Hallo Meerwasserfreunde!
Ich hab ein Problem, nämlich daß 4 meiner Fische krank sind und 2 davon nicht aus dem Becken kriege, um sie in Quarantäne mit Odin Ex zu behandeln... Also das mit den Pünkten fing schon vor 6 Wochen an, damals betraf es nur den kleinen A. coeruleus, später dann auch die beiden Neongrundeln. Ich habe die Fische im Becken gelassen und es mit Vitaminen und der geringen Dosierung von MarinOopharm (Tetra) versucht. Ich hatte den Eindruck, daß die Pünktchen zwar nicht weggehen, aber auch nicht mehr werden. Seit 1 Woche nun "kratzt" sich auch den Escensius-Blenni, wobei ich bei ihm keine Punkte sehen kann. Und seit 3 Tagen sind die beiden Neongrundeln und der A.coeruleus über und über mit (großen) Pünktchen, bzw. sogar recht großen flauschigen Stellen überseht und auch in ihrer Verhaltens- und Bewegungsweise sichtlich angeschlagen. So habe ich mich entschieden sie rauszufangen und etwas schwerere Geschütze aufzufahren. 1 Neongrundel und den Escensius habe ich schon im Quarantänebecken, die beiden anderen Fische erwische ich einfach nicht - es ist echt zum verrückt werden!!
Die Neongrundel im Quarantänebecken verhält sich recht normal, aber der Ecsenius ist natürlich äußerst unzufrieden mit seinem neuen Zuhause, hat die Schreckfärbung eingenommen und steckt in seinem Wohnloch. Als ich die 3ml Odinex (auf 30 l) dazugegeben hab ist er panisch im Becken herumgeschossen, erst nach ca. 3 min war wieder relativ ruhig, aber sehr verstört. Nun zu meinen Frage:
1. Was soll ich machen????
2. Zum Herausfangen der Fische will ich versuchen mir eine Fischfalle auszuleihen.
3. Wie lange muß ich die Fische extern behandeln? Auf der Packungsbeilage steht nur drauf, daß man am 2. und 3. Tag nachdosieren soll - nichts über die Dauer der Behandlung.
4. Damit sich nicht noch die anderen Fische anstecken, habe ich nochmals eine Flasche MarinOopharm ins Becken gegeben, obwohl das meinen Lederkorallen nicht allzusehr bekommt, zusätzlich Vitamine.
5. Das Quarantänebecken hat 30l, eine Heizung und eine kleine Umwälzpumpe, Ph 8,2, kH14, Dichte 1,024, Temp. 26°C. Soll ich an den Wasserparametern etwas verändern?
Fische krank!!
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moldzi -
3. Mai 2003 um 22:17
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Hallo?
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Zitat
Original von moldzi
Hallo?selber hallo,
nun, viel gibts da nicht zu sagen............
was sollst du machen?
herausfangen zwecks behandlung ist ok und wenn man keine falle hat muss man eine kaufen oder ausleihen - auch ok.
behandlungsdauer? wenn nix auf der packung steht dann zwei drei tage länger drin lassen - und vorsichtigen wasserwechselim behandlungsbecken zur anpassung an die normalverhältnisse.
gegen welche krankheiten hilft denn das odinex und was hast du diagnostiziert?
und was bewirkt das marinoopharm?
ist es bei korallen anwendbar?
wasserparameter im behandlungsbecken...........man
kann die dichte senken, bis auf ca. 1.018, hilft oft, ist aber stress für die tiere. -
Hi Joe,
wenn es das Odin Ex von HW ist, geht es gegen Crypto und Oodinium. Meines erachtens eines der besten kupferpräperate, wenn man das so überhaupt sagen kann.
Moldzi, ich würde die temperatur dann noch absenken, wenn du es schaffst sogar auf 21 grad. Und ausserdem benutze doch bitte die suchfunktion, da findest du sehr sehr viele threads über das thema.
MFG,
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Zitat
Original von iP
Moldzi, ich würde die temperatur dann noch absenken, wenn du es schaffst sogar auf 21 grad. Und ausserdem benutze doch bitte die suchfunktion, da findest du sehr sehr viele threads über das thema.
Hi iP,
sollte man bei Oodinium oder Cryptocarion nicht eher die Temeratur erhöhen? Dadurch reifen die Parasiten schneller und die Schwärmer werden abgetötet. -
Hallo Klaus,
das ist korrekt. Die leichte Anhebung der Temperatur begünstigt den Lebenszyklus der Parasiten.
"Die Cryptocarion-Erkrankung muß über einen Zeitraum von einer Woche behandelt werden, da dieser Parasit, wie Ichtyophthirius im Süßwasser, einen mehrstufigen Lebenszyklus besitzt. Nur die im freien Wasser befindlichen Schwärmer können durch Heilmittel abgetötet werden. Der Parasit auf dem Fisch (sichtbares weißes Pünktchen) ist gegen Heilmittel von der Fischschleimhaut, in der er sich einnistet, geschützt!" Quelle: http://www.sera.de
Andre
ZitatOriginal von KS
Hi iP,
sollte man bei Oodinium oder Cryptocarion nicht eher die Temeratur erhöhen? Dadurch reifen die Parasiten schneller und die Schwärmer werden abgetötet. -
Haha, erwischt:D
Nein, nicht mich, denn ich habe anfangs genau das selbe gedacht, dank Ralph D. bin ich nun aber anderer überzeugung.
Überlegt mal: der parasit befällt sehr stark die kiemen, wodurch das atmen schwer fällt. Sauerstoff löst sich ich kaltem wasser aber besser als in warmem, speziell in unseren temperaturbereichen im aquarium (20 - 30 grad). Dem fisch fällt es leichter zu atmen wenn das wasser mehr sauerstoff hat, also temperatur runter.
Das mit dem zyklus stimmt schon, und hat den vorteil dass die parasiten schneller abfallen. Aber anders gesehen hat der fisch auch mehr zeit sich auf den parasiten einzustellen und mit ihm fertig zu werden.
Jeder fisch baut antikörper gegen oodinium auf, was ich von der North Carolina State University (Dr. Levy) bestätigt bekommen habe. Damals in meiner "Oodinium-Phase" hatte ich die halbe welt mobilisiert um an infos zu kommen, wie ich den parasiten vernichten kann. Levy hatte mir dementsprechende wissenschaftliche prospekte zugeschickt. Seine uni ist eine der führenden in meeresbiologie in den USA.
Fazit:
- soll der parasit schneller abfallen, temperatur hoch. Nachteil: weniger sauerstoff im wasser und erhöhte atemfrequenz (die durch den parasiten sowieso schon sehr hoch ist!)
- soll es der fisch etwas einfacher haben, temperatur runter. Dann löst sich mehr sauerstoff im wasser und der fisch kann leichter atmen.
Viele grüße,
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Zitat
Original von Andre Jonas
"Die Cryptocarion-Erkrankung muß über einen Zeitraum von einer Woche behandelt werden, da dieser Parasit, wie Ichtyophthirius im Süßwasser, einen mehrstufigen Lebenszyklus besitzt. Nur die im freien Wasser befindlichen Schwärmer können durch Heilmittel abgetötet werden. Der Parasit auf dem Fisch (sichtbares weißes Pünktchen) ist gegen Heilmittel von der Fischschleimhaut, in der er sich einnistet, geschützt!" Quelle: http://www.sera.deHallo André

die sera aussage stimmt nicht ganz. Durch kupferhaltige mittel wird die schleimhaut des fisches abgelöst. Dadruch werden auch die parasiten auf dem fisch erledigt. Die in den kiemen sitzenden haben sowieso versagt, da sie ständig direkt mit dem wasser in kontakt sind. Die parasiten die im inneren des fisches sind (so bricht die krankheit aus) werden durch das im fisch aufgenommene kupfer sehr stark geschädigt oder sie sterben gleich daran.
Jeder fisch baut antikörper auf, einige schneller, andere langsamer. Anemonenfische sind neben putzerfischen die schnellsten, die immunkörper aufbauen können. Das kommt bei den anemonenfischen auch durch die "dicke haut". Putzer sind anders ausgelegt, da sie sowieso "krankheitsfresser" sind. Doktorfische haben eine sehr dünne schleimschicht, wodurch sie leichter angegriffen werden. Sie bauen auch nicht so schnell oder kaum immunstoffe auf.
Klinkt etwas absurd, ist aber tatsächlich möglich:
In der uni hat man die antikörper den anemonenfischen entnommen und infizierten doktorfischen verabreicht (spritze glaube ich). Die antikörper waren so lange vorhanden bis der erreger besiegt war - mehr noch: es bildeten sich neue, eigene antikörper. Es gab keine verluste bei den doktoren. Nachdem die krankheit vorbei war, bauten sich die antikörper langsam aber stetig ab, so dass nach einigen monaten keine mehr vorgefunden werden konnten.Wie man sieht ist das alles etwas komplizierter als es sera schreibt;)
Viele Grüße,
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