• Hallo!
    Armin
    der Wert schien mir etwas zu hoch zu sein. Aber die Mengen relativieren sich ja etwas, wenn man das für den üblichen Gebrauch runter rechnet.

    Andreas
    da hat Armin Recht. Bei Kalium-Mangelbecken könnte man das einsetzen.

    Gruß,
    Peter

  • Wobei man dann wieder beim Thema ist, ob man es überhaupt dosieren muss? Das es sich in Zeo-Becken verbraucht bzw verrringert ist ja nun teilweise bestätigt. Wobei das nun wieder von den eingesetzten Zeolithen abhängig ist, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Aber welche Auswirkungen hat nun ein Mangel von Kalium auf die Korallen? Manche sagen gar keinen, Thomas Pohl und Claude Schumacher halten Kalium für wichtig.
    Es muss doch einfach nachzuweisen sein, was bei einem Mangel passiert? Hat da niemand Erfahrungen dazu?

  • Hallo Kevin,

    dazu müssten die Aquarianer erstmal den Kalium-Status ihres Beckens genau kennen. Wie viele sind das?

    Neben Thomas Pohl und Claude Schuhmacher kenne ich noch einen langjährigen und versierten Aquarianer, der der Meinung ist, dass die Kalium-Dosierung Vorteile bringt.

    Wenn ich mal unterstelle, dass die ersteren nicht nur ein Interesse daran haben, Kalium-Tests und Kalium-Lösungen zu verkaufen, ergibt sich folgendes Bild: Die beiden Hersteller verkaufen Spurenelemente-Lösungen unter dem Hauptaspekt "Farbigkeit". Ich glaube, da kann man unterstellen, dass einiges an Kupfer im Spiel ist. Der erwähnte Aquarianer hat Protopalythoa im Becken und Probleme mit Palytoxin.
    Zufall oder nicht, aber sowohl Kupfer als auch Palytoxin hemmen die Na/K-ATPase, eine Ionenpumpe, die Natrium aus der Zelle heraus und Kalium in die Zelle hinein pumpt. Nehmen wir an, der Hauptaspekt dieser Hemmung der Na/K-ATPase wäre ein zellinterner Kalium-Mangel, der durch Kalium-Dosierung ganz oder teilweise behoben werden kann, dann würde eine Kalium-Dosierung über die natürliche Konzentration hinaus für diese beiden speziellen Gruppen Sinn machen. Tatsächlich gab es auch mal einen Artikel im Netz, dass Kalium ein Palytoxin-Antagonist sei, was diese Vermutung noch bestärkt.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (10. Dezember 2012 um 09:55)

  • Hallo Hans-Werner,

    wenn ich das richtig verstanden habe, macht also eine Kaliumdosierung nur Sinn, wenn ich Kupfer und Palytoxin im Becken habe um ein hemmen der Natriumpumpe zu verhindern? Aber haben wir nicht alle geringe Mengen Kupfer im Becken oder bedarf es einen größeren Anteil, um die Natriumpumpe zu hemmen?
    Ich bin kein Biologe oder Chemiker, deswegen stelle ich vielleicht etwas nervige Fragen. :wink

    VG Kevin

  • Hallo Kevin,

    an die natürlichen Kupferkonzentrationen sind die Tiere und ihr Stoffwechsel angepasst. Es kann also nur durch zu viel Kupfer eine unnatürliche Hemmung der Ionenpumpen stattfinden.

    Eines von beiden wäre schon ausreichend, nicht unbedingt "Kupfer und Palytoxin".

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Tatsächlich gab es auch mal einen Artikel im Netz, dass Kalium ein Palytoxin-Antagonist sei,

    Hi Kevin, es handelt sich um folgenden Artikel

    Rodrigues, A.M.; Almeida, A.C.G.; Infantosi, A.F.C. Effect of palytoxin on the sodium-potassium pump: model and simulation. Phys. Biol. 2008, 5, 036005.

    Interessant ist auch folgender Artikel (Palytoxin and Analogs: Biological and Ecological Effects) zu diesem Thema.

    Gruß Dieter

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