Beiträge von Torsten Sause

    Hallo Thomas,

    die Bekämpfung von Cryptocaryon ist eine langwierige Angelegenheit und Fischbrut bieter leider wenig Widerstand. Für derart kleine Fische können bereits 2-3 Schwärmer auf den Kiemen tödlich sein. Mit 4-6 Wochen Therapie musst Du schon rechnen. Allerdings sind Jungfische während der Wachstumsphase nicht die idealen Patienten für eine hier notwendige Medikamentengabe - es kann dabei zu Wachstumsstörungen und anderen Langzeit-Organproblemen kommen. Fischzucht unter derartigen Bedingungen liegt im Grenzbereich - sie sollte immer absolut parasitenfrei erfolgen. Eine weitere UV-Anlage kann hier unterstützen, aber Wunder kann auch sie nicht vollbringen.

    Hallo Friedhelm,

    eigentlich sollte das neue Weibchen erst dazu kommen, wenn das Gramma-Männchen über 4 Wochen durchgängig pünktchenfrei gewesen wäre !? :confused_face:

    Aber noch ist nichts verloren: Die ausgefranste Schwanzflosse ist meistens ein Ergebnis der vorherigen Fangaktion - wenn es keine zusätzlichen Komplikationen gibt, müsste sie schnell wieder regenerieren.

    Wie schätzt Du die Atmung ein ? Sehr schnell, unruhig oder relativ normal ? Die UV-Anlage unbedingt am Becken lassen - sie fängt die neuen Schwärmer ab. Falls noch andere Ektoparasiten auf dem neuen (alten?) Gramma sitzen, hilft leider nur weiterhin Punktol + Futter. Wie lange ist der neue Gramma bereits im Becken bzw. wie viele Tage hat das Weibchen nicht gefressen ?

    Und noch etwas: Behandlungserfolge zeigen sich nicht innerhalb von 3 Tagen, sondern in Wochen. Da ist viel Ausdauer und Geduld gefragt. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass die Grammas nicht weiter an Substanz verlieren und ihre Atmung nicht zu sehr über die Parasiten beeinträchtigt wird.

    Hallo Gerhard,

    es gibt zwar Parasiten im Meerwasser, die gezielt auf die Augen der Fische gehen, aber in der Aquaristik findet man sie nur extrem selten. Und wenn man sie findet, so sind es meistens Endoparasiten, die sich ins Auge verirrt haben bzw. hängen sie bei Importen bereits in Augennähe oder direkt am Auge. Es handelt sich dann meistens um parasitische Krebstierchen (Copepoden). Das bekannteste Beispiel wird beim Grönlandhai gefunden. Dort haben viele Haie einen Augenparasiten, der dann in der Folge zu Erblindung führt (Bild).

    Ich denke nicht, dass es sich hier um einen Parasiten handelt, da er nicht von heute auf morgen auftritt und dann noch in einem MW-Aquarium. Entweder hat sich hier die obere Hornhautschicht nach Kontakt mit einem Gegenstand abgelöst und hängt als Anhängsel jetzt noch Auge oder es ist doch noch ein Fremdkörper, der in die Hornhaut eingedrungen ist. Wie auch immer, wahrscheinlich kann man hier nur abwarten, wie es sich weiter entwickelt.


    Hallo th (Name ?),

    die höhere Temperatur hat nur indirekt etwas damit zu tun, da sie den Entwicklungszyklus des Parasiten verkürzt. Wie groß bzw. wie alt sind die Clownfische ? Falls sie noch sehr klein sind, dann werden sie ohne sofortige Quarantänebehandlung fast alle oder sogar alle an der Infektion sterben. Sofern die Clownfische in eine Anemone gehen (falls vorhanden), ist das ebenfalls eine gute Bekämpfungsmöglichkeit des Erregers. Das Nesselgift der Anemone tötet Crytocaryon ab.

    Woher kommt die Infektion ? Festzuhalten ist, dass sie nicht einfach mal so entsteht, nur weil hohe Temperaturen sind oder sonstige Erschwernisse. Der Erreger muss sich im Becken auf mind. einem Fisch aufhalten. Evtl. in so geringer Anzahl, dass er übersehen wurde. Es kann sein, dass die übrigen Fische im Hauptbecken eine gewisse Immunität gegen den Erreger entwickelt haben und die Infektion bricht nun bei den Jungfischen ohne ausreichenden Immunschutz sofort aus. Bei Jungfischen endet sie unbehandelt fast immer tödlich.

    Mit den Dichteschwankungen kann man die Erreger nur in ihrer Entwicklung etwas verzögern, ohne sie wirklich zu schädigen oder restlos zu beseitigen. Daher würde ich davon abraten. Richtig bekämpfen kann man sie nur mit einer guten UV-Anlage und im Falle der sehr gefährdeten jungen Clownfische mit einer sofortigen Quarantänehaltung (streng getrennt vom Hauptbecken) und eine Behandlung mit einem Mittel gegen Cryptocaryon irritans der div. kommerziellen Anbieter.


    Hier noch zwei Links, die sich mit der Bekämpfung und Natur der Pünktchenkrankheit beschäftigen:

    Cryptocaryon irritans - Weißpünktchenkrankheit

    Sanierung eines Weißkehldoktorfisches mit einer massiven Cryptocaryon-Infektion

    Zitat

    Nur leider wird sein Auge immer dicker. Geht dies wieder zurück, oder was kann ich noch für den Fisch tuen?

    Hallo Sascha,

    bei einem "Glotzauge" kann man die weitere Entwicklung nicht leicht vorhersagen. Wenn sich ein Auge so vergrößert, liegt meistens eine schwerwiegende Erkrankung vor, die durch Parasiten oder eine Stoffwechselstörung verursacht wird. In seltenen Fällen bildet sich das Glotzauge wieder restlos zurück - aber meistens gibt es weitere Komplikationen und der Fisch verendet irgendwann. Behandeln kannst Du da nichts - nur abwarten, wie es sich weiter entwickelt.

    Zitat

    Wie lange muss ich wohl noch warten, bis ich neue Fische dazusetzen kann?

    Hallo Friedhelm,

    um ganz sicher zu gehen, würde ich mind. noch 4 Wochen warten. Wenn in dieser Zeit nirgendwo Pünktchen aufgetreten sind, dann kannst Du einen neues und hoffentlich gesundes Gramma-Weibchen wieder dazu kaufen.

    Hallo Friedhelm,

    ein Foto ist immer gut :smiling_face: - aber ich kann mir den "Schaden" auch so gut vorstellen. Ich habe schon div. Zebrasoma flavescens gesehen, die ihre gelbe Farbe stellenweise in eine eher weißliche Färbung verändert haben. Die Ursache ist bisher unklar. Diese "Pigmentstörungen" können fleckig auftreten oder auch ganze Körperregionen wie z.B. den gesamten Bauchbereich umfassen. Der Fisch sieht dann aus wie ausgeblichen. Alle Versuche, diese Tiere über farbstoffangereichertes Futter z.B. über Carotinoide (Astaxanthin) zu "heilen", waren dabei wenig erfolgreich. Es wurde immer nur die intakte gelbe Fläche weiter farblich aufgewertet. Die bleichen Stellen aber blieben in dem Zustand, in dem sie zuvor waren.

    Die Fische sind vital und gesund und die Verfärbungen beeinträchtigen sie in keinster Weise - es handelt sich eher um einen kosmetischen Fehler und im Handel sind sie dann (fast) nicht mehr verkäuflich.

    Hallo Bernhard,

    im Meerwasser gibt es auch Erreger, die eine "Lochkrankheit" ähnlich der Krankheit bei den Diskus hervorrufen - aber die geht einher mit dem wässrigen und hellen Kot, Verhaltensänderung (dunkel werden, Futterverweigerung, etc.) ist meistens dabei - da hast Du recht. Der braune Kot spricht eher gegen eine massive Endoparasitose.

    Auf den Fotos sieht es so aus, als wäre der Bauch an der weißen Stelle bereits perforiert. Daher habe ich Lymphocystis erst einmal ausgeschlossen. Die hängt nur außen am bzw. im (Flossen)-Gewebe - kann man auf den Fotos so leider nicht erkennen. Evtl. kannst du es live gesehen besser eingrenzen, ob das Bauchgewebe bis nach innen rein bereits zerstört ist ?

    Bei einem Darmverschluss nimmt nur der Bauchumfang enorm zu und der Fisch verendet, ohne dass sich der Verschluß nach außen vorher öffnet.

    Bitte die Entwicklung weiter berichten - evtl. verheilt die Stelle wieder ?

    Hallo Bernhard,

    für mich sieht das nach einem Geschwür aus, welches sich von innen nach außen erstreckt. Nach einer äußerlichen Verletzung sieht das nicht aus. So etwas sieht man meistens nur bei Wildfängen, bei denen eine Endoparasitose besteht, die dann eskaliert und nach außen sich öffnet. Da es sich hier um einen Nachzuchtfisch handelt, ist das eher ungewöhnlich. Die Prognose über den weiteren Verlauf ist schwierig. Behandeln kann man den kleinen Fisch ohne genaue Diagnose (mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe) kaum - eher über gutes Futter und optimale Haltungsbedingungen unterstützen (sind nach deinen Daten wahrscheinlich bereits gegeben).

    Wie sieht der Kot des Fisches aus ? Wenn er weißlich, schleimig erscheint (statt dunkel und fest strukturiert) , dann wäre eine unspezifische Therapie mit dem Wirkstoff 2-Amino-5-Nitrothiazol evtl. hilfreich, sofern man ihn in ein Quarantänebecken setzen könnte ? Dieses Medikament tötet bestimmte Geißeltierchen im Darm von Fischen, die als Erreger der sog. Lochkrankheit gefürchtet sind. Es wäre aber ohne genaue Diagnose lediglich ein Versuch, einen der häufigsten Erreger für ein ähnliches Krankheitsbild auszuschalten. Der Fisch müsste ca. 5-10 Tage in dem Medikamentenbad verbleiben. Bekämpfungsmittel mit dem Wirkstoff bekommt man unter den Handelsnamen JBL Spirohexol , Tetra Hexa-Ex oder sera med Professional Flagellol im Zoofachhandel für ca. 10€.

    Zitat

    Wie lange muss das Quarantänebecken jetzt fischlos stehen, bis die letzten Erreger abgestorben sind?

    Hallo Ingrid,

    sehr schade um die Grammas - da es nicht sicher ist, welcher Ektoparasit bzw. welche Kombination aus Krankheitserregern dafür letztendlich verantwortlich war, würde ich mind. 6 Wochen warten.

    Hallo Mario,

    ein Ozonisator ist nicht zwingend erforderlich und hilft nicht effektiv gegen die Lymphocystis. Malachitgrünoxalat bringt hier ebenfalls nichts - daher würde ich es weglassen.

    Die meisten gekauften Futtersorten sind vor Ablauf des Verfalldatums und richtiger Lagerung (nicht auf/ neben dem Aquarium / in der Nähe der heißen Beleuchtung) bereits vom Hersteller vitaminisiert. Zusätzliche Vitamingaben sind dann meistens unnötig. Korvimin ZVT enthält viele Mineralien und Vitamine. Es ist in dieser Form aber nicht sehr günstig, um es an Fische zu verfüttern (ist eher für Kleinsäuger, Vögel und Reptilien gedacht). Es gibt im Handel spezielle Fischvitaminpräparate, z.B. von sera oder für Humananwendungen z.B. das bekannte Sanostol. Da diese Präparate flüssig sind, kann man sie besser mit dem Futter vermischen.

    Wenn die Tiere ständig Stress haben, wird sich die Krankheit evtl. noch weiter ausbreiten.
    Leben die "Nemos" mit einer Anemone oder haben sie evtl. keinen festen Standort im Becken ?

    Hallo Stefan,

    ich halte auch eine A. maculatus. 1-2 x füttern pro Woche wäre mir schon ein bißchen zu viel Futter. Mein Angler nimmt höchstens einmal pro Woche Futter an und dann legt er manchmal auch Pausen ein, die 10-20 Tage dauern können. Die längste Hungerzeit war 26 Tage. Die Sorge, dass er dabei verhungert, habe ich nicht mehr, seit er dieses Verhalten mehrfach gezeigt hat. Ich habe eher Befürchtungen um sein Wohlergehen, wenn er zuviel frißt. In der Anfangszeit hatte ich mal 20 Glasgarnelen als Futterspeicher für eine Urlaubsreise eingesetzt. Die hatte er nach nur 3 Tagen restlos vertilgt und sah aus wie ein Prallfrosch - danach hat er dann die bereits erwähnten 26 Tage nichts mehr angerührt. Nach größeren Futterfischen ist mindestens 10 Tage Pause.

    Hallo Mario,

    Lymphocystis ist eine sehr lästige, aber selten tödliche Krankheit. Meistens verschwindet sie bei optimalen Haltungsbedingungen (Wasserwerte, Futter, Stressvermeidung) wieder von allein. An den Flossenrändern beginnend kann man sehr harte, kugelförmige Gebilde erkennen. Meistens bleibt die Krankheit ein paar Wochen akut und verschwindet dann plötzlich. Sollte sie sich ausbreiten, dann muss man leider eingreifen. Eine richtige effektive Behandlung gibt es eigentlich nicht. Früher hat man aus der Not heraus, die Flossenränder mit den Gebilden einfach mit der Schere abgeschnitten. Das ist aber nicht tierschutzgerecht und außerdem entsteht an der Schnittkante die nächste Infektionsbasis für die Viren.

    Sera hat seit einiger Zeit einen Behandlungsvorschlag im Internet, den man aber nur im Quarantänebecken durchführen sollte. Erfahrungen damit habe ich selbst nicht gemacht - bei meinen Fischen verschwand Lymphocystis immer nach einiger Zeit von selbst.

    Sera Lymphocystis

    Zitat

    Joe: im allgemeinen kann man m. e. sagen, je größer der fisch, um so älter kann er werden.


    Hallo zusammen,

    Joe hat recht mit der Größen-Alter-Aussage. Grundsätzlich können Fische im Aquarium deutlich älter werden als in ihrem natürlichen Lebensraum. Aber leider sterben viele Fische im Laufe ihres Aquariumlebens an z.B. technischen Defekten, Pflegefehlern, innerartlicher Agression (zu enger Lebensraum im Glaskasten), eingeschleppten Krankheiten, Ernährungsfehlern usw.

    Man wundert sich immer, wenn ein 10 cm Fisch bei optimaler Haltung weit über 10 Jahre alt wird. Derartige Methusalems unter den Fischen findet man häufig in öffentlichen Schaubecken = optimaler Verhältnisse, kein Feinddruck, kaum Pflegefehler.

    Jeder kennt sicher auch die eindrucksvollen Altersvergleiche der Wirbeltiere aus Kinderbüchern, wo z.B. der Karpfen und der Hecht ca. 50-70, die Seezunge sogar 100 Jahre alt werden könnten. Der nachfolgende Link gibt einige Altersangaben von in Aquariien gehaltenen Fischen an, die sicher nicht die max. Lebensdauer widerspiegeln, sondern eher die durchschnittliche Haltungsdauer.

    Alter der Fische

    Hallo Ingrid,

    das ist die Krux mit der korallenverträglichen Dosierung. Was den Korallen nicht schadet, schädigt auch die Parasiten nur wenig. Als Prophylaxe gegen eine evtl. vorliegende unklare Erkrankung im Spektrum Bakterien bis parasitische Protozoen hat es seine Berechtigung. Das Mittel ist besonders für vollbesetzte Korallenbecken "designt" worden. ein echtes Quarantänebecken sollte daher auch nie andere Bewohner mitführen, die dann noch wesentlich sensibler als die eigentlichen Patienten auf derartige Mittel reagieren.

    Ohne Korallen hätte ich sera costamed F bevorzugt, es wirkt deutlich stärker, schädigt aber alle Mitbewohner der Fische. Das Tetra-Mittel würde ich jetzt beim klaren Vorliegen einer parasitischen Erkrankung nach Angaben des Herstellers höher dosieren. Du bist jetzt inkl. Mittwoch beim 5.Tag der Behandlung. 5-7 Tage ist die Empfehlung des Herstellers. Evtl. noch einmal in den verbleibenden 2 Tagen etwas nachdosieren und dann erst den Wasserwechsel und die Aktivkohlefiltration lt. Anleitung durchführen.

    Anwendung MarinOopharm

    Hallo Marion und Dirk,

    das sieht wirklich nicht so gut aus. Die Beule am Bauch ist evtl. ein Geschwür mit einem entzündlichen Prozess, der den Gesamtkreislauf des Fisches bereits beeinträchtigt. Eine Folge davon können die eingetrübten Augen sein. Leider kann man ein derartiges Krankheitsbild nicht behandeln.

    Hallo Marcel,

    ich muss mich allen vorher geposteten Meinungen anschließen. Der Doc ist stark unterernährt und wird in dem Zustand bald nicht mehr zu retten sein. Wenn ich die Vorgeschichte höre, dass einige Neuzugänge ungeklärt verstorben sind und den alten Besatz mitgerissen haben, so liegt die Vermutung nahe, dass hierbei einige Krankheitserreger eingeschleppt wurden. Es müssen nicht immer sichtbare Pünktchen sein!

    Die hellen Flächen auf der Haut sind wahrscheinlich bakteriell verursachte Schleimhautläsionen, die größeren weißen Anhänge im Kopfbereich halte ich für Pilzinfektionen nach mechanischen Verletzungen. Da er bereits auf der Seite lag, ist er extrem schwach und hat nur noch eine sehr geringe Chance, die nächsten Tage zu überleben. Nun, was kannst Du (noch) tun ?

    1. Stress vermeiden - der Fisch darf nirgendwo eingesperrt oder hinter Gitter gesetzt werden. Wenn er sich nicht mehr gegen die Strömungen behaupten kann, hilft nur noch ein Quarantänebecken - wenn das nicht möglich ist, sehe ich keine Überlebenschance mehr für ihn.
    2. Füttern, füttern, füttern - er muss sehr viel fressen - Kotabgabe kontrollieren - der muss dunkel und fest sein. Sollte er nicht mehr gut fressen, ist der Kampf bereits verloren.
    3. Behandlung im Q-Becken mit MarinOopharm. Im Hauptbecken unter den gegenwärtigen Bedingungen zwecklos.

    Hallo Ingrid,

    wenn Du im Quarantänebecken auch Korallen hast, würde ich mit Tetra MarinOopharm behandeln. Dabei kommt es erfahrungsgemäß kaum mal zu Verlusten, auch wenn das Mittel erst einmal das Wasser stark einfärbt. Berhandeln würde ich gleich, nicht erst dann, wenn Pünktchen sichtbar sind. Das Scheuern an Gegenständen ist ein Hinweis auf Ektoparasiten und die zeigen sich nicht immer als Pünktchen.

    Das schwächere Tier muss man im Auge behalten, denn gerade in Q-Becken sind die Platz- und Versteckverhältnisse oft ungünstig und da kann dann leicht das schwächere Tier dem innerartlichen Mobbing zum Opfer fallen. Das wäre dann genau das Gegenteil von dem, was man mit der Quarantäne eigentlich erreichen wollte.

    Zitat

    Werden die Fische das blaue Futter noch annehmen, wenn sie nichts anderes bekommen? Ist die Alternative Ektozon (habe 1 Seeigel, Weich- und Steinkorallen, 1 Prachtkalkröhrenwurm und Schnecken, Einsiedlerkrebse).

    Hallo Friedhelm,

    evtl. musst Du die Dosis an Tropfen aufs Futter reduzieren, alternativ kann man auch Frostfutter damit beträufeln. Die Erfahrungen von Malte sind richtig. Ein gesunder Fisch wird damit fertig, wenn die sich neu entwickelnden Schwärmer über eine leistungsfähige UV-Anlage permanent reduziert werden. Wenn nicht, kommt es zu einer massiven Infektion mit ständig steigenden Pünktchenzahlen.

    Allerdings muss ich in einem Punkt doch noch widersprechen. Diese Parasiten sind nicht "fast überall vorhanden und können jederzeit mal auftreten". Cryptocaryon irritans ist immer an Fische als Wirt gebunden. Wenn er wochenlang keinen Fisch zur Vermehrung mehr hat, gehen alle Vermehrungsformen dieses Erregers zugrunde. Er kann nicht irgendwo auf "bessere" Zeiten warten und kommt dann plötzlich wieder hervor. Er wird dann über neue Fischzukäufe oder Lebendgestein und Korallen aus infizierten Fischbecken eingeschleppt.

    Solange Du die UV-Anlage noch nicht in Betrieb hast, wird die Pünktchenrate eher zunehmen. Bis dahin solltest Du es mit dem Futter noch einmal versuchen. Ektozon tötet den Erreger nicht ab - es ist viel zu schwach in der Wirkung - dafür aber gut verträglich für alle Meeresbewohner :).

    Zitat

    Nun die Frage: Kann man das normale Tetra Aqua Safe auch für Meerwasserbecken verwenden?


    Hallo Friedhelm,

    "normales" Aqua Safe schäumt extrem stark, d.h. der Abschäumer läuft ständig über. Man kann es verwenden, muss dann aber beim Abschäumen sehr aufpassen. Auf dem Bild ist eine Cryptocaryon-Infektion zu sehen, die eine Behandlungszeit von mehreren Wochen erfordert. Sabine hatte Dir den Link dazu bereits gepostet.

    Hier ist ein Bericht zu dem Thema, der zeigt, worauf man sich ohne Quarantänebeckenbehandlung einstellen muss, um die Erreger restlos zu beseitigen.

    Hallo Bastian,

    das sieht nach einer Verpilzung aus. In Richtung des Kopfes am Anfang des weißen Belages ist die Pigmentierung auf dem Foto etwas dunkler, so als ob der Fisch unter den weißen Gebilden eine Wunde hätte - kann man leider schlecht erkennen. Ein gesunder Fisch kommt normalerweise damit klar und die Infektion verschwindet von selbst. Unterstützen könnte man die Heilung mit Ektozon oder sera ectopur. Beide Mittel sind sehr harmlos und schaden anderen Beckenbewohnern nicht - sie wirken schwach gegen Pilzbefall.

    Es könnte auch noch Lymphocystis sein, aber der extrem schnelle Verlauf und die eher "weichen" lockeren Strukturen der weißen Gebilde sprechen dagegen. Es werden auch zunächst überwiegend die Flossenränder befallen - also erst einmal bleibe ich bei dem Pilzbefall.

    Hallo Alex,

    es ist extrem schwierig aus der Entfernung das Problem bei deinem Becken zu beurteilen und dann noch einen Tip abzugeben, der die Ursache aufdeckt. Deine Angaben ergeben bisher jedenfalls keinen Fehler oder Ansatzpunkt für das Fischsterben. Völlig absurd wird die Situation dadurch, dass es offensichtlich Fische in dem Becken gibt, denen es gut geht und die dort auf Dauer überleben. Das mal ein neu zugesetzter Fisch nach wenigen Stunden/ Tagen aus nicht geklärter Ursache verstirbt, das hat wohl leider jeder Aquarianer bereits einmal erlebt. Das aber Fische systematisch neben dem überlebenden etablierten Besatz ohne äußere Anzeichen ständig wegsterben, das ist schon eine sehr rätselhafte Geschichte, die ich so in über 30 Jahren Aquarianerpraxis noch nicht erlebt habe.

    Ich möchte Dir auch keine Illusionen hinsichtlich "faulender" Stellen unter Steinen machen. Wenn eine Schwefelwasserstoffvergiftung auftritt, dann sind immer alle Fische betroffen und alle zeigen deutliche Vergiftungssymptome. Wasserparameter kann man natürlich analysieren lassen, aber auch hier kann ich nur dazu sagen, solange man nicht weiß, wonach man genau suchen muss, enden diese Analysen nicht selten mit völlig unauffälligen Datenreihen, die Dich hinterher auch nicht schlauer machen. Das gilt im Prinzip auch für die Obduktion toter Fische. Evtl. ergibt der Befund z. B. "Tod durch Ersticken". Was leitete man davon dann ab ? Das Becken ist gut belüftet, allen anderen Fischen geht es gut ?

    An einen speziellen Krankheitserreger glaube ich nicht. Sicherlich mag es , so wie Sabine es angedeutet hat, restistenten Fischbesatz in einem Aquarium gegen Ektoparasiten oder Bakterien geben, aber dann würden die Neuankömmlinge zumindest doch von der Krankheit befallen und würden Symptome zeigen und nicht einfach mehr oder weniger symptomlos versterben.


    Also wie kannst/ solltest Du weiter machen ?

    Ich finde den Ansatz von Christoph nicht schlecht. Noch einmal systematisch das "System" Meerwasseraquarium auf Schwachstellen durchleuchten. Dann regelmässige Wasserwechsel als Prophylaxe gegen einen "Feind", den man nicht kennt. Dann nach einigen Wochen erneut mit einem "Testfisch" beginnen. Ein möglichst kleiner Fisch, den ich in einer Schwimmschule ins Becken setzen und beobachten würde. Parallel dazu ein kleines Zweitbecken bereit halten, um ihn jederzeit herausnehmen zu können. Du kannst dabei auch einige Experimente machen, z.B. den Fisch auch zuerst in das Zweitbecken setzen und es ausschließlich mit dem Meerwasser aus dem Hauptbecken auffüllen. Wenn er dort eine Woche überlebt, dann liegt es schon mal nicht unbedingt an der Wasserqualität. Evtl. ergeben sich noch mehr Ansätze, die man testen könnte. Was Du hier gerade erlebst, ist sicher ein Grenzfall der Aquaristik und kein Forenuser kann reflexartig eine bereits fertige Lösung präsentieren. Da hilft nur ein systematisches Vorgehen mit parallelen Aufzeichnungen und viel Ausdauer. Sorry, mehr kann ich Dir im Moment dazu nicht raten.

    Zitat

    Wie soll ich nun fortsetzen, erstmal weiter beobachten und schauen ob es nochmal fadiger Kot ausgeschieden wird?

    Hallo Moritz,

    ich würde die Behandlung noch einmal wiederholen - dann weiter beobachten und falls nicht besser ggfs. nochmal behandeln. Es dauert eine Zeit, bis man die "Probleme" entsorgt hat.

    Hallo Moritz,

    ich würde die begonnene Therapie mit dem PreisColy erst einmal fortsetzen und den Verlauf beobachten. Alle "härteren" Mittel (z.B. Praziquantel - Tremazol) könnten wiederum nur im Quarantänebecken angewendet werden. Solange die Fische gut fressen und wohlgenährt bleiben, kann ihnen nicht viel passieren.

    Hallo Dirk,

    das Auge von deinem Hamletbarsch sieht sehr dramatisch aus. Auf dem Foto sieht es so aus, als ob die äußere Hornhaut bereits in der Mitte perforiert ist und ein blutiges Stückchen der Hornhaut darunter hängt. Das kann eine massive mechanische Beschädigung (Stachel, Spitze, etc.) sein bzw. in seltenen Fällen auch ein Augenparasit, der über diesen Weg nach außen gelangt. Wenn dazu das andere Auge zum Glotzauge wird, dann deutet das auf eine schwerwiegende innere Infektion bzw. auf Probleme mit dem Wasserhaushalt des Fisches hin. Behandeln kann man das nicht - ich finde die Häufung aber auch etwas merkwürdig. Allerdings haben wir hier unterschiedliche Krankheitsbilder an den Augen.

    Hallo Moritz,

    solange die ocellaris gut fressen und vital erscheinen, würde ich mir erst einmal keine Sorgen machen. Beobachte die Fische weiterhin, wenn sie ihren Kot abgeben. Bei der Fütterung mit Flockenfutter (+Frostfutter) müsste der Kot bald dunkel und fest werden. Ein glasiger oder weißer, fädriger Kot ist immer ein Alarmzeichen, das hier im Darm etwas nicht in Ordnung ist. Wenn ein Fisch aussschließlich einen derartigen Kot zeigt, dann ist er meistens auch schon sehr abgemagert und zeigt noch weitere Krankheitsanzeichen.
    Also weiter beobachten. Wenn der Kot so dünn und weiß bleibt, dann melde Dich noch mal. Evtl. müsste man dann gegen Endoparasiten behandeln (über das Futter).

    Hallo Christina,

    leider ist die innerartliche Agression auch ein sehr häufiger Grund, warum Fische im Aquarium sterben. Wenn ein bereits erkranktes Tier von einem Partner dominiert und wiederholt gebissen wird, kommt es leicht zu bakteriellen Folge-Infektionen. Hatten beide Fische ausreichend Raum und Versteckmöglichkeiten ? Ein zu kleines Q-Becken kann dann auch das Gegenteil mit verursachen, was man eigentlich erreichen möchte.

    Costapur wird im Meerwasser leider ziemlich schnell unwirksam und muss daher regelmässig nachdosiert werden. Ich würde so vorgehen: alle zwei Tage einen Teilwasserwechsel durchführen, je nach Beckengröße 10-30% der Gesamtwassermenge, und dann das Costapur aber doppelt kompensieren, d.h. für 20-60% der Gesamtwassermenge nachdosieren. Wenn der andere Gramma außer den Pünktchen nichts weiter zeigt, würde ich das Baktopur nicht weiter einsetzen.

    Den Filterschwamm musst Du erst nach dem Auftreten von Ammoniak bzw. Ntrit wechseln = regelmässig messen beim Einsatz von bactopur. Daran denken, dass das baktopur erst nach 3-4 Wasserwechseln wieder so stark verdünnt ist, dass es Filterbakterien nicht mehr schädigt. Daher ist beim Auftreten von Ammoniak/ Nitrit ein größerer Wasserwechsel nötig.

    Hallo Ingrid,

    nun, ich bin eine Anhänger der Quarantänemethode, da ich inzwischen so viele Geschichten über Nachkaufbesetzungen kenne, die ganze Beckengesellschaften infiziert und dezimiert haben.

    Wenn die Tiere absolut parasitenfrei sind, bekommen sie auch auf dem Transport keine Pünktchen. Wenn aber nicht, dann werden sie aufgrund des Transportstresses geschwächt und die Erreger können sich ausbreiten.
    Meistens setzt man die Neuankömmlinge in ein bereits gut besetztes Becken mit einem hohen persönlichen und finanziellen Wert. Wenn dein Becken so ausgestattet ist, dass es eine Infektion abfangen könnte (starker UV-Brenner im Dauerlauf), dann ist es immer noch eine Riskoentscheidung.

    Dein Quarantänebecken halte ich für eine Quarantänehaltung für die zwei Barsche geeignet. Allerdings hast Du zu recht darauf hingewiesen, dass das erneute Herausfangen ziemlich stressig für die Fische und für Dich wird. Es gibt sehr viele Verstecke, was für die Eingewöhnung gut ist, beim Fangen aber sehr lästig wird.

    Ich füttere meine Fische in der Eingewöhnungsphase meistens nur aus dem Kescher. In 6-8 Wochen Quarantänezeit gewöhnen sich die Fische daran und schwimmen freiwillig in den Kescher. Am Anfang dauert es immer etwas, bis sich das Mißtrauen gelegt hat. Das Umsetzen in anderes Wasser ist immer noch Stress, aber eine Pünktcheninfektion ist auch Stress für den Fisch und der hält über Wochen an.

    Hallo Christina,

    die Pünktchen werden ausschließlich mit dem costapur bekämpft. Danach kann man sicherheitshalber noch bactopur einsetzen, wenn die Schleimhaut stark geschädigt erscheint bzw. z.B. Anzeichen für eine Flossenfäule vorhanden sind . Meistens geht aber der Heilungsprozess der Schleimhautschäden einher mit der Reduktion der Pünktchen. Die Bekämpfung der Pünktchen kann 6-8 Wochen dauern, bis sie vollständig verschwunden sind.

    Wenn man während der Pünktcheninfektion den Eindruck hat, dass die Flossenränder stark ausfransen und die Schleimhaut immerzu milchig trüb aussieht (ebenso die Augen), dann sollte bactopur gleichzeitig verabreicht werden. Der Warnhinweis des Herstellers bezieht sich auf die allgemeine Möglichkeit von Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Mitteln. Ich habe die Kombination bereits häufig eingesetzt und keine negativen Auswirkungen auf Fische gesehen.

    Hallo Gunnar,

    die Bilder sind leider etwas unscharf - aber das sieht mir nach einer Lymphocystis-Infektion aus. Das ist eine Viruserkrankung, die ein Riesenwachstum der befallenen Zellen verursacht. Bei guter Pflege verschwindet die Krankheit meistens wieder von selbst. Oft hängen diese weiße Knötchen am den Flossenrändern, können aber auch an anderen Stellen auftauchen. Falls es nicht besser wird, kann man sie evtl. mechanisch entfernen, ohne den Fisch zu verletzen. Sie fühlen sich sehr hart an (wie Perlen).

    Link

    Hallo Dirk,

    leider muss ich mich hier Peter und Joe´s Aussagen anschließen. Es hilft hier nichts, irgendwelche Mittel gegen Ektoparasiten in das Wasser zu geben. Mit der zusätzlichen Vitamingabe hast Du bereits alles getan, was man als Aquarianer in solchen Fällen tun kann.

    Der Fisch leidet z.Zt. an einem massiven Unterhautgeschwür. Dabei kann es sich ebenso um eine bakterielle, virale wie parasitär verursachte Infektion handeln - vermutlich von innen nach außen. Der kleine weiße Punkt auf der Wunde, kann evtl. ein Pilz sein, der sich hier als Sekundärinfektion angesiedelt hat (von außen), da hier die Haut bereits abgestorben ist.

    Die Prognose für eine derartige Erkrankung ist schwierig. Es kann mit der Zeit von selbst wieder abheilen, es kann sich aber auch immer weiter ausweiten und schließlich zum Tod des Tieres führen.

    Ein entsprechend ausgebildeter Fachtierarzt könnte eine Gewebeprobe entnehmen und dann aufgrund der Diagnose gezielt mit Antibiotikafutter bzw. einer Gewebeinjektion hier eingreifen. Bei der Größe des Fisches ist das aber eher eine theoretischer Ansatz, der wohl kaum in der Praxis umzusetzen ist. So etwas wird i.d.R. nur bei sehr wertvollen größeren Fischen wie z.B. bei Kois durchgeführt.

    Also verbleibt nur weiterhin den Fisch optimal zu ernähren (Pflanzliche Nahrung, Algen) und Vitamine geben. Bitte den Verlauf weiter berichten.

    Zitat

    Die Pünktchen hatte er aber auch schon im alten Becken :frowning_face:


    Hallo Janine,

    nun ist es natürlich etwas spät darüber nachzudenken, warum Du wissentlich einen kranken Fisch in ein neues Becken gesetzt hast. Spätestens beim Umsetzen wäre die große Chance gewesen, die Pünktchen (Cryptocaryon irritans) in Quarantäne gut los zu werden. Wahrscheinlich haben die anderen Fische (?) - ich sehe einen gelben Doc - keine Symptome und sind auch nicht voller Pünktchen ??? Dann haben sie offensichtlich inzwischen eine temporäre Immunität gegen den Erreger gebildet, nur der Falterfisch nicht. Also, was kannst du jetzt unternehmen ?
    Den ersten richtigen Schritt hast Du bereits mit der UV-Anlage getan. Diese muss jetzt ständig laufen und bis die Pünktchen restlos weg sind, kann es viele Wochen dauern (8-9). Erwarte aber keine Erfolge "über Nacht". Weiterhin empfehle ich Dir dringend die Lektüre der drei folgenden Berichte. Auch wenn es viel Lesestoff ist, so ist doch alles enthalten, was Du jetzt an Informationen noch benötigst.

    Krankengeschichte
    Cryptocaryon irritans
    Herstellung von Medizinalfutter

    Leider kannst Du nur mit Vitaminen + Knoblauch nicht viel ausrichten. Easy Life Halt Parasites ist ein relativ schwaches Mittel, deshalb schreibt der Hersteller auch "Absolut sicher für niedere Tiere und für den biologischen Filter". Leider schreibt er nichts über die Zusammensetzung. Ich würde es hier nicht einsetzen, da es wahrscheinlich nicht ausreichend hilft.

    Hallo Adi,

    UO-Wasser als normales Trinkwasser würde ich nicht empfehlen, da ihm fast alle Mineralien entzogen wurden - destilliertes Wasser soll man schließlich auch nicht ständig trinken. Ich verwende es lediglich zur Gewinnung von Tee-bzw. Kaffeewasser, weil das sehr weiche Wasser Tee- und Kaffe deutlich aromatischer werden läßt und zudem das lästige Entkalken der Kaffemaschine entfällt. Über den Brühprozess wird das Wasser wieder mit Aromaten und Mineralien angereichert und ergibt einen deutlich besseren Kaffe oder Tee als hartes Leitungswasser. Wenn man bereits über sehr weiches Leitungswasser verfügt, kann man sich die UO-Geschichte aber sparen.

    Bei der Verwendung einer UO für die Gewinnung von Tee- oder Kaffeewasser geht es darum, unerwünschte Wasserhärte (Calcium und Magnesium) zu entfernen. Es ist richtig, dass diese UO-Anlagen mit der Zeit verkeimen. Wenn man nun das Wasser in einem Brita-Filtertopf auffängt und aufbewahrt, wird über die dort eingesetzten Filterpatrone mit Silberionen über einen längeren Zeitraum Bakterienwachstum unterbunden. Silberionen sind für uns unschädlich und die Methode wird ebenfalls bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser benutzt (z.B. Mikropur). Da Tee- und Kaffeewasser vor dem Einsatz erhitzt wird, besteht hier kein Risiko - auch wenn der Brita-Filter mal zu lange verwendet würde und inzwischen erschöpft ist.

    Hallo Andreas,

    wenn die Fische, wie Du berichtest, keinerlei der ansonsten typischen Hinweise auf Hautparasiten zeigen und dann in so kurzer Folge versterben, würde ich auch zunächst auf eine Vergiftung tippen. Zeigen alle anderen Bewohner keine Vergiftungsanzeichen (Korallen bzw. niedere Tiere, Garnelen, etc. )???

    Eine Vergiftung kannst Du mit der permanenten Filterung übe Aktivkohle und der Zugabe von EASY-Life abmildern. Teilwasserwechsel sind ebenfalls hilfreich. Bei der Beckengröße dürfte ein Sander-Ozonisator mit 25 mg max. Leistung, der auf 50% läuft nicht zu einer Ozonvergiftung führen - Ozon zerstört ebenfalls Giftstoffe und führt Sauerstoff zu. Wenn aber weder die Korallen noch andere niedere Tiere und ebenfalls Garnelen, Schnecken, etc. hier völlig unbeeinflußt bleiben, ist eine Vergiftung durch z.B. Farbdämpfe, Lösungsmittel etc. auch nicht so plausibel. Die Ceithium cerithium leben zumindest alle noch.

    Das deutet dann doch eher in Richtung einer fischspezifischen Ursache.
    Die einzige Krankheit, die ich kenne, die ebenfalls schnell zu sehr hohen Verlusten führt und dabei aber sehr unscheinbar auf den Fischen daher kommen kann, ist Amlyoodinium ocellatum. Aber die Samtkrankheit hast Du für Dich bereits ausgeschlossen. Sie kommt halt nicht immer sehr plakativ daher und die äußeren Symptome sind nicht immer eindeutig. Die zuletzt vor 14 Tagen eingesetzten Fische sind tot und die Schilderung Flossenklemmen, schnelle Atmung und die Neigung der Fische, sich zu verstecken, sind schon Hinweise in Richtung Ektoparasiten.
    Falls es Oodinium ist, dürfte eine erfolgversprechende Behandlung beim gegenwärtigen Stadium der Verluste zu spät kommen - der Ozonisator würde zumindest die Sauerstoffsättigung wieder verbessern.

    Bzgl. Brooklynella:
    Bei Brooklynella hostilis zeigen die Fische auf der Haut lange weiße Schleimhautfetzen, aber die schwimmen nicht im Becken in Mengen herum. Die Fische sehen in fortgeschrittenen Stadium aus, als ob man ihnen die Haut abgezogen hätte. Würde ich daher anhand der bisherigen Berichte ausschließen.

    Zitat

    Hi, das "Überstehende" sind doch nur die Reste vom Abzug des Silikonklebers an den Kanten, oder nicht? Zur Dichtheit tragen diese Reste doch nicht bei, oder?

    Hallo zusammen,

    die seitlich auslaufenden Ränder einer Siliconnaht sollten auf jeden Fall unbeschädigt bleiben und nicht mit Rasierklingen oder spitzen Gegenstände unterwandert und abgelöst werden. Das kann der Anfang vom Ende werden. Die breiten Flachsäume aus Silicon schützen die eigentliche Verbindungs- und Klebestelle zwischen den Scheiben. Wenn man sie systematisch verletzt siedeln sich alle möglichen Lebenwesen und Biofilme darunter an und man hat bei dem schwarzen Silicon zudem eine schlechte Kontrolle, wie weit es bereits unterwandert ist. Oft passiert es dabei auch, dass man an einer Stelle "im Eifer des Gefechtes" besonders tief in die Naht vordringt und so eine Schwachstelle schafft. Von dem Silicon sollte man immer 1-2 cm Abstand halten und auch nicht auf der Nahtstelle innen z.B. mit rauhen Schwämmen aus der Küche herumwischen. Das schwächt irgendwann die intakte Siliconnaht.

    Hallo Dirk,

    wenn die helle Stelle auf dem oberen Drittel der Hornhaut nicht eine Reflektion vom Licht ist, dann liegt in der Tat ein Schaden am Auge vor. Allerdings sieht der Schaden nicht nach Erblindung aus. Sofern das andere Auge unverletzt ist, müsste er auch tote Stinte usw. erbeuten können. Auf dem Bild sieht es eher nach einer häufig vorkommenden Hornhautläsion durch Berührung mit scharfkantigen Material bzw. Verätzung (Vernesselung) aus. Ein völlig blindes Auge bzw. ein Parasitenschaden im Auge sieht anders aus. Das heilt i.d.R. innerhalb von 2-4 Wochen von selbst wieder aus. Wenn er dazu bisher gut ernährt wurde und gefressen hat, übersteht er diese Zeit ohne Schaden und der Zustand müsste sich permanent verbessern. Bitte Veränderungen (+/-) weiter berichten.

    Hallo zusammen,

    nachdem es anhand der bisherigen Daten und dem leider unscharfen Bild keine genauen Ansatzpunkte für eine einigermaßen exakte Diagnose gibt, würde ich dem Vorschlag von Phillip bzgl. Wasserwechsel + Sauerstoffanreicherung folgen.

    Wenn der ocellaris inzwischen so schwach ist, dass er an der Strömungspumpe "kleben" bleibt, dann besteht allerdings wenig Hoffnung. Es bleibt daher nur ein Versuch.

    Wenn längere Zeit (> 3 Monate) keine neuen Bewohner dazu gekommen sind, spricht das eigentlich gegen eine parasitäre Infektion der Kiemen und der Fisch lebt zudem bereits relativ lange in dem Becken. Da alle anderen Beckenbewohner offensichtlich keinerlei Symptome zeigen, die Atmungsfrequenz evtl. auch gar nicht erhöht ist ("schwerer" bzw. "tief Luft holen" sind für mich hier keine Anzeichen einer stark erhöhten Atemfrequenz), dann liegt evtl. eine auf diesem Fisch beschränkte "Störung" vor, die so leider nicht weiter therapierbar ist ?

    Hallo ?? (ein Name wäre nicht schlecht),

    anhand der Angaben kann man leider nichts dazu sagen. Ein Bild ist immer sehr nützlich und ein paar Daten zum Becken (Wasserwerte, Mitbewohner, wann eingesetzt, Anemone vorhanden, usw.) sind die Mindestangaben, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Das Becken ist übrigens mit knapp 60 Liter für einen Amphiprion ocellaris viel zu klein. In Nanobecken sollte man auch nur Nanofische halten.

    Link zu MARUBIS Haltungsempfehlungen