Hallo an Alle (und Vergebung für den Schrei beim Topic aber meine Nerven reissen schön langsam.
Nachdem ich vor ca. 20 Jahren einige Meeresbewohner in jugendlicher Unreife zu Tode gequält habe und mich daher für einige Zeit vom salzigen Teil der Aquaristik verabschiedet hatte nun eine versuchte Rückkehr.
Im März diesen Jahres hab ich die Einfuhrphase für mein 120l Minibecken gestartet, technisch gibt es neben einem Miniflotor Abschäumer nur einen Millenium 2000 Hang-On Filter wegen der Strömung (extrem leicht zu reinigen).
Beleuchtet wird das Ding von 2 Neonröhren (1x18W Actinic Blue, 1x18W Marine White).
Die Einfuhrphase verlief 3 Monate hindurch super.
Drinnen leben seit ein paar Wochen 2 Mandarinfische, 1Lysmata Wurdemanni, 1Blaustreifenseenadel und ein Hippocampus-Paar.
Wasserwerte sind sehr gut (Nitrit/Nitrat/Ammoniak bei 0), Silikat-Test konnte ich noch keinen bekommen.
Gefüttert wird mit ausgewachsenen lebenden angereicherten Artemia.
Was mich unsäglich nervt, sind Riesenmassen von grünen Fadenalgen, grüne und rote schleimige Büschelalgen und Schmieralgen. Nachdem ich zur Bekämpfung einen Seeigel eingesetz hab und dieser Volldolm als einzige Tat bisher meine Kalkalgen gefressen hat hab ich die verdammten Algen an den Scheiben, auf den lebenden Steinen, am Abschäumer und am Boden und werde mit purem Rupfen nicht Herr der Lage. Ahja, Kugelalgen gibts auch noch, Buhuhu, Schluchz, Heul.
Ein weiterer Versuch von mir war gezieltes Einsetzen von Caulerpa als Nahrungskonkurrent. Diese vermehrt sich auch wie irre und nimmt schon langsam Urwaldformen an, die anderen Algen vermehren sich aber ungestört weiter.
Nachdem ich Silikate im Verdacht hatte hab ich mir von einem Händler Kanister mit Osmosewasser besorgt ("angeblich" silikatfrei). Seitdem wachsen die Algen noch schneller (schluchz).
Kennt Ihr eine Mehode zur Abhilfe ?
Die Beleuchtung sollte ja eigentlich nicht so mies sein,oder !? T5 ist mir für das kleine Becken einfach zu teuer.
Da mir an der Caulerpa einiges liegt würde ich gern die niederen Algen killen (notfalls, aber sehr ungern, auch chemisch), die höheren Arten aber leben lassen.
Jedenfalls sieht das Ganze nimmer gut aus und so eine Invasion ist mir in den Jahrzehnten der Süsswasseraquaristik noch nie untergekommen.
Bin für jeden Tip dankbar.
Grüsse aus Wien,
Karl
