Ytong Statik

  • Hallo zusammen

    Da ich momentan am Aufbau eines 1500l Beckens bin und mein Unterbau aus Ytongsteinen gemauert ist. Habe ich mal einen Versuch auf einer 50t Presse gemacht:

    Der Versuchsstein hat die Masse 20 x 20 x 25 (lxbxh).

    Der Druck wurde langsam erhöht, begonnen wurde mit 1.5t - zerborsten ist der Stein bei einem Druck von ungefähr 7t.



    Ausschlag für diesen Versuch war die Tatsache das ich beim aufmauern 4 Steine zuwenig hatte und welche nachbestellen musste. Diese waren dann aber viel schwerer, was mich etwas beunruhigte. Darum der Versuch mit dem leichteren (!) Stein.

    Andreas Pridzun: Jochen hat mir geschrieben das Du im Bereich Baustoffe arbeitest. Vielleicht kannst Du mir sagen ob es Ytongsteine gibt, welche nicht für diesen Verwendungszweck geeignet sind?

    Meine verwendeten Steine (leicht wie schwer) haben die Masse 20 x 25 x 62.5. Wobei 20 die Auflagefläche des Beckens gibt.

    @Alle Ytonger: Habt Ihr auf die Belastbarkeit der Steine geachtet oder nur auf die Masse der Steine?

    Hier noch ein Bild von meinem noch nicht fertigen Aufbau:

  • Hallo Christoph,

    bedenke aber, dass Dir die 7 T/Stein nichts nützen, wenn der Wohnboden bei 1,5 Tonnen nachgibt :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (13. Januar 2004 um 12:36)

  • ich bin weder statiker noch hab ich große erfahrung mit ytong - aber meiner bescheidenen meinung nach kann mit diesen steinen so gut wie nichts passieren - auch wenn sie statt der 7 tonnen schon bei der hälfte brechen würden.

    immerhin verteilt sich das gewicht deines beckens ja auf ca. 7 steine - einfach gerechnet 7 x 7 = 49 tonnen könntest du draufstellen bis sie brechen...

  • Zitat

    Original von Uncle Tom
    Hallo Christoph,

    bedenke aber, dass Dir die 7 T/Stein nichts nützen, wenn der Wohnboden bei 1,5 Tonnen nachgibt :winking_face:

    Hallo Tom
    Da bin ich in der glücklichen Lage das unter mir der Luftschutzkeller ist :face_with_tongue:

  • Hi Christoph,
    nun ja, ich dachte so PI * AUGE sollten 60x20x75 für mein 220L Eckbecken reichen. Inklusive LS plane ich so mit ca. 300-350 kg.

    Also laneg nicht 7t Gewicht. :smiling_face:

  • Hallo Christoph!

    Ich glaube, hier machst Du einen Denkfehler. Du hast eine Fläche mit 20x20 cm bis 7 Tonnen (!) belasten können, bevor sie brach. Dein AQ (~ 2 Tonnen) hat aber eine erheblich größere Auflagefläche. So wie ich das Bild oben deute, dürfte die über einen Quadratmeter groß sein, während Du 0,04 qm belastest hast! Also ich denke, daß die Belastbarkeit der Ytong-Steine kein Problem darstellt. Dann doch eher die Tragfähigkeit des Fußbodens.

    Viel Erfolg,

    Michael

  • Zitat

    Original von Christoph
    Diese waren dann aber viel schwerer, was mich etwas beunruhigte. Darum der Versuch mit dem leichteren (!) Stein.

    wenn die neuen auch dunkler als die alten waren, dan waren die neuen vielleicht feucht oder naß und darum schwerer. Normalerweist werden aus Gasbetonsteinen (Porenbeton = Ytong ...) ganze Häuser gebaut, die ein klein wenig mehr wiegen als so ein kleines 1000L-Aquarium, daher gehe ich mal davon aus, daß die Steine das schon aushalten sollten..

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Zitat

    Original von iXware
    wenn die neuen auch dunkler als die alten waren, dan waren die neuen vielleicht feucht oder naß und darum schwerer. Normalerweist werden aus Gasbetonsteinen (Porenbeton = Ytong ...) ganze Häuser gebaut, die ein klein wenig mehr wiegen als so ein kleines 1000L-Aquarium, daher gehe ich mal davon aus, daß die Steine das schon aushalten sollten..

    Die Steine waren absolut trocken, trotzdem ergibt sich eine Gewichtsdifferenz von geschätzten 50% ?(.

    Vielleicht gibt es welche für Innen- & Aussenwände ?(. Mal schauen ob sich Andreas noch meldet.

  • Zitat

    Original von Michael Riediger
    Hallo Christoph!

    Ich glaube, hier machst Du einen Denkfehler. Du hast eine Fläche mit 20x20 cm bis 7 Tonnen (!) belasten können, bevor sie brach. Dein AQ (~ 2 Tonnen) hat aber eine erheblich größere Auflagefläche. So wie ich das Bild oben deute, dürfte die über einen Quadratmeter groß sein, während Du 0,04 qm belastest hast! Also ich denke, daß die Belastbarkeit der Ytong-Steine kein Problem darstellt. Dann doch eher die Tragfähigkeit des Fußbodens.

    Viel Erfolg,

    Michael

    Das ist mir bewusst, wollte einfach keinen ganzen Stein in die Firma schleppen :D. So habe ich ein Reststück mitgenommen. Es ist mir bewusst das dies ein Extremtest ist und mein Unterbau hochgerechnet höher belastet werden könnte.

  • ...habe andreas pn geschickt....er wird dir aber auch schreiben "aus ytong werden häuser gebaut" (grins)

  • Aus Porenbetonsteinen (=PB-Steine) werden ganze Häuser gebaut! :grinning_squinting_face:

    Aber im Ernst, es gibt diverse Druckfestigkeiten und Rohdichten bei den PB-Steinen, angefangen beim PPW2 über PPW4 bis PPW6. Für den Keller eines Einfamilienhauses werden i.d.R. PPW4 Steine genommen,
    bei Mehrfamilienhäusern i.d.R. PPW6 und für Trennwände und Obergeschosse PPW2.
    Dies ist keine rechtskräftige Aussage für jemanden der gerade ein Haus bauen möchte, in dem Fall gibt es Statiker die die notwendige Steinklasse errechnen, bei den o.g. Beispielen geht es nur um Erfahrungswerte.

    Aber um auf den Punkt zu kommen, PPW2 z.B. bedeutet das man den Stein mit mind. 2,5N/mm2 belasten kann, daß entspricht 25t/m2 Stein, resp. Mauerwerk und reicht für ein Aquarium dicke aus.

    Wenn Du 3 "Mauern" als Auflage hast mit der Breite 20cm und der Länge 62,5cm ergibt das 0,125m[H]2[/H] X 3 "Mauern" = 0,375m[H]2[/H] Auflage X 25t/m[H]2[/H] = 9,37to max Belastung zzgl. Toleranz.

    Ergebnis: Stell drauf den Pott. :grinning_squinting_face:

    Die Kosten für diese Statik belaufen sich auf mind. 3 Korallenableger und ein Bier! :grinning_squinting_face:

    Wichtig wäre vielleicht noch das man die PB-Steine in irgendeiner Form endbehandeln sollte. D.h. das man sie entweder verputzt oder zumindest mit einer Farbe streicht die einen hohen Dampfdifussionswiederstand hat (<= 100mü), am besten Latexfarbe. Das verputzen stellt aber den besseren Weg da, da PB-Steine Wasser aufnehmen wie ein Schwamm und dann versotten und im Laufe der Zeit "morsch" werden.

    Andreas!

  • Infos eben aus erster Hand eines Baustofffachmannes :smiling_face:

    Ich habe von meinen Verhau mit diesen PTU Dichtungsmittel zu tünchen. Von innen zu fliesen, und von aussen vielleicht einen Putz zu verwenden. Rauhputz oder so.

    Aber ich denke, ich werde dich bei Zeiten zu diesem Thema nochmal anrufen :winking_face:

  • Zitat

    Original von Andreas Pridzun

    Die Kosten für diese Statik belaufen sich auf mind. 3 Korallenableger und ein Bier! :grinning_squinting_face:

    Hallo Andreas

    Vielen Dank für Deine tolle Antwort!!!
    Wir werden uns sicher einmal über den Weg (Friedrichshafen?) laufen und dann bekommst Du Dein Bier! :face_with_tongue:

    Einmal editiert, zuletzt von Christoph (13. Januar 2004 um 16:54)

  • ..und ich krieg auch ein bier..oder?! :confused_face:

    Zusätzlich diese Info: ich habe "flüssigkunststoff" genommen...saugt der stein auf wie ein schwamm und die oberfläche wird knallhart...danach mit matter wandfarbe erneut überstrichen...und er hatte wieder seine schöne "mediterrane" optik...so gefällts auch "der besten frau von allen" :winking_face:

    @ andreas: welche stärke hab ich denn bei euch gekauft.. :st: :st: :st:

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