Tubastrea aufpeppeln...aber wie ??

  • Hallo zusammen,

    ich habe vorgestern von einem Händler eine ziemlich fertige Tubastrea mitgenommen und möchte sie gerne aufpeppeln.

    Im Moment füttere ich sie seperat in einer Schüssel,gehe dabei folgendermassen vor:

    Tubastrea mit der Schüssel aus dem Wasser,2 Tropfen Maggi dazu und nach ungefähr 15 Minuten öffnet sie sich leicht,dann kommt das Plankton dazu und es wird im 10 Minutentakt umgerührt....das ganze so über 2 Stunden,danach kommt sie zurück ins Becken.

    Hier ein Bild von der "Intensivstation"

    ©J.Rathje


    Was meint ihr,lohnt sich der Aufwand oder ist sie schon zu geschwächt ??Ich habe mal irgentwo was von "mit Artemia stopfen"gelesen...wie und womit macht man das ??

    Die Suchfunktion habe ich schon durch !!

    Hat jemand noch gute Tipps für mich !!

    Danke schon mal

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hallo

    Nimm dir ne Spritze inder du Artemien aufziehst und wenn due Tubi sich öffnet ( nach der Zugabe von Plankton ) spritzt du die direkt rein.

    Fisch macht das 2 mal die Woche und wenn wir weg fahren ( vor kurzem 1 Woche Urlaub ) haben wir sie mit 1/3 Stinte gefüttert, aber das dürfte bei dir noch zu früh sein.

    Gruß

    Sea & Fisch

  • Hallo Jürgen

    In der Tat sieht deine Tubastrea nicht so gut aus, Die Tentakelkränze sind ziemlich degeneriert.
    Aber ich bin mir sicher dass sie es bei deiner Pflege schafft.
    Wichtig ist in der nächsten Zeit die tägliche Fütterung.
    Unsere sah nicht viel besser aus und hat jetzt fast 1 cm lange Fangarme.

    Besser als stopfen ist wenn du die Artemien etwas zerkleinerst und mit einer Knopfkanüle vorsichtig in den Gastralraum einspritzt. Dazu verwende aber eine Insulinspritze zur besseren Dosierung.
    Wenn du keine Knopfkanüle bekommen kannst geht auch ein Zitzenaufsatz den du bei jedem Großtierpraktiker bestimmt geschenkt bekommst.

    Aber ich bin mir sicher das du sie nicht so zwangsfüttern musst da sie aufgeht und reagiert.
    Lass mal vorsichtig einige Artemien auf die Polypen sinken.

    Ich schicke dir noch eine PN. zwecks eines Mittels was aber noch in der Erprobung ist.

  • hi jürgen,

    nun, man nimmt mit der pinzette ein artemia und stopft es vorsichtig in den schlund der koralle.

    wenn sie nahrung aufnimmt, und du täglich gut fütterst, kann's durchaus wieder etwas werden.

    ist halt mühsam und langwierig.

  • Hallo Sea,Harald und Joe,

    Vielen Dank für eure Tipps !! :]

    Sie frisst,also werde ich diese "Intensivbehandlung" fortsetzen und in 2-3 Tagen mal Artemien versuchen.

    Hier zum Vergleich nochmal zu Beginn der Fütterung und "satt" :grinning_squinting_face:



    ©J.Rathje

    Ich hoffe das wird was,auch wenn es aufwändig ist aber man gönnt sich ja sonnst nichts :winking_face:

    Gruß Jürgen

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  • Hallo Jürgen,
    mein Exemplar sah auch am Anfang so aus. Ich habe auch versucht, sie zu stopfen, aber sie hat die Artemien wieder ausgespuckt. Ich habe dann die Strömung ausgestellt, und die Artemien einzeln auf die Mundöffnung gelegt. Sie hat sie dann "eingesaugt", und nach ein bis zwei Wochen hatte sie sich gut erholt, und die Tentakeln waren richtig lang. Dann kann man sie auch mit einer Spritze und Schlauch füttern, weil sie dann die Beute auch aktiv festhalten kann.

  • Als Tipp Reicher die Artemien mit lachsöl an oder nimm hoch Proteinhaltiges futter z.B junior Star O.Ä mit über 60% Proteinen
    Dann bekommt sie mehr "Kraft" durchs Futter.
    Gruss Heinz

  • Hallo Jürgen,

    wer lesen kann ist im Vorteil, es gibt da einen Bericht der über 1,5 Jahre alt ist und immer noch stimmt, da steht doch schon alles drin.

    http://www.korallenriff.de/tubastreaneu.html

    PS: Wozu macht man sich sonst soviel Arbeit?

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan P (29. August 2003 um 22:16)

  • Hallo Stephan,

    danke für die Ohrfeige,im positiven Sinne :winking_face:

    Ich hatte mich bis dato überhaupt nicht mit Tubis beschäfftigt weil mir der Pflegeaufwand immer zu hoch erschien,habe mich spontan entschieden das Tier mitzunehmen weil es bei dem Händler mit Sicherheit verreckt wäre..und für mich eine neue Herausforderung dastellt.

    Ich wollte der Tubi nur schnell helfen können ,daher mein Posting,werde mich aber jetzt, wo es ihr sichtlich besser geht intensiv einlesen und informieren.

    Gruß Jürgen

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  • Hallo Jürgen,
    hier ein Bild von meiner Tubastrea, die am Anfang auch so gut wie keine Tentakeln mehr hatte. Jetzt hat sie durch Sprossung(?) seitlich ihrer großen Polypen Tochterpolypen ausgebildet. Ist auf dem Bild in der Mitte zu erkenne, leider etwas unscharf.
    Ich füttere sie jetzt aber nicht mehr jeden Tag, sondern nur jeden 2-3 Tag mit Artemien oder in Wasser suspendierten Staubfutter.

  • Hallo Jürgen,

    ich kann Sabine's vorletzten Beitrag voll und ganz bestätigen. Artemien einfach bei abgeschalteter Strömung auf die Polypen sinken lassen und die Koralle saugt es schon ein. Ich verbinde das immer mit der Fischfütterung, da öffnen sich dann die Polypen auch direkt.

    Meine gelbe Tubastrea nehmen auch sehr gerne fein gehacktes TK-Miesmuschelfleisch; das war bei mir über viele Monate das Hauptfutter (90%).

    Vor ca. sechs Monaten hatte ich auch so einen "Todeskandidatenstein" gekauft. Allerdings viel kleiner als Deiner mit nur zwei Polypen, aus denen aber bei der oben beschriebenen Pflege inszwischen 10 geworden sind (je vier "Kindspolypen" entstanden am Fuße der beiden "Mutterpolypen" wie auf dem Foto/dem Hinweis in Sabine's vorstehenden Beitrag).

    Grüße
    Andreas

    2 Mal editiert, zuletzt von Andreas Stein (29. August 2003 um 23:47)

  • Hallo,
    ich gebe manchmal in das Tubastreabecken ( ein Nanobecken zwecks besserer Füttermöglichkeiten und Wasserwechsel) lebende Artemianauplien die in Plankton angereichert wurden.
    Die Tentakeln der Tubastreas kräuseln sich dann als hätten sie Dauerwelle bekonmmen. :grinning_squinting_face:

    Ich frage mich nur, ob sie die kleinen Nauplien auch wirklich fangen, oder ob es nur der Berührungsreiz ist. Denn sie sind ja so klein, das sie eigentzlich nur "kleben" bleiben könnten an den Tentakeln, um dann in den Mund zu wandern.
    Oder hat sie keinen klebrigen Schleim, wie z. B. Acroporas?

  • Sabine,

    m.E. haben die Tubis definitiv einen "klebrigen" Schleim. Wenn ich eine adulte TK-Artemie verfüttere, ist sie bei der ersten Berührung mit der Tubi normalerweise direkt fest angepappt. Es gelingt dann kaum noch sie mit der Futterpipette wieder abzusagen. Ich kann das auch immer schön beobachten, wenn meine "Minischlangenseesterne" bei der Tubifütterung ankommen und versuchen den Tubi's die Beute zu entreissen. Das erinnert dann irgendwie an das Tauziehen, das wir im Sportunterricht in der Grundschule immer gemacht haben :smiling_face:

    Auf der anderen Seite: ich verfüttere einmal wöchentlich Artemianauplien (hauptsächlich für und direkt an meine Pocilo-/Seria-/Stylophoras); hier zeigen die Tubis eigentlich null Reaktion, auch dann, wenn ich sie direkt mit der Futterpipette anspritze.

    CU AS

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas Stein (30. August 2003 um 00:26)

  • Hallo Andreas,
    bei mir schnappen die Tentakeln so schnell zu, das ich gar keine Gelegenheit habe zu erkenne, ob was klebenbleibt.
    Mir ist nur aufgefallen, das manchmal herabsinkende Artemien die Tentakeln berühren, aber trotzdem weitersinken, wenn die Tubi nicht schnell genug ist.

  • Sabine,

    was Du berichtest, ist spannend und bei mir genauso! Wobei ich glaube, daß bei mir das "schnelle Zuschnappen" besonders dann passiert, wenn ich das Futter recht heftig auf die Tubi puste. Dagegen beobachte ich das von Dir beschriebene "manchmal herabsinkende Artemien die Tentakeln berühren, aber trotzdem weitersinken" besonders dann, wenn ich die Artemien besonders "sachte" an die Tubis spritze oder auch wenn sie vorher schon einiges verspeist haben (sie rülpsen zwar nicht lautstark -- aber vieleicht sind sie ja einfach satt?)

    Bis bald
    Andreas

  • Hallo,
    ja, das kann gut sein. Und am besten ist es, wenn sie dann am nächsten Tag "Stuhlgang" haben, manchmal habe ich das Gefühl, das sie die Artemien gar nicht ganz verdauen.Sie scheiden dann richtige Kugeln aus.

  • Zitat

    Original von sabine
    am besten ist es, wenn sie dann am nächsten Tag "Stuhlgang" haben,

    Yupp, auch das habe ich bei mir schon beobachten dürfen. Allerdings nur einmal, als ich "die Frechheit" besaß, Süßwasser-TK-Futter darzureichen (ich glaube, es waren weisse Mückenlarven). Die kamen postwendend wieder raus.

    Auf bald
    Andreas

  • Hallo,

    als ich meine Tubastrea beim Händler kaufte sah sie noch schlechter aus. Einige Polypen waren schon ganz abgestorben. Dafür wollte der Händler anstatt der 59 Euro nur noch 15 Euro. Jedenfalls haben auch die schon stark generierten Polypen die Artemien "eingesaugt". Dadurch erholte sie sich recht schnell. Allerdings muß ich immer ein Glas drüberstellen, da mein Lippi spitzbekommen hat daß sich in den Polypen Artemia befinden. Trotz intensiver Fütterung pickte er ganze Polypen raus so daß nur das drunter liegende Skelett übrig blieb :angry_face:


    Ramon

  • Hallo,
    deswegen habe ich meine Tubastreas in einem Nanobecken mit nur einer Urocardiellagarnele, die bekommt als erstes ihre Artemie, und dann läßt sie die Tubastreas in Ruhe. Das Becken hat auch keine Lampe, nur Tageslicht( Fensterbrett) und im Winter eine Zusatzbeleuchtung, aber nur schwach.

    Ich habe jetzt von einem Händler netterweise zwei schwarze Tubastreas ( micrantha?) für umsonst bekommen, weil sie auch schon viel Gewebeverlust hatten, aber sie sind auch schon auf den Weg der Besserung. Waren am nächsten Tag schon auf, zwar auch mit rudiementären Tentakeln, aber mit der Artemiaauflegemethode klappt das gut. Ich persöunlich halte nicht viel von der Stopfmethode, weil die Gefahr der Verletzung sehr groß ist, und das Futer zumindestens bei mir wieder ausgespuckt wurde. Außerdem muß ich dabei immer an Stopfgänseleber denken. :angry_face:

    Wichtig ist nur, die Strömung auszuschalten, damit die Artemien nicht wegdriften, weil die Tentakeln am Anfang ja nur 1-2mm lang sind. Das ist sowieseo immer ein Zeichen für lange Hungerperioden, wenn sie so kurze Tentakeln haben.
    Was sie auch gerne nehmen ist ein Brei aus gefriergetrocknetem Planktongranulat, wie z. B. Cyclop Eeze und etwas ähnlichen, was ich gerade teste, das verabreiche ich auch mal zwischendurch. Damit kann man sie auch gut zum Aufgehen bewegen.

  • Hi,

    Zitat

    Original von sabine
    manchmal habe ich das Gefühl, das sie die Artemien gar nicht ganz verdauen.Sie scheiden dann richtige Kugeln aus.

    ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass sie nicht in der Lage sind solche "komplexe" Nahrung wie die Artemien so zu "verdauen", dass sie alle benötigten Stoffe erhalten. Da eine ausschliessliche Fütterung von Artemien selbst für Fische mit ihrem bessereren Verdauungssystem nicht optimal ist, halte ich sie für Tubastrea noch weniger geeignet (pers. Meinung des Verfassers).

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Carsten,
    ich habe sie ausschließlich mit Artemien erst mal wieder hochgepäppelt, also scheint es zu reichen. Da ich aber auch der Meinung bin, das ist zu einseitig, füttere ich jetzt auch mit verschiedenen Staubfutter, Cyclops und gefriegetrochnetem Plankton..
    Aber am Anfang, da hatte sie noch keine , oder besser gesagt kaum Tentakeln, da war das mit Artemien das einfachste, weil sie das Kleinzeug ja noch nicht festhalten konnten.

  • Hallo Sabine,

    vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich wollte mit meiner Äusserung nicht behaupten, dass man sie mit Artemien nicht füttern bzw. aufpeppeln kann (vielleicht macht es da die Menge an Futter). Es ist zwar sehr einseitig wie du sagst, aber es funktioniert.

    Gruss,
    Carsten

  • Hi,

    mit meiner Tubi geht es aufwärts...langsam aber stetig !!

    hier mal der Vergleich erste Fütterung und Heute



    mal sehen was die Lösung von Claude noch bewirkt,werde darüber zu gegebener Zeit berichten,noch ist sie nicht eingetroffen.

    Gefüttert wird im Moment nur mit TK rotem Plankton,wie Sabine schon schrieb werden auch bei meiner die Artemien wieder ausgespuckt.

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

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  • aloha, grundguterseits

    und wieder muss ich es schreiben... :smiling_face: ich habe bei meinen Tubastraea niemals einen unterschied in der "regeneration" mit und ohne fütterung oder gar "stopfung" festgestellt. im gegenteil bin ich mittlerweile sogar der ansicht, dass man mit dem stopfen mehr schaden anrichtet als nutzen stiftet.

    aus neurerer zeit ist mir kein zuverläsiger bericht bekannt, der nachvollziehbar und glaubhaft Tubastraea als heikel einstuft, es sei denn man fährt ein steriles becken.

    ich habe bei gelben krustigen, gelben verzweigten, schwarzen verzweigten und roten Tubastraea (?) immer wieder unter unterschiedlichsten bedingungen dasselbe erlebt. im händlerbecken fragt man sich erst, ob "das" überhaupt noch lebt, zwei, drei tage nölt das tier noch im eigenen becken und dann werden langsam aber sicher die tentakeln wieder ausgestreckt, erst noch zögernd und wenig zuverlässig, aber im weiteren zeitlichen verlauf immer pünktlicher zur fütterung, bzw. dann auch die nacht über (was wohl mehr mit dem auch im aquarium nachts reichlicheren nahrungsangebot als der helligkeit als solcher zu tun hat). interessant auch, dass in einem kleinen becken, das nicht mit wechselnder strömung betrieben wird, sich die tentakel zeigen, wenn ich gewohnheitsmäßig eine für den dauereinsatz zu kräftige zweitpumpe morgens und abends vor der fütterung für 10 min laufen lasse. am we mache ich das auch zwischendurch einmal ohne später zu füttern, die tentakel kommen dennoch raus.

    ganz gewiss aber tut man dem tier keinen gefallen, wenn man es täglich in eine schale legt um es zu füttern. da würde ich noch einmal drüber nachdenken.

    mittlerweile lasse ich neue tiere zunächst in ruhe am vorgesehenen platz. strecken sich erste tentakel aus, gebe ich ein wenig feinfutter gesondert in die unmittelbare nähe um weitere extension zu fördern und später lasse ich ab und an ein wenig mysis oder sonstiges futter auf sie herab rieseln.

    bemerken möchte ich noch, dass die generelle futterumstellung hin zu einem hohen anteil an feinfutter auch den Tubastraea zu bekommen scheint. insofern sind vorbehalte gegen Artemia oder Mysis nicht ganz ungerechtfertigt.

    und, sabine, die klebt -und zwar wie der teufel- wie ich schon erfahren durfte :smiling_face:

    beste grüße
    y.

  • Hallo Yurian!

    Zitat

    Original von yurian
    ich habe bei gelben krustigen, gelben verzweigten, schwarzen verzweigten und roten Tubastraea (?)


    Hast du eine Pic von der roten Form?


    Zitat

    ganz gewiss aber tut man dem tier keinen gefallen, wenn man es täglich in eine schale legt um es zu füttern. da würde ich noch einmal drüber nachdenken..

    Das sehe ich genau so!

    Zitat

    bemerken möchte ich noch, dass die generelle futterumstellung hin zu einem hohen anteil an feinfutter auch den Tubastraea zu bekommen scheint. insofern sind vorbehalte gegen Artemia oder Mysis nicht ganz ungerechtfertigt.

    und, sabine, die klebt -und zwar wie der teufel- wie ich schon erfahren durfte :-).

    Auch meine Tiere bekommen das Futter nur noch sehr sehr selten direkt verabreicht. Ich füttere feinst Futter und Artemia die sich die Tiere dann schon noch selber erbeuten müssen. Reste kommen dann den Garnelen udn anderen Lebewesen zu gute.
    "Stopfen" eines Tieres käme für mich niemals in Frage!!!

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Yurian,

    ich habe "meine" Tubastrea beim Händler über Wochen beobachtet. Es ging wirklich stetig bergab. Mich schreckte zuerst der Preis von 59euro für einen kleine Stein ab. Nach einigen Wochen waren einige Polypen ganz weg(nur noch Skelett sichtbar) der Rest war auch stark regeneriert. Geöffnet habe ich sie beim Händler nie gesehen. Als sie fast tot war hat er sie mir für 15Euro mitgegeben. Achja und steril war das Händlerbecken auch nicht. Ich habe sie dann täglich mit Artemia gefüttet. Nicht gezielt gestopft, sondern einfach das Artemia herab "regnen"(außerhalb des Beckens oder mit Glas drüber wegen meines Lippfisches. Sie erholte sich recht schnell. Jetzt habe ich sie in mein Becken ohne Abschäumer gestellt. Mal schauen wie sich dort macht und ob gefüttert werden muß. Bislang habe ich so nicht gefüttert. Sobald sie aber wieder anfängt sie regenerieren werde ich wieder füttern.

    Gruß Ramon

  • Hallo Yurian,

    Deine Beobachtungen sind sehr interessant. Aber ich kanns nicht nachvollziehen *g*
    Was/wieoft/wie fütterst Du?
    Meine gelbe Tubi war aucg recht degeneriert. Etliche Polypen hatten keine Tentakeln mehr und haben sie auch nach mehren Tagen Einstäuben und laufender Fütterung per Futterautomaten nicht geöffnet. Darufhin habe ich sie täglich in eine Schüssel gesetzt und sie mit Cyclop-Eeze, Plankton und anfangs Fruchtsaft gepäppelt, die schwächsten Polpyen wurden mit der Spritze zwangsernährt.
    Nach ein paar Tagen hatte sie 'gelernt', daß Bottich=Futter. Keinerlei Anzeichen von Unbehagen, obwohl die Temparatur bei der 1-stündigen Behandlung abgesackt ist. 99 von so 100 Polypen haben sich vollständig regeneriert.
    Jetzt nehme ich sie noch mind 3*mal wöchentlcich aufs riffdaxch zur gezielten Fütterung per Pipette( sie ist an einem Gitter aifgehängt).
    Letztehns hab ich sie 2 Wochen lang nur an ihren Stammplatz gefüttewrt, die Polypen unten, wo wenig Futter drankommt, sind nicht mehr wie sonst aufgegegangen. Noch nicht degeneriert, aber sichtlich träger als die leicht zugänglichen. In dem Becken wird viel Feinstfutter gefüttert und es ist viel Kleingetier drin.

    Klebrig sind sie auch und fressen am Besten, wenn man sie 'anpustet'

    Übrigens waren die schwächsten Polypen um einiges dunkler als die gesunden und sind nach Regenaration wieder normal hell geworden. Man sieht ja manchmal verschiedene Farbschläge bei dieser Art, evtl. nur unterschiedliche Stadien der Degeneration.

    Bis zur Vollständigen Gesundung hats übrigens so einem Monat gebraucht.

    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,Yurian,Peter,

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Darufhin habe ich sie täglich in eine Schüssel gesetzt und sie mit Cyclop-Eeze, Plankton und anfangs Fruchtsaft gepäppelt

    das diese "Intensivbehandlung" für die Koralle nicht das Optimum dastellt steht ausser Frage,aber im Moment gibt mir der Erfolg Recht,sie regeneriert zusehends und nimmt mir das "Schüssel ins Becken-Tubi rein-Schüssel mit Tubi und Wasser aus dem Becken-und nach der Fütterung auf dem umgekehrten Weg wieder zurück ins Becken" offensichtlich nicht übel,ganz im Gegenteil,ich brauche kein Maggi mehr um sie zum Öffnen zu bewegen :winking_face:

    werde das noch eine Woche durchziehen,dann kommt sie ins Hauptbecken....und dann schaun wir mal :]

    Gruß Jürgen

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  • Hallo,
    also 'Zwangsernährung' gibt es bei mir auch nicht. Von vorne herein wurde das 'Viecherl' so plaziert, das es alternierende Strömung und vorbeischwimmendes Futter abbekommt. Je mehr sie ihre Tentakel ausstreckt, desto mehr bekommt sie logischerweise ab.
    Allerdings gibt es in der Tat wohl Arten, die sich sichtlich schwerer tun mit der aktiven selbstständigen Futteraufnahme im Aquarium.
    Die Tubastrea wird aber im allgemeinen, wenn ihr die Umgebungsbedingungen zusagen, wohl an der Stelle, wo mehr Futter zu erwarten ist (Strömung) neue Polypen ausbilden.
    Wenn sie dann mehr degeneriert, als wächst, paßt eben das Umfeld nicht.
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan & Jürgen,

    das richtige plazieren nützt aber nichts, wenn die Polypen keine Tentaklen mehr zum Futterfang haben. Bei meiner wars so. Die sah viel schlimmer aus als die von Jürgen. Und meisten im Handel sehn sie noch schlimmer aus als meine damals.

    Ich glaub einfach nicht, daß sie ohne gezielte Fütterung überleben. Da müßte schon die ganze Nacht lang Futter rumfliegen.
    Der kleine SChwung, der bei der Fischfütterung anfällt, reicht vielleicht knapp für die 'bestplazierten'. Aber es braucht offenbar jeder Polyp mehrmals wöchentlich was, weil eine die Polypen offenbar autark sind, trotz Kolonie. Allenfalls die Jungpolypen profitieren von den Eleterntieren.

    Grüße
    Ulrike

  • ^^^^

    Gruß Jürgen

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    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Rathje (7. September 2003 um 03:04)

  • aloha, grundguterseits

    we-bedingt kann ich leider erst jetzt antworten; das sollte keine unhöflichkeit sein.

    grundsätzlich: es geht ja nun nicht um richtig oder falsch, sondern um erfahrungsaustausch und die wie immer komplizierte frage nach ursache und wirkung, bei der schon die grössten geister irrtümern aufgesessen sind. und ich bin noch nicht einmal ein grosser geist... :smiling_face:

    @ peter schmiedel
    nein, ich habe derzeit kein pic von der roten (ich habe noch nicht einmal eine kamera), aber ich bemühe mich, ein pic zur verfügung zu stellen. allerdings: ich hatte schon einmal eine "rote", die nach wenigen wochen zu zwei dritteln prächtig gelb wurde und im verbleibenden drittel nur noch "rötlich" ist. das jetzige exemplar wurde darauf hin in ein 75-l becken separat gesetzt. in den ersten tagen hatte dessen abschäumer merkwürdigerweise rote flüssigkeit abgeschäumt.... bis jetzt aber behält die Tubastraea ihre farbe.

    @ ulrike hardt
    um die verscheidenheit (?) der beobachtungen irgendwann einmal nachvollziehen zu können, diskutieren wir ja :smiling_face:

    das fragezeichen hat durchaus seine berechtigung, denn mir scheint, dass man zunächst einmal klären müsste, ob es von der beckenstruktur her gravierende unterschiede gibt. unter beckenstruktur verstehe ich auch die art und weise der "sonstigen" fütterung. wie du und wahrscheinlich alle anderen auch habe ich bis auf einmal noch keine Tubastraea geöffnet und in augenfällig gesunden zustand in einem verkaufsbecken gesehen.

    verkaufsbecken zeichnen sich oft dadurch aus, dass wenig bodengrund und sonstiges deko-material (wenig kleinstlebewesen), vorhanden ist und wenig fischbesatz, der oft aus algenfressern oder "schädlingsbekämpfenden" lippfischen besteht. fütterungen -soweit ich sie bislang bei händlern beobachtet habe- erfolgen höchst sparsam und meist ausschliesslich mit Artemia. mag sein, dass man eintrag und verzehr bei grobfütterung besser unter kontrolle hat, ich weiss es nicht.

    wenn ich aber bei meinen tieren fast durchgängig bemerke, dass sie -und das auch nur relativ langsam- auf tatsächliche futterassoziierte reize reagieren und ihre tentakel ausfahren und wenn ich berücksichtige, dass die gleichung grosse tentakel=grobes futter nicht (!) zutrifft, dann kann diese art der "händlerfütterung" natürlich nicht zum nutzen für das tier gereichen.

    ich hab einmal eine aussen auf einer toten seepocke befindliche Kolonie Tubastraea zur eigenen bequemlichkeit bei der erforderlichen fütterung (an die ich seinerzeit noch glaubte), oberflächennah an einem riffpfeiler quasi freischwebend aufgehängt. eines nachts, als ich mit dem fahrradrücklicht seitlich in das aquarium leuchtete sah ich, das ein untier offensichtlich im becken ist und sich zwischen seepocke und riffpfeiler eingenistet hatte. unter zuhilfenahme einer stärkeren -weissen- taschenlampe war zu erkennen, dass ich mir eine schwarze T. unbemerkt "eingeschleppt" hatte. da dieses tier in den monaten zuvor niemals gefüttert wurde und die schwarze Tubastraea als ganz besonders heikel galt, kam ich ins grübeln. wenn dieses tier an dieser ungünstigen stelle schon keine direkte fütterung brauchte, brauchten dann diejenigen kolonien, die strömungsexponiert stehen, eine direkte fütterung?

    zeitgleich begann ich verstärkt kleinstfutter zu geben, teils weil mir der ansatz von ellen thaler (wenn die fische was fressen wollen, dann sollen sie sich auch bewegen), gefiel, teils weil ich bedenken hatte, ob Assessor oder P. fridmanni auch ihren teil bei der Artemia-fütterung abbekommen. ich stellte sehr schnell fest, dass die T. auf dieses futter sehr schnell und deutlich reagierte. zunächst nutzte ich diesen effekt. um die T. zu öffnen damit ich sie besser füttern konnte und gab eine spritze feinfutter ins becken, wartete 10 min und konnte dann mit Artemia füttern. dann hörte ich davon, dass Artemia nicht das ideale futter sind und liess probehalber die T. damit ganz in ruhe.

    mittlerweile habe ich die Artemia-fütterung auch der fische beinahe ganz eingestellt, wenn überhaupt bekommt das becken mysis. die T. vermehren sich und das ganze becken ist voller neukolonien, die ich nun ganz sicher nicht füttere, was deren wachstumsdrang aber keineswegs zu hemmen scheint (zur erläuterung: das becken hat 200x80x100 und es ist einfach nicht möglich, die tochterkolonien an ihren "unmöglichen" standorten zu erreichen ohne tauchgänge zu unternehmen). ähnlich wie bei stefan c. scheint der wesentliche faktor eine starke strömung zu sein, denn eine verzweigt gelb wachsende kolonie in einem nebenbecken, deren polypen teilweise in eine recht starke (die gesamte umwälzung einer OR 3500 und einer eheim 1060) laminare strömung hineingewachsen sind, zeigt an diese polypen fast durchweg ausgestreckte tentakel.

    wenn du schreibst, dass du "einfach" nicht glaubst, dass es auch -insbesondere beim einsetzen eines neuen tieres- ohne direkte fütterung oder gar "stopfen" gehen kann, mag dafür vieles ursache sein. das kann sogar einfach damit zu tun haben, dass ich vielleicht ein wenig kritischer beim einkauf bin. ich muss gestehen, dass ich heute ein solches tier, wie es jürgen gerade aufpäppelt, nicht mehr kaufen würde. andererseits, war "die rote" in ähnlichem, wenn auch nicht ganz so ausgeprägtem, zustand und es hat funktioniert. eine ursache könnte auch dein becken sein und die frage, wie es denn gefahren wird, wie oft und in welchen mengen was gefüttert wird. vielleicht muss man auch einmal zu sich sagen, dass man kein becken für Tubastraea hat? dann sollte man sich aber auch überlegen, ob man das tier nicht weggibt. auch wenn es gelingt, mit kunstgriffen das tier am leben zu erhalten ist deren notwendigkeit ein zeichen dafür, dass die bedingungen nicht optimal sind. daran ist nichts ehrenrühriges, es käme ja nun auch keiner auf die idee, seepferdchen im riffbecken zu halten.

    allgemein scheinen viele dinge, die man über Tubastraea "wusste", in den letzten jahren relativiert worden zu sein. das betrifft zum einen solche haltungsfragen wie die hängende platzierung und die lichtempfindlichkeit oder die ernährung mit "grossplankton". aber auch der allgemeine zustand unsrer aquarien, die wasserpflege und möglicherweise zugegebene mittelchen haben sicherlich einfluss darauf, dass in früheren berichten T. als kaum oder zumindest schwierig haltbar eingestuft wurde, wärend man heuer immer mehr berichte liest, die beinahe von "Tubastraea-plagen" künden.

    @ jürgen rathje
    ich meinte, wie ich es schrieb. ich wollte dich jetzt nicht als tierquäler brandmarken, sondern meine einfach, dass es vielleicht nicht zur erholung beiträgt, wenn ein ohnehin gestresstes tier täglich in die hand genommen werden muss. aber das weisst du ja selbst.

    beste grüsse
    y.

    Einmal editiert, zuletzt von yurian (8. September 2003 um 11:46)

  • Hallo Yurian,

    Zitat

    Original von yurian
    @ jürgen rathje
    ich meinte, wie ich es schrieb. ich wollte dich jetzt nicht als tierquäler brandmarken, sondern meine einfach, dass es vielleicht nicht zur erholung beiträgt, wenn ein ohnehin gestresstes tier täglich in die hand genommen werden muss. aber das weisst du ja selbst.

    vielen Dank für dein konstruktives Posting,es hat meine grauen Zellen sehr angeregt,da ich aber erst knapp 2 Wochen "Erfahrung" mit Tubis machen konnte werde ich deiner Anregung bezüglich "Beckenverträglichkeit"nun intensiv versuchen auf den Grund zu gehen.

    Ich werde morgen die "Intensivbehandlung" abbrechen und sie in das Hauptbecken überführen.

    Das eine Staubfütterung vorteilhafter ist kann ich schon jetzt bestätigen,ich teste gerade ein Produkt von Claude Schumacher,aber dazu später mehr,Artemien und Mysis werden nicht so gut angenommen aber TK rotes Plankton gierig gefressen.

    Aber vieleicht regt die Staubfütterung im Hauptbecken auch die "Beckenplanktonvermehrung" an, von der dann die Tubis provitieren.

    schaun wir mal

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hallo Yurian,

    aufgrund Deiner Ausführungen werd ich mal 2-3 Wochen lang die Tubastrea nicht mehr gezielt füttern.
    Es kommt 8*mal täglich Futter, hauptsächlich feines, rein, per Frostfutterautomat und 2*mal von Hand, dabei staubt es ziemlich.
    Sie steht auch gut in der Strömung (Hängend, so daß alle Polypen gutwas abkriegen). Lebende Mysis und Meerflochkrebse sind sehr viele da dank der Caulerpawälder. Die sind aber eher Subratgebunden. Freischwendes Getier sieht man nachts etwas (so groß genug, um es zu sehen). Natürlich nicht in der Dichte wie im Meer.
    Ein großer Teil des Futters wird sicher nicht von den Fischen gefressen. Es sind auch nur recht wenig und kleine drin.
    Insofern schonmal passende Voraussetzungen.
    Das Becken ist auch für den Erhalt möglichst vieler verschiedene Arten gedacht. Auf die Futtermenge achte ich nicht groß, Nitrat bleibt so bei 3-5. Damit bin ich zufrieden und Acropras wachsen auch. Manche etwas langsam, aber es wird. Das Becken steht ja auch erst 10 Monate.

    Mein Tier hatte zu 1/3 keine Tentakeln mehr und öffnete sich auch nicht nach einigen Tagen Fütterung per Pipette im Becken.
    Bei der Bottich-Methode haben sie sich aber recht schnell geöffnet, täglcih mehr. Eineige waren sogar schon zur Hälfte weg und haben sich erholt. Die haben bestimmt erstmal das Zucker-Eiweiß-Konzentratrat gebraucht, um bereit zu sein für die normale Nahrungsaufnahme. Die vorhanden Tentakeln waren auch lange nicht so klebrig wie jetzt. Kostet ja auch Energie, diesenm Schleim hetrzustelllen.
    Insofern bleib ich erstmal bei der Vermutung, daß bei einem so stark geschwächten Tier die 'Zwangsernährung' die Regeneration wenigstens stark beschleunigt. Es macht ihr auch absolut nichts aus, bewegt oder sogar aus dem Wasser geniommen zu werden, weil sie den Zusammenhang irgendwie 'lernt'. Andere Korallen erschrecken sich da fast zu Tode *g*.
    Zur Frage, ob man solche Tiere kaufen soll: nunja, mangels Alternative mach ichs schon... Ich mecker dann aber auch und lass sie liegen, hab ja schon eine *g*

    Sie hat sich in 7 Monaten locker verdreifacht, leider noch keine Ableger.
    Ich werds mal versuchen ohne gezieletr Fütterung, wenn sie degeneriert, brech ich ab.
    Achso: betreibst Du einien Abschäumer? Ich hab den mal an, mal aus über Wochen und Monate, kein Unterschied in den Wasserwerten, obwohl der ordentlcih Brühe rausholt, darunter auch bestimmt viel Kleinstgetier.


    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    ich werde Deinem Beispiel (fast) folgen.

    Allerdings werde ich zwecks verbesserter Vergleichbarkeit die Hälfte meiner Tubastrea nicht mehr direkt füttern und die andere Hälfte wie gewohnt direkt mit Groß- und Kleinplankton per Pipette versorgen. Bin schon gespannt was rauskommt.

    Vielleicht machst Du das bei Dir ja genauso (50:50 - Ansatz)?

    Grüße
    Andreas

  • Zitat

    Original von Jürgen Rathje

    Aber vieleicht regt die Staubfütterung im Hauptbecken auch die "Beckenplanktonvermehrung" an, von der dann die Tubis provitieren.

    schaun wir mal

    Hallo Jürgen,

    auf jeden Fall wird die Vermehrungsrate von Glasrosen und Minianemonen deutlich gesteigert.Also darauf von Anfang an ein Auge haben. Ich habe schon arge Probleme in dieser Richtung.

    Ist schon lustig hier zu lesen. Wenn ich mich recht erinnere war ich wohl einer mit der ersten die Tubastrea nicht mehr direkt füttern und Staubfutter dazu einsetzen. Vor mehr als einem Jahr wurde ich dafür noch etwas schräg angesehen. Nun will es jeder so machen, zumindest einmal testen. Wenn ich da noch an die Abfuhr von einer Referentin in Sindelfingen denke....

    Das Futter von Claude und Cyclop Ezze sind als Staubfutter gut geeignet. Wobei gerade im letzen Jahr sehr viel an Futter entwickelt wurde. Diese haben zwar größtenteils den Markt noch nicht erreicht, aber es zeigt eine deutliche Entwicklung.

    Zu der "Beckenplanktonvermehrung". Der Denkansatz ist teilweise richtig.

  • aloha grundguterseits,

    eines will ich gleich einmal vorwegschicken... ich bin nicht der grosse Tubastraea - experte. ich halte lediglich ein paar tiere und habe da so meine beaobachtungen gemacht. ob ich daraus die richtigen schlüsse ziehe wird sich erweisen.

    1. ulrike hat recht. wo keine tentakel, da kein beutefang. aber den schluss zu ziehen, dass tentakel degeneriert sind, wenn man sie nicht sieht und daher das tier gestopft werden muss, ist mir wegen seiner angeblichen offensichtlichkeit suspekt. es ist -zumindest nach meiner "stopf-erfahrung"- ja eher so, dass beim auflegen von artemia langsam und zögerlich kleine tentakelanätze sichtbar werden, die verkümmert wirken. wenn man jetzt einmal ein "lernverhalten" bei Tubastraea unterstellt und davon ausgeht, dass die tiere bis zum eintreffen beim endverbraucher über längere zeit wenn überhaupt mit suboptimalem futter versorgt werden, halte ich es für vorstellbar, dass die tiere "lernen" dass da draussen nichts oder nichts verwertbares zu fressen schwimmt. da beutefang, wie ulrike zurecht schreibt, zunächst einmal energieaufwändig ist, kann es sein, dass Tubastraea in schlafmodus geht, da beutefang sich nicht lohnt. möglich wäre daher, dass Tubastraea nicht etwa unfähig wäre, beute zu machen, sondern erst wieder lernen muss, dass beute in reichweite ist. träfe diese mutmassung zu, dann wäre es auch nicht weiter verwunderlich, wenn Tubastraea sich auch ohne direktes stopfen erholte (entsprechende nahrung im becken als vorhanden vorausgesetzt).

    2. ich gehe nicht davon aus, dass das sichtbare gewusel im becken direkt die Tubastraea ernährt. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die meerflohkrebse oder was es auch immer im detail ist, so dusselig sind und gewohnheitsmässig so lange über die Tubastraea spazieren bis sie verschlungen werden. abgesehen davon, dass so ein krebs ja nun auch leben will, dürfte er von der grösse her auch eher ungeeignet sein. in meinem becken meine ich aber neben der feinfuttergabe eine weitere mögliche erklärung gefunden zu haben, und das wäre dann die reproduktion des sonstigen besatzes. wie jürgen rathje schreibt -ich zitiere jetzt nicht genau- profitiert die kleinstfauna wohl auch von dem feinfutter. ich übertreibe jetzt ein wenig: gibt man sparsam abgezählte futterbrocken ins becken und schaltet die strömung aus, ist das nach der reinen wasserwertlehre vorteilhaft, denn, wie man immer wieder liest, es verdriftet nicht so viel futter in die dekoration und man stellt sicher, dass die gegebene nahrung von den fischen auch wirklich aufgenommen wird und nicht im schnellfilter oder sonstwo vergammelt und das wasser belastet. andererseits kann es auch sein, dass bei der gabe von feinfutter tiere profitieren, die nicht fische sind. viele kleinlebewesen im aquarium ernähren sich vorwiegend herbivor, ich gehe aber davon aus, das tierische nahrung ebenso genommen wird, genauso wie man borstenwürmer auch an algen zupfend beobachten kann. wie dem auch sei, in meinem becken ist jedenfalls eine menge los in sachen kleinkrebse etc. und deren eier und oder larven können mit den reproduktionsprodukten der wo auch immer möglich paarweise gehaltenen fische und garnelen schon eine signifikante menge an dem begehrten kleinstfutter erreichen.

    3. jetzt kommt reinste spekulation:
    hat man ein steinkorallenbecken mit der entsprechenden wasserpflege, mit geringem fischbesatz der sparsam gefüttert und auch noch einzeln gehalten wird, hat kaum bodengrund, setzt man ozon ein und sorgt dafür, dass algen gleich welcher couleur keine chance haben, kurz, hat man ein reines steinkorallenbecken, dann kann es sein, dass damit für die haltung von Tubastraea ungünstige bedingungen herrschen und sie in der tat auf eine separate fütterung angewiesen ist. insoweit nur schrieb ich vom ungeeigneten becken und meinte das objektiv, nicht im sinne eines vorwurfes.

    4. umgekehrt bedeutet dies, dass man bei der gabe von feinfutter ein auge haben muss auf die wasserwerte und insbesondere damit rechnen muss, dass frau Aiptasia fröhliche feste feiert. wie immer ist dann die aquarianerin zur güterabwägung aufgerufen.

    5. ich warne davor, die fütterung radikal umzustellen. bedenkt, dass man niemals ein einzelnes tier füttert oder nicht, sondern nach meiner meinung stets das ganze becken. will meinen, im becken haben sich kreisläufe und/oder verwertungsketten gebildet, die -gut oder schlecht im resultat- allenfalls langsam abgeändert werden sollten.

    und noch mal ganz allgemein. ich wollte zu keinem zeitpunkt behaupten, dass Tubastraea keine fütterung benötigt, gell?

    ansonsten wünsche ich viel erfolg.

    beste grüsse
    y.

  • Hallo Yurian,

    deinem Text stimme ich auch aus meinen Beobachtungen inhaltlich zu.

    Diese Überlegung mit dem sichtbaren Zooplankton ( zu wehrhaft und zu schnell ) und die nicht Verfügbarkeit von Artemien im natürlichen Habitat haben mich auch damals zu dem Schritt mit dem Staubfutter veranlasst. Auch die Berichte von Wilkens mit dem Bodengrund aufwirbeln laufen prinzipiell in die gleiche Richtung.

    Der Erfolg mit Artemien war sicherlich der erste Schritt zur Haltung dieser Tiere. Nur der Nährwert von Artemien tendiert gegen Null. Staubfutter ist deutlich energiereicher. Auch die Fütterung der Kleinst Fauna und Flora bekommt dem Becken im Allgemeinen ganz gut. Nur die Abschätzung der Mengen und die daraus resultierende Wasserbelastung und unerwünschte Vermehrung von "Plagegeistern" ist halt ein Problem.

    Wenn man dieses Gedankengänge der Fütterung weiter fortsetzt kommt mann auf Techniken, die meines Wissens nocht nicht häufig eingesetzt werden. Diesem Abschnitt werde ich einen nicht unerheblichen Teil meines Vortrages in Sindelfingen widmen.

    Nun zu der Abfuhr. Es ist vielleicht ein wenig hart ausgedrückt und mittlerweile abgehackt. Zu dem damaligen Zeitpunkt habe ich die Referentin nach ihrem Vortrag angesprochen. Dabei habe ich gefragt, ob sie an alternativen Hälterungsmöglichkeiten interessiert ist. Die Antwort war kurz und knapp.
    Für mich stellte es sich dar als ob zwar gerne ein Erfolg präsentiert wurde, aber ein weiterer Erfahrungsaustausch nicht von Interesse wäre.

    Aber um fair zu bleiben muß ich gestehen, das die Referentin zu diesem Zeitpunkt sehr unter Streß stand.

    Zum Ausgleich habe ich allerdings einen guten Kontakt zu anderen Referenten aufgebaut, die nun wiederum mir weiterhelfen.

  • aloha, frank d

    hm... ich vermute einmal es hat jetzt keinen zweck, dir vor sindelfingen etwas aus der nase ziehen zu wollen :smiling_face:

    beste grüsse
    y.

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