Einige Fragen als Neueinsteiger !

  • Hallo,
    ich heiße Sven und bin 21 Jahre alt. Ich betreibe seit fast 15 Jahren Süßwasseraquarien verschiedener Größen sowie ein Terrarium. Vor einiger Zeit wurde ich auf das Sera Marine Cube 130 ltr. aufmerksam und bin nun am überlegen ob ich mir zusätzlich ein Meerwasseraquarium anschaffen soll. Ich dachte an ein 112 ltr. Aquarium mit einem Pärchen A. ocellaris und einer schönen Entacmaea quadricolor. Ich habe nun einige Fragen, die mich noch zweifeln lassen ein Meerwasseraquarium anzuschaffen.

    1. Ich habe von einem Mitglied hier im Forum Bilder gesehen, der ein 112 ltr. Becken allerdings mit einer T8 Beleuchtung (2x18 Watt) erfolgreich betreibt (gleicher Besatz wie ich ihn mir vorstelle). Wäre dies zu empfehlen? Ganz ehrlich, die Anschaffung eines Aquariums bzw. eine extra T5 Beleuchtung wäre mir zu teuer.

    2. Wie sieht es mit der Filterung aus? Daniel Knopp schreibt in seinem Buch das eine biologische Filterung einerseits über das Lebendgestein funktioniert andereseits eine extra vorhandene biologische Filterung nicht schlecht wäre.
    Des Weiteren habe ich das Prinzip der groben Filterung nicht so recht verstanden. Heißt es das ich nur eine Strömungspumpe mit einem Schaumstofffilter verbinden soll, um den groben Schmutz zu filtern?

    3. Habe ich gelesen das ein Abschäumer bei solch einer Beckengröße nicht von nöten wäre, und dieses Gerät durch den regelmäßigen Wasserwechsel ersetzt werden würde.

    4. Was kostet im Schnitt das kg Lebendgestein?

    Bin Auszubildender und versuche die kosten so gering wie möglich zu halten ! (Natürlich nicht auf Kosten der Tiere :face_with_rolling_eyes:)

    Ich bedanke mich vielmals im voraus. Hoffe es sind nicht zu viele Fragen.

    MFG Sven :grinning_squinting_face:

  • Hi Sven,

    Ich verstehe deinen Hang zum Sparen, ich bin auch nicht gerade ein reicher Mann und habe versucht, mein Becken in finanzieller Hinsicht nicht allzu ausufern zu lassen.
    Trotzdem muss dir eines klar sein: Seewasseraquaristik ist eins (wenn nicht das) teuerste Tierhobby, das man sich suchen kann und nichts für leute, die sich das mit Hängen und Würgen aus den Rippen schneiden. Es wird auf jeden Fall teuer werden, und auch der Besatz kostet eine Menge Geld. Und wenn man schon mehrere hundert Euro für Lebendgestein, sessile Tiere und Fische ausgiebt, dann sollte man an der Technik nicht zu sehr rum geizen. Denn du hast, realistisch betrachtet, nichts von 200 Euro gesparter Kohle, wenn dir dann für 200 Euro Tiere eingehen.

    Thema Licht: Du findest in diesem Hobby für so ziemlich alles ein Ausnahmebeispiel, auch Becken, die mit einer T8-Funzel auskommen. Man sollte sein Becken aber besser nicht anhand solcher Ausnahmen konzeptionieren, sondern anhand der Mehrheit von Leuten, denen ein erfolgreicher Einstieg geglückt ist.
    Fast alle Erfahrungen der letzen Jahre fast aller Riffaquarianer zeigen sehr deutlich, daß man an zwei Dingen *nicht* sparen solle: Licht und Strömung. Licht ist Lebenm und wenn du dich finanziell nicht in der Lage sieht, für viel Licht zu sorgen, solltest du dir den Einstieg wirklich noch mal überlegen.

    Thema Filterung: Filterkonzepte gibt es wie Sand am Meer... Von welcher zusätzlichen Biologischen Filterung sprichst du jetzt? Miracle Mud? Caulerpa-Becken? Altertümlicher Rieselfilter?
    Auch hier rate ich dir, die an der breiten Masse der Aquarianer zu orientieren. Das Berliner System aus Lebendgeten im Verbund mit einem Abschäumer hat sich tausenfach bewährt und funktioniert. Und wenn du einfach das machst, was die meißten machen, hast du in Foren wie diesen genug kompetente Leute, die du um Hilfe bitten kannst, wenn etwas schiefgeht.

    Grundsätzlich gilt: Filterung hängt vom Besatz und somit von der Fütterung ab. Hast du ein Nano mit vielen Korallen und zwei Einsiedlern, wird das Lebensgetein als Filter wahrscheinlich ausreichen. Hast du viel Krabbelzeugs und vor allem Fische, wird ein Abschäumer wahrscheinlich nötig sein.

    Lebendgestein kostet je nach Händler und Qualität zwischen 9.- und in extremen Fällen 19.- Euro pro Kilogramm.

  • Hallo Rosendorn, erzähl hier nicht schon wieder einem Neuling das es das teuerste Hobby sein soll. Das ist Blödsinn.
    Man darf es nur nicht dazu kommen lassen mit sämtlichen Schnick Schnack auszurüsten. Ich habe zum Beispiel festgestellt, das ich jetzt viel weniger Pflegeaufwand habe als bei meinem Süßwasseraqua. Also verschreckt doch unsere Neulinge nicht immer.

    Hi Sven, ich hoffe du bist jetzt nicht verschreckt worden. Wo möchtest du denn das Becken holen? Wenn du dich erstmal im Fachgeschäft mit der Funktion des Beckens auseinandersetzt, lernst du auch schnell. Du solltest das 1x1 auf Korallenriff.de lesen und die Sache dann langsam angehen. Was du als aller erstes nur einhalten mußt, immer einen Schritt nach dem anderen und nichts überstürzen. Wenn du wieder einen Schritt weiter bist meld dich wieder und wenn du Fragen oder Probleme hast, natürlich auch.

    Also bis denne Snoopy

  • Was heißt denn hier "schon wieder"? Das jetzt nicht gerade mein zehntes Posting dieser Art... bitte fair bleiben, ja?
    Entmutigt soll natürlich niemand werden, und selbstverständlich kann und soll Sven das 1x1 lesen, um Hilfe bitten und einen Schritt nach dem anderen tun, das Hobby ist viel zu schön um es nicht zu versuchen.
    Aber ehrlich sollte man sein, auch sich selbst gegenüber, und ein ehrlicher MW-Aquarianer muss sagen dürfen, daß man mit der alten T8-Funzel keinen Start macht.
    Oder willst du ihm allen ernstes T8-Röhren zum Einstieg empfehlen?

    Einmal editiert, zuletzt von Rosendorn (21. November 2008 um 10:48)

  • Hey Rosendorn, sorry es war nicht auf dich persönlich bezogen. Aber es gibt hier immer soviele Postings, wo gleich von Anfang an den Neuen Angst gemacht wird.
    Nein T8 würde ich ihm auch nicht empfehlen, er hatte ja schon ein schönes Becken genannt. In dem Paket ist ja alles für einen Anfänger drin. Es gibt ja uch genügend gebrauchte System, und günstig. Also kann er ja damit anfangen oder er hat ein Becken. Das wäre ja nicht verkehrt. Aber naja lassen wir ihn erstmal anfangen mit Wasser, Pumpen Abschäumer,Licht und LS. Dann sehen weiter.

    Grüße snoopy

  • Hallo Sven ,

    willkommen hier , gewöhn' dich schonmal dran dass es zu den meisten Themen in der Salzwasseraquaristik
    wesentlich mehr Antworten als Fragen gibt... :winking_face:
    ich weiss jetzt nicht , welches Becken du meinst , aber mit T8 sind die Möglichkeiten doch begrenzt.
    Eine Quadricolor würde ich schonmal nicht drunter halten , auch wenn es vielleicht Beispiele dafür gibt , das sie es überlebt..
    ...was den Abschäumer betrifft , kann man auch ohne fahren , das erfordert aber Erfahrung (und schwachen
    Besatz) und wäre auch besser zusammen mit u.a. VIEl Licht .
    Wenn du den Abschäumer mit Wasserwechsel erststatten willst , kostet's auch , Salz gibt's auch nicht umsonst.
    Meerwasseraquaristikk braucht nicht immer so teuer zu sein , wie sie oft gemacht wird , aber woran man sparen kann, lernt man erst aus Erfahrung , einen Abschäumer und genügend Licht würde ich mir gerade im Anfang nicht verkneifen...

  • hi,

    nur mal aus der geschichte geplaudert....

    das erste vorzeigbare steinkorallenbecken ist ausschliesslich mit t 8 röhren betrieben worden...

    dicht gepackt und mit einzelreflektor brachte das bis zur beckenhälfte und etwas darüber hinaus ( beckenköhe ca. 70 cm) dolle ergebnisse bei sps. lps standen bis unten.

    aus diesem erkenntnis entwickelte ATI dann den ersten t5 doppelbalken/und "meerwasserröhre".

    die möglichkeiten des beckenbesatzes in der meerwasseraquaristik ist ja recht vielfältig aber auf die frage, was gebraucht wird zum einstieg, wird meist ein sps-becken mit maximalaustattung beschrieben.

    ps: allerdings würde ich im zeitalter der t5-röhren auch kein neues becken mit t8 anschaffen :winking_face:

  • Guten Tag alle zusammen.

    Wie Joe in seiner Signatur richtig benennt: Der Weg ist das Ziel

    Man könnte auch sagen: " Alle Wege führen nach Rom". Dazu sollte man aber auch wissen wo Rom liegt und welcher Weg wie beschwerlich sein kann.


    Wenn ich mir den vorherigen Beiträge vom Sven ansehe, dann kann ich immer wieder nur dazu anraten sich vor der Anschaffung schon etwas intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen.

    Sofern allerdings eine Umrüstung auf T5 als zu teuer eingestuft wird, kann ich empfehlen die Anschaffung generell zu überdenken, da auch weitere Kostenfaktoren bestehen, welche die T5-Thematik deutlich übertreffen.

    Gerne verweise ich diese Seite und rate an dieses einmal ausführlich zu lesen:
    http://www.aquacare.de/download/tipps/d1ac_weg.pdf

    Aus meiner Sicht ist dort einiges recht neutral dargestellt und gibt einen vernünftigen Eindruck wieder, was zu beachten ist und was so alles auf einen zukommen wird.


    Gruß,
    Bert

  • Hallo Sven,

    herzlich willkommen hier im Forum.
    Das Thema und Hobby Meerwasseraquaristik ist sehr faszinierend.
    Man kann es vielfältig betreiben.
    Und durchaus auch kostenbewußt.

    Zitat

    Ich dachte an ein 112 ltr. Aquarium mit einem Pärchen A. ocellaris und einer schönen Entacmaea quadricolor.

    hm - sehr an der Untergrenze; würde mir da überlegen lieber eher nur z.B. Einsiedler, Schnecken, Garnelen und sehr klein bleibende Fische zu pflegen (z.B. einen Knallkrebs mit Symbiosegrundel) oder etwas größer zu gehen.

    Zitat

    1. Ich habe von einem Mitglied hier im Forum Bilder gesehen, der ein 112 ltr. Becken allerdings mit einer T8 Beleuchtung (2x18 Watt) erfolgreich betreibt (gleicher Besatz wie ich ihn mir vorstelle). Wäre dies zu empfehlen? Ganz ehrlich, die Anschaffung eines Aquariums bzw. eine extra T5 Beleuchtung wäre mir zu teuer.

    das geht durchaus, wenn man sich im Besatz beschränkt

    Zitat

    2. Wie sieht es mit der Filterung aus? Daniel Knopp schreibt in seinem Buch das eine biologische Filterung einerseits über das Lebendgestein funktioniert andereseits eine extra vorhandene biologische Filterung nicht schlecht wäre.
    Des Weiteren habe ich das Prinzip der groben Filterung nicht so recht verstanden. Heißt es das ich nur eine Strömungspumpe mit einem Schaumstofffilter verbinden soll, um den groben Schmutz zu filtern?


    Es gibt ja verschiedene Ansätze ein Becken zu betreiben: Berliner Methode, Miracle Mud, Jaubert, Deep Sand Bed.
    Wobei bei so einem kleinen Becken und einem sehr moderaten Besatz (was zu fütternde Tiere angeht) durchaus lebende Steine und ein sehr regelmäßiger Wasserwechsel ausreichend sein sollten.
    Ja man kann z.B. Partikel mit einer Schaumstoffpatrone an der Pumpe (soweit die dafür geeignet ist) aus dem Becken filtern.

    Zitat

    3. Habe ich gelesen das ein Abschäumer bei solch einer Beckengröße nicht von nöten wäre, und dieses Gerät durch den regelmäßigen Wasserwechsel ersetzt werden würde.

    ja, wenn der Besatz wie schon erwähnt moderat ist.

    Zitat

    4. Was kostet im Schnitt das kg Lebendgestein?


    kommt auf die Qualität und den Händler drauf an. Michael Mrutzek oder Claude Schumacher bieten gerade Sulawesi Gestein um 12,50€ an.
    Du kannst wo billig schweres Gestein kaufen und auf den gleichen Preis vom Volumen her kommen, wie woanders für teureres aber leichteres.
    Du kannst aber auch den Riffunterbau teilweise mit totem Riffgestein machen oder z.B. Teile der Unterkonstruktion mit Lichtrasterplatten, das spart auch Material, wobei das in kleinen Becken oft nicht so leicht ist...

    Zitat

    Bin Auszubildender und versuche die kosten so gering wie möglich zu halten ! (Natürlich nicht auf Kosten der Tiere :rolleyes

    Der Hauptkostenpunkt sind sicher die Betriebskosten eines Meerwasseraquariums.
    Es gibt heute z.B. aber sehr sparsame Strömungspumpen (und die laufen ja 24h), wie etwa die Tunze Nanostreams mit 7-8W oder auch die noch günstigeren Maxi Jet Pumpen als auch auf die JBL Pro Flow Maxi (die man beide mit dem ECOMOD tuning Kit von Ecosystems günstig auf mehr Leistung tunen kann), oder auch die Hydor Koralia oder andere - da kann man schon auf Dauer einiges sparen. Vergleichen lohnt sich.
    Manche Teile lassen sich auch durchaus gebraucht günstiger erwerben. Ein Becken kann durchaus auch mit einfacher Technik um nichts schlechter laufen, als mit allem möglichen Zubehör.

    Allerdings würde ich da eher nicht aus Sparsamkeitsgründen "gebrauchte" Lebendgestein von irgendwo kaufen - da kannst Du Dir eventuell mehr Probleme und Kosten einholen, als Du zuerst gespart hast.
    Dafür kann man beim Sand z.B. sparen, wenn man normalen Sand kauft statt Lebenden Sand.

    Viele Aquarianer geben vor allem Weichkorallenableger etc. gerne und günstig ab - da kann man auch sparen, wenn es nicht gar zu extravagantes sein darf.

    Und Genügend Zeit beim Einfahren lassen, das kann auf Dauer auch günstiger sein, wenn das Becken dann später besser steht.

    Ich würde mir mal überlegen, was Du budgetär für das Becken pro Monat ausgeben kannst und dann mal eine Kalkulation machen, ob sich damit die Betriebskosten etc. finanzieren lassen.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Zitat

    Original von Joe
    hi,

    nur mal aus der geschichte geplaudert....

    das erste vorzeigbare steinkorallenbecken ist ausschliesslich mit t 8 röhren betrieben worden...

    dicht gepackt und mit einzelreflektor brachte das bis zur beckenhälfte und etwas darüber hinaus ( beckenköhe ca. 70 cm) dolle ergebnisse bei sps. lps standen bis unten.

    Hallo Joe,

    aber hier war ja die Rede von 2x 18 Watt , die Ergebnisse damit werden sich wohl in Grenzen halten ...
    ...natürlich könnte man auch heute noch den Deckel vollknallen mit T8 ,und bei einigen Röhren mehr als mit T5 wohl ähnliche Lichtausbeuten erziehlen , billiger wäre dies wohl auch nicht ...

  • Zitat

    Original von Thomas Engels
    aber hier war ja die Rede von 2x 18 Watt , die Ergebnisse damit werden sich wohl in Grenzen halten ...
    ...natürlich könnte man auch heute noch den Deckel vollknallen mit T8 ,und bei einigen Röhren mehr als mit T5 wohl ähnliche Lichtausbeuten erziehlen , billiger wäre dies wohl auch nicht ...

    hi thomas,

    nun, klar halten sich die ergebnisse in grenzen, allerdings sind scheiben, krusten und diverse weich-lederkorallen darunter prima zu pflegen. zumal die beckenhöhe bei 112liter höchsten um die 40cm liegt.

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