Woran kann es liegen ?

  • Hallo,
    ich stehe wieder einmal auf der Leitung. Folgendes ist passiert: Vor ein paar TAgen konnte ich inherhalb von 3 Tagen 4 Fische tot aus dem Becken bergen.

    1 Ctenochaetus tominiensis - Tominis-Borstenzahndoktor
    1 Signigobius biocellatus - Krabbenaugengrundel
    2 Gramma loreto - Königs-Feenbarsch (Päärchen)

    Der Doc ist schon lange im Becken und drehte am Vorabend seines Ablebens noch friedlich seine RUnden und war fleisig überall um zupfen.
    Der Grundel und das Gramma Päärchen waren bis dahin 3 Tage im Becken hatten sich aber schon gut eingelebt. Grundel hatte sich schon eine Höhle gebaut und der größere der beiden Grammas schwamm relativ frei herum. Es gab zwar das übliche prozedere mit meinem Chrysiptera parasema - Gelbschwanzdemoiselle aber bis auf kurzes jagen durch die Aufbauten und etwas gedrohe alles recht friedlich.

    Meine Wasserwerte sind soweit alle ok.

    Ph 8,2
    KH 7
    Nitrat : kleiner 1
    Nitrit : nn
    Nh4 : kleiner 0,01
    Temp. & Dichte auch im Normalem Bereich.

    Dem Riffbarsch geht es prima, die Korallen stehen auch alle gut und selbst 4 Garnelen erfreuen sich bester gesundheit ( gestern noch eine gehäutet). Filterkohle war zu dem Zeitpunkt auch zufällig im Becken
    Ich kann mir keinen Reim daruf machen woran 4 Fische so schnell sterben können am Vorabend jeweils noch putzmunter waren. Beim Nachforschen viel mir auf das es sich bei meiner Krustenanemone evtl. um eine Protopalythoa- Art handeln könnte. Bild ist zwar schlecht aber vielleicht hilft es ja .

    Könnte das die Lösung sein ?

  • Hallo Marcus,

    ich tippe auf die Grammas. Diese Fische sind überaus empfindlich gegen Stress und reagieren sofort mit Pünktchen. Es kann gut sein, dass sie dabei noch andere Tiere mitnehmen.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo,

    Die Erklärung hört sich schon besser an als meine Idee mit den Krusten. Wären es die gewesen hätten der Riffbarsch und die Garnelen wahrscheinlich auch nicht überlebt.

    Aber können "Pünktchen" echt so schnell zum Tod führen? Konnte bei keinem der betr. Fische was feststellen und alle waren bis zum Rückenschwimmen auch recht agil unterwegs.
    Langsam wird es Zeit das wieder etwas Algenfressendes ins Becken kommt, aber so lange ich nicht weiß woran die anderen verendet sind habe ich da ein wenig Bedenken neue Fische nachzusetzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Schmich (13. Juni 2011 um 12:48)

  • Hallo Marcus,

    es müssen nicht unbedingt Pünktchen gewesen sein, sondern es könnte sich auch um einen anderen Krankheitserreger gehandelt haben. Poste die Frage doch noch mal unter "Krankheiten", dann wird Torsten Sause vielleicht eher auf den Thread aufmerksam.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Marcus,

    wenn neue Fische zugesetzt werden, besteht bei plötzlich auftretenden Verlusten immer ein Anfangsverdacht, dass man hier unwissentlich eine Krankheit bzw. einen Erreger mit eingeschleppt hat. Allerdings töten die mir bekannen Parasiten nicht sofort über Nacht, wenn es den Fischen zuvor noch richtig gut gegangen ist und man keine der klassischen Symptome beobachten konnte (stark erhöhte Atemfrequenz, das Scheuern an Gegenständen, sichtbare Hautveränderungen wie Pünktchen und Schleimhautfetzen, Futterverweigerung, etc.).

    Und wäre das Gift einer Krustenanamone im Wasser die Ursache, so hätten die neuen Fische unmittelbar nach dem Einsetzen zumindest mit starkem Unwohlsein und Vergiftungserscheinungen reagieren müssen.

    Somit habe ich anhand der Schilderung leider auch keine schlüssige Erklärung für den plötzlichen Tod der 4 Fische.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

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