Verteilerkasten im Unterschrank

  • Hallo,

    da langsam immer mehr Geräte im Unterschrank verstaut werden, wächst natürlich auch die Anzahl der benötigten Steckdosen und vor allem die Anzahl der Kabel, die Kreuz und Quer gespannt werden. Besonders blöd, wenn man mal die eine oder andere Pumpe ausstellen will. Ich muss jedes Mal den Stecker ziehen und es ist einfach nur sehr eng, gerade mit den 3 großen Zeitschaltuhren. Das nervt.
    Daher will ich das Ganze jetzt mal ordentlich anlegen und einen Feuchtraumverteiler (wahrscheinlich 24TE) installieren, wo ich unter anderem Schalter und Zeitschaltuhren unterbringen möchte, die dann über einen Kabelkanal mit ca. 15-20 Steckdosen verbunden sind, die ich einzeln, oder in kleinen Gruppen, an- und ausschalten kann.

    Ich habe damals in der Planung einen Fehler gemacht und leider nur eine Leitung 16A vom Hauptverteiler zum Aqua legen lassen, die mit einem FI abgesichert ist. Nun dachte ich mir, ich könnte in der Unterverteilung die Leitung aufsplitten um etwas mehr Sicherheit für den Ausfall zu bekommen. Mein Gedanke ging in Richtung 3 Sicherungsautomaten a 5-10A in dem Verteiler im Unterschrank. Wenn dann ein Gerät einen technischen Defekt hat, würde nur eine Sicherung durchfliegen und nicht gleich das komplette Becken lahm liegen. Jetzt wurde mir allerdings gesagt, dass das wahrscheinlich nichts bringt, da die Automaten , die hintereinander liegen wahrscheinlich alle rausfliegen würden, d.h. wenn einer der Leitungen im Unterschrank einen Kurzen hat, würde nicht nur die kleine Sicherung "vor Ort", sondern auch die Sicherung im Hauptverteiler rausfliegen. Könnte ich das nicht mit den unterschiedlichen Geschwindigkeitstypen korrigieren? Ich meine im Hauptverteiler ist es ein Typ B Automat, wenn ich im Aquaverteiler einen Typ A Automat mit 6A nehme, könnte das dann klappen?

    Auch sonst bin ich auch über jeden Tipp/Bauanleitung/Beispiel für einen Verteiler im Unterschrank dankbar! Bin Maschbau-Ing und für mich ist die Elektrik immer nur Mittel zum Zweck. :winking_face:

  • Hallo Karl

    Da der Sicherungsautomat die Leitung (und nicht den Verbraucher) vor Überlastung schützen soll, kannst du auf die 16A Sicherung verzichten, wenn die Summe deiner 3 Einzelsicherungen die 16 A nicht übersteigt. Ich würde dann aber auch für jeden Zweig einen eigenen FI installieren. So wird im Fehlerfall nur der betreffende Zweig vom Netz getrennt. Am besten vom Elektriker machen lassen von wegen irgendwelcher Vorschriften, die zu berücksichtigen sind.

    Mfg Bernd

  • Hallo Karl, Hallo Bernd,

    Auf welchen 16A Automaten soll er Verzichten? Auf den im Hauptsicherungskasten? Da sag ich als Elektriker definitiv NEIN zu! Warum? Ganz einfach.. Was schützt die leitung die zum Aquarium geht? in dem falle nichts mehr!
    Das Problem was ich an der sache sehe ich der FI (oder mittlerweile auch RCD genannt). Wenn du in der Neuen Unterverteilung auch RCD´s einsetzen willst, dann muss der RCD in der Hauptverteilung größer Dimensioniert sein! Ein Standart RCD hat nen Auslösestrom von 30mA, bei dem er Spätestens auslösen muss! Wenn du jetzt in der neuen Unterverteilung RCD´s mit 30mA einsetzt dann kann es dir passieren das der RCD in der Hauptverteilung eher auslöst! Entweder baust du den RCD im abgang von der Hauptverteilung aus oder du nutzt 10mA RCD´s in der Neuen Verteilung.
    Was die LS-Schalter (Leitungsschutzschalter) angeht, so kannst du sowol 16 als auch alles kleinere nutzen, da der maximale Strom durch den Schalter im Hauptsicherungskasten begrenzt wird! Ich würde dir empfehlen dort 2A oder 4A schutzschalter des typs B zu verwenden!

    Aber wie Bernd schon sagte, mach es nicht selbst, lass es dir alles von einem Fachkundigen Elektriker (mit Facharbeiterbrief) machen!

    Grüße Sven

  • Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten!

    An den Hauptsicherungskasten wollte ich auch nicht ran, denn das ist mir zu heikel. Ich wollte einfach von der Steckdose, die extra für das Aqua von einem Elektriker gelegt und abgesichert wurde mit einem Kabel zu dem Verteiler im Unterschrank. Der Verteiler sollte quasi nur mit Schaltern und Zeitschaltuhren ausgestattet werden, was ich mir mit Hilfe eines Freundes, der vor seinem Studium Elektriker gelernt hat, zutrauen würde. FI-Schalter dachte ich, es reicht der im Hauptkasten, denn der schlägt ja nur um, wenn ich "n Schlag kriege", und dann bin ich ja zugegen und es wäre nicht so schlimm, wenn das ganze Becken mal kurz ohne Strom wäre. Zusätzliche FIs im Unterschrank sind doch dann nicht wirklich nötig, oder?

    Sven: Wenn ich das richtig rauslese, siehst Du aber grundsätzlich keine Probleme darin, die Automaten hintereinander zu schalten?! Also springt nicht zwangsläufig die Hauptsicherung mit durch, wenn einer der kleinen Automaten im Unterschrank rausfliegt?

  • Hallo Karl,
    Prinzipiell löst ein FI (RCD) immer aus wenn ein Fehlerstrom fließt, dies kann auch passieren wenn du ein Defektes gerät im Becken hast das Geerdet ist (Die meisten größeren Förderpumpen sind Geerdet und nicht nur Schutzisoliert!)! Also kann es auch passieren wenn du arbeiten oder im Urlaub bist!
    Es würde aber ein RCD im Hauptsicherungskasten reichen um den Personenschutz zu gewährleisten!

    Ja du ließt es richtig das es keine Probleme damit geht solange du die Selektivität einhälst, also die Hauptsicherung um mindestens den Faktor 1,8 Größer ist! In deinem Fall würde es ausreichen wenn du 4A Automaten der Kategorie B nimmst! Damit wirst du selbst im Kurzschlussfall zu 99% nur den Automaten in der Unterverteilung am Aquarium auslösen!

    Grüße Sven

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!