Aufbau Unterschrank aus Y-tong

  • Hi,
    ich plane ein Becken mit den Massen 110x70x60cm.

    Den Unterschrank möchte ich aus Y-tong errichten.

    Als Obere Platte wollte ich eine 21mm Multiplexplatte vewenden.

    Fragen:

    Ich habe geplant, die Multiplexplatte an den Seiten jeweils um 5cm überstehen zu lassen.
    Die Y-tong Steine sind 7,5cm breit.

    Somit wäre in der Mitte eine lichte Weite von 85cm gegeben.

    Reicht es dann, wenn ich die Y-tong Steine nur U-förmig plane oder sollte ich lieber E-förmig planen?
    Könnte sich die 21mm Platte in der Mitte durchbiegen, wenn ich nur U-förmig plane?
    Soll ichlieber eine 27mm Multiplexplatte nehmen oder reicht auch eine 21mmm?

    Reichen auch 5cm breite Y-tong Steine von der Tragfähigkeit? Dann wäre die lichte Weite in der Mitte 90cm. Ich hätte dann halt mehr Platz zur Verfügung, falls ich doch noch irgendwann mal ein Technikbecken installieren wollte.

    Danke euch :wink

  • Hallo,

    ich hatte damals ein Becken mit den Maßen 100x70x70 cm, dafür habe ich den Unterbau E-förmig gemacht.
    Falls du dich für eine U-Form entscheiden solltest z.B. wegen dem Technikbecken, dann würde ich zusätzlich noch einen Stahlträger vorne anbringen.

    Gruß Sebastian

  • Da das zur Zeit ein Prototyp ist, kann ich dir soviel sagen, er hat die ein Volumen von ca. 80 Liter.

    Bauform ist von mir Strömungsoptimiert, Features:

    Vollflächenskimmer / 2 Bodenansauger
    Spaltsieb 200µm
    Eiweißabschäumer
    Heizung
    5 Kammeraufbau flussoptimiert
    UV-C Klärer
    Umwälzpumpe
    2-3 Strömungspumpen

    Der Filter ist RAL-farblich verblendbar, hat eine angeäzte Oberfläche (optional), für Klakalgenwachstum,
    bzw. zum aufkleben von Riffholdern/Riffkeramik.

    Die Gesamtleistung an Umwälzung beträgt 6720 Liter (Leerlast) geeignet für 100/120 x 70(T) x 60(H).

  • Hallo Rüdiger,


    Alle Fragen werden hier im Detail beantwortet: http://www.deters-ing.de/Statik/sockel.htm
    Du brauchst weder ein U noch E für den Unterbau.
    Wenn man der Berechnung dort folgt, solltest du bei 110 cm Beckenlänge die Mitte der Ytong-Steine um 23 cm nach innen schieben. Dann sind die Kräfte aufgehoben und du hast NULL Duschbiegung. Allerdings bleiben dir dann bei 5 cm dicken Ytong Steinen nur noch 59 cm lichte Weite.

    Wie "dick" die Ytong-Steine letztlich sind ist für die Durchbiegung egal. Die Druckfestigkeit der Steine ist allein ausschlaggebend. Dein 460 L Becken dürfte mit Riffaufbau geschätzt 700 kg auf die Waage bringen. Wenn du 2 Auflageflächen von 5 x 70 cm hast, sind das zusammen 700 cm^2. Damit ergibt sich eine Druckbelastung auf die Steine von 1 daN/cm^2, also für Ytong absolut zu vernachlässigen.

    So, hoffe mal ich habe mich hier in der Eile nicht verrechnet ... wenn ja, laut schreien :wink

    Gruß,
    Norbert

  • Norbert,
    herzlichen Dank für den Link und Deine ausführliche Antwort bzw. Berechnung =)

    Leider hast Du Dich nicht verrechnet!

    Dann heisst es also:
    1. Entweder kein Technikbecken (hatte ich ursprünglich sowieso geplant) oder
    2. Einen Stahlträger vorne einmauern

    Es wird dann also wohl die Variante "Ohne Technikbecken" :grinning_squinting_face:

  • Rüdiger,

    Zitat

    Original von Rüdiger Scharm
    ...... 2. Einen Stahlträger vorne einmauern .....

    Du brauchst kein U aufstellen. Es reichen 2 nicht miteinander verbundene Sockel. Die "Rückwand" kannst du dir sparen.
    Die Alternative, die beiden Sockel in der Mitte mit einem Träger als Auflager zu verbinden, würde ich persönlich bevorzugen. Das gibt bei 5-er Ytong Sockeln eine lichte Weite von 100 cm ohne senkrechte Stütze(!). Das ist sehr viel Stauraum. Und du hältst dir die Option offen, jederzeit ein Technikbecken nachzurüsten. Der Vorteil ist den geringen finanziellen Aufwand sicher wert. :thup

    Gruß,
    Norbert

  • Du meinst also, wenn ich 2 Sockel habe (5x25x60cm) soll ich in der Mitte, also bei 30cm einen Träger einbauen, richtig?

    Dieser wird dann so eingearbeitet, dass er oben plan mit dem Y-tong abschliesst.

    Eignet sich dazu nur ein Stahlträger oder kann man auch ein anderes Material verwenden (z.B. Kantholz)?
    Welchen Querschnitt sollte der Träger dann haben?

    Sorry, war noch nie gut von Begriff, was "Handwerksleistungen" angeht :smiling_face_with_sunglasses:

    Einmal editiert, zuletzt von Muetzel (29. Oktober 2009 um 15:27)

  • Yepp Rüdiger, genau so meine ich das.
    Mittig den Träger und plan abschließend einmauern.

    Kantholz würde ich nicht nehmen. Naturholz schrumpft und arbeitet. Besser ist Metall und am billigsten ist Stahl.
    Die üblichen warmgewalzten Stahlträger (Bezeichnung ist IPE 80) sind die kleinsten 80 mm hoch. Wenn dir das nicht zu viel des Guten ist, dann nimm so ein Profil (landläufig T-Träger genannt). Da biegt sich dann garantiert nichts mehr durch :ylol
    Alternativ würde überschlägig betrachtet auch ein Stahl - Rechteckprofil 60 x 40 x 3, hochkant eingemauert, vollkommen ausreichen und dir 20 mm mehr Platz nach unten lassen.

    Gruß,
    Norbert

    Einmal editiert, zuletzt von Scatty (29. Oktober 2009 um 16:18)

  • Alles klar, Danke Dir Norbert!!!

    Dann werde ich mal mal demnächst auf die Suche machen, wo so ein "Eisenteil" herbekomme :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Freitaucher
    Bei so einem Becken müßte doch ein Kantholz auch schon reichen? :face_with_rolling_eyes:


    Liest du auch, oder schreibst du nur?

  • Zitat

    Original von Scatty
    Yepp Rüdiger, genau so meine ich das.
    Mittig den Träger und plan abschließend einmauern.

    Kantholz würde ich nicht nehmen. Naturholz schrumpft und arbeitet. Besser ist Metall und am billigsten ist Stahl.
    Die üblichen warmgewalzten Stahlträger (Bezeichnung ist IPE 80) sind die kleinsten 80 mm hoch. Wenn dir das nicht zu viel des Guten ist, dann nimm so ein Profil (landläufig T-Träger genannt). Da biegt sich dann garantiert nichts mehr durch :ylol
    Alternativ würde überschlägig betrachtet auch ein Stahl - Rechteckprofil 60 x 40 x 3, hochkant eingemauert, vollkommen ausreichen und dir 20 mm mehr Platz nach unten lassen.

    Gruß,
    Norbert

    Das hatte ich überlesen,gibt aber auch Leimkantholz,das nicht abreiten sollte. :winking_face:

  • So,
    ich habe vorhin mal gemauert :grinning_squinting_face:

    Ich habe mal im forum gesucht.
    Ich glaube, ich bein der Einzige, der "nur" 5cm dicke ytong-Steine verwendet hat.
    Alle anderen scheinen mind. 7,5 oder sogar 10cm verwendet zu haben :winking_face_with_tongue:

    Bitte sagt mir, dass mein brutto 462 LIter Becken da nicht irgendwann samt Inhalt "Baden" geht :confused_face:

    Ich habe mich nun doch für ein "E" entschieden.
    So habe ich 2 Kammern im Unterschrank mit jeweils 48,5cm lichte Weite.
    Durch die tiefe von 60cm ist da genug Platz um auf der einen Seite z.B. meine drei 5 LIter Kanister (Balling) sowie auf der anderen Seite einen 20 Liter Eimer (Nachfüllwasser) unterzubringen.

    Die Rückseite habe ich allerdings nicht ganz zugemauerz, sondern den Mittefeiler als "T" sowie die beiden Seiten als "L" gemauert. Das sollte eigentlich genug Stabilität geben dass die Pfeiler nicht umkippen oder was meint Ihr :face_with_rolling_eyes:

  • Moin.Da sieht dein Bücherregal aber stabieler aus. :winking_face_with_tongue:
    Nee,kleiner Scherz,das wird schon halten. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Freitaucher (9. November 2009 um 21:16)

  • Ja, das Regal hat schon bessere Zeiten gesehen :grinning_squinting_face:

    Ist mein Büro zu Hause.
    Da sieht es schon mal so aus :winking_face:

  • Hallo Rüdiger,

    wenn da noch ne dicke Platte drauf liegt, dann hebt das schon.
    Ich hab übrigens auch nur 2 Reihen 5 cm Steine drunter, bei 214 Liter.

    Gruß,
    Norbert

  • Danke dass Ihr mir Mut macht =)

    Da kommt noch eine 4cm Dicke Küchenarbeitsplatte drauf
    (drunter übrigens auch).

  • Hi,

    was für ein Spaltsieb hast du eingesetzt? Ich suche seit längerem nach einem, da ich mir überlege auch ein solches einzubauen, kann aber nur solche mit Edlestahlsieb finden. Wäre nett wenn ich eine Rückinfo bekommen könnte.

    Danke

    Gruß Micha

  • Ich hatte damals 7,5cm-Ytong verwendet, 5cm war mir zu instabil, ich hätte Angst das es seitlich umkippt. Wenn das ausgeschlossen wird sollte es von der Belastung der Ytongs kein Problem geben.
    th

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas22 (10. November 2009 um 21:11)

  • Ja Micha, ich hab auch nur die aus rostfreiem Stahl geplant, es wäre aber auch Dialysevorfiltermaterial
    aus PA zu nutzen, wobei mir bis Dato die Labilität für die Reinigung Sorgen macht.

    Also bisher steh ich bei V4A oder ähnlichem. Denn so miniturisierete Papierbandfilter
    zu bauen wird zu teuer und die Motoren zu kapseln gegen das Meerwasser ist aufwendig.

    Privat könnte ich mir das schon vorstellen ..


    MfG Philipp

  • Zitat

    Original von Lightgear
    Ja Micha, ich hab auch nur die aus rostfreiem Stahl geplant, es wäre aber auch Dialysevorfiltermaterial
    aus PA zu nutzen, wobei mir bis Dato die Labilität für die Reinigung Sorgen macht.

    Also bisher steh ich bei V4A oder ähnlichem. Denn so miniturisierete Papierbandfilter
    zu bauen wird zu teuer und die Motoren zu kapseln gegen das Meerwasser ist aufwendig.

    Privat könnte ich mir das schon vorstellen ..


    MfG Philipp

    Hi,

    mit dem Dialysevorfilter habe ich auch schon experimentiert. Er hält nicht sehr lange durch und wird, wie du befütchtest hast, gerade durch reinigung schnell zerstört.

    Carten P. von Aqua Driver hat abe, soweit ich weiß, einen Spaltefilter mit Edelstahl einsatz am laufen. Da scheint es zu funktionieren. Ich dneke auch wenn der Edelstahl in der Güte 4701 oder höher geht könnte das Funktionieren.

    Gruß Micha

  • Hi,

    du bekommst Schmutzpartikel aus den System keine Nährstoffe. Ausser das was in den Partikeln drin ist.

    Ich meine auch nicht einfach nur das Sieb einhängen. Sondern schon einen richtigen Spaltfilter einstzten. So das der Schmutz auch abtransportiert werden kann. Sollte ohne großen Aufwand möglich sein. Ich denke es isz wichtig aus welchem Edelstahl das Sieb besteht. Dieses muss sehr hochwertig sein, damit es nicht durch das Salzwasser angegriffen wird, also wie lange die Stanzeit ist. Wenn das Sieb nach ein paar Monaten bereits Spuren der Korrosoin aufzeigt ist es nichts. Das muss schon viele Jahre halten, ohne korrosion. Da wird das Problem leigen.
    Aber ich dachte du hast bereits eien sochen Filter im Einsatz.

    Gruß Micha

  • Ich habe vorhin mal probeweise die Arbeitsplatte oben drauf gelegt.
    Dabei habe ich fesgestellt, dass diese nicht plan auf den Steinen aufliegt bzw. ein einigen Stellen Spalten zu den Steinen von ca. 2-3mm vorhanden sind.
    Das liegt wohl daran, dass die Arbeitsplatte nicht 100% plan ist :face_with_rolling_eyes:

    Was würdet ihr tun?
    Würdet ihr irgendwan zwischen Steine und Platte legen oder meint Ihr, das "drückt sich fest" durch das Gewicht das AQ :grinning_squinting_face: ?

  • Wenn die Platte nicht Plan ist, solltest du schauen das diese Plan ist...... Sonst hast du nacher einzelne Stellen an denen Druck auf das Becken kommt und das Glas Platzen kann. Eventuelll kannst du mit einer Neoprenmatte oder auch im Notfall Styroporplatten arbeiten. OHNE GEWÄHR

    Wenn die Y-TONG Steine nicht plan sind kannst du mit einer ausgleichsmasse arbeiten.

    Gruß Micha

  • Zitat

    Original von Micha W.
    Wenn die Platte nicht Plan ist, solltest du schauen das diese Plan ist...... Sonst hast du nacher einzelne Stellen an denen Druck auf das Becken kommt und das Glas Platzen kann. Eventuelll kannst du mit einer Neoprenmatte oder auch im Notfall Styroporplatten arbeiten. OHNE GEWÄHR

    Wenn die Y-TONG Steine nicht plan sind kannst du mit einer ausgleichsmasse arbeiten.

    Hi Micha,

    Auf die Arbeitsplatte bzw. oben, wo das Becken drauf steht, lege ich sowieso eine 10mm Styroporplatte.
    Aber das meinte ich nicht.
    Die Platten scheint eher auf der Unterseit nicht ganz Plan zu sein, da wo sie auf den Ytong-Steinen aufliegt.

    EDIT:
    Was wäre, wenn ich auf die Steine bzw. auf die Auflagfläche ebenfalls 10mm Styropor aufkleben würde?
    Dann liegt die Platte zumindest mit dem Gewicht überalls auf den Steinen auf....

    Einmal editiert, zuletzt von Muetzel (11. November 2009 um 19:56)

  • Hi,

    ok dann würde ich mit einem druckfesten Mörtelbett (z.B. Zement) arbeiten auf das du Platte legen kannst, uind somit alle Unebenheiten ausgleichen kannst.

    Gruß Micha

  • Hallo Rüdiger,
    wenn möglich würde ich einfach mal die Platten unter- und auflegen. Becken daraufstellen und mit Wasser füllen. Dann mit der Wasserwaage nachmessen, ob es sich irgendwo gesenkt hat. Dann siehst auch gleich, ob du noch Lücken auffüllen musst.
    Bei mir senkte sich der Fußboden an der Wandseite um ca. 3 mm ab, nachdem das Becken voll war. Das konnte ich dann auch mit Schnellmörtel unter der Platte ausgleichen.

    Gruß,
    Norbert

  • So, ich baue den Unterschrank noch mal neu.
    Das becken steht bereits und der Schrank samt Becken lässt sich hin und her bewegen :winking_face_with_tongue:

    Wenn ich einfach 2 Säulen aus 10er ytong nehme und diese so aufstelle wie bei Deters berechnet dann brauche ich wohl keinen Stahlträger mehr einbauen oder?
    Bei 2 Säulen aus 10cm ytong sollte auch nichts mehr wackeln oder?

  • Hallo Rüdiger,

    in einem anderen Thread hast du geschrieben, dass sich das Becken nach Aufstellen abgesenkt hatte. Auf welchem Untergrund hast du das Becken stehen?
    Das Problem scheint mir vor allem die Ausführung deiner L-förmigen Unterkonstruktion in Kombination mit einem "weichen" Untergrund zu sein. Da werden auch 10-er Steine nicht viel ändern, denn die "Längsmauer" muss kraftschlüssig mit den Seitenwänden verbunden sein. Hast du Seitenteile mit der Längsmauer richtig verklebt und hält diese Verbindung noch?

    Gruß,
    Norbert

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