Fadenalgen!!!!

  • Hallo,

    mein Becken steht nun seit 11 Monaten.
    Seit einiger Zeit wachsen in der Mitte des Beckens
    Fadenalgen (Derbesia). Zwar nicht schnell aber stetig.
    Da überall immer wieder von Phosphat alsl der Hauptursache die Rede ist habe ich mit dem Salifert
    Phosphat Test gemessen der so um 0.03mg/l angezeigt hat (schlecht ablesbar). Ich habe dann trotzdem einmal einen Phosphatabsorber (Elmiphos)
    eingesetzt aber ohne Erfolg (bis jetzt seit 4 Wochen).
    Um sicher zu sein habe ich mir den wesentlich genaueren Phosphattest von Merck besorgt der nun einen Phosphatwert von 0.014mg/l ergeben hat.
    Nitrat ist ebenfalls unter 10mg/l (Tetratest + Kontrolle mit Teststreifen).

    Was könnte den noch die Ursache sein????
    Ich habe seit das Becken läuft noch nie mit Aktivkohle gefiiltert, sollte ich das vielleicht einmal tun?

    Einen Verdacht habe ich noch. Ich habe zwei Tunze Turbellen, die mit Stahlwinkeln aus V4A-Stahl besfestigt sind. Diese zeigen deutliche Roststellen. An einem hatte sich sogar loser Rost gebildet. Ich habe die Winkel inzwischen gründlich gereinigt und werde mir
    von einem Kollegen Winkel aus Kunststoff machen lassen. Kann dadurch zuviel Eisen ins Becken gelangt sein? Mit welchem Test könnte man das messen und wo sollte der Wert liegen?

    Komisch ist auch folgendes:
    Ich hatte vor Monaten über eine Fingerlederkoralle
    berichtet, die einfach immer noch nicht richtig will.
    Die Algen wachsen im wesentlichen im Umkreis von 20cm um diese Koralle.
    Gibt diese vielleicht Stoffe ab, die den Algenwuchs
    hervorrufen (entfernen?)???

    Hoffe auf eure Tips.

    Gruß Maori


    Beckendaten: 130x65x70cm
    ca. 40 kg Lebendgestein
    Knop Innenabschäumer Maxi 300
    Knop Kalkreaktor (im Moment abgestellt)
    2x Tunze 4000

    aktuelle Wasserwerte (Salifert):

    Temp: 26°
    Nitrit: 0
    Ammoniak: 0
    Nitrat: 10mg/l
    Phosphat: 0.014mg/l (Merck)
    Silikat: 0 (Silicarbon)
    Ca: 420
    Mg 1260
    KH 8,5
    PH 8

    Besatz:
    Scheibenanemonen rot, grün, blau, 1Elefantenohr
    1 Fingerlederkoralle
    1 Xenia
    1 Capnella
    1 Etacmea quadricolor
    1 gelber Doktor
    2 Fidjidemoisellen
    2 Pseudochromis fridmani
    1 Baggergrundel
    1 Feuerschwertgrundel
    1 grüner Schlangenstern
    1 Diademseeigel
    5 Einsiedler
    1 Mandarinfisch
    2 Turboschnecken
    2 Putzergarnelen
    2 Anemonenfische

  • Hallo Maori,

    was hast Du für "lebende Steine"? Kann es sein, daß Du da eventuell welche hast, die vorher schon länger in einem anderen Becken waren? Die können dann Phosphat gebunden haben und jetzt wieder langsam abgeben, wodurch es zu einem Algenwuchs (auf bestimmten Steinen/Stellen) kommen kann.
    Ist zumindest ein Lösungsansatz.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Markus!
    Das Problem mit den Fadenalgen hatte ich auch mit den alten Steinen!
    Ich musste dann fast 1 Jahr warten bis die Algen dannverschwunden waren (dann auch noch nicht alleine , 25 einsiedler und dieverse Schnecken,lo volpinus und Zebrasoma,Algenblenni............)
    den Algen hab ich gegeben!!!!! :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    Ciao Stefan!
    PS:gibts neuigkeitenfuer ende juni?

  • Hallo Stefan,

    nur ganz kurz, da off toppic - noch nicht viel, hatte die Woche in der Firma ein Meeting (war Organisator). Nächste Woche häng ich mich in die Vorbereitungen.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Schau mal hier !

    Meistens muß man mehrere Dinge machen um den Algen Heer zu werden, aber unterstützend kann icn nur das AlgenEx von Michael Mrutzek empfehlen, ist echt gut das Zeugs!

    Andreas!

  • da kann ich mich dem andreas nur anschliessen!
    benutze es jetzt seit ca. 10 Tagen und mein becken sieht bald wieder so aus wie man sich es wünscht (hab vorher natürlich zur unterstützung mit der bürste vorgearbeitet)!!!! war kurz vorm verzweifel: seit monaten alles voller algen aller art. in den letzten 3 wochen war es sogar soweit, dass meine tiere schon gar nicht mehr "aufmachen" wollten. 2 tage nach der ersten anwendung "stand" mein becken wie früher - bis jetzt.(weiss natürlich nicht, ob da irgendein zusammenhang besteht-oder zufall?) werde mir wohl noch eine zweite flasche bestellen um selbst der letzten fadenalge den "hahn abzudrehen"! nur die blasen-(kugel-)algen scheints bis jetzt noch nicht zu tangieren. watn ma s ab....

    grüße dirk

  • Hallo,

    noch mal zu meinem Problöem mit den Fadenalgen.

    Habe mir inzwischen überlegt es einmal mit Aktivkohle zu versuchen und zusätzlich einen Salaris frasciatus
    und Caulerpa einzusetzten.

    Was haltet ihr davon?
    Kann das was bringen oder ist es nur Geldverschwendung?

    Zu Mittelchen wie Alegen-Ex will voerst eigentlich n icht greifen.

    Was könnte man denn sonst noch tun?

    Gruß Maori

  • Hallo Maori,

    ich habs ja im anderen Thread bereits geschrieben, so denke ich, dass es nicht schaden kann, wenn man die Wirkung beseitigt. Langfristig gesehen ist aber die Ursachenforschung und deren Behebung effektiver. Ich hatte auch mit Fadenalgen im Becken zutun. Bei mir waren diese aber nur auf bestimmten Steinen (tote Steine) und den daran angrenzenden. Ich habe diese Steine entfernt und denke, damit einen wesentlichen Schritt vorangekommen zu sein. Du schreibst, dass bei Dir die Fadenalgen vorallem um eine Lederkoralle herum gewachsen sind. Dass diese Lederkoralle die Ursache ist, kann ich mir nicht vorstellen, aber vielleicht der Stein, worauf sie steht? Und dass da die Nährstoffe drin gebunden sind, die die Fadenalgen nun zum Wachsen nutzen. Denn immerhin, von irgendwas müssen sie sich ernähren und das Zeug muss auch irgendwo herkommen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, andere begünstigende Aspekte, wie z.B. Licht, zu überprüfen.
    Das Einsetzen von Blenny, Seeigel, Einsiedlern usw. hat bei mir nur anfangs etwas gebracht, solange die Fadenalgen nur sehr kurz waren. Ab einer bestimmten Länge (1,5-2cm) hat die keiner mehr angerührt und sie konnten lustig weiterwachsen. Auch das Einsetzen von Caulerpa hat den Fadenalgen bei mir nicht geschadet, an den betreffenden Stellen ist dann alles zusammen wunderbar gewachsen (und sah damit noch scheusslicher aus).

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Hallo,
    das "Algenex" sollte das letzte Mittel sein und nicht das erste! Es werden ja auch die erwünschten Algen entfernt und diese fehlen dem Becken, da sie den neuen Algen die Nahrung vorenthalten sollen. Eine immerwährende Gabe vom "Algengift" ist ebenfalls unsinnig, weil dann die Zooxantellen in den Korallen geschädigt werden.
    Das Mittel ist gut, aber nur eine Lösung in der Not. Besser ist nun mal die AQ-Biologie in Einklang zu bringen(Schadstoffabbau, Algenfresser) und die gute alte Zahnbürste.
    Fragt man die Veteranen der Salz-Aquaristik, wie man Fadenalgen beseitigt, bekommt man nur eine Antwort:"Stören, stören, stören" :winking_face: !

    Leider wird oft erst gestört, wenn aus wenigen Algen ganze Teppiche geworden sind......

  • Auf dem Gebiet kann man sich mal auch Erfahrungen aus der Süßwasseraquaristik zu nutze machen. Ein bewährtes Mittel gegen niedere Algen sind leistungsstärkere Nahrungskonkurrenten. Im Süßwasser sind das Wasserpflanzen, im Seewasser höhere Algen.

    Bei mir wächst am oberen Beckenrand eine Caulerpa-Art recht stark. Irgendwie hatte ich in letzter Zeit die Idee, den Bestand mal kräftig zu reduzieren. Gedacht, getan. Schon muss ich zur Kenntnis nehmen, das auf zwei (toten) Steinplatten auf einmal die Grünalgen zu wachsen anfangen. Schau an .. sollte eigentlich keine Überraschung sein.

    Das heißt: Eine wirksame Gegenmaßnahme sollte sein, hier und da ein Büschel Caulerpa zu pflanzen und regelmäßig auszulichten. Ein Algenfilter wäre natürlich perfekt,muss aber nicht unbedingt sein.

    Einen Versuch sollte die Maßnahme wenigstens wert sein.

    MfG

  • Hallo Bernd, hallo Thorsten,

    danke für eure Antworten, werde es mal mit Caulerpa
    versuchen.
    Zum Thema stören. Man Liest sehr oft daß abgebürstete Reste durchs Becken schwimmen und sich anderswo festsetzen. Ich habe zwar Schenllfilterpatronen unter meinen Turbellen aber werden die alles herausholen?
    Bringt es wirklich Vorteile alles abzubürsten. Am besten wäre es natürlich außerhalb des Beckens. Dies gestaltet sich allerdings schwierig, da es sich um Steine ganz unten handelt.

    Leider hat sich bis jetzt niemand zum Sinn oder Unsinn
    einer Aktivkohlebehandlung geäußert.
    Wie siehts denn damit aus?
    Und was ist mit dem Salaris frasciatus?
    Frißt der auch größere Fadenalgen (wird übrigends bei Fossa/Nielsen Bd.2 behauptet)??

    Hoffe auf weitere Infos.

    Gruß Maori

  • Hallo Maori,

    ich kenne Deine Wasserwerte leider nicht, aber probier ´mal folgendes: Pro-Coral Organic in 1/4 oder niedrigerer Dosierung. Bei großem Becken wesentlich weniger!
    Meiner Erfahrung nach werden die Algen dann von Fischen besser gefressen und verschwinden schneller.
    Wäre also eine biologische Bekämpfungsmethode.

    Dieser Tipp mit Vorbehalt, da ich, wie gesagt, Becken, Wasserwerte usw. nicht kenne. Aber einen vorsichtigen Versuch dürfte es wert sein.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Maori,

    sorry, da hab´ ich nicht richtig aufgepasst.

    Ich denke ein Versuch sollte problemlos möglich sein.
    Dosierung 1/8 bis 1/4 der max. Dosierung. Nach ein bis zwei Wochen sollte ein Ergebnis sichtbar sein.
    Bei mir war´s immer so, dass die Fadenalgen dann besser gefressen wurden und verschwunden sind.
    Der gelbe Doktor alleine ist aber kein idealer Algenfresser. Ich hoffe die Einsiedler reagieren ähnlich.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (12. Juni 2003 um 10:45)

  • Hallo Maori

    Auch wenn man keine messbaren Phoasphate hat, solltest du meiner Ansicht nach immer etwas Contraphos/Rowaphos laufen lassen.

    Hier werden dann dem Wasser permanent die Phosphate entzogen und es können sich ergo keine Einlagern.
    Mögliche Behandlungsmethoden wären:

    Einsiedlerkrebse
    Seehase( sehr effektiv)
    Salarias
    Phalena Grundel
    Igel(weniger effektiv, fressen zwar auch recht gut, aber hinterlassen eben auch offnes Gestein, welches dann für die Algen wieder neues Siedlungssubstrat darstellt)

    Caulerpa ist sicher auch nicht schlecht, die als Kunkurrenz eingebracht wird.
    Kohle: meine, das es in deinem Fall nicht so hilfreich ist.
    Ich nutze schon Kohle, aber nicht zur Beseitigung von Fadenalgen.

  • Zitat

    Original von Michael Mrutzek
    Hallo Maori

    Auch wenn man keine messbaren Phoasphate hat, solltest du meiner Ansicht nach immer etwas Contraphos/Rowaphos laufen lassen.

    Hier werden dann dem Wasser permanent die Phosphate entzogen und es können sich ergo keine Einlagern.
    Mögliche Behandlungsmethoden wären:

    Einsiedlerkrebse
    Seehase( sehr effektiv)
    Salarias
    Phalena Grundel

    Ergänzend möchte ich noch die Pergnon Krabben hinzufügen die nach meiner Erfahrung auch gute Arbeit leisten, auch bei langen Fäden. Bryopsis scheinen sie allerdings nicht zu mögen.

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