Neues Becken mit miracle mud Filter

  • Hallöle zusammen!

    So... viel wasser den Reihn runtergelaufen, 3 Jahre Aquarienlos gewesen... geht nicht!!!

    Also was macht man(n)?

    Aquarium Kaufen :smiling_face:

    Also so schaut die Lage derzeit aus:

    300L Eckbecken, Technisch soweit auch alles vorhanden (250W HQI + 2x 24WT5), Tunze Pumpen.

    Frage der Filterung... aufgrund der relativ "geringen" höhe des Beckens (60cm) will ich auf ein DSB im Hauptbecken verzichten, da es auch relativ bescheiden zu kontrollieren ist bzw. der einsatz von Grundeln dann mit Schwierigkeiten verbunden ist.

    Da ein TB und verrohrung gegeben ist und kein Abschäumer beim Becken dabei ist, ist meine Wahl auf MM Filterung gefallen, da es mmn nur Vorteile bietet.


    Soo zur "kernfrage" :winking_face:

    Ich habe nun viele stunden damit verbracht viele viele der alten treads darüber zu lesen aber leider nicht zu einer Antwort gekommen, welche auf meine Situation passt.

    "Berechnet" an dem Wasservolumen vom Hauptbecken, wie groß sollten dementsprechend die 2 Filterkammern des MM werden? Ich meine zum einen wie groß der Schlammbereich und gibts für den Bioball-Bereich nen Proportionsverhältniss den er zum Schlammteil haben sollte?

    Die Flußgeschwindigkeit sollte wenn ich das korrekt gelesen habe ~3000L/h sein oder?

    Dann, ab wann das System im Kreislauf "einbauen"? gleich mit dem einbringen des LG?

    Danke vorab!

    Gruß
    Marcus

  • Hallo,
    anbei einmal eine kleine Zeichnung von einem Schlammfilter (90*40*45). Diesen Filter habe ich an meinem 1200 l Becken. Einfach die Maße entsprechend der Beckengröße anpassen. Es fehlen die Glasstege im Schlammbereich. Diese sind ca.2,5 cm hoch.

    Günstiger ist es allerdings gleich ein fertiges Becken zu kaufen.

    Zeichnung

    Gruß
    chris

    3 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (7. Juli 2009 um 08:20)

  • Günstiger? Nunja ich halte es für sehr sehr unwarscheinlich, das mich der "umbau" des Vorhandenen TB + die anschaffung der dafür nötigen Beleuchtung mehr kostet als ein komplett system. Da die für meine nötigen Dimensionen mit 400€ + zu buche schlagen!

    Bleibt halt immer noch die Frage offen, den Filter gleich mit einbringen des LG in Betrieb nehmen? Weil ich hätte da so gewisse bedenken wegen nährstoff limitierung. Oder dem dann entsprechend entgegewirken mit dem einbringen von irgendwelchem Futter?

    Weil bei jedem, der Erfahrungen mit diesem Filtersystem dokumentiert hat, wurde dies in ein schon eingefahrenes Becken eingefügt.

  • Hallo,
    also die Glasbecken kosten nicht die Welt:
    Glasfilterbecken 60x25x30cm bis 240l, Empfohlene Durchflussrate 2400-3000l/h 66,00 Euro
    Glasfilterbecken 80x30x40cm bis 400l, Empfohlene Durchflussrate 3200-4000l/h 93,00 Euro

    Daher meine Aussage es ist günstiger zu kaufen als zu kleben. Eine Lampe für 10 Euro rüber und gut ist es.
    Das notwendige Substrat wird ja auf jeden Fall benötigt, ob selbstgeklebt oder gekauft.

    Den Filter habe ich sofort Betrieb genommen, alles andere halte ich auch nicht für zielführend.

    Gruß
    Chris

    Einmal editiert, zuletzt von chris_37 (7. Juli 2009 um 13:40)

  • Lampe für 10,-€!?

    Was packst Du da drüber!?

    Ich hatte gedacht da richtig T5 drauf zu bauen... oder ist das "overpowert"?

  • Hi Marcus,

    T5 ist möglich abba egal, außer du kannst da deine alten Röhren verballern. Damals wurden diese Süßwasserröhren von Arcadia favorisiert ich glaube Aquastar oder so. Das System gleich mit ran und erst mal 2w laufen lassen. Der Nitratabbau braucht ne Weile. Bitte gleich auf Phosphatanstiege achten. Da ist das System meißt überfordert.

    Gruß Bi

  • Zitat

    Original von Marcus Hummler
    Lampe für 10,-€!?

    Was packst Du da drüber!?

    Ich hatte gedacht da richtig T5 drauf zu bauen... oder ist das "overpowert"?

    Lampe vom Obi Markt. Die Algen wachsen ohne Ende.
    Bei richtiger Durchströmung ist das System einfach genial. Allerdings darauf achten, dass langsam hochgefahren wird.
    Ich betreibe aber zusätzlich noch einen Abschäumer.
    Gruß
    Chris

  • Hi,

    zum Thema Miracle Mud habe ich mal folgenden Link gefunden.
    Das Fazit ist eigentlich, dass die Algen über dem Schlamm das entscheidende sind und der Schlamm an sich beliebig ausgetauscht werden kann.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo,

    interessant, ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe schon häufig gelesen das das Wasser im MM Filter nicht im Kreis geführt werden soll, indem die Filterkammer durch eine Trennwand geteilt wird und so das Wasser mehrfach darüber fließt. So müsste die Förderpumpe ins Hauptbecken weniger leisten. Leider erschleißt sich mir nicht wesshalb das problematisch sein soll. Hat da jemand nähere Informationen?

    Gruß
    Benjamin

  • erschließt sich mir auch nicht.
    Die Algen entnehmen dem Wasser Nährstoffe und das tun sie egal, wie oft das Wasser darüber läuft, bis alle Nährstoffe aufgebraucht sind.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Nunja es sind die Algen die den Phosphat austrag bewerkstelligen, den Nitratabbau bewerkstelligen die Bakterien im Substrat.

    Ich weiß nicht worin der sinn liegen soll das Wasser nochmal durch zu pumpen!? Einfach entsprechend die Pumpe nen eck grösser kaufen und dann geht das!

    Ich in meinem falle werde ohnehin nicht unter 6.000L/h weg kommen, da ich insgesammt am ende knapp 400L Wasser im kreislauf habe und man n icht vergessen darf, das man nen massiven leistungsabfall (im falle meiner Pumpe etwas über 50%) beim fördern in die Höhe hat!

  • Zitat

    Original von chris_37
    Lampe vom Obi Markt. Die Algen wachsen ohne Ende.
    Bei richtiger Durchströmung ist das System einfach genial. Allerdings darauf achten, dass langsam hochgefahren wird.

    Nunja eben auf den Abschäumer mit seinen "nachteilen" will ich ja verzichten.

    Langsam hochfahren klar, soll erstmal alles nur mit LG angesetzt werden und dann das übliche... Zeit.... reichlich Zeit.... nach und nach Verbraucher rein und den Besatz sehr langsam und behutsam reingeben (Besonders Fische!) und stets beobachten.

  • es sind die Algen die den Phosphat austrag bewerkstelligen, den Nitratabbau bewerkstelligen die Bakterien im Substrat.

    Was ist denn das für ein Märchen?
    Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor liegen im Futter und im Aquarienwasser allgemein in einem natürlichen Verhältnis vor (stark gerundet 100:10(-20):1)

    Wenn Du irgendwas davon in´s Minimum bringst (Nitratabbau) ist es Essig mit den anderen Elementen, wobei wahrscheinlich ein Kohlenstoffmangel noch zuerst eintreten wird, wenn Du ohne Abschäumer arbeitest!

    Wenn der Nitratabbau gut funktioniert, steigt der Phosphatgehalt deutlich an und Du wirst es eher mit Schmieralgen, denn mit Wachstum höherer Algen zu tun haben, weil die bei Stickstoffmangel klar im Vorteil sind!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor liegen im Futter und im Aquarienwasser allgemein in einem natürlichen Verhältnis vor (stark gerundet 100:10(-20):1)


    [Klugscheißmodus on]

    Hmm...
    weder C, N, noch P liegen in reiner Form vor, ich denke du meinst CO[t]2[/t] No[t]x[/t] und PO[t]4[/t][h]2-[/h].

    CO[t]2[/t] ist denke ich nie der begrenzende Faktor.

    Bakterien können NO[t]3[/t] über NO[t]2[/t] zu N[t]2[/t] reduzieren.
    Was die Algen nun genau brauchen NH[t]4[/t][h]+[/h] oder NO[t]x[/t] kann ich nun wirklich nicht sagen und finde ich auf die Schnelle auch nicht.

    PO[t]4[/t][h]2-[/h] wird möglicherweise eine "Algenblüte" auslösen, dient aber auch höheren Algen als Nahrung.

    [Klugscheißmodus off]

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo,
    was auf jeden Fall nicht zu vernachlässigen ist, die ungeheure Anzahl an Kleinstlebewesen im Filter.
    Habe gerade heute eine super Erfahrung gemacht.
    Habe ein wenig meine Algen geernet , als mir ein Tier um die Hände schwamm. Was war es : ein kleiner Kauderni, der im Filter überlebt hat, ca. 1 cm groß, habe mich narürlich tierisch gefreut.

    Ansonsten ist der Filter kein Geheimnis.

  • Hmm... über was reden wir hier?

    MM filter funktionieren wie wir ja alle von der Erfahrung vieler Aquarianer wissen auch als "alleiniges" Filtersystem ohne weitere Dinge wie Abschäumer und co..


    Einzige nachteile:

    - Braucht stets seine Zeit um sich an veränderungen zu gewöhnen (Man sollte massive Bestandsveränderungen vermeiden!)

    - Neigen zu nährstofflimitierung (einziges mir bekanntes Problem ist die reinstwasserform von Schmieralgen, ein Problem was aber durch entsprechenden Nährstoffeintrag behoben werden kann)


    Unterm schnitt überwiegen die Vorteile.

  • weder C, N, noch P liegen in reiner Form vor, ich denke du meinst CO2 Nox und PO42-.

    Es ist vollkommen egal ob man die Elemente oder die Oxide betrachtet, nur das Verhältnis ist dann natürlich leicht verschoben.
    In der Wissenschaft wird einfach mit einem C-N-P Verhältnis gerechnet, weil es dann unerheblich ist, in welcher Form das jeweilige Element vorliegt:

    Einzige nachteile:- Braucht ....
    - Neigen zu nährstofflimitierung (einziges mir bekanntes Problem ist die reinstwasserform von Schmieralgen, ein Problem was aber durch entsprechenden Nährstoffeintrag behoben werden kann)
    Unterm schnitt überwiegen die Vorteile.

    Der mit Abstand größte Nachteil, neben vielen weiteren, ist, daß der Phosphatgehalt im Lückensystem immer weiter ansteigt, wenn Du nicht ganz massiv Grünalgen abernten wirst, was man ja auch erstmal bewerkstelligen muß.
    Im Endeffekt hat man so ein System auf lange Sicht einfach nicht unter Kontrolle, im Vergleich mit einem einfach zu handhabenden Abschäumer zum Beispiel!

    Vorteile kann ich keine erkennen

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Stimmt, anstatt immer Algen zu ernten ist es bestimmt wesentlich besser immer
    "günstigen" Phosphatadsorber in das System einzubringen und die zugehörige Filtertechnik zu pflegen.

    Ich fahre jetzt rund 3 Jahre das System, bisher habe ich keine Nachteile zu spüren bekommen.

    Korallen wachsen wie blöd, Nitrat und Phosphat messe ich mittlerweile nicht mehr, weil nie ein Farbumschlag kommt und die Algen werden immer gerne von Fachgeschäften aufgekauft.
    Ein Eimer voll für 20 Euro.
    Zitat:
    Der mit Abstand größte Nachteil, neben vielen weiteren, ist.....
    Welche vielen weitern Nachteile gibt es denn noch?

    Gruß
    Chris

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Es ist vollkommen egal ob man die Elemente oder die Oxide betrachtet, nur das Verhältnis ist dann natürlich leicht verschoben.
    In der Wissenschaft wird einfach mit einem C-N-P Verhältnis gerechnet, weil es dann unerheblich ist, in welcher Form das jeweilige Element vorliegt:

    kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Gerade bei Stickstoff ist es ziemlich entscheidend in welcher Oxidationsstufe er vorliegt, Stichwort Bioverfügbarkeit. kannst du eine Quelle nennen auf die du dich hier beziehst?

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • + Abschäumer
    + Phosphatabsorber
    + Silikatabsorber
    + normaler Caulerpafilter

    Und ihr habt diese unsinnige Diskution nicht, "MM" funktioniert, man kann es auch totreden,
    wem der "MM" nicht gefällt, dann s.o., geht genau so :smiling_face:

    Und wie das CNP Verhältnis ist eh dynamisch an die Wasserwerte angepasst,
    da stellt ihr nichts dran, außer ihr ändert die Wasserwert dem entsprechend.

    Also nicht klugscheißen, das Becken wird eutropher, aber es sind in der Regel
    C, N & P für die biologischen Prozesse ausreichen vorhanden.


    MfG Philipp

  • Zitat

    Original von Lightgear
    Und ihr habt diese unsinnige Diskution nicht, "MM" funktioniert, man kann es auch totreden,
    wem der "MM" nicht gefällt, dann s.o., geht genau so :smiling_face:

    ob MM funktioniert hat mit der CNP Diskussion nichts zu tun, das ist eine ganz andere Sache.
    Wenn ich der Analyse der MM Bestandteile glaube, dann komme ich dazu, dass das was als MM verkauft wird nichts anderes ist als teurer "Kies", der selbst keine Wirkung hat, sondern die Algen darüber.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo,
    ob im Filter MM ist oder ein andere sehr sehr feiner Sand, ist m.E. egal. Der Sandboden (schlammartig) bietet eine ungeheure Siedlungsfläche für Baks, folgerichtigt baut der eingebrachte Schlamm in einer vorgegebenen Schichthöhe auf jeden Fall Nitrat ab. Am Boden des Filters herrscht kaum eine Stömung, somit bildet sich dort wohl eine sauerstoffarme Zone.
    Den Filter nur auf die Algen zu beschränken stellt daher nur die halbe Funktionsweise dar.

    Eine allgemeingültige Aussage, der Filter hat keine Vorteile sondern nur Nachteile (@ Korallenwelt) ist nett gesprochen ziemlich weit hergeholt.

    Gruß
    Chris

  • kannst du eine Quelle nennen auf die du dich hier beziehst?

    Das ist in der Wissenschaft allgemeiner Standard, weil es bei der Vielfalt möglicher Verbindungen keinen Sinn macht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
    Wenn ich aber weiß, welchen C-N-P- Gehalt mein Ausgangswasser hat, kann ich verschiedene Proben (Algen, Sediment, diverse Biomassen) ebenfalls daraufhin untersuchen und Bilanzen erstellen. Denn genau darum geht es in der Wissenschaft ja.
    Oder mit einfachen Worten: Wer ist in der Lage, dem Gesamtsystem in welchem Umfang eines der drei Nährelemente zu entziehen und wie kommen die wieder in´s System zurück.
    In einem offenen System, wie unserem Aquarium, muß man also ganz klar die Frage stellen, was gebe ich hinein (Futter = CNP, CO2 durch Abschäumer) und was wird entfernt.


    Der Kohlenstoff unterliegt dem Kalk - Kohlensäuregleichgewicht und wenn man keine rabiaten Fehler macht (Kalkreaktor!), ist die Sache auch von einem Anfänger gut beherrschbar.


    Der Stickstoff, und das siehst Du völlig richtig Chris, wird in einem gut funktionierenden System tatsächlich abgebaut, wenn genügend Biomasse vorhanden ist, was aufgrund des immensen Siedlungsraumes nach gewisser Einfahrzeit unbestritten bleibt.
    Je nach Größe eines solchen DSP kommt es dabei eine ganze Zeit lang zum Biomasseaufbau und irgendwann kann das System soviel Nitrat reduzieren, daß der Stickstoff für andere Beckenbewohner (Wir wollen doch schließlich keine Bakterien kultivieren, sondern Fische und Korallen!) zum limitierenden Faktor wird.
    Auch das ist noch keine Katastrophe, aber man muß schon etwas Erfahrung mitbringen, um das gut auszubalancieren.
    (Einfach mal "Nährstofflimitierung" hier oben in die Suche eingeben und darüber nachdenken, ob sich durch diesen Wust von Problemen kämpfen will...!?)
    Andererseits kann einem das mit anderen Becken natürlich auch passieren, sicherlich aber um in Potenzen geringerer Wahrscheinlichkeit!


    Der PHOSPHOR aber, das behaupte ich mal ganz kühn, ist etwas, was kein Aquarianer in einem DSP wirklich unter Kontrolle hat, denn dieser wird nicht abgebaut sondern kann nur in Biomasse umgewandelt oder durch Adsorber entfernt werden.
    Ich bestreite gar nicht, Chris, daß es tatsächlich Aquarianer gibt, die Algen regelmäßig abernten und Korallen in großer Zahl vermehren. Ob sie nun wissentlich (durch unendlich viele und regelmäßige Testreihen) oder unwissentlich, durch den berühmten "salzigen Daumen" ein solches System erfolgreich betreiben ist vollkommen unerheblich und es sei Ihnen von Herzen gegönnt.

    WENN ich es aber ohne aufwendige Kontrolle mache, muß ich mir immer darüber im klaren sein, daß dort eine Zeitbombe tickt, weil ich einfach nicht weiß, WIEVIEL Phosphor in meinem, wie auch immer gearteten (DSP) System vorhanden ist.
    Fakt ist aber, daß irgendwann das Faß voll ist oder durch einen technischen Defekt dem System der Sauerstoff fehlt.
    Und WENN Letzteres passiert, dann Gnade Gott, denn dann hat man mit Phosphatmengen zu tun, für die man wohl keinen Test mehr braucht, weil man das schon schmecken kann....

    Welcher Aquarianer kann schon dafür garantieren, daß sein System hundertprozentig frei von technischen Fehlern ist? Der werfe den ersten Stein...

    Versteht mich bitte nicht falsch Jungs, ich möchte Euch hier nicht Euren schönen Fred zerreden, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeiten, wo sowas plötzlich in Mode kam und jeder einen Schlammfilter brauchte. Davon ist nicht mehr viel übrig und wenn hier und da Einzelne mit soetwas Erfolg haben, dann siehe oben, bin ich der letzte, der Ihnen das nicht gönnt.

    Aber einem Anfänger ein solches System zu empfehlen, grenzt schon an Bösartigkeit, WEIL es eben Anfangs prima funktioniert, solange Biomasse aufgebaut wird. Und das kann schließlich, je nach Größe und sonstiger Pflege (Abschäumung, WW, etc.) Jahre dauern.
    Wenn die Sache aber dann aus dem Ruder läuft, stehen die Leute ziemlich hilflos da und haben meist schon ein sehr schön bewachsenes Becken.

    Definitiv ersetzt aber ein DSP keinen Abschäumer, weil es eben KEIN Phosphat entfernt, dem sollte man, wenn man soetwas macht immer Rechnung tragen.

    Vielleicht machen wir wirklich einen eigenen Fred auf, in dem ich mal mein System vorstelle, das Projekt an der Uni erläutere und hoffentlich viele von Euch mal sagen, welche positiven und negativen Erfahrungen sie damit gemacht haben.

    Aber ich bin immer noch fest davon überzeugt, daß ein "Miracle - DSP - Irgendwas " keinen einzigen positiven Effekt hat, den man mit dem selben Aufwand (externes Becken selber Größe) nicht auch erzielen könnte, nur eben mit geringerem Risiko.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    Einmal editiert, zuletzt von Korallenwelt (9. Juli 2009 um 12:33)

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Vielleicht machen wir wirklich einen eigenen Fred auf, in dem ich mal mein System vorstelle, das Projekt an der Uni erläutere und hoffentlich viele von Euch mal sagen, welche positiven und negativen Erfahrungen sie damit gemacht haben.

    würde mich freuen

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo Torsten,

    Zitat

    Aber ich bin immer noch fest davon überzeugt, daß ein "Miracle - DSP - Irgendwas " keinen einzigen positiven Effekt hat, den man mit dem selben Aufwand (externes Becken selber Größe) nicht auch erzielen könnte, nur eben mit geringerem Risiko.

    Was sollte in diesem externen Becken drin sein? Der Vorteil einen kippenden Schlamm oder DSB Filter per Ventil abkoppeln zu können ist natürlich super, so werde ich es auch machen, aber momentan bin ich noch unsicher was da hinein kommt, eigendlich wollte ich DSB und viele Algen darüber.

    Einen extra Thread dazu würde ich auch sehr begrüßen :thup

    Gruß
    Benjamin

  • Zitat

    Original von Gwynnedd

    ob MM funktioniert hat mit der CNP Diskussion nichts zu tun, das ist eine ganz andere Sache.
    Wenn ich der Analyse der MM Bestandteile glaube, dann komme ich dazu, dass das was als MM verkauft wird nichts anderes ist als teurer "Kies", der selbst keine Wirkung hat, sondern die Algen darüber.

    Das ist mir auch klar, deshalb war da ein Absatzzwischen :smiling_face:

  • Zitat

    Original von Benjaminb
    Hallo Torsten,


    Was sollte in diesem externen Becken drin sein? Der Vorteil einen kippenden Schlamm oder DSB Filter per Ventil abkoppeln zu können ist natürlich super, so werde ich es auch machen, aber momentan bin ich noch unsicher was da hinein kommt, eigendlich wollte ich DSB und viele Algen darüber.

    Einen extra Thread dazu würde ich auch sehr begrüßen :thup

    Gruß
    Benjamin

    ein 60er Becken halb voll Caulerpa tut's auch, das ist nichtmal Kies nötig :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Hallo Philipp,

    Zitat

    ein 60er Becken halb voll Caulerpa tut's auch, das ist nichtmal Kies nötig :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Ähm, dann erkläre mir mal, wesshalb das 200 Liter Becken voll Caulerpa nicht gereicht hat, trotz Abschäumer? Natürlich weiß ich das ich damals einige Fehler gemacht habe, aber auch die Fütterung von sechs Tieren in Seepferdchengröße (halber Frostfutterwürfel täglich) hat gereicht um trotz der Unmengen an Caulerpa erhöhte Nitrat- und Phosphatwerte zu messen.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Benjamin,

    ja, das ist wirklich seltsam, ich hab ähnliche Konstellation, doch bei mir sind die Werte super. Ich glaube ja, da ist schon ein bisschen Voodoo bei. :grinning_squinting_face:

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Aber einem Anfänger ein solches System zu empfehlen, grenzt schon an Bösartigkeit, ....

    Da ich einer bin, der es empfohlen hat, bleibt meine Antwort natürlich nicht aus:

    Das heißt aber im Umkehrschluss, dass für einen Anfänger ausschließlich nur "ein " Filtersystem oder Standardbecken in Frage kommt.
    Bösartig ist es dann ja auch, Riffkeramik in das Becken einzubringen, da diese sich ja auch nicht standardmäßig verhält. Also Junge, so schwarz oder weiß ist die Welt nun auch
    nicht. Möchte hiermit ausdrücklich keine Diskussion provozieren. Einfach gelegentlich
    mal auf die Wortwahl achten, dann gibts auch keine gewöhnungsbedürftigen Antworten.

    Zurück zum Hauptthema:
    Insgesamt habe ich die Argumentationskette noch nicht durchschaut, mag aber durchaus auch an mir liegen

    Aussagen:
    - es sind die Algen die den Phosphat austrag bewerkstelligen, den Nitratabbau bewerkstelligen die Bakterien im Substrat.
    Was ist denn das für ein Märchen? @ Korallenwelt

    - Ich bestreite gar nicht, Chris, daß es tatsächlich Aquarianer gibt, die Algen regelmäßig abernten @ Korallenwelt


    Wer ist denn jetzt in dem System wofür verantwortlich? Wohlgemerkt es geht um einen Schlammfilter MM mit Algen und nicht um ein Miracle - DSP - Irgendwas

    - Der mit Abstand größte Nachteil, neben vielen weiteren, ist, daß der Phosphatgehalt im Lückensystem immer weiter ansteigt

    Thema Phospat:
    Holt ein Phosphatadsorber oder Abschäumer nicht auch enorme Mengen Phospat aus dem Wasser. Wie sieht es denn dann mit dem Lückensystem aus. Verhält sich ein Phosphatadsorber nicht genauso, nur teurer? Machen nicht alle, nur aus anderen Wegen, das Gleiche?

    Nährstofflimitierung, habe ich einmal durchgemacht, ist aber ziemlich leicht gegenzusteuern. Ist tatsächlich ein Nachteil. Sind überhöhte Nährstoffwerte im Becken denn ein Vorteil?

    Insoweit lässt sich doch dann das Thema auf die Algenernte und deren Häufigkeit reduzieren, oder liege ich da völlig falsch? Ingesamt geht es um den Austrag, ob durch Algenernte, Phosphatadsorber oder sonst was, ist doch eigentlich egal oder nicht?

    - Fakt ist aber, daß irgendwann das Faß voll ist oder durch einen technischen Defekt dem System der Sauerstoff fehlt


    Technischer Defekt: Spielt bei der Betrachtung keine Rolle, ob nun Stromausfall bei einem Schlammfilter DSB oder Abschäumer, nicht früh genug bemerkt und alle genannten System sind im Eimer, das eine System früher das andere später

  • Wenn man das Miracle Mud Filtersystem nach Leng Sy, Anleitungsgemäß fährt, ist es kein Problem. Ich werde demnächst umsteigen. Habe einige Englische Literatur zum Thema gelesen. Die skeptische Einstellung rührt sicherlich daher, das diese Filtermethode im deutschprachigen Raum nur recht selten verbreitet, ist und der "deutsche" immer noch recht mechanisch denkt (Da muss immer irgendein Filter und Absorber rann....sonst kann dat net funktioniere). Ein biologisches System wird ebenfalls funtionieren wenn die Rahmenbedingungen eingehalten werden. Beim MM muss man 1 mal im Jahr den Schlamm wechseln. Das ist pflicht. Einerseits um Stoffe aus dem Becken zu bekommen, und um neue Spurenelemente hineinzubringen. NUr Algenernten reicht nicht. Selbstbaulösungen mit feinem Korallensand funtionieren, allerdings sollen hier einige Spurenelemente lt. Literatur fehlen. (zB Band 3 The Reef Aquarium J.Sprung & C.Delbeek) Zudem wachsen im diesem Refugium auch Kleinstorganismen die für die Korallen als "Beifutter" tauglich sind.

    Gruss Ingo

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!