Abwärme für Warmwasser nutzen ohne zentrale Wohnraumlüftung?

  • Schönen guten Abend Forum,

    da ich in 2010 bauen werde und hoffentlich ein großes becken bekommen werde, stelle ich mir gerade die frage ob folgendes Szenario möglich ist:

    Aus der Abdeckung, dem Filterbecken und dem Schaltschrank (EWG's...) werden via HT-Rohren Luft abgesaugt und dann zu nem keine Ahnung "Wärmetauscherding" gesaugt. Dieses "Ding" ist dann an den Warmwasserspeicher der Warmwasserversorgung angeschlossen und gibt so die Wärme aus Abdeckung usw. an die Heizung/Warmwasser ab...

    Nur mal so ein gedanke. Fände es föllig unökologisch einfach nur die Luft abzusaugen und ins freie zu blasen.

    Eins ist schon klar das ganze Heiz und Wassergezeder wird mittels Erdwärme realisiert. Automatische Lüftung gibts auch allerding dezentriert aus Kostengründen und wegen der Eigenheiten des Objekts. Werden so teile von Klick -> Inverter verbauen müssen. Also gibts keine möglichkeit die Aquarienluft daran anzuschließen.

    Vielleicht hat ja jemand n paar ideen oder infos :smiling_face:

    Grüßle

    der energiesparende Martin

  • Hallo Martin,

    ich verstehe jetzt deine Frage nicht so richtig, du verwendest doch dem angegebenen Link zu Folge eine dezentrale Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Dann wird die abgegebene Wärme der Technik die Raumluft erwärmen und durch den Wärmetauscher genutz um die Zuluft aufzuheizen.
    Ich glaube nicht das es sich lohnt die Wärme zu sammeln (schon dies wäre schwierig) um die Warmwasserversorgung zu unterstützen, im Zweifel müsste das nachgerechnet werden, denn die dafür benötigten Lüfter verbrauchen auch Strom.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Martin,

    also mit der Abwärme aus der Abdeckung, dem Filterbecken und dem Schaltschrank wirst du nicht all
    zu viel Wärme gewinnen können, um damit dein Wasser zu erwärmen zu können zumindest so dass sich
    der ganze Aufwand Aufwand lohnt.

    Zum Inventer kann ich dir nur sagen:

    • extrem laut bei sinnvoller Lüftungsstufe
    • billige Verarbeitung
    • fummeliger Einbau
    • die Angaben die auf der Seite stehen sind an den Haaren erbeigezogen (92% Wärmerückewinnung eher 20%)
    • das ganze Teil ist nach wenigen Monaten innen so verdreck, dass der Wirkungsgrad noch mehr nachlässt
    • in diesem Dreck kann sich dann das Kondenswasser sammeln und so zu Schimmel führen mehr brauche hierzu nicht sagen


    Gruß Valentin

    Gruß Valentin

    Einmal editiert, zuletzt von heurio (21. März 2009 um 09:20)

  • Hi,

    hab mir den Inverter gerade mal angeschaut. Jederder was von Physik versteht weiß das der nicht funktionieren kann. Um den angegebenen Wirkungsgrad zu erreichen ist der Luftdurchsatz nahezu 0. Erhöhst Du den Luftdurchsatz geht der Wirkungsgrad gegen 0.
    Da bietet ja Conrad schon bessere Wärmetauscher für den Bastlerbedarf an :grinning_squinting_face:

    mfg Uwe

  • Hi,

    ich hätte mir den Inventer mal besser ansehen müssen, ich muss Uwe zustimmen, woher dieser Wirkungsgrad kommen soll ist mir auch schleierhaft.
    Ich bin von einem Rekuperator ausgegangen bei dem zwei kontinuierliche Volumenströme durch einen Gegenstromwärmetauscher geleitet werden.
    Einen solchen Regenerator wie den Inventor halte ich für sehr ineffizient, denn damit der Wirkungsgrad so hoch bleibt, muss die Luft sehr langsam am Wärmespeicher vorbeiströmen damit die Wärmeleitung in der Keramik schneller ist als der Wärmeübergang von der Luft in die Keramik. Ist dies nicht der Fall, so wird der zweite Hauptsatz der Thermodynamik nicht erfüllt, nach dem nur Wärme (oder auch Stoffe) fließt, wenn ein Gefälle vorhanden ist. D.h. wenn die Luft durchströmt gleicht sich die Oberflächentemperatur der Keramik der des Luftstroms an und weitere Luft gibt kaum Wärme ab, bzw. nimmt kaum Wärme auf.
    Es gibt aber Regeneratoren, bei denen ein metallischer Wärmespeicher kreisförmig ausgeführt ist und sich langsam dreht, dabei wird durch eine Hälfte die Zuluft und durch die andere Hälfte die Abluft kontinuierlich durchgeführt. Durch die Drehung erhält man einen quasikontinuierlichen Zustand der sicher wirkungsvoller ist. Den Link zum entsprechenden Hersteller finde ich gerade nicht.

    Edit: hier der Link zu Wikipedia

    Ich hoffe das war jetzt nachvollziehbar, ansonsten bitte nachfragen.

    Gruß
    Benjamin

    Einmal editiert, zuletzt von Benjaminb (22. März 2009 um 10:48)

  • Schönen guten Abend jungs,

    ja physik ist jetzt nicht so mein ding. Ich arbeite im vorbeugenden Brandschutz da gehts eher um Bauordnung rauf und runter :smiling_face:

    heurio: Hab noch keinen gefunden, der praxiserfahrung mit dem teil hat und so wie es aussieht weißt um was es geht. naja die nachteile haben mich überzeugt. der inventor ist gestorben.

    So was bleibt für eine Alternative????

    Da sich hie ja einigen mit dem thema beschäftigen und ahnung haben muß ich jetzt einfach mal fragen. Was würdet ihr machen?

    Meine Vorstellungen:
    Raumluft im gesamten objekt immer um die 20°C auch im sommer :-))) Automatische Wohnraumlüftung, da es beruflich einfach nicht möglich ist zu lüften. max. 1 x am tag und nach 14 Std. Arbeit hab ich da keine lust mehr drauf (bin selbstständig). Bei dem Becken möchte ich kein Feuchtigkeitsproblem haben.

    Ergo: Warmwasser/Heizung mit Erdwärme. Für den Sommer ne Klima und die Luft aus AQ, TB, Schaltschrank einfach absaugen und ab in die Natur damit? Es wäre halt schade, die Wärme von den Lampen EVG's vorallem im Winter einfach raus zu pusten. Die lampen barauchen so viel strom und liefern so viel abwärme die sollte man im WINTER für die Wohnraumheizung nutzen.

    Der Hintergund des ganzen ist einfach eine Ökologische Überlegung. Die Wärme (also wenns zu viel wird) wird im AQ nicht gewünscht aber dann einfach nach draußen leiten und verschwenden. Wäre verschwendung.

    Noch ein paar grobe infos zum Becken:

    250x100x90 geschlossene abdeckung weil offenen nicht möglich ist, da Deckenhöhe 8 m. Beleuchtung mit T5 oder HQI ist noch nicht überlegt.Filterbecken im Schrank.

    Also es ist noch nichts unterschriben und änderungen sind jederzeit noch möglich. Was würdet Ihr mir empfehlen, bzw. hat jemand was installiert, was meinen wünschen entspricht oder muß ich einfach damit leben die Warme luft im Winter nach draußen zu befürder und nicht die heizung wenigstens a bissle zu unterstützen.

    vielen dank für die hilfe für den mit diesem thema doch sehr überforderten martin

  • Hi,

    laß Dir einen zentralen Wärmetauscher einbauen von einer richtigen Firma die Niederenergiehäuser ausrüstet. Nimm ins Pflichtenheft auf das der Wärmetauscher eine konstante Luftfeuchte für x m² und x Personen gewährleisten muß.
    Den Raum mit dem Aquarium stattest Du mit einem extra Wärmetauscher aus der über eine Kondensatableitung verfügen muß. Die Wärme/Kälte bleibt dann in der Wohnung. Wirklich wirkungsvolle Wärmetauscher sind aber nicht billig.
    Wenn Du hier nach Wärmetauscher suchst findest Du auch ein paar Links zu Anbietern.

    mfg Uwe

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