Planktonblüte im Aq

  • Hi,

    hat schon mal jemand Plankton überdosiert ? Bei mir hat sich das Phytoplankton selbständig gemacht. Das Ableger- Zuchtbecken im Bild hängt mit 6,3 Liter per Stunde im Kreislauf mit den anderen dreien und faßt so 250 Liter. Das sind also 151,2 Liter / Tag Phytoplankton in meinem Becken. Der Nitrat und Nitritwert ist heute n.N. mit Machery Nagel gemessen.
    Die Wasserbewegung erfolgt übrigends mit zwei Maxi-Jet-1200.

    Was meinen die Profies und hat jemand für mich einen Ansatz Brachionus zum Gegenlenken ?

    mfg Uwe

  • Hallo Uwe,

    wenn du das Phyto unbedingt entsorgen möchtest, versuch es doch mal mit einem Abschäumer.
    Oder du drosselst den Kreislauf und nutzt es so lange es funktioniert.

    Mit brachionus gegensteuern wird nicht einfach, die vermehren sich so lange bis das Phyto alle ist. Da kommt dann aber bei deinen Tests kein n.N. mehr, sondern ein :winking_face_with_tongue:
    Testet schon jemand Vodka in Zooplantonkulturen?

  • Hallo Uwe!

    Das selbe hatte ich beim Einfahren meines Ablegerbeckens. Es war damals noch nicht am Kreislauf angeschlossen. Es hat aber nicht geschadet. Als es im Kreislauf mit dem Hauptbecken war, verschwand die Algenblüte. Also den Durchlauf erhöhen, und die Algenblüte ist Geschichte.

    Gruß

    Aquarius

  • Hallo

    Ich hatte das auch in der Anfangsphase sehr lange gelassen. 3-4 Monate, und meine es war gut für die Tiere, aber sehr schlecht für die Sicht. Also Abschäumer hat bei gar nichts gebracht, da er da noch angeschlossen war. Und H&S überdimensioniert hätte dann was ändern müssen.

    Also solange du Gründe für die Algenblüte hast sind sie harmlos. Ich weiß nicht warum manche becken kippen, aber normalerweise schadet Korallenlaich, Muschel- oder sowas weniger. Also die Werte gehen bei solchen Aktion manchmal gar nicht auf oder abwärts. Im Meer ändert sich die Sicht auch sehr.

    Mfg Michael Hannig

    Ps Brachinius finde ich einen guten Ansatz.

    Ps hm wie machst du dein Plankton, mit Dünger oder auf andere Art. Welche Werte hat dein Wasser in Bezug auf Phosphat und Nitrat durch die Dünger. Das es nicht messbar ist ist klar, aber du weißt ja wieviel Gramm du dosierst

  • Hai Uwe,
    schon toll, wie schnell das geht, gelle?? :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: hehe:-))
    in 9 Tagen war bei mir letztes Jahr das 5m³ Becken genau so grün .
    der UV-Klärer hat es in 5 Tagen aber wieder klar gekriegt; ich habe die Suppe aber ca. 14 Tage 'gären' lasen. :smiling_face:
    Servus
    Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hi Uwe

    Zitat

    Original von use
    hat schon mal jemand Plankton überdosiert ?

    Eien Überdosierung ist mit den uns zur Verfügung stehenden Mengen in der Regel nicht möglich

    Ich würde es so machen, wie es Andreas vorgeschlagen hat. Über gedrosselten Durchfluss solange nutzen wei es geht.

    Zitat

    Original von use
    Was meinen die Profies und hat jemand für mich einen Ansatz Brachionus zum Gegenlenken ?

    Mit einem Brachionuseinsatz würdest du nur relativ schnell die gebundene Nährstoffe wieder freisetzen.

    Die Planktonblüte gibt sich innerhalb von Tagen zumal ein Abschäumer im Hauptaquarium das meiste rausziehen dürfte.

  • Hi,

    der Abschäumer läuft mit, hilft also gar nicht dagegen. Düngen tue ich das Becken auch nicht. Die 6,5 Liter/Stunde Zulauf aus den Hauptbecken scheinen genügend Dünger mitzubringen. Aber wenn niemand schlechte Erfahrungen mit der Konzentration gemacht hat schau ich halt mal wie sich die Sache so entwickelt :smiling_face_with_sunglasses: und betrachte das ganze als Algenfilter.
    Das Zuchtbecken ist ja extra so konstruiert das sich Plankton da drinnen lange hält. Allerdings sollte es planmäßig sich nicht verselbständigen :winking_face: sondern als Futtergrundlage für Zooplankton herhalten. Deshalb auch meine Frage ob jemand Brachionus hat. Dann kann ich nämlich wieder mit Züchten anfangen. Jungfische- und Garnelenlarven habe ich mehr als genug dazu :grinning_squinting_face: Nur Brachionus ist hier leider nicht aufzutreiben. Und die Copepoden vermehren sich zu langsam. Für Phytoplanktonnachschub ist ebenfalls gesorgt wenn die Brachionus das Becken leer haben. Dahinter stehen 2 x 25-Liter- Planktonreaktoren die dann kontinuierlich Nano zugeben und ein dritter mit Isochrysis steht in der Küche.

    Also wer hat einen Ansatz Brachionus für mich über ?

    mfg Uwe

  • Hallo

    Danke für die BESTÄTIGUNG bei manchen kommt man sich so richtig blöd vor da es ihr Fachgebiet ist und sie dann sowas wohl noch nie ausprobiert haben.

    Wenn du nichts auftreiben kannst schaue mal in Köln bei Mega Pet vorbei, die haben sowas (früher war es Donnerstags/rufe vorher an und kaufe es keinesfalls am Mittwoch) konkurenzlos billig da. Ein Tütchen kostet damals 2,50 Dm und war kein zuchtansatz sondern war zum verfüttern gedacht. Aber als Zuchtansatz ist es genauso gut. Sonst Preis hat das im Versandhandel als Angebot.

    Sonst kann ich den Laden echt nicht empfehlen, aber jeder hat so kleine spezialitäten die ihn doch interessant machen.

    Mfg Michael Hannig

    Kaufe nichts aus den Anlagen wo niedere Tiere und Fische zusammen verkauft werden. Die haben mit Medikamenten um sich geschmissen das glaubst du nicht. Auch wenn du da andere Sachen bekommst die man sonst nicht sieht oder Schwierig zu kriegen sind.

    Ps dachte an den Ruhrpott bei dir, München ist ja ne Ecke weiter. LOL

    3 Mal editiert, zuletzt von Michael Hannig (17. Januar 2004 um 15:13)

  • Hallo Uwe und hallo alle anderen

    Uns geht es derzeit genauso. Wir fahren gerade ein 185 Liter Becken ein. Es sind nur lebende Steine aus Bali drinn und live Sand sowie als Mischung noch anderen gröberer Korallenbruch.

    Das Becken ist kritzgrün, bzw. das Wasser. Die Tiere die drinn sind kann man zwar noch sehen aber nicht mehr besonders gut... Und das ganze nimmt jeden Tag zu und wird mehr Plankton.

    Hatte ich auch noch nicht in der Einfahrphase, vor allem da kein Plankton gegeben wurde.

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Hallo Uwe und hallo alle anderen

    Uns geht es derzeit genauso. Wir fahren gerade ein 185 Liter Becken ein. Es sind nur lebende Steine aus Bali drinn und live Sand sowie als Mischung noch anderen gröberer Korallenbruch.

    Das Becken ist kritzgrün, bzw. das Wasser. Die Tiere die drinn sind kann man zwar noch sehen aber nicht mehr besonders gut... Und das ganze nimmt jeden Tag zu und wird mehr Plankton.

    Hatte ich auch noch nicht in der Einfahrphase, vor allem da kein Plankton gegeben wurde.


    Hallo Robert,
    ich hatte in der Einfahrphase auch in keinster Weise Plankton ins Becken gegeben. Claude meinte, daß vielleicht durch Unachtsamkeit an den Händen was hängen geblieben ist, wenn ich zuvor irgend etwas mit Phytoplankton gehändelt hätte.
    Kann mich jedenfalls nicht erinnern???? Tatsache ist, daß wie schon erwähnt, daß Wasser nach 9 Tagen vollkommen grün war...
    @Bernd
    da half der Abschäumer überhaupt nichts, denn der lief zu der Zeit Tag und Nacht, genauso wie die wenig Plankton schonenden Pumpen. Das Wasser wurde immer grüner. Erst der UV Klärer machte dem Spuk ein Ende.
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan :smiling_face:

    Na dankeschön du machst mir Freude.
    Da wir kein Plankton im Haus haben kann es das auch nicht gewesen sein... Irgendwas begünstigt das Planktonifsche Monsterwachstum :winking_face:

    Hoffe ich brauche kein Uv...grins.
    Na ja, ist ja noch einfahrphase ist daher nicht ganz so wild.
    Warten wir es ab

  • Hallo

    Soweit ich weiß sind Algensporen in der Luft und überall auf der Welt nachzuweisen. Also auch in deiner Wohnung. Die Algen können also wircklich von selber auftauchen.

    Mfg Michael Hannig

    Ps kenne auch keine genaueren Details und weiß auch nicht wie die Sporen bilden(stelle mir das so vor wie bei Farnen)
    Gerade auf dem gebiet halten die lehrmeinungen nicht lange. Ist wohl zu klein um echt interessant zu sein.

    Robert bin am überlegen wie ich es beseitigt habe, den UV hatte und habe ich nicht. LOL

    Einmal editiert, zuletzt von Michael Hannig (18. Januar 2004 um 00:21)

  • Hallo Robert und Michael,
    ich denke, daß eine Phytoplankton-'Plage' während des Einfahrens nicht mal so unnütz ist...
    bei mir war der Nitrit-Peak nur über 2 Tage !!!! im ,wie soll ich sagen....relevanten Bereich.
    Maßig aufkommende höhere Algen (ich zählte 23 verschiedene Arten) in Verbindung mit dem Phytoplankton ließen die Einfahrphase extrem kurz ausfallen. Nach 4 Wochen warf ich die SPS aus den überquellenden Ablegerbecken bereits ein. (nachdem der UV-Klärer wieder für klare Sicht sorgte.)
    Leider setzte ich zu spät einen PO4 Absorber ein, weshalb sich bis jetzt leider das Becken z.Zt. mehr rückentwickelt hat.

    @Michael
    also...Phytoplankton-Sporen wird man mit 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht in der Luft finden. so habe ich es jedenfalls in der Schule beigebracht bekommen :confused_face:

    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan

    Da lehne ich mich aus dem Fenster und sage doch. Sie sind überall in der Luft, auch an der Antarktis oder in der Wüste lassen sie sich nachweisen.

    Allerdings muß Thomas C. suchen den nur der findet sowas auch im Netz.

    Ich weiß auch nicht wie das laufen soll, den das heißt das sie zweigeschlechtlich sind, oder es wäre ein Trockenstadium in dem sie so leicht sind das sie durch die Luft vertrieben werden.

    Mittlerwiele sind sogar bakterien für den Gerinnungsfaktor in den Wolken(Ice+ bakterien heißen die Dinger) verantwortlich. Also es lebt viel mehr als man mal dachte.

    Mfg

  • Hallo Stefan :smiling_face:

    Nachdem wir gestern den Schlammfiterl vom 112er Becken am neuen in Betrieb genommen haben sieht das ganze heute schon etwas klarer aus. Ich denke ehrlich gesagt auch nicht das es Schaden bringt, ausser das man halt nichts sieht. Denn die ersten Tiere sind schon im becken :smiling_face: sogar aus versehen (weil Schalfplatz) zwei klitzekleine Grundeln die sich so in einer S. hystrix versteckt hatten, das man sie erst sah als sie daraus hervorschossen, natürlich im neuen Becken.

    Na mal schaun. Ich bin ja froh um jede neue Erfahrung ...grins.

  • Hallo zusammen

    Da der Uwe so nett war und hat den Thread hier wieder verlinkt, muss ich noch was ergänzen.
    Wir konnten der ganzen Sache damals auch nur herr werden indem wir einen UV klärer angeschlossen hatten. Durch die drei wochen plankton haben sich massiv 100te Glasrosen vermehrt, die alle nun schön fett gross sind. Nun müssen sie halt schaun wié sie mit 6 Berghias zurech kommen.

  • Hi Robert,

    jetzt wo Du es sagst. Seit der Zeit ist mein Becken auch endgültig mit Glasrosen verseucht. Hatte aber schon vorher reichlich. Aber ich habe ja jetzt auch 6 Berghias drinnen. Habe sie nur seitdem nicht mehr gesehen :frowning_face:
    Meine Planktonblüte ist übrigends von selber weggegangen, inklusive 2 Monties, einer Acro und einer Euphylia. Habe den weiteren Verfall der Korallen erst durch zusätzliche Planktongaben stoppen können.
    Also eindeutig Nährstoffverbrauch bis zur Limitierung. Das frühzeitige abstoppen per UV ist also durchaus zu empfehlen.

    mfg Uwe

  • Weiß nicht, ob´s hier her gehört, aber ich hab mal ne
    Planktonblüte innerhalb eines Tages mit Aktivkohle
    beseitigt.

    My 2 Cents...

    Gruß
    Martin

  • Gehen die Bergias eigentlich an die Tridacna im Becken. Hat dort schon jemand Bergias zusammen mit einer Tridacna gehalten ?

  • Berghias fressen AUSSCHLIEßLICH Glasrosen und verhungern sobald sie keine mehr bekommen.

    mfg Uwe

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