Beiträge von argonaut

    Es gab mal vor Jahren einen Fall, da hatte eine Charge FM Salz zuviel Jod. Insofern könnte man auch mal prüfen, was Michael oben geschrieben hat. Ihr benutzt beide FM und Jod ist relativ hoch. Liegt schon nahe, das mal abzuklären.

    By the way, FM und Tropic Marin bringen in den nächsten Wochen ein Meersalz heraus, das keinerlei Spurenelemente enthält. Bin mal gespannt, was das kostet, aber die Idee finde ich schon sehr gut. Nicht als Alternative zum normalen Salz, sondern als "Problemlöser".

    Hallo Martin,

    wenn du das Untergestellt behalten willst, würde ich mir ein Becken nach Maß anfertigen lassen. Da kannst du dann auch entscheiden, wo der Ablaufschacht hinkommt, wie hoch das Becken wird usw.

    Allerdings sehe ich dann das Problem, dass du die Korallen und Fische u.U. nicht nur ein paar Stunden wie bei Fabian zwischenhältern musst, sondern deutlich länger. Wenn dann irgendwas nicht klappt, z.B. mit der Verrohrung, dann bist du unter Zugzwang. Ich würde in jedem Fall darauf achten, dass das Zwischenhältern zur Not auch ein paar Tage funktioniert. Also Vorrichtung für Licht, Strömungspumpen, Heizung usw. Nichts ist nerviger als unter Stress irgendwas schnell hinbekommen zu müssen.

    Zum Licht: es gibt so viele Leuchten mittlerweile und es ist schwer, da den Überblick zu behalten. Claude von faunamarin testet seit geraumer Zeit verschiedene Leuchten in seiner Farm. Funktionieren tun sie alle, er gibt in seinen Videos immer mal wieder Updates über vor- und Nachteile. Ich kann da zu nichts raten. Über einem Becken habe ich eine geschenkte China Flächen LED (nur weiße und blaue LEDs). Funktioniert prima für Weichkorallen, LPS und höhere Algen. Ob es für SPS reichen würde, keine Ahnung. Soll heißen: viele Lampen, auch günstigere, funktionieren mittlerweile sehr gut.

    Strömungspumpen: für mich müssen die immer sehr leise sein. Ich hatte schon viele, seit einem Jahr verwende ich die Dupla Marin Silent Waver. Ist glaube ich eher unbekannt, aber die ist leise und macht ordentlich Strömung (habe sie in einem 500 Liter Becken). Kostet auch nicht die Welt. Dann habe ich noch 1-2 kleine Jebao MLW Pumpen. Die laufen schon länger ohne Probleme.

    Nach meinem Verständnis setzt die Fragmentierung nicht den Zähler auf 0 zurück, weil es das gleiche Tier bleibt. Nur eine sexuelle Vermehrung setzt den Zähler auf 0. Ah btw, Korallen sind ja keine Pflanzen 😉

    Die selbe Logik könnte man aber auch bei Pflanzen anbringen. Scheinbar wird da aber der Zähler, z.B. bei der Stecklingsvermehrung, auf 0 zurückgesetzt. Sicher bin ich mir aber auch nicht, daher wäre es ganz interessant, es mal genau zu wissen.

    Jetzt muss ich auch ne kleine Anmerkung anbringen. Korallen haben auch eine Lebenserwartung (wenn auch eine sehr lange), die durch unsere Vervielfältigung der Fragmentierung nicht zurücksetzt wird.

    Das habe ich mich auch immer mal wieder gefragt. Weißt du da genaueres? Es gibt ja so Korallen, wie die Milka, die in der Natur so nicht vorkommen. Die müssten ja schon ewig nur über Fragmentation gewonnen worden sein. Ist wirklich so, dass Korallen eine Art Lebenserwartung haben, auch wenn sie ständig neu fragmentiert werden? Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das bei den meisten Pflanzen nicht so, wenn man Stecklinge macht. Da gibt es keine programmierte Alterung.

    Bin gerade über das hier gestolpert: Sex bevorzugt

    Schon faszinierend, was die beiden machen. "Als effektivstes Pigment identifizierten die Forschenden das Cycloprodigiosin – allerdings nur in einem engen Konzentrationsrahmen. Bei 0,2 µg pro Milliliter induzierte die Substanz eine komplette Ansiedlung der Larven. Lag dessen Konzentration jedoch nur bei 0,1 µg pro Milliliter, siedelten keine Larven auf dem festen Untergrund. Noch erstaunlicher: Bei 0,3 µg pro Milliliter starben alle Korallenlarven binnen 48 Stunden ab."

    Wenn man bedenkt, wieviel Fehlversuche es dabei gegeben haben muss und wieviel Arbeit da drinnen steckt, sind die aktuellen Preise wahrscheinlich sogar mehr als nur angemessen.

    So sehe ich das auch. Ich habe mir ein wenig aufgeregt, weil das eingetreten ist, was zu erwarten war. Naiverweise bin ich davon ausgegangen, dass man in so einer vergleichsweise kleinen Hobby-Gemeinde solche Projekte respektiert, abseits von rechtlichen Fragen und Preisdiskussionen. Nach dem Motto, Lust hätte ich schon auf diese Korallen und gefraggte zu wesentlich niedrigeren Preisen wären eine "Versuchung", aber ich lasse es, um das ganze Projekt zu unterstützen. Sozusagen eine freiwillige Selbstbeschränkung von Händlern, daraus keinen Profit zu schlagen und von Konsumenten, die entweder die Originale kaufen oder es halt sein lassen.

    Das ist ja mehr oder weniger auch das was, Claude ausführlich in einem seiner Videos versucht hat, zu untermauern. Zur Abwechslung stimme ich ihm da mal voll und ganz zu :winking_face:

    Das Projekt als ganzes ist super interessant da es einfach zukunftsweisend sein KANN und ich wollte einfach nur mal hier fragen ob wirklich jemand bereit ist dem aufgerufenen Mondpreis zu zahlen.

    Verstehe ich nicht, fast jeder Shop hat Korallen, die hochpreisig sind, Euphyllias für 200-350 Euro, Acantophylia für 700 Euro usw. Die gibt es alle auch in günstig, aber wie das nunmal so ist, viele suchen das Besondere.

    Zu Argonaut: das ist ehrlich gesagt deren Problem. Wenn man so eine Firma gründet und viel Geld reinpumpt muss man damit rechnen das der Markt irgendwann für Ableger der Nachzuchten sorgt.

    Das hat sich für mich so angehört wie schei... drauf, selber Schuld.
    Aber egal, mich interessieren diese Tiere nicht wirklich was Besitz und Haltung anbelangt und ich werde mir kein scireef Koralle kaufen. Ich wundere mich nur über die Kommentare. Da machen ein paar junge Leute was aus ihrer Leidenschaft und wissenschaftlichen Arbeit und dann wird gefragt, ob die echt sind oder einfach nur überteuert. Oder dass es unsympathisch ist, wenn die nicht möchten, dass sie weitergegeben werden. Oder dass das wahrscheinlich eh nicht klappt, "Mondpreise" usw.

    Man kann in unserem Hobby viel kritisieren, aber bei so was verstehe ich es nicht wirklich. Ich wünsche und gönne denen auf jeden Fall den Erfolg.

    Zu Argonaut: das ist ehrlich gesagt deren Problem. Wenn man so eine Firma gründet und viel Geld reinpumpt muss man damit rechnen das der Markt irgendwann für Ableger der Nachzuchten sorgt.

    Wie gesagt, das wird man sehen. Claude von faunamarin hat da ziemlich klare Worte gefunden. Wenn die Korallen geteilt und weiterverkauft werden, soll es Ärger geben. Wir auch immer das aussehen wird.

    Ansonsten finde ich deine Haltung ziemlich ignorant. Nach dem Motto, ich will das haben, aber nicht zu dem Preis. Und dann haben die halt Pech, wenn der Markt entsprechend reagiert. Denk das mal zu Ende. Wenn die Korallen geteilt und günstig weiter verkauft werden und sich das ganze Projekt nicht trägt, dann war es das halt. Ist die eigene Gier nach Koralle xyz wirklich so wichtig? google mal nach den Geschäftsführern, da geht es nicht nur um Gewinn. Klar muss eine Firma Gewinn machen, aber da spielt halt noch viel mehr rein.

    Burkhart, ich denke nicht, dass die scireef GmbH ein Anhängsel von Tropic Marin ist, sondern eine eigenständige GmbH. Ich kenne die Besitzverhältnisse nicht, aber das nur als Werbeplattform für TM zu sehen, naja...

    Äh, sorry. Aber du steckst viel Zeit und Hirnschmalz in so ein Projekt und dann soll es kostenlos verteilt werden? Das meinte ich mit gesundem Menschenverstand :winking_face: Gegen private Tauschaktionen wird man wohl nichts gegen machen können, gewerblich wahrscheinlich schon. Wobei ich jetzt auch nicht wüsste, wie das genau gemacht wird. Ist mir auch egal.
    Wenn du das Geld hast bzw. ausgeben möchtest, kauf dir so ein Tier. Anderenfalls lass es halt und respektiere es. Es gibt genügend schöne Korallen, man muss keine scireef Korallen haben, um Freude am Hobby zu haben.

    Hi Sandy,

    bin mir da nicht so sicher. Viele Meerwasseraquarianer sind recht gut betucht und kaufen ja jetzt schon extrem teure Tiere. Es wird dafür einen Markt geben, auch im privaten Bereich. Muss es wahrscheinlich auch, denn ob man damit überleben kenn, wenn man nur Institutionen und Spender beliefert, das kann ich mir nicht vorstellen. Der Preis ist mit Sicherheit angemessen. Steckt viel Arbeit = Kosten dahinter.
    Wie oft bei solchen Innovationen kann es auch gut sein, dass die Preise mit der Zeit etwas sinken. Aber darauf würde ich nicht wetten.

    Ich bin gespannt, ob diese Korallen nicht auf Umwegen getauscht werden. Es wurde ja schon angekündigt, dass man gegen kommerzielle Verkäufer, die Ableger machen, vorgehen wird. Aber wenn sich mehrere zusammentun, solche Korallen kaufen und dann untereinander privat verteilen, das wird man nicht überwachen können. Da bleibt nur die Hoffnung auf den gesunden Menschenverstand.

    Ebenfalls gespannt bin ich auf Erfahrungsberichte. Wenn diese Korallen grundsätzlich haltbarer bzw. fehlerverzeihender sind, wäre das auch für den Hobby Aquarianer eine Überlegung wert. Möchte nicht wissen, wieviel 50 Euro Stöpsel von sensiblen Korallen gehimmelt werden. Sind ja "nur" 50 Euro, aber wenn man das mehrmals die Erfahrung macht, läppert sich das auch.

    Den Steinbruchsand mit den schön klingenden Namen fand ich nie prickelnd. Zum einen sind die Sandkörner recht scharfkantig, was manche grabende Tiere nicht so mögen. Was mich an diesem Sand aber sehr stört ist, dass er so schlämmt. Selbst wenn man ihn zigfach ausspült, der Sand schient nie wirklich sauber zu werden.

    Dann hatte ich lange den Aqua Medic Sand, da kann ich Dea nur beipflichten, das war ein toller Sand. Reiner Korallensand aus dem Meer, mit vielen Muschelschalen und 2-3 mal ausspülen hat gelangt.
    Dieser Sand fällt seit geraumer Zeit unter CITES und ist daher nicht mehr erhältlich.

    Als Ersatz für den natürlichen Korallensand gibt es mittlerweile den sogenannten Oolite Sand von Caribsea, mittlerweile führt ihn auch faunamarin (unter dem Namen The Sand). Ich weiß nicht mehr genau, wie er entsteht, aber dieser Sand entsteht immer wieder frisch im Meer. Da er nicht aus Korallen besteht, fällt er nicht unter CITES.
    Ich finde diesen Sand ok, er ist schön rund und das Auswaschen ist zwar etwas aufwendiger als beim Korallensand, aber das geht schon. Für mich die beste Alternative nach dem Wegfall des Korallensands.

    Die Tonga Pearls kenne ich nicht. Schade, dass es da keine Langzeiterfahrungen gibt, vielleicht kann jemand berichten. Es ist reines Calciumcarbonat in Kugelform, dürfte chemisch sehr stabil sein und die runde Form ist auch nicht verkehrt. Wie das dann im Becken aussieht, auch nach Monaten oder Jahren, das würde mich tatsächlich mal interessieren.

    Ansonsten, wie so oft: letztlich ist es hauptsächlich Geschmacksache.

    Ich hatte ja auch noch gar kein großes Test set für Meerwasser.

    Brauchst du auch nicht. Es reichen KH, Calcium (die günstigen von Salifert sind ausreichend) und PO4 und Nitrat. Alles andere kannst du, musst du aber nicht zwingend messen.

    Ja. Dichte und Temperatur hab ich schon jedes mal überprüft.

    Ich gehe mal davon aus, dass das passt. Aber auch hier können Fehler passieren. Nur weil digitale Thermometer einen Wert anzeigen, bedeutet es nicht, dass es auch stimmt. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, nur etwas das Bewusstsein schaffen, gemessene Werte immer mal wieder zu überprüfen. In Spindeln kann sich die Skala verschieben, bei starken Abweichungen von den üblichen 25 Grad Messtemperatur bekommt man einen abweichenden Wert angezeigt usw.

    Ich habe ein nicht gerade billiges Leitwertmessgerät. Kürzlich habe ich nach langer Zeit mal wieder eine ICP gemacht. Salinität 32,7, gemessen 34,5. Ich dachte erst, da muss ein Fehler beim Labor vorliegen. Ich habe dann das Beckenwasser und zusätzlich noch eine Referenzflüssigkeit mit einer großen Spindel bei exakt 25 Grad C nochmal getestet, umgerechnet auf den Leitwert und siehe da, das Ding hat sich tatsächlich grob verstellt über die Zeit.
    Kam mir nicht in den Sinn, da es bisher sehr verlässlich war.

    Wie gesagt, aus der Entfernung ist das sehr schwierig. Hinzu kommt, dass es verschiedene Vorgehensweisen gibt. Ich rate zum Neustart, jemand anderes würde vielleicht sagen, unnötig, mach dies oder das. Wirklich schwierig wird es, wenn Anfänger so gut wie gar nichts sicher wissen. Kein Vorwurf, aber das kann an allem möglichen liegen. Falsches, zu starkes Licht, fehlende Nährstoffe im Wasser, selten auch Schadstoffe, falsch gemessene Werte usw. usf.

    Verlasse dich nie auf irgendein Gerät. Da sind schon die dümmsten Sachen passiert, auch eher erfahrenen Kollegen. Du musst sicher und routiniert die Hauptwerte bestimmen können, wie Dichte/Salinität, KH und Calcium, Phosphat und Nitrat, sowie die Temperatur. Daher der Rat, mal eine ICP machen zu lassen.

    Alles andere ist erstmal nachrangig. Silikat ist wichtig und wird verbraucht. Wenn zuviel im Becken ist, entstehen meist braune Beläge durch Kieselalgen. Unschön, aber deswegen sterben keine Korallen. Auch die Pumpen spielen in dieser Phase keine Rolle.

    Es gibt eigentlich nur zwei Wege. Du wirst über einen Hersteller oder Bekannten an die Hand genommen und begleitet oder du liest dich in die Themen ein. Aber dann musst du dich wirklich intensiv damit beschäftigen. Es gibt heute wirklich zahllose Quellen im Internet in Text- und Videoformat, wo vieles sehr ausführlich erklärt wird.

    Wir können hier Hilfestellungen geben, aber bei so vielen ? ist es sehr schwierig.

    Hi Fischling,

    wie oben bereits geschrieben, musst du die Hauptwerte selbst testen und stabil halten können. Es macht wenig Sinn, das sporadisch von einem Händler beurteilen zu lassen. Vor allem was heißt "OK"? Wenn man es zum Testen abgibt, sollten zumindest Werte genannt werden.

    So aus der Ferne ist es wirklich schwer. Bei gutem Lebendgestein wächst normalerweise alles mögliche und das recht schnell. Aufwuchsalgen, Schwämme usw. War das bei dir gar nicht der Fall?

    Lass das bitte mit den Garnelen. Die werden bei mangelndem Futterangebot schon auch an die Glasrosen gehen, aber bevor das Becken nicht in Schwung kommt und eine ordentliche Biologie entwickelt, würde ich keine Garnelen einsetzen. Die Steine sind ja fast komplett nackt, keine Korallen, kein Aufwuchs und dazu sehr wenig Steine. Die würde ich auf jeden Fall außerhalb des Beckens behandeln.
    Wenn es mein Becken wäre, würde ich komplett neu starten. Wasser ablassen, alles gut reinigen, ggfl. neue Steine und neuen Sand rein. Du siehst links unten schon eine Ansammlung von Glasrosen im Sand und an den Scheiben. Die Dinger werden überall sitzen, auch da wo die sie nicht siehst.

    Ansonsten, wenn kein Bekannter vorhanden ist, würde ich zu einem Versorgungssystem raten, das dich von Anfang an an die Hand nimmt. Da gibt es als Komplettversorgung nicht so viel, Sangokai z.B. oder Oceamo. Die haben Dosierpläne, Woche für Woche und wenn du dich an deren Vorgaben hälst, klappt das in der Regel auch. Der Vorteil ist auch, dass du da direkt beim Hersteller anfragen kannst, wenn etwas nicht so klappt wie gewünscht.

    Hallo Fischling,

    ich würde dir raten, einmal eine ICP zu machen. Einfach nur, um zu sehen, wo do mit deinen Tests inkl. Dichtemessung liegst und ob ansonsten irgendwas im Wasser ist, was schädlich sein kann. Vor der Probenentnahme für die ICP misst du einmal alles durch und notierst dir die Werte. Die vergleichst du dann mit den ICP Ergebnissen.

    Für ein Becken mit 4 Monaten Standzeit sieht es viel zu blank aus. Ich würde einen Stein ersetzen durch gutes Lebendgestein. Du wirst sehen, was dann passiert :winking_face:

    Ich vermute, die PO4 und Nitrat Werte sind eher gewürfelt und du hast zu wenig Nährstoffe im Becken. Licht auf 100% oder weniger eingestellt?

    Glasrosen sind kein Weltuntergang, aber sehr nervig. Sie können sich explosionsartig vermehren und stören dann andere Korallen. Da das Becken eh praktisch wie neu eingerichtet ausschaut, würde ich die Steine herausnehmen und abkochen. Wenn du aber Pech hast, sind die Glasrosen auch schon in den Schächten, Technikbecken usw. Eine übersehene reicht und irgendwann tauchen dann wieder mehr auf.

    ...interessant, dann gibt es wohl noch mehr Möglichkeiten. Meine Wände sind allerdings aus 1895! Im Dachstuhl sieht man noch das Fachwerk und dazwischen so ein Lehm-Stroh Gemisch. Ich denke, da hält nichts. Ich müsste es, wenn überhaupt, wohl über die senkrechten Balken machen. Aber bei dem 300-400kg Projekt ist das übertrieben. Die Balken im Boden sind trocken, haben eine ordentliche Stärke und liegen mit 60cm Abstand relativ eng beieinander. Darauf sind OSB Platten verlegt und darauf wiederum Vinylboden.
    Wenn man lange Beton gewöhnt war, fühlen sich Balkenböden irgendwie seltsam an. Es erinnert irgendwie an ein Schiff! Ich muss mich erst dran gewöhnen (habe das Haus letztes Jahr gekauft)...

    Hallo Stefan,

    die 150kg/m2 sind keine Schätzung, sondern die allgemeine Vorgabe bei Altbauten mit Holzdecke. Wenn der Raum 10qm groß ist, dürfen da 1,5 Tonnen drauf. Die mögliche Punkt- oder Flächenbelastung kann und wird viel höher sein als 150kg/m2. Das Problem: ohne eine richtige statische Prüfung vor Ort kann dir da keiner eine definitive Aussage geben. Das hängt u.a. davon ab, wie groß der Raum ist, wo das Becken stehen soll, welche Balken verbaut sind (Länge und Breite), in welchem Abstand, in welchem Zustand sie sind usw.
    Bei so einem großen Becken geht das nicht ohne statische Prüfung. Ich habe ein ähnliches Problem und da geht es nur um 300-350kg. Traue mich nicht, das ohne weiteres aufzustellen. Mit so einem Bosch Multidetektor habe ich die Balken im Boden gefunden. So kann man wenigstens den Standort des Beckens genau auf die Balken ausrichten. Meins soll aber in den Raum gehen, nicht an die Wand und so ganz geheuer ist es mir nicht. Wenn ich herumlaufe, bewegt sich z.B. die Wasseroberfläche :fearful_face:.
    Es gibt noch die Möglichkeit, das Gewicht des Beckens teilweise auf die Wand abzuleiten. Dafür braucht man aber ein Stahlkonstruktion, die man in der Wand verankert.

    Wie auch immer, eine statische Prüfung ist nicht so günstig, Ausgang ungewiss. Aber auf jeden Fall zwingend notwendig.

    Hallo Giovanni,

    ich habe schon in dem anderen thread gefragt, aber was genau machst du? Du veröffentlichst ja eine Reihe von Videos, in denen du Aquarien einrichtest oder Tipps gibst zur Haltung verschiedener Fische. Das ist ja an sich alles ok, aber irgendwie habe ich den Verdacht, dass es nicht primär um die private Haltung von Fischen geht. Es macht halt einen Unterschied, ob man Fische kauft und in sein Aquarium steckt oder ob man für Kunden, Freunde, Bekannte Becken umbaut oder einrichtet und dafür die Fische versorgen muss.

    Ich finde das eine oder andere gezeigte Becken grenzwertig bzw. darüber hinaus. In einem Video sieht man in einem 30 Liter?, oder sind es 40? zwei ausgewachsene Clownfische. In der Mitte steht ein großer Stein, keinerlei Tiere, Korallen, alles nackt. Das ist fernab jeglicher artgerechten Haltung.

    Zudem packst du einen der Clownfische mit der Hand, bis er komplett in der Faust eingeschlossen ist und entlässt ihn dann kamerawirksam ins Becken. So geht man nicht mit Fischen um. In einem anderen 130 Liter Becken sind 2 Clownfische, 2 Kauderni Kardinalbarsche und ein Riffbarsch zu sehen, ebenfalls in einem nackten Becken.

    Wir haben hier ein Lexikon mit Haltungsempfehlungen und Erfahrungsberichten für sehr viele Fische, das kannst du dir übersetzen lassen: https://www.meerwasser-lexikon.de/

    Ansonsten: die Fischhaltung fängt mit dem Kauf an. Frage den Händler, ob und wie er eine Quarantäne durchführt. Wie sehen die Becken in den Verkaufsanlagen aus? Haben die Fische Rückzugsmöglichkeiten? Sind oft tote Fische zu sehen? usw. Es ist wichtig, gesunde Fische zu kaufen aus verlässlichen Quellen. Ob dann eine Quarantäne Sinn macht oder nicht, kann man nicht pauschal sagen. Auf jeden Fall funktioniert es nicht nach dem Motto, ich kaufe einen Fisch, packe ihn in ein Qurantänebecken, gebe proaktiv Medikamente hinzu und nach 2 Wochen kann ich den Fisch dann ins Hauptbecken überführen.

    Hallo Lisa,

    warum so kompliziert? Stell die Salinität auf 35 ein und warte, bis der Wert von alleine sinkt. Wenn ich es jetzt richtig gelesen habe, hast du die Salinität von 33 auf 36 erhöht, dann wieder 10 Liter Meerwasser durch Osmosewasser ersetzt und jetzt bist du wieder am Ausgangspunkt mit einer Salinität von 33.
    Das schadet im Zweifel viel mehr als ein etwas erhöhter Calciumwert.

    Hallo Hajo,

    die haben mir geschrieben, dass die Verpackung beschädigt ist und sie die Ware nicht verschicken können. Vielleicht hatten sie auch einfach keinen Bestand und der Status "lieferbar" war falsch. Tja, schade. Aus den USA kosten die 6kg 125 Euro nur für Versand, das ist keine Option. Im Grunde wird sich das nur lohnen, wenn eine Firma einen größeren Import aus den USA macht per Seefracht. Vielleicht frage ich mal bei dejong nach.

    Also für mich ist 0,35 nicht gerade das was ich toll finde,

    Ok, aber was sagen die Korallen zum Phosphat? Für die Tiere, die du hälst ist das absolut kein Problem. Ich hatte jahrelang ein voll besetztes Becken mit deutlich mehr Tieren, SPS usw. und PO4 Werten von 0,2-0,4. Korallen lieben Phosphat :smiling_face:

    Ich würde erstmal abklären, ob das was du misst, auch korrekt ist. Wie oben schon genannt, ist das sehr ungewöhnlich mit dem Phosphatwert im Osmosewasser und zusätzlich noch im angesetzten Meerwasser. Da stimmt was nicht.
    Wasserwechsel helfen, aber wenn viel im Gestein ist, kann es durch Rücklösung sehr lange dauern, bis der Wert zu sinken beginnt. Dein Riffaufbau sieht zwar interessant aus, aber durch die vertikale Bauweise wirst du etwas Schwierigkeiten haben. Das wird schnell von oben nach unten verschattet. Mehr Tiere helfen natürlich auch, die verbrauchen Phosphat.

    Ansonsten gibt es so Sachen wie Lanthan, damit kannst du PO4 sehr effektiv binden. Aber es muss sehr stark verdünnt werden und sollte auch sofort wieder aus dem Becken gefiltert werden, da es Fischen nicht gut tun. Ich sehe auf deinem Bild keine Cyanos, keine Fadenalgen usw. Die Tiere sind offen, ich würde da über regelmäßige Wasserwechsel arbeiten und keine Adsorber verwenden. Richtig und langsam angewendet, funktionieren sie sehr gut. Aber oft meinen es die Leute zu gut und die Absenkung verläuft zu schnell.

    ... auch das könnte dazu beitragen. Allerdings stört mich das erstmal gar nicht. Alles lebt, nichts stirbt. Was man im Video nicht so gut sieht sind alle möglichen kleinen Algenarten, die teilweise sehr filigran sind. Meersalat ist auch vorhanden, neben den von mir eingesetzten höheren Algen.

    Neugierig bin allerdings schon, warum das so ist. In einem anderen kleinen Becken (80 Liter) sind die Scheiben wie üblich entweder braun oder grün. Ich habe eine Zeitlang täglich relativ ordentlich Silikat dosiert, weil ich Schwämme halte und die etwas besser versorgen wollte. Da waren die Scheiben immer nach 2 Tagen braun, typischer Kieselalgenaufwuchs. Als ich die Dosierung von Silikat eingestellt habe, kamen die typischen grasgrünen Beläge, die ich auch alle 2 Tage weggemacht habe. Dazu starker Kalkrotalgenaufwuchs.
    Seit etwa 3 Wochen stelle ich fest, dass der grasgrüne Aufwuchs sehr viel weniger wird. Selbst wenn ich eine Woche keine Scheiben putze, sind sie nur halb so stark bewachsen wie sonst nach 2 Tagen. KH war seit Monaten stabil, ich musste nicht erhöhen und nicht senken. Jetzt habe ich aber festgestellt, dass KH auf 8,7 angestiegen ist (von 7), es wird also weniger verbraucht. Die Tiere stehen allerdings super da, egal ob Gorgonie, Weichkorallen oder LPS, auch höhere Algen wachsen gut.
    Aber auch hier stelle ich kaum mehr Kalkrotalgenwuchs fest und die wuchsen vor nicht allzu langer Zeit teilweise sehr stark. Kein/wenig Algenaufwuchs - kein/wenig Kalkrotalgenaufwuchs, bei beiden Becken. Da liegt die Vermutung schon nahe, dass irgendwas knapp ist.

    Naja, wie auch immer, vielleicht mache ich mal eine ICP für beide Becken.

    Da habe ich noch gar nicht dran gedacht. Tatsächlich finde ich keinerlei sichtbaren Kalkrotalgen, auch nicht auf dem Gestein. Es gibt immer wieder mal Becken ohne Kalkrotalgen. Da wird alles ins Spiel gebracht, KH, Calcium, Magnesium, Licht, Nährstoffe... Vielleicht liegt es auch an den Schwankungen. KH war eine Zeitlang sehr niedrig, um 6 herum. Mir sind auch mal die Caulerpa Algen fast komplett eingegangen. Sind weiß geworden und haben sich dann aufgelöst. Allerdings wachsen die jetzt wieder, wie auch eine Vielzahl von anderen Algen. Aber alles auf sehr niedrigem Niveau. Wachstum ist da, aber sehr langsam. Irgendwas scheint schon limitiert zu sein. Eventuell ziehen die Tiere und Algen alles aus dem Wasser und es ist kaum mehr was da für Aufwuchsalgen oder Kalkrotalgen. Keine Ahnung.

    Hallo Giovanni,

    ich bin kein Fischexperte, da können andere besser helfen. Soll das dann eine Art Quarantänebecken sein oder was meinst du mit "vorübergehend"? "Ausruhen" ist auch ein seltsamer Begriff, das ist ja Stress pur. So ganz komme ich nicht hinterher, du sprichst ja von mehreren Fischen, die immer wieder sterben.
    Du schreibst zudem, mit anderen Acanthurus hat es geklappt, was hast du dann für ein Hauptbecken? Das muss ja recht groß sein.
    Wie man einen Fisch eingewöhnt, hängt sicher auch mit der Art zusammen, wo man ihn kauft usw. Normalerweise unterlaufen Fische ja schon eine Quarantäne beim Händler und müssen nicht nochmal behandelt werden.

    Betreibst du den youtube Kanal "AquaMundi Aquarismo" in Brasilien? ist eigentlich egal, aber wenn du die Fische für Kunden oder Projekte für eine gewisse Zeit übergangsweise hast oder sie weiterverkaufst, dann ist das halt eine andere Situation. Ohne genau zu wissen, was und wozu du das Becken betreibst, ist es schwierig, zu helfen.

    Hallo zusammen,

    das Becken im Video war mal dazu gedacht, angeschlagene Korallen wieder aufzupäppeln. Nach dem Umzug des großen Beckens gab es hier und da ein paar Sorgenkinder, wie z.B. die Pilzlederkoralle, die völlig eingezogen und mit Cyanos überwachsen war. Sie war umgeben von Ricordeas und etwas im Schatten, was der Koralle gar nicht gepasst hat. Es hat lange gedauert, aber sie hat sich gut erholt und zeigt seit ein paar Monaten auch wieder Polypen.

    Wie auch immer, das kleine 20 Liter Becken hat sich mit der Zeit sehr gut entwickelt. Es gibt viele Algen, auch welche vom Lebendgestein. Auch Turbellarien gibt es viele, die gehören halt jetzt dazu. Was ich an diesem Becken wirklich interessant finde, ist, dass ich die Scheiben seit Februar nicht mehr geputzt habe. Ganz zu Beginn musste ich regelmäßig putzen, es gab kurzzeitig auch mal Dinoflagellaten. Aber irgendwann kam einfach kein Scheibenaufwuchs mehr. Man sieht zwar minimal Beläge, aktuell dürften es ein paar Kieselalgen sein, aber die gehen von alleine wieder weg. Ich gebe einmal pro Woche KH und Ca zu und sporadisch mal ganz wenig Staubfutter und Algenpulver. PO4 ist aktuell bei 0,05.

    Keine Ahnung, warum das so ist. Ich vermute mal, dass Spurenelemente alle im unteren Bereich liegen, da ich auch keinen Wasserwechsel mache. Mit KH und Ca kommen zwar eine gewisse Menge Spuren mit ins Becken (Oceamo duo), aber viel dürfte das nicht sein. Das Becken verbraucht ca 1 KH pro Woche. Vielleicht reicht das eben so aus, dass die Tiere und höhere Pflanzen leben/wachsen, aber für nicht viel mehr.

    Über dem Becken hängt eine China LED, die ich mal geschenkt bekommen habe. Im Becken kommen 80-120 PAR an.

    20 Liter Becken
    Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
    www.youtube.com

    Am vierten Tag wacht der Fisch tot auf.

    Zombifisch?

    Naja, ist eigentlich nicht lustig. Aber was will man da noch schreiben? Du kaufst Fische, badest sie erstmal in Chemie, steckst sie in ein steriles, viel zu kleines Becken und sie sterben. Ganz ernst gemeinte Frage: was erwartest du, was passiert?

    Ich mache auch nicht alles richtig, aber dass es so etwas noch gibt...

    Hallo Hajo,

    bei der einzigen Quelle, die ich für Europa gefunden habe: seaflowerstore.com aus den Niederlanden. Die haben auch die SeaElements in flüssiger Form. Und Hanna Reagenzien für PO4 :winking_face:

    in #4 habe ich mich schon recht weit aus dem Fenster gelehnt. Ich bin da ziemlich schmerzfrei, da es mehr Mist auf dem Markt gibt, als sinnvolle Produkte.

    Werbung ist laut Nutzungsbedingungen verboten. Für mich ist Werbung eine geschäftliche Handlung, die darauf abzielt, ein Produkt oder Marke bekannt zu machen und zum Kauf zu animieren. Demgegenüber geht es bei Empfehlungen um individuelle Erfahrungen, die man weitergibt OHNE geschäftliche Interessen. Natürlich kann man das nicht immer ganz sauber trennen bzw. taucht Werbung oft auch als getarnte Empfehlung auf. Letztlich ist es immer Ermessenssache. In solchen Fällen wir hier ist es absurd von Werbung zu sprechen :winking_face:

    Wie auch immer, ich finde den Sand von Two little fishes sehr interessant, den habe ich mir jetzt mal bestellt. Ich halte keine Gonis, aber es soll generell sehr gut sein bei LPS und höheren Algen. Im englischsprachigen Raum habe ich einen Beitrag von einem Züchter gelesen, der sehr positive Erfahrungen mit dem Sand gemacht hat. Der gibt beständig etwas Eisen, Mangan und Magnesium ab und bindet wohl auch etwas Phosphat. Der kommt bei mir ins Technikbecken. Werde berichten.

    Ich hatte nie Erfolg bei Gonios. Gelten als zickig bzw. schwierig. Strömung, Licht, Nährstoffe bzw. die richtigen Nährstoffe und Spurenelemente (Mangan?) werden da ins Spiel gebracht. Ich hatte mal eine rote, die mehrere Jahre gelebt hat, aber praktisch fast nie offen war. Ich habe sie mehrfach versetzt, heller, dunkler gestellt mit mal mehr, mal weniger Strömung. Sie hat sogar einen Beckenumzug mitgemacht, ist dann aber irgendwann eingegangen. Keine Ahnung, was ich da hätte noch anders machen können.

    Vielleicht hat Joe einen Tipp?

    Ansonsten: falls es das Tier nicht schafft, die sehr ähnlichen Alveoporas sind in der Regel sehr gut haltbar, ich habe mehrere davon und mit keiner hatte ich ein Problem bisher.

    Hi Stefan,

    wie alt ist das Becken? Wie schaut es aus, die Nähte und das Glas? Ich habe mein Red Sea abgebaut und ein gebrauchtes für praktisch umsonst bekommen und die Nähte sahen sehr gut aus. Ich mache mir da absolut keine Gedanken, das muss weder erneuert noch verstärkt werden.

    Wenn die Maße für dich passen, Überlauf, Verrohrung zum Unterschrank und das Technikbecken auch, dann sag ich mal, warum nicht? Wenn man ein paar Jährchen dabei ist, habe viele halt ganz genaue Vorstellungen, wie Becken, Technikbecken und die Verrohrung ausschauen sollen und dann ist ein individuelles neues Becken natürlich schon toll. Nützt aber nichts, wenn man das Geld dafür nicht ausgeben möchte.

    Was auch noch eine Option wäre, das Becken in den genannten Maßen kostet z.B. bei Brillant neu 1200 Euro (nur das Becken, Weißglas Front und Seiten). Da könntest du sogar noch etwas die Höhe variieren bei Bedarf. Ich weiß nicht, was ein Glaser verlangt fürs neu Verkleben, aber ganz wenig wird das auch nicht sein.

    ... ich muss dazu sagen, dass ich keinerlei Technik verwende. Nur Wasserwechsel und mechanische Filterung. Das geht aber nur, weil ich nur einen Fisch habe. Wenn man einen Eiweißabschäumer braucht oder diverse Medienfilter und das passt dann nicht rein, ist das mehr als ärgerlich. Insofern ist der Hinweis schon wichtig, dass man da nicht einfach blind einen Schacht bauen sollte.

    Bei den Maßen würde ich sowieso zu einem Technikbecken unter dem Aquarium raten. Wenn man wenig Fische halten möchte und insgesamt kaum Technik benötigt, mag das mit einem Schacht im Becken schon gehen. Aber fummelig wird es, wenn man dann was reinbauen möchte. Ich hatte vor 15 Jahren ein Red Sea Becken, das einen vorgefertigten Schacht hatte. Der Eiweißabschäumer war nicht so der Hit, den habe ich ausgebaut und dann nach längerer Suche einen anderen eingebaut. War trotzdem eine Fummelei.

    Letztlich steht am Anfang immer, was man genau für Tiere halten möchte. Und auf dieser Grundlage entscheidet man dann idealerweise, welches Becken mit welcher Technik gebraucht wird.

    Ich finde, es gibt sehr wenige Becken mit integriertem Technikschacht. Das sind dann entweder Würfel oder der Technikschacht ist auf der Längsseite. Oder ich schaue nicht richtig.

    Also Acryl und Silikon, das klappt gar nicht. Hält nicht. Eventuell mit Orca oder Hobby Unterwasserkleber. Aber mir war das zu unsicher, daher habe ich so ein Technikschacht selbst gebaut aus Glas. Nimm auf jeden Fall kein Loch, das wächst dir zu, sondern einen Überlaufkamm. Und ich würde das Technikabteil nochmal mit Querstreben unterteilen. Dann hast du eine gute Strömung und keine Gammelecken. In die Mitte kannst du dann noch Medienfilter hängen, falls notwendig, und in der ersten Überlaufkammer kann man gut mechanisch mit Watte filtern. Das sieht dann z.B. so aus:

    Wenn man es selbst machen möchte, braucht man etwas handwerkliches Geschick und ein paar Geräte. Da schwarzes Glas sehr teuer ist, habe ich zwei Weißglasscheiben mit dem Hobby Unterwasserkleber verklebt. Hat zwar gut funktioniert, war aber ne riesen Sauerei und der Kleber ist etwas zu dickflüssig. Ich hatte hinterher leider ein paar Lufteinschlüsse.

    Dann habe ich mir auf ebay sogenannte Diamant Kernbohrer gekauft für 10 Euro. Diamant, ja klar, für 10 Euro :winking_face: Aber es hat erstaunlich gut funktioniert ohne Bruch, gleich auf Anhieb. Ich habe mir aus Holz eine Führung gebohrt, damit ich mit dem Kernbohrer gerade auf die Scheibe nach unten bohren kann. Und immer schön mit Wasser kühlen!

    Nervig war das Eck für den Überlaufkamm. Da besteht im Eck eine große Chance, dass das Glas springt. Ich habe das mit dem Dremel gemacht. Es gibt als Aufsatz eine kleine Trennscheibe. Ausschnitt markiert und abgeklebt und dann langsam immer wieder mit der Trennscheibe entlanggefahren, bis ich das Eck draußen hatte.

    Die Zwischenstege und auch die Hauptscheiben habe ich mit so einem Glasritzer zugeschnitten. Da sollte man vorher aber auf jeden Fall üben.

    Also wenn man sich das zutraut, viel Zeit und Spaß daran hat, kann man das schon selber machen. Wenn ich es nochmal machen würde, würde ich die Schwarzglasscheibe trotz des hohen Preises kaufen. Die Schmiererei mit dem Kleber und die Glas Kanten entgraten, das macht keinen Spaß!

    Hallo,

    die Kauderni können schon richtige Stinkstiefel sein, relativ groß werden sie auch. Sphaeramia nematoptera finde ich bei kleineren Becken eine schöne Alternative. Sehr friedlich und den ganzen Tag über sichtbar. Gramma loreto will ich dir nicht ausreden, ein schöner und zumeist friedlicher Fisch. Eine Alternative wäre ein Paar König-Salamon Zwergbarsche. Die laichen auch regelmäßig ab, sind sehr verträglich, allerdings oft auch versteckt. Ist bei Gramma aber ähnlich, die brauchen gute Versteckmöglichkeiten für ihr Nest.

    Hi, sehr außergewöhnliches Becken! Ich sehe es auf dem Handy schlecht, aber den Tieren scheint es gut zu gehen. 0,5 ist hoch, aber nicht kritisch.

    Ich wäre vorsichtig mit der Absenkung, nur weil man einen Idealwert anstreben möchte.

    Bei so kleinen Becken kannst du über regelmäßige Wasserwechsel auch eine Absenkung erreichen. Dauert natürlich und wenn sich Phosphat aus dem Gestein zurück löst, dauert es noch länger.
    Funktioniert auch nur, wenn du nicht ständig zu viel Futter zugibst. Dann helfen nur Adsorber.

    Wenn du keine akuten Probleme hast, würde ich es langsam angehen und vorerst auf Adsorber verzichten.

    Hier mal ein extremes Beispiel, das Becken von Richard Ross, PO4 über 1, glaube 1,77 hat er mal geschrieben.

    Home Reef – Rich Ross

    Ich glaube, ich bleibe beim Altbewährten :winking_face: Eventuell habe ich Pech mit den Tests vom Kölle Zoo und die sind nicht mehr ganz frisch trotz ausreichendem MHD. Habe ein wenig nachgelesen, das Pulver ist Ascorbinsäure. Da ich noch welche da hatte, habe ich es mit 99% Ascorbinsäure probiert. 0,03 Hanna zu 0,05 Salifert (zweimal getestet). Bei einem anderen Becken zeigt Salifert aber mehrmals nichts an, auch hier zeigt Hanna 0,03 an. Mit dem Salifert Originalpulver 0,08. Das macht alles keinen Sinn, ich bleibe beim Hanna Pulver.
    Es ist einfach zu unsicher und selbst wenn es am Anfang funktioniert, man weiß ja nicht, wie sich die Reagenzien mit der Zeit verändern. Bei den Hanna Pulvern ist das nicht so, da kann man sich drauf verlassen.