Beiträge von Oliver Pritzel

    Hallo Robert,

    ja stimmt, so könnte man das meinen wenn man es subjektiv einschätzt.
    Tatsächlich ist der Performance 14.000 plus ein sehr einseitiger Blaustrahler mit einem "Schuß" violett und sonst fast nichts.
    Nicht umsonst habe ich das gemessene Spektrum in meinem Vortrag direkt unter dem Radium Blaustrahler gesetzt. Hier handelt es sich eben um Farbstrahler und nicht um Strahler mit Tageslichtcharcter bei denen mehr oder weniger alle Spektralanteile vorhanden sind. Und wenn eben nur sehr einseitiges Licht abgestahlt wird, kann sich auch nicht viel verschieben, da andere Farbanteile eben gar nicht groß vorhanden sind. Eine Blauröhre bleibt auch immer eine Blauröhre, nur eben mit der Zeit schwächer. Was die "Haltbarkeit" angeht muß man also zwischen Farbstabilität (was bei Farbstrahler eben nicht das große Problem ist) und Lichtstromrückgang unterscheiden. Der Lichtstromrückgang ist übrigens bei Blaustrahler tendenziell immer höher als bei Tageslichtstrahlern. Das hängt mit dem höheren Energiegehalt des Blaulichtes zusammen. Das gilt übrigens für Leuchtstofflampen genauso wie für Brenner. Hier sind der Physik noch grenzen gesetzt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    dass nach 3800 stunden die lichtfarbe nur um 3 % abnimmt ...


    Hallo,

    wie schon weiter oben geschrieben hatte, war die Kelvinzahl bei z.B. einem neuem AB-Brenner 11.700 und bei einem 10 Monate altem Brenner 9500. Das sind schon mehr als 20% bei der Farbtemperatur. Wie hoch die Abweichung bei einem Brenner von BLV oder Gieseman
    wäre müßte überprüft werden. Vermutlich jedoch ähnlich, da es tatsächlich noch keinem Hersteller weltweit gelungen ist eine übermäßige Abnahme des kurzwelligen Strahlungsanteil (z.B. Blau und violett) zu vermeiden. Hier sind der Physik eben grenzen gesetzt. Eine Farbverschiebung um nur 3% nach 3800 Stunden sind leider daher sehr wahrscheinlich eher so zu verstehen, wie es vielleicht Michael schon formuliert hat.
    Auch die sehr unterschiedlichen Lumenangaben von 10.500 BLV zu 14.500 Giesemann konnte bei den Messungen auch nicht festgestellt werden.

    Ich finde es jedoch sehr positiv, dass hier die Angaben mal langsam etwas kritischer betrachtet werden und man nicht alles schluckt, was einem vorgesetzt wird.

    In der Aquaristik sind nach meiner Ansicht kritische Verbraucher wichtiger den je. Egal ob bei Schnelltests, Salz, Technik, Licht etc.
    Dies ist auch der Grund, warum ich die Arbeit einiger hier sehr schätze...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Michael,

    deine Informationen von Osram sind richtig. Manche Hersteller machen nur Angaben bis 7000 Kelvin (OSRAM) andere bis max. 8000 Kelvin (Phillips).
    Angaben von höheren Kelvinzahlen werden von großen Herstellern nicht gemacht und werden auch sowieso nur von Programmen rechnerisch ermittelt.
    Der größte Witz sind eigentlich die 20.000 Kelvin Strahler. Dies sind reine Blaustrahler. Selbst die Programme die eine Kelvinzahl ermitteln streiken hier, da der Farbort (x- und y Kooerdinaten) außerhalb einer Kelvinangabe liegt, da es sich eben um eine klar definierte Farbstrahler handelt.
    Trotzdem kauen aber alle diese 20.000 Kelvin nach, obwohl das eine rein erfundene Zahl ist. Anscheinend lieben viele etwas abstraktes (unrealistische Kelvinangaben), statt die reine Wahrheit (Blaustrahler) und da Du dieses Thema ja auch sehr liebst, hast du ja zumindest auch ursprünglich viel davon gehalten. Wen wundert es da, das dann eine so beliebte Angabe (Kelvin) auch als Marketinginstrument eingesetzt wird.

    Meine gemessenen Spektren findest Du auf Korallenriff.de in meinem Vortrag "Licht ist Leben".

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    Ich kann mir bei Giesemann nicht recht vorstellen, das die ihr Edikett auf einen bekannten Brenner kleben und als neues Produkt verkaufen.

    Hallo Henry,
    so etwas nennt man auch "privat Label" Geschäfte und sind durchaus nicht unüblich. Die Spektren, die veröffentlicht werden, können schon aufgrund der gröberen 5 nm Einteilung (Säulendiagramm) anders oder besserer aussehen, als bei einer kleineren oder genaueren Einteilung wirklich ist. Dies ist durchaus legal, aber eben nicht so genau.
    Die von mir gemachten Messungen sind die unmittelbaren Vergleiche unter den 250 Watt Brennern unter identischen Bedingungen.
    Dies schließt aber nicht aus, das man in der Werbung z.B. den 150 Watt Brenner als Spekrum abbildet, weil dieses Spektrum eben etwas besser aussieht. Dies ist ebenfalls legal und keine Verbrauchertäuschung. Ich hoffe, das deutlich wird, das es teilweise auf Feinheiten ankommt, die der Verbraucher nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt oder wissen kann. Noch deutlicher möchte ich jedoch nicht werden, da es sich ohnehin nicht gehört derart "aus dem Nähkästchen" zu plaudern. Meine Messungen sind jedoch Fakt.

    Viel Grüße
    Oliver

    Hallo,

    schon mal vorab: Dir Reflektoren kommen um die Röhren und die Stifte werden zur Fixierung unterhalb der Röhren durch die Löcher geschoben. Die Halteklammer dient, wie hier schon richtig geschrieben, zur Erdung der Reflektoren. Eine Montage- und Betriebsanleitung werden wir aber jetzt, um Mißverständnisse vorzubeugen beifügen.
    Dies wird auch auf der bald erneuerten HP nachgeholt.

    Die Aufgabe eines Reflektors ist es vereinfacht gesagt das Licht einzufangen und es dort hinzulenken, wo es benötigt wird. Und das möglichst effizient. Wenn die Reflektoren auf den Röhren liegen würden, könnten sich die Röhren gegenseitig anstrahlen (=verlorene Strahlungsenergie) und der Abstrahlwinkel wäre so groß, das viel Licht nicht ins Aquarium gelenkt würde (=schlechter Beleuchtungswirkungsgrad) und ebenfalls nutzlos verloren ging.

    Gerade dadurch das jede Röhre von einem parabolischem Reflektor umschlossen wird, ist es überhaupt möglich die difffuse Strahlung der Leuchtstofflampe, gezielter ins Aquarium zu lenken und somit den Korallen zugute kommen zu lassen.

    Die theoretischen Überlegungen wieviel Licht wohl wieder in die Röhre reflektiert oder wieviel Licht durch die Röhre durchstrahlt sind alle hinfällig, wenn man die unmittelbaren praktischen Messungen hat. Diese sind wie auf meiner HP angegeben und jederzeit reproduzierbar. Entscheident ist immer wieviel Licht bei den Korallen ankommt und hier muß man neben den reinen Leuchtenwirkungsgrad einer Leuchte (Lampe+Reflektor) auch den Beleuchtungswirkungsgrad (Objektbezogen) berücksichtigen. Es nützt recht wenig wenn eine Lampe einen 10-15% besseren Leuchtenwirkungsgrad hat, aber dafür z.b. 10-15% mehr Licht an die Frontscheibe geworfen wird und somit gar nicht genutzt wird. Lichtenergie sollte intelligent genutzt werden.
    Deshalb gibt es auch den Doppelbalken, der mit den Superreflektoren kompromislos auf höchste Effizienz (Material+Form) ausgelegt ist und den Powerbalken der auf höchste Beleuchtungswerte (engere Röhrenanordnung und gezieltere Fokusierung) ausgelegt ist. Jede Leuchte hat je nach Bedarf Ihren Zweck.

    Ich finde es jedoch sehr gut, das Oliver Landwehr dieses Thema hier reingestellt hat. Ich würde es begrüßen, wenn es viel mehr kritische Aquarianer gibt, die mit Ihren Luxmeter (die eigentlich jeder zur kontrolle der Lichstromrückgänge haben sollte) mal ihre Leuchten nachmessen. Hier würden dann viel eklatantere Unterschiede zwischen verschiedenen Modellen deutlich werden und die Aquarianer hätten einen viel realistischeren Vergleich, was die Angaben über Beleuchtungswerte untereinander (Korallentausch?) angeht.

    Viele Grüße
    Oliver

    @KS

    aufgrund der Konstruktion ist dies bisher leider noch nicht so ohne weiteres möglich. Ich bleibe aber natürlich am Ball...

    Wolfgang

    nach der Messe (Interzoo mitte Mai) wird es im Handel erhältlich sein.
    Eine allgemeine Empfehlung kann ich eigentlich nicht aussprechen.
    Entscheident ist jedoch, das man die Leuchtbalken dann näher zur Wasseroberfläche führen kann, ohne das der Reflektor durch die Salzwasserspritzer in der Leistung nachläst. Natürlich Verspritzen bei einem näheren Abstand dann die Schutzfolie schneller, nur diese läst sich natürlich auch wesentlich schnelle und problemloser reinigen.
    Je näher die Lichquelle am Wasser ist, desto besser ist der Beleuchtungswirkungsgrad, was natürlich wieder hilft Energie zu sparen.
    Der tatsächliche Abstand zur Wasseroberfläche ist auch immer vom Lichtbedarf der zu pflegenden Korallen und auf der anderen Seite von der Bereitschaft die Schutzfolie einmal in der Woche abzuwischen abhängig. Wenn mann jedoch statt 20cm nur noch 10cm über der Wasseroberfläche ist, wird der Beleuchtungswirkungsgrad um ca. 20% gesteigert.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Resa,

    bei den Multipowervorschaltgeräten erkennt das EVG z.B. anhand der Lampenspannung, um welche Normlampe es sich handelt und die Lampe wird automatisch normgerecht betrieben. Generelle Nachteile gibt es hier grundsätzlich nicht. Eher nur theoretische Vorteile.
    Allerdings haben bei meinen praktischen Test die Multipowergeräte immer schlechter abgeschnitten. Bei dem Test vergleiche ich die Systemleistung (gesamte Stromaufnahme) zum Lampenstrom (gesamte Lichtleistung). Gerade die höheren Wattagen schnitten hier oft schlechter ab. Deshalb setzen wir z.B. auch bisher keine Multipowergeräte ein.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    was dieses Thema angeht, wird sich demnächst etwas ändern.

    Bei den neuen Supereflektoren wird man neben der Reflexionsfolie bald auch eine 0,5mm Polycarbonatfolie einclipsen können, die dann den gesamten Raum ( Röhre und Reflektorbereich) vor Spritzern schützt. Dadurch werden Spritzer an Röhren und Reflektor der Vergangenheit angehöhren und man braucht nur die flache Schutzfolie, die diesen Raum schließt, abwischen. Röhren und Reflektor brauchen eigentlich nie mehr gereinigt werden. Hierdurch kann man sich dann erlauben, die kompletten Balken wesentlich näher an die Wasseroberfläche zu führen, was sich dann natürlich auch deutlich in der Beleuchtungsstärke zu den Korallen bemerkbar machen wird. Vielleicht hilft dem einen oder anderem diese Info noch bei der Planung...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Oliver,

    neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, halte ich es für extrem wichtig sich die ganze Angelegenheit auch vor Ort anzuschauen und die zuständigen "Schnittstellen" dort zu kontaktieren.
    Gerade die praktische Durchführung führt oft zu Problemen, an die man voher nicht gedacht hat. Diese Erfahrung wurde schon öfter gemacht.
    Ich wäre eventuell auch an eine Zusammenarbeit im weitestem Sinne interessiert und würde mich über mehr Infos (Zielsetzung, Analysen, Budget ...) über Dein Vorhaben freuen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Tom,

    aufgrung meiner Analysen und den Analysen aus Amerika kann man davon ausgehen, das der Megachrom und der BLV-Brenner nahezu identisch sind.
    Das diese beiden Brenner auch tatsächlich von der gleichen Produktionslinie kommen, wird noch zusätzlich durch die identische Bauform inkl. aller Details bestätigt. Dies hatten selbst schon einige Händler erkannt.
    Der AB-Brenner wird z.B. ,obwohl er ebenfalls fast das gleiche Emissionsspektrum besitzt, auf einer anderen Produktionslinie gefertigt, was ebenfalls durch einen Vergleich der Bauform bzw. Details deutlich wird.

    Diese Dinge sind doch aber eigentlich zweitrangig.
    Entscheident ist die schlichte Tatsache, dass diese Brenner alle von der spektralen Lichtzusammensetzung nahezu identisch sind.

    kenny
    leider werden sehr häufig Brenner mit unterschiedlicher Lebensdauer verglichen, was natürlich überhaupt nicht aussagekräftig ist.
    Selbst bei meinem Vortrag hatte jemand den Einwand, das der Megachrom viel heller als der AB sei. In einem persönlichem Gespräch stellte sich dann hinterher heraus, das hier auch ein alter AB gegen einen neuen Megachrom verglichen wurde. Gerade dies Halbwahrheiten führen eher zur unnützen Verwirrung statt zur Aufklärung.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi Thomas,

    da alle Spektren fast identisch waren, könnte das tatsächlich passiert sein. Aber das Emissionspektrum des BLV-Brenners und des Megachrom sind in der Tat kaum zu unterscheiden, wie ja auch die Untersuchung von Sajay Joshi (Seite 13) aus Amerika gezeigt hat. Da die Grafik auf Seite 14 aber auch nicht richtig abgebildet ist, könnte man das beides in einem Abwasch noch korrigieren.

    Mich wundert es jedoch schon ein wenig, das diese Erkenntnis kaum Beachtung findet. Erübrigen sich doch dadurch eigentlich viele Diskusionen, die es hier durch verschiedene subjektive Beurteilungen gab.

    Noch eine kleine ergänzende Info:
    Die Kelvinzahl waren bei allen getesteten Brenner übrigens zwischen 11.650 und 11.800.
    Ein 10 Monate alter AB Brenner hatte 9.500 Kelvin.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Thomas,

    in der heutigen Zeit werden früher oder später alle Dinge aufgedeckt.
    Wer als Hersteller noch denkt das dies nicht so ist, hält entweder seine Kunden für naiv oder ist sogar selber etwas naiv.
    Den Gedanken von Hans-Werner kann ich nur bedingt nachvollziehen.
    Mir wäre es als Spezialist ein Bedürfnis die Dinge richtig zu stellen und sich nicht wie viele zu verstecken und mit den Finger auf andere zu zeigen...

    viele Grüße
    Oliver

    Hi Robert,

    aus lichtechnischer Sicht sind zwei Röhren nebeneinander in einem kleinem Raum reine Stromverschwendung.
    Die Gefahr einer zu hohen Umgebungstemperatur würde die "Leuchtkraft" der Röhren verringern und die Lichtlenkung wäre obendrein nicht sehr effizient.
    Einzelreflektoren führen immer zu einem besseren Leuchtenwirkungsgrad und das sehr deutlich.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    solange die Wasserführung im Abschäumer nicht beeinflußt wird, sind Ablagerungen oder Schwämme eher zu vernachlässigen.
    Wer jedoch seinen Schaumtopf inkl. Schaumrohr häufiger reinigt (z.b. alle 2-3 Tage), hat auf jedenfall eine höhere Gesamtabschäumleistung als bei längeren Reingungsintervallen(z.B. 1xWoche).

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Thilo,

    gut kombiniert Watson. Aber trotzdem denke ich nicht, dass man es so einfach Verallgemeinern kann. Hier spielen sicherlich noch andere Faktoren wie, die absolute Beckengröße, das Verhältnis Grundfläche zu Wasservolumen und natürlich auch die Stärke der organischen Belastung eine Rolle. Fakt ist aber, das eine größere Biomasse auch in der Lage ist mehr Phosphat zu binden. Deshalb würde ich Dir tendeziell recht geben mit der "Bodenhöhentheorie". Deshalb gibt es ja auch Becken, wie von iXware oder Andreas Stein, bei denen Phosphat kein Problem bzw. NN ist. Viele Aquarien stehen meiner Ansicht nach deshalb auch in den ersten 1-2 Jahren so gut, weil nach der Ersteinrichtung die Biomasse (z.B. durch wachsenden Korallenbestand) ständig wachsen kann und somit auch die Phosphateinbindung. Hinterher stößt jedoch das System an seine räumliche Grenzen und damit auch die Möglichkeit einer Steigerung der Biomasse und "Altlasten" oder Phosphatdepots kommen erschwerend hinzu.

    dIXware

    ich halte von den Empfehlungen wie: "einfach viel füttern" inzwischen nicht mehr so viel. Man macht dem empfindlichem Ökosystem durch plözliche organische Belastungen keinen Gefallen. Dies wird schon alleine deutlich, wenn man sich die Nitritspitzen nach eine stärkeren Fütterung mal anschaut. Wenn Du tatsächlich der Meinung bist das eine Phosphatlimitierung vorliegt, würde ich auch erst einmal versuchen gezielt an nur dieser einen Schraube zu drehen. Da aber Phosphat wirklich nur in Spuren vorhanden seien muß, wäre ich mit dem Hinzufügen sehr sehr vorsichtig. Noch besser oder natürlicher fände ich es jedoch kontunuierliche Phosphatproduzenten wie z.B. Fische hinzuzusetzen. Würde mir zumindest besser Gefallen als mit gefährlichen dingen zu handtieren... aber nur ein Gedanke.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Hans,

    ja da hast Du recht. Hier muß man Differenzieren. Eigentlich gibt es nur zwei Wege um den Gehalt an Orthophosphat aus der freien Wassersäule zu verringern.

    1. ich mache dies auf chemische Weise durch Fällung und Adsorbtion oder
    2. ich binde es in zusätzlicher Biomasse.

    Beim Schlammfilter sind es die Algen, wo mit der Ernte der Algen auch Phospor aus dem System entfernt werden. Beim DSB wird definitiv eine höhere Biomasse durch die Vielzahl der Mikroorganismen im Boden geschaffen, wodurch eben auch ein Teil des Phosphates in Biomasse gebunden wird. Im Idealfall könnte durch das zusätliche Plankton aus dem Boden sogar das Wachstum der Korallen (LPS und SPS) gesteigert werden und man darf dann Korallen statt Algen ernten. Zumindest gibt es Untersuchungen, wo man Wachstumssteigerungen durch natürliches Plankton zeigen konnte.
    Ist aber natürlich nur ein theoretischer Ansatz.
    Für entscheident halte ich jedoch, dass man Mikroorganismen den "Lebensraum" zur Verfügung stellt, damit diese sich entsprechend vermehren können und somit wie in der Natur zur Nahrungsergänzung beitragen können. Die so entstehenden komplexeren Nahrungsketten führen zwangsläufig zu einer höheren Biomasse und unterstützen eben auch die Artenvielfalt in einem Aquarium. Und in eingefahren Nahrungsketten findet auch automatisch immer ein Phosphatentzug aus der freien Wassersäule statt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    das interessante am DSB ist doch, dass die biologische Abbauleistung eines Systems passiv deutlich erhöht wird und somit indirekt und schonend zur Stabilisierung eines System beigetragen wird. Ich habe schon vor langer Zeit einmal geschrieben, das es neben der zu Verfügung stehenden Nährstoffe für eine Bakterienpopulation auch immer auf die Summe der aktiven Besiedlungsfläche für Bakterien ankommt. Hier insbesondere auf die Summe der aeroben und anaeroben Besiedlungsfläche zueinander, um letztendlich das Nährstoffmilleu im Becken zu lenken. Viele anaerobe Zonen führen tendeziell zu einem nährstoffarmen Becken. Hier ist es eigentlich fast egal ob dies durch einen Schlammfilter, viel Lebendgestein, Jaubert oder DSB geht, alle schaffe eine große Besiedlungsfläche für Bakterien in sauerstoffarmen Zonen und tragen somit zur Veratmung von Nitrat bei. Das interessante an dieser ganzen Geschichte ist eigentlich, dass durch die Schaffung von großen Besiedlungsflächen für Bakterien man automatisch ein sich selbst regulierendes System hat, welches stabiliesierend auf schwankende Nährstoffbedingungen ist. Dies steht im Gegensatz zu Methoden, wo man durch Nährstoffquellen (z.B. Wodka- oder Zeovitmethode) aktiv in die Bakterienpopulation und somit auch in den Nährstoffhaushalt eingreift. Hier Maßen wir uns an Gott spielen zu können (und wem gefällt dieser Gedanke nicht) und es wird viel zu wenig berücksichtigt, das wir so künstlich eine Verschiebung des Nährstoffmilleus erzwingen, auf das aber das System eigentlich nicht ausgelegt ist. Man muß so zwangsläufig ständig am Ball bleiben. Macht es nicht viel mehr Sinn bestehende Aquariensysteme durch z.B. Refugienbecken oder DSB zu ergänzen, die dann das System in die gewünschte Nährstoffrichtung bringen statt ständig etwas ins Aquarium zu schütten, was zwangsläufig mit Schwankungen im System verbunden ist ?
    Wie viele hatten Probleme, weil Sie mit Phosphatadsober zu drastisch Ihren Orthophosphatgehalt gesenkt hatten oder weil Sie durch das zufügen von Kohlenstoffquellen in eine Nährstofflimitation gefallen sind ?
    Mir gefällt der Kerngedanke des DSB oder auch Schlammfiltersystem jedenfalls sehr gut, weil er im Gegensatz zu unserem Schüttersyndrom viel "narurnäher" ist. Die Bakterien sind die heimlichen Regierer in unseren Aquarien. Wir müssen Ihnen nur die entsprechenden Besiedlungsflächen schaffen, damit Sie ihren Job machen können.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    Und aus der sicht muss man dafür Verständniss aufbringen.

    und umso wertvoller ist es, dass es den Informationsaustausch z.B. auch hier Forum gibt. Ich hatte selber z.B. auch schon öfter einen Vergleich von Leuchten unter identischen Bedingungen angestrebt... vergeblich aber aus gegebenen Umständen erklärlich. Es muß jedoch nicht immer für aufgedeckte und noch nicht aufgedeckte Defizite so traurig bleiben, da auch z.B. neue Hersteller reagieren könnten... und in sofern dürften neue Erkenntnisse auch eigentlich immer auf etwas fruchtbaren Boden stoßen.

    Grüße
    Oliver

    scheinen und besonders hell sein (besser als .....) - angeblich.

    ... und genau diesen Wortlaut wird man von uns so niemals hören. Vielleicht weisen wir auf technische Details hin, mehr jedoch nicht.

    Der Fachmann kann übrigens schnell erkennen, ob es sich bei neuen T5-Röhren um normgerechte Röhren oder um low cost Röhren aus Fernost handelt. Bei den normgerechten Röhren (von z.B. Osram, Phillips, Sylvania, Narva, Ge ...) ist die Lichtenstehung dort wo der Stempel auf der Röhre ist, erst etwas später oder weiter nach innen versetzt als auf der anderen Seite (ohne Stempel). Bei den low cost T5-Röhren aus Fernost hingegen sind (vermutlich aus Produktionskostengründen) beide Enden der Röhren mit gleichen Wendeln ausgestattet. Hierdurch ist der optimale Arbeitspunkt der Röhre jedoch nicht mehr im erhöhtem Temperaturbereich um 30-35 Grad, sondern nur noch im Bereich von 20-25 Grad. In der praktischen Anwendung ist die Temperatur in Leuchten immer erhöht(teilweise sogar 50-60 Grad und mehr), was zur Folge hat das derartige T5-Lampen gegenüber normgerechten Lampen eine noch höheren Leistungverlust bei höheren Umgebungstemperaturen haben.

    Man sollte also bei neuen Röhren darauf achten, das die Lichtentstehung auf einer Seite (dort wo der Stempel ist) etwas nach innen versetzt ist. Nur dann handelt es sich um normgerechte T5- highoutput Röhren und nur dann kommt man auch in den vollen Genuß sämtlicher Spezifikationen die von der führenden Lampenindustrie für T5-Röhren rausgegeben wird.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Jürgen,

    Bei den 90 cm Powerbalken ist ein Abstand von 10cm zu den Seitenscheiben schon optimal. Zumindest geht dann nicht zuviel Lichtenergie auf die Seiten scheiben verloren. Sollte Dei Steinaufbau jedoch hohe Lichtintensitäten an den Seitenscheiben verlangen, so haben wir auch Doppelbalken mit 107cm im Programm. Diese sind bisher nur für 1,20m Juwelbalken gedacht gewesen und kommen aber jetzt als Ergänzung ins Standartprogramm. Egal ob Du Dich nun für den Powerbalken 90cm oder Dopplbalken mit 107cm entscheidest wird es aber an den Seiten zu einem höherem Lichteintrag kommen als Du es voher mit HQI hattest. Bei der Lichtfarbe kannst Du die Blaubetonung natürlich Deinem Geschmack anpassen. Mit einer höher Anzahl an Blauröhren als Tageslichtröhren machst Du jedenfalls nichts verkehrt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Marcus,

    die Frage kann Dir vermutlich niemand konkret beantworten und ich als Hersteller am wenigsten. Aus lichtechnischer Sicht solltest Du jedoch aufgrund Deiner Beckenmaße nicht nur mit einzelnen punktförmigen Lichtquellen über der Beckenmitte arbeiten. Hierbei bekommst du zwangsläufig Schlagschatten zur Front- und Rückscheibe bei 1m Beckenbreite. Wenn Du also auf eine gute räumliche Ausleuchtung Deines Aquarium wert legst, sind die hier schon empfohlenen Ergänzungen zur HQI-Beleuchtung sehr vorteilhaft. Gleichzeitig verbesserst Du das Spekrum und erhöhst auch besonders die Beleuchtungswerte in Bodennähe.

    Aus Sicht der Korallen ist eine reine T5-Beleuchtung nutzvoller als eine HQI-Beleuchtung. Beides führt natürlich zum Ziel. Bei der HQI-Beleuchtung ist der Energieaufwand jedoch etwas höher, um letztendlich die gleichen Photosyntheseraten zu erzielen. Das hängt damit zusammen, dass ein diffuseres Licht besser von der gesamten Oberfläche der Koralle absobiert werden kann als gleichgerichtetes Licht (stärkere Eigenabschattung) und das die spektrale Lichtzusammensetzung mit T5 besser und gezielter in den für Korallen wichtigen Bereich (z.B. Echtblaubereich) gelenkt werden kann. Dies sind die wesentlichsten Aspekte aus der Sicht der Korallen.

    Aus wirtschaftlicher Sicht sind ausgereifte T5-Systeme ebenfalls ökonomischer. Während die Entwicklung hier durch verbesserte Röhren und optimierte Reflektoren nochmals zulegen konnten, ist die Entwicklung bei den HQI Lampen und Leuchten doch weniger rasant.
    Preislich ist die Tendenz bei T5-Röhen auch eher weiter nach unten zu sehen, so das der Preisvorteil bei einem anstehendem Tausch der Leuchtmittel auch hier eher noch größer seien wird.

    Bei der T5-Beleuchtung hast Du jedoch keinen "Kringeleffekt", der für viele unverzichtbar ist. Wie wichtig dieser "Humanfaktor" für Dich ist muß Du Die aber selber beantworten. Gut ist es immer, wenn man sich mehrere Becken mit verschiedenen Beleuchtungen ansehen kann.

    Ich hoffe, ich konnte Dir eine kleine Orientierung geben...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Rüdiger,

    die überarbeitete neue Version unseres Abschäumers hat eine serienmäßige Höhe von 47,5 cm. Da der Schaumtopf aus dem Abschäumer gehoben werden muß, wird eine Raumhöhe von 51cm benötigt.

    Wie gesagt handelt es sich hierbei um unsere neue überarbeitete Version, die jetzt erst kurz vor der offiziellen Markteinführung steht.
    Aus diesem Grund findet man auf unserer HP derzeit noch keine Datenblätter und Produktinfos. Dies wird aber in Kürze dort vorgestellt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Jörg,

    das habe ich auch schon seit einiger Zeit feststellen müssen, da ich etliche Seiten unter Favoriten gespeichert hatte. http://www.reefs.org/library/aquari…e_Articles.html
    Hier findest Du die meisten Artikel wieder. Zumindest bei mir war das so.
    Interessant isind auch die Seiten von diesem online magazine http://www.advancedaquarist.com/issues/feb2002/Feature.htm

    Ich habe demnächst auch einiges Interessantes (aktuelle Spektren von Brenner für Dich)

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Sensay,

    bei meinen Aussagen beziehe ich mich immer auf spektrale Auswertungen (also Messungen) und nicht auf subjektive Eindrücke.
    Letztendlich zählen Fakten und keine Spekulationen, Meinungen und subjekive Eindrücke, die von Mensch zu Mensch verschieden sind.
    Da die letzten Messungen bald gemacht sind, wird man hierzu dann auch einiges Online lesen können.

    Zitat

    Will man ein natürliches Becken, so wie es ein Taucher in 10 m Tiefe sieht musste man 20.000°K Brenner einsetzen.

    In 10 Meter Meerestiefe ist der spektrale Bereich von 425 - 560 nm (also von violettblau bis gelbgrün) sogar relativ gleichmäßig vertreten. Orange und Rot sind weitestgehend ausgefiltert. Eine reine Blaudominanz wie z.B. der Radium 20.000 K findet man erst in Tiefen von 20-30 Meter.

    Zitat

    Die Speziallampen für die Aquaristik mit 10, 12 oder 14.000°C sind schon eine gute Sache, aber zu welchen Preisen.

    Wie gut diese Sache mit den "für die Riffaquaristik entwickelten Halogenmartalldampflampen" wirklich ist, wird bald durch Fakten belegt und hier insbesondere auch auf die biologischen Aspekte eingegangen.
    Gerade die Betrachtung der Brenner "aus der Sicht der Korallen" relativiert die gute Sache leider etwas.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Thilo,

    Laut vielen Tabellen und Grafiken haben T5-Lampen bei ca. 35 Grad Umgebungstemperatur Ihren besten Arbeitspunkt (Quantenausbeute). Dies gilt jedoch nur für eine T5-Lampe, die völlig frei im Raum befestigt wird. Dies ist jedoch nicht praxisnah. Schon die Anwesenheit eines Reflektors verschiebt den Temperaturbereich nach unten(25-30 Grad), da die Luftzirkulation natülich geringer ist als bei einer freien Lampe. Bei mehreren Röhren nebeneinander, was auch eher die Regel seine wird, kommt es durch eine eingeschränkten Wärmeanstrahlung zu einer weiteren Verschiebung nach unten (22-26 Grad). Deshalb haben offene T5-Systeme, wie die z.B. von uns, Ihren optimalen Arbeitpunkt bei 22- 26 Grad Umgebungstemperatur. Ich hatte hierzu auch einmal einen Test gemacht, wo es zu ersten deutlichen Lichtstromrückgängen über 30 Grad kam. Wenn Du T5-Systeme mit HQI kombinierst achte also darauf das die Temperatur nicht über 30 Grad steigt (besser 22-25 Grad) und das der Leuchtbalken nicht von der HQI-Lampe angestrahlt wird.

    Zitat

    Der Wirkungsgrad ist fast so hoch wie bei HIT-Lampen.

    T5 Lampen haben einen höheren Wirkungsgrad als Halogenmetalldampflampen. Generell haben Niederdruck- Entladungslampen (Leuchtstofflampen) einen etwas besseren Wirkungsgrad als Hochdruck-Entladungslampen. Angaben in Lumen pro Watt können bei Lichtquellen (zb. T5 und HQI) ähnlicher Farbtemperatur als Orientierung dienen.
    Viel entscheidender ist jedoch das Gesamtpaket. Jede Lichtquelle ist nur so gut wie die elektronische Ansteuerung und die Umsetzung der Lichtleistung zum Aquarium. Gerade hier konnte die T5-Technik in letzter Zeit noch einen weiteren Schritt vor HQI setzen. Natürlich gilt diese Entwicklung nicht für alle Systeme auf dem Markt...

    Grüße
    Oliver

    Hallo Herbert,

    einen ähnlichen Gedanken hatte ich schon vor zwei Jahren, ist jedoch in der Durchführung nicht ganz unproblematisch (z.B. Stromausfall, Lampenwechsel) und vor allem die Zusatzkosten übersteigen den Nutzen. Dimmbare EVG`s sind mehr als doppelt so teuer als nicht dimmbare EVG`s und dann kommen noch die kosten der Steuerung hinzu...

    Bei den T5-Lampen (Dreibanden mit Tageslichtcharater) kann man tatsächlich nun von einer Nutzlebensdauer (80% Anlagenlichtstromerhalt) von min. 5000 - 8000 Std. ausgehen. Große Hersteller geben sogar noch weniger Lichtstromverluste an. Tatsächlich konnten wir jedoch Messungen machen, die einen Lichtstromrückgang von weniger als 10% in den erste 3000 Std. bestätigen.
    Reine Blauröhren haben immer einen etwas stärkeren Lichtstromrückgang als "Tageslichtröhren". Hier etwa 20-25% nach 2000- 3000 Std. Von daher sollten Blauröhren eher als Tageslichtröhren getauscht werden.

    Der Aquarianer kann neben der Wahl der Leuchtmittel jedoch besonders durch die Wahl der Reflektoren und der Gewährleistung einer nicht zu hohen Umgebungstemperatur der T5-Röhren in der Leuchte entscheidende Prozente in der Lichtgewinnung für die Korallen realisieren. Hier liegen oft die größten Unterschiede...

    Grüße
    Oliver

    Zitat

    Nach vielem rumprobieren wieder auf good old BLV umgerüstet, günstig und supper Wachstum mit blaue Röhren kombiniert schönes Licht.

    Hallo Resa,
    Gerade die Kombination mit der Blauröhre führt zu einem wesentlich besserem Mischspektrum und gleicht somit die Schwächen der meisten Brenner für die Riffaquaristik aus.

    Zitat

    der Performance Brenner von Aqua-Connect ist wirklich ziemlich blau.

    Tatsächlich ist dieser Brenner in erster Linie ein Violettstrahler und keine Strahlungsquelle mit einer Dominanz im Echtblaubereich (440 - 490nm).
    Dies ist teilweise auch schon optisch zu sehen und auch aus biologischen Gesichtpunkten nicht unwichtig.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Sven,

    die Sun pro hat ca. 7060 Kelvin und ist somit etwas "weißlicher" als z.B. ähnliche Röhren wie Osram 860 (6000 K) etc. Trotzdem ist Sie natürlich nicht mit einer Aquablue sp. zu vergleichen, die einen wesentlich höheren Blauanteil besitzt. Aus "Sicht" der Korallen wird sowohl die eine als auch die andere Röhre gegenüber der T8 Standartröhren-Beleuchtung eine deutliche Verbesserung sein und beide Röhren würden die plakative Färbung auch entsprechend unterstützen. Da Du aber 14.000K "vorbelastet" bist, dürfte für Dich vermutlich die Aquablue sp. die subjektiv bessere Wahl sein. Diese Kombination hat sich auch schon bewährt... aber vielleicht bekommst Du auch noch ein paar Meinungen.

    Gruß
    Oliver

    Ups, das waren aber jetzt viele Antworten zur fast gleichen Zeit :smiling_face:

    Hallo Kenny,

    Zitat

    Man kriegt mit Powerbalken vielleicht eine geringfügig höhere Licht / cm² Ausleuchtung, aber auf keinen fall 1/3 mehr wie man es durch die 3. Röhre eigenltich erwarten sollte.

    Tatsächlich sind bei einem Vergleich unter identischen Bedingungen mehr als 55% höhere Beleuchtungswerte unter den Powerbalken zu erzielen. Die verbesserten neuen Superreflektoren verringern zwar die Differenz um ca. 10%, trotdem bleibt aber noch ein deutlicher Unterschied von über 40% übrig.

    Grundsätzlich ist Dein Gedanke schon nicht falsch was die Effizienz eines einzelnen Reflektors angeht(wobei 1/3 Abschattung =120 Grad nicht richtig und stark übertrieben sind), allerdings sollte man neben dem Leuchtenwirkungsgrad einer einzelnen Leuchte auch den tatsächlichen Beleuchtungswirkungsgrad berücksichtigen. Und hier hat der Powerbalken aufgrund des geringeren Lichtaustrittswinkel eine stärkere Lichtbündelung, was im Ergebnis auch zu stärkeren Beleuchtungswerten an den Korallen führt. Es wird im Grunde mehr Streulicht "eingefangen" und dort hingelenkt, wo es benötigt wird.
    Hast Du schon mal ausgerechnet wieviel Licht unnötig an die Glasscheiben geworfen wird ? Entscheident ist immer wieviel Energie ich in ein System stecke und wieviel Licht auch wirklich bei den Korallen ankommt.

    Die Powerbalken sind für tiefe Becken und besonders SPS-Liebhaber gedacht (maximale Beleuchtungswerte) und der Doppelbalken ist für normale Aquarien (maximaler Leuchtenwirkungsgrad) mit etwas höheren Ansprüchen gedacht. So hat jede Leuchte je nach Anwendung seinen Zweck.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Thilo,

    vielen Dank für die Blumen und Deine offenen Worte. Natürlich kann man immer etwas besser machen und die nächsten Projekte, wo es genau um diesen Punkt geht, kommen auch schon bald wieder. Wie langweilig wäre es doch, wenn es keine neuen Herausforderungen gäbe.
    Das "Knattern" bei Deinem Strömungskreisel ist jedoch definitiv nicht normal und wird wahrscheinlich das Resultat irgend eines Schadens sein.
    Schicke Ihn einfach zurück...
    Ich schätze auch, dass Du mit einer stärkeren Pumpe wesentlich zufriedener mit dem Strömungsesultat wärst, aber die Beurteilung des Strömungskreisel (auch Preis/Leistung) ist natürlich nicht meine Aufgabe... und jeder muß entscheiden wie er Ihn einsetzt.

    viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Die Strömung wird tatsächlich in einem Winkel von 40-45 Grad rotierend im Urzeigersinn abgelenkt. Hierdurch kann natürlich keine "sich einkreisende" Strömung mehr entstehen wie man es bei einer starren Strömungsöffnung hat und die Strömung wird subjektiv als geringer empfunden. Ein konfuses und abwechselungsreiches Strömungsbild bedarf immer eines größeren Energieaufwandes als eine gleichgerichtete Strömung, wo sich einkreisende Strömungsbilder ergeben. Letztendlich ist der Strömungskreisel ein einfaches Instrument, der ein abwechselunsreche Strömungsbild unterstützt. Hierbei ist es jedoch sehr vorteilhaft, wenn man über genügend Leistungsreserven verfügt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    Bei aeroben Bakterien im Klärschlamm ist theoretisch folgendes Verhältnis von

    Danke für die Info.
    Bei dem Verhältnis ist eine Phosphorlimitierung natürlich noch eher gegeben und deswegen auch eher die Reduzierung von Phosphat und etwas später erst Nitrat im Aquawasser...

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    Brauche ich die absorbierenden Eigenschaften des Zeolíths, d.h. das Herausziehen des Ammoniums

    Hallo Reinhard,

    genau diese Frage kann Dir nur Dein System beantworten. Wer z.B. 20mg Nitrat aber nur 0,01 mg Phosphat messen kann, wird durch die Zugabe von verwertbaren Kohlenstoffquellen zwangsläufig in eine Phosphorlimitierung steuern. Die Bakterien zehren den letzten Rest an verfügbarem Phosphat auf und auch für die Bakterien wird dann der geringe Phophatgehalt im Wasser zum wachstumsbegrenzendem Faktor.
    Hier kann man auch noch soviel Wodka in sein Aquarium schütten, da die Vermehrung der Bakterien eben durch das geringe Phosphatvorkommen eingeschränkt ist. Zwangsläufig ist auch dadurch die Aufnahme an N in die "Bakterienbiomasse" eingeschränkt.

    Das molares Verhältnis in Algen Biomasse ist nach Redfield C 106 : N 16: P 1. Bei der Bakterienbiomasse dürfte es zumindest ähnlich (ich denke 100: 20: 1) sein. Man kommt also bei der Dosierung mit verwertbarem Kohlenstoff nicht um die Beachtung des Verhältnisses N : P herum.

    In dem Beispiel mit 20mg Nitrat und 0,01 Phosphat macht es z.B. Sinn
    auch amoniumabsorbierendes Material einzusetzen, da dadurch auch das Endprodukt Nitrat eher reduziert wird. Alternativ könnte man natürlich auch in minimalsten Dosen Phosphat hinzugeben und somit den begrenzenden Faktor für die Bakterienvermehrung aufheben. Dadurch steigt die Bakterienbiomasse und somit auch die Einbindung von N was auch eine Reduzierung von Nitrat zur folge hat.

    Wenn ich entscheiden sollte würde ich immer die Verwendung von Zeolith bevorzugen. Was mich jedoch hierbei auch immer gestört hat, waren die stark schwankenden Werte die schon bei dem Wechsel des Zeolithes auftritt. Optimal ist meiner Meinung daher nur die Verwendung von Zeolithe im Bypass mit sehr geringen Durchflussmengen. Man kann so anhand der Durchflussmenge sehr schonend und langsam in das System eingreifen und bekommt vielleicht auch eher ein Gefühl für das richtige Verhältnis für die Korallen. Gleichzeitig ist auch die Effektivität (wie z.b. auch bei Rowaphos) des Materials etwas höher.

    Was die farbsteigernde Wirkung angeht, sollte man das auch etwas differenzieren. Eine Nährstoffarmut führt in erster Linie zu einer geringeren Zooxanthellendichte im Gewebe. Die Korallen werden also heller. Gleichzeitig werden dadurch die korallenspezifischen Pigmente, die hauptsächlich für die Färbung der Korallen verantwortlich sind, nicht mehr so stark von den braunen Zooxanthellen überlagert und deutlicher sichtbar. Das ist aber auch schon alles. Eine Anregung der Eigensynthese dieser Pigmente ist nur mit der Nährstoffarmut jedoch nicht zu erreichen. Tendenziell sogar eher das Gegenteil. Hier sind vor allem andere Faktoren wie z.B. die Lichtbedingungen oder der generelle Zustand (Vitalität) einer Koralle von größerer Bedeutung. Interessant wäre in diesem Zusammenhang, ob die Verabreichung bestimmter Grundbausteine oder Elemente dieser Pigmente zu einer verstärkten Eigensynthese dieser (Farb) Pigmente in den Korallen führt. Nach dem Motto: Wer viel Möhrensaft trink, bekommt auch eine braunere Haut.
    Aber wollen wir das ?

    Gruß
    Oliver

    Hallo Henry,

    aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, bricht die Oberflächenspannung des Wassers zusammen und ist somit generell ein Problem für Abschäumer. Der Abschäumer sollte aber nach etwas Zeit eigentlich seinen wieder Dienst aufnehmen. Zumindest kenne ich das so nach dem Füttern mit Cyclops-eeze.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    1. Vergißt bitte die Angaben in der Literatur. Diese sind aufgrund der
    schnelleren Entwicklung in den letzten Jahren häufig nicht mehr
    "up to date" und führen eher zu Irritierung statt zur Aufklärung bei.
    2. Die Beleuchtungsstärke sollte sich in erster Linie an den Lichtbedarf
    der zu pflegenden Korallen richten. Wer viele Weichkorallen oder
    großpolypige (fluoreszierende) Steinis pflegen möchte, ist mit einer
    blaulastigen schwächeren Beleuchtung z.B. besser beraten, als mit
    maximaler Beleuchtung in Tageslichtcharakter.
    3. Wenn man den Lichtbedarf dann kennt, kann man auch noch die
    geplante Gestaltung des Aquariums in die Überlegung der Art der
    Beleuchtung einfließen lassen. Leuchtstofflampen führen zu einer
    gleichmäßigeren Ausleuchtung und man ist damit auch etwas
    flexibler bei den Stellmöglichkeiten von lichthungrigen SPS.

    Zitat

    Ich muß zugeben,dass ich ein wenig irritiert bin.Eigentlich sollten die T5-Beleuchtung doch tiefer ins Wasser gehen als HQI....

    Das ist auch so. Der Hauptgrund ist hierbei vereinfacht ausgedrückt, das sich die Srahlungsintensität bei einer leuchtenden Fläche weniger schnell im Raum "verliert", als dies bei einer punktförmigen Lichtquelle der Fall ist. Dies ist auch der Grund warum Lars Sebralla etc. in Bodennähe höhere Beleuchtungswerte festgestellt hat als bei Hallogenmetalldampflampen.

    Gruß
    Oliver
    H

    Hallo Michael,

    Zitat

    Das wäre/ist dann ja eine feine Sache und darauf( und auch die Augen einiger) freue ich mich schon.

    Ja, eigentlich ist es auch schon lange überfällig. Die nackte Wahrheit eben. Hauptsache ich muß dann nicht auch wie der Pelikan bei Nemo flüchten :winking_face: Die Analyse und die Spektren wird dann aber jeder sehen können...

    Gruß
    Oliver

    Hallo Michael,

    auch Giesemann wird diesbezüglich wahrscheinlich eine Geheimhaltungserklärung unterzeichnet haben. Zumindest ist dies nicht unüblich. Ansonsten genügt es ja vom Marketing nur mit der Kelvinzahl zu werben, da er anscheinend auch schon häufig gekauft wird.

    Im Rahmen meiner weitern Untersuchungen werde ich aber nun von allen gängigen Brenner für die Riffaquaristik Emissionsspektren machen lassen. Glücklicherweise habe ich die Möglichkeiten dies günstig machen lassen zu können. Ein Emissionsspektrum wird es also bals so oder so geben;-)

    Viele Grüße
    Oliver