• Hallo zusammen !

    Ich brauche eine Zwischensteckdose die nach einem Stromausfall "nicht" selbstständig wieder einschaltet.
    Ein FI klappt ja nicht weil er nur bei Fehlstrom auslöst !?
    Was ich meine ist wenn zb bei einem Stromausfall in der ganzen Straße der Strom wieder da ist.
    Dann soll die Zwischensteckdose nur durch mich wieder eingeschaltet werden können.


    Gibt es so etwas ? Dieses Zeug ist absolut nicht mein Gebiet, hab schon Bei Conrad vergebens gesucht.


    Viele Grüße Gerd

  • Hallo Gerd,

    ich weiß nicht genau ob es irgendwlche Taster oder Relais gibt, die das erfüllen (vermutlich schon), aber es wird immer wieder von FI-Zwischenschaltern berichtet die bei einem Stromausfall auslösen und nicht selbstständig starten. Vielleicht weiß hier ja jemand welches Modell beispielsweise so arbeitet?

    Gruß
    Benjamin

    Edit:
    Hier ein Thread in dem das Problem behandelt wurde: Klick mich

    Einmal editiert, zuletzt von Benjaminb (11. April 2010 um 10:38)

  • Morgen Gerd,

    also die meißten suchen eher eine, die "auf jeden Fall" wieder selbstständig einschaltet.
    Diesbezüglich habe ich schlechte Erfahrungen mit günstigen, digitalen Zeitschaltuhren gemacht.
    Die schalten eben nichtmehr ein.
    Du könntest die Schaltzeit einfach von 24-24Uhr stellen.
    Sie haben meißtens einen Knopf mit dem man umschalten kann: AN -> AUS -> ZEITGESTEUERT.
    Nach einer Stromunterbrechung stehen sie dann zwar noch auf ZEITGESTEUERT - sind aber aus. Dann muss man einfach wieder einmal die Modi durchschalten, dass sie wieder angehen.

    Oje hoffentlich versteht das jemand, was ich da geschrieben hab :confused_face:

    Gruß Michael

  • Servus Gerd,

    der Profilux von GHL kann das, aber nur für den Fall wird das zu teuer sein (?).

    Viele Grüsse
    Stefan

  • Hallo Gerd,

    was du suchst ist ein DI-Schalter. Der löst auch bei einem Stromausfall aus und schaltet nicht selbsttätig wieder ein.
    Sind meines Wissens aber nicht für die Hausinstallation (in der Industrie schon) zugelassen, sondern dienen als mobiler Personenschutz zum Beispiel für Elektrogeräte, die nach einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen nicht eigenständig anlaufen dürfen.
    Für die Industrie gibt es die als DI-LS Kombination (LS=Leitungsicherung) und sogar als Steckdosenleiste mit DI-LS Kombination, zum Beispiel von Kopp.

    Gruß,
    Norbert

  • Hallo Gerd!

    Im Grunde hat es Norbert (Scatty) schon genau richtig erklärt.
    Ein FI- Schutzschalter bleibt bei Stromausfall eingeschaltet und ein DI- Schalter nicht, da er garantieren soll, dass elektrische Geräte ohne Aufsicht nach Stromausfall nicht einfach wieder anfangen zu laufen.
    Der DI Schalter ist dabei nicht in der festen Hausinstallation (Sicherungskasten) zugelassen, da er mit einer elektronischen Schaltung funktioniert und damit theoretisch nicht so zuverlässig arbeitet, wie der auf magnetismus beruhende FI. ...in der festen Hausinstallation würde ein DI auch keinen Sinn machen. Bei uns ist der Stromzähler zum Beispiel von außen am Haus zugänglich. Wenn mein Energieunternehmen jetzt in meiner Abwesenheit den Zähler wechselt und damit den Strom abschaltet, möchte ich natürlich auch dass danach alles im Haus weiterläuft, wie im Winter zum Beispiel meine Heizung und eventuelle Frostwächter.
    Übrigens dürfen Energieversorger den Strom auch in Abwesenheit des Verbrauchers abschalten, z. B. um den notwendigen Zählertausch vorzunehmen, sofern sie ohne einen dran kommen. Man hat keine Garantie für eine durchgehende Stromversorgung, auch wenn das viele meinen, da der Strom ja eigentlich so gut wie nie abgestellt wird. ...zur Sicherheit sollten Aquarianer ohne USV, deren Strom von außerhalb der Wohnung abgeschaltet werden kann, daher einen Aufkleber auf den Zähler machen, z. B. mit telefonischer Erreichbarkeit und der Warnung "Strom nicht ohne Eigentümer abschalten - wertvoller, gepflegter Tierbesatz". ...eine Garantie gibt es dabei aber auch nicht.

    ...aber zurück zum Schalter! =) ...wenn ein FI-Schutzschalter nach Stromausfall nicht wieder einschaltet, dann ist er entweder defekt, oder kein FI!
    Aufgabe des FI (F= Fehler, I= Strom, also Fehlerstrom) ist es quasi darüber zu wachen, dass kein elektrisches Gerät mit Metallgehäuse unter Spannung stehen kann, so dass man bei der Berührung einen Schlag bekommt.
    Diese Geräte werden in der Regel mit drei Leitungen angeschlossen, der "L" (Phase, in der Regel schwarz oder braun), dem"N" ( Nullleiter, immer blau) und dem "PE" (Schutzleiter, immer grün-gelb). Stark vereinfacht gesagt wirdt durch den "L" der Strom zum Gerät geliefert und vom "N" danach quasi verbraucht wieder zurück geführt. Der "PE" ist dabei mit dem äußeren, elektrisch leitenden Gehäuse verbunden und wird daher im Normalffall nie benutzt. Wenn jetzt ein Defekt im Gerät auftritt und dadurch zum Beispiel der Strom die Möglichkeit hat das äußere Gehäuse unter Spannung zu setzen, fließt zumindest ein Teil des Stromes über den PE zurück. Dies erkennt dann sofort der FI-Schutzschalter und schaltet alles sofort ab, damit keiner einen gewischt bekommt. Übrigens hat jeder FI-Schutzschalter einen Testknopf der genau diesen Fall simuliert und daher regelmäßig getestet werden sollte, da einzig und allein der FI in Haus die Aufgabe hat Gesundheit und Leben zu schützen. ...wahrscheinlich werden die FI aber in der Regel nie getestet, entweder aus Unwisenheit, oder aus Faulheit danach die ganzen Uhren wieder zu programieren.
    Die üblichen "Sicherungen" im Schaltkasten des Hauses sind übrigens eigenetlich keine Sicherungen, sondern LS-Schalter. ...LS = Leitungsschutz und diese haben lediglich die Aufgabe, bei einem Kurzschluss oder Überbelastung dafür zu Sorgen, dass einem die Stromleitungen (...einige sagen auch Kabel dazu, aber das ist falsch, Kabel liegen nur unter der Erde!) in den Wänden nicht durchschmoren und danach aufwendig wieder erneuert werden müssten.

    ...hmmmhh, glaube irgendwie schweife ich jetzt doch vom Thema ab. :face_with_rolling_eyes: Mag mein Erklärzwang sein, da es auch eingeltich ein gut verständliches Thema ist und ich mich als ehemaliger Energieanlagen-Elektroniker angesprochen fühle, auch mal etwas aus praktischer Erfahrung beisteuern zu können. =)

    Also wie gesagt wäre der DI-Schalter das richtige und die Lösung von Zajac stellt eigentlich eine meines Erachtens eine einfache und günstige Möglichkeit dar.
    Für alle die, die ihre Aquarium- Elektrik eh in einem richtig verdrahtetem Kasten haben und gerne ein wenig basteln hab ich aber auch mal eine schnelle Schaltung skizziert, wo genau der von Gerd erwünschte Effekt mittles einfachem Taster und Relais erreicht wird und als Foto unten angehangen.

    Beste Grüße,
    Torsten.

  • Ups,
    da war Gerd schneller!
    ...hoffe ich konnte trotzdem noch ein wenig zum Thema beisteuern! =)

  • Ich hatte auch sowas gesucht; sollte aber nach einem Stromausfall wieder angehen, da sonst die ganze Technik aus ist.
    Darum hatte ich den baugleich aussehenden Zwischenstecker wie Ihn Ingrid vorstellt; jedoch von Brennenstuhl besorgt. Der geht nach einen Stromausfall nicht wieder an; daher für Dich geeignet.

    Für Deinen Zweck darfst Du aber nicht z.B. bei OBI den "DI-Personenschutz-Zwischenstecker" A516,16A von IVT-Hirschau kaufen. Der geht nach einem Stromausfall bei mir wieder an, obwohl "DI" draufsteht ist dieser wohl ein "FI"


    MfG.: Thorben

    AQ-Daten: 100x70x60 ; Technikbecken 80x35x40 ; Seaqualux F6x39W mit Coral Light ; Eheim 1250 Förderpumpe ; H&S Abschäumer150-F2001 ; 3x Tunze 6055 ; Tunze 7096 USB Controller; Osmoseanlage 900Ltr/Tag mit Entmineralisierungsfilter ; Heizer 200Watt von Jäger; 45KG Lebendgestein; Rising-Sun mit dimmbarem Mondlicht; Notstromsystem; Multifilter von Schuran als Phosphatfilter

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