Gute Zeiten, schlechte Zeiten! Clown mit Problemen!

  • Hallo,

    habe in meinem Becken seit ungefähr 3Wochen 2 A. Percula (evtl. sinds auch Mischlinge!?)
    und der Kleinere (ca.3cm) gefällt mir im Moment garnicht.

    Er hat immer mal seine Phasen. Einmal alles in Ordnung und am nächsten Tag hängt er da, wie ein Schluck
    Wasser in der Kurve.
    Das geht jetzt schon seit 2 Wochen so.

    Hab noch 2 C. heraldi und 2 A. hectori im Becken, welche keine Anzeichen einer Krankheit zeigen. Der 2. Clownfisch hatte ebenfalls noch nie diese Symptome, obwohl sich die Beiden immer in nächster Nähe aufhalten.
    Also angesteckt hat er sich wohl (noch) nicht!?
    Der Zweite Clown ist aber auch schon ca. 4,5 cm groß.

    Der Patient kommt mir sehr träge und lustlos vor, bei der Fütterung schießt er wie wild aufs Futter los, und nimmt dann aber oft nur einen Happen und das wars (manchmal wirds auch wieder ausgespuckt).

    Flossen werden auch geklemmt, der Kot ist immer weiß/fadenartig und an den Flossenrändern fehlt die Farbe.
    Das ist auf den Bildern recht gut zu erkennen.

    Pünktchen und Hautablösungen kann ich nicht beobachten.

    Was könnte das sein?
    Ich hab zwar ein Mikroskop zuhause, möchte den Kleinen aber ungern schocken und einen Abstrich machen!
    Wie gesagt, er ist ja noch winzig..........

    Edit: Scheuern und Luftschnappen konnte ich auch nicht feststellen. UV-C oder Ozon habe ich nicht.

    Gruß Lars

  • Hallo,

    der fädrig-weiße Kot auf den Bildern lässt auf eine Infektion mit Darmparasiten schließen. Da kein mikroskopischer Befund vorliegt, sind als Verursacher Würmer und/oder Darmflagellaten möglich. Als Gegenmittel sind potentiell geeignet:

    Flagellol

    und

    Tremazol

    Bei Mittel dürfen nicht direkt im Korallenbecken angewendet werden. Tremazol kann sehr gut über das Futter verabreicht werden, bei Flagellol gibt es dazu leider keine Daten.

    Das Flossenklemmen deutet aber auch noch auf Hautparasiten hin. Daher wäre evtl. eine grundsätzliche Behandlung im Quaratänebecken und dann noch zusätzlich auch gegen die Hautparasiten langfristig evtl. erfolgreicher.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo,

    vor 3 Wochen hatte das bei mir auch ein Ocellaris black,ist dann ziemlich abgemagert ,habe schon gedacht es geht zum Ende zu,dann hatte er am nächsten Tag wieder Futter aufgenommen und hat sich ziemlich schnell wieder erholt,das ganze ging so eine Woche.

    Einmal editiert, zuletzt von andy3112 (31. Mai 2009 um 00:40)

  • Danke für eure Antworten!

    Leider hat es der Kleine nicht überlebt. Ich war 2 Tage im Urlaub und konnte ihn heute nicht mehr finden! :frowning_face:

    Schade, eigentlich hatte er vor der Abfahrt wieder eine bessere "Phase"...........
    Ich dachte, er übersteht die Zeit.

    Werde aber für solche Fälle mal ein Becken zurecht machen, um beim nächsten Mal gewappnet zu sein.

    Schade um das Tier!

    Gruß Lars

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