ins Geld. Der Bodengrund ist ebenfalls ein Thema. Und richtigen Wattboden aus der Nordsee, der evtl. mal bei Küstenschutz-Bauprojekten anfällt, ist auch nicht zu empfehlen. Das Wasser würde ständig trüb sein, sobald man sich dort als Taucher oder Schwimmer bewegt. Dann noch ein paar Strömungspumpen, die den Wasserkörper in Bewegung halten.

    Zitat

    Dein Knallkrebs soll laut Meerwasserlexikon auch Tiere töten können hab ich gerade nachgelesen.

    Hallo zusammen,

    das ist zwar richtig, dass Knallkrebse erfolgreiche Jäger sind, aber sie sind meistens nur auf Garnelen, Krabben usw. aus. Das ein Knallkrebs in kurzer Zeit mehrere Fische erlegt, habe ich noch nie gehört oder gelesen. Dazu in der Lage wäre er schon. Falls unentdeckt ein Fangschreckenkrebs im Becken ist, der für das Verschwinden der Fische in Frage kommt, hat er zumindest einen starken Gegner im Becken: den Knallkrebs. Normalerweise töten Knallkrebse alle Fangschreckenkrebe, denen sie begegnen.

    Hallo Ralf,

    o.k. - zuerst muss man die Idee einmal sacken lassen und dann nach den vielen Kommentaren kam mir eine Idee. Bisher basierten alle Vorschläge darauf, dass man ein tropisches Korallenriff 1:1 in deinen Pool verpflanzt und dabei auf enorme Energie- und Umsetzungsprobleme stösst.

    Aber denken wir mal in eine andere Richtung:
    Was würdest Du von einem Kaltwasserriff halten. Du wohnst ca. 1-1,5 Autostunden von der Nordsee weg und auch hier gibt es interessante Lebewesen unter Meereswassser. Natürlich nicht so bunt und spektakulär wie in tropischen Riffen, aber es gibt z.B. auch hier Korallen, Anemonen, höhere Algen, Krebse, Krabben und Fischarten, die man ohne Energieprobleme halten könnte. Es stellt sich eher die Frage, im Sommer eine zu starke Aufheizung zu verhindern bzw. dass Zufrieren und die Beschädigung des Betonbeckens in strengen Wintern zu unterbinden. Aber mit Strömung, Salzwasser und einer guten Isolierabdeckung sollte das evtl. gelingen. Je nachdem, ob es ein reines Fischbecken oder doch etwas vielfältiger werden soll, müsste man den Aufwand für die Wasserqualität treiben.

    Als Heimtaucher im eigenen Pool hast Du dann natürlich kaum bunte Fischchen dabei - aber ein paar Plattfische, Knurrhähne und dergleichen sind doch auch ganz nett - oder ? Die Technik wäre auch weniger aufwändig und Du könntest Dich in den bekannten Nordseeaquarien an der Küste mal umhören, wie die das machen. Leider kannst Du nicht in den Meerwasserhandel gehen und einen Kabeljau oder Lengfisch ordern. Und von NORDSEE auf dem Brötchen ist er ebenfalls nicht zu gebrauchen - sie würden auch viel zu groß.

    Du wirst eher das Problem haben, an die lebenden Fische und niederen Tiere zu kommen und dann noch an Arten, die klein und robust genug sind, den Transport und die Haltung zu überleben. Diese Tiere stehen bei den Fangschiffen nicht im Fokus und werden bereits auf hoher See wieder entsorgt. Aber auch hier könnte man mit den Skippern mancher Kutter in den Nordseebädern evtl. einen Deal eingehen oder sogar auf Fangfahrt mitfahren. Es muss ja nicht jeder Fisch gleich auf Eis gelegt oder in den Kochtopf wandern. Noch viel mehr Auswahl würde es in Norwegen geben - dort gibt es fast alle Lebewesen an den Steilküsten und Fjorden, die es in tropischen Riffs auch gibt - nur hier eben als Kaltwasservariante. Diese Arten sind aber gegen höhere Temperaturen etwas empfindlich, weshalb viele Nordseeaquarien im Sommer zusätzlich kühlen müssen.

    Ich würde mich auf kleinere Arten aus der Küsten- und Gezeitenzone wie z.B. Sprotte, Hering, Scholle und Seezunge, Aalmutter, Sandgrundeln, Seeskorpionen und Seehasen beschränken. Seehasen sind übrigens in der Nordsee keine Schnecken, sondern merkwürdige Fische, die mit ihrem Saugnapf auf den Felsen kleben, und wenn sie sich dann lösen, torkeln sie unbeholfen durch’s Aquarium. Ähnlich wie ein Anglerfisch.

    Das Bild zeigt einen Nordsee-Seehasen.

    Hier ein paar interessante Links:

    Größe von Nordseefischen
    Nordseefauna

    Hallo Ben,

    wirklich schade, das er es nicht geschafft hat. So wie er jetzt aussieht, wurde er über Nacht bereits von anderen Beckeninsassen angegriffen und die merken sofort, wenn ein Fisch zu schwach zur Gegenwehr ist. Die gesamte Körperobefläche ist inzwischen ohne die typische Pigmentierung, was ein sicheres Zeichen für das kommende Sterben ist und dabei läßt sich meistens eine massive Besiedlung mit Bakterien nachweisen. Die genaue Ursache bzw. woher die Schädigung der Schleimhaut herrührte, bleibt wahrscheinlich im Dunkeln. So kann man ihn nur noch erlösen. :frowning_face:

    P.S : So wie er jetzt ausschaut und auch vorher die sichtbaren Schäden (Fäden, Fetzen) in der Schleimhaut könnten auch Wunden und Bißattacken von anderen Fischen sein. Der Hinweis von Preciousx ist hier nicht ganz unberechtigt.

    Hallo Paul,

    Marinoopharm ist ein Allroundmittel gegen alle möglichen Ektoparasiten (Protozoen), gegen Amyloodinium ocelllatum als Sonderfall und gegen Bakterien und Pilze. Das ist immer dann gut, wenn man keine klare Diagnose hat. Wenn man ganz sicher nur den Cryprocaryon irritans bekämpfen will, dann kann man auch auf ein Mittel gegen Protozoen z.B. das Punktol oder ein anderes Mittel auf Malachitgrün-Basis der div. Hersteller zurück greifen. Das killt dann nicht den biologischen Filter.

    Bzgl. deiner Beobachtung der Wirksamkeit kann man allgemein gültig sagen, je schonender oder verträglicher sich das Mittel gegenüber niederen Tieren verhält, umso weniger wirksam ist es bei fortgeschrittenen Infektionen. Diese Mittel helfen u.U. noch bei Beginn der Infektion. Wobei es häufig sehr schwierig ist, geringfügige Infektionsverläufe sofort zu erkennen. Hier ins Forum kommen oft leider nur die sehr schweren und dann schon häufig aussichtlosen Fälle, die sehr spät entdeckt wurden. Sehr wirkungsvolle Mittel schädigen immer auch das die Lebensgemeinschaft im Korallenbecken und gehören deshalb ausschließlich in das Q-Becken (z.b. Kupferpräparate).

    Vielen Dank für die Aussage bzgl. "Halt Parasites". Leider stimmen die Versprechungen der Hersteller hier nicht immer mit der Praxis überein. Schon einige Male hatten wir bei korallenverträglichen Mitteln später "Kolateralschäden" zu beklagen.

    Hallo Ben,

    die Bilder sind gut genug. Mit Blitzlicht ist der kleiner Kerl kerngesund, ohne Blitz sieht man allerdings die sich lösenden Schleimhautfetzen. Also, solange er vital und aktiv durch die Gegend schwimmt und die Atemfrequenz sich nicht stark erhöht und er anfängt sich an Gegenständen zu scheuern, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Ebenso ist es positiv zu werten, dass sein auf dem Foto sichtbares Auge nicht irgendwie getrübt ist.

    Bitte weiter aufmerksam beobachten und berichten. Evtl. hat er sich als Neuling beim Reviererkunden auch nur irgendwo eiongeklemmt oder an scharfen Kanten die Haut angerissen. Im Moment sehe ich nicht die typischen Anzeichen einer lebensbedrohlichen Infektion. :thup

    Hallo Ben,

    leider sind die Bilder nicht sehr scharf, aber anhand deiner Beschreibung über das gezeigte Verhalten, würde ich die Samtkrankheit zunächst mal ausschließen. Wenn er die hätte, dann wäre er bei dem Schleimhautbefund bereits lethargisch und die Atmung wäre zudem massiv betroffen. Wenn so kurz nach dem Kauf die Schleimhaut mit vermehrter Schleimbildung reagiert und wie Du noch angedeutet hast , dass er evtl. die Flossen etwas klemmt, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Der Fisch hat gerade einen massive Umstellung seiner Umgebung, sprich Wasserqualität hinsichtlich pH-Wert und evtl. noch anderer Wasserparameter hinter sich und wurde evtl. auch beim Fangen etwas an der Schleimhaut verletzt. Dann reagiert die Schleimhaut so wie beschrieben, ohne dass man sonst irgend welche Symptome wahrnimmt. Das wird von selbst wieder abheilen und sich schnell bessern.

    2. Der Fisch ist durch Fang und Transport sehr gestresst worden und hat auf seiner Schleimhaut einige Parasiten (Protozoen) mitgebracht, die sich jetzt stark vermehrt haben, in der Folge wird die Schleimhaut gereizt und sie versucht diese Invasion abzuwehren. Offensichtlich sind aber die Kiemen nicht betroffen, was wiederum für einen Fangschaden (Kescher) spricht. Auch hier ist die Prognose zunächst einmal gut, solange sich keine zusätzlichen Komplikationen (bakterielle Sekundärinfektionen) einstellen.

    Das ein neuer Fisch nicht sofort frißt, ist auch nicht so ungewöhnlich - demnächst sollte er aber Futter aufnehmen. Evtl. hilft es ,wenn man beim Händler nachfragt, womit er bisher gefüttert wurde. Ich habe neulich von einem Anemonenfisch gehört, der mit Flockenfutter aufgezogen worden ist und große Probleme hatte sich an Frostfutter zu gewöhnen - er hat es wochenlang ignoriert.

    Evtl. gelingt es Dir, noch bessere Fotos zu machen und einzustellen. Bitte weiter berichten.

    Hallo Paul,

    evtl. hilft es auch, das Medikament zu wechseln. Wenn man nur Ektoparasiten bekämpfen muss, dann sollte man bakterizide Mittel meiden - das macht die Quarantäne dann einfacher. Einige Hersteller wie z.B. Easy Life Halt Parasites wirbt mit der Aussage "absolut sicher für niedere Tiere und für den biologischen Filter." Allerdings habe ich das selbst noch nicht ausprobiert.

    Zitat

    Original von roberthaidi
    Nehme gerade meine Anlage in Betrieb wenn ich mittels Spülventil ein paar min laufen geelassen habe soll ich dann das Spülventil ganz (bis zum Anschlag) wieder zudrehen.
    In der Beschreibung steht gar nichts übers Spülventil!?

    Hallo zusammen,

    das Spülventil hat folgende Funktionen:

    1. bei der erstmaligen Inbetriebnahme würde ich das ganze System längere Zeit (10-15 min.) durchspülen. Dabei werden noch lose sich im System befindliche Partikel vom Zusammenbau und aus dem Vorfilter und der Aktivkohle ausgeschwemmt. Viel wesentlicher ist aber das Herausspülen evtl. Konservierungsmittel! Einige Hersteller schützen die Polysulfon-Membran vor Verkeimung, indem sie ein Konservierungsmittel einfüllen. Das sollte auch in der Bedienungsanleitung ganz groß am Anfang stehen bzw. per rotem Warnaufkleber auf dem Kunststoffgehäuse kleben. Leider ist das bei den günstigern Importgeräten nicht immer der Fall. Dieses Konservierungsmittel muss auf jeden Fall raus gespült werden. Egal, ob man das Wasser für sein Aquarium oder zur Zubereitung von Kaffee oder Tee verwendet. Daher ist die Leitfähigkeit, die man am Anfang messen kann, oftmals leicht erhöht.

    2. Lt. Hersteller soll man ab und zu das Ventil für ein paar Sekunden ganz aufdrehen, um evtl. "Ablagerungen" auf der Membraninnenseite heraus zu spülen. Ich mache das auch nicht regelmässig und meine erste UO hat über 8 Jahre funktioniert. Das Nachfolgermodell hat schon wieder 4 Jahre Betrieb hinter sich.

    Zitat

    Wie lange darf die jetzt ohne Wasserdurchfluss stehen, ohne dass sie Bakterien kriegt?

    UO-Anlagen sind mikrobiologisch betrachtet nach einer gewissen Benutzungsdauer richtige "Keimschleudern" - das sollte jetzt aber niemanden beunruhigen. Es steht zwar in der Spezifikation, dass die Membran >99% aller Bakterien zurückhält, aber das gilt nur für die Membrane selbst. Davor und dahinter blüht ein Biotop. Wasser ist Leben und daher bilden sich in den Gehäusen und Schlauchleitungen bald Biofilme, die immer wieder Bakterien abgeben. Diese Bakterien kann man bei den hier vorgestellten Geräten nicht verhindern - muss man auch nicht - sie schaden dem MW-Aquarium nicht. Wenn man aus der UO-Anlage über mehrere Wochen kein Wasser bezogen hat, dann reicht es aus, sie einige Minuten zu spülen (Spülventil) und das erste Permeat ablaufen zu lassen.

    Wer aus seiner UO-Anlage gleichzeitig auch sein Kaffee- oder Teewasser bezieht, der kann es z.B. in einem BRITA-Wasserfilter geben und dort lagern. Dann ist es vor übermässiger Verkeimung geschützt. Außerdem wird das Wasser vor Verwendung noch erhitzt, was dann endgültig alle Keime im Tee- oder Kaffeewasser abtötet.

    Allerdings bitte nicht auf die Idee kommen, das Wasser aus dem BRITA-Filter ins MW-Becken zu kippen. Das kann schief gehen, da in dem BRITA-Filtern Silberionen abgegeben werden, die evtl. im MW-Becken Probleme machen.

    Bei teuren UO-Laborgeräten wird die Verkeimung über die periodische Zugabe von Desinfektionstabletten gelöst. Zusätzlich haben die noch einen endständigen Sterilfilter, der häufig gewechselt werden muss, da die Keime sonst durch den Filter wachsen. All diesen Aufwand brauchen wir für unsere Zwecke aber nicht zu treiben und bei den vorgestellten Geräten technisch auch nicht möglich ist. Daher keine Angst vor den Bakterien. Wir werden sie nicht bemerken.

    Hallo Paul,

    als Sofortmassnahme kannst Du die 1 Woche alte Filterwatte einsetzen - Nitrat macht den Fischen nichts aus.
    Zeolith ist nur effektiv, wenn man es als Filtermaterial im Durchfluß z.B. in Netzen in einen Schnellfilter hängt. Es würde aber auch evtl. Medikament binden.

    Zitat

    Meine Vermutung für die hohen Ammoniakwerte könnten in den Steinen liegen. Diese relativ grossen Stücke waren mit Biomasse gut gefüllt und diese wurden durch Medi abgetötet. Nun könnte genau diese tote Biomasse zu einem Problem werden oder liege ich falsch?


    In einem Quarantänebecken sollte man kein Lebendgestein einbringen, da hier, wie Du bereits vermutet hast, wohl die Ursache für die sehr hohen Ammoniakwerte liegen könnte. Im Innern der Steine stirbt organisches Leben ab und zersetzt sich unkontrolliert über einen längeren Zeitraum.

    Zitat

    Wie schon gesagt habe ich mit JBL einen Wert von 2.0 gemessen. Dies ist zu hoch oder nicht in dieser Situation?


    2 mg/ Liter sind definitv zu hoch - hier ist bereits ein kritischer Wert erreicht bzw. überschritten. Je nach Fischart sind bereits Werte ab 0,01 mg NH3/L z.B. für Aale toxisch, während andere Fische noch Werte von 0,5-2,5 mg NH3/L für eine gewisse Zeit tolerieren. Das ist aber immer pH- und temperatur-abhängig. Meistens können die käuflichen Testkists nicht zwischen Ammonium und Ammoniak sauber diffenzieren und bedienen sich dazu beigelegter Farbtabellen, um das Ammoniak über Bezugstabellen zu bewerten. Ich weiß daher nicht, was der JBL-Test aussagt bzw. tatsächlich an Messwert liefert.

    Hier noch ein interessanter Link dazu.


    Anhand der Tabelle kannst Du sehen, wieviel Ammonium / Ammoniak theoretisch entsteht:

    Man kann aus der Tabelle ablesen, dass z. B. bei einem pH von 7 und einer Temperatur von 26 Grad C nur 0,6 % Ammoniak vorliegt, bei einem pH von 9 und 26 Grad C jedoch bereits ein Wert von 37,83 %
    (Quelle: http://www.neuville.de/html/ammonnium_-_ammoniak____.html</a>)

    Man kann den Wert auch berechnen, die Formel findet sich hier:
    http://www.aquakulturtechnik.de/Lexikon/a/ammonium.htm

    Hallo Paul,

    hier sprichst Du in der Tat ein Problem der Quarantänehaltung an. Immer wenn man Mittel gegen Bakterien in das Wasser gibt, dann helfen sie nicht nur dem erkrankten Fisch, sie schädigen auch die im Quarantänebecken erwünschte biologische Filterung. Daher gibt es hier nur wenige Möglichkeiten, um die richtige Balance zu halten:

    1. Ich habe immer biologisches Filtermaterial aktiv auf Vorrat liegen, d.h. ich betreibe in einem MW-Fisch-Becken einen sog. Hamburger Mattenfilter . Dahinter liegen immer einige Dutzend biologisch aktive Filtermattenstücke, auf die ich jederzeit zurückgreifen kann, sollte mir der biologische Filter abgestorben sein.
    2. Während einer gegen Bakterien gerichteten Behandlung nur gezielt und sparsam füttern. Futterreste und Kot absaugen. Das vermindert die Entstehung von Abbauprodukten.
    3. pH-Wert stabilisieren und puffern. Siehe auch hier: http://reefdreams.de/info_4.html
    4. Von der Firma Söll gibt einen Dauer-Ammoniakalarm - siehe Link -

    Söll Ammoniakalarm

    Hallo Malte,

    der Knallkrebs unterhält ein Tunnelsystem im Korallensand und ist immer nachts unterwegs auf Nahrungssuche. Dazu kommt er dann auch an die Oberfläche. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Grundel den Krebs nicht füttert, sondern, dass sie sogar Nahrungskonkurrenten sind. Der Krebs ist auf die Grundel nicht angewiesen, da er ein sehr erfolgreicher Jäger ist. Er kann z.B. auch Garnelen erbeuten, die wesentlich größer sind als er selbst. In einem Nanobecken ist das Nahrungsangebot natürlich sehr begrenzt. Evtl. kannst Du mit Futtertabletten (z.B. Tetra Tips), die man auch in kleine Teilstücke zerbrechen kann, zufüttern. Ich gebe ab und zu eine 1/2 Tablette vor den Höhleneingang meines Alpheus randalli nachdem die Beleuchtung aus ist. Dann machen sich sofort die Borstenwürmer darüber her. Kurz darauf hört man es einige Male "knallen" und der Krebs holt sich seinen Anteil.

    Zitat

    Schaden wird es ja sicher nicht wenn ich das Frofu ein wenig mit Knobi anreichere oder ?

    Hallo Ricardo,

    schaden wird er nicht, sofern das Futter mit Knobi gefressen wird. Es wird hier aber auch nicht viel nutzen.

    Von der Seite sieht die Geschichte auch nicht gut aus - es kann u.U. passieren, dass der Fisch auf dem Auge erblindet bzw. das Auge verliert. Es wäre schön, wenn Du uns hier über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten würdest. Hoffen wir mal, dass es gut ausgeht.

    Hallo Mike,

    zur Unterstützung kannst Du sera ectopur bedenkenlos geben, das schadet auch den anderen Bewohner nicht. Sofern die Wunde nicht eskaliert kommt er mit ectopur und Sanostol wieder auf die "Flossen". Was Du da zuvor als "Parasit/Wurm" beschrieben hast, kann es sich da nicht evtl. auch um einen sich ablösenden Schleimhautfaden o.ä. handeln? Wenn nicht, dann wäre ein gutes Foto sehr interessant für mich. :smiling_face:

    Hallo Ricardo,

    das Foto ist leider sehr unscharf - in der Vergrößerung sieht es aber so aus, als ob das Auge deutlich hervor getreten ist und die trübe Hornhaut kann man auch erkennen. Kein schöner Zustand, zumal man wenig machen kann. Die mögliche Ursache kann von einer inneren bakteriellen oder parasitären Infektion über eine mechanische 'Verletzung der Hornhaut mit nachfolgender bakterieller Infektion bis zu einer Stoffwechselerkrankung zumeist der Nieren reichen. In keinem der Fälle kann man wirklich gezielt helfen. Meistens tritt die Schwellung am Auge nur vorüber gehend auf. Die Trübung auf der Augenhornhaut kann auch wieder verschwinden. Daher kann man leider nur abwarten und die Geschichte weiter beobachten.

    Hallo Mike,

    bei der Nemateleotris decora sieht das nach einer älteren Schleimhautläsion aus. So wie sie im Bild zu sehen ist, schwimmt sie hoffentlich nicht die ganze Zeit - oder ? Ständig zusammengeklemmten Flossen und diese Läsion wären sonst ein Zeichen für eine Infektion durch Ektoparasiten und/oder Bakterien.

    Beim Amblygobius hectori sieht es nach einer frischen evtl. mechanischen Schleimhautverletzung aus, die vielleicht durch den Fang/ Transport verursacht wurde. Solch eine zunächst kleine Verletzung kann bei ungünstigen Bedingungen auch zum Verlust führen, daher sollte man sie im Auge behalten und das Tier optimal ernähren und halten, bis die Wunde wieder abgeheilt ist.

    Da man die Grundeln wohl kaum aus dem Becken bekommt, was wiederum Stress und evtl. Verletzungen mit sich bringt, beschränken sich die Maßnahmen auf die bereits erwähnten Haltungsbedingungen.

    Hallo Marcus,

    wenn die verbleibenden Fische die Krankheit überstanden haben und wirklich alle Parasiten verschwunden sind, dann kannst Du auch hier nach 8 Wochen wieder besetzen. Bei Amyloodinium sollte eine lebenslange Immunität bleiben, bei Cryptocaryon hält sie leider nur einige Monate an. Hier kann es auch passieren, dass einige wenige Parasiten sich z.B. auf den Kiemen in geringem Umfang vermehren ohne dass Du sie optisch wahrnimmst. Daher hatte ich bei meiner ersten Antwort den "Kundschafter" vorgeschlagen. Du setzt nach den 8 Wochen einen neuen Fisch ein, und wartest 1-2 Wochen ab. Wenn er nicht erkrankt, kannst Du mit der Besetzung weiter machen.

    Hallo Marcus,

    nun theoretisch könnten Cysten und Schwärmer von Ektoparasiten sich auch auf Garnelen und Co. anheften, besonders wenn sie vorher in mit erkrankten Fischen besetzten Becken zusammen gelebt haben. Nur sie wird man nicht behandeln, da sie die Medikamente nicht vertragen. Da hilft nur, die Garnelen und Co. ohne Fische mind. 6 Wochen in Quarantäne zu halten, dann besteht keine Gefahr mehr. Daher ist es günstig, wenn man auch kleine Q-Becken vorhält, um diese Tiere abzudecken. Ohne Wirtsfisch sterben die Fischparasiten in dem oben genannten Zeitraum und können sich weder vermehren noch irgendwo lebensfähig versteckt halten.


    Mit MarinOopharm habe ich einige Erfahrungen gemacht und würde es pauschal nicht in jedem Korallenbecken anwenden. Bei Lederkorallen und robusten Arten sicher kein größeres Problem - aber eine Reaktion wie Du sie jetzt siehst ist eine normale Reaktion auf das Mittel. Bei Steinkorallen, Muscheln, Schnecken usw. wäre ich vorsichtig. Es kann schon vorkommen, dass besonders empfindliche Arten das Mittel nicht so gut tolerieren. Meistens erholen sich die Korallen nach einem Wasserwechsel wieder, aber das kann einige Zeit dauern. Es ist immer eine schwierige Gratwanderung, wenn man zuschauen muss, wie die Fische dahinsterben und man noch versucht etwas zu retten. Ich habe bei einigen Mitteln (nicht bei MarinOomed, das habe ich mit den nachfolgend erwähnten Tieren noch nicht getestet), die als verträglich mit "niederen Tieren" deklariert waren, in Testbecken hinterher festgestellt, dass meine kleinen Gänsefußseesterne die Behandlung ignoriert haben, aber hinterher waren die meisten der Borstenwürmer aber vor allem die kleinen Schlangenseesterne und Flohkrebschen zu 100% ausgerottet.

    Easy Life wird die Wirkung von eingesetzten Medikamenten hemmen bzw. die Wirkstoffe binden. Daher kann es nur dann eingesetzt werden, wenn man keinen Medikamenteneinsatz plant.

    Hallo Marcus,

    die Quarantäenzeit sollte 6-8 Wochen betragen, um hier eine große Sicherheit zu haben. Ob man prophylaktisch behandeln sollte, ist nicht so einfach zu beantworten. Bei Wildfängen kann man davon ausgehen, dass relativ viele Fische Parasiten mitschleppen. Leider weiß man nicht, welche Vorbehandlungen die Tiere während ihrer Reise aus dem Fanggebiet über mehrere Zwischenhändler bis zum Einzelhandel erfahren haben. Ebenso wenig kann man die Qualität der Behandlung abschätzen. Es ist durchaus üblich, im Großhandel Fische prophylaktisch gegen Ektoparasiten zu behandeln. Beim nächsten Händler und einem anderen Becken mit anderen Begleitfischen kann eine erfolgreiche Prophylaxebehandlung aber schon wieder obsolet sein, da hier erneut Ektoparasiten aufgenommen werden können.

    Ich betreibe folgende Prophylaxe: Neue Fische werden zunächst volle 8 Wochen in Quarantäne genommen. In dieser Zeit prüfe ich intensiv das Verhalten, die Futteraufnahme, die Atmung, die Schleimhaut, Augen und den Kot ( Farbe, Konsistenz). Während der Quarantäne behandele ich im Abstand von einer Woche mit dem Wurmmittel Praziquantel (z.B. sera med Professional Tremazol), um evtl. Darmparasiten (Würmer) loszuwerden, aber vor allem um evtl. Haut- und Kiemenwürmer abzutöten. Da es hier auch eierlegende Arten gibt, muss die Behandlung nach 1 Woche wiederholt werden, um die neu geschlüpften Würmer abzutöten. Das Mittel ist für Fische gut verträglich.

    Das zweite Mittel gebe ich gegen parasitische Protozoen wie z.B. Cryptocaryon irritans, Brooklynella hostilis und Uronema marinum. Wenn man ein Breitbandmittel einsetzt (MarinOopharm oder Protomarin intensiv), eliminiert man die Protozoen aber auch Amlyoodinium ocellatum, ohne dass man gleich zu Kupferpräparaten greifen muss. Es handelt sich hier noch um Prophylaxe und nicht um die massive Bekämpfung einer fortgeschrittenen Infektionskrankheit, daher kommt man ohne Kupferpräparate aus.

    Die Mittel setze ich nacheinander ein und nicht gleichzeitig. Es ist sicher sehr aufwändig so zu verfahren, aber man wird langfristig mit einem gesunden Fischbestand belohnt.

    Hallo Michael,

    diese flexiblen Wellen sind innerhalb der Isolierung gut mit Schmierfett eingerieben, damit sie leicht laufen. Abgesehen davon, ob man dieses Fett wirklich entfernen kann, würde die Welle nach dem ersten Einsatz schrottreif sein, da das eindringende Salzwasser sehr schnell über Rost zum Totalschaden führt. Ich habe 30 cm lange Steinbohrer mit 8 und 10 mm Durchmesser im Accuschrauber mal zum Unterwasserbohren eingesetzt. Tiefer als 20-25 cm unter Wasser kommt man dann leider nicht, weil es kaum längere Bohrer gibt und man kann nur senkrecht bohren. Die einzige Gefahr, die dabei existiert, wurde auch schon beschrieben: Verkeilt sich der Bohrer im Gestein, dann schleudert plötzlich der Stein umher. Meistens sind die Riffsteine aber so poros, dass sie eher zerbröseln als echten Widerstand zu bieten. In Baumärkten gibt es aber manchmal auch noch Handbohrmaschinen mit einer Kurbel. Die kann man mit Alkohol und Spülmittel im Antriebszahnkranz entfetten, gut abspülen und damit kann man dann mit beiden Händen (!) unter Wasser gut bohren. Die Drehzahl läßt sich dann auch ganz leicht "dosieren". Hinterher gut mit Trinkwasser abwaschen, sonst rostet es wieder und der Bohrer ist über Nacht Schrott. Viel Erfolg! :thup

    Hallo Marcus (dieses Mal richtig mit "c") :),

    wenn Du die Quarantäne konsequent und damit extrem sicher praktizieren möchtest, dann hast Du natürlich Recht mit der Anmerkung, dass bei der Quarantäne von Korallenablegern aus Fischbecken mehr Licht gefordert ist. Ich unterhalte immer 2-3 Quarantänebecken, da ich nie wieß, was ich wann mitnehme und in welchem Zustand die Tiere sind. Oft dienen diese Becken auch als "Zwischenlager" für höhere Algen oder Ableger. Man muß halt aufpassen, welche "Vorgeschichte" das Quarantänebecken hat. Wenn dort mal Kupfer zur Behandlung eingesetzt wurde, reicht ein Teilwasserwechsel nicht aus, um danach Korallen einzusetzen.

    Ein Q-Becken muss auch nicht immer 1m Länge oder mehr haben. Mit dem 60 cm Becken könntest Du z.B. kleine Fische durchaus eine begrenzte Zeit in Qurantäne halten. Und wie Du es beschrieben hast, so ist es in der Praxis dann auch - die meisten "Großfischarten" kauft man als kleine Jungfische. Schwierig wird es mit nur einem Becken immer dann, wenn man wiederholt innerhalb einiger Wochen Fische nachkauft und die Quarantänezeit der zuerst gekauften Fische noch nicht beendet ist. Dann beginnt im Prinzip die Zeit wieder von vorn zu zählen. Meistens werden dann aber die "alten" Insassen unbedacht sofort ins Hauptbecken gesetzt, um Platz für die Neuankömmlinge zu schaffen. Das birgt dann gewisse Risiken.

    Hallo Markus,

    das ist natürlich sehr bitter, was Du da gerade durchmachst. Wenn so viele Fische innerhalb von nur einer Woche verenden, dann spricht das eher für Amyloodinium ocellatum als Erreger - natürlich nicht ausgeschlossen, dass dabei sichtbar auf den Fischen sich zusätzlich noch weiße Pünktchen (Cryptocaryon irritans) tummeln. Ein reine Cryptocaryon irrtians - Infektion wirkt eigentlich nicht so schnell tödlich für so viele verschiedene Fischarten, da braucht dieser Erreger schon einige Wochen, um sich ausreichend zu vermehren.

    Aber was auch immer den Tod in das Becken gebracht hat, wichtig ist jetzt, dass die Erreger erst einmal wieder verschwinden. Alle restlichen Fische müssen symptomfrei (ohne Pünktchen) sein und selbst dann kann es sein, dass auf den drei verbliebenen Fischen sich die Parasiten weiter in sehr geringer Anzahl aufhalten, ohne dass man sie direkt optisch wahrnimmt. Nur wo Fische leben, überleben auch die zwei oben genannten Parasiten. Die überlebenden Fische entwickeln während der Infektion Antikörper gegen die Erreger und sind dann einige Monate bis Jahre bzw. z.T. auch lebenslang geschützt, je nach Erreger und Fischart. Daher ist es jetzt erst einmal wichtig über viele Wochen keine neuen Fische mehr dazu zu setzen. Die genauen Wartenzeiten kannst Du in den Fachartikel über die oben verlinkten lateinischen Bezeichnungen finden.

    Parallel kannst Du ein Quarantänebecken aufbauen, sofern Du dafür Platz hast. Ich verwende gerne die im Handel erhältlichen Becken mit den Standardmaßen 100x40x40 cm, die es z.T. für unter 50€ in Zoo- und Gartenmärkten gibt. Die Ausstattung kann sehr einfach gehalten werden. Ein Eheim-Aquaballfilter und ein Stab-Heizer - viel mehr benötigt man nicht. Hier kann ruhig ein biologischer Filter eingesetzt werden, da wir "Schadstoffe" aus dem Proteinabbau nicht fürchten müssen. Bodengrund sollte man nur sehr wenig und dünn einsetzen, da man ihn nach einem potentiellen Medikamenteneinsatz (Kupferpräparate+Farbstoffe) evtl. öfter verwerfen muss. Es fehlen noch einige Lochsteine als Versteckmöglichkeit und evtl. noch eine Plexiglasscheibe aus dem Baumarkt als Abdeckung. Licht spielt hier eine völlig untergeordnete Rolle - schließlich sollen hier keine Korallen wachsen. Eine einfache Energiesparlampe mit 15 oder 20 Watt reicht. In dem Becken kann die neuerworbenen Fische gut beobachten, füttern und evtl. behandeln.

    Bevor Du dann wieder besetzt, würde ich zur Sicherheit einen "Kundschafter" einsetzen, der dann bald anzeigt, ob noch aktive Erreger im Becken bzw. auf den Restfischen vorhanden waren. Erst wenn dieser Test gut verläuft, kannst Du über Quarantänehaltung abgesicherte Fische wieder nachsetzen. Natürlich kostet das sehr viel Zeit - aber es lohnt sich immer diese Zeit zu investieren.

    Hallo Martin,

    zunächst einmal erkennt man unzweifelhaft eine ausgeprägte Cryptocaryon irritans-Infektion. Die Parasiten haben sich sogar mehrfach in der Augenhornhaut eingenistet.

    Die Geschichte am Maul sieht schon dramatischer aus. Der "Papageienschnabel" des Kugelfisches ist z.T. bereits freigelegt und nicht mehr vollständig mit Gewebe und Haut bedeckt. Hier ist irgend ein nekrotischer Prozess im Gang, der langsam aber sicher das umliegende Gewebe zerstört. Ohne weitere Untersuchungen würde ich mal auf eine bakterielle Infektion tippen, hervorgerufen durch Bakterien, die die Amerikaner so treffend "Flesh eating bacteria" nennen. Irgendwann wird die Haut, die die Nekrose noch bedeckt aufbrechen und das rohe Fleisch wird sichtbar. Hier helfen langfristig nur Bäder im Quarantänebecken mit einem antibiotischen Mittel über mehrere Wochen (z.B. sera bactopur) oder gleich der Gang zum spezialisierten Tierarzt, der dann gezielt Antibiotika verschreiben kann bzw. vorher über einen Abstrich erst einmal feststellt, wer hier am Werk ist ? Dabei kann man dann auch gleich noch C. irritans bekämpfen bzw. alles, was er sonst noch an Ektoparasiten auf dem kugeligen Körper mitführt.

    Wenn der Fisch die Cryptocaryon-Infektion bereits hatte und der Fisch erst vor 3 Wochen gekauft wurde, dann war die Maulnekrose sicher auch schon im Ansatz vorhanden. Warum wird solch ein Fisch gekauft ? Wurde zudem bedacht, dass diese Art ca. 50 cm groß wird, wenn er die Krankheit überlebt ?

    Ein ganz brauchbare Seite für "Fotodiagnosen" gibt es von der Firma JBL - das JBL-Online-Hospital

    Hallo Gerd,


    danke für die Rückmeldung über die weitere Entwicklung. Wenn das Auge jetzt abstirbt, dann war die Verletzung doch größer, als man optisch wahrscheinlich erkennen konnte. Es kann natürlich auch das Ergebnis einer nachgefolgten bakteriellen Infektion sein. Normalerweise kann der Fisch auch mit einem Auge gut leben, er wird sich aber erst daran gewöhnen müssen, daher wahrscheinlich das scheue Verhalten.

    Zitat

    Panacur habe ich bereichts erfolgreich angewendet.
    Flubenol ist in Becken mit Garnelen und Schnecken nicht einsatzfähig da diese das Mittel nicht vertragen.
    Nun zu meinem Gedankengang, währen diese beiden Ferigarzneimittel nicht auch etwas was im Meerwasser angewendet werden könnte?

    Hallo Yvonne,

    Panacur wird auch in der marinen Aquakultur angewendet. Allerdings hat man dort keine kritischen Begleitorganismen. Es gibt eine Bericht aus Schottland, der viele Daten zur Anwendung von Panacur enthält aber auch seine "Schattenseiten" aufzeigt. Je nach Konzentration werden Krebse, Garnelen, Seesterne, Muscheln und Schnecken geschädigt oder sogar abgetötet. Alle sonstigen Würmer - nicht nur die Planarien- werden ebenfalls getötet. Ebenso Flohkrebse und andere Kleinkrebsarten, die evtl. für manche Fische eine wertvolle Zusatznahrung darstellen (z.B. für Pterosynchiropus splendidus). Daher sollte eine Anwendung nur sehr gezielt im Quarantänebecken erfolgen.

    Bericht (engl.)

    Hi Micha,

    im Sinne von - neue Bewohner = mehr Stress im Becken - kann diese merkwürdige Krankheit evtl. begünstigt werden, dass muss aber auch nicht unbedingt sein. Leider gibt es dazu nur wenig verwertbare Literatur. Es fällt aber auf, dass diese Krankheit sehr schnell wieder abklingt, wenn man die gelben Docs mit einem hohen Pflanzenfutteranteil füttert.

    Hallo Holger,

    das ist wieder die gleiche Krankheit, die sich zuvor optisch mit den blutroten Flossensäumen vorgestellt hat. Sie kann sich sehr unterschiedlich äußern. Mit der gezielten Verfütterung von Pflanzenflocken und der Vermeidung von Frostfutter dürfte sie schnell wieder verschwinden.