Fließ-/Sandbett-Filter

  • Hallo,
    da in meiner Seepferdchen-Aufzuchtanlage ziemlich schnell hohe Nitrat und Nitritwerte entstehen, möchte ich mir in naher Zukunft eine effektive Filteranlage bauen. Gedacht habe ich als erste Stufe an einen Fließbettfilter zur biologischen Filterung, einen Abschäumer zum entfernen der Eiweißverbindungen und einen Schwefel-Nitratfilter zur Nitratentfernung. Die ganze Anlage hat dann etwas über 400 Liter und ist derzeit mit ca. 180 Pferdchen zwischen 1 und 6 cm besetzt. Wie würdet Ihr die Anordnung der Komponenten machen, welche Erfahrungen habt Ihr mit den Fließbettfiltern?
    Habt Ihr noch andere Vorschläge zur effektiven Filterung? Ich beabsichtige den FB-Filter in einem 90 Rohr mit einer Höhe von 50 cm zu realisieren. Welche Pumpe brauche ich da ungefähr, welches Filtermaterial kann ich verwenden? Jetzt schon vielen Dank für Eure Antworten.

    Grüße aus dem Taunus
    Ralf
    www.seahorses.tk - Meine Seepferdchenseiten

  • moin ralf,

    also ich würde als erstes den abschäumer einsetzen um zu verhindern das die eiweiße überhaupt in den stickstoffkreislauf gelangen und da hört es auch schon auf mit meinen erfahrungen, aber aus meiner süßwasserzeit meine ich noch zu wissen das fließbettfilter ansich sehr gute biologische filter sind, nur ob sie für seewasser zu gebrauchen sind weiß ich nicht, und was ist bei einem stromausfall oder pumpendefekt da wird so ein filter zur richtigen nitratbombe.

    falls du unbedingt biologisch filtern möchtest dann würde ich an deiner stelle eher eine biosäule hinter den abschäumer packen.

    mfg uwe

  • Hallo,

    mir bleibt leider nichts Anderes übrig. Da die Becken selbst keine Biologischen Filterelemente haben, wird die Umwandlung zu Nitrat kaum vollzogen. Ich habe gestern mein Nitrit gemessen und war doch sehr beunruhigt als ich den Rotton sah. Nach 1 1/2 Wochen kann ich einen 100% Wasserwechsel machen :frowning_face:
    Ist es bei Rieselfiltern und jeglichen anderen Filtern, die im aeroben Bereich arbeiten nicht auch so, daß bei einem Stromausfall diese Systeme zu Nitratschleudern werden? ... oder ist dies bei Fließbettfiltern anders?

    Gruß
    Ralf

  • Nur als Hinweis: Ziel eines Bio/Riesel/Fließbettfilters ist es unter aeroben Bedingungen aus Nitrit Nitrat zu machen. Dies ist denke ich von dir auch so gewünscht. Dieses Nitrat dürfte für deine Pferdchen wesentlich ungefährlicher sein als Nitrit. Entfernung des Nitrats dann durch WW und wenns halt 100% alle zwei Wochen sein muss.
    Bei Stromausfall ist es so, dass beim Rieselfilter die reaktiven Bereiche der Luft ausgesetzt sind und somit nichts passiert. Bei Filtern mit Biobällen oder Fließbett ist die Gefahr, dass bei einem längeren Stromausfall der Sauerstoff verbraucht wird und dann unter anaeroben Bed. Nitrit oder Schwefelwasserstoff entstehen können.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Ralf,

    Du hast mit deinen hohen Nitrit/Nitrat-Werten also die gleichen Probleme wie IP - also wäre es doch auch für Dich am besten ein Refugium an dein Becken anzuschließen - egal ob Jaubert oder Miracle-Mud.

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hi,
    ich glaube nicht, daß ein Refugium an einer Zuchtanlage einen großen Nutzen hätte, da durch die großen Wasserwechsel und die stark schwankenden Wasserwerte sich eher kein stabiles System einstellen würde. Als Zweites käme hinzu, daß die normalerweise gewollte und in einem solchen Refugium wohl auch reichlich vorhandene Mikrofauna ein unkalkulierbares Risiko für die Brut darstellen dürfte.... ich denke hier z.B. an die "Killerasseln" aus einem anderen Beitrag.
    Ich denke nicht, das ein Refugium einer Besatzstärke von 100 - 200 kleinen Seepferdchen mit einem hohen Stoffwechsel und etlichen kleinen Wurdemanis standhalten kann. Als letztes bleibt dann noch der notwendige Platz, den ich nicht habe ( wenn ich Ihn hätte, dann für weitere Aufzuchtbecken ;-).
    Auf den WW kann ich nicht verzichten, denn sowohl die Reste der Artemien als auch der Kot muß täglich aus den Becken bzw. eine wöchentliche Großreinigung ist fast ein MUß.

    Gruß
    Ralf

  • Hallo Ralf
    Ich denke mal das ein Fließbettfilter kein unpraktikables Unterfangen darstellt.
    In den asiatischen Ländern ist er bei Meerwasseraquarianern weit verbreitet.
    Zumindest ist er sehr kompackt. Ich weiß das er bei Zajak im Katalog steht, aber ansonsten habe ich auch keine Erfahrung mit ihm.
    Ich habe ihn lediglich auf der Interzoo in Betrieb gesehen.

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