dendronephtya etc. (vielleicht was für unsere taucher)

  • aloha, grundguterseits

    nicht aus gründen der unhöflichkeit, sondern der übersicht halber:

    1. sind Dendronephtya lichttolerant? (ich meine bislang immer nur gelesen zu haben, dass es sich um tiefwasser- bzw. höhlenbewohner handele).

    2. trifft es zu, dass D. auch bei unterstellter lichttoleranz kaum in beleuchteten regionen vorkommen, da sie der photosynthetisierenden konkurrenz unterlegen sind? (ich frage so dämlich, weil ich meine, bei meinen jüngst erstandenen D. positive reaktionen auf licht festgestellt zu haben -allerdings habe ich lediglich eine funzel über diesem "spezialbecken"- und einen irrtum wie bei Tubastraea diaphna vermeiden möchte).

    3. ist es nicht bedenkenswert, dass -wenn D. (aus welchen gründen auch immer) tiefwasser- bzw. höhlenbewohner sind- eine ernährung beinahe ausschliesslich über phytoplankton erfolgen soll? (ich verkenne nicht, dass das vorhandensein von phytoplankton auch in nicht lichtdurchfluteten bereichen -in welcher quantität auch immer- unterstellt werden kann). ist es nicht dennoch merkwürdig, dass ein lebewesen einen gänzlich anderen lebensraum zu besiedeln scheint, als seine hauptnahrung?

    4. ich las, dass das aufwirbeln des bodengrundes bei der aquarienhaltung von D. empfehlenswert und D. auch in freier natur auf sandböden anzutreffen seien. trifft das zu?

    5. wäre ein regelmässiges aufwirbeln des ersten zentimeters bodengrund im jaubertbecken auf dauer gesehen schädlich? natürlich unter der voraussetzung, dass nie die gesamte fläche aufgewirbelt wird, sondern immer nur abschnittsweise? oder könnte man diesen job gar den nicht allzu grabaktiven krabbenaugengrundeln überlassen?

    klar, ich überlege gerade, ein "echtes" jaubert anzuschaffen um darin nicht extrem lichtbedürftige arten zu halten, daher die fragen und schon mal herzlichen dank für die erwarteten antworten, die mir bei der entscheidung sicherlich helfen werden.

    beste grüsse
    y.

  • Zitat

    Original von yurian
    1. sind Dendronephtya lichttolerant? (ich meine bislang immer nur gelesen zu haben, dass es sich um tiefwasser- bzw. höhlenbewohner handele).

    2. trifft es zu, dass D. auch bei unterstellter lichttoleranz kaum in beleuchteten regionen vorkommen, da sie der photosynthetisierenden konkurrenz unterlegen sind?


    Hallo Yurian,
    zumindest im Roten Meer sind D. in versch. Rottönen und in lila schon in 0,5m Wassertiefe zu finden. Ich kann Dir aber nicht sagen um welche Art(en) es sich handelt.

  • Hallo,


    MfG

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • aloha, ks und ip

    bis hier erst einmal vielen dank.

    @ ip: die bodengrundfrage bezog sich garnicht auf die senkrechte durchmischung des jaubertbodens, eher darauf, dass der clou ja -auch- das wachstum von mikroalgen auf der bodenoberfläche sein soll.

    beste grüsse
    y.

  • Ich kann mich Klaus nur anschliessen, denn bei vielen Tauchgängen im Roten Meer habe ich reichlich dieser Tiere im Lichtbereich gesehen.
    Teilweise nichtmal 5 Meter unter Wasser und direkt neben Acroporas!!

    Hier mal zwei kleine Beispiele:

  • Hi,

    auch ich aheb in meinen Tauchgänge veschiedene Arten gesehn die sher wohl in den Lichtzonen leben. Ich habe aber fast nie Arten in wirklich dunklen Höhlen etc gesehen. Die meisten Arten findet man I.M.O. im Bereich 5-12 Meter und dann sind sie oftmals dirket neben LPS, SPS und anderen Weichkorallen. D. Arten habe ich bis jetzt nicht auf Sandböden gefunden.

    Daher ist Phytho und Zooplankton meines erachtens nach sehr wohl eine gute Futterwahl.

    Das große Porblem wird die Artabgrenzung sein.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter


    Als Du gerade auf dem Weg zum See warst sind wir über eine der Sandflächen getaucht die etwa bei 30 m Tiefe endet . Der gesamte Bereich ist übersät mit Dendronepthien die frei im Sand stehen.
    ( nebst den Gorgonien wo man die Pygmies findet :grinning_squinting_face: )

    pro qm stehen dort ca 5 - 8 Tiere die eine grösse bis zu 80 cm haben.

    Voll geöffnet sind sie allerdings nur nachts oder an eine der bewölkten Tage während der Neumondphase. Auffallend ist dabei das es natürlich gerade dann von Plankton wimmelt.

    Gruss Claude

  • Hallo ihr,

    das mit den Dendros ist mir in meinem extra dafür vorgesehenen Testbecken nicht gelungen trotz extremer kontinuierlicher Fütterung mit lebenden Phytoplankton.

    Diese Tiere sind wohl zur Zeit noch überhaupt nicht haltbar. Egal wieviel Technik ich dazu benutze. Der wichtigste Punkt wird meines erachtens hier immer wieder übersehen und zwar die richtige Strömung. Das ist in unseren "Spucknäpfen" kaum optimal hin zukriegen.

    Meiner Meinung nach sind die Dendros mit die heikelsten Tiere überhaupt, gleiches gilt auch für etliche nicht fotosynthese treibende Gorgonien.

    mfg Stephan

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