Gramma melacara..neue Erfahrungen?

  • Hallo zusammen


    ich halte ja seit ca einem halben Jahr 2 dieser wunderschönen Feenbarsche
    und nach anfänglichen Streitereien (ich hatte mir einen größeres und einen kleineres Exemplar ausgesucht)
    scheint jetzt Frieden eingekehrt zu sein.

    Nun beobachte ich seit einiger Zeit bei dem Kleineren (das Weibchen) einen deutlichen Laichansatz am Bauch, der nach einigen Tagen dann verschwunden ist.

    Der Große (das Männchen?) baggert ganz schön das Becken durch, er verteilt den Sand wie eine Grundel und läßt ihn dann irgendwo runter rieseln (meist auf meiner Muschel :ydevil)

    Ich kann aber nicht beobachten, dass irgendeine Höhle bevorzugt wird, er ist laufend irgendwo anders am Arbeiten..

    Nun meine Frage:

    Die Infos hier im Forum über diese Fische sind etwas spärlich, gibt es da vielleicht neue Erfahrungen?

    Speziell natürlich über das Ablaichen oder die Larven?

    Die Lorettos sollten ja ähnlich gelagert sein, wie geht bei denen das Ablaichen vor sich?

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Hallo,

    auch ich pflege seit einem halben Jahr diese wunderschönen Tiere. :smiling_face:
    Bei der damaligen telefonischen Bestellung der Melacaras hatte ich Wert auf einen deutlichen Größenunterschied gelegt. Das hätte ich nicht machen sollen. Es wurde mir ein mittelgroßes Exemplar geschickt und ein kleiner Zwerg. Das Mißtrauen des kleinen Tieres gegenüber dem Großen hat sich bis heute noch nicht wesentlich gelegt. :frowning_face:
    Zwar fressen sie zusammen, doch wenn das größere Tier sich nähert, verschwindet der Kleine. In der Zwischenzeit hat das größere Tier mit dem Nestbau begonnen. Es sammelt alles, was an "Material" im Becken zu finden ist und trägt es in eine Höhle mit Schlupfloch, die er (Männchen) sich vorher ausgesucht
    hatte. Vergeblich versucht er das kleinere Tier (Weibchen?) in diese Höhle zu locken. Aber bis jetzt ohne Erfolg. Der Respekt wegen des Größenunterschiedes scheint doch noch zu stark zu sein. Ich hoffe, es klappt mit den beiden Tieren, wenn das kleinere Exemplar an Körpergröße (und Geschlechtsreife) deutlich zugenommen hat.
    Ansonst sind es ruhige und , wie gesagt, wunderschöne Tiere (überhaupt unter Blaulicht).
    Gruß Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo

    gib die Hoffnung da mal nicht auf...bei mir war es genauso, wie Du es schilderst.

    Der Kleine wurde immer in das Riff gejagt, gefressen wurde aber gemeinsam.

    Mich wundert eben nur, dass der Große irgendwie anscheinend denkt, er ist eine Grundel, und den ganzen Tag baggert.

    Sonst hat niemand irgendwelche Erkenntnisse über das Ablaichen?

    Ich werde auf jeden Fall mal die Zeitabstände beobachteten, in denen das Weibchen den Laichansatz trägt.

  • Hallo Kathrin,

    das "baggern" könnte einen einfachen Grund haben.
    Mangels geigneter "Nistutensilien" sucht das Männchen nun weiter verstärkt nach geeignetem
    Baumaterial. In meinem Becken vorzugsweise im und auf dem Bodengrund. Das, was er bereits gefunden hat, ist mittlerweile verbaut. Es scheint aber noch nicht genug zu sein. Bevorzugt werden Pflanzenreste (Caulerpa). Aber auch kleinere Steinchen , ja selbst abgestorbene Valonias (Hülle). :grinning_squinting_face:
    Auch habe ich beobachtet, wie er versuchte aus einer gefiederten Pseudopterogorgia spp. kleinere Ästchen herauszureißen. ?(Allerdings hier ohne Erfolg.
    Gruß
    Hajo

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