Projekttage in Schule

  • Hallo,

    nachdem mein Vorhaben, in der Schule meines Sohnes ein Aquarium einzurichten, bisher nicht geklappt hat, möchte ich nun evtl. einen neuen Versuch starten und bei den Projekttagen der Schule mitwirken.
    Über den Projekttagen steht das Motto "Unsere Schule für EINE Welt". Verschiedenste Themen können hier erarbeitet werden.
    Meine Idee war, ein Projekt im Bereich Umweltschutz zu machen, auf die Riffe dieser Welt bezogen.
    Zur Veranschaulichung für die Kids hatte ich mir vorgestellt, evtl. u.a. auch ein Aquarium einzurichten, das dann am Ende der 3 Tage besichtigt werden kann. Natürlich mit den Kindern zusammen.
    Nun ist meine Frage: Wie ließe sich das realisieren? 2 Tage zum Einrichten sind natürlich extrem kurz, es sollte ja auch schön aussehen. Und bei allem möchte ich den Aspekt nicht aus den Augen verlieren, daß wir hier dann mit Tieren "hantieren". Kann mir jemand sagen, wie das auf Messen oder sonstigen Veranstaltungen klappt? Hat evtl. jemand schonmal so ein Projekt gemacht und hat Erfahrung auf diesem Gebiet?
    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.

    Sonja
    :jumping:

  • Hallo Sonja,

    Messebecken sind ein schlechtes Vorbild, da diese Becken nur wenigie Tage stehen, langfristig würde das kurze Einfahren meistens zu Problemen führen. Oder soll das Becken nur kurze Zeit stehen?

    Soll das ein Süßwasser- oder Seewasserbecken werden? Ein Süßwasserbecken kann binnen weniger Stunden restlos eingerichtet und bepflanzt werden, bei Seewasser wird das schon schwieriger.


    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Sonja!

    Davon kann man eigentlich nur warnen. Ich halte es für ein schlechtes Beispiel von Umweltschutz, den Kindern (und Eltern) vorzuführen, dass man ein Aquarium in 2 Tagen einrichten kann. Das erscheint mir ziemlich verantwortungslos gegenüber den Tieren und daher eher ein kontraproduktiver Beitrag. Unabhängig davon, dass es schon schwierig ist, zu erklären, warum es die Riffe schützt, wenn man ihre Bewohner in Europa in Glaskästen steckt ;).
    Auch gilt es zu bedenken, was nach den 3 Tagen mit dem Aquarium geschehen soll. Wieder ausräumen? Und wenn es stehen bleiben soll, muss man sich im Klaren sein, dass man einen sachkundigen und willigen Betreuer braucht, der sich auch zur Ferienzeit durchgehend um das Becken kümmert. Das geht in der Regel nur mit einem Externen, dem die Schulleitungen aber aus verständlichen Gründen meist keinen Schlüssel überlassen wollen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und ein vergammeltes Becken mit sterbenden Tieren ist dem Umweltgedanken ja auch nicht gerade förderlich.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (9. März 2009 um 22:36)

  • Hallo Sonja,

    kann mich Wolfgang nur anschliessen. Projekttage sind für den Einsatz von Meerwasserbecken meist so ungeeignet wie Messeveranstaltungen. Kompromisse sind unumgänglich.

    Wenn du es aber mit dem dauerhaften Betrieb eines Aquariums in der Schule ernst meinst und es auch aufbauen und betreiben darfst,
    dann schau dir mal diesen Thread an.
    Markus hat vor drei Monaten ein ähnliches Projekt in einer Schule in Österreich gestartet.

    Vielleicht tauscht ihr euch mal zu diesem Thema aus. Viel Glück.

    Einmal editiert, zuletzt von RalfG (9. März 2009 um 23:13)

  • Hallo Sonja,

    man "könnte" ein Becken für drei Tage hinstellen (wenn man ein paar Dinge beachtet), das auch nach was aussieht, aber wie hier schon geschrieben wurde, das würde ich NICHT machen....
    Ein Dauerprojekt: ist nicht ganz leicht aufzusetzen, gerade die Ferienzeit und (verlängerte) Wochenenden etc. sind wirklich eines der Hauptprobleme bei der Betreuung. Da braucht es eventuell mehrere Personen.
    Wenn Du das selbst übernehmen kannst, ok;
    Ich hatte zuerst bei unserem Projekt an den Hausmeister gedacht, da der ja vor Ort ist. Das klappt in diesem Falle allerdings nicht. Aquarianer gibts in der Umgebung zwar auch, aber da hat sich auch keiner gefunden. Nun hat es aber zwei Putzfrauen, die zu Hause auch Süßwasserbecken haben, und die da nun auch dazu schauen. Weihnachts- und Osterferien haben wir so schon erfolgreich "überstanden". Wie es mit den Sommerferien dann wirklich aussieht ist noch offen. Aber das Aquarium kommt so gut an, dass auch da eine gute und sichere Lösung gefunden werden wird und es länger stehen bleibt.
    Erschwerend kommt natürlich bei uns sicher hinzu, dass geografisch zwischen der Schule und mir 520 Straßenkilometer liegen....
    Die Betreuung meinerseits erfolgt also über "Fernwartung" mittels Telefon und Internet/Email und Bilderaustausch.
    Auch der finanzielle Aspekt sollte nicht unbeachtet bleiben, auch wenn man eventuell auf ein gebrauchtes Becken/Technik und Spenden von anderen Aquarianern und Händlern zurückgreifen kann.
    Und dann die Frage - was passiert mit den Tieren, wenn das Aquarium aufgelöst werden sollte...?

    Ralf: meist nehmen es ja manche Aquarianer etwas großzügig bei der Rundung wenn es um die Standzeit eines Aquariums geht, aber in unserem Falle sind es nächste Woche wirklich schon 5 Monate, dass das Becken steht!!!! :winking_face: :wink

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusK (10. März 2009 um 07:14)

  • Hallo Markus,

    da sieht man mal wieder, wie eng doch die 3 und die 5 auf der Tastatur beieinander liegen :grinning_squinting_face:

    Sorry, mein Fehler.

  • Hallo Ralf,

    :grinning_squinting_face: :ylol - ja ja kann jeder sagen...

    Aber die waren brav, haben es wirklich lange ausgehalten bis zu den ersten Fischen.... - ist ja gerade für Kinder nicht ganz leicht, wenn da anscheinend lange nichts wesentliches weitergeht (abgesehen von neuen Korallenablegern)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Sonja,

    aber vielleicht könnt ihr ja im Rahmen der Projekttage das Ganze "eher theoretisch" behandeln - also erarbeiten, was man alles braucht, wie es prinzipiell geht, mit Bildern von ein paar Beispielen, wie man es richtig macht, aber auch mit solchen, wie man es (Besatzmäßig) nicht machen sollte etc., wo man im Web Infos dazu findet....
    So was in der Art hab ich am Anfang mit der Schulklasse als Einführung auch gemacht.

    Und vielleicht gibts ja irgendwo auch ein Becken zu besichtigen (oder einen Händler)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo!

    3-Tage-Projekt Klimaerwärmung?

    1 Aquarium mit wenig Wasserstand;
    Auf einer Seite eine kleine Sandinsel mit vorgelagertem Korallenriff (z. B. aus Riffkeramiksteinen);
    Auf der anderen Seite einen Block Eis aufgestellt (stellvertretend für die Arktis);
    Nach 3 Tagen: Eis weg --> Riff weit unter Wasser --> Insel überschwemmt :yidee

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Natürlich hatte ich nicht dran gedacht, das Becken gleich mit Fischen etc. zu besetzen, sondern "nur" mit pflegeleichteren Korallen wie Xenien und Ablegern von Leder- und Weichkorallen aus meinem Becken. Das Wasser wollte ich auch aus meinem Becken nehmen, sowie eingefahrenen Sand.
    Der Gedanke war auch, daß das Becken dort in der Schule weitergepflegt werden soll. Im Moment sind dort 2 eher "verkommene" Süßwasserbecken vorhanden, davon hätte ich mir halt eins "geschnappt", vorausgesetzt das mit der Technik/Licht ist hinzubekommen. Außerdem wohne ich grade mal 10 Minuten weg, hätte also die Möglichkeit, mit darum zu kümmern, wenn Bedarf besteht. Natürlich mach ich mir auch Gedanken, wie das in den Ferien aussieht, das sind alles Dinge, die ich noch klären müßte. Es ging mir jetzt hauptsächlich mal darum, Erfahrungen von euch zu hören, ob das überhaupt machbar ist.

    Sonja
    :jumping:

  • Hallo Sonja,

    wie gesagt machbar ist es schon, es braucht halt einen, der sich vor Ort um alles kümmert...
    Und eben den Aufwand abklären.
    na wie gesagt, ich würde mal erst die Schüler etwas Grundwissen vermitteln (das wichtigste halt).
    Die Grundeinrichtung kann man sicher auch im Rahmen solcher Projekttage dann abwickeln, aber ich würde auf alle Fälle ein Becken von Grund auf einrichten - mit Einfahrphase etc. - damit die Schüler auch das beobachten und erfahren können.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

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