Beiträge von Jörg Kokott

    Hallo,

    leider kann man auf den schönen Bildern nicht erkennen, was Du beobachtest.
    Blos nicht Iod zu hoch dosieren. Ich rate Dir, Phytoplankton zu verfüttern, und zwar nachts. Damit kannst Du die Korallen zusätzlich ernähren. Eine andere Möglichkeit wäre Staubfutter, ebenfalls nachts dosieren.

    Aber es ist durchaus normal, das an lichtabgewandten Stellen das Gewebe sehr hell wird, weil dort keine Zooxanthellen überleben können.

    Hallo Frank,
    Ralph steht mit seiner Meinung alles andere als alleine da, nur ist er meistens derjenige, der ausspricht was er denkt...und das paßt schon. Ralph wurde immer, seit ich ihn kenne, genau dafür geschätzt, das er stets eine klare Stellung bezogen hat und v.a. was das Wohlsein der Tiere anbelangt, mit kritischen Worten nicht zurückgehalten hat. Da wußte man auch, wo man dran ist.

    Der Sinn des Forums, Anfängern bei der Vorbereitung und dem Start Hilfestellung zu leisten und sie bei der Einfahrzeit online zu betreuen ist hier gewärleistet, und wie ich finde mehr denn je. Allerdings kann man meiner Meinung nicht mehr tun, als aufklären, Tips und Denkanstöße zu geben. Und wenn ein Anfänger darauf nicht reagieren will und seine Taten auch noch durch Täuschungen versucht zu verschleiern, dann hört der Spaß eben auf. Das hat dann auch nichts mehr mit dem Alter zu tun.

    Es ist hingegen nicht Sinn des Forum, das die Moderatoren als mobiles Einsatzkommando zu den Leuten zu fahren und ihnen das Becken entweder wegzunehmen oder wieder ins Lot zu bringen. Die Aussagen, "ihr müßt ihm doch helfen, alleine der Tiere wegen", kommen dann immer so schnell über die Lippen. Aber was soll man denn da machen? Die einzige Möglichkeit wäre eben, hinzufahren... na, klar, ist doch ein Klacks, oder?
    Also sollte man den Leute eher nahelegen, sich aus dem normalen Forumbetrieb zurückzuziehen und mit ihrem Ding alleine glücklich zu werden, damit man sich auch wieder um die anderen Neieinsteiger kümmern kann. Niemand von uns hat es bisher verhindern können, das der Friedhof von Tim noch größer wird, und es wird auch in Zukunft nicht klappen.

    Wenn es um Rechtschreibung und Zeichensatz geht, dann hätten wir wohl alle irgendwo ein Problem: wenn man schnell mal was schreibt, dann achtet man nicht unbedingt auf Fehler, so ist das Internet halt leider.
    Aber dennoch gibt es eine untere Grenze, die von vielen unterschritten wird. Diesbezüglich kann man es also nicht nur Tim vorhalten, sondern müßte allen anderen auch eine dicke Rüge erteilen und Besserung verlangen.

    Hallo,

    tja, gut gemeint, aber das ist so, als wenn Du einem tief Schlafendem die Augen öffnest und eine dicke Maglight anknippst... derjenige kann dann auch erstmal zum Augenarzt laufen.
    Natürlich ist eine Freilandhaltung machbar und mit Sicherheit was Farbigkeit und Wachstum anbelangt eine tolle Sache, besser als jede noch so tolle Funzel. Aber eine Akklimatisation muß langsam erfolgen. Dazu nimmt man am besten einfache Gaze (z.B. Mullbinde), die man anfangs noch mehrmals übereinanderschlägt und dann täglich eine Schicht wegnimmt. Dann passt das auch. Für größere Flächen kann man auch mal Zeitungspapier nehmen, nur halt mit der Druckerschwärze aufpassen, die löst sich nämlich schnell in Meerwasser.

    Naütlich ist eine Störung durch Fische oder auch Garnelen möglich, aber nicht in diesem Ausmaß, bzw. wie Du schon sagtest, an einer bestimmten Koralle. Meistens knabbert ein solcher Fisch mal hier, mal da. Klar, wenn Dir ein Kaiser mal richtig loslegt, dann bleibt da nichts mehr übrig, aber das ist hier ja nicht der Fall.

    Ich gebe mein Phytoplankton auch nur nachts, ist sinnvoll.

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Hallo Jörg,
    THX erst einmal für die tolle Ausführung :)) Dennoch meine ich das die Polypen Tagsüber sehr viel dicker sind wie die Nachts :confused_face: Da ich leider noch nicht in den Genuss gekommen bin selber zu tauchen um zu sehen wie es im Meer ist :loudly_crying_face: muss ich mich da auf Aussagen von Tauchern verlassen, diese sagen das es im Meer ähnlich ist das Nachts halt die korallen viel mehr Polypen zeigen würden :confused_face: Stimmt dieses und warum?


    Hi Stephan,

    der Polyp bzw. das gesamte Korallengewebe kann sich über Veränderungen im osmotischen Druck entweder aufblähen oder zusammenziehen. Genau so macht das die Lederkoralle, wenn sie sich einzieht und "häutet". Sie schrumpft durch Wasserverlust und nimmt Wasser wieder auf, wenn sie sich erneut öffnet. Dabei platzt dann die Schleimhaut auf und reist ab.
    In der Natur ist es genauso, wie im Aquarium. Tagsüber ist die Strahlungsintensität viel zu hoch. Man kann auf einem Riffdach unter wolkenlosem Himmel eine Strahlungsintensität von über 2500 µmol photonen/cm2/s messen. Die Photosynthesesättigung liegt allerdings schon bei 250 - 300 µmol/cm2/s. µmol photonen pro quadratmeter und pro Sekunden nennt man die Photonenflußdichte. Ist egal, was das ist, es soll nur der krasse Unterschied klar werden. Die Polypen würden schlichtweg verbrutzeln, wenn sich sich tagsüber ausstrecken würden. Das reicht dann schon dicke aus, wenn das nicht zurückziehbare oder versteckbare Korallengewebe auf dem Kalkskelett exponiert ist.

    In der Natur ist der Anteil der heterotrophen Ernährung sehr viel höher als in unserern Aquarien. Die Zooxanthellen können z.B. nicht alle für sie und die Koralle nötigen Vitamine selbst herstellen. Das wird meistens immer vorausgesetzt, weil es höhere Landpflanzen alle können. Aber Algen können es oft nicht. Also müssen sie u.a. solche Vitamine über das Fressen von anderen Phytoplanktern oder Zooplanktern aufnehmen. Und sowas kann man eben tagsüber wegen der hohen Strahlungsintensität nicht machen. Genauso ist es mit dem Phyto- und Zooplankton, das hat einen ausgeprägten Tag/Nacht-Wanderrythmus, weil die auch keine Lust haben, am Tage in der Sonne zu verbrutzeln. Also sinkt das Plankton am Tage in die Tiefe ab und steigt erst Nachts wieder auf, und deshalb sind dann auch die Polypen nachts exponiert.

    Hallo,
    wie Thomas schon sagte, Anfnahme und Verwertbarkeit sind zwei paar Schuhe. Nitrat ist auch nicht verwertbar und muß nach der Aufnahme (Diffsion ins Korallengewebe!) wieder unter Energieaufwand zu Ammonium reduziert werden.

    Gleiches wird für Eisen der Fall sein. Es ist auch die Frage, in wie Fern das cytoplasmatische und mesogloeale Milieu innerhalb der Koralle die Umwandlung von Eisen-III in für die Zooxanthellen verwertbares Eisen-II begünstigt.

    Das Problem bei EDTA oder anderen Chelaten ist eben die Aufnahme per se. Macro- und Microalgen können das i.d.R. durchaus EDTA-Komplexe aufspalten, aber kann es denn die Koralle? Ausserdem werden EDTA-Komplexe gut abgeschäumt, und ob sie bei den im Meerwasser vorherrschenden pH-Werten vorher dissoziieren ist fraglich.

    Ich denke, das die Zugabe von Eisen-II-Sulfat völlig ausreichend währe. Man darf das auch nicht unbedingt auf das gesamte Aquarienmilieu beziehen: vieles läuft einfach auch auf einem "micro-scale level" ab, d.h. wird irgendwo von einer absterbenden Alge in unmittelbarer Nähe der Koralle Fe2+ abgegeben, dann wird die Wahrscheinlichkeit größer, das dieses Fe2+ in dieser Oxidationsstufe auch in die Koralle gelangt. Aber ich denke, dieser Anteil wird zu gering sein, aber er ist mit Sicherheit vorhanden.

    Die Diskussion ist aber allemal interessant. Ich würde auch Fe(II)sulfat dosieren, weil oxidiert wird das Eisen eh, aber dennoch wird vielleicht ein kleiner Anteil bis zur Aufnahme stabil bleiben, wer weiß.
    Eisencitrat ist so eine Sache, das würde zwar funktionieren, aber Citrat ist eben auch eine organische Schlüsselverbindung im Stoffwechsel (Citratzyklus), und das könnte u.U. auch einen Schuß nach hinten bedeuten, wenn man bei erhöhten Nährstoffbedingungen die Algen damit mitversorgt und sich diese dann daran erfreuen. Aussedem erhöht es die organische Wasserbelastung.

    Wie gesagt, eigentlich sollte man mit Eisen-II-sulfat ganz gut klarkommen. So denke ich jedenfalls. Vor allem Anfängern würde ich das nicht empfehlen, aber das wurde ja glaube ich schon angesprochen.

    Was man sich auch überlegen kann/sollte, ist die Fe-Versorgung über die heterotrophe Ernährung mit Phytoplankton ...

    Hi Stephan,
    ich kann mir vorstellen, was Du meinst. Aber ein Polypendimorphismus, wie man es z.B. von Lederkorallen her kennt, gibt es bei Steinkorallen nicht.

    Tagsüber wird nur ein Teil der Polyen exponiert, damit die Zooxanthellen in den Polypen und (!) in dem Korallengewebe, das sich über das Kalkskelett zieht, Photosynthese treiben können. Je höher die Strahlungsintensität bzw. die photosynthetisch nutzbare Strahlung ist, desto weniger Polypen müssen bzw. dürfen der Strahlung ausgesetzt werden, um einen maximale Photosyntheserate zu erziehlen, ohne Strahlungsstress zu erfahren.
    Nachts, wenn kein Strahlungstress vorliegt, werden beinahe alle Polypen exponiert, v.a. aus dem Grund, das die Oberfläche der Koralle zur Aufnahme von gelösten anorganischen Nährstoffen und organischen Verbindungen wie z.B. Aminosäuren maximiert wird. Dazu kommt dann noch der Planktonfang hinzu, nicht nur von Zooplankton, das durch aktiven Fang mit Hilfe der Tentakel einfangen wird, sondern auch von Phytoplankton, das auf der Oberfläche der Polypen "kleben" bleibt und mit Hilfe kleiner Cilien zur Mundöffnung transportiert werden.
    So niederiger der Nähstoffgehalt im Aquarium ist, desto größer wird für die Korallen die notwendigkeit, sich auch nachts auf "Nahrungsfang" zu begeben. Und dafür wird eben die zur Verfügung stehende Oberfläche maximal genutzt, weshalb Deine Korallen ihre Polypen und Tentakel so weit exponieren.

    Zu Peter: Die Polypen sind nur ein Teil der Korallenkolonie. Sie können im Falle vieler Steinkorallen in ihre Coralliten zurückgezogen werden, v.a. aus Gründen des Strahlungschutzes. Aber darüber hinaus wird das gesamt Skelett von Korallengewebe überzogen, und auch das enthält, wie auch die Einzelpolypen, Zooxanthellen. Das heißt, selbst wenn die Polypen tagsüber eingezogen sind, werden die Zooxanthellen im Korallengewebe dennoch Photosynthese treiben können. Und das reicht unter Umständen dazu aus, um die gesamte Kolonie mit Photosynthese Assimilaten zu versorgen. Das gleiche gilt für die Aufname von Nöhrstoffen, die über das gesamte Korallengewebe, also sowohl über die Polypenoberfläche wie auch über die gesamte zur Verfügung stehende Korallenoberfläche aufgenommen werden können.

    Noch eine Anmerkung zur Beobachtung, das sich die pinke Seriatopora tagsüber dennoch "lichthungrig" verhält. Das pinke Pigment, ein korallenspezifisches Frabprotein (Chromoprotein), hat sehr wahrscheinlich, so wird es diskutiert, einen Strahlungsschutz. Deshalb wird sie einen bestimmten Anteil der Strahlung nicht zu den Zooxanthellen durchlassen, so das auch hier noch die Polypen vollständig bei Tag exponiert sein können, oder sogar müssen. Die Synthese dieses Pigmentes ist sehr energieaufwenig, von daher hat die Korallen einen höheren Nährstoff- bzw. Energiebedarf zu decken, so dass die Zooxanthellen auch mehr Licht benötigen, dabei aber einen geringen Strahlungsschaden davontragen.

    Damit dürfte Deine Frage beantwortet sein ?

    Zitat

    Original von KS

    Hallo,

    das Zurückziehen von Polypen hängt entweder mit allgemenem Unwohlsein zusammen, was ich jedoch in diesem Falle nicht in Betracht ziehen würde (weil dann auch das Wachstum stagnieren würde), und v.a. mit der Strahlungsintensität. In der Regel werden in der Natur die Polypen nur nachts exponiert, einerseits um Plankton zu fangen, andererseits um tagsüber vor Photosynthesehemmung (Photoinhibition) geschützt zu sein.
    Das beoachtet man sehr häufig auch in Aquarien, wobei es sehr art- und kolonie (individuen-)abhängig ist.

    Also kein Grund zur Sorge.

    Zitat

    Original von harry bauer
    Habe die Red Seat Test´s gekauft weil sie in robert´s Test am besten abgeschnitten haben. Ich habe über meinen 160x60x60 Becken 8 Röhren(6xAquaBlue und 2x Arctinic). Nach dem Wechsel wurden die Korallen heller und Algen traten auf. Das Ploypenbild ist aber weiterhin gut gewesen. Ich verwieß damals auf den Bericht von Lars Sebralla der ähnliche Probleme schilderte. Bei ihm starben sogar Korallen ab. Man schrieb damals im Forum das die Umstellung schuld sein könnte. Ich hätte lieber je 2 Röhren wechseln sollen und nicht alle auf einmal. Mag vieleicht sogar stimmen. Ich hoffte jedoch auf Besserung. Aber wie gesagt öffnen sich nun die Korallen nicht mehr. Durch den Einsatz von Elmiphos sind die Fadenalgen zurückgegangen. Weitere Veränderungen könnte ich durch Elmiphos nicht feststellen, sogar der Phosphatwert blieb.
    Grüsse Harry

    Ok, ich denke, hier könnte der Hund begraben sein. Die 6x Aquablue + 2x Arctinic haben insgesamt einen so hohen photosynthetisch nutzbaren Blaunteil, das es schon beinahe zu viel des guten ist. Wenn die lichtabhängige Photosynthesereaktion gesättigt ist (Lichtsättigung), darüber hinaus aber noch viel mehr Photonen eingestrahlt und zwangsläufig absorbiert werden, dann führt das letztlich zu einer sog. Photoinhibition, einer Photosynthesehemmung. Und die kann unter Umständen irreversibel schädigend sein. Die Abnahme der Zooxanthellendichte wird wohl damit zusammenhängen, das die Koralle durch die Ausschleusung der Algen aus dem Gewebe versucht, die Strahlungsabsorption durch die Algen herabzusetzen. Je weniger Algen pro Fläche, desto mehr Strahlung kann zwischen den Algenzellen hindurchtreten und so keinen Schaden anrichten.

    Was Du da beobachtest, ist die Akklimatisation an die neuen Strahlungsbedingungen. Dazu kommt dann noch eine Erniedrigung des Phosphatgehaltes, an den sich die Korallen und Zooxanthellen auch noch anpassen müssen. Das die Fadenalgen verschwinden, zeigt Dir ja, das hier auch was durch das Elimiphos passiert. Das sich der Phosphatgehalt bislang noch nicht gesenkt hat, kann daran liegen, das Du noch eine Menge Phosphat in der Dekoration liegen hast, das sich immer noch nach und nach herauslösen und so den Phosphatgehalt im Wasser nicht abfallen läßt. Hier müßtest Du also noch ein wenig warten.

    Die ganzen Beobachtungen rund um die ATI Aquablue würden mir persönlich sagen, das hier der Blauanteil einfach schon zu hoch ist.

    Was hattest Du denn vorher für Röhren drüber und wie lange ist Deine Beleuchtungszeit?

    Steht die Seriatopora zufällig etwas tiefer als die betroffenen, anderen Korallen, oder bekommt insgesamt nicht ganz so viel Strahlung ab?

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    normal Aquaristische Nachzuchten werden sich sehr schwer an die Bedingungen anpassen wennst die in ein solches Wasser setzt.Vielleicht hast du das nicht Bedacht bei deinem 6 Wochen Test, andersrum von Nährstoffarm zu etwas nährstoffreicher, werden sie höchstens braun...sonst nix.
    Gruss Th.

    Hi Thomas,

    das hängt auch mit von der Art ab. Aber wenn Du den Korallen genug Zeit gibst, dann kannst Du jede Art und jede Kolonie an neue Bedingungen gewöhnen, weil sich jede Koralle, unabhängig von der Art, an bestimmte Umgebungsvoraussetzungen akklimatisieren kann. Und ich konnte auch diese Beobachtung nicht machen, das man aquaristische Nachzuchten aus nährstoffbelasteten Becken in ein nährstoffarmes Wasser gibt und diese damit ausschließlich Probleme haben, ich konnte sogar genau das Gegenteil feststellen.

    Natürlich ist es einfacher, mit frischen Importen zu arbeiten, aber das ist nicht zwingend notwendig und v.a. ist es auch aquaristisch nicht so interessant, weil wir in Zukunft eine viel größere Menge an Aquariennachzuchten kaufen und pflegen werden, als Naturentnahmen.

    Aber Du kannst ja den Test machen, und im gleichen Aquarium sowohl Nachzuchten als auch Naturentnahmen reinpacken und dann einfach mal schauen, was passiert. Aber letztendlich, so nach mehreren Monaten bis spätestens einem Jahr, wirst Du zwischen all den Ablegern keinen Unterschied mehr sehen.

    Zitat

    Original von harry bauer
    Die Seriatopora steht nach wie vor sehr gut, hat auch viele Wachstumsspitzen. Etwas heller wird sie schon sein. Ich habe leider keine Möglichkeit das Wasser mit einem anderen Test zu testen. Hier bekomme ich höchstens noch Sera Test´s.
    Tja, das leidige Thema Licht. Ich habe vor 2 Monaten die Röhren gewechselt. Da traten erste Probleme auf. Hatte die Probleme damals schon geschildert. Als die Probleme jetzt aber schlimmer wurden glaubte ich im hohen CA Wert die Ursache gefunden zu haben. Meinst du der CA Wert kann nicht die Ursache sein?

    Grüße
    Harry

    Nein, das Calcium ist meiner Meinung nach nicht alleine das Problem. Der Wert sollte schon niedriger sein, aber daran liegt es meiner Meinung nach nicht.

    Was hast Du für Röhren im Einsatz und wieviele? Waren die ersten Probleme nach dem Röhrenwechsel identisch mit den hier geschilderten Problemen, also keine expandierten Polypen und heller werdendes Korallengewebe? Hast Du Veränderungen in der Farbigkeit in den Korallen bemerkt?

    Korreliert das erneute oder verschlimmerte Auftreten der geschilederten Symptome irgendwie mit dem Einsatz des Elimiphos?

    Laß den Sera Test mal bleiben. Ich habe keinerlei Erfahrungen mit dem RedSea Test, aber Sera soll nicht gerade die meerwassertauglichsten Tests haben.

    Zitat

    Original von harry bauer
    Hallo Jörg,

    benutze den Red Sea Test. Was heißt halb tot? tja schwer zu sagen. Einige Steini´s haben seit mittlerweile über einer Woche keine geöffneten Polypen.Einige werden dazu mittlerweile immer heller. Es ist aber noch keine Gewebeablösung oder gar ein Skelett zu sehen. Keine Fraßspuren und auch scheinbar keine bakterielle Infektion zu sehen.
    Auf der anderen Seite habe ich andere Korallen ua. eine Hysterix von Henry wo die Ploypen weit geöffnet sind.

    Grüße
    Harry

    Dann sind die Korallen auch nicht halb tot. Ich bin am überlegen, ob es nicht sein kann, das Dein Phosphattest was falsches anzeigt. Tropic Marin Elimiphos zieht meines Wissens nach eine Menge an Phosphaten raus. Darüber hinaus konnte ich in der Anlage von Michael beobachten, das das Wasser nach Einsatz des Elimiphos extrem klar war. So ähnlich wie beim Einsatz von Zeovit, so dass man davon ausgehen kann, das dieses Material nicht nur Phosphat adsorbiert, sondern auch darüber hinaus andere Inhaltsstoffe entfernt (über den Abschäumer).

    Und wie gesagt, manche Korallen, v.a. Acropora Arten, mögen eine schnelle Phosphatabsenkung nicht.

    Hast Du noch einen anderen Phosphattest im Einsatz oder hast Du die Möglichkeit, Dein Wasser irgendwo mal auf Phosphat kontrollieren zu lassen?

    Ich würde nach Deinen Beschreibungen eigentlich keinen anderen Rat wissen und v.a. würde ich mir vielleicht auch keine so großen Sorgen bereiten. Wenn Deine Korallen mal eine Woche oder auch zwei keine geöffneten Polypen zeigen, dann ist das nicht unbedingt tragisch. Das heller werden hängt mit einer Verringerung der Zooxanthellendichte zusammen, und die korreliert einerseits mit der Strahlungsintensität, andererseits auch mit dem Nährstoffgehalt. Je weniger Nährstoffe, desto geringer ist die Zooxanthellendichte.

    Da Du wahrscheinlich an Deiner Beleuchtung nicht viel geändert hast, würde ich die Aufhellung eher als Indikator für eine Verringerung des Nährstoffgehaltes ansehen.

    Warte vielleicht mal noch etwas ab. Versuche Deinen Phosphatgehalt mit einem anderen Test zu verifizieren, dosiere Spurenelemente in geringer Dosierung (max. 20% der Angaben auf der Flasche).

    Steht die Seriatopora denn besser da als vorher und wie sieht hier das Korallengewebe aus (auch heller?).

    Zitat

    Original von harry bauer
    Hi Jörg,

    die Lage ist unverändert. Einige Steini´s stehen wunderbar und die anderen sind halbtot. Mit dem Phosphat ist sone Sache. Ich bekomm den Wert einfach net runter, will aber die Fischi´s nicht hungrig lassen. Hatte mir aktuell Elmiphos gekauft--> keine Reaktion. Also habe ich mal Testweise die doppelte Menge Elmiphos in den Topffilter getan-->keine Reaktion. Habe auch immer schön alle paar Tage die Beutel durchgeknetet. Der Test zeigt immer 0,2 an.

    Grüße
    Harry

    Harry,
    welchen Phosphattest benutzt Du denn? Was heißt halb tot, würdest Du eher auf einen Parasitenbefall oder eine bakterielle Infektion tippen? Löst sich das Korallengewebe auf? Vielleicht hast Du die Möglichkeit, ein Foto davon ins Netz zu stellen?

    Zitat

    Original von Stelzi
    Hiho,
    hab mir die Seite von Ralf Lerbs mal angeschaut :confused_face:
    .... Interessant ist sie wohl für Leute die auf Algen und ansonsten kahle Steine stehen. Ehrlich gesagt finde ich die meisten Bilder eher abschreckend.
    Auch ich habe schon einiges bei Ralf gekauft und war immer zufrieden, aber er sollte etwas mehr Wert auf seine Präsentation legen (Homepage und Laden).

    Gruß
    Stelzi

    Hallo Stelzi,

    ich wollte nicht den schönsten Laden küren ... sondern eine Adresse nennen, wo man Qualität in die Tüte gepackt bekommt und gute Beratung erhält.
    Was nützt mir ein schöner und dekorativer Laden mit genialem Schaubecken, wenn ich die Kosten zur Unterhaltung dieses Schaubeckens mit dem Kauf einer Koralle mitfinanzieren muß.

    Deshalb kommt man bei Ralf auch billiger Weg als beim Aquatrop...

    Ich denke, so ganz verkehrt liege ich da nicht und für mich als Student ist gerade das Finanzielle ein wichtiger Punkt!

    Zitat

    Original von harry bauer
    Hallo Jörg,

    mein Nitrat Wert ist 5mg und Phosphat 0,2. Beides mit Red Sea Test´s. Phosphat könnte sicher etwas weniger sein, aber ich füttere die Fische halt sehr oft.

    Grüße
    Harry

    Hallo Harry,

    ok, kein Phosphatmangel :grinning_squinting_face: das sehe ich ein. Eher ein bißchen viel, gelle?:) Aber naja, davon stirbt zwar noch keine Steinkoralle, aber ich würde versuchen den Wert auf weniger als 0,1 mg/L runterzubringen, zumal im Verhältnis Dein Nitratgehalt recht niedrig ist. Phosphatadsorber gibt es ja zu Hauf und ganz aktuell ein Bericht auf korallenriff.de. a wirst Du fündig werden.
    Wenn Du Phosphat senkst, dann bitte langsam, d.h. setze erst mal nur geringere Mengen an Adsorbermaterial ein, wechsel dafür etwas häufiger. Gerade abrupte Phosphatsenkaktionen mögen Acropora Arten GAR nicht gerne!

    Gibst Du Spurenelemente und Iod? Von daher könnte Gunther wirklich recht haben, das Du vielleicht eine kleine Eisenlimitierung hast. Phosphat ist ja im Übermaß vorhanden und Nitrat auch. Dann kommt Eisen als das viert häufigste Nährelement in der Reihe Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor ... Eisen. Und bei Deinen Nährstoffgehalten ist das ruck zuck aufgebraucht.

    Es sind ja nun ein paar Tage her, wie hat sich das denn bis heute weiter entwickelt, eher schlimmer geworden oder genauso oder besser?

    Zitat

    Original von jp
    sorry, aber ich finds nirgends:

    was heisst (Meeres-, Riff-) Aquaristik auf Englisch? Wenn ich in Word bei englischer Rechtschreibprüfung "aquaristic" eingeb, streicht er mir's an...

    DANKE,
    jean-paul

    Hallo,
    einen solchen Begriff gibt es meines Wissens nach nicht im englischen Sprachgebrauch. Statt dessen spricht man vom "reef aquarium hobby" oder von "reef keeping". Genau wie der Riffaquariner "reef aquarium hobbyist" oder "reef keeper" genannt wird.

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Jörg,

    wenn Du beim reaktiven Phosphat auf sehr niedrige Werte kommst, ist es sehr interessant ab und zu mal Gesamtphosphat zu testen.

    Ich vermute, der Autoanalyzer wird Dir zwar die Arbeit des Probenkochens nicht abnehmen, aber ich finde die Ergebnisse schon lohnenswert, insbesondere weil bei Steinkorallen auch entsprechende Enzyme gefunden wurden, so eine alkalische Phosphatase, die keiner Kontrolle unterliegt, wenn ich mich recht entsinne (Vergleichende Biochemie der Tiere, Autor vergessen).

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    ich habe Gesamtphosphat gemessen.

    Alkalische Phosphatasen gibt es zu Hauf bei Makroalgen, aber so weit ich weiß, findet man diese in der Koralle-Zooxanthellen - Symbiose nur wenig. Aber das lasse ich mich gerne korrigieren.

    Thomas,
    alle ein oder zwei Wochen ist zu wenig, das sind dann absolute Momentaufnahmen die dann am Ende kaum brauchbar sind. Nach den Erfahrungen die ich mit diesem Becken gemacht habe, muß man täglich messen.

    Jetzt mal ohne Flachs, so eine Dauerstudie wie ich sie mal angefangen hatte (waren glaube ich auch mehr als 6 Wochen, so eher 2 Monate) wäre eine echt tolle Sache, die man auch schön veröffentlichen könnte. Die Ergebnisse, die ich gemacht habe sind wirklich sehr interessant, aber da ich noch nicht weiß, ob ich sie veröffentliche oder nicht, halte ich damit erst mal hinterm Berg.

    Ganz klasse wäre dann ein Vergleich von verschiedenen Systemen, z.B. Zeovit, Miracle Mud, Jaubert und "normales" Berliner System. Das wäre sicher lesenswert.

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    Ok :smiling_face: werd dir einmal in der Woche Wasser schicken, dann kannst mit deinem Autodingsda messen.Dauert aber noch bischen..muss erst das Becken leermachen und mit eigener Technik und Wasser anfahren.. Freu mich *ggg*
    Ich werd aber statt Balling Kalkreaktor nehmen,ok? mit Korallenbruch :winking_face:
    Gruss Th.

    Hallo Thomas,

    ne, laß das mit den Wasserproben, das ist zu kompliziert. Der Autoanalyzer ist immer weit im voraus ausgebucht (ist nicht im Besitz unserer Arbeitsgruppe) und für ein paar Proben werfen die die Kiste nicht an. Ausserdem ist so ein Transport per Post nicht so ganz einfach, dazu müßte man die Wasserproben fixieren, damit da nix mehr passiert (v.a. bei sehr nierdigen Nährstoffgehalten ist das ne wacklige Angelegenheit)... und Quecksilberchlorid als Fixierungsmittel ist nicht ganz ungefährlich.

    Ich würde sagen, Du beobachtest einfach mal das Wachstum, und wenn was ist, unabhängig ob positiv oder negativ, dann kannst Du ja immer noch schnell mal einen Phosphattest auspacken. Kalkreaktor ist auch ok.

    Aber ich werds mal Versuchen, ein 200 L Becken ohne Fische mit vielen Korallen nur starkes Licht, Abschäumung, Kalkreaktor,Zeovit und 20%Wasserwechsel-Osmose/Woche,ohne Bodengrund und Gestein...mal schauen :smiling_face: Normalerweise müssten die Korallen dann eingehen,werd dir berichten und mit Fotos dokumentieren,wennst willst schick ich dir auch jede Woche Wasser zum messen, hab leider nichts mehr zum Phosphatmessen da.
    Zum Nährstoff messen kann ich nichts beitragen, mess nur KH und Dichte und alle 6 Wochen mal Calzium und Mag. das genügt.


    Jow, mach das mal. Dann können wir unsere Ergebnisse mal vergleichen, den Test habe ich nämlich schon gemacht. Aber ich verrate erst mal nix. Ich hatte auch 200L Wasser, 1x 400 BLV 10000 K, ordentlich Strömung, kleiner Tunze Comline Abschäumer, Zeovit, keine Fische, 10% WW/Woche, Calcium nach Balling, Magnesium mit MgCl2 u. MgSO4. Schau 'mer mal.
    Und ich habe über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen täglich eine Wasserprobe genommen und mittels Autoanalyzer auf Nährstoffe testen lassen.

    Hi Thomas,

    was für ein Bild von einer Seriatopora hystrix? Du scheinst das Becken ja zu kennen :grinning_squinting_face:
    Habe jedenfalls kein Bild gesehen und deshalb all diese Fragen.
    Man kann bei einem geringen Fischbesatz durchaus einen Phosphatmangel hinkriegen ... wenn man will :grinning_squinting_face:
    Nein, im Ernst, es gibt Fälle, da liegt das Phosphat v.a. in organischen Vorstufen vor und diese sind i.d.R. für Korallen nicht ganz so einfach zu nutzen. D.h., obwohl man das anorganische Phosphat nicht nachweisen kann, kann der Phosphorhaushalt dennoch nicht am Boden sein. Das sind zwar seltene Ausnahmen, die man aber dennoch in Betracht ziehen kann.

    Trotzdem will ich wissen, wie er das Becken fährt und wie er seine Nährstoffe mißt. Da gibt es oft immer noch Überraschungen.

    Einig sind wir uns ja über die Spurenelemente :smiling_face:

    Grüße


    Zitat

    Original von Gunther
    Halllo zusammen,
    ich verwende seit einem guten Jahr die Balling-Spurenelemente in Verbindung mit den Salzen. Mein Becken ist zu 100% mit Steinkorallen besetzt. Ich habe festgestellt, das ich in zwei Tagen einen Calciumverfall von 40mg/l habe.
    Die einfache Erklärung für Harrys Problem ist, das bei ihm die benötigten Spurenelemente, die er zwar in geringen Mengen, durch die Wasserwechsel zugibt, welche aber für seinen Besatz nicht ausreichend sind, fehlen.
    Wenn er jetzt die Balling-Salze kombiniert mit den Balling-Spuren anwendet, stellt er ja sicher, dass seine Korallen, durch die Zugabe der Spuren und Salze, welche ja nach dem KH-Wert mengenmäßig eingestellt werden, optimal versorgt.
    Durch die Spuren wird den Korallen der Stoffwechsel erleichtert, und somit können sie wieder Calcium aus dem Becken aufnehmen, und ihr Skelett weiter bilden. Somit wird sein Calciumwert auch langsam wieder fallen.

    MfG Gunther

    Hallo Gunther,

    wenn's so einfach wäre ... :grinning_squinting_face:
    Im Prinzip ist schon was dran, allerdings würde ich nicht auf Spurenelement-, sondern allgemein auf akutem Nährstoffmangel tippen.

    Harry, Du sagtest, Nitrat und Phosphat wären in Ordnung. Präzisiere das mal bitte, kannst Du es nicht mehr nachweisen? Mit welchen Tests mißt Du?

    Gerade Phosphatarmut würde solche Symptome (ausbleichen bzw. drastisches heller werden des Korallengewebes, stagnierendes Korallenwachstum)hervorrufen. Eisenmangel äußert sich bei Korallen meist nicht so drastisch, sondern wird sich v.a. in der Farbigkeit bemerkbar machen.

    Wenn Du einen Phosphatmangel hast, dann kannst Du natürlich Wasserwechseln wie Du willst, das wird dann eher nur noch schlimmer. Ich würde erst mal den Abschäumer ausstellen bzw. die Luftzufuhr abstellen, und dann mal eine Woche beobachten. Vielleicht auch mal etwas mehr füttern. Wie hoch ist Dein Fischbesatz? Gibst Du Phytoplankton? Auch das würde ich mal machen, dazu Strömung größtenteils abstellen und mit einer Pipette ganz gezielt die Korallen einnebeln. Erst nach einer viertel Stunde dann wieder die Strömung anstellen.

    Wie gesagt, Gunther hat nicht ganz unrecht, aber wenn Du jetzt mit extra Spurenelementen anfängst, dann erfreuen sich eher Algen daran als das Du den Korallen was gutes tust. Spurenelementmangel wirkt sich nicht so dramatisch auf die Calcifizierung aus, die hat mit Spurenelementen nämlich nicht viel zu tun. Ich würde die Spurenelemten erst wieder aufdosieren, wenn die Korallen wachsen, vorher reicht der Wasserwechsel vollkommen aus.

    Wie ist das Wachstum von Weichkorallen und Kalkrotalgen?

    Das Du mit NaHCO3 versuchst, den Calciumgehalt runter zu holen ist auch ok, wie Hans-Werner sagt, langsam. Aber ich würde hier auch nicht die Ursache sehen!

    Hallo,

    naja, es gibt einige Makroalgen die aussehen wie Salat ... welcher Salat schwebt Dir denn so im Sinn, Eisberg, Feldsalat ... :grinning_squinting_face:

    Vielleicht hast Du eine Ulva-Art, wird auch "Meersalat" genannt. SChau Dich mal im Internet um und gib mal Ulva in Google ein. Vielleicht ist es ein Treffer.

    Hallo Michael,

    mir dämmert es so langsam, was Du meinst.

    1) zur Ionenverschiebung: Ich hatte Dir bereits vorletzte Woche, als diese Diskussion lief, versucht zu erklären, das man das Verhältnis zwischen Natrium und Chlorid nicht verändert! Wir sprechen hier von Chlorid, nicht von Chlor, und das Chlorid sucht sich keinen Partner: es liegt als Anion gelöst vor und macht nichts ausser im Wasser vorhanden zu sein. Da brauchst Du keine Sorge zu haben. Da wird nichts gebunden noch ausgefällt oder sonst was. Chlorid macht gar nix, genau so wenig wie Natrium oder Sulfat.
    Nur das Carbonation regiert eben mit Härtebildnern zu unlöslichen Carbonatverbindungen, die dann ausfallen.


    Und man gibt ja auch die entsprechende Menge an NaHCO3 zu, damit am Ende die Ionenverschiebung zwischen Natrium und Chlorid ausgeglichen wird.

    Aber es ist völlig egal, ob das am gleichen Tag passiert oder erst nach einer Woche, wenn man nach und nach das NaHCO3 dazudosiert. Was Du z.B. am Montag durch die einmalige Zugabe von Calciumchlorid an Chlorid zuführst, das ist am Freitag auch noch da, weil es nicht von den Organismen verbraucht wird oder irgendwie ausfällt. Genauso ist es mit dem Natrium. Wenn Du portionsweise jeden Tag ein bißchen NaHCO3 dazugibst, dann sammelt sich dieses Natrium an und am Freitag hast Du dann die äquivalente Menge an Natriumionen wie Chloridionen. Und dann kommt das NaCL-freies Salz hinzu und fertig ist das.

    Wie gesagt, es ist für die Organismen völlig unerheblich, denen ist das wurscht, zumindest können wir eine Beeinträchtigung weder messen noch beobachten.


    Was ich immer noch nicht richtig kapiere, ist das mit Deiner Tabelle, weil ich nicht weiss, wie Du das alles berechnet hast. Aber das ist auch mal egal.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es Dir daraum, das Du nicht zuviel von der NaHCO3 Lösung dosieren willst, damit Dir die KH nicht zu hoch ansteigt.

    Und genau das versuche ich die ganze zeit zu erklären. Du kannst einmalig das Calciumchlorid dazugeben, um einen gewünschten Calciumgehalt einzustellen. Dabei gibst Du also erst mal Chlorid ins Becken. Wie ich oben schrieb, ist diese einseitige Chloridanhebung völlig egal, zumindest ist dies meine persönliche Meinung. Nur durch die Calciumchlorid-Dosierung wirst Du die KH nicht erhöhen, sondern u.U. und sehr wahrscheinlich senken. Und dann fängst Du sukkzessive an, die NaHCO3 Lösung täglich zu dosieren, und zwar so, das man die KH nicht über 9°dKH anhebst.

    Und was ist jetzt anders als bei Dir, ausser, das ich das CaCl auf einmal und Du in täglichen Dosen zugibst?


    Wenn es das immer noch nicht ist, was Du meinst, vielleicht weiß es ja Thomas oder Hans-Werner oder sonst jemand.

    @ricard: Warum empfiehlst Du gerade die BLV-Brenner? Hatte an aqua connect 150 performance mit 14000 K gedacht ...

    Nochmal vielen Dank für Eure Ratschläge!


    Peter[/quote]

    Hallo,

    bin zwar nicht ricard, aber egal: Wenn Du Dir sowieso Deines Korallenbesatzes noch nicht sicher bist, dann ist es prinzipiell auch erst mal egal, was Du Dir drüber hängst. Die Aquaconnect 14000 performance sind sehr gut, emittieren aber ein sehr dunkles, blaues Licht, das nicht jedem gefällt. Die Farbstabilität soll sehr gut sein.
    Die BLV 10000 K haben einen hohen Violettanteil, aber einen zu geringen Blauanteil, deshalb auf jeden Fall Blauröhren dazu (hast Du ja eh vor). Die Farbstabilität ist dagegen nicht so doll, so dass man oft schon nach 9 Monaten die Brenner wechseln muß.
    Dann gibt es auch noch HQI-D (D=Daylight) Brenner, z.B. von Osram. Diese Röhren muß man mit einer extra Blaubeleuchtung verwenden, weil der Blauanteil sehr niedrig ist. Aber es ist wohl die günstigste Alternative und ehrlich gesagt keinesfalls veraltet. Auch damit kann man ein sehr schönes Becken betreiben.
    Du hast also die Wahl, und wenn Du bei dem Aquaconnect bleiben willst, hast Du eine gute Wahl getroffen.

    Michael,

    bitte erkäre mir mal, wie Du darauf kommst (oder wo Du es gelesen bzw. gehört hast), das die KH ansteigt, wenn man nur Calciumionen durch die Zugabe von Calciumchlorid-Dihydrat dosiert? Wie würdest Du Dir das denn erklären, wenn es denn so wäre?

    Du stellst Deine Behauptungen auf, ohne sie auch nur im Ansatz zu erklären. Du brauchst ja wirlich nicht glauben, was ich oder andere schreiben, aber wenn Du schon eine Diskussion anregst, was ja prinzipiell auch gut ist, dann schreibe erstens verständlich und erläutere zweitens den Hintergrund Deiner Aussagen, sprich: argumentiere!

    Und v.a. belege Deine Aussagen und erläutere, wo Deine Werte und Zahlen herkommen, oder hast Du Dir das selber ausgerechnet (und wenn ja, wie?)?

    "Mein logischer Ansatz ist der das man nicht mehr Kalziumclorid täglich benutzt, als das mit einer Zugabe von Natriumhydrogencarbonat und NaCl-freiem Salz ein vertretbarerer Anstieg der KH bedeuten würde."

    ==> verstehst Du Deinen eigenen Satz eigentlich selbst? Was willst Du denn damit sagen.

    Michael, wenn Du was schreibst, dann bitte verständlich und grammatikalisch einwandfrei. Es kann kein Mensch verstehen, was Du überhaupt sagen willst, und so lange das nicht gegeben ist, können wir auch nicht miteinander diskutieren... ich weiß doch gar nicht, was Du mir sagen willst.

    Also, bitte erkäre mir nochmal, wo Du hier ein Problem siehst und v.a., wie Du Dir das mit dem Calciumanstieg und der KH erkärst. Außerdem, was ist jetzt mit Deinem Excel-Sheet geworden, das Du mir geschickt hast? Da hast Du Dich auch nicht mehr drauf gemeldet...


    Die ATI Blue ist baugleich mit der Osram 67 und hat demnach auch, logisch, das gleiche Spektrum. Soweit ich informiert bin, baut Narva andere Röhren als Osram, ob die jetzt irgendwie miteinander verbunden sind oder nicht. Aber es würde mich nicht wundern, wenn die besagte Narva-Röhre auch vergleichbar mit der Osram 67 wäre, denn was will man bei einer reinen Blauröhren schon großartig anders machen?

    Überhaupt kann man bei einer Blauröhre nicht viel falsch machen, es sei denn, es wäre eine reine UV-Röhre mit äußerst geringem Blauanteil. Die wäre aber auch deutlich teurer als eine Blauröhre.

    Zum Thema UV-Strahlung über Korallenriffaquarien habe ich eine eindeutige Meinung, die ich aber schon öfters im Forum zum Besten gegeben habe und das ganze nicht wieder aufrollen will, so dass man hier über die Suchfunktion fündig werden sollte.

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel

    Meine beiden Siganus vulpinius und meine beiden Zebrasoma flavescnes gehen beide an die Kugelalgen. Bei mir ist im Hauptbecken die eher Bananenförmige Form. Diese bildet übereinanderwachsenden Kolonien die man auch recht einfach manuell entfehrnen kann. Die Reste werden dann innerhalb von Minuten gefressen.

    Probleme bereiten mir die Kugelalgen nur am Kamm der Ablaufkammer. Sie wachsen auf dem Schaum unterhalb des Kammes und sezten den mit der Zeit zu. Da dort nur ca. 1-2 mm Wasserstand ist kommen die Grünkostverwerter da leider nicht hin.

    Hallo Peter,

    danke für die Ergänzung/Verbesserung. Meine Informationen sind wohl etwas veraltet und vor einigen Jahren hieß es mal, da würde kein Doktor rangehen, außer dem Naso lituratus...

    Zitat

    Original von svenhofacker
    Hallöchen,

    ich habe die Blasen abgesaugt und finde aber immer wieder welche in der Region. Sie sind sehr fest, so dass man sie auch vorsichtig abnehmen kann.

    Wo kommen die wohl her?
    Meine Wasserwerte sind eigentlich alle im grünen Bereich. Oder ist das in einem Becken, welches jetzt 2 Monate steht normal?

    Gruß
    Sven

    Hallo,

    so sehr man sich im Allgemeinen klar ist, das man Kugelalgen bessr frühzeitig entfernt, weil da so gut wie kein Tier dran geht (Naso lituratus glaube ich sporadisch, aber wer will schon einen Fisch im Becken haben, der einen halben Meter groß wird, vielleicht noch Siganus Arten?), so hoch interessant sind sie jedoch und v.a. bedeutend für die Erforschung von Transportkanälen ("Ionenpumpen", Carriersysteme, Aquaporine ...) in der Plasmamembran.

    Es ist nur eine einzige Zelle, aber hochgradig elastisch und extrem verstärkt ... und voll mit Sporen bis oben hin.

    Wissenschaftlich also nicht gerade unbeliebt!

    Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Tom,

    lies auch mal auf Roberts Seite den Vortrag von Jörg Kokott in Sindelfingen über Licht.
    Nur soviel vorweg: 14.000 Kelvin Brenner sind nicht so optimal.

    Grüße

    Markus

    Hallo,

    das mit den 14000 K Brennern möchte ich etwas differenzieren, und zwar zwischen dem 14000 K Aquaconnect Performance Brenner und dem Rest. Der Rest ist letztlich nichts anderes als 10000 K Brenner, die einen noch höheren Violettanteil und etwas mehr Blauanteil haben. Der Performance Brenner von Aquaconnect hat herstellungsbedingt ein anderes Spektrum und auch eine andere Farbstabilität, allerdings kennt leider niemand ausser dem Hersteller das Spektrum, und da bleiben auch Nachfragen beim Vertreiber erfolglos, leider.
    Wenn man die verschiedenen 14000 K Brenner untereinander vergleicht, sieht man dennoch Unterschiede, v.a. in der Farbstabilität, die beim Aquconnect sehr gut ist.

    Es ist allerdings geschmacksache, ob einem das relativ dunkle, blaue Licht gefällt, und das ist ja vielfach immer mit entscheidend. Ich habe schon mehrere Becken unter dem 14000 K Aquaconnect gesehen und die Korallen stehen alle sehr gut und wachsen auch sehr gut, viele Acroporen werden dabei aber grün und diese Farbe dominiert daher diese Becken. Farben wie rot, gelb oder auch blau kommen meist nur schwach zur Geltung, weil das Spektrum eben sehr von kurzwelliger Strahlung dominiert ist.

    Wie gesagt, es ist geschmacksache, aber prinzipiell würde ich 14000 K nicht von vorne herein ablehnen, weil der Aquaconnect da eben rausfällt. Bei den übrigen 14000 K
    Brennern würde ich immer 10000 K Brenner mit zusätzlichen Blauröhren vorziehen.

    Hier gilt wieder: Die Farbtemperatur ist das schlechteste Maß, das man zur Qualitätsbestimmung eines Leuchtmittels heranziehen kann, weil man mit zwei völlig verschiedenen Spektren die gleiche Farbtemperatur erreichen kann.

    Ich kann nur hoffen, und da stehe ich nicht ganz alleine da, dass der Parameter Farbtemperatur (oder "Kelvinzahl") bald aus den Köpfen der Aquarianer verschwindet, und mehr auf das Spektrum als auf die Farbtemperatur geachtet wird.

    Zitat

    Original von Andre Rued
    Und was bedeutet das ?

    mfg

    André

    Es ist eine asexuelle Fortpflanungsstrategie. Meist unter ungünstigen Bedingungen (v.a. Fraßdruck) verlassen einzelne Polypen die Kolonie, treiben durchs Wasser und siedeln sich an einer anderen Stelle wieder an, oft z.B. auch an den Aquarienscheiben. Aus diesem Einzelpolypen wächst dann wieder eine neue Kolonie heran.
    Ich komme deshalb drauf, weil das freigelegte Kalkskelett so schön "wie Tabata sagte" sauber abgenagt ist. Und das ist bei der Polypenausbürgerung auch so der Fall, alles schön sauber und meist ohne große Gewebeauflösungen oder ähnliches. Beobachte mal, was weiter passiert und ob Du irgendwo kleine Einzelpolypen siehst.

    Allerdings hast Du da eher eine Montipora digitata, als eine Pocillopora, und bei M. digitata habe ich noch nie gehört, das eine Poypenausbürgerung stattgedunden hat.

    Zitat

    Original von Gábor
    hallo jörg :smiling_face:
    zwischen den zwei tests waren ca. 5 minuten. ich denke nicht, dass es irgend einen grund gab verschiedene ergebnisse zu bekommen. klingt trotzdem sehr interessant, was du schreibst! warum genau geht der calziumgehalt runter, wenn ich die kh erhöhe?

    Ok, dann hat sich das erledigt.
    Wenn Du das mit dem Calcium und der hohe KH wissen willst, dann schau doch bitte mal ins Forumarchiv bzw. letzte Woche, da ging es einen langen Thread um Balling Methode, ich meine, so hieß der Thread auch: Balling-Methode. Schau dort bitte nach, da steht alles, was Du wissen möchtest.

    Zitat

    Original von Gábor
    hallo @ all!
    möchte kurz eine feststellung kundtun:
    bis vor kurzem habe ich einen calzium-test der firma jbl verwendet und den caziumwert auf 480-500mg/l eingestellt. nun ja, alles hat ein ende... neue messung mit salifert: 380mg/l. war etwas erstaunt und enttäuscht! es lohnt sich eben doch immer wieder messergebnisse mit einem zweiten test zu bestätigen. dass tropfentests nicht sehr genau sind war mir bekannt, aber das finde ich dann doch etwas heftig! :angry_face:

    Hallo Gabor,

    andererseits ist ein Calciumgehalt von 480-500 mg/L nicht unbedingt so stabil, v.a. wenn Du die KH erhöhst. Wenn Dir die KH ansteigt, dann wird Dir erst mal der Calciumgehalt runtersausen, und dann bist Du ruck zuck wieder bei 380 mg/L. Wenn Du dann zufällig genau dazwischen den neuen Test auspackst, dann liegt es nicht am Test...
    Dies nur so als Idee.

    Zitat

    Original von Aurora
    Also anhand der Aufnahme jetzt würde ich eher auf Grünalge tippen. Was ich mich frage ist was du mit feinfiedrig meinst? Die vielen kleinen Stäbchen auf dem ersten Bild oder einfach nur die Verzweigung? Die kleinen Stäbchen sehen irgendwie so aus als ob die nicht dazugehören, oder täuscht der Eindruck?

    Hallo Frank,

    es ist eine Grünalge und es sieht so aus, als ob der Chloroplast in der Zelle wandständig und spiralig angeordnet ist, und das würde für eine Spirogyra Art sprechen, allerdings zeigen Spirogyra Arten keine Verzweigungen, also wird es das nicht sein.

    Keine Ahnung, ich kann es auch nicht genauer sagen, werder mich aber nochmal umschauen.

    Sven,

    ist wohl Deine subjektive Empfindung, die ich allerdings auch nicht so ganz nachvollziehen kann.
    Ich denke, es wurde in der letzten Zeit, v.a. in den letzten beiden Monaten, sehr viel über Licht diskutiert und dort kamen weder die HQI-Brenner, noch die T5-Röhren zu kurz. Was die Spektren anbelangt sind die T5 Vollspektrumröhren i.d.R. auch besser abgeschnitten. Aber deshalb muß man diese Röhren nicht mehr oder weniger propagieren als HQI, und schon gar nicht ein bestimmtes Produkt.

    Was echte "Vorreiter" betrifft, so haben wir auch solche im Moderatorenkreis, daran mangelt es also auch nicht.

    Es wird immer wieder darauf hingewiesen, das viele Aquarianer einfach nicht auf den sog. "Kringeleffekt" verzichten wollen und daher eine ausschliessliche T5-Beleuchtung von vorne herein ausschliessen, weshalb auch ganz konkret nach HQI gefragt wird.

    Ausserdem kann ich Deine Meinung, oder besser gesagt Überzeugung, nicht ganz teilen, das eine ausschließliche T5-Beleuchung besser ist, als eine ausschliessliche HQI-Beleuchtung. Es sind noch viele Verbesserungen im Bereich der Lichttechnik möglich und von daher läßt sich eine solche Ausage v.a. auf die Zukunft bezogen gar nicht treffen.

    Immerhin ein Beitrag mehr über das Thema Licht.

    Zitat

    Original von Jörg Kokott
    Aber warum kein Wasserwechsel mehr?? Stellen wir jetzt den Nitratwert wieder in den Hintergrund??

    ==> Weil auch ein Wasserwechsel eine Veränderung mit sich bringt, und wie gesagt, ich würde jetzt erst mal nichts großartig verändern und abwarten. Mit Deinem Calciumgehalt liegst Du ganz gut, die KH ist bei 7-8 °dKH (???) und Mg ist auch ok.
    Wie hoch war Dein Nitratgehalt noch mal, ich glaube 20 mg/L, oder? Das ist kein Problem, da geht es in manchen Becken auch noch deutlich schlimmer nach oben. Alles zu seiner Zeit. Ausserdem wirst Du bei 20 mg/l NO3- mit Wasserwechseln nicht mehr allzuviel verdünne können.


    Was ist denn mit dem Natriumhydrogencarbonat die wir noch dosieren wollten. lassen wir das jetzt auch ganz weg??

    ==> Messe erst mal Deine KH mit einem neuen Test, und dann sehen wir weiter. Ich will wissen, ob Dein KH Wert stimmt. Ansonsten wächst bei Dir gerade wahrscheinlich eh keine Steinkoralle, von daher mach Dir mal keine Sorge, das NaHCO3 kommt noch früh genug.

    Aber warum kein Wasserwechsel mehr?? Stellen wir jetzt den Nitratwert wieder in den Hintergrund??

    ==> Weil auch ein Wasserwechsel eine Veränderung mit sich bringt, und wie gesagt, ich würde jetzt erst mal nichts großartig verändern und erst mal abwarten. Mit Deinem Calciumgehalt liegst Du erst mal ganz gut, die KH ist bei 7-8 °dKH (???) und Mg ist auch erst mal ok.
    Wie hoch war Dein Nitratgehalt noch mal, ich glaube 20 mg/L, oder? Das ist kein Problem, da geht es in manchen Becken auch noch deutlich schlimmer nach oben. Alles zu seiner Zeit. Ausserdem wirst Du bei 20 mg/l NO3- mit Wasserwechseln nicht mehr allzuviel verdünne können.


    Was ist denn mit dem Natriumhydrogencarbonat die wir noch dosieren wollten. lassen wir das jetzt auch ganz weg??

    ==> Messe erst mal Deine KH mit einem neuen Test, und dann sehen wir weiter. Ich will wissen, ob Dein KH Wert stimmt. Ansonsten wächst bei Dir gerade wahrscheinlich eh keine Steinkoralle, von daher mach Dir mal keine Sorge, das NaHCO3 kommt noch früh genug.