Beiträge von Ruediger

    Ich hatte bei der Einrichtung meines letzten Beckens den Tipp bekommen, zuerst Acroporen anzusiedeln und erst, wenn diese sich sichtbar etabliert haben, andere Korallen dazuzusetzen. So wird es wohl zumindest in den Forschungsanlagen gemacht.

    Da ich aber aus einem älteren Becken schon einen großen Haufen Korallen hatte und nicht auf diese - insbesondere die Gorgonien - verzichten wollte, habe ich Acros für mich abgehakt.

    Übrigens gibt es aus der Forschung noch eine Erkenntnis: Je kleiner das Becken, desto schwieriger die Haltung von Acroporen (noch schlimmer wird die Haltung zusammen mit anderen Korallen im kleinen Becken).

    Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Ich hatte immer viele Weich-, Leder- und Hornkorallen neben Montipora, Seriatopora, Stylopora und Millepora und es hat in meinem Becken in all der Zeit nicht eine einzige Acropora länger als einen Monat überlebt. Ich habe es bestimmt 50x versucht mit Fragmenten, faustgroßen Korallen, Geschenken von Freunden oder von der Uni.

    Am Ende habe ich es aufgegeben und diese Korellengattung einfach ausgeklammert.

    Hallo hajo,

    ich habe gerade nochmal die ganzen Bilder meiner (jetzt Inas!) Tomentosus durchgeschaut. Die Fische sind ja wirklich extrem variabel, aber egal wie sehr sich die Zeichnung des Körpers verändert, die Flossen bleiben transparent.

    Ich hätte gern ein Video hochgeladen, wo einer der beiden ständig seine Körperfärbung ändert, aber die Brustflossen bleiben gleich...

    Hi Chris,

    die Antwort ist doch ganz einfach: Du gehst zum Aquarienbauer deines Vertrauens, teilst ihm die Wunschmaße und Auststattung deines neuen Aquariums mit, lässt das Becken von ihm vor Ort aufbauen und verkleben und räumst dann Stück für Stück deine Tiere in das neue Becken, die Fische zuletzt.

    Dann bist du auch dein Red Sea Becken los und kannst dir gleich noch eine Dreambox und einen Hang-On-Ablauf gönnen!

    Dank mir später :winking_face:

    Hallo Werner,

    ich habe meine Masterarbeit in Kiel geschrieben, in der Arbeitsgruppe von Prof. Bosch. Der Modellorganismus an dem ich geforscht habe war Hydra, ein Süßwasserpolyp (evolutionär nicht so weit von Korallen entfernt). Gefüttert wurde mit Artemia.

    Einmal hatte jemand seine blauen Nitril-Handschuhe im Artemia-Aquarium vergessen. Die Folge war, dass alle Artemien eingegangen sind über Nacht. Den gleichen Effekt hatten wir mit den Hydren. Bei den weißen Latex-Handschuhen gab es keine negativen Auswirkungen.

    Also ja, der verwendete Kunststoff hat DEFINITV Auswirkungen auf die Kultur.

    Viele Grüße

    Rüdiger

    Hallo Chris,

    das widerspricht aber gänzlich dem, was in Laborversuchen an verschiedenen Steinkorallen-Arten erforscht wurde.

    Nicht alle Korallenarten absorbieren die gleichen Anteiles des Lichts. Viele Korallen verwerten auch die orangenen, roten oder tiefroten teile des Lichts.

    Deshalb sind Vollspektrum-Leuchten eigentlich allen anderen Leuchten überlegen.

    Es gibt auch Korallen, die unter reinem Blaulicht kümmern, komisches Wachstum zeigen oder eingehen.

    Hallo Ina,

    Schau als erstes mal, ob die Lampe ein Akklimatisierungsprogramm hat, dass sie langsam steigernd auf die gewünschte Lichtstärke hochzieht.

    Sandy hat Recht! Auf jeden Fall erstmal WEIT unter der maximalen Leistung starten! Das Teil hat wirklich viel Power was die PAR angeht. Der Beitrag ist schon älter, aber Daniel Knop hatte mal zu Beginn des LED-Hypes empfohlen, anfangs eine Milchglasscheibe auf das Becken zu legen um die Korallen vor direkter Strahlung zu schützen.

    Das muss man heutzutage nicht mehr, da die Lampen ein Adaptierungsprogramm haben, womit man sie an die starke Strahlung gewöhnen kann.

    Viel Erfolg!

    Rüdiger

    Man Ina, hättest du mal was gesagt!
    Ich habe noch 2x 70 Watt HQI im Keller liegen, inklusive Leuchtmittel, die ich eh wegschmeißen will und eine 6x36 Watt T5 Leuchte, die auch demnächst entsorgt werden soll.

    Zur Not hätte ich dir auch 2x 110 Watt LED von LEDaquaristik schicken können (die hätte ich danach aber gern zurückgehabt, weil ich die noch verkaufen will).

    Falls die Leuchte heute nicht ankommt, sag Bescheid, dann schicke ich dir die Leuchten!

    Ich kann Daniel nur zu 100% zustimmen! Wir haben das vor zwei Jahren auch gemacht mit der Spiegelfolie an den Fensterscheiben. Geniale Sache! Man verliert zwar ein paar Grad im Winter die man zusätzlich heizen muss, spart aber im Sommer unglaublich viel Geld / Strom für die Klimaanlage.

    Wer ein Balkonkraftwerk hat, kommt am Ende fast bei +/- 0 raus (wenn die Sonne scheint, läuft die Klimaanlage, wenn die Sonne nicht scheint, braucht man sie häufig nicht).

    Als Mieter muss man zwar leider auf die ineffizienteren mobilen Klimageräte ausweichen, die sind aber in der Montage günstiger.

    Als Eigentümer hat man ja alle Möglichkeiten offen. Mit einem Luft-Luft-Gerät kann man sogar im Winter noch heizen.

    Viele Grüße

    Rüdiger

    Falls du einen Aufzuchtversuch wagen möchtest, kann ich dir den Bau eines Larvenkreisels aus einer Haribo-Dose sehr empfehlen.

    Zusammen mit einem Luftheber lässt sich da eine wunderbare Kreiselströmung erzeugen, mit dem sich die Larven gut im Futter halten lassen.

    Du brauchst außerdem noch:

    • geeignetes Lebendfutter
    • für das Lebendfutter geeignetes Phytoplankton
    • frisches Meerwasser für den Wasserwechsel
    • Geduld
    • Fsrustrationstoleranz

    Keine dumme Idee, aber wie Sandy schon schrieb, sind Plastiktöpfe keine gute Idee, da sie sich auflösen und dann hast du irgendwann Mikroplastik im Becken und der Riffaufbau ist hinüber.

    Du könntest aber Keramiktöpfe nehmen und seitlich Spalten / Löcher reinmachen. Damit hast du gleichzeitig auch schöne Höhlen für deine Bewohner.

    Viele Grüße

    Rüdiger

    Hallo Ina,

    ich hatte das Problem auch bei meiner T5-Leuchte.

    Ich habe einfach die Glasscheibe abgeschraubt und die Lampe ohne Abdeckung betrieben. Dadurch sind die Lüfter auch quasi nie angesprungen und es war leiser im Raum.

    Hast du die Möglichkeit, die Lampe ohne Abdeckung zu betreiben? Ich vermute, dass es in den Aquarien-Räumen bei dir 1-2 Grad wärmer ist als im Raum wo du getestet hast.

    Viele Grüße,

    Rüdiger

    Hallo Melanie,

    das beste Beispiel für Beckenvolumen vs Schwimmraum hast du hier im Forum.

    Schau dir mal das Becken von hamburg_tt an. Sie haben ein 430cm Becken mit geringer Höhe und Tiefe.

    Die Fische hätten also theoretisch richtig viel Platz um mal richtig Gas zu geben und über die ganze Länge zu beschleunigen. Gleichzeitig können sich in verschiedenen Beckenbereichen einzelne Fischpärchen eigene Reviere einrichten, die von den anderen Fischen dann zwangsläufig durchschwommen werden.

    Dennoch hat das Becken ein eher geringes Volumen, nach dem man eher nur kleinere, schwimmfaule Fische halten dürfte. Von der Länge her könnte man vermutlich auch einen Doktorfisch halten.

    Ich finde dieses Konzept der langen und schmalen insofern interessant, dass man durch das geringe Wasservolumen weniger Probleme mit der Statik im Gebäude hat und im Notfall auch schnell mal einen 100% Wasserwechsel machen kann.

    Ob die geringe Tiefe und Höhe artgerecht ist, darüber lässt sich dann wieder streiten.

    Interessant wäre mal ein kreisförmiges oder ovales Becken ohne die Mitte. So müssten die Fische immer komplett den ganzen Weg schwimmen, um an einen Punkt auf der anderen Seite zu kommen. Simuliert größere Entfernungen bei gleichzeitig geringem Gewicht und geringem Wasservolumen.

    Viele Grüße,

    Rüdiger

    Das Problem bei Meerwasser-Produkten ist doch, dass sie so zuverlässig wie möglich arbeiten müssen.

    Dieser ganze Cloud- / App-Bullshit führt doch bloß dazu, dass man sich weitere Fehlerquellen ins Becken holt, die nicht notwendig wären.

    Alles Hersteller hat meiner Meinung nach die PFLICHT, seine Systeme so sicher zu machen wie möglich. Das schließt für mich auch ein, dass die Geräte auch ohne Internetverbindung fehlerfrei weiter funktionieren.

    Wir haben zum Teil seltene / geschützte / teure LEBEWESEN im Aquarium.

    Deren Überleben sollte oberste Priorität haben und nicht, ob die Geräte nutzlose Funktionen in der Cloud haben oder alles über eine App steuerbar ist.

    Das impliziert nämlich auch, dass der Hersteller dir diktieren kann, wann du neue Hardware kaufen musst - keine Updates mehr für dein Gerät? Geräte nicht mehr durch die App unterstützt? Tja, Pech gehabt, kauf dir ein neues Gerät, egal, ob das alte Gerät noch perfekt funktioniert.

    Das können andere Hersteller besser. Meine erste Tunze Pumpe von 2008 funktioniert immer noch!

    Der ganze Schrott von Red Sea liegt schon lange im Elektro-Müll!

    Hallo Burkhard,

    Wenn zu viel der Kalkmilch in das Aquarium fließt - ist mir einmal passiert - dann kann das Becken am nächsten Tag weiß sein und vieles der Kleintiere hat sich verabschiedet. Fisch- oder Korallenverlust hatte ich nicht. Aber der gesamt Borstenwurmbestand war hie.

    genau das Gleiche ist mir auch mal passiert! Bei mir ging es zum Glück ohne Verluste ab. Interessanterweise haben sich danach zwei SPS Korallen, die ich eigentlich schon abgeschrieben hatte wieder erholt. Ob es damit zusammenhing - keine Ahnung!

    Hallo Ewald,

    Das Kalkwasser läuft bei mir in den Vliesfilter, leider oft nicht ganz klar.

    wenn das Kalkwasser nicht ganz klar ist, muss das nicht von Nachteil sein. Früher hieß es immer, wenn es nicht ganz klar ist, dann ist es ungesund für Fische und Korallen. Das konnte ich aber in all den Jahren nicht bestätigen, sofern die Strömung im Becken ausreichend ist.

    Was mir aufgefallen ist: Wenn ich frisches Calciumhydroxid in den Behälter gegeben habe, hat die (alte) Rückförderpumpe angefangen Geräusche zu machen. Das war aber nach ein paar Tagen wieder vorbei. Woran es lag? Keine Ahnung!

    Sehr gut erklärt Bernd!

    Genau darum geht es. Die Algen werden im Prinzip „ausgehungert“.

    Der hohe ph sorgt für zusätzlichen Stress und sorgt für eine verminderte Aufnahme von Phosphat, Nitrat und Eisen.

    Das kann übrigens jeder daheim im Gemüsebeet ausprobieren.

    Bei zu hohen pH-Werten gehen viele Pflanzen einfach ein.

    Hallo Sandy,

    deine Aussage ist zu pauschal!

    Es gibt verschiedene Arten der Gänsefuss-Seesternchen. Manche ernähren sich omnivor (die meisten), einige sind überwiegend vegetarisch unterwegs. Es gibt auch welche die räuberisch / carnivor leben.

    Viele fressen auch gern Korallenpolypen.

    Einige fressen auch Schwämme (selbst beobachtet!)

    Viele Grüße,

    Rüdiger

    Hallo Chris,

    schlechte Idee! Die "konzentrierte" Lösung ist noch nicht gefällt. Dieser Calciumhydroxid-Brei eignet sich super um Algen oder Glasrosen oder Manjanos zu erledigen, einfach durch den ultra hohen pH-Wert.

    Das Zeug fällt aber auch PO4 aus.

    Gib einfach statt Osmosewasser Kalkwasser hinzu und füll alle 7-10 Tage Calciumhydroxid nach in den Behälter.

    Wenn du Algen direkt "behandeln" willst, kannst du 1-2 10ml-Spritzen pro Tag mit Calciumhydroxid-Brei verwenden.

    Viele Grüße,

    Rüdiger