Organisches- und Anorganisches Phosphat

  • hallo leuts :smiling_face:
    ich hab da mal eine frage zu phosphat.
    soweit ich weiss, kann mit den handelsüblichen phosphattests organisches phosphat nicht nachgewiesen werden.
    wie steht es denn mit den phosphatabsorbern? absorbieren die nun auch organisches phosphat oder nur anorganisches? :confused_face:
    ich frage weil:
    seit einigen wochen haben wir in einem unserer becken einen Amblyogobius phalaena (Baggergrundel). dieser wühlt wunderschön den ganzen bodengrund um. und dadurch wachsen auch wunderschön fadenalgen. es ist mit handelsüblichen tests weder phosphat noch nitrat nachweisbar. daher gehe ich mal davon aus, dass organisches phosphat aus den sedimenten rausgelöst wird. könnte ich dieses phosphat nun mit phosphatabsorbern "rausziehen"?
    was meinen die chemiker dazu?

  • Hallo,

    nein, die Test weisen nur anorganisches Phosphat nach. Organisches Phosphat liegt in organischen Verbindungen vor, und es entsteht erst anorganisches Phosphat daraus, wenn sich diese Substanz "zersetzt" und den Phosphatanteil herausläßt.
    In der Regel ist der Bodengrund oft mit Detritus durchsetzt, das von Bakterien abgebaut wird. Wenn Dein Fisch jetzt den Bodengrund aufwühlt, wird alles mögliche freigesetzt, nicht nur Phosphorverdingungen, sondern auch Stickstoffverbindungen. Makroalgen können so was meist sehr gut nutzen.

    Ich würde einfach abwarten, mal ein oder zwei Tage ober Kohle filtern und dann wirst Du sehen, wie es weitergeht. Irgendwann ist der Bodengrund auch mehr oder weniger durchgewühlt und dann läßt das nach. Ich würde die Spurenelementdosierungen etwas zügeln, damit sich die Algen nicht zu sehr wohl fühlen! Auch einen Wasserwechsel würde ich erst mal nicht machen, weil Du auch hier Spurenelemente nachdosierst.

    Schreibe dann nochmal, wie es weitergeht.

    H Hersteller

  • Hi zusammen
    Das mir dem Bodengrund aufwühlen find ich sehr interessant weil bei mir der Baggerkrebs (so nennt ihn mein Sohnemann :grinning_squinting_face: ) ganze Arbeit leistet. Manchmal sieht das Wasser wirklich schlimm aus (trüb wie Milch)
    Anfangs gingen wenn er gewühlt hat viele Korallen (Weich und Leder)zu. Doch jetzt bleiben sie auf und wachsen wie der Teufel.
    Soll ja für Hornkorallen auch toll sein. Leider hab ich keine. :winking_face:
    Gruß Frank
    P.S. Hät ich da jetzt nen neuen Thread aufmachen sollen?
    @Jörg Echt Interessant zuerfahren aus was sich der Detritus so zusammensetzt. Hast du mehr info?

  • @ jörg
    danke für deine antwort.
    das mit den tests ist mir schon klar. das schrieb ich ja auch. :))
    was mich aber auch interessieren würde ist, ob man mit phosphatabsorbern auch organisches phosphat erfassen kann? oder nur anorganisches? :confused_face:
    werde auf jeden fall weiter berichten, wenn das erwünscht ist.

  • Zitat

    Original von Gábor
    @ jörg
    danke für deine antwort.
    das mit den tests ist mir schon klar. das schrieb ich ja auch. :))
    was mich aber auch interessieren würde ist, ob man mit phosphatabsorbern auch organisches phosphat erfassen kann? oder nur anorganisches? :confused_face:
    werde auf jeden fall weiter berichten, wenn das erwünscht ist.

    Oh, 'tschudigung, das hatte ich vergessen mit den Adsorbern.
    Also die auf Eisenoxidbasis adsorbieren nur das anorganische Phosphat, die auf Zeolithbasis wahrscheinlich auch.

    H Hersteller

  • danke! :grinning_squinting_face:
    dann bleibt mir wirklich nichts anderes als abzuwarten.
    oder den bodengrund absaugen?
    dann wäre das zeug auch zum grössten teil raus.

  • Anbei zwei Links zu zwei recht aufschlußreichen Artikeln über Phosphat, die in den beiden großen amerikanischen Online-Zeitschriften erschienen sind:

    Advanced Aquarist's: Phosphorus: Algae’s Best Friend
    Aquarium Frontiers: Phosphate….What is it and why should you care

  • Moin Jörg :smiling_face:
    dein Zitat...
    Oh, 'tschudigung, das hatte ich vergessen mit den Adsorbern.
    Also die auf Eisenoxidbasis adsorbieren nur das anorganische Phosphat, die auf Zeolithbasis wahrscheinlich auch.

    Bei Zeolithen wär ich mir da nicht so sicher :winking_face:
    Gruss Th

  • Hallo Thomas

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    Moin Jörg :smiling_face:
    dein Zitat...
    Also die auf Eisenoxidbasis adsorbieren nur das anorganische Phosphat, die auf Zeolithbasis wahrscheinlich auch.

    Bei Zeolithen wär ich mir da nicht so sicher :winking_face:
    Gruss Th

    Kann man also so verstehen, das die Adsorber auf Zeolithbasis überhaut kein Phosphat adsorbieren. :grinning_squinting_face:

  • Hallo Thomas Thomas

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    :smiling_face: jo genau Bernd ich Lieb dich auch :smiling_face:
    Gruss Th :smiling_face:

    Danke für die Information, einfache Anfrage, noch einfachere Antwort.

  • Zitat

    Original von Jörg Kokott
    Also die auf Eisenoxidbasis adsorbieren nur das anorganische Phosphat, die auf Zeolithbasis wahrscheinlich auch.

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    Bei Zeolithen wär ich mir da nicht so sicher :winking_face:

    Zitat

    Original von BerndQ
    Kann man also so verstehen, das die Adsorber auf Zeolithbasis überhaut kein Phosphat adsorbieren. :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    :smiling_face: jo genau Bernd ich Lieb dich auch :smiling_face:

    Zitat

    Original von BerndQ
    Danke für die Information, einfache Anfrage, noch einfachere Antwort.

    ??? 

    Kann mich mal einer aufklären ? Adsorbiert das Zeug jetzt Phosphat ? Und wenn ja, beides, oder nur anorganisches ?

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz

    ??? 

    Kann mich mal einer aufklären ?

    Thomas,
    also, auf meinen Beitrag hin denke ich wollte Thomas ausdrücken, dass das Zeovit seiner Meinung nach vielleicht auch organisches Phosphat adsorbiert. Allerdings hat er das so formuliert, daß auch die Möglichkeit bestünde, das Zeovit würde gar kein Phosphat adsorbieren, was es ja auch nicht tut. Es entfernt Phosphat, aber nicht durch Bindung.

    H Hersteller

  • Ja Jörg,
    vielleicht in Verbindung mit den Bakterien...vielleicht!
    Das Anorganische auf jeden Fall, das Organische wie gesagt
    oder geschrieben vielleicht über bakteriellen Weg, die Formel fällt mir grad nicht ein :winking_face: auf jeden Fall werden beide Formen reduziert.

    Für meinen Bernd...Also reduzieren.. nicht adsorbieren,
    wie? = Pumpel >> es ist einfach weniger danach,aber im Abschäumer = viel mehr pechschwarzer Dreck :smiling_face:
    PO4>> Zeovit = nach Einsatz = weniger drin = ok.

    Gruss Th. :smiling_face:
    War ne einfache Antwort, auch für mich verständlich.

  • Reduzieren von Phosphat??? Was soll da rauskommen, Phosphor??? Kann ich mir jetzt schwer vorstellen. Eher finde ich denkbar, dass die Bakterien die organischen Phosphatverbindungen abbauen und dabei anorganisches Phosphat freisetzen, dieses wird dann gebunden, abgeschäumt wie auch immer.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Gabor,

    hier nur das Prinzip:
    die Wasserprobe wird mit Schwefelsäure und Wasserstoffperoxyd vermengt und diese Lösung wird eine gewisse Zeit bei ca. 150°C aufgeschlossen. Dadurch wird das organische in messbares anorganisches Phosphat umgewandelt.

    -----
    "Reduzieren" wurde sicher nicht im chemischen, sondern im umgangssprachlichen Sinn von "Verringern" benutzt. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Zitat

    Original von Aurora
    Reduzieren von Phosphat??? Was soll da rauskommen, Phosphor??? Kann ich mir jetzt schwer vorstellen. Eher finde ich denkbar, dass die Bakterien die organischen Phosphatverbindungen abbauen und dabei anorganisches Phosphat freisetzen, dieses wird dann gebunden, abgeschäumt wie auch immer.

    Hallo Thomas (Aurora),

    nicht reduzieren im chemischen Sinne, sondern "machen dat et weniger wird"!!

    Grüße!

    PS. Alles Spekulation. Wenn's funzt ... ist gut :grinning_squinting_face:
    Selbst glaube ich aber nicht dran, soviel Phosphat können Bakterien nicht verbrauchen.

    H Hersteller

  • Hallo!
    Habe mir gerade den von von Thomas zitierten Artikel in Aquarium Frontiers angeschaut. Zwar sind dort keine Konzentrationen angegeben, aber als Conclusion kommt wohl raus, daß in einem algenreichen Becken (nahezu) kein Phosphat nachweisbar ist, weil alles entweder durch Ca++ Ionen ausgefällt wird, oder es sofort durch ALgen weggefangen wird.

    Das wäre eine Erklärung, warum ich mit meinen Phosphattests nie eine Blaufärbung sehe, das Algenwachstum und der Zustand der Korallen mir aber sagen, daß es Zeit ist, den Phosphatadsorber zu tauschen. Ich wollte schon immer mal meine Bewunderung für diejenigen zum Ausdruck bringen, die eine Färbung bekommen.

    Abgesehen davon, daß bereits ein Wert von 0,1 mg/L beim Salifert Test als "kritisch" eingestuft wird, die dazu gehörende Farb"intensität" aber nur von Personen mit Adleraugen von dem tieferen Wert unterschieden werden kann.

    Matthias

  • @Jörg
    ich glaub auch nur das was ich seh, wenns dann weniger ist..naja, irgendwo muss es ja hin gell :))
    So und nun werd ich mal weiter meinen Kaffee reduzieren :smiling_face:
    Gruss Th.

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