Beiträge von Burkhard Ramsch

    Phosphat im Trinkwasser ist schon einmal sehr ungewöhnlich.
    Die Rückhalteraten für Phosphat durch eine Umkehrosmoseanlage sind im Normalfall sehr hoch.

    Den gemessenen Wert nach der RO würde ich schon einmal anzweifeln. Entweder ist der Test voll daneben oder bei der Probenahme ist Einiges schief gelaufen: z.B. Finger im Wasser gehabt und vorher am besten noch ein Käsebrötchen gegessen.

    Bei einem 32er Rohr sollten nicht mehr als effektiv 3000 l/h gefördert werden. Darüber hinaus wird immer mehr Energie für immer weniger Zusatznutzen verballert.

    Die aquabee 5000e würde funktionieren. Besser ist die 8000e: Wenn diese dann stark reduziert wird, ist sie gar nicht mehr zu hören und die Energieeffizient steigt gewaltig.

    Auch ganz wichtig: Wenn man einmal eine konstante Einstellung gefunden hat, bitte nicht leichtsinnig werden und nicht mehr messen ("Es passiert ja sowieso nichts."). Im Laufe der Zeit kann sich der KH-Bedarf drastisch ändern, sowohl nach unten als auch nach oben. Also auch bei einem angeblich konstantem Becken regelmäßig messen. Einmal die Woche reicht bei einem stabilen Becken, um Änderungen feststellen zu können.

    Zurzeit bauen wir einen Turbo-Kalkreaktor Größe 8 für ein 6000 m3 großes Aquarium in Belgien. Seit dem letzten Reaktor dieser Baugröße werden einige Neuigkeiten umgesetzt:

    • Die Breite konnten durch die Drehung der Kreislaufpumpe verringert werden.
    • Das Nachfüllen des Turbo-Granulats ist nun mittels Schnellverschluss blitzschnell möglich.
    • Der oberer Flansch des Hauptrohrs kann nun auch gelöst werden, wenn das Rohr auf der Platte montiert ist. Das erleichtert die Wartung erheblich.
    • Die Sedimentkammer wird nun in Acrylglas gebaut.
    • Die Beschriftung wird abriebsicher auf die Grundplatte graviert und schwarz lackiert.

    Wir freuen uns schon auf den Probelauf.

    Eine technische Angabe zur Geräuschentwicklung habe ich leider nicht. In diesem Bereich ist es extrem schwierig, überhaupt noch Messungen durchzuführen.

    Ich höre nichts von der Pumpe, habe allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel.

    Schläuche sind vom Widerstand super. Schläuche sollten immer gesichert werden, vorzugsweise mit Kunststoffschellen. Der minimale Biegeradius ist meist sehr groß. Es gibt somit oft genug Probleme, ihn sauber zu verlegen. Ein Durchhängen bei waagerechten Strecken muss unbedingt verhindert werden.

    PVC-Schlauch: nicht dauerelastisch und gibt Weichmacher an das Wasser ab.

    PE-Schlauch: bei dem benötigten Durchmesser eine sehr unhandliche Angelegenheit.

    Silikonschlauch: nicht dauerdruckfest. So muss es schon ein gewebeverstärkter Typ sein. Sehr teuer. Chinaware ist teilweise eine Katastrophe, weil er aushärten kann.

    Nun bietet AquaCare sehr kleine und günstige DC-Pumpen an. Sie können optimal für Nachfüllanlagen oder Wasserwechselautomaten verwendet werden. Ausgestattet sind die Pumpen mit einer DC-Buchse (5221) und 2 Metern Kabel. Die Betriebsspannung beträgt 24 V, die Mindestbetriebsspannung liegt bei ca. 12 V. Die Maße sind extrem klein: 55 x 52 x 41 mm. Die Förderleistung liegt bei 120 l/h - die maximale Förderhöhe bei 0,6 m.

    Die Pumpe läuft in unserem Meerwassersystem seit einem Jahr im Dauerbetrieb ohne Probleme.

    Dass jeder Filter bei uns auf Dichtigkeit geprüft wird, ist selbstverständlich. Werden kleine Verbesserungen vorgenommen, testen wir den kompletten Filter praxisnah auf Funktion. Hier der Kalkwasserreaktor 150-100 mit einer Calciumhydroxidfüllung von 1300 Gramm - das ist eine ganze Menge und reicht für lange Zeit, ca. 1900 Liter Kalkwasser. Der Wartungsaufwand wird somit minimiert.

    Nitrat und Phosphat können nicht mit einer ICP gemessen werden! Einige Anbieter rechnen den Phosphatwert aus, indem angenommen wird, dass der Gesamt-Phosphor als Phosphat vorliegt - dem ist aber nicht so. Nitrat wird grundsätzlich photometrisch bestimmt.

    Hi Stefan, Du stellst Fragen.

    Ich bin heute mal faul, also lasse ich antworten:

    • Ja, es gibt Untersuchungen zur Zeugungsfähigkeit von Fischen im hohen Alter. Studien befassen sich oft mit:

      • Veränderungen der Spermatogenese und Ejakulationsfähigkeit bei älteren Männchen.
      • Abnahme der Spermienanzahl, -motilität und -qualität mit dem Alter.
      • Einfluss von Umweltfaktoren, Ernährung und Stress auf die Fortpflanzungsfähigkeit älterer Fische.
      • Unterschiede zwischen Arten, z. B. Süßwasserfische vs. Meeresfische, bzw. Zierfische vs. Nutzfische.

      Beispiele für Beobachtungen:

      • Bei einigen Arten nimmt die Motilität der Spermien und die Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter ab, während andere Arten eine länger anhaltende Spermatogenese zeigen.
      • Bei Zuchtfischen kann das Alter der Zuchtmischerzeuge Einfluss auf die Erfolgsrate der Befruchtung haben.

      Wenn du eine spezifische Fischart oder eine bestimmte Studie meinst, sag mir bitte Bescheid, dann suche ich gezieltere Informationen heraus.

      ChatGPT-5 nano


    Exakt, Sandy.

    Noch ein paar Anmerkungen.

    Druckleitung von RFP zum Aquarium: genau hier sollten die 1,5 m/s nicht überschritten und keine Winkel, besser Bögen verwendet werden. Der Rohrdurchmesser sollte so sein, dass der gewünschte Durchsatz gewährleistet wird - nicht die maximale Leistung der Pumpe. Und: Der Durchmesser an der Pumpe hat NICHTS zu bedeuten für die Rohrleitung.
    Zu große Rohre sollten ebenfalls vermieden werden: Sedimentation, Blasenbildung bei waagerechten Rohren. Unter 0,6 m/s kann das beginnen.

    Saugleitung der RFP: hier sollten 1 m/s nicht überschritten werden. Am besten keine oder wenig Bögen verwenden und die Rohrleitung so kurz wie möglich halten. Zu schnell kann die Pumpe kavitieren und verursacht Verschleißkosten. Außerdem wird die Bildung von kleinsten Bläschen unterstützt, die dann echt suboptimal im Aquarium aussehen.

    Überlauf zum Filterbecken: wie diese Leitung verlegt wird, ist fast egal, so lange die gewünschte Wassermenge durchkommt. Im Normalfall wird sowieso reduziert mit Kugelhahn (nicht so gut einstellbar), Membranventil (höherer Widerstand) oder Schrägsitzregelventil (niedriger Widerstand). Nur eins darf man nicht: Das Rohr darf auf keinen Fall teilweise wieder nach oben verlegt werden. Dann bilden sich Lufttaschen, die eine Einstellung zur Unmöglichkeit treiben könnnen.
    Man könnte diese Leitung bis zum äußersten treiben, indem der Durchmesser so gewählt wird, dass fast keine einstellbare Reduzierung mehr nötig ist. Funktioniert! Auf Grund der hohen Wassergeschwindigkeiten kann es aber Fließgeräusche geben. Also ebenfalls supoptimal.

    Bei allen Tests, bei denen nicht die Tropfen einer Chemikalie gezählt werden müssen, werden die Chemikalien im Überschuss dazugegeben. Kleine Rückstände in der Tüte machen also nichts. Ich tippe mal: wenn 90% den Weg in die Küvette finden ist das o.k..

    Gaaaaaanz wichtig ist die Probenmenge: da würde ich immer eine genaue Spritze verwenden. Die Peilstriche auf den einfachen Küvetten sind alles, nur nicht kalibriert. Und den Wasserstand in einer Küvette abzulesen, naja, da habe ich schon eigenartige Interpretationen gesehen. Okay, einige können auch mit der Skalierung einer Spritze nicht viel anfangen. Also vor dem Messen: Tutorial schauen oder für meine Generation die Bedienungsanleitung lesen.

    Und bitte mit Handschuhen arbeiten. Ihr könnt ja vorher einmal ein Käsebrötchen essen, dann zufällig mit den Schmierfingern in die Probe greifen (kann ja mal passieren) und dann den Phosphatwert messen...

    So viel ich weiß, sind alle Massen-RO-Membranen aus Polyamid-Polysulfon hergestellt. Ich kann mich noch an "alte" Membranen erinnern, die aus Celluloseacetat hergestellt wurden. Die haben aber bei genügend Bakterien schnell den Geist aufgegeben.

    Riffito, um die Qualität der Membran zu beurteilen, wäre der Salzgehalt (ppm) des Zulaufwasser interessant.

    Gehe ich davon aus, dass die alte Membran 125 GPD und die neue 380 GPD hat? Das passt nicht zusammen. Wenn eine größere Membran, dann auch bitte einen größeren Durchflussbegrenzer. Ansonsten betreibst Du die Anlage mit einer zu hohen Ausbeute, die Qualität wird schlechter und die Membran verkalkt ruckzuck.

    Auch die Druckpumpe könnte zu klein sein und der ideale Arbeitsdruck wird nicht erreicht. Auch dass reduziert die Qualität des Reinwassers.

    Leute, bitte vorher mit dem Hersteller absprechen, ob eine größere Membran sinnvoll ist.

    Ein realer Querschnitt des Filterabteils (Foto, Skizze) wäre mal interessant, um überhaupt Aussagen treffen zu können. :winking_face:

    Und nur mal nebenbei: eine 600 l/h-Pumpe verliert recht schnell an Volumstrom, wenn nur der kleinste Widerstand zu überwinden ist (Verrohrung, Düse). 600 l/h netto-Leistung wäre o.k., ich vermute aber mal, dass effektiv nur 300 l/h herauskommen - wird knapp.

    inwieweit solche Mondlichter den Korallenwuchs beeinträchtigen könnten, da sich Korallen teilweise auch über Assimilation versorgen.

    Wenn man nicht gerade ein 100 W LED-Mondlicht hat, liegt die Helligkeit weit unter dem Kompensationspunkt, d.h. es ist zu wenig Licht für eine wirksame Photosynthese (nicht ganz korrekt, aber so verständlicher). Die geringen Lichtwerte, können aber, wie Hajo ausgeführt hat, zu anderen unliebsamen Erscheinungen führen.

    Das hört man immer wieder. In meinen Augen ist das eine Fehlinformation. Klar, bei geringerem Durchsatz ist der Anteil der überlebenden Keime geringer. Das ist für Durchlaufsysteme ideal.

    In der Aquaristik sind wir aber bei Kreislaufsystemen. Hier zählt der maximale Durchfluss. Denn die "Keimumbringleistung" hängt von zwei Faktoren ab: der Tötungsrate (siehe oben) mal dem Volumenstrom durch die Leuchte.
    Hinzu kommt ein Effekt: wenn ein Keim nur halb umgebracht wurde und erneut mit nur geringer Dosis bestrahlt wird, reicht das normalerweise aus, um ihn zu töten. Ein anderer Effekt spielt nachts dagegen: ein geschädigter Keim kann sich im dunklen teilweise wieder selbst heilen (Dunkelreparatur).

    Nur mal nebenbei: bei einem Volumenstrom von 3600 l/h wäre eine 40er Verrohrung perfekt (1,2 m/s). Frag mich bitte nicht, warum ein 20er Röhrchen an der Leuchte ist.

    Chris, so viel ich weiß, hat der Sättigungspunkt nichts mit der Beleuchtungsdauer zu tun. Theoretisch würden die Korallen 24 Stunden am Tag wachsen, wenn da nicht die sogenannte Dunkelreaktion wäre: während der Nacht wird die am Tag aufgenommene Energie in Zucker verwandelt. Mit Licht funktioniert das nicht.

    Mit dem Bauchgefühl ist das so eine Sache. SoNap, du sprichst von UV und wir wissen noch nicht einmal welche Leistung deine Leuchte hat. Was soll man da empfehlen? Schau doch bitte einmal nach, welcher Durchfluss für deine Leuchte empfohlen wird. Dann kann ich dir gern den benötigten Durchmesser ausrechnen.
    Bei Technik zu würfeln, ist ineffizient und teuer.

    Gerade oder krumm ist nicht so wichtig. Von entscheidender Bedeutung ist das Anphasen der Schnitte, gerade bei sehr stramm sitzenden Rohren. Wenn keine Phase vorhanden ist, wird der Kleber nur weggeschoben und nicht zwischen Rohr und Fitting gedrückt.

    Auf staub- und fettfreie Klebestellen muss ich wohl nicht hinweisen.

    Ausfällungen gibt es bei mir keine; bei manchen entsprechenden Theorien / Behauptungen bin ich auch recht skeptisch.

    Wenn man den Kalkreaktorauslauf und Kalkwasser zusammenmischt, fällt tatsächlich Kalk aus. Werden die beiden Substanzen zeitlich oder räumlich getrennt zudosiert, passiert gar nichts (außer KH und Ca steigen im Aquarium an). Die obige Behauptung hält sich aber hartnäckig.

    Ein stabiles Biotop in Hobbyformat gibt es nicht. Ein Meerwasseraquarium ist immer in einem Zwangsgleichgewicht. Sobald man aufhört, regelmäßig einzugreifen (oft nur Kleinigkeiten), entwickelt sich das Biotop in Richtung Algen- und Cyanohölle. Diesen Zustand könnte man als stabiles Gleichgewicht eventuell bezeichnen.

    Es ist möglich, ein Becken ohne Korallen und Fische in ein Zwangsgleichgewicht zu bringen. Aber auch hier ist regelmäßiges Eingreifen erforderlich, z.B. Caulerpa auslichten.

    Sobald dann Fische und Korallen eingesetzt werden, entwickelt sich ein anderes Zwangsgleichgewicht - man fängt also von vorn wieder an, dieses neue Balance in die Wunschrichtung einzupendeln. Wenn das Ziel ein Riffaquarium ist, würde ich mir den ersten Schritt (Aquarium ohne Fische und Korallen) sparen. Es ist doppelte Arbeit.
    Wenn der Weg das Ziel ist, dann kann ein fischfreies Aquarium sehr interessant sein. Man beobachtet Dinge, die in einem Riffaquarium nicht sichtbar sind.