Steinkorallen und sonstige kleine Probleme

  • Hallo an alle

    Wie die einen oder anderen ja schon mitbekommen haben, hatten und haben wir kleine Probleme mit unserem Becken.

    Anfang Januar hatten wir festgestellt das der Mg und Ca Wert etwas im Keller waren. ( 1260 und 310 ) gleichzeitig haben wir damals festgestellt das unser Nitratwert auf ca 25 gestiegen war.

    Zu diesem Zeitpunkt begann bei uns der absterben unserer Steinkorallenableger. Sie wurden teilweise weis zogen ihre Polypen ein und starben ab. Über den Montipora zog sich ein braunen Belag.

    Wir haben dann über einen Zeitraum von insgesamt 2 Wochen ( teilweise leider auch zu schnell ) unseren CA und Mg Wert wieder hoch gebracht. Momentan beträgt er 1390 bzw 440. Gleichzeitig haben wir angefangen nach der Balling Methode zu arbeiten.
    Wir geben mom. 60ml von allen drei Flüssigkeiten dazu, allerdings mittlerweile ohne Spurenelemente ( Grund siehe weiter unten )

    Der Nitratwert beträgt weiterhin noch 25mg.

    Was mich jetzt beschäftigt ist warum die Steinkorallen abgestorben sind. Was war die Ursache dafür????

    Als die Werte schon wieder in Ordnug waren und der Start der Balling Methode schon gute 10 Tage zurücklag haben wir einen weiteren Steinkorallenableger geschenkt bekommen. Es handelt sich um eine Montipora Digitata.
    Am Anfang schien sie sich auch zu halten. Dann allerdings wurde sie zunehmenst blasser, die Polypen zogen sich zurück und mittlerweile ist sie schon an einigen Stellen weiß.

    Das heißt doch für mich, das noch immer was nicht stimmt!!! Ist es der Nitratwert??? Oder was könnte es noch sein, woran wir noch nicht gedacht haben??

    Im Moment herrscht bei uns allerdings auch noch eine Plage von Dynoflagellaten und wahrscheinlich auch noch Kieselalgen. ( siehe Korallen / Plagegeister und dann unter Dynoflagellaten von Harald Mülder )

    Kann das auch die Ursache sein...

    Unsere Momentanen Werte sind :

    Mg : 1390
    Ca : 440
    Nitrat : 25
    Phospat = 0
    KH = 8 - 9
    PH = 7,8 bis 8,0


    Schreibt mir mal was ihr denkt????

    Gruß

    Fisch & Sea

  • Hallo ihr beiden,

    wie ist denn die Temperatur und deren Verlauf? Wie ist die Dichte?

    Die angegebenen Wasserwerte sollten unter normalen Bedingungen nicht dazu führen dass euch die Steinkorallen absterben.


    Andre

  • Hallo

    Andre

    Jetzt im Winter zwischen 24 und 25 Grad,die Dichte liegt konstant bei 1023,zumindest sagt das das Ärometer.


    Gruß Sea

    PS: wir vermuten ja das noch irgentwas im Wasser ist bzw.das wir irgendwo eine negative Quelle haben .Aber wo suchen oder was noch alles messen ??

  • Hi Sea
    Wenn du glaubst das noch irgendwas im Wasser ist solltst du mal über Absorbierer filtern.
    Kohle
    Silicabon
    Contraphos o.ä.
    Gruß Frank

  • Hallo,
    habt ihr eine Spindel oder ein Plastikteil mit Zeiger?

    Freßfeinde, die nachts daran nagen habt ihr auch ausgeschlossen? ( Mit Taschenlampe auf die Lauer legen)

    Wie sieht es aus mit Kupfer?
    Aber dann dürften auch keine Garnelen und ähnliches mehr leben.

    Mit welchem Test habt ihr Phosphat gemessen?

    Aber es könnte auch sein, das durch die Goldalge irgendwelche Stoffe ins Becken abgegeben werden, die sie nicht verträgt.

    Oder sie bekommt zuviel/ zuwenid Licht/Strömung ect.
    Die Gründe können vielfältig sein. Wie stehen denn die anderen Tiere(Korallen)?

  • Hallöle,
    1. würde ich unbedingt mal eine Parallelmessung mit anderem Aräometer oder Refraktometer machen.
    2. zu den Goldalgen und anderem: schon mal Silikat gemessen?
    Servus Stefan

    PS: nochmal weiße Korallen: könnte vielleicht mal eine Kohlefilterung übertrieben worden sein?
    Es kann durchaus auch mal an was liegen, was nicht mehr im Wasser ist.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (27. Februar 2003 um 18:46)

  • Hallo
    Eventuell versucht auch mal den Polyflies von Aqua Light, der wirde von Wrassmann empfohlen.
    Ich weiß das er auch Schwermetalle absorbieren soll sowie andere Stoffe die Schädlich sein könnten.
    Er kommt aus der Dialysetechnik.

    Wie ist euer PH Wert?

  • Hallo

    Also Silikat haben wir gemessen, im Leitungswasser haben wir 2,0 im Osmosewasser 0,5 und im AQ nichts mehr gemessen, daher auch schon die Überlegung einen Reintwasserfilter nachzuschalten.

    Der Salzgehalt ist mit einem Ärometer mit eingebauten Thermometer von der Firma JBL gemessen worden.

    Die Wassertests sind von der Firma Salifert. Der PH ud die Temparatur wird über IKS gemessen und der KH Test ist von der Firma Tetra.

    Kupfer haben wir noch nicht gemessen. Aber unsere beiden Einsiedler bzw. Putzergarnelen geht es gut.

    Ebenso unsere Weichkorallen, Karibikscheibenanemonen , Krustenanemonen und Gorgonien, da man beobachten kann das sie die Polypen komplett raus haben und schön wachsen.

    Um den Algen her zu werden hatten wir letzte Woche mal mit 60gr Aktivkohle ( Cora Corban ) über 5 Tage gefiltert. ( Netto volumen mit Technikbecken ca. 300 l, übrigens kein sichtbares Ergebniss ).

    Seit vorgestern liegt ein Filtersäckchen mit Silicarbon im Technikbecken ( aber bislang auch noch kein sichtbares Ergebniss ).


    Die Ableger standen alle an unterschiedlichen Stellen im Becken mit unterschiedlichen Licht und Strömungsverhältnissen.

    Freßfeinde könnten wir bislang nicht beobachten. Zumindest nicht bei unseren Attacken mit der Taschenlampe. Wir haben wohl noch eine kleine beige Krabbe im Becken aber von der wissen wir auch nur das sie da ist, durch eine Häutung.

    Der Übrige Besatz ist folgende :

    1 Hawai Doc
    2 Anemonen Fische
    1 Sechstreifen Lippfisch
    2 blaue Riffbarsche
    1 Salarias Fasciatus
    1 Drachengrundel
    2 Einsiedlerkrebse
    2 Putzergarnelen

    und zu letzt vielleicht doch der Übeltäter ( obwohl ch ihn nicht dabei beobachtete habe und vor allen weil einige Korallen schon vor dem Zusetzen des Fisches betroffen waren. )

    1 Flammenherzogskaiser

    Sodele weitere Ideen??

    Danke
    Gruß

    Fisch & Sea

  • Hallöle,
    also jetzt wird's mit der Fehlereinkreisung immer schwieriger :angry_face: ;
    der Herzog ist wohl eine ziemliche Ratte, aber er schädigt Korallen eigentlich nie so lange, bis sie den Geist aufgeben, bzw. weiß werden. Da ärgert er doch lieber Weichkorallen....... :grinning_squinting_face:

    Nochmal zur Ca und Mg-Erhöhung; da kann doch einiges schieflaufen, -wenn man es zu sehr mit der Anhebung übertreibt; da habe ich mir mit einhergehender Strudelwurmplage, bzw. nach deren Bekämpfung auch einige weiße Acroporas eingehandelt :angry_face: . Diese waren wohl nach der Behandlung etwas geschwächt, und dann das Puschen der Werte nach oben war sehr gefährlich für die Ableger.
    Servus Stefan

    nochmal zur Montipora: m.E. ist das ein eindeutiges Zeichen von zu viel Licht auf einmal, das war sie wohl nicht gewohnt, wo sie bis jetzt war?

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (27. Februar 2003 um 21:29)

  • Hallo Fisch & Sea,

    bei mir ist das ganz ähnlich. Wasserwerte im grünen Bereich, Markensalz, UO-Wasser mit nachgeschaltetem Reinstwasserfilter, vernünftiger Abschäumer, genug Licht und Strömung.

    @ all:
    Acroporen und Montis halten sich bei mir nicht lange. Alles andere wächst und gedeiht. Auch mit LPS gibt es kein Problem. Manchmal frage ich mich, ob es an dem starken Besatz mit Weichkorallen und Xenien liegen kann.
    Ich möchte jetzt nicht von Nesselgiften reden, sondern von Giften allgemein. Katharina Fabricius schreibt in ihrem Weichkorallenbuch von "Anti-Fouling-Substances", die die Weichkorallen nutzen, um sich vor Algen, Pilzen, Bakterien etc. zu schützen. Könnte da ein Zusammenhang bestehen?

    Was haltet ihr von den öfter verbreiteten Meinungen, daß sich ein großer Weichkorallenbesatz und SPS ausschließen?

  • Hallo Thomas,
    das kann ich nicht bestätigen, obwohl ich 80%Gorgonien in meinem Becken habe, wachsen meine wenigen SPS trotzdem.

  • @Stefan

    Also die beiden Montiporas standen unter T5 und es kann schon sein das wir sie zu schnell vom Beckenboden hoch gestellt haben (2x150Watt HQI).

    Bei der ersten Calcium erhöhung waren wir wohl einwenig unvorsichtig und haben ihn zu schnell angehoben.Den MG wert und den restlichen CA Wert haben wir dann über 10 Tage angehoben.


    Gruß Fisch und Sea

    PS:Zwischen durch haben wir noch Easy-Life ins Becken getan,ich denke das dies wohl nicht negativ sein kann .


    Thomas


    Kann ich leider jetzt noch nix zu sagen ,da wir dies nicht bestätigen bzw.bestätigen können.

  • Hallo Thomas,
    SPS können sich m.E. sehr gut gegen Weichkorallen wehren.
    Ich habe eigentlich keine Probleme, trotz einem sehr dichten Bestand. Jedoch mag an der These vielleicht was dran sein; es wird wohl auch am Abtransport der Gifte durch die Strömung liegen.
    Und nicht zu vergessen das Wasservolumen; bei mir sind es derzeit knapp 2000 Ltr. netto. Sobald ich das Hauptbecken von der eigentlichen Wassermasse trenne, merke ich nach ca. 1 Woche ein allgemeines 'Unwohlsein ?' v.a. bei den Acroporas (z.B. Enzmann) Genauso schnell verschwinden die Symptome aber wieder, sobald der große Wassertausch mit den anderen Becken kommt.
    Also wird wohl doch was dran sein....


    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz
    Was haltet ihr von den öfter verbreiteten Meinungen, daß sich ein großer Weichkorallenbesatz und SPS ausschließen?


    Hallo Thomas,
    das trifft meiner Erfahrung nach auf viele Acros zu. Aber z.B. die "Stüber"-Acro wächst als Einzelstück zwischen Lederkorallen sehr gut. Sie ist halt als braune Koralle mirt weißen oder blauen Wachstumsspitzen nicht besonders gefragt und verbreitet. Vielleicht kommst Du mal nach Nürnberg, dann gebe ich Dir einen Ableger.

  • Hallo zusammen

    Auch ich kenne diese Probleme. Auf meiner HP kann man schauen (Jahr 2002), wie die Korallen so ausgesehen hatten. Ich hatte keine Ahnung, warum das passierte.

    Ich habe so alle paar Wochen einen Schub, wo es haufenweise Steinkorallen mitnimmt.

    Ich habe das dazumal mit vielen Spezies dazumal diskutiert und analysiert, ohne wirklichen Erfolg.

    Heute habe ich auch Probleme mit neuen Steinkorallen, welche ins Becken kommen. Da könnte ich mir jedoch ein Lichtschock vorstellen, aber erholen sich die Korallen davon? Und wenn ja, in welchem Zeitraum? Die nächste Stelle ich dann mal in den Schatten :winking_face:

    Das die Xenien die Ursache sein könnte, kann ich mir auch vorstellen, denn von diesen habe ich hunderte im Becken. Ich frage mich derzeit echt, ob ich ein Stein Rausnehmen soll, um den Bestand zu halbieren...

    Gruss Marco

    Einmal editiert, zuletzt von MarcoKohler (28. Februar 2003 um 08:19)

  • Hallo Sea,

    mir erscheint der Nitratwert für SPS zu hoch. Was ist, wenn das eine Hausnummer ist, und der richtige Wert um 50 oder 100% höher liegt?
    Bei mir war es mit SPS auch schwierig, als mein Nitratwert noch bei 40 mg/l lag. Als er dann runter war lief´s gut.
    By the way, warum nimmt eigentlich keiner diese Red Sea Produkte zur Nitrat- und Phosphatbestimmung? Nachdem die Dinger von einigen unter Euch getestet wurden habe ich sie mir beschafft und glaube damit ordentliche Werte zu messen. Vor allem, wenn sie bei mehreren eingesetzt werden würden, könnten wir die Ergebnisse besser vergleichen.
    Wie auch immer, ich traue dem Nitratwert nicht.

    Zum Zusammenleben zwischen Stein- und Weich, Leder etc. Korallen habe ich keine negativen Erfahrungen, vorausgesetzt das Beckenvolumen und die Strömung stimmt. Zudem bin ich (nicht nur in diesem Zusammenhang) Verfechter ordentlicher Abschäumung mit leichter Ozonbeigabe um auch die von den Korallen abgebenen Stoffe (nicht nur Nesselgift), die ggfs. andere Korallen hemmen können, zu entfernen.

    Fraßschäden vom C. loriculus sind das nicht, wenn die Korallen weiß werden.

    Bis denn

    Klaus-D.

  • Hallo,

    glaube nicht, daß Xenien (und/oder Weichkorallen) da schuld dran sind. Kenne mehrere Becken, in denen beides nebeneinander bestens harmoniert!

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusK (28. Februar 2003 um 09:24)

  • Hi @all

    ich hatte ähnliche Probleme :loudly_crying_face:

    Seitdem ich aber 30 Liter Wasser am Tag wechsel und Samstag noch mal 60, habe ich seit Monaten kein Verlust mehr.


    Alles wächst sehr, sehr gut und die Farben sind Super.

    Für mich steht fest, Wasserwechsel ist das beste für mein Becken.

    Grüße

    Markus

  • Hallo Sea,

    wenn Du keine Spurenelemente zuführen willst, probier´s doch mal mit Eisen alleine in entsprechender Menge.

    Frage: Woher kommt das Nitrat?
    Hast Du oxidierende Filter, Ozonisatoren oder ähnliches?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Sea
    ich empfehle dir vorerst eine tägliche Zugabe von Mineralsalz (angepaßt an deine Salze) gibt das eine Besserung gib eine Info.
    Bei einer schnellen Erhöhung von Mg und Ca habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht und hatte auch keine Ausfälle bei SPS, trotzdem würde ich das auch nicht empfehlen. So über eine Woche verteilt ist in Ordnung hängt von der anzuhebenden Menge ab.

    Mfg Gunther

  • Hallo zusammen,

    erstmal zu Sea: wir haben die Calciumzugabe ja sozusagen gemeinsam durchgeführt und ich erinnere daran, das Du damals geschrieben hast, daß Deine Korallen bereits vor der Calciumerhöhung arge Probleme mit Gewebsdegeneration hatten. Das Problem lag damals also nicht primär an der Calciumerhöhung. Darüber hinaus sind akute, schnelle Erhöhungen des Calciumgehaltes kein Problem, es sei denn, man erhöht zu schnell die Karbonathärte oder, es liegen, wie in DEinem Falle, bereits Probleme vor. Dann kann sowas natürlich unterstützend das bestehende Problem verschlimmern.

    Ich würde Deinen Nitratwert nicht primär als die Ursache sehen, sondern vielmehr könnte es sich hierbei um eine Wachstumslimiterung handeln, die entweder durch einen zu geringen Phosphatgehalt verursacht, oder, wie es Hans-Werner angesprochen hat, durch einen Eisenmangel hervorgerufen wird.

    Anti-Fouling agents/substances (meistens sind das bei Weichkorallen Terpene oder terpenähnliche Verbindungen), die Thomas angesprochen hat, wirken antibakteriell oder antimycos (gegen Pilze). Steinkorallen sind aber nicht davon betroffen, es sei denn, das die Konzentrationen sehr hoch sind, aber das ist bei einer Abschäumung oder Kohlefilterung kaum zu erwarten.

    Das Du, Sea, auch Probleme mit Goldalgen, oder was es auch immer ist, hast, spricht prinzipiell für ein Ungleichgewicht im Aquariensystem. Eine Kupfervergiftung kann man ausschliesen, weil davon alle Organsmen betroffen sind. Gleiches gilt für eine Aluminiumvergiftung. Gerade auch Weichkorallen sind empfindlich gegenüber Kupfer und Aluminium. Trozdem, hast Du zufällig korrodierte Aluminiumbeschichtete oder zinkbeschichtete Reflektoren über DEinem Becken. Michael Mrutzek hat da schon böse Überraschungen festgestellt. Vielleicht kann er sich dazu auch äußern, wenn er Zeit hat und dies hier liest.

    Ich rate Dir, vor allem Geduld zu bewhren. Auch einen Strahlungsstress kann man ausschliessen, da können Steinkorallen ganz anderes ab, als das was Du über dem Becken hast!

    Wie steht es denn mit Ozon? Hast Du einen Ozonisator im Einsatz? Ozon im Becken produziert einerseits Nitrat, wegen des hohen Oxidationspotentials von Ozon, und es wirkt vor allem auf sehr dünne Gewebe, d.h. Steinkorallen und Fischkiemen sind da meistens als erstes betroffen.


    Ich würde Hans-Werner unterstützen, und einen Eisenmangel in Betracht ziehen. Wachsen bei Dir denn auch höhere Makroalgen (Fadenalgen, Caulerpa, Bryopsis)?

    H Hersteller

  • @ Jörg..ja du hast Recht den Steinkorallen ging es vor der Erhöhung von CA und MG schon nicht so gut.

    nein korridierte Reflektoren habe ich nicht über dem Becken, ich habe eine geschlossene Aquasunlight classic darüber hängen , auch habe ich nichts anderes Metallmäßiges im Becken.

    Einen Ozionator habe ich auch nicht im Einsatz. Mein Abschäumer läuft den ganzen Tag und ich habe versucht mit Kohle oder mom. mit Silikarbon einen Erfolg zu erzielen, leider ohne Erfolg.


    Ich habe gestern mit der Cheffin von der Firma Preis auf der Messe in Freidrichshafen gesprochen, sie hatte mir als Anhaltspunkt die Tips zu geben :

    1.) Die Beleuchtung höher zu hängen

    2.) Die HQI Beleuchtung 3 Tage auszu lassen , aber ohne das Becken komplett abzudunkeln. ( Eine von den beiden Röhren Blaulicht auch ausschalten )

    3.) Das Salzwasser bei einem Wasserwechsel wesentlich länger reifen zu lassen. Sie sprach von ca. 5 Tagen belüftet mit einer kleinen Power Head und dann erst dem AQ zugeben.

    4.) Um meine Nitratwert zu beeinflussen einmal im Monat einen großen Wasserwechsel zu machen als wöchentlich einen kleinen.


    Zusätzlich ist mir aufgefallen das wir Anfang November die HQI Brenner ausgetauscht haben. Wir haben von dem AB Brenner 10.000 auf die Aqua Connect Performence 14000Plus gewechselt. Kurz danach haben wir Algenprobleme bekommen. Ende Dezember haben wir das Becken umgestellt und den Bodengrund mit Salzwasser ausgewaschen.
    Jetzt haben wir wieder Algenprobleme und halt den zusätzlichen Verlust unserer Steinkorallen.

    Kann das auch an der Beleuchtung liegen??


    Und zuletzt ich denke das bei uns im Becken die Caulerpa cupressoides Alge wächst, zumindest sieht sie so ähnlich aus, leider momentan überzogen mit der braunen Schmieralge.

    Ist es denn richtig das ich wegen den Algenproblemen auf die Balling Nährstoffe verzichte?? Ich denke dadurch wachsen doch sie Schmieralgen noch besser, richtig?? Woher bekomme ich denn dann das Eisen. Es ist nicht zufällig der Wachstumförderer von Michael Mutzrek, oder??


    Danke

    Gruß

    Fisch & Sea

  • Hallo Fisch & Sea,

    ok, wegen der Caulerpa habe ich deshalb gefragt, weil sich ein Eisenmangel dann auch oft bei den Makrolgen bemerkbar macht.
    Was Dir Frau Preis geraten hat halte ich für sehr fragwürdig! Mit Wasserwechseln kann man den Nitratgehalt nicht groß senken: erstens verdünnst Du nur, zweitens bekämpfst Du damit nicht die Ursache!
    Prinzipiell sind wöchentliche Wasserwechsel sehr zu bevorzugen, weil Du damit regelmäßiger Spurenelemente nachdosierst. Über einen Monat kannst Du bei einem einmaligen Wasserwechsel die Spurenelementversorgung nicht gewärleisten. Genau so ist es mit dem Wasserwechsel: Angesetztes Meerwasser kann sehr schnell, nach wenigen Stunden gebraucht werden. Wenn man es länger stehen läßt, dann fallen Spurenelemente in Form von Carbonaten oder unlöslichen Oxiden sehr schnell aus. Ich verwende das frisch angesetzt Meerwasser sofort.
    All das wird Dein problem nicht sein und auch nicht lösen.

    Zur Verdunkelung des Beckens halte ich ebenfalls wenig. zuerst muß man klären, um welche Alge es sich da handelt, die dir alles überwächst. Sind es Cyanos, Diatomeen, Dinoflagellaten oder diese fiese Goldalge (eine Chrysophycee)? Ich habe den Threat jetzt nicht weiter verfolgt. Wenn es diese Goldalge ist, dann würde ich gar nicht lange fackeln und rumprobieren, sondern mich mal an MIchael Mrutzek wenden, der ein Mittel vertreibt (weiß grade nicht, wie es heißt), mit dem man der Plage zielsicher Herr wird, ohne das Aquarienmilieu negativ zu beeinträchtigen. Ihm liegen da viele Erfahrungen vor und er selbst hat schon vielen Leuten damit geholfen. Schreib Ihn mal an.
    Wie gesagt, wenn es diese Goldalge ist. Dazu müßtest Du mal ein Foto ins Forum stellen, damit sich das eine größere Zahl an Usern anschauen und beurteilen können.

    Der Brenmnerwechsel ist möglicherweise der Auslöser dieser Plage, aber nicht unbedingt die Ursache. Der Aquaconnect Performance Brenner hat einen deutlich höheren Blauanteil, der photosynthetisch nutzbar ist. Daran muß sich eine Koralle akklimatisieren, aber das ist eigentlich nach einer Woche erledigt. Hier liegt mit Sicherheit etwas anderes als Ursache vor.
    Das diese jetzige Algenplage bei Dir aufgetreten ist, hängt vielleicht mit all den Veränderungen zusammen, die Du in der letzten Zeit vorgenommen hast. An viele und häufig auftretende Veränderungen können sich Korallen schlecht anpassen, für Algen ist das aber kein Problem.
    Gerade das Auswaschen des Bodengrundes ist ein sehr heikler Eingriff! Das geht in den seltesten Fällen gut und oft resultieren Schmieralgen, die den Bodengrund überziehen. Die Bakterienflora im Bodengrund ist doch gewaltig, und die kommt bei einem solchen Eingriff ganz schön dureinander. Warum hast Du den Bodengrund denn gereintgt? War der voll mit Detritus, durchgehärtet oder ... ?

    Ein Eisenmangel würde ich jetzt erst mal ausschliessen, v.a. wenn Du regelmäßig Wasser wechselst. Daran kann es dann wohl kaum liegen.

    Aber, erst mal das Problem dieser Algenplage lösen, und dann kommen wir zurück zu dem Steinkorallenproblem.

    H Hersteller

  • Gut, ich habe Michael schon geschrieben das er in den nächsten Tagen eine Probe erhält. Und wenn es diese Art von Alge ist die mit dem Algen Ex von Michael bekämpft werden kann, bestelle ich es sofort.

    Wollen doch mal sehen ob wir das nicht in den Griff bekommen!!

    Gruß

    Fisch & Sea


    @Jörg

    Schaue dir mal den Thread an unter :

    Plagegeister und dann unter Dinoflagellaten der Thread ist erstellt worden von Harald Mülder.Dort sind Fotos vorhanden........schaue sie dir doch mal an .

    Einmal editiert, zuletzt von Sea (2. März 2003 um 22:21)

  • Hallo Thorsten,
    falls die Werte bei euch nu im grünen Bereich sind und alles andere auch gut wächst auser halt die SPS, dann vermute ich mal sehr stark das etwas mit euren Steinen nicht in Ordnung ist und daher die Probleme der SPS auftaugen. Etwas anderes fällt mir dazu leider nicht mehr ein :confused_face:

  • Hallo allerseits

    Was haltet ihr von den Einsatz einer UV Lampe im jetzigen Stadium meines AQ´s.
    Ich dachte daran um die braunen Schmieralgen in den Griff zu bekommen, ( wenn es denn wirklich welche sind auch noch den Einsatz von Michaels M. Algen EX )

    Gruß

    Sea

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