Wieder mal eine interessante Pressemeldung

  • Riffkorallen als Klimaarchiv
    Deutsche Forscher untersuchen acht Mio. Jahre altes Riff vor Kreta

    Frankfurt/Mainz (pte, 4. Juli 2003 17:16) - Wissenschaftler der
    Universität Mainz haben anhand von 8,2 Mio. Jahre alten Korallenriffen
    vor der Insel Kreta wichtige Erkenntnisse über Klimamodelle erhalten. Die
    Experten wollen damit der Frage nachgehen, welche Klimazustände auf der
    Erde grundsätzlich möglich sind. Beim Jahrestreffen der paläontologischen
    Gesellschaft in Mainz sollen dieses Thema und die Folgen für die
    Biodiversität der Erde diskutiert werden. http://www.palaeo.de

    Die Fragen, wie warm oder wie kalt es auf der Erde sein kann, bevor es zu
    einer ökologischen Katastrophe kommen kann, oder wie schnell das
    Weltklima von einer Warm- in eine Kaltphase wechseln kann, beschäftigen
    die Experten. Die Korallenriffe Kretas eignen sich dafür besonders gut:
    Sie sind sehr gut zugänglich und erlauben damit einen Einblick in die
    damalige Welt und eine Rekonstruktion des damaligen Klimas. "Auch vor 8,2
    Mio. Jahren traten jahreszeitliche Temperaturänderungen auf, die mit den
    heutigen durchaus vergleichbar waren. Auch damals gab es mittel- und
    langfristige Änderungen, die sogar zum zeitweisen totalen Absterben der
    Korallenriffe führten", so Thomas Brachert vom Institut für
    Geowissenschaften an der Universität von Mainz. Diese so genannten
    Riffkrisen waren im ganzen Mittelmeer-Raum zu beobachten und gehen auf
    globale Abkühlung zurück. "Tiefgreifende klimatische Änderungen im Klima
    gab es auch ohne Einflussnahme des Menschen", führt der Experte aus.

    Natürliche Klimaarchive haben oft den Nachteil, dass sie unvollständig
    sind oder wie die Stärke von Jahresringen von Bäumen keine absoluten
    Klima- oder Wetterdaten liefern. Rifforganismen wie Korallen oder
    Schwämme bilden eine Ausnahme, da sie massive Skelette aus Kalk aufbauen.
    Diese Korallenskelette haben einen schichtigen Aufbau, der den Wechsel
    der Jahreszeiten widerspiegelt. "Die Schichten markieren jährliche
    Zuwachsraten, analog den Jahresringen von Bäumen, denn bei kühleren
    Temperaturen wuchsen die Korallen langsamer als bei wärmeren und damit
    günstigeren klimatischen Bedingungen", führt der Experte aus. Mit
    chemischen Methoden wie der Messung der
    Sauerstoffisotopen-Zusammensetzung des Skelettkalkes können den
    jeweiligen Lagen die damaligen Wassertemperaturen zugeordnet werden.
    "Auch für derzeit lebende Korallen lässt sich über diese Methode der
    jahreszeitliche Temperaturgang exakt rekonstruieren und der Zeitraum
    verlässlicher Wetterdaten auf die vergangenen 500 Jahre ausdehnen", so
    Brachert. Daher sind fossile Korallen aus der geologischen Vergangenheit
    hervorragend als Klimazeugen geeignet.

    "Korallenriffe sind in der Erdgeschichte und heute wichtige Klima-Puffer,
    da sie über geologische Zeiträume vulkanisch freigesetztes CO2 in großem
    Umfang in ihre Skelette einbauen", erklärt der Wissenschaftler. Sie
    tragen neben anderen Prozessen wesentlich dazu bei, den Treibhauseffekt
    "abzupuffern". "Es ist den Korallenriffen zu verdanken, dass das Klima
    seit dem Kambrium, also seit 570 Mio. Jahren, annähernd stabil geblieben
    ist. Denn sonst hätten wir längst klimatische Verhältnisse wie auf der
    Venus", führt der Experte aus.

    Korallen als Klimazeugen sind nur eines der vielen Themen, die auf der
    73. Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft in Mainz diskutiert
    werden.
    (Ende)

    Quelle: Pressetext Europe

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,
    Papier ist geduldig, vieles darf man glauben, aber manches ist purer Humbug!
    Das aus unterseeischen Vulkanausbrüchen freiwerdende CO² wird von den Korallen sicher verwertet, bzw. im Skelett eingelagert, aber wieviele % des globalen Co² stellen die paar Promille im Meer dar?, bzw. kommen aus der Atmosphäre ins Meer??

    Also purer Humbug, dies belegen zu wollen, daß die Riffe, wurscht ob kalt oder warm, einen Klimapuffer darstellen; denn hier sind seit Jahrmillionen erst die Farne, dann die Sträucher und Bäume für den Abbau des Co² zuständig gewesen. Und je mehr der Mensch vom Regenwald abholzt, (da muß ich mir ja gleich wieder ein Krombacher holen:- :D, obwohl ich kein Bier mag)) oder die endlosen Wälder Nordamerikas, desto mehr bleibt eben das Co² übrig.
    Die Saumriffe in den südlichen Atollen stellen schon ein eigenes Mikroklima zur Verfügung, aber wenn man nachrechnet, wie alt die Atolle schon sind, ist da soviel Co² aus deren Entstehungsgeschichte nicht mehr zu finden.
    Die Evolution hat sich schon ihren 'Teil' bei der Biochemie unseres Planeten gedacht, hat aber leider die Krone der Schöpfung dabei übersehen, welche sich ihr eigenes Klima schafft, und dabei wissentlich 'den Ast absägt', auf dem sie sitzt.

    Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren..., aber nicht von den deutschen Kreta-Urlaubern
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    ist mir schon klar, daß nicht alles 100%ig stimmen muß was veröffentlicht wird. Da das aber eine offizielle Pressemeldung ist, die Du so oder auch ein wenig abgewandelt auch morgen in irgend einer Zeitung lesen könntest, habe ich sie unverändert und unkommentiert hier im Forum veröffentlicht, damit ihr, wenn ihr das morgen in der B**d oder einer anderen Tageszeitung oder sonstwo lest, sagen könnt - die Meldung ist doch von gestern... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    MfG, Frank


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