Hallo,
Man sagt ja immer, das man Frostfutter nach dem Auftauen erstmal ausspülen soll, um nicht so viel Nitrat und Phosphat ins Becken zu bringen. Momentan tue ich das nicht, sondern gebe den Frostwürfel teilweise direkt ins Becken (Faultheit und weil beim Abspülen sonst Kleinpartikel verloren gehen, über die sich einige Beckenbewohner noch freuen).
Die Frage die sich mir stellt, ist der Unterschied zwischen Spülen und Nichtspülen eigentlich relevant? Meine Überlegung dabei ist folgende: Phosphat und Nitrat im Futter entstehen durch Abbau der organischen Substanz (durchs Frosten gegen teilweise die Zellwände kaput, was das ganze begünstigt). Solange das ganze aber nicht extrem zersetzt ist, sollte der meiste Stickstoff und Phosphor noch in der der organischen Futtermasse gebunden sein. Wenn damit hauptsächlich Fische gefüttert werden, wird zumidnest der Stickstoff wohl größtenteils als Harnstoff ausgeschieden (keine Ahnung wie das mit Phosphorverbindungen ist). Das zieht dann der Abschäumer raus? In dem Fall würde es dann vielleicht ein Unterschied machen, wenn man daran vorbei Nitrat einbringt.
Da ich aber keinen Abschäumer verwende (momentan ist Nitrat und Phoshat mit JBL nicht nachweisbar, klappt alos wie geplant) und somit im Abbauprozess sowieso Nitrat und Phoshat entsteht, sollte doch der Unterschied in der Gesamtbelastung recht gering sein, egal ob man Futter spült oder nicht. Hat dazu jemand irgendwie nähere Informationen oder sieht einen Denkfehler?
Grüsse,
Steffen
