Phosphatentfernung

  • Hallo,

    ich habe mir einen zweiten Phosphattest von Tropic Marin gekauft der 1 mg anzeigt, sera zeigt immer 0.

    Mit was würdet ihr den Phosphatwert senken( Rowaphos, Zeovit, JBL Phosphatminus oder ähnliches)?


    Würde mich über Erfahrungen freuen.

    MfG Rüdi

  • Hi Rüdi :smiling_face:

    Ich würde Dir zu folgendem Raten.

    Reduzierung des Phosphates über Rowaphos, oder Contraphos. Denn der Wert ist doch schon recht hoch.

    Bei Werten unterhalb 0,3 würde ich zusätzlich Zeovith einsetzen. Kann man aber auch gleiche machen....bzw. einsetzen.

    Das reduziert langsam aber zielstrebig und dient auch so der Wasserreinigung. (Nitratreduzierung) Und entfernt auch viele überflüssigen hemmenden Stoffe. (zumindst geht man davon aus)

    Verkehrt machen kann man damit meiner Erfahrung nach nichts. Wir betreiben Zeovith nun seit Januar.

  • Hallo Rüdi,

    ROWAphos klappt gut, genauso ab-aqualine antiphos Meerwasser , wobei einige behaupten, daß das aqualine-Produkt wegen seines Aluminium-Gehaltes nicht zu empfehlen sei.

    Diese beiden Filtermaterialien sind Adsorber, die das Phosphat an sich binden und aus dem biologischen Kreislauf entfernen.

    Im Gegenteil dazu ist Phosphatminus ein Mittel, welches das Phosphat ausfällt. Das Abschäumen des Niederschlags klappt nicht immer so erfolgreich, wie die Hersteller erwarten. Deshalb kann der Niederschlag im Bodengrund und auf der Dekoration verschwinden und von Bakterien wieder zu anorganischem Phosphat umgewandelt werden. Damit hat man dann ein langfristiges Problem.

    Übrigens, JBL Phosphat Minus gibt es nicht. Produkte mit diesem Namen werden von Korallin und AquaCare angeboten.

  • Hallo Thomas
    Ich habe das antiphos zur Zeit im gebrauch.
    Auf der Packun steht ausdrüklich Eisen angereichert.
    Es hat auch zu früher eine andere Farbe un Körnung.
    Deshalb glaube ich nicht das noch Aluminium vorhanden ist.
    MfG Harald

  • Das Mittel von JBL heist Phosex 20 000 und 1Kg Filtermasse binde 20 000 mg Phosphat (zum Preis von 8€ für 500gr. kommt es mir recht günstig vor).


  • Hallo Robert,
    im Erfahrungsbericht auf Deiner HP lobst Du aber Phosphatminus von Korallin. Dort hast Du 5 mg/l in 2 Behandlungen auf Null gesenkt. Hab ich mir natürlich auch zugelegt und dachte, daß dann 0,5 mg/l mit links verschwinden. Denkste ! Ich würde ja jetzt vermuten, daß wir beide etwas dazugelernt haben: Du bist von Korallin weg und ich werde nächstens erst mal das Thema genauer hinterfragen.
    Viele Grüße - Wolfgang

  • Hallo
    Ich habe auch seit einiger zeit
    Antiphos von ab im einsatz und kann nur sagen dass es bis jetzt gut funktioniert!!! :]
    Ciao Stefan

  • Zitat

    Original von Stephan Busch
    Hallo,
    schau mal bei korallen-zucht , da gibt es ein neues Produkt speziell für PO4 :]


    Ganz vorsichtig ausgedrückt: Ich habe "biophos" bestellt, und ich glaube: DAS IST DAS TEUERSTE LAVALITH MEINER BISHERIGEN AQUARIANER-LAUFBAHN!
    (ca. 45 Jahre) - ABER: vielleicht (HOFFENTLICH!!!!) irre ich mich ja??

    Sei wer du bist und sag, was du fühlst! Denn die, die das stört, zählen nicht und die, die zählen, stört es nicht!

  • Hi Wolfgang :smiling_face:

    Du hast schon recht. Aber das nur teilweise.
    Wir haben unseren WErt damals in der Tat in kurzer Zeit wegbekommen.

    Allerdings ist der Bericht vor recht langer Zeit geschrieben worden. Zumindest was das Internet betrifft. Wir haben damit auch nur positive erahrungen machen können.
    Damals hatte ich noch mit Korallin Phospaht Minus gearbeitet. Ich weisse seit gut einem Jahr immer darauf hin das es sehr wichtig ist eine wirklich gute und feuchte Abschäumer zu haben. Sonst lagert sich vermutlich viel des gebundenen Phospahtes im Bodengrunde und Deko ein.
    So sagen es zumindest die einige Biologen.

    Das da was drann sein könnte hat mich auch bewogen auf andere Absorber umzustellen. Die sind halt viel teurer, aber mir ist dabei aufgrund der Aussagen halt viel wohler. Nachwirkungen von der Korallin Phsopaht Minus Zeit haben wir allerdings keine.
    Daher frage ich mich heute noch, ist da wirklich was dran ?

    Es gab damals schon berichte wonach es nicht bei jedem geklappt hatte. Da denke ich das es in der Tat am Abschäumer liegt. Man muss möglichst schnell das gebundene Phospaht erfassen, sonst kommt es zu den beschriebenen Einlagerungen.
    Daher richtig feucht abschäumen und so könnte es dann klappen.
    Und nicht überdosieren. Hierzu hat Toni Gabriel auch was geschrieben, das eine Überdosierung der falsche weg ist.

    Derzeit nutzenwir nur das Zeolith, und keine Absorber mehr. Wobei unserer Erfahrungen mit Rowaphos, oder Contraphos schon sehr gut sind. Ist halt wie schon erwähnt sauteuer.


    Zitat

    Original von wolfgang


    Hallo Robert,
    im Erfahrungsbericht auf Deiner HP lobst Du aber Phosphatminus von Korallin. Dort hast Du 5 mg/l in 2 Behandlungen auf Null gesenkt. Hab ich mir natürlich auch zugelegt und dachte, daß dann 0,5 mg/l mit links verschwinden. Denkste ! Ich würde ja jetzt vermuten, daß wir beide etwas dazugelernt haben: Du bist von Korallin weg und ich werde nächstens erst mal das Thema genauer hinterfragen.
    Viele Grüße - Wolfgang

  • Hallo Phosphatspezialisten,
    bei mir sind die ersten beiden Versuche mit Phosphatminus von Korallin daneben gegangen, obwohl im Schaumbecher des Abschäumers eine ordentliche rotbraune Schmiere war. Ich habe ihn innerhalb von 6 Stunden 2x gereinigt. Also eine ordentliche Leistung, denke ich mal. Heute habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten, ob diese Phosphatreduzierer überhaupt wirken können, solange ausgefälltes Calciumphosphat im Becken ist. Wer Phosphat im Becken hat und mit Calziumhydroxid arbeitet, hat wahrscheinlich diese Ausfällungen in ruhigen Zonen immer liegen. Wenn also durch Verdünnung (z.B.Wasserwechsel) eine bestimmte Konzentration (Löslichkeitsprodukt ?) unterschritten wird, geht das ausgefällte Phosphat wieder in Lösung. D.h. hier müßte das Becken fast clean abgesaugt werden, da sich sonst die Phosphatreduzierer im Kreis drehen, bis die Festbestandteile abgebaut sind. Ist das so ???

  • Hallo Siegfried,
    ich sehe das etwas anders. Wenn es 100% wirkt ist es nicht so wie du meinst :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von Siegfried


    Ganz vorsichtig ausgedrückt: Ich habe "biophos" bestellt, und ich glaube: DAS IST DAS TEUERSTE LAVALITH MEINER BISHERIGEN AQUARIANER-LAUFBAHN!
    (ca. 45 Jahre) - ABER: vielleicht (HOFFENTLICH!!!!) irre ich mich ja??

  • Hallo

    Zitat===>Hallo Phosphatspezialisten,
    bei mir sind die ersten beiden Versuche mit Phosphatminus von Korallin daneben gegangen, obwohl im Schaumbecher des Abschäumers eine ordentliche rotbraune Schmiere war. Ich habe ihn innerhalb von 6 Stunden 2x gereinigt. Also eine ordentliche Leistung, denke ich mal. Heute habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten, ob diese Phosphatreduzierer überhaupt wirken können, solange ausgefälltes Calciumphosphat im Becken ist. Wer Phosphat im Becken hat und mit Calziumhydroxid arbeitet, hat wahrscheinlich diese Ausfällungen in ruhigen Zonen immer liegen. Wenn also durch Verdünnung (z.B.Wasserwechsel) eine bestimmte Konzentration (Löslichkeitsprodukt ?) unterschritten wird, geht das ausgefällte Phosphat wieder in Lösung. D.h. hier müßte das Becken fast clean abgesaugt werden, da sich sonst die Phosphatreduzierer im Kreis drehen, bis die Festbestandteile abgebaut sind. Ist das so ???

    Zitat Ende

    ======>
    trifft nach meiner Meinung und Erfahrung voll zu.
    Aber eigentlich sollte das so doch 4 -5 jahre klappen. Denn so wie ich 2 Jahre gefüttert habe füttert sonst keiner. (KILOS von Frostfutter/denke so locker an 30 Kilo in der Zeitspanne)

    Tja Klappe halten ist Schwierig bei Themen die einen Jucken:LOL:

    Mfg Michael Hannig

  • Hallo Wolfgang,

    Zitat

    Original von wolfgang
    bei mir sind die ersten beiden Versuche mit Phosphatminus von Korallin daneben gegangen, obwohl im Schaumbecher des Abschäumers eine ordentliche rotbraune Schmiere war. Ich habe ihn innerhalb von 6 Stunden 2x gereinigt. Also eine ordentliche Leistung, denke ich mal. Heute habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten, ob diese Phosphatreduzierer überhaupt wirken können, solange ausgefälltes Calciumphosphat im Becken ist. Wer Phosphat im Becken hat und mit Calziumhydroxid arbeitet, hat wahrscheinlich diese Ausfällungen in ruhigen Zonen immer liegen. Wenn also durch Verdünnung (z.B.Wasserwechsel) eine bestimmte Konzentration (Löslichkeitsprodukt ?) unterschritten wird, geht das ausgefällte Phosphat wieder in Lösung. D.h. hier müßte das Becken fast clean abgesaugt werden, da sich sonst die Phosphatreduzierer im Kreis drehen, bis die Festbestandteile abgebaut sind. Ist das so ???

    Kalziumphosphat löst sich im Aquarium nicht mehr und kann dann demzufolge nicht mehr durch durch die bekannten Phosphatabsorber reduziert werden. Algen sind allerdings in der Lage das benötigte Phosphat aus der Verbindung herauszulösen und für sich zu verbrauchen. Das führt dann dazu, daß man wunderbare Fadenalgenbestände haben kann ohne Phosphat nachzuweisen.

  • Hallo Wolfgang,

    das würde ich so sehen!
    Die Art der Phosphat-Ionen ist vom pH-Wert abhängig. Ähnlich wie beim Carbonat-Hydrogencarbonat-System liegen die Phosphat-Ionen pH-abhängig als PO4---, HPO4-- oder H2PO4- vor. Davon ist das Löslichkeitsprodukt abhängig. Deshalb die Probleme vor allem beim Wechsel von Kalkwasser auf andere Kalkzufuhr.
    Das abgelagerte Phosphat geht also in einem gewissen Ausmaß, das vom pH-Wert, aber vielleicht auch vom Alter und somit von der physikalischen/mineralogischen Beschaffenheit der Phosphate abhängt, wieder in Lösung.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi
    Damit hast du völlig recht.
    Jede Reaktion hat ein Gleichgewicht das sehr auf der Seite des CaPo4 liegt.
    Fällt dein Ph Wert so verschiebt sich das leichgewicht aber wieder zurück und PO4 wird frei.

  • Original von Harald Mülder
    Hi
    Damit hast du völlig recht.
    Jede Reaktion hat ein Gleichgewicht das sehr auf der Seite des CaPo4 liegt.
    Fällt dein Ph Wert so verschiebt sich das leichgewicht aber wieder zurück und PO4 wird frei.

    Hallo Harald,
    glaubst Du noch Meerwasseraquarianer zu sein, wenn der pH-Wert Dein Kalziumphosphat wieder in Lösung bringt? Wir reden doch hier von einigermaßen funktionierenden Meerwasseraquarien?! Nix für ungut!
    MfG Helmut

  • Hallo Helmut
    Also versteh mich richtig: Ich habe kein PO4 Problem, gemessen mit dem PO4 test von Merk und dem Hanna Photometer jedesmal o.o
    Aber es ist halt so daß eine Chemische Reaktion auch wenn sie sehr auf der Seite des Endprodukts liegt immer noch ein gleichgewicht ist. Das heisst sinken die Ausgangsprodukte unter einen bestimmten Wert bekommst du eine rücklösung des ausgefällten Produckts.
    Dies kann durch eine PH Wertsenkung gerade nachts noch erheblich gefördert werden.
    Dies ist aber schon zu Wilkens Zeiten vor 20 Jahren bekannt gewesen.
    Was Du bestimmt meinst ist daß wir heutzutage nicht mehr solche PH Wert schwankungen haben sollten?

    MfG Harald


    [QUOTE]Original von Helmut Strutz

  • Original von Harald Mülder
    Hallo Helmut
    Also versteh mich richtig: Ich habe kein PO4 Problem, gemessen mit dem PO4 test von Merk und dem Hanna Photometer jedesmal o.o
    Aber es ist halt so daß eine Chemische Reaktion auch wenn sie sehr auf der Seite des Endprodukts liegt immer noch ein gleichgewicht ist. Das heisst sinken die Ausgangsprodukte unter einen bestimmten Wert bekommst du eine rücklösung des ausgefällten Produckts.
    Dies kann durch eine PH Wertsenkung gerade nachts noch erheblich gefördert werden.
    Dies ist aber schon zu Wilkens Zeiten vor 20 Jahren bekannt gewesen.
    Was Du bestimmt meinst ist daß wir heutzutage nicht mehr solche PH Wert schwankungen haben sollten?

    MfG Harald

    Hallo Harald,
    meiner Meinung nach geht Kalziumphosphat erst bei einem pH-Wert von 6,3 wieder in Lösung und einen solch niedrigen Wert sollten wir auch nachts nicht im Aquarium haben. Kalziumphosphat ist übrigens nicht mit unseren Mitteln nachweisbar. Abgesehen davon, daß ich vielen Testmittelchen mißtraue glaube ich aber Deinem Photometer. Im Übrigen meinte ich nicht, daß Du ein Phosphatproblem hast. Ich dachte das mehr als Gleichnis, wenn Du eines hättest! Ansonsten wünsche ich Dir und Sabine noch ein schönes Wochenende!!!
    Tschüs!
    Helmut

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    Hallo Wolfgang,


    Kalziumphosphat löst sich im Aquarium nicht mehr und kann dann demzufolge nicht mehr durch durch die bekannten Phosphatabsorber reduziert werden. Algen sind allerdings in der Lage das benötigte Phosphat aus der Verbindung herauszulösen und für sich zu verbrauchen. Das führt dann dazu, daß man wunderbare Fadenalgenbestände haben kann ohne Phosphat nachzuweisen.


    Hallo Ralph,
    die Phosphat-Tests messen doch sicher die Konzentration des Phosphates im ionisierten Zustand. D.h. die ausgefällten Produkte von Kalziumphosphat würden wegen dieser Messung gar nicht berücksichtigt.
    Daraus folgt wiederum, daß ich im Becken den angzeigten Phosphatwert in gelöster Form plus die ausgefällte Verbindung Kalziumphosphat habe. Stimmt so ? Jetzt muß ich erst mal die Phosphatverhältnisse in meinem Becken analysieren, denn die Vorstellung der landläufigen Phosphatmessung zieht wohl hierbei nicht. Oder habe ich hier einen Denkfehler ?
    Viele Grüße - Wolfgang

  • Hallo Helmut
    Du darfst das mit dem PH nicht so statisch sehen. er ist eher wie ein Regler für die Lautstärke je mehr du aufdrehst je lauter wird es.
    So ist es auch mit dem PH Wert je Saurer desto mehr verschiebt sich die Gleichung zum Freien PO4.
    Angetrieben durch (Ich glaube das 4 Thermodynamische Gesetz die Entropie)
    Das heißt nicht das die Temperatur das Gleichgewicht beeinflussen kann sondern nur die Geschwindigkeit in der sich das Gleichgewicht einstellt wird verändert.

    Aber jetzt genieße ich ersmal das von dir gewünschte Wochenende
    :smiling_face_with_sunglasses:

  • Ich würde im Moment auch Contraphos /Rowaphos empfehlen.
    Flüssige Produkte "fällen" nur PO4 und MÜSSEN dann über den Schäumer ausgetragen werden.
    Nur wieviel geht nun über den Schäumer wirklich raus und was geht wieder in Lösung.
    Was passiert mit den anderen wichtigen Bestandteilen im Wasser( werden diese teilweise auch nicht gefällt??)
    Sacken nun die gefällten PO4 Anteile zu Boden, passiert hier nix anderes als das, was Ralph hier beschrieben hat und die Fadenalgen holen sich Ihren PO4 aus dem gefällten Material direkt!

  • Hallo Wolfgang,

    Zitat

    Original von wolfgang
    die Phosphat-Tests messen doch sicher die Konzentration des Phosphates im ionisierten Zustand. D.h. die ausgefällten Produkte von Kalziumphosphat würden wegen dieser Messung gar nicht berücksichtigt.
    Daraus folgt wiederum, daß ich im Becken den angzeigten Phosphatwert in gelöster Form plus die ausgefällte Verbindung Kalziumphosphat habe. Stimmt so ? Jetzt muß ich erst mal die Phosphatverhältnisse in meinem Becken analysieren, denn die Vorstellung der landläufigen Phosphatmessung zieht wohl hierbei nicht. Oder habe ich hier einen Denkfehler ?

    richtig, meines Wissens gibt es aber keine Möglichkeit die Menge ausgefälltes Phosphat zu ermitteln. Zumindest nicht für uns Aquarianer. Ich könnte mir aber Vorstellen, mit Hilfe eines Spektrometers auch diese Werte ermitteln zu können. Das ist aber nur eine Annahme von mir.

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