• Guten Morgen,

    da hier ja doch viel Kompetenz in Sachen Fischkrankheiten herrscht, poste ich es hier auch mal:

    Gestern Abend ist mein Solorensis Kofferfisch verstorben. Er lebte seit 4 Monaten in meinem Becken, hatte nie Probleme und gut gefressen ( Frofu, Norialgen, Banane ). Gestern fiel mir schon Morgens auf, dass er nicht wie sonst aus seinem Versteck kommt, wenn das Licht angeht. War dann in Bremen den Tag über, Abends sah ich dann das er schon auf der Seite im Becken lag. Dachte er ruht sich aus oder so, habe ihn dann leicht angestossen. Er schwamm dann weg und wurde von meienr Tunze angezogen, wo er nicht mehr ohne Hilfe entkam. Habe ihn dann aus dem Becken genommen und in einen Eimer verfrachtet, ganz einfach weil ich verhindern wollte, dass er meinen Restbestand vergiftet.

    Im Eimer zeigt er dann sofort folgendes Verhalten: Er drehte sich auf den Rücken und schwamm noch ein paar Runden. Dann legte er sich einfach auf den Grund des Eimers. Aber wie gesagt, alles auf dem Rücken. Ich habe versucht, ihn im Eimer zu drehen. Erfolglos ... er dreht sich sofort wieder um und zeigte mir seinen Bauch. Es sah aus, als ob er sich gar nicht mehr halten konnte ... nach ca einer halben Stunde ist er dann verstorben.

    Habe es auch schon im anderen Forum gepostet. Ich bin richtig traurig darüber ... auch wenn es sich doof anhört aber der Tod einer Demoiselle oder eines Grammas ging mir nicht wirklich nahe ... das kleine Kerlchen gestern war mir aber richtig ans Herz gewachsen ... Könnt ihr mir denn sagen was er hatte, bzw ob ich was falsch gemacht habe??? Hatte er vll was mit der Schwimmbalase?

    Würde mir ja so gerne wieder einen holen aber wenn er so anfällig ist und nicht viel länger als ein halbes Jahr im Becken überleben kann, lasse ich ihn vll doch lieber im Meer ...

    Gruß
    Marcel

  • Mahlzeit Marcel.

    Ich denke, dass du glücklicherweise richtig gehandelt hast.

    Wir hatten bereits einige Kofferfische in unseren Becken probiert und verschiedenste Erfahrungen gemancht, bei denen es fast nie zum Fischverlust kam.

    Nur einmal und bei dem kleinsten, letzten Cubi, der auch an der Tream "klebte", hatten wir einen beinahe-Chrash.

    Seit dieser Erfahrung erfreuen wir uns zwar immer noch an diesen Tieren .... jedoch nicht mehr in den eigenen Becken.

    Bislang dachte ich immer, dass die Giftstoffe entweder erst ab einem gewissen Alter produziert werden können, bzw. die Giftstoffproduktion/Abgabe mit Dingen im zusammenhang stünde, die wir in unseren Becken nicht haben und daher keine giftige Reaktion erfolgt.

    Das war ein Irrtum meinerseits.

  • Hallo Marcel,

    ich denke auch, dass Du hier völlig richtig gehandelt hast. Wenn ein Fisch derartige Anzeichen eines beginnenden Ablebens zeigt, dann ist es im Falle von giftigen Tieren immer besser, proaktiv tätig zu werden. Aufgrund deiner Beschreibungen kann man leider kein eindeutiges Krankheitsbild zuordnen.

    Wenn man einen Kugelfisch umsetzt und mit den Händen berührt, kann es schon vorkommen, dass er sich als passive "Verteidigungsmassnahme" aufpumpt und dann relativ hilflos herumtrudelt. In deinem Fall war es aber sicher das absehbare Ende und das ist ja dann kurze Zeit später auch eingetreten.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Ja denke auch ich habe richtig gehandelt aber trotzdem ... es tut mir so Leid um den Kleinen ... der war so lieb und zutraulich ...

    Kann man denn sagen was es war? Hat das auf dem Kopf schwimmen was mit der Schwimmblase zu tun???

    Gruß
    Marcel

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