Probleme mit Acropora

  • Hallo zusammen,

    meine kleine Acropora hat gestern weiße Spitzen (normalerweise sind sie schön blau) gezeigt und heute sind sie braun - im inneren Teil der Koralle sind die Polypen noch draußen.

    was kann ich in so einem Fall machen? Ich denke mal die Spitzen abschneiden - oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Foto: (C) F.Belau, 08/2003

    Bilder

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • hier ist noch ein Auschnitt aus dem obigen Bild, da sieht man, daß die Spitzen schon ganz schön veralgt sind.

    Foto: (C) F.Belau, 08/2003

    Bilder

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank
    Wie hast du dass denn geschaft.
    Brennerwechsel oder irgendwas direkt ins Becken geschüttet?

    Ich würde erstmal abwarten ob es weiter geht.

  • Hallo Harald,

    nichts dergleichen - ich habe als einziges nicht auf den Ca und KH-Wert geachtet KH ist bei 5,4 (normal bei 7) und Ca bei 340 - ich bin aber dabei die Werte mit der Ballingmethode anzuheben...
    Auf meine neuen Röhren warte ich noch (habe ja kein HQI) - die 39W-ATI sollen angeblich im Moment nicht lieferbar sein ?(. Die alten sind jetzt genau 9 Monate alt und wollte die schon ausgewechselt haben.

    Am Licht kanns nicht liegen, und alles was ich zugebe, wird ins Algen/Technik-Becken geschüttet.

    Ich kann nur nicht verstehen, daß das so schnell geht.

    Das nächste Problem hat meine Porites, auf ihr verbreiten sich die Kalkrotalgen :winking_face_with_tongue:

    Nachtrag: eine Änderung habe ich in den letzten Wochen gemacht - ich habe in der Wohnung eine Klimaanlage installiert, aber frieren tut die Koralle nicht :winking_face:

    MfG, Frank


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    2 Mal editiert, zuletzt von iXware (20. August 2003 um 22:11)

  • Hallo Frank was sagt dein Po4 Wert?
    Andreas hatte auch diese Braunen Spitzen wegen einen zu hohen Po4 Wertes, Gruss Tim

  • Hallo Tim,

    Po4=nn
    No3<2
    Mg=1350
    Ca=350
    KH=5,4
    NH3+NH4 = 0

    alles mit Salifert gemessen
    Salinität=34 (Refraktometer)


    aber wenigstens laichen seit einigen Tagen meine Centropyge bispinosa regelmäßig ab - da gibts für die Apogons noch mal ein leckeres Abendessen :]

    MfG, Frank


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    2 Mal editiert, zuletzt von iXware (20. August 2003 um 22:50)

  • Hi Frank,

    ich weiss dan nicht. ich dachte nur weil Andreas das auch hatte.. wegen PO3 Spitzen abgestorben...

    Gruss Tim

    Einmal editiert, zuletzt von Tim Przezbor (20. August 2003 um 22:35)

  • Hallo Frank,

    Zitat

    Original von iXware
    .... und alles was ich zugebe, wird ins Algen/Technik-Becken geschüttet.

    auch Jod ?....vieleicht ein wenig zu viel ??

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hallo Jürgen,

    am Jod kanns nicht liegen - das dosiere ich nicht zu...

    ich glaube, solange die Xenien wuchern wird es an Jod nicht mangeln. Abgeschäumt werden kann es bei mir mangels Abschäumer auch nicht werden.

    Das Einzige was ich zudosiere sind die Ballinglösungen incl. Mg - keine Spurenelemente - da reicht mir der regelmäßige Wasserwechsel.

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,

    noch ne Idee..der zu geringe Ca-Wert in Verbindung mit dem noch nicht allzu dramatisch niedrigem Kh.... aber da arbeitest du ja schon drann !!

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

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  • Hallo,

    das Bild kenne ich von meinen Korallen, seltsam ist die meisten stehen wie immer gut aber plötzlich tanzen einige Acropora (nicht alle) und flächenförmig wachsende Montipora aus der Reihe. Anfangs hatte ich den Salzgehalt im Verdacht, also Refraktometer gekauft. Beim ersten mal habe ich mehrere Wasserwechsel gemacht, wegen Spuris und Spuris zugegeben (damit war ich vorher sehr sparsam). Dann hatte ich die Spuris wieder abgesetzt und der Spaß ging von vorne los, also wieder Wasserwechsel und Spuris und neue Kohle (ich weiß ein Wiederspruch) aber schon wird es besser. Entweder es ist was zu viel oder zu wenig, ich suche noch. Ach ja, ich benutze die Zeovitmethode seit ca. 12 Monaten und hatte nie Probleme. Benutzt Du Zeovit?

    Gruß Henry

    Ach ja, Wasserwerte werden wöchentlich mit Salifert gemessen und sind in den üblichen Rahmen Mg, Ca und KH No3 und Po4 NN.

  • Hallo Henry,

    ich benutze kein Zeovit und habe auch im letzen halben Jahr keine Änderung am System vorgenommen. die Monti sieht gut aus, wächst aber nur sehr langsam.

    MfG, Frank


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  • mir fällt doch gerade ein, daß ich doch eine Änderung im System vorgenommen habe - ich habe das Salz ausgetauscht - vorher TropicMarin (classic) und jetzt das Pro Reef, aber der letzte Wasserwechsel ist vor über einer Woche gewesen, war aber nicht der erste mit den neuen Salz.

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (21. August 2003 um 00:26)

  • Gut, nun kenne ich Dein Becken auch nicht, ist es sehr stark besetzt?
    Um welche Farbform der Monti handelt es sich, bei mir reagierte erst die orange dann die grüne (steht aber am hellsten) und die lila hats nicht interessiert. Ist Dein Algenfilter schön voll mit Caulerpa und wachsen sie schön schnell? Wie sieht es mit Deinem Fischbesatz und der Fütterung aus? Spühlst Du das Frostfutter vor dem füttern?

    Gruß Henry

  • Hallo Henry,

    Der Korallenbesatz ist eher gering, Fischbesatz kann man schon als reichlich bezeichnen.
    2 Zebrasoma flav.
    2 Centrophyge bispinosa
    7 Apogon lepthacantus
    1 Phalaenagrundel

    Fütterung 2 - 3 mal täglich mit gut gespültem und vitaminisiertem (1mal täglich) Futter

    Die Algen im Filter wachsen eher sehr langsam(das war anfangs anders), dafür wachsen im Hauptbecken die "roten Haaralgen" - lt. Julian Sprung wachsen die gut, wenn Nitrit vorhanden ist - ich kann aber nichts messen

    Die violette (ich denke mal, daß es violett ist) Monti steht nicht im vollen Licht

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (21. August 2003 um 09:13)

  • Hi Frank,

    das ist in der Tat exakt das gleiche Bild das sich mir bei meinen Korallen bietet!!

    Wir sind inzwischen zu dem Schluß gekommen, das vermutlich gebundes PO4 das Problem auslöst. Das läßt sich aber dummerweise nicht mit dem PO4 Test nachweisen - warum Teste ich das dann eigentlich ???? - daher hab ich seit gestern angefangen Rowaphos ein zu setzen.

    Meine starken Wasserwechsel scheinen sich zumindest schon mal Positiv auf das ganz Auszuwirken.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    Rowaphos habe ich schon seit einigen Wochen mitlaufen - trotz nicht meßbarem Phosphat.
    (ich messe ja nur sehr unregelmäßig, da sich meine Werte nicht ändern - einzig KH, Ca und MG messe ich regelmäßig)

    was hast Du denn gemacht um das Absterben aufzuhalten?

    MfG, Frank


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  • Hi Frank,

    leider konnte ich das absterben nicht aufhalten. Bis ich mit dem starken Wasserwechsel angefangen habe, sind Korallen mit diesen Symptomen langsam aber sicher abgestorben. Der Geweberückgang "wanderte" langsam den Korallenast hinab, dann fing der nächste Ast an ...

    Andere Stöcke wachsen dabei unbeirrt weiter ... ich verstehe es immer noch nicht ...

    Das du bereits Rowaphos nutzt und es offensichtlich nicht wirkt erschreckt mich aber dennoch mächtig. Das ist nämlich derzeit meine einzige Hoffnung ...


    Off Topic:
    Bin noch nicht zum installieren gekommen, würdest du einfach drüber installieren???? Will nicht alles neu machen ...

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Frank,

    könnte es vieleicht sein das Deinem Becken Nähstoffe fehlen, da nicht alle Korallen reagieren und vieleicht nicht jede Koralle von allem das selbe braucht, reagieren sie auch unterschiedlich. Manche sind halt genügsammer. Wie gesagt ich versuche der Sache mit Wasserwechseln und nunmehr mit, der vom Hersteller empfohlenen, Spurenelementegabe und bis jetzt sieht es gut aus, die Korallen erholen sich und regenerieren des Gewebe. Könnte es sein das die Korallen gerade in den Spitzen die meisten Nährstoffe brauchen, den da wird ja neues Skelett und Gewebe gebildet und dies fehlt.

    Gruß Henry

  • Hallo Frank u. Peter,

    ihr verwendet ja beide Balling , vielleicht liegt ja hier der Hund begraben.

    MfG Resa

  • Hallo,

    ich benutze auch die Ballingmethode, seit den Anfang (vor knapp 2 Jahren) und hatte immer ein sehr gutes Korallenwachstum.

    Gruß Henry

  • Zitat

    Original von Henry
    Hallo,

    ich benutze auch die Ballingmethode, seit den Anfang (vor knapp 2 Jahren) und hatte immer ein sehr gutes Korallenwachstum.

    Gruß Henry

    Ich meinte Anwendefehler da beiden der KH abgerutscht ist. :winking_face:

    MfG Resa

  • Hallo Resa,

    bei mir ist ja der KH-Wert parallel zum Ca-Wert abgerutscht, daher könnte das schon eine Ursache sein - vor allem, da ich noch nicht regelmäßig dosiere sondern nur bei Bedarf, weil ich nicht so viele Ca-Verbraucher habe. die größten Verbraucher dürften bei mir die Kalkalgen sein. An Steinkorallen hab ich noch nicht wirklich viel - die kann man an einer Hand abzählen...
    Aber trotz alledem ist schon die Anschaffung eines Dosiersystems geplant.

    MfG, Frank


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    Einmal editiert, zuletzt von iXware (21. August 2003 um 21:59)

  • hallo!
    so wie bei peter schmiedel und frank zeigen in meinen becken auch die orangene und gelbe farbform der plattigen montiporas probleme.
    die grüne und lila (blau) farbform allerdings gedeihen, wie die vielen anderen sps-korallen absolut problemlos.


    interessant erscheint mir vor allem der umstand, dass der Ca-wert auch bei mir kaum über 350 zu bringen ist, obwohl der schuran früher locker den idealwert schaffte. stelle ich den reaktor stärker, steigt nur die KH. diese aber kann in zwei, drei tagen gleich auf 20° schnellen.
    bei Ca-chlorid-zugaben erkennt man deutlich ein ausfallen und der wert selber steigt nur unwesentlich.
    vor dem jetstream verwendete ich Ca-chlorid öfter und konnte damit super den richtigen wert einstellen.
    der Mg-wert ist stabil bei 1250 - 1350,
    PO4 - 0,02 - 0,04,
    NO3 - 10 - 20,
    PH - 7,9 - 8,3,
    dichte - 1,025,
    KH - ca. 10,
    Ca - ca. 350,
    ammoniak und nitrit sind nn.,

    die anderen korallen zeigen zwar keine probleme, aber wachsen langsamer wie früher. das führe ich auf den Ca-wert zurück.

    nachdem ich nun schon seit mehreren wochen mind. 10%/wöchentl. wasser wechsle, habe ich die zugaben von spuris total abgesetzt.
    leider brachte auch das keine besserung.

    zeovith hatte ich auch vergeblich für gut 2 monate entfernt, auch das war nicht die ursache.

    im kalkreaktor habe ich zur zeit korallith, allerdings veränderte auch kalkbruch oder hydrocarbon von aquamedic nichts.

    das Mg-von grotech habe ich nun entfernt, weil ich irgendwo einen zusammenhang angedeutet fand.
    daran sieht man meine verzweiflung, aber man versucht halt alles. :smiling_face:
    hat von euch jemand noch ideen?

    organisches Po4 scheint ja auch nicht die richtige spur zu sein, sonst hätte frank andere erfahrungen gemacht.

    übrigens an parasiten habe ich natürlich auch gedacht, allerdings ausser einigen gehäuseschnecken waren keine tiere zu finden und die sind denke ich eher an den bereits leicht veralgten stellen interessiert.

    obwohl ich seit jahren immer nur unser wiener hochquellwasser mit erfolg verwendet habe, denke ich jetzt doch auch an eine osmoseanlage. allerdings sehe ich das eher als strohhalm, hatte ich doch jahrelang mit diesem wasser beste ergebnisse.

    nachdem ich vergeblich versucht habe, dem problem auf die spur zu kommen, hoffe ich mit eurer hilfe vielleicht auf die ursache zu kommen.

    lg, freddie!

  • Hallo Frank, hallo zusammen,

    ich will auch mal eine Erklärung probieren: Wenn bei Frank der Phosphatgehalt schon so niedrig ist und dann noch Rowaphos eingesetzt wird, könnte das eventuell den Phosphatgehalt im Wasser unter die für manche Acroporas zuträgliche Grenze drücken. Ich denke, manche Acroporas haben da weniger Reserven bzw. höheren Bedarf durch das Wachstum.
    Der gute Fischbesatz spricht zwar eher gegen diese Theorie, Messwerte, Balling-Methode und vor allem der langsame Algenwuchs sprechen aber für diese Theorie. Vielleicht solltest Du Rowaphos weglassen und extra kräftig füttern.

    Ein zu hoher Phosphatgehalt dürfte bei keinem von Euch die Ursache sein, auch kein Polyphosphat und organisches Phosphat, was nicht messbar ist.
    Langsames Wachstum sprechen eher für das Gegenteil!
    Bei hohem Phosphat machen einige Korallen zwar auch nicht mehr mit, aber andere wachsen besonders schnell.

    Insbesondere die "Schnellzüchter-Korallen" ( einige Acropora und Montipora-Arten), die eine weite Verbreitung erfahren haben, wachsen bei hohem Phosphat-Gehalt so schnell, dass man ständig Korallen abgeben kann, vorausgesetzt sie haben mindestens 0,1 mg/l Phosphat.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo alle miteinander,

    ich möchte mich gerne in diese Diskusion mit einschalten, ich habe nähmlich die gleichen Probleme. Seit über einen Jahr geht es so. Die einen Acroporas werden von den Spitzen her weiss und veralgen und die anderen Acropora wachsen wie die Sucht. Bei Montiporas ist es ähnlich. An der Baling Methode kann es nicht liegen, da ich mit einem Kalkreaktor arbeite. Ich hatte vermutet, daß es die starke Strömung ist und die Spitzen abstrahlt. Seit daß die Strömung nicht mehr so stark ist, bilde ich mir ein, daß es besser wird. Ich arbeite mit Zeovit und seit ein paar Wochen mit dem Live Sand. Meín Phosphatgehalt war leider auch erhöht (0,25mg/l) seit ich den Live Sand habe ist er unter 0,1 mg/l gefallen und das Wasser wird jeden Tag schöner, obwohl man meinen könnte es geht nicht mehr klarer. Auch kommen die roten Farben zurück, mit denen ich immer Probleme hatte (wurden braun).
    Ich möchte noch anmerken, daß der Nitratwert immer zw. 10 und 20 mg/l ist.

    mfg
    Peter I

  • Hallo zusammen

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das eine Phosphatlimitierung vorliegt. Immerhin sind besagte Aqs durchaus auch mit Fischen besetzt und diese werden auch gefüttert.
    Alleine das führt zu einem ständigen eigentlich ausreichenden Eintrag von Phosphat.
    Weiter ist es so, das Jaubert /DSB Aqs durchaus zu einer Verschiebung im N/P Gleichgewicht zu P führen. Und das im verbauten ehemaligen Lebendgestein relevante Phosphatwerte vorhanden sind, dürfte auch außer Frage stehen.
    Wie war das noch mal mit dem einen Vortrag in Straßburg, auch eine Manganlimitierung kann zu ähnlichen Effekten führen? Sicher bin ich mir jetzt nicht, wenn einer mal nachschauen könnte der die entsprechenden Unterlagen hat, währe allen geholfen.

  • Hallo Peter,

    habe im Moment auch keine echte Idee, die über die vielen Ideen in Deinem Thread hinausgehen. Vielleicht hat Bernd ja recht.

    Hallo Bernd,

    ja Mangan oder andere Spurenelemente wären noch so ein Tipp. Der Verbrauch ist vielleicht bei manchen Elementen höher bzw. die Ausfällung schneller, als der Ersatz durch Wasserwechsel.

    Ich war bei dem Vortrag, und im Prinzip hast Du recht: Ausbleichen und Absterben an dem hellsten Stellen, aber der Vortrag bezog sich eigentlich nur auf Goniopora und war auch eher etwas vage, eher Vermutung, aber schon durch Beobachtungen und Zusammenhänge gestütz, aber nicht durch gezielte Versuche erhärtet.

    Neben den Mangan-Superoxiddismutasen und -Peroxidasen gibt es noch andere, die mit anderen Spurenmetallen funktionieren.

    Grüße

    Hans-Werner

  • HAllo zusammen

    jetzt kommt ja ein bischen bewegung ins Thema :]

    @Hans-Werner:
    sollte nicht ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen Phosphat und Nitrat bestehen? wie ist denn das, wenn ich nicht mal Nitrat nachweisen kann - oder gerade so (im Moment <2mg)? Zum Füttern kann ich nur sagen, daß meine Fische wesentlich mehr bekommen, als sie sofrt fressen können, da bleibt genügend in der Deko liegen... trotz alledem habe ich mit den roten Haaralgen zu kämpfen, die ja laut J. Sprung bei nachweisbarem Nitrit sehr gut wachsen sollen - nur kann ich den auch nicht messen. Die Tests funktionieren noch - das habe ich im anderen Becken gegengecheckt. Irgendwie denke ich scon, daß es zwischen den werten ein bestimmtes Gleichgewicht geben muß. Die vielen verschiedenen höheren Algen, die bei mir im Becken Wachsen, kann ich schon gar nicht mehr zählen. Trotz der vielfalt der Algen wachsen sie doch alle recht langsam - im gegensatz zu den roten Haaralgen


    @BerndQ:
    warum schreibst Du von "ehemaligem Lebendgestein"? Meine Steine leben jedenfalls noch und ich habe nur Lebendgestein verbaut. selbst nach einem dreiviertel Jahr kommen da noch neue Lebewesen zum vorschein - zuletzt eine Turboschnecke.

    Der Vortrag aus Straßbourg würde mich auch mal interessieren :winking_face:

    MfG, Frank


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  • HAllo Hans-Werner

    Zitat

    Original von Hans-Werner

    Ich war bei dem Vortrag, und im Prinzip hast Du recht: Ausbleichen und Absterben an dem hellsten Stellen, aber der Vortrag bezog sich eigentlich nur auf Goniopora und war auch eher etwas vage, eher Vermutung, aber schon durch Beobachtungen und Zusammenhänge gestütz, aber nicht durch gezielte Versuche erhärtet.

    Neben den Mangan-Superoxiddismutasen und -Peroxidasen gibt es noch andere, die mit anderen Spurenmetallen funktionieren.

    könntest Du das noch ein wenig näher erläutern?

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank

    Zitat

    Original von iXware
    @BerndQ:
    warum schreibst Du von "ehemaligem Lebendgestein"?

    Bezog sich auf Peter Aquarium, siehe entsprechenden Thread.

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd Quirbach (22. August 2003 um 15:23)

  • Hallo Frank,

    was genau, den Vortrag?

    Julian Sprung hat beobachtet, dass Goniopora stokesii an den lichtzugewandten Stellen zuerst ausbleicht und abstirbt. Er schloss daraus, dass es mit der Photosynthese und den dabei gebildeten Superoxid-Radikalen zu tun hat. Da sich diese Art in einem Becken auf Hawaii hält, das aus einem Brunnen mit manganhaltigem Wasser gespeist wird, schliesst er, dass das Mangan die Ursache für Haltbarkeit/Absterben der Korallen ist.

    Mangan ist das Spurenelement einer bestimmten Superoxid-Dismutase, ein Enzym das Superoxid-Radikale unschädlich macht.

    Es gibt auch Kupfer-Zink-Superoxid-Dismutasen.
    Eisen spielt sowohl bei Superoxid-Dismutasen als auch bei Peroxidasen (entgiften das gleichfalls bei der Photosynthese entstehende Peroxid) eine Rolle.
    Letzter Absatz stammt von mir, nicht aus dem Vortrag. Ich stütze mich da vor allem auf Kaim/Schwederski, Bioanorganische Chemie.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Eisen spielt sowohl bei Superoxid-Dismutasen als auch bei Peroxidasen (entgiften das gleichfalls bei der Photosynthese entstehende Peroxid) eine Rolle.
    Letzter Absatz stammt von mir, nicht aus dem Vortrag. Ich stütze mich da vor allem auf Kaim/Schwederski, Bioanorganische Chemie.

    Dann würde eigentlich ja nichts gegen eine gezielte natürlich in der Menge stark limitierte Eisendüngung zumindest in einem Jaubertsystem mit Algenrefugium sprechen, gerade um solche Ausbleichungserscheinungen zu vermeiden, oder habe ich jetzt die Aussage falsch interpretiert?

  • Nö, Bernd,

    das würde ich auch so sehen.

    Grüße und schönes Wochenende wünscht

    Hans-Werner :grinning_squinting_face:

  • Hallo BerndQ und Hans-Werner,

    mit melchen Handelsüblichen Mitteln kann ich den die Eisendüngung durchführen und wieviel sollte man Dosieren? ICh weiß, das sit eine saubl öde Frage, aber jetzt will ich es wissen :grinning_squinting_face:

    MfG, Frank


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  • Hallo,

    grundsätzlich wäre der Ansatz von Bernd sicherlich theoretisch richtig. Eisen ist jedoch eines der wichtigsten Makroelemente und Steuergröße bei der Produktion von Biomasse. Ich halte es grundsätzlich für gefährlich an dieser "Steuerschraube" zu drehen, nur um "theoretische Vergiftungserscheinungen" zu unterdrücken, ohne sich nicht auch der kompletten Auswirkung auf das gesamte System bewußt zu werden.

    Mein Denkansatz wäre da ein wenig anders:

    Bei einer zu geringen Phosphatversorgung, wie Sie hier mal angedacht war, würde die Zooxanthellendichte der gesamten Koralle geringer werden und die Koralle würde insgesamt sehr hell werden. Die Koralle auf dem Bild ist jedoch hierfür insgesamt zu dunkel, so das man diese Ursache eigentlich ausschließen kann.
    Das Problem fängt an den Wachstumsspitzen an. Hier herrschen die größten Stoffwechselaktivitäten und die höchsten Kalzfizierungsraten.
    Es besteht also eher ein Stoffwechselkonflikt, der unterschiedliche Ursachen haben kann.
    Um die Stoffwechselaktivität etwas zu verringern kann man z.B. die Koralle etwas tiefer(dunkler) setzen. Zwar wird die Ursache hierdurch nicht beseitigt aber zumindest verlangsamt man so mögliche Störungen, die Ihre Ursachen im photoaktivem Stoffwechsel haben.
    Desweiteren können wir gar nicht alle Elemente erfassen, die möglicherweise zu einer Mangelerscheinung und entsprechendem Problem bei dieser Koralle führen. Man kann hier also nur spekulieren.
    Genauso könnte eine toxische Konzentration eines Elementes (z.B. Schwermetall) vorliegen, das wir auch in Traum nicht nachmessen würden und sich bei dieser Koralle eben schon bemerkbar macht.
    Deshalb ist ein verstärkter Wasserwechsel nie falsch. Eventuell Aktivkohle neu einsetzen und alle Zugaben mal vorübergehend einstellen. Eine Zugabe von Aminosäuren wäre vielleicht noch eine Hilfe, jedoch denke ich, dass auch hier diese "fertige Nahrung" das Phänomen nur lindern wird.

    @ Peter Schmiedel
    warum sollte denn gebundenes Phosphat das Problem bei Dir sein ?
    Ich halte das für eher unwahrscheinlich. Gerade gebundenes Phospaht liegt nicht in der freien Wassersäule vor (nur Orthophoshat Po4) und ist somit für den Metabolismus der Korallen auch nicht so zugänglich. Partikulär gebundener Phosphor als auch organisch gebundenes Phosphor dürfte eher vom Abschäumer aus dem Wasser entfernt werden.

    Grüße
    Oliver

  • Hallo I X Ware
    Du solltest die Spitzen bis 1 cm ins gesunde Gewebe abschneiden.
    Lieber etwas mehr als zu wenig.
    Mehr kannst Du im moment nicht tun. Normalerweise regenerieren Sie sich innerhalb von 14 Tagen (neue Wuchsspitzen).
    Hoffe das der Gewebeverlust von oben nach unten geht und nicht umgekehrt.
    Hoffe Dir damit geholfen zu haben und wünsche Dir viel Erfolg :))
    Gruß
    Jürgen

  • hallo @ all!
    interessante diskusion... :))
    ich selber habe auch einen wunderschönen acroporastock (lila mit leuchtgrünen tentakeln), bei der sich die spitzen angefangen haben sich aufzulösen nach dem umsetzen in ein anderes becken. das ganze gewebe wurde dunkler und farbloser. aber jezt kommt das besste: neben den absterbenden spitzen kommen neue, in den schönsten farben leuchtende spitzen zum vorschein! diese spitzen wachsen sehr gut weiter.
    irgendwie ist mir das unerklärlich...
    hat jemand eine idee??? :confused_face: :confused_face: :confused_face:

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