NaCl durch Balling automatisch ausgleichen

  • Falls man einen 5-er Dosierpumpe hat, könnte man dann auch folgendes machen?

    Ich habe ursprünglich 24205 g Salz für 590 l Osmosewasser berechnet. Davon sind 70% NaCl.

    Also befindet sich in 1000 ml Aquariumwasser 24205 / 590000 * 70% * 1000 = 28,72 g NaCl.

    Ich habe berechnet, dass täglich 6,1 g NaCl durch Balling entstehen (so viel wie sich in 8,8 g Meeressaltz befinden würde).

    Wenn ich jetzt dem Aquarium mit Dosierungpumpe #4 täglich 8,8 / 28,72 * 1000 = 306,43 ml Wasser entnehme, entferne ich damit 8,8 * 70% = 6,16 g NaCl und 8,8 * 30% = 2,64 g übrige Salze.

    Die Menge NaCl die ich dann entfernt habe, entspricht genau die Menge die durch Balling entstanden sind, die ursprüngliche Menge NaCl ist also wiederhergestellt. Aber ich habe zusätzlich 2,64 g übrige Salze entnommen, die ich wieder zuführen muss:

    Das kann ich dann wieder kompensieren mit einer Lösung mit NaCl freies Salz und Osmosewasser (10g auf 1000 ml) => 2,64 / 10 * 1000 = 264 ml mit Dosierungpumpe #5.

    Also mit der täglichen Entnahme von 306 ml Aquariumwasser und der täglichen Zugabe von 264 ml NaCl freies Wasser hätte ich die NaCl Menge die bei Balling entsteht wieder ausgeglichen?

    Natürlich befreit dies nicht von Wasserwechsel. Aber wenigstens könnte ich beim Wasserwechsel normales Meersalz verwenden.

    Stimmt die Berechnung?

    Gruss, Donovan

    Einmal editiert, zuletzt von Donovan (23. Mai 2014 um 13:50)

  • Ich habs nicht nachgerechnet nd mach mir da auch gar keine Gedanken drüber denn bei mir ist die Schwankung durch die Ballingsalze so minimal, dass ich das bei dem wöchentlichen Wasserwechsel von 10% ausgleiche. Naja, was heißt ausgleichen? Ich messe vorher die Dichte im Becken und weiß dann aus der Erfahrung heraus wieviel normal aufgesalzenes frisches Wasser nach dem Wasserwechsel rein muss und wieviel Osmosewasser ich dazu gebe bzw. wieviel frisch aufgesalzenes Wasser von dem entnommenen 30l abziehe und mit Osmosewasser auffülle. Ich rühre mir also nie die zur Zeit passende Salinität an sondern immer 35psu wovon ich ggf. eben etwas weniger einfülle. Nach dem Wechsel wird nochmal gemessen und gut ist es.

    Passt immer und ob ich eine Dichte von 1,0225 oder 1,0230 habe ist mir ziemlich egal und selbst meine Garnelen haben sich noch nicht beschwert :winking_face: Solange man den Tieren keine schnelle Schwankung aussetzt ist das völlig unkritisch.

    Gruß Hauke

  • Hallo Donovan,

    deine Überlegung ist prinzipiell richtig. Bei deiner Berechnung hast du aber
    das Kristallwasser im Salz nicht berücksichtigt. Richtig wäre, den Salzgehalt
    über die erreichte Salinität statt über die Zugabemenge zu ermitteln.

    Mir erscheint aber die traditionelle Methode einfacher:
    Täglich die vom Aquacalculator berechnete Menge NaCl-freies Salz
    mit dem CaCl2 und dem NaHCO3 zugeben und den Salinitätsausgleich
    beim regelmäßigen Wasserwechsel berücksichtigen.

    Gruß Armin

  • Alles klar.

    Wenn man das macht, nimmt der Saltzgehalt ein Wenig zu in den 14 Tagen bis zum Wasserwechsel. Aber ich nehme an, dass dieser Unterschied in 14 Tagen nicht dramatisch ausfällt und vielleicht nicht mal messbar wäre (0.5% Abweichung)?

    Beim Wasserwechsel wird dann einfach 8.8 g weniger Meersalz ins Osmose gemacht, oder je nachdem was die Salinität vorgibt.

    Danke für die Hilfe.

    Gruss, Donovan

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