Umsteigerfrage zum alten Becken mit Auslauf

  • Hallo Seewasserfreunde,

    erstmal klasse Forum,welches ich hier vorgefunden habe.
    Mein Name ist Marc und ich komme aus Krefeld/NRW und bin 30 Jahre alt und spiele mit dem Gedanken von Süß auf Seewasser umzusteigen.

    Da einige Kosten sparen möchte würde ich gerne mein vorhandenes 150x50x40cm Becken und den Standart-Schrank,welcher aus Pressspannplatten (Juwel)besteht, behalten.
    Nun zu meinen 2 Fragen, das Becken hat eine Überlaufkammer,wo nur eine ca 2 cm Lochbohrung im Boden ist. Dieser Ablauf ist ein DN20 Rohr,wo durch das Wasser in mein Filterbecken läuft.
    Die Frage ist reicht dieser Durchmesser des Rohres auch für Seewasser,denke es wird mehr Wasserablauf benötigt für den Abschäumer etc. ?! Wie sieht es mit verstopfungen durch Ablagerrungen aus?

    noch eine Frage zum Schrank,reicht solch ein Schrank für Meerwasser aus? (höhre Dichte,Lebendgestein,)
    Habe jetzt viel Lochgestein,Sand etc. drin,was auch sehr schwer ist.

    Für eure Hilfe und Tips bin ich schon mal dankbar.

    Gruß Marc

  • Hallo Marc,

    zum Rohrdurchmesser kann ich dir jetzt leider auch nichts sagen, aber guck mal den Link an:
    http://www.matuta.com/include.php?pa…98986b6273b7d07

    Der Schrank sollte schon halten denn der Hersteller hat einen großen Sicherheitszuschlag bei der Dimensionierung eingeplant und den übersteigst du nur durch den Salzzusatz sicher nicht. Auch das Lebendgestein wird daran nichts ändern.

    Aber 40cm Höhe finde ich für Meerwasser sehr wenig, sollte es sich dabei um die Tiefe handeln gilt das selbe. Überlege dir vorher ob du nicht ein etwas günstigeres Maß wählen möchtest, denn hinterher wechseln ist sehr viel aufwendiger als jetzt.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Marc,

    natürlich möchte man was aus dem machen, was man schon dastehen hat.

    Aber ich halte dein Becken für nicht so geeignet.

    Meerwasser ist relativ teuer was Anschaffung und Unterhalt anbelangt. :yrf

    Ein neues "Glas" mit passenden Abmessungen und Bohrungen ist nicht so teuer wie der Versuch aus dem jetzigen Becken was zu machen!

    Gruß Sven

  • Hallo Benjamin und Sven,

    danke für die Antworten.
    Es das Becken hat eine Höhe von 50cm und die Tiefe ist 40cm. Warum reichen 40 cm Tiefe nicht aus ? wegen dem Steinaufbau der weit nach vorne reicht ?

    Weiß das Meerwasser kein billiges Hobby ist aber jeder versucht naturlich zu sparen wo es geht.Natürlich nicht an den falschen Stellen :smiling_face:
    Hätte so Becken,Schrank und Verrohrung eingespart.

    Ist die Frage wieviel Liter/Stunde bei dem 375 L Becken in das Filterbecken laufen sollten ? Die doppelte menge pro Stunde ?


    Gruß
    Marc

  • Hi,

    also die Tiefe des Beckens ist für die Optik elementar wichtig. Das Salzwasser schluckt optische Tiefe so das du immer das Gefühl hast das dir 10 - 20% fehlen. Also in wirklichkeit erscheinen dann 40cm tiefe wie ca.30cm.

    Zur Förderung, das doppelte des Beckeninhaltes solltest du schon einplanen, aber vergiss die Strömung nicht. Wenn du closed loop machts dann muss ca das 10fache des Beckens durchgepumpt werden. Bei internen Stömungspumpen natürlich das gleiche, allerdings musst du dann natürlich nicht durch die Bodenplatte.

    Bei deiner Überlegung solltest du mit in betracht ziehen das das Becken vom Kostenfaktor her eher das kleinste Problem ist. Ich würde mir das gut überlegen ob ich das süsswassrbecken umbaue. Vieleicht kann man gute Technik gebraucht kaufen, das Becken würde ich meinen Anforderungen gemäß neu bauen, dann kannst du auch mehr tiefe einplanen.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo Marc,

    ich kann Dir aus eigener leidvoller Erfahrung sagen: lieber mehr Tiefe als die 40cm! Du ärgerst Dich relativ schnell. Da es relativ lange dauert, bis ein Becken stabil eingefahren ist, zieht man auch nicht einfach so mal schnell und unkompliziert später in ein größeres Becken wie beim Süsswasser.
    Falls es Dir um die Literanzahl und dem damit einhergehenden Wasser- und Salzverbrauch geht, dann spare lieber in der Breite. Ich würde jetzt nie mehr unter 50cm gehen. Die 10cm fehlen Dir wirklich relativ kurzfristig. Das Glas ist ja in dieser Größe das billigste am neuen Becken. Hängt natürlich auch vom vorhandenen Unterschrank ab, meiner hatte leider nur 45cm :loudly_crying_face:

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Marc,

    die Größe des Beckens hat erst mal ziemlich wenig mit der Durchflußmenge im TB zu tun. Diese hängt in erster Linie davon ab, was im TB drin ist. Wenn Du nur einen Abschäumer drin hast, sollte so viel Wasser duchlaufen, wie durch den Schäumer geht, damit das Abgeschäumte Wasser nicht unnötig noch mal abgeschäumt wird. Bei einem Schäumer mit Dispergatorpumpe, die 600L/h Wasser fördert, sollte die Förderpumpe etwa die gleiche Menge Wasser wieder ins Hautbecken befördern. Eher etwas mehr.
    Wenn Du aber z.B. ein DSB im TB mit unterbringst, solltest Du den Durchfluß erhöhen. Auf wieviel genau müsstest Du mal mit der Suche nachschauen.

    Wenn Du das Becken behalten möchtest, würde ich Dir raten, den Steinaufbau zumindest in der Mitte relativ flach zu gestalten und dicht an der Rückwand zu bleiben. Wenn nachher noch Korallen darin wachsen, bleibt sonst kaum Schwimmraum für Fische. Es gibt einige schöne Becken, bei denen die Aufbauten nur auf die Seiten beschränkt sind. Da aber wie von Dirk bereits geschrieben das Glas im Verhältnis zum Rest recht billg ist, solltest Du zumindest noch mal drüber nachdenken.

    Gruß Christian

    @Ralph:

    Zitat

    ... Wenn du closed loop machts dann muss ca das 10fache des Beckens durchgepumpt werden. ...


    Ich würde mind. das 20fache empfehlen. Abhängig vom Aufbau und Besatz und der Pumpenart sogar mehr. Ich habe bei mir zur Zeit ca. 7000L/h (Streams) bei 300L Becken und immernoch Stömungsarme bis -tote bereiche um und im Aufbau. Ich weiß, die Tabelle sagt was anderes. Das reicht aber meiner Meinung nach nur für Becken, die rings rum mit Riffkeramikplatten verkleidet sind und wenig Korallenbesatz haben.

  • Zitat

    Original von christian_05

    @Ralph:


    Ich würde mind. das 20fache empfehlen. Abhängig vom Aufbau und Besatz und der Pumpenart sogar mehr. Ich habe bei mir zur Zeit ca. 7000L/h (Streams) bei 300L Becken und immernoch Stömungsarme bis -tote bereiche um und im Aufbau. Ich weiß, die Tabelle sagt was anderes. Das reicht aber meiner Meinung nach nur für Becken, die rings rum mit Riffkeramikplatten verkleidet sind und wenig Korallenbesatz haben.

    Hallo Christian,

    ja du hast recht, ich meine nur mal gehört zu haben das das mit der Stömung das 10 fache sein soll. Daher habe ich das so geschrieben. Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich selber bei ca 1300l ca 20.000l /h (laut Pumpenangabe 2 * 10 kubik Red Dragons) durchs Becken jage. Also fast das 20 fache und du hast recht es reicht fast nicht.

    Also revidiere ich meine obige Aussage: Stömung kann man nicht genug haben sollte so ca 20 mal den Beckeninhalt pro Stunde durchfliessen lassen. :thup

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Zitat

    Original von kareem
    Hi,


    Zur Förderung, das doppelte des Beckeninhaltes solltest du schon einplanen, aber vergiss die Strömung nicht. Wenn du closed loop machts dann muss ca das 10fache des Beckens durchgepumpt werden. Bei internen Stömungspumpen natürlich das gleiche, allerdings musst du dann natürlich nicht durch die Bodenplatte.


    CU Ralph

    Hallo Ralph und den anderen,

    was ist denn closed loop ??

    danke für die Tips,denke mal dann werde ich wohl ein tieferes Becken mit mindestens 50cm und etwas schmaler mir zu legen,vielleicht finde ich ja ein gutes gebrauchtes mit aller Technik dabei.

    Gruß
    Marc

  • Hallo Marc,

    also closed loop ist ein geschlossener Stömungskreislauf. Im prinzip stehen hier die Strömungspumpen außerhalb des Beckens und durch Verrohrung im Becken wird so Stömung generiert und dorthin gebracht wo du sie brauchst. Hier hast du den Vorteil das die wartung einfacher ist. Bei meinem Becken habe ich die Pumpen unter dem Schrank. hier mal ein Bild der Verohrung meines Beckens damit du ne Vorstellung bekommst. was gemeint ist:

    Im Unterschrank siehts dann so aus, die beiden Strömungspumpen stehen links und rechts, Filterpumpe im Filterbecken in der Mitte:

    Der viel diskutierte Nachteil ist allerdings das du deutlich mehr Bohrungen im Becken brauchst. Ich habe ohne die Schachtbohrungen alleine 7 Löcher in der Bodenplatte.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • ahh alles klar jetzt verstanden :thup

    sieht klasse aus und gut durchdacht.
    Denke aber ich mache es dann aus die "klassiche Art" mit Strömungspumpen .
    Aber danke für die Idee,daß sowas auch geht,spart pumpen !

    Gruß
    Marc

  • Zitat

    Original von M.Siggi
    ahh alles klar jetzt verstanden :thup


    Aber danke für die Idee,daß sowas auch geht,spart pumpen !

    Das würde ich so nicht unterschreiben :ylol

    Du brauchst zwar eventuell weniger Pumpen, allerdings müssen die schon ne gewisse leistung haben. Finanziell ist da sicher nicht viel einzusparen mit der closed loop, du bist halt flexibler in der Planung und ach in der Gestaltung des Beckens.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

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