Statik

  • Hallo an alle,

    bin langsam am verzweifeln.Habe mir eigentlich was das Aquarium betrifft schon alles zusammengestellt und wollte es eigentlich schon letzte Woche in Auftrag geben.

    Nur habe ich Holzkopf an zwei wichtigere Sachen gar nicht gedacht.

    1.Stromversorgung (bestehender Tread)

    2.Statik

    Mein Becken soll ja die Maße 160x55x60 (530L) haben.Das Filterbecken auch noch mal so ca 120kg,LS,Technik usw.

    Also ich habe mal so auf ca 700-800kg geschätzt.

    Wohne im ersten Stock im Neubau (96 BJ).Stahlbetondecke laut Vermieter.
    Das Becken soll in einer Niesche stehen wonach die zwei Seitenwände wohl tragende Wände sind.

    Ich weiß das ihr keine garantierte Ferndiagnose abgeben könnt aber vielleicht könnt ihr mir ja mal sagen was ihr denn schätzt.Vielleicht hat ja einer von euch selbiges Gewicht im gleichen Rahmen?

    Mein Vermieter ruft mich am Montag an um mir zu sagen ob es Probleme geben könnte(wollte sich erkundigen bei der Hausverwaltung)
    Aber wie ich schon mitbekommen habe sagt wohl jeder Architekt 275KG pro quadratmeter.Hoffe mal der Vermieter ist nicht dagegen...


    Übrigen habe ich Parkett.Was kann ich tun um das Pakett und den Estrich zu schonen?

    Habe mir gedacht das ich ein 3cm dickes Massiv-Holzbrett unter den Unterschrank lege um das Gewicht besser zu verteilen.
    Habt ihr vielleicht andere Vorschläge?
    Ach so ich sags gleich: An die Rückwand der Niesche kann ich das AQ nicht befestigen,da die Rückwand fast hohl ist(ich denke ihr wisst was ich meine).
    Bin für jeden alternativen Vorschlag dankbar.

    Habe nämlich echt angst das mein Wunsch mit diesem Hobby endlich anzufangen an so zwei grundlegenden Rahmenbedingungen scheitern könnte.


    Bis dahin lieb Grüße

    Matthias

  • Hallo Matthias,
    zur Statik, wie Du schon sagtest, kann man nur allgemeine Dinge sagen.
    Unser Becken (750 Liter) steht im Wohnzimmer an einer tragenden Wand. Darunter ist der Hobbykeller. Eigentlich, laut Bauherrn, hat unsere Decke (Bj95) eine Traglast von 150 kg/m². An der tragenden Wand natürlich mehr. Nur nach diesen Angaben dürfte keiner mehr als 200 Liter haben. :loudly_crying_face:
    Wir haben eine Holzplatte(Baumarkt) auf das Parket gelegt und darauf den Unterbau gefertigt. Also, unsere Anlage hat mit Filterbecken und Auffüllbecken alles in allen sicher 1 Tonne. Die Decke hält das locker aus.
    MfG Enrico

  • Ich hatte biss vor kurzem noch das gleiche Problem.
    Ich plane 500l Aquarium+ Technikbecken. Habe zwar Teppichboden und einen Estrich Aufbau nach der Betondecke von 10cm (Estrich + Trittschal....) ist laut Statiker normal bei Neubauten.
    Und der hat gesagt das ich 150-200kg auf 1m² maximal belasten darf so jetzt wiegt aber mein zukünftiges Becken viel mehr. Dazu meinte Statiker ich soll auf etwa 4-5m² nichts mehr schweres stellen. Aquarium steht dann an einer 3,50 Meter langen Wand und nach vorne darf dann etwa 1,50m Meter nichts schweres mehr stehen. Am besten hat der Statiker gemeint solle ich eine möglichst große Auflagefläche (also keine Punktuelle Belastung) schaffen am besten wäre also sogar noch eine große Holz Platte drunter. Muss dazu aber auch sagen dass ich keine tragende Wand habe.


    Gruß Ingo.

  • hallo!

    also ich denke ihr lasst euch da ein bissl einschüchtern.
    bei 150kg/m² dürfte man ja auch keinen massiven holzverbau machen und den z.b. mit büchern füllen! was macht ihr dann wenn ihr einen übergewichtigen bekannten auf besuch habt? :grinning_squinting_face:
    ein bekannter von mir hatte auch probleme mit der hausverwaltung, ließ ein wirklich teures gutachten erstellen in welchem stand er kann sein becken nicht aufstellen. es stellte sich aber heraus, dass es für die hausanlage einen eigenen statiker gab welcher zu ihm sagte unter 500kg braucht er gar nicht nachfragen.

    bei meinen 840 litern werdens grob geschätzt auch 1,2 tonnen werden und ich habe da keine bedenken! (zwei tragende mauern)

    gruss aus wien
    gerald

  • Danke für eure Antworten..

    Jetzt mal eine dumme Frage:

    Was mache ich denn jetzt wenn mich am Montag der Vermieter anruft und sagt es würde nicht gehen??
    Dürfte dann wohl mein Problem sein... :angry_face:

    Aber irgendwie denke ich mir das ja dann niemand ein Wasserbett oder ähnliches stellen dürfte wenn es da gleich Probleme gibt..

    Werde mal schreiben sobald ich Antwort vom Vermieter habe..

    Gibts denn noch andere Meinungen was man machen kann um Parkett und Estrich zu schonen?


    Gruß Matthias

  • Kai

    Ein Wasserbett steht ja auch auf 2x2m, sind 4m². Dann kann das Bett ruhig 800 kg wiegen, ohne das man Angst haben muß.
    Um Dein Parkett zu schonen, lege wie gesagt eine Holzplatte unters Aquarium. Damit verteilst Du das gesamte Gewicht auf einige m².
    Die Trittschalldämmung und das Parkett sollten so keinen Schaden nehmen.

    MfG Enrico

  • Gerald

    sicher hast Du Recht, zwei festere Menschen in der Mitte des Raumes, und die Decke müßte nach diesen Angaben( 150 kg/m²) durchbrechen.
    Nur diese 150 kg/m² sind nun einmal der Standart beim heutigen Bau, also dieses Gewicht müssen Decken MINDESTENS tragen.
    Mein Bauherr sagte zu mir, ich könne selbst einen Panzer ins Wohnzimmer stellen, da würde nichts durchbrechen.

    MfG Enrico

  • Wir wollten uns vor 2 Jahren auch ein neues Becken zulegen, es sollte die Maße 100*70*70cm haben nach anfrage beim Bauordnungsamt wie ich mir die Pläne für die Altbauwohnung angeschaut hab udn seiner pers. Meinung würde er das Gewicht besser auf einer größeren Fläche verteilen.Muss dazu sagen das es naturlich auf 1qm fast 1 Tonne gewicht ergeben hätte und er es besser auf 2 qm verteilt hätte und das Becken an die Wand mit aufgehangen hätte um den Boden zu entlassten.zumindest würd ich bei solchen Gewichten jederzeit wieder einen Statiker fragen, sollte sowas nähmlich mal schiffgehen in einer Mietwohnung dann hast du die Arschkarte gezogen.

    Gruß Stefan

    P.S.kann mir mal einer sagen warum ich wen ich mitten im Satz ein Wort abändern will immer den ganzen abschnitt neu Tippen darf ???

  • At all:
    Ich weis schon das jeder Masive Bauernschrank der schön beladen ist auch ganz schön viel wiegt, auf jeden fall mehr als 150kg. Ich meinte mit der Angabe 150-200 kg pro m² nur das wenn du in dem Raum jeden m² mit 150-200kg belastest , würde des keine Probleme geben. Des macht ja aber keiner.
    Bei mir 650kg müsste ich dann auf etwa 3-4m² verteilen das mach ich ja wenn ich rings ums
    Aquarium da nichts hinstelle. War außage vom Statiker. Des Gewicht verteilt sich dann im ganzen Raum.
    Ich habe aber auch kein Gutachten machen lassen sondern mein Vater hat halt beim Architekten und beim Statiker Angerufen.

    Gruß Ingo

  • Hallo,

    also ich wohnt mal in Innsbruck in einem Haus, älteren Baujahres (mit hohen Räumen), in dessen Mauerwerk Schiefersteine etc. eingemauert waren! Die Wohnung war zuerst ein Büro und der Vermieter hat es nicht geschafft das als solches weiterzuvermieten. Da er Baumeister war, hat er dann ne Wohnung draus gemacht und da ich seinen Schwiegersohn gut kannte, kam ich zu der Wohnung (hab sie noch vor dem Umbau gesehen und konnte auch mitbestimmen wie es aussehen sollte). Manche von den Möbeln (Regale, Schreibtische etc.) Haben wir dann auch gleich gesagt, dass er sie drinn lassen soll.
    Unter anderem war da auch ein gut 150m hoher (Grundfläche 60x60)alter Standtresor. Da hab ich gesagt, den soll er auch drinn lassen, worüber er ganz froh war. Den zu entfernen wär ne tolle Aktion gewesen, da teuflisch schwer. Wir haben ihn dann auf Eisenrohren zu zweit in mein Zimmer gerollt (anders wärs nie gegangen), wo ich ihn angestrichen und als Bar zweckentfremdet habe :D.
    Leider war er zu schwer um ihn dann beim Auszug mitzunehemen. Soviel mal zur Tragfähigkeit.

    Denke ein durchschnittlich großes Becken an einer Wand und darunter Betonboden/Estrich trägt es ohne Probleme.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Zitat

    Original von Hergo
    P.S.kann mir mal einer sagen warum ich wen ich mitten im Satz ein Wort abändern will immer den ganzen abschnitt neu Tippen darf ???

    Versuch es mal mit der Taste Einfg., die schaltet den Modus von Überschreiben auf Einfügen und umgekehrt. :winking_face:

  • Hallo Matthias,
    also eigentlich darf man das garnicht erzählen:
    Mein Aquarienbauer hatte in seiner Altbauwohnung( BJ 1928 ) 2000 Liter als Raumteiler zu stehen :winking_face_with_tongue::st: (bitte nicht nachmachen :D)
    Ich selbst habe 1000 Liter in einem Neubau (Bj 96) problemlos im Wohnzimmer stehen. Auch ich habe eine Holzplatte drunterliegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Michael Gronau (6. Dezember 2003 um 16:55)

  • Hallo Enrico!

    Zitat

    Mein Bauherr sagte zu mir, ich könne selbst einen Panzer ins Wohnzimmer stellen, da würde nichts durchbrechen.


    Würde Dein Bauherr auch für diese Aussage Haftung übernehmen? ;)Erst dann würde ich einer solchen Aussage glauben.

    Gruß,

    Michael

  • Ich hatte ein 700l-Becken (200x60x60cm) plus 100Kg Metallunterkonstruktion plus 300l Technikbecken plus ca. 100Kg Filtereinlage plus mehrere Zentner Steine im Becken (und ein paar Fische :D) ...

    im Neubau (1968 ) im 5. OG an einer Wand, vermutlich tragende Wand.
    Habe da nie jemanden gefragt, hat irgendwie drei/vier Jahre bis zum Umzug gehalten. ich denke sowieso, dass Statiker immer drei Schritte weiter auf Nummer sicher gehen und überall große Tolleranzspielräume sind ...

    es gibt natürlich Ausnahmen ... ein 17.000l Becken oder so würde ich auch nicht so aufstellen ... :smiling_face:

    Aber bei Deiner geplanten Beckengröße würde ich bei einem Neubau ruhig schlafen können ...


    Cu Gino

    200(l)x70(h)x80(t)cm, Giesemann 3x150W HQI + 2x80W ATI T5 blue, 2xTunze 2002/1xTunze stream 6100, Hauptfilter 160x60x60cm, Aqua medic Turboflotor 5000baby, IKS, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Gino Golinelli (7. Dezember 2003 um 23:20)

  • aloha, grundguterseits

    man kann, insbesondere bei der vorgesehenen beckentiefe, auch mal darüber nachdenken, ob man das becken nicht an die wand hängt. wo doch zwei tragende wände die nische begrenzen sollen.

    beste grüße
    y.

  • Hallo Michael,

    ich glaube nicht, das er Haftung dafür übernimmt.
    Irgendwie sagt es doch aber trotzdem einiges über die Deckentragkraft aus.

    MfG Enrico

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich mal bei einem Estrichleger schlau gemacht. Die Angabe von 150 kN/m² bezieht sich bei einer gleichmäßige Lastannahme, d.h. jeder m² deines Raumes ist mit 150 kg belastet. Es können natürlich partiell höhere Lasten aufgestellt werden. Die Belastbarkeit hängt dann vom vorhandenen Estrich ab (Höhe Dämmschicht, Estrichart...). Im allgemeinen hält der normale Estrich Lasten von 350 - 500 kN/m² aus. Bei Belastungen darüber hinaus, kann es v.a. im Wandbereichen zu Rissen im Estrich kommen. Das hat noch nix mit der Tragfähigkeit der Decke zu tun. Jedoch würde evtl. das Becken in Schieflage geraten und durch auftretende Spannungen wahrscheinlich platzen. Helfen kann da natürlich eine sehr biegesteife Holzplatte, die um einiges größer als das Aquarium ist.
    Die Deckentraglast ist um ein vielfaches höher, die kann jedoch nur vom Statiker ermittelt werden. Achtung, es gibt Versicherungen, bei denen jegliche Garantien für Schäden ausgehend von Aquarien ab bestimmten Literzahlen erlöschen. Auch fordern einige für Becken ab 400l einen statischen Nachweis für die Decke, sonst erlischt der Versicherungsschutz.
    Alle hier von mir gemachten Angaben wurden aus, div. Treads und eigenen Recherchen gesammelt. Ich übernehme für jegliche Angaben keine Garantie!!

    MfG Marcus

  • Hallo Marcus!

    Zitat

    Original von Marcus Nitzsche
    Hallo zusammen,

    ich habe mich mal bei einem Estrichleger schlau gemacht. Die Angabe von 150 kN/m² bezieht sich bei einer gleichmäßige Lastannahme, d.h. jeder m² deines Raumes ist mit 150 kg belastet. Es können natürlich partiell höhere Lasten aufgestellt werden. Die Belastbarkeit hängt dann vom vorhandenen Estrich ab (Höhe Dämmschicht, Estrichart...). Im allgemeinen hält der normale Estrich Lasten von 350 - 500 kN/m² aus.
    MfG Marcus

    Nicht dass es einer nachmacht. 500 kN/m² wären eine Masse von ca. 50 Tonnen. Du meinst natürlich 3500 N bis 5000 N pro m²

    Grüße
    Reinhard

  • Moin,
    also wir wohnen im Erdgeschoss,darunter ist allerdings noch sonne komische kellerwohnung. :grinning_squinting_face:
    Baujahr ist 1971,alles Stahlbeton,Becken ist 160x70x60,Technikbecken auch nochmal 150 Liter.Das Becken steht auf einem Stahluntergestell(wie bei den meisten wohl)und das auf einer Holzplatte,achja Parkett haben wir auch liegen.Vor dem Becken steht noch ein fetter Glas- Esstisch,wo auch regelmäßig gefutter wird wird. :Palles in allem also eine schöne Belastung.
    Wir haben das becken aber im Mietvertrag mit aufgeführt,so bin ich fein raus.Und unseren Versicherungen ist es egal wie groß das becken ist.
    Statiker zu rate zu ziehen ist wohl zu empfehlen btw.dein Vermieter wird es dir ja wohl sagen können,ausserdem weiß ich gar nicht ob du überhaupt unterlagen für einen statiker bekommen würdest,wenn du mieter bist.
    Hatten wir mal bei einer Wohnungsgesellschaft,die haben ja angeblich ihre eigenen "Statiker",allerdings sagen die sowieso immmer nein.

    Drück die daumen das es klappt.

    MFG
    Mirko

    Pool-Panorama:140x65x65+100x40x40 Technikbecken,HS 150-2001,2xTunze Stream 6085,RD3 Speedy 5m³

  • Hallo@all,

    danke für eure Infos.Eure Antworten haben mich schon beruhigt.

    Heute rief der Vermieter an und gab mir die Nummer von den Architekt der das Haus gebaut hat,
    er meinte er hätte mit Statiker und Architekt gesprochen und die meinten:700-800KG wären ja schon schwer.

    Also weder ein nein noch ein klares ja. :angry_face:

    Morgen werde ich mich an den zuständigen Architekten wenden wobei ich langsam das Gefühl bekomme das erstmal alle nein sagen...

    Meiner Versicherung würde in diesem Fall zahlen (bei Rissen in der Wand oder Estrich),habe ich heute in Erfahrung gebracht.

    Ich denke wenn ich die Erlaubnis vom Vermieter habe dann sollte ich es jetzt endlich wagen.

    Wie dick würdet ihr das Holzbrett wählen???(ich dachte an 3cm)

    Würdet ihr noch irgendwas anderes drunterlegen (wegen Feuchtigkeit oder so)??

    Gruß Matthias

  • Zitat

    Original von Matthias Schenck
    Würdet ihr noch irgendwas anderes drunterlegen (wegen Feuchtigkeit oder so)


    Dünnes Styropor zwischen Holzplatte und Boden. Das verhindert daß Wasser unter die Bodenplatte gelangt.

    Einmal editiert, zuletzt von KS (9. Dezember 2003 um 02:10)

  • Wünsch dir viel Glück das es klappt, ich selber bin auch gerade am Überlegen ob ich mir nicht éin neues Becken anschaff aber die problematik mit der Statik ist eben so eine Sachen wen man in einer Mietwohnung wohnt.Und dein Vermieter kann zwar ja sagen aber sollte was schiff gehen und du hast es nicht schriftlich wie oben schon mal gesagt Arschkarte.Nimm lieber eine Nummer kleiner und sei auf der sicheren Seite.

    Gruß Stefan

    P.S.oder lass einen Statiker kommen und dir es schriftlich bestätigen das es geht dann bist du 100% sicher falls was schiefgeht.

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (9. Dezember 2003 um 13:36)

  • Das mit dem Statiker ist auch nicht immer so einfach.
    Solange der nicht selbst das ding gerechnet hat, wirst Du kaum etwas schriftlich bekommen. Ich hab ein 1950er Haus umgebaut, es waren alle Pläne vorhanden, der Statiker war mehrmals vor Ort und hat die Arbeiten überwacht - und trotzdem gabs keine schriftliche Garantie...dafür könnte ich aber jetzt einen Stahlhandel aufmachen, wenn ich mal auszieh.... :grinning_squinting_face:

  • Hallo an alle,

    also erstmal danke für alle antworten.

    Heute habe ich die letzten Telefonate geführt (Architekt,Vermieter) und morgen soll es endlich soweit sein und ich werde mein Becken bestellen...(Hat ja lange genug gedauert)
    Dank eurer Hilfe hier im Forum fühl ich mich doch noch sicherer,was diese Hobby betrifft.

    Also wie gesagt der Vermieter erlaubt es,übernimmt aber im Falle eines Falles keine Haftung.

    Der Architekt,welcher das Haus gebaut hat sagt:"dürfte kein Problem sein,ist aber nicht rechtsverbindlich". :angry_face: (das Haus ist nach neuester Norm gebaut.)

    Das ist genau das was Stefan sagt.Man bekommt keine klaren Aussagen und eine schriftliche Garantie sowieso nicht.

    Und zur sogenannten Arschkarte kann ich nur sagen das es doch normal ist das ich für dieses Aquarium die Haftung übernehmen muß.
    Würde ich als Vermieter auch so wollen.
    Aber da gibts ja noch die gute alte Versicherung,welche ich auch habe,die alle Schäden im Schadenfall übernehmen würde(habe nochmal genau gelesen).

    Aber freut euch nicht zu früh denn weiter Fragen werden definitiv kommen :grinning_squinting_face:


    Gruß Matthias

  • Die Haftplichttversicherung wird dann den Schaden decken wenn es sich nicht um grobe Fahrlässigkeit handelt. Einfache Fahrlässigkeit, also nicht grob, wird gedeckt.

    Im Einzelfall ist nun die Frage was ist grob Fahrlässig. Das ist immer eine Einzelentscheidung.

    Nicht grob Fahrlässig ist, wenn der Aufsteller auf eine Vielzahl von Aquarien verweisen kann, die in seiner Größe und in vergleichbaren Bauten ohne Schaden aufgestellt wurden.

    Erst wenn diese Parameter, Größe und vergleichbare Bauten deutlich von einander abweichen kann es grobe Fahrlässigkeit sein.

    Grob Fahrlässig ist sicher ein 300 x 60 x 60 cm Becken in einem Altbau mit Holzbalkendecke.

    Hier fehlen sicher die Parameter "üblichkeit, vergleichbar und vielzahl".

    Die Sachkunde eines Versicherten kann auch eine Rolle spielen. Wenn auf Grund seines Berufes, seiner Ausbildung der eintretende Schaden offensichtlich eintreten kann, wird die Versicherung nicht zahlen.

    Beruf: Statiker, Architekt, Polier ???

    Gruß Günter

  • Hi Günther,

    mein Beruf ist Versicherungskaufmann ;).

    Muß dir aber widersprechen was das mit der groben Fahrlässigkeit betrifft.

    Die private Haftpflichversicherung deckt auch grobe Fahrlässigkeit ab bis zur vereinbarten Deckungssumme.

    Das einzigste was ausgeschlossen ist,ist Vorsatz.

    Jetzt mal angenommen man zieht aus und es würde Schäden am Estrich,Parkett oder sonst irgendwelche Risse in der Wand geben,welche aufs Aquarium zurückzuführen sind,dann wäre es als "Mietsachschaden" über die privat Haftpflichtversicherung auf jeden Fall abgedeckt.Voraussgesetzt man hat keine ur-alte Haftpflichtbedingungen aus dem Jahre 1970,da sind dann nämlich keine Mietsachschäden abgesichert.

    Ansonsten brauch man sich da keine Sorgen machen, es sei denn:

    -Es handelt sich um ein außergewöhnlich großes Aquarium..

    In Deutschland kann man Standardbecken bis 200cm länge kaufen (habe ich mal hier irgendwo gelesen).Diese fallen auf keinen Fall drunter.

    Was ich hier gelesen habe das die Versicherung abhängig von der Beckengröße leistet, ist mir nicht bekannt.
    Jedenfalls ist das bei meiner nicht so,vielleicht bei anderen.


    Aber trotzdem interessantes Thema,weil ich denke das schon jeder wissen sollte ob im Falle eine Schadens das Geld die Versicherung übernimmt oder ob man selber drauf sitzen bleibt.


    Gruß Matthias

  • Nur kurz, als "Betroffener": Meine Versicherung hat alle durch den Aquarienunfall entstandenen Schäden anstandslos bezahlt - die Größe hat keinerlei Rolle gespielt, und auch nicht die Ursache.


  • Hallo Matthias

    grobe Fahrlässigkeit mitversichert, das ist mir neu. Hast Du die Möglichkeit mir die Versicherung und den entsprechenden § in den Versicherungsbedingungen zu nennen. Meine Faxnummer sende ich Dir per PN wenn Du mir die den Auszug aus den Bedingungen senden kannst. Wäre echt toll !!

    Das könnte viele Kunden bringen.

    Gruß Günter

  • @Günther

    klar mache ich das,wird aber erst morgen werden,da nicht mehr im Büro :grinning_squinting_face:

    Wie gesagt,die Haftpflichtbedingungen sollten nicht "alt" sein.


    Gruß Matthias

  • Hier ein Urteil des Landgerichts wegen nicht ausreichender Beaufsichtigung der Waschmaschine. Prozess wurde verloren !
    Begründung Grobe Fahrlässigkeit.

    Ich habe einen ganzen Band verlorener Prozesse von Kollegen wg grober Fahrlässigkeit. Aber keinen wegen eines Aquariumschadens am Bauwerk. Mietsachschäden sicherlich ok !

    Gruß Günter


    LG Frankfurt/Main
    1998-09-08
    2/26 O 285/97
    Rechtsbereich/Normen: VVG
    Einstellung in die Datenbank: 2000-09-19


    Riskante Waschmaschinennutzung

    Wasserschäden müssen vom Haftpflichtversicherten selbst getragen werden, wenn dieser den Waschmaschinenzulauf geöffnet hat und trotzdem die eigene Wohnung für längere Zeit verläßt. Dies gilt zumindest dann, wenn der Verbraucher kein Aquastop-System installiert hat.

  • Hier stellt sich die Frage welche Bedingungen der Versicherte hatte.
    Ist durch das Wasser dem Vermieter ein Schaden entstanden,dann zahlt die Versicherung bei "normale Bedingungen".

    Ich glaube das was du meinst betrifft die Hausratversicherung(kann das sein das du das verwechselst?)

    Hier hast du vollkommen Recht das auch die aktuellen Bedingungen von verschiedenen Unternehmen die grobe Fahrlässigkeit in der Hausratversicherung ausschließt.

    Hier gibts dann ne ganze Menge was die grobe Fahrlässigkeit in der Hausratversicherung ausschließt.

    Nur ein kleiner Tip von mir:Es gibt inzwischen Unternehmen die Hausrattarife anbieten wo auch grobe Fahrlässigkeit versichert ist.

    Gruß Matthias

  • Hallo,

    also ich hatte ein 200x60x60 Becken mit Filterbecken auf einer Holzkonstruktion im 1 Stock eines in den 60er Jahren gebauten Hauses mit Stahlbetondecke an der Außenwand stehn. Da gabs keine Probleme. Das wichtigste ist dass das Gewicht gleichmäig verteilt wird und nicht punktuell auftritt. Habe auch keinen Statiker gefragt. Bei einer Stahlbetondecke sollte das aufstellen eines Aquas kein Problem darstellen.

    Zur Versicherung kann ich eigentlich nur soviel sagen dass ich über meinen örtlichen Aquarienverein eine Aquarienversicherung habe. Diese ist günstiger als ein Zuschlag bei der Hausrat etc. Würde mich mal dort erkundigen wenn Du bei einem Verein bist.

    HAPPY REEFKEEPING


    schiwo

  • Hallo,
    hab heute auch meinen Unterschrank fertig gemauert. Er besteht aus 11 er Ytong was ich zu einem U gemauert habe, natürlich sind die Ecken im Versatz gemauert (und da wackelt auch nichts) als Unterlage dient eine 20mm starke Holzplatte (massiv)
    Ich muss mal was zur Statik sagen. ich hatte auf der Meisterschule Holzbaustatik und ich kann es hier zwar nicht jeden vorrechnen aber ein aus 11 cm starken gut verklebten Ytong Steinen hält in jedem Fall (wenn es eine U- oder E- Form hat) Ich hab da jetzt ein Becken 120*50*50 darauf stehen die Stützen liegen nur 60 cm auseinander(lichtes Maß wg Technikbecken) somit steht das AQ zu beiden Seiten 20 cm über und da verbiegt sich nichts (Tragplatte 22 mm mass. Buche verleimt). Das Teil steht dann auch noch in einem Altbau auf einer Holzbalkendecke nahe an einer tragenen wand, somit erhöt sich die Tragkraft um einiges. Statiker rechnen meines Wissens mit einem viel höheren Wert zur Berechnung der Lastaufnahme.
    Wie auch immer, bei mir stand schon mal ein 400 Ltr.! AQ auf einem umgebauten Küchenschrank und da war auch nie was.
    Bis dann
    Christian

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