mal wieder ne Pressemitteilung zum Nachdenken

  • *********** Achtung offizielle Pressemitteilung, ohne persönlichen Kommentar *******

    Lkw-Verkehr als subventionierte Transportlawine
    Buchneuerscheinung "Schwarzbuch Straße" - Kritik an europäischer
    Verkehrspolitik

    Wien (pte, 27. November 2003 12:17) - Pervers bis zum
    Irrsinn ist der Transit in den Alpen: 1.800 Tonnen holländische Tomaten
    werden jährlich nach Italien geliefert und im Gegenzug 12.500 Tonnen
    italienische Tomaten nach Deutschland. Tiefkühl-Pommes aus norddeutschen
    Kartoffeln werden zum Waschen und Schälen nach Italien transportiert, in
    Holland verarbeitet und zurück nach Deutschland gefahren. Nur zwei
    Beispiele des "Etikettenschwindels" im europäischen grenzüberschreitenden
    Transitverkehr. Angesichts der Abschaffung des Ökopunktesystems gewinnt
    das heute, Donnerstag, im Deuticke Verlag http://www.deuticke.at
    erschienene "Schwarzbuch Straße" noch mehr an Aktualität. Die beiden
    Autoren, Andreas Reisinger und Else Rieger, beschäftigen sich im
    umfassenden Werk mit der Katastrophe im Straßenverkehr, die sich durch
    kilometerlange Staus, verstopfte Straßen, schwere Unfälle und steigende
    Schadstoffmengen manifestieren.

    "Der grenzüberschreitende Lkw-Verkehr wird bis zum Jahr 2015 um 182
    Prozent steigen", so Rieger. Kritisiert wird von den Autoren auch die
    hastig überstürzte Liberalisierung. "Autobahn ist ein Teil eines
    gewaltigen Fließbandes", meint Riegler. Waren werden, ehe sie bei den
    Endverbrauchern landen, zum Globetrotter. Als Beispiel führt die Autorin
    nicht nur offensichtlich aus fernen Ländern eingeflogene Produkte an,
    sondern ein normales Fruchtjoghurt, das in Stuttgart hergestellt wird und
    bis zur Endproduktion bereits 9.000 Kilometer Weg zurückgelegt hat. Nicht
    mit eingerechnet ist die Lieferung zum Haushalt. Die enormen Kosten, die
    der Verkehr tatsächlich ausmacht, werden nicht bezahlt. "Es gibt keine
    Kostenwahrheit im Lkw-Verkehr", so Rieger. Nach einer Studie des
    deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben Pkw-Fahrer durch Kfz-
    und Benzinsteuer schon vor der Einführung der Ökosteuer etwa das Doppelte
    der von ihnen verursachten Kosten für die Infrastruktur berappt. Deutsche
    Lkw sind nach dieser Studie gerade für 66 Prozent der Kosten aufgekommen,
    ausländische Lkw zahlen überhaupt nur 14,3 Prozent der Kosten. Allerdings
    berücksichtigt diese Studie nur einen Bruchteil der Straßen.

    Co-Autor Reisinger, selbst als Lkw-Lenker unterwegs, kennt die Szene nur
    zu gut. Dass Waren quer durch Europa transportiert werden, und sich diese
    Fahrten immer noch lohnen, scheinen Politiker und Verantwortliche zu
    ignorieren. Der Fall von frischgefangenen Nordsee-Krabben, die nur zum
    Schälen quer durch Europa bis nach Tanger/Marokko transportiert werden,
    ist kein Einzelfall. Zu der großen Zahl an Transporten kommt noch ein
    anderer Aspekt hinzu: die Aushebelung sozialer Gesetze, illegale
    Beschäftigung, Schwarzarbeit. "Betrug ist zum Kavaliersdelikt verkommen",
    so Reisinger. Es gebe kaum eine rechtliche Vorschrift im Güterverkehr,
    die nicht von findigen Unternehmern ausgehebelt wurde." Aus dem
    Frächterskandal sei nicht gelernt worden, meint Transport-Fachsekretär
    Georg Eberl von der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr. Fritz
    Gurgiser vom Transitforum Austria kritisiert das Fehlen einer
    gesamteuropäischen Verkehrspolitik in einem "gnadenlosen System". Alleine
    das Lohngefälle zwischen Österreich und osteuropääischen Staaten steht im
    Verhältnis eins zu acht. Fehlende Leistungen an die GKK-Niederösterreich
    im Jahr 2002 in diesem Sektor haben bei 41 Frächtern mehr als 1,4 Mio.
    Euro betragen. Bislang haben sich aber nur vier Krankenkassen zu
    Nachberechnungen überreden lassen.

    Mit der völligen Liberalisierung des Verkehrs befürchten die Experten
    nicht nur die Aufweichung heimischer Steh- und Fahrverbotszeiten, sondern
    auch ein nahezu unüberschaubares Ansteigen des gesamten
    Verkehrsaufkommens. Die Politik habe nicht erkannt, dass der Grundsatz
    "Verkehr ist Leben" nicht mehr gültig sei, so Gurgiser. "Eine Änderung
    kann es nur geben, wenn der Straßengüterverkehr seine Kosten selbst
    tragen muss". (Ende)

    Quelle: Pressetext Europe

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Das mit den Schrimps kenne ich. Wurde sogar mal beim ZDF gezeigt. Die sind in der Regel 7 - 10 Tage alt, ehe sie wieder in Deutschland ankommen und tragen den Aufdruck:

    "Frische Schrimps aus Deutschland"

  • ....

    egal, in welche sparte der deutschen wirtschaft und politik man reinlangt,
    immer greift mann in schei...e.

    dem zu braven bürger wird das leben durch umweltauflagen scgwer gemacht, die industrie nutzt die bundesdeutschen strassen als durchgangslager für ihre waren.

    auf der anderen seite wird die deutsche bahn subventioniert anstatt dafür zu sorgen, dass ferngüter auf die bahn kommen.


    wohin man auch guckt, nur abartigkeiten.

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