Schneckensterben - kein Ende in Sicht

  • Hallo Forum,

    Ich betreib mein Becken jetzt seit einem Jahr und habe in dieser Zeit 20 Schnecken und
    10 Einsiedlerkrebse verloren.

    Den Grund hab ich nie gefunden. Dachte bisher immer das es an den Cyano-Bakterien lege,
    aber da diese kaum noch vorhanden sind ?

    Letzte Zwischenfall zeigen diese Bilder :
    Kann das ne Scheckenfressende Schnecke sein.
    Gibt es sowas ?

    Oder ist eventuell einer der bebleibenden Krebse der schuldige?
    Er war auch an der Schnecke am knabbern:

    Irgendwomit muß das Muschel und Einsiedlersterben ja zusammenhängen.
    Die Wasserwerte sind im Stabilen Bereich - keine Auffälligkeiten bei Fischen und anemonen sowie Korallen.

    Gruß
    Thomas

    Becken: 240/50/40, 330er in Planung

  • Hi,

    mal ne Frage: Für deine einsiedler stellst du genügend neue Schnekcnehäuser (leere....) zur verfügung?

    Einsielder wachsen ihr ganzes Leben lang und irgendwannbrauchen sie ein neues Häuschen. Und wenn nur lebendige Schnecken da sind, kann es sein das sie diese dann gen gar aus machen. Man sollte sich eigentlich entscheiden, entweder Schnekcne oder Einsiedler. Aber beides geht auch. So auch bei mir. Ich habe etwa 15 Schnecken drin und gut 30 Eiunsiedler. Ich gebe im Jahr etwa 50 neue Schneckenhäuschen für die Einsiedler ins Becken. Daher habe ich keine verlußte.

    Gruß Micha

  • Hi Micha,

    Ja, Schneckenhäuser hab ich 30stk drin in verschieden Grössen und ja leider auch die ganzen leeren der toten
    Schnecken und Einsiedler.

    Füttert Ihr denn die Einsiedler und Schnecken extra ?

    Hab den Eindruck, das die eventuell nicht genug zu essen finden.

    Gruß
    Thomas

    Becken: 240/50/40, 330er in Planung

  • Hallo Thomas,

    es fehlen wahrscheinlich lebensnotwendige Nährstoffe, das sind für diese Algen-/Detritus-/Biofilmfresser Spurenelemente oder Bakterien mit den entsprechenden Vitaminen und Enzymen für die Verdauung.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Kann man sowas kaufen oder als Nähstofflösung mit dem futter ins system bringen.

    Kann da mir jemand ein Produkt empfehlen ?

    Becken: 240/50/40, 330er in Planung

  • Zitat

    Original von galferiz
    Kann man sowas kaufen oder als Nähstofflösung mit dem futter ins system bringen.

    Kann da mir jemand ein Produkt empfehlen ?

    Ich Übersetze mal Hans Werner:

    Die Einsielder und Schnecken finden eventuell zu wenig zu Fressen. Abhilfe schaffen zum Beispiel Futtertabletten für Welse und ähnliches. Auch frisvhes Futter wie Salat, Karotten, Brokolie,. Löwenzahn usw hilft schon.

    Richtig Hans Werner ....

    Gruß Micha

    Einmal editiert, zuletzt von Micha W. (4. Januar 2011 um 22:08)

  • ... nicht so ganz. Das ist eigentlich wieder die gleiche Diskussion wie bei den Fischen, "Salat oder Algen?".

    Mein Bild von Leben und Ernährung im Meer ist ein ganz anderes. Es ist eigentlich nicht so wirklich wichtig, was es genau ist, Hauptsache es entspricht der Nahrung im Meer. Ich denke, dass die Rotalgen, die nicht von Hemmstoffen geschützt sind, oder auch die besser verdaulichen unter den Grünalgen (Ulva lactuca?, Enteromorpha) sich nicht wirklich stark von Biofilmen aus Diatomeen, Dinoflagellaten und Bakterien unterscheiden. Beides hat einen Algenanteil und einen lebensnotwendigen bakteriellen Anteil (ja, viele Rot- und Grünalgen können ohne Bakterien nicht leben). Es ist also nicht der große Unterschied, ob die Schnecken jetzt gesunde, im Aquarium gewachsene Biofilme fressen oder z. B. Norialgen, der Unterschied zu Landgemüse, das gewöhnlich nicht untergetaucht wächst und nicht nur in Symbiose mit Biofilmen gedeiht, ist dagegen ziemlich groß.
    Man kann es jetzt also mit Norialgen probieren, ob die im verarbeiteten Zustand das Richtige sind, oder versuchen im Aquarium die richtigen Biofilme zu züchten. Offenbar gelingt letzteres manchen Aquarianern, denn bei manchen halten sich die Schnecken und manche Arten vermehren sich. Die Frage ist, wie machen die das, wobei wir auch wieder bei der Frage der Reproduzierbarkeit in der Meeresaquaristik wären.

    Also, in meinen Augen gibt es keine einfachen Lösungen, es ist halt alles kompliziert. Ich würde auf die Schnelle mal Nori probieren.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Danke erstmal für die Infos,

    ich schau mal ob ich das finde ...

    oder eventuell mal jemand einen Link kurz hier reinstellt ..

    Danke und Gruß
    Thomas

    Becken: 240/50/40, 330er in Planung

  • Hi,

    wie heißen denn eigentlich die Gehäuseschnecken, die den Eingang mit nem Deckel verschließen können?
    Diese Art konnte ich in keinem meiner Becken halten!
    Gingen immer ein..................... :confused_face:
    Komischerweiße aber eben nur die.

    Eine Tectus hingegen habe ich noch nie verloren!

    Mysteriös!!!

    Gruß LArs

  • Hallo Lars,

    vermutlich meinst Du die Turbo-Schnecken. Ich habe Turbo argyrostomus.
    Es gibt aber noch viele andere Schnecken mit einem Operculum, z. B. Wurmschnecken.

    Gruß

    Hans-Werner

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