Kalkwasserzugabe

  • Hallo zusammen,

    ich wollte euch mal fragen, ob es sinnvoll und durchführbar ist was ich mir überlegt habe.


    Da ich demnächst noch einige weitere Korallen in meinem 300l-Becken unterbringen möchte, mach ich mir zur Zeit Gedanken, wie ich die Ca-Versorgung gewährleiste.

    Da ich eine günstige Lösung bevorzuge dachte ich mir, ich besorge mir eine automatische Nachfüllanlage, die aus einem 25l-Kanister mittels Niveau-Automatik das Verdunstungswasser ersetzt und das Kalkwasser hineintröpfelt.

    Dabei will ich aus dem Kanister direkt das angesetzte Kalkwasser in das Aquarium bringen/tröpfeln.

    Daher meine Frage an die Erfahrenen unter euch:


    Kann ich komplett das angesetzte Kalkwasser als Verdunstungsersatz nehmen oder wird das zuviel und ich sollte "reines" Osmosewasser dazugeben?
    Die ungefähre wöchentliche Verdunstungsmenge liegt bei ca. 8 Litern.

    Wird der PH-Wert nicht gefährlich steigen dadurch?


    Vlt. kann mir jemand ja Tips geben, der mit der Kalkwassermethode schon gute Erfahrungen gemacht hat und ein ähnliches System installiert hat?


    Dankeschonmal im Vorraus...


    Salzige Grüße
    Christian

  • Hallo Christian,

    genauso mache ich es seit Jahren mit Erfolg. Als Vorratsbehälter verwende ich ein Plastikfass. Im Fass habe ich eine billige Umwälzpumpe, die das Kalkwasser abends (zeitschaltuhrgesteuert) umrührt. Das Fass ist luftdicht abgeschlossen, damit das Kalkwasser nicht durch CO2-Eintrag aus der Luft zu schnell unbrauchbar wird. Die auch zeitgesteuerte, über den Niveauregler (Zajak) geschaltete kleine Förderpumpe führt morgens zur Zeit des noch niedrigeren pH-Wertes das Kalkwasser im Technikbecken ganz langsam zu. Damit ersetze ich das komplette Verdunstungswasser. Allerdings sind ja die Verbrauchswerte für Calcium stark vom Besatz abhängig. Am Anfang musst Du den pH-Wert und die Ca-Konzentration unbedingt regelmäßig testen!

    Gruß

    Bernd

  • Danke für die Antwort Bernd,


    muß ich denn das angesetzte Kalkwasser weiterhin regelmäßig umrühren,auch wenn ich nur das bereits angesetzte dort in den Luftdichten Kanister fülle? (Also das Kalkwasser ansetzten würde ich in einem seperaten Behälter und dann immer umfüllen in das 25l-Nachfüllreservoir mit der Dosierpumpe). Hoffe man versteht wie ich das mein jetzt :winking_face:

    Und ich muß das dann auch nicht weiter "verdünnen" sondern kann das Kalkwasser so wie es ist reinträufeln lassen?

    In welchem Zeitraum hast du denn die Förderpumpe auf Betrieb geschaltet?

    Wäre nett wenn ihr mir nochmal auf die Sprünge helfen könntet :smiling_face:


    Gruß
    Christian

  • Hallo Christian,

    die Kalziumrate per Calciumhydroxid (Kalkwasser) zu erhöhen ist eine Möglichkeit.
    Diese Anwendung ist weitgehend unproblematisch, wenn man mal von der Kontrolle des
    PH-Wertes absieht.
    Diese Methode hat aber auch seine Grenzen, wenn die Korallen sich allzu prächtig entwickeln. Dann kommst Du bei 300l Wasserinhalt und einer eventuell mickrigen
    Verdunstungsrate von geschätzten 1-2 l Kalkwasser (oder eher weniger) nicht auf die gewünschte Kalkrate.
    Für kleinere Becken würde ich immer die "Balling-Methode" vorziehen. Eine permanent hohe Kalkrate ist damit gewährleistet.
    Nichts gegen die Methode des Kalkwassers. Wenn es reicht und Du damit ans Ziel kommst,
    ist dem nichts entgegen zu setzen. Ich persönlich würde mich aus oben genanntem Grund nur
    für „Balling“ (light oder full) entscheiden wollen.
    Die Anwendung zu "Balling" findest Du im Internet oder in den einschlägigen Fachbüchern.

    Gruß
    Hajo

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    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Christian,

    wenn Du das Kalkwasser umfüllst, brauchst Du es nicht mehr zu rühren. Ich führe in meinen Kalkwasserbehälter automatisch Osmosewasser nach. Dies ist weniger Aufwand.
    Das Kalkwasser brauchst Du nicht mehr zu verdünnen. Nur musst Du vor allem in der Anfangszeit unbedingt den pH-Wert beobachten, bist Du die Werte Deines Beckens im Griff hast. Je nach Beckengöße muss die Zugabe auch ganz langsam erfolgen. Die Zufuhr erfolgt bei mir morgens ab 8.00 Uhr.

    Ob Dir Kalkwasser auf Dauer zur Calciumversorgung reicht, hängt von der Menge und dem Wuchs der Korallen ab. Falls nicht, kannst Du auch zusätzlich noch mit einer Stammlösung aus Calciumchlorid arbeiten oder natürlich ganz auf Balling/ Balling light setzen.

    Gruß

    Bernd

  • Erstmal danke für die Hilfe :smiling_face:

    Da ich im Moment noch nicht allzuviele Steinkorallen im Becken habe, werde ich doch versuchen, die Kalkwassermethode zu verwenden und dann bei nicht erreichen der passenden Werte evt. doch auf Balling umzusatteln (die Ausrüstung kann man dann ja zum Teil weiterverwenden dafür also würden dort keine Geldverluste auftreten^^).

    Werd die Werte dann erstmal in regelmäßigen Abständen testen und mal probieren wie es klappt, habe mir einige neue Korallen bestellt, so dass ich gleich "unter Volllast" testen kann in naher Zukunft.

    Also würde ich sozusagen die Dosierpumpe ab 8 Uhr einschalten und dann solange eingeschaltet lassen bis Abends die Beleuchtung endet, dann dürfte genug Zeit vorhanden sein den Niveau-Unterschied auszugleichen an dem Tag denk ich mal?!


    Gruß
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von derrote (12. August 2011 um 10:15)

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