Hallo Gábor,
mach ich.
Ich hoffe, ich hab's zu nächstem Wochenende fertig.
Gruß Claudi
Hallo Gábor,
mach ich.
Ich hoffe, ich hab's zu nächstem Wochenende fertig.
Gruß Claudi
Hallo Bernd L.,
Deiner Überlegung mit der überhöhten Lebendgestein-Menge stimme ich zu. Seit langer Zeit vertrete ich die Meinung, daß man da auch zu viel des guten davon ins Becken einbringen kann. Das abbauende Bakterien allerdings NUR im Lebendgestein sind, kann ich so nicht vertreten. Die lebenden Steine bringen diese Bakterien zwar ins Becken und impfen es auf diese Weise, aber auch die Bakterien, die sich daraufhin am Lochgestein und am Bodengrund ansiedeln dienen zum Nirtatabbau. Nicht benötigte Bakterien sterben auch nicht wirklich ab, es ist eher ein "fressen und gefressen werden" . Der ältere Bakterienrasen ist der Grundstein für die neue Generation. Nachlesen kannst Du das bei Fossa und Nilsen, Korallenriff Aquarium, Band 1. In der älteren Auflage auf Seite 95, in der neusten Auflage auf Seite 194.
Um diese "Bakerienlasagne" im Zaum zu halten, wirken Detriusfresser entgegen z.B. Schnecken oder Seegurken.
Zwischendurch @ torsten,
hat ein wenig gedauert, aber ich habe den Bericht wiedergefunden. Auf Deine Nachricht von 16.06.03 wegen des nicht/kaum nachweisbaren Nitratgehalt im Meerwasser.
Sorry muß schon wieder Fossa und Nilsen zitieren.
Korallenriff Aquarium, Band 1, neue Auflage, Seite 33
da steht:
... Neuere Theorien der letzten Jahre besagen, dass die Riffe durch Poren, die zu Wasservorräten tief unter dem bestehenden Riff führen, mit nährstoffreichem Wasser versorgt werden.
Bei Bohrungen bis 500m Tiefe im Mururoa Atoll und 30m Tiefe im Großen Barriereriff haben Wissenschaftler Wasseransammlungen gefunden, die 28-30 Mal mehr Nitrat enthielten, als das Wasser des Riffs(Marshall, 1996). Diese Theorie ist sehr neu und wird unter den Wissenschaftlern noch heftg diskutiert.(:] Toll, wie bei uns!)
In einer Doku im Fernsehen(es war ein seriöser Sender) wurde sogar von noch höheren Ntratwerten berichtet. Leider weiß ich nicht mehr wo und wann diese Doku lief. Man sehe mir das nach. Wenn jemand diesen Bericht ebenfall in Erinnerung hat, wäre es schön, wenn er/sie sich kurz meldet. Vielleicht hat man eine Chance, da noch mal nachzuhaken.
Also ist schon Nitrat da, liegt nur etwas tiefer.
Dann habe ich auch noch einen für Fritz,
so weit sind unsere Meinungen gar nicht von einander entfernt, wie ich lese. War übrigens kein Scherz. Du bist herzlich willkommen, Deine Frau auch.
Und schon wieder meine Lieblingsautoren: Fossa und Nilsen, Korallenriff Aquarium, Band 1, auch Seite 33
Ich fasse den Text sinngemäß kürzer zusammen.
Organisches Material im tropischen Korallenriff
Die meisten organischen Verbindungen, die im Riff produziert werden, finden als Detrius Eingang in die Nahrungskette. Das organische Material liegt entweder als gelöstes organisches oder als vorübergehend gebundenes Material vor. Das gelöste organische Material wird hauptsächlich durch die Ausscheidung als Ergebnis des Stoffwechsels (sprich Fischkot und Korallenausscheidungen) direkt erzeugt. Das vorübergehend gebundene Material wird von Pflanzen und Tieren indirekt erzeugt, durch Fäkalien der Pflanzenfresser oder durch Verrottung von Macroalgen. Phytoplankton, sessile Algen und Korallen scheiden 5- 40% ihrer Photosyntheseproduktion als gelöstes organisches Material in Form von Aminosäuren, Zuckerverbindungen oder Phenole aus.
Da haben wir die benötigten Aminosäuren, die gesunde Korallen produzieren genauso wie die Zuckerverbindungen, die in der Natur die Bakterien füttern.
Unter gesunden Korallen verstehe ich solche, die ihre Zooxantellen noch in voller/großer Zahl in sich haben. Ich stehe sowieso mehr auf natürliche Korallen, wo nicht jede "Barbie-Farben" sein muß. Beim tauchen sieht man auch nicht ausschließlich durch und durch bunte Korallen( ab zuviel Stickstoff im Blut wahrscheinlich schon :D)
Wenn die Korallen allerdings eh schon fast keine Zooxantellen mehr haben, ist klar, das man Aminosäuren zuführen sollte, da sie sonst irgendwann sterben.
Trifft da der Satz :Wer schön sein will/muß, muß leiden zu?;)
Leider ist das Schönheitsideal von Korallen immer mehr von knalligen Farben abhängig, im Grunde nichts anderes wie abgemagerte Supermodels.
Da ich auch selbst durchaus kein Supermodell bin, mag ich gut genährte Fische und Korallen mit Zooxantellen. Denn auch dünne Fische kenne ich vom tauchen her nicht. Wir können die Natur im Aquarium nur imitieren, aber das sollten wir im Sinne der Tiere so gut wie möglich. Das wir das alle zusammen versuchen, sehe ich an der guten Diskusion, die dieses Thema aufgeworfen hat. Es werden sich wieder Gedanken über einfache Zusammenhänge gemacht und ich bin froh, daß wir ein "altes" Thema wieder hervorgeholt haben.
Ach, Bernd L., habe noch was vergessen:
In Deiner neuen Dreier-Relation sollten wir ein viertes Element nicht aus den Augen verlieren: Phosphat.
Somit ist es eine Vierer-Relation. Auch nicht schlecht.
Leider sind meine Fingerspitzen schon etwas taub vom tippen. Darum lasse ich mich dazu später aus.
Viele Grüße von Claudi
Hallo Claudi
Der war gut ![]()
ZitatOriginal von Claudi
Ich stehe sowieso mehr auf natürliche Korallen, wo nicht jede "Barbie-Farben" sein muß. Beim tauchen sieht man auch nicht ausschließlich durch und durch bunte Korallen( ab zuviel Stickstoff im Blut wahrscheinlich schon :D)
Viele Grüße von Claudi
Hallo Claudi,
>> Das abbauende Bakterien allerdings NUR im Lebendgestein sind, kann ich so nicht vertreten. Die lebenden Steine bringen diese Bakterien zwar ins Becken und impfen es auf diese Weise, aber auch die Bakterien, die sich daraufhin am Lochgestein und am Bodengrund ansiedeln dienen zum Nirtatabbau.
an dem Punkt sind wir vielleicht verschiedener "Meinung", wobei wir uns, glaube ich, mehr auf der Ebene der Vermutung bewegen. Lochgestein ist, wie ich es kenne, ein ziemlich massives Material. Daran können sich oberflächlich Bakterien ansiedeln (aerober Abbau), aber doch wohl weniger in der Tiefe, denn es muss ja Hohlräume geben und eine gewisse langsame Durchströmbarkeit. Letzteres kann ich mir bei Lochgestein schlecht vorstellen, aber einen Beweis kann ich nicht antreten.
Ähnliches gilt für den Bodengrund, wohlgemerkt beim Berliner System, wo man nur wenig Boden hat und einen "unkontrollierten Abbau" durch eine Schichtdicke von 1 oder 2 cm bewusst unterbinden will. Diese "Deep Sandbed" oder Jaubert möchte ich ausnehmen, das ist ein anderes Thema.
Wir reden hier ja ausschließlich über Nitratveratmung durch Bakterien, die nur unter anaeroben Bedingungen erfolgt.
>> In Deiner neuen Dreier-Relation sollten wir ein viertes Element nicht aus den Augen verlieren: Phosphat. Somit ist es eine Vierer-Relation. Auch nicht schlecht.
Das müsstest du mir erklären. Welchen Einfluss übt das Phosphat in dem Zusammenhang aus?
MfG .. Bernd
P.S.: Nachtrag. Bernd Q., ich glaube, hier ist doch dein Fachgebiet angesprochen? Als Laie habe ich nun die Hypothese aufgestellt, dass das Funktionieren der Zuckermethode den Rückschluss zulässt, dass ohne eine solche Zufuhr eine größere Menge LS gar nicht nutzbar ist. Mich täte mal deine Meinung interessieren, ob die Folgerung korrekt ist oder ich irgendwo einem Irrtum erliege
Hallo Bernd
Was in der Diskussion häufig vergessen wird, ist die Biofilmdicke bzw. die Form der Belebtflocke.
Liegt in einem Bereich eine geringe Überströmungsgeschwindigkeit vor, so besitzt der Biofilm eine größere Dicke.
Es bilden sich in den äußeren Schichten aerobe Bakterien, z.B. Nitatproduzierende und organische Kohlenstoffverbindungen abbauende, während im inneren unter anoxischen Bedingungen dann Nitrat abgebaut wird, ähnlich des Aufbaus eines lebenden Steines.
So können an jeder Stelle des Aquariums, an der die Überströmungsgeschwindigkeit nur klein genug ist Belebtflocken entstehen, deren inneres frei von partikulärem Sauerstoff ist.
Zuerst sind immer nur aerob aktive Bakterien da, die wachsen und so kommt nicht mehr genug Sauerstoff ins Innere. So verschiebt sich im Inneren die Bakterienpopulation hin zu den anoxischen. Wenn diese wiederrum absterben zerfällt die Flocke entweder oder es wird anaerob.
Limitierender Faktor sind die organischen Kohlenstoffverbindungen, deren Abbau wesentlich schneller und vor allem auch überall im Aquarium vor sich geht. Zum Beispiel biologisch aktive Filter mit einer großen Überströmungsgeschwindigkeit bauen in kürzester Zeit die vorhandenen organischen Kohlenstoffverbindungen ab (siehe auch Entwicklung der Abwassertechnik-früher rein C-Abbau-jetzt C-Zugabe zur Denitrifikation).
So findet Nitratabbau sogar in nur wenige Zentimeter hohem Bodengrund statt, aber nur in gewissen Grenzen.
PS.:Bakterien sterben nicht sofort bei Nahrungmangel, sie können auch lange Zeit mit wenig Nährstoffen auskommen, lagern dann bei erneutem Angebot jedoch mehr ein als vorher.
Gruß
Frank
hallo Bernd
ZitatOriginal von Bernd L.
P.S.: Nachtrag. Bernd Q., ich glaube, hier ist doch dein Fachgebiet angesprochen? Als Laie habe ich nun die Hypothese aufgestellt, dass das Funktionieren der Zuckermethode den Rückschluss zulässt, dass ohne eine solche Zufuhr eine größere Menge LS gar nicht nutzbar ist. Mich täte mal deine Meinung interessieren, ob die Folgerung korrekt ist oder ich irgendwo einem Irrtum erliege
Ich schreibe zu einigen Posting hier im Threat ncoh was, wird aber erst heute abend, vorher finde ich für eine ausführliche Antwort keine Zeit.
danke für die Info, das mit der Schichtung wusste ich nicht. Es wäre interessant zu wissen, inwieweit sich der Effekt quantitativ auswirkt.
@BerndQ
danke, da warte ich gerne ![]()
Hallo Bernd L.
Ob in Aquarien mit nur wenigen Zentimetern Nitrat im Bodengrund abgebaut wird hängt von verschiedenen Faktoren ab:
-Größe der biologisch abzubauenden Belastung (Bakterienmenge proportional zur Belastung)
-Körnung des Bodengrundes (->zur Verfügung stehendes Kornzwischenvolumen)
-Überströmung des Bodens (->Stofftransportgeschwindigkeit)
-Schlammalter (z.B. Anstieg der Schlammmenge, dann Volumenreduzierung nach rund einem Jahr)
-Glühverlust des Schlammes (je mehr inaktives Volumen, desto mehr Schlamm vorhanden)
-Anlagerung anderer Organismen, wie Bakterien, Pilze und Prototzoen
-Größe der Bodenfläche (verhältnismäßig wenig-> mehr sauerstoffarme Zonen)
-Größe der bewachsbaren Bakterienfläche
-…
In einem sehr sauberen Aquarien mit nur wenig Belastung wird deshalb auch kaum Nitrat im Bodengrund abgebaut werden können. Wichtig ist allein die Entstehung von sauerstoffarmen Zonen, die mit organischen Kohlenstoffverbindungen (DOC), organ. P,….versorgt werden. Wodurch das anoxische Milieu schlussendlich entsteht ist dabei Nebensache.
Bei den „Nitratkillern“ kann es sein, daß anorganischer Kohlenstoff verwendet wird durch Zugabe von Enzymen.
Gruß
Frank
Hallo, mein Bericht zum Nitratkiller nach Tag 21:
Um 21:00 Uhr habe ich zum 8 ten mal 40 ml ins Becken eingebracht. Keine Trübung bis dato.
Vorher Nitrat gemessen:. Merck ca. 10 mg, Salifert ca. 10 mg, beide leichte Tendenz zu 5 mg. Bis jetzt hat sich der Wert um min. 25 mg gebessert innerhalb von 3 Wochen. Ich habe in der Zeit 3 x WW (10%) gemacht. Das hat ja sicher auch dazu beigetragen, aber halt nicht 25 mg. Ich werde den Test weiterführen bis ca. 5 mg erreicht sind (wegen den Weichkorallen). Ich bin auch froh das sich der Nitratwert nicht von heute auf morgen so reduziert hat. Korallen und Fische wohlauf. Das Becken scheint seit 3 Tagen einen Schub nach vorne zu machen. Farben sind etwas besser und die Krusties sehen auch besser aus. Xenien allerdings sehen schlechter aus (irgendwie verdörrt) und pumpen nicht mehr so. Filtere über Kohle, das kann wohl das Problem sein, Kohle bleibt noch 1 Tag.
Phosphat: Kleiner 0,1
KH: 8-9
Wasser: 1022,5 (Refraktometer)
Abschäumer normal, Brühe etwas dunkler.
Ich halte euch auf dem laufenden.
Gruß,
TOM
Hallo Bernd L.,
warum eine Vierer-Relation, hatte ich schon kurz in einem vorherigen Bericht angerissen:
... um einen kompletten Stickstoffabbau zu gewährleiten, muß das Nährstoffverhältnis 100 Teile Kohlenstoff : 10 Teile Stickstoff : 1 Teil Phosphat sein. Wenn ein Anteil fehlt, zB Kohlenstoff oder Stickstoff, reichert sich der jeweils andere Stoff an. ...
Also wenn absolut kein Phospkat mehr da ist(zu heftiger Phosphatabsorber), funktioniert der biologische Nitratabbau auch nicht.
Hallo frankdreistein,
biologisch sprichst Du mir voll aus der Seele.
Sehe schon, bist "vom Fach", da hier nicht alle mit den Fachausdrücken der Abwassertechnik vertraut sind, müssen wir das ganze nun nur noch in Aquaristische Worte fassen:
ZitatZitat frankdreistein:
-Größe der biologisch abzubauenden Belastung (Bakterienmenge proportional zur Belastung)
das is klar
Zitat-Körnung des Bodengrundes (->zur Verfügung stehendes Kornzwischenvolumen)
auch soweit klar
Zitat-Überströmung des Bodens (->Stofftransportgeschwindigkeit)
haste oben schon erklärt, auch klar
Zitat-Schlammalter (z.B. Anstieg der Schlammmenge, dann Volumenreduzierung nach rund einem Jahr)
Auf's Aquarium bezogen ist das der Mulm, der sich im Bodengrund ansammelt. Wer hin und wieder mal den mulm absaugt, hat jungen Schlamm, wer das nicht macht, hat alten Schlamm.Je älter der Schlamm(Mulm) desto älter und träger sind sie Abbauenden Bakterien. Zu alter Schlamm(Mulm) ist zu träge und hat so gut wie keinen Wirkung mehr.
Zitat-Glühverlust des Schlammes (je mehr inaktives Volumen, desto mehr Schlamm vorhanden)
das kann man zuhause bzw ohne "Muffelofen" und Laborwaage nicht nachmachen. Das "inaktive Volumen" ist der alte, nicht mehr nitratabbauende Mulm, dessen Menge so gering wie möglich gehalten werden sollte
Zitat-Anlagerung anderer Organismen, wie Bakterien, Pilze und Prototzoen
das sind Bakterienverdrängende bzw Bakterienfressende Organismen, wenn viele Bakterienfresser da sind, sind auch viele Bakterien da. Leider nur mit Mikroskop anzuschauen.
Zitat-Größe der Bodenfläche (verhältnismäßig wenig-> mehr sauerstoffarme Zonen)
da würde ich eher sagen, je mehr Bodenfläche, desto mehr aneorobe Zonen -> mehr Abbau
Zitat-Größe der bewachsbaren Bakterienfläche
logisch, macht auch Sinn
Bitte berichtige mich, wenn ich da was falsch interpretiert habe.
Viele Grüße von Claudi
PS: Habe endlich auch geschnackelt, wie das mit den Zitaten funktioniert ![]()
ZitatOriginal von Claudi
... um einen kompletten Stickstoffabbau zu gewährleiten, muß das Nährstoffverhältnis 100 Teile Kohlenstoff : 10 Teile Stickstoff : 1 Teil Phosphat sein. Wenn ein Anteil fehlt, zB Kohlenstoff oder Stickstoff, reichert sich der jeweils andere Stoff an. ...
Heißt das, daß wenn ich mit einem Phosphatabsorber ständig laufen habe und damit einen meßbaren Wert von 0 erreiche der No3 Abbau stagniert bzw. ganz stockt? Denn dann wiß ich auch warum die Vanillienzuckerlösung bei mir mal gar nix bringt. Ich habe permanent einen Phosphatabsorger (Anti- bzw. Rowaphos) mitlaufen.
Andreas!
Hallo Andreas,
könnte man so sagen. ![]()
Wenn Du sagst, daß Du 0 Phosphat in AQ hast, warum klemmst Du den Phosphatabsorber dann nicht ab?
Wieviel P04 hast Du ohne Absorber drin?
Gruß von Claudi
Noch eine Theorie/Hypothese:
ZitatOriginal von Claudi
Phytoplankton, sessile Algen und Korallen scheiden 5- 40% ihrer Photosyntheseproduktion als gelöstes organisches Material in Form von Aminosäuren, Zuckerverbindungen oder Phenole aus.
Also einfach gesprochen: viele Korallen = viele gelöste Zuckerverbindungen. Funktionieren dann anstatt eines Tütchens Vanillezucker vielleicht auch ein paar zusätzliche Korallen als NO³-Abbau-Booster?
Allerdings dürfte bei Aquarien die mit Großfischen vollgeknallt sind, der zur Verfügung stehende Raum der limitierende Faktor zur Verwirklichung dieser Idee sein. Oder anders gesagt: ein Dorf kann seine Sch.... noch auf's Feld kippen, die Großstadt braucht halt 'ne Kläranlage. ![]()
cu as
Hallo Andreas,
völlig korrekt.
Sehr gut ausgedrückt, Du bringst es auf den Punkt.
Ein gut besetztes Aquarium trägt sich quasi selbst, wenn es nicht zu mager gefahren wird.
Viele Grüße
Claudi
Hallo Claudi
Zitat:
-Größe der Bodenfläche (verhältnismäßig wenig-> mehr sauerstoffarme Zonen)
da würde ich eher sagen, je mehr Bodenfläche, desto mehr aneorobe Zonen -> mehr Abbau
Problem bei großer möglicher Besiedlungsfläche ist ja eine weite Verteilung des Biofilms, wodurch wenig Flockung entsteht. Dadurch muß der Boden höher ausfallen, um auf nitratabbaufähige Sauerstoffwerte in Bereichen zu kommen.
Wenn dies der Fall ist müssen die benötigten Nährstoffe einen längeren Weg durch aerob aktive Bakterienkulturen zurücklegen durch die sie z.T. abgebaut werden.
Ich frage mich eh wie klein/groß ein Jaubert/DSB sein muß um am effektivsten zu sein.
Wahrscheinlich würde man mit flächenmäßig kleineren Gebieten besser fahren.
Richte mir gerade ein neues Becken ein mit 1/8 Jaubert und 1/8 DSB (kein Technikbecken).
Obwohl ich nicht verstehe wie im DSB eine vernünftige Diffusionsgeschwindigkeit zustande kommen soll (s.Untersuchungen von Deters).
Gruß
Frank
Hallo
Claudia sprach von zuvielen lebenden Steinen, das kann ich aus eigner Erfahrung gar nicht beobchten. Denn ich habe kaum Fische im Becken. Ein guter Besatz an anderen Tieren entsteht dann von selbst. Es müssen ja noch nicht mal Tiere sein, sondern Algen (es gibt nicht nur das was keiner mag) oder Schwämme füllen die Lücken nach meiner Meinung auf. Das alles langsamer oder auch viel schneller geht ist eine andere geschichte. Ein Ansatz zur Klärung des Wiederspruchs wäre, das Nitrat ruckzuck verschwinden kann, aber das Becken noch nicht reif für einen Besatz ist. Zumindest meine ich das beobachtet zu haben. Vielleicht liegt es auch am Pfleger, denn man hat ja seine Vorstellungen und agiert auch danach.
2 Fischchen auf 1000 Liter und ein übervolles Becken mit lebend Gestein scheinen bis auf mein Sedimentproblem locker und Problemlos zu laufen.
Mfg Michael Hannig
Ps da wo sich Sediment ablagert, habe ich auch mal die eine oder andere Algensorte die problematisch werden. Aber unternehmen tue ich nur was wenn es um Korallen geht. den Rest lasse ich machen was sie schaffen.
Hallo Michael,
da habe ich mich vielleicht nicht so gut ausgedrückt. Ich meinte nicht, daß ein Becken mit zu viel/sehr viel lebenden Steinen nicht funktioniert. Es ist halt nur nicht zwingend Notwendig es völlig mit Lebendgestein einzurichten.(Da wurde hier der Kostenfaktor angesprochen). Schön am Lebendgestein ist, daß halt schon was wächst und man halt auch die hübschen Algen mitreinbringen kann, die man sonst nicht umbedingt bekommt.(Da haben sich leider unsere Doktoren ein Lätzchen umgebunden
).
Hallo frankdreistein,
ZitatIch frage mich eh wie klein/groß ein Jaubert/DSB sein muß um am effektivsten zu sein.
Wahrscheinlich würde man mit flächenmäßig kleineren Gebieten besser fahren.
Da tasten wir uns gerade ran, vielleicht können Dir diese Angaben weiterhelfen:
Bei bisher 7 verbundenen Becken(zusammen ca 1400 l brutto), ist in einem ein Jaubert-Refugium(100x40cm, Kieshöhe:10 cm, Kieskörnung: 3-4 mm, Plenum:3 cm).
Das einzige Becken mit Bodengrund (150x50x2cm Bodenschicht) und Lebendgestein(10 Kg), ist das Fischbecken. Um den Fischen genügend Sauerstoff zu bieten, ist am Fischbecken ein Sander Außenabschäumer(Baugröße 1, angegeben für 250l AQ, Höhe: 1,3m, 10cm ø) angeschlossen.
Den Besatz habe ich schon mal früher beschrieben, im Jaubert-System wohnt noch ein Pärchen Brunnenbauer(ist ein Netz eingezogen, damit sie nicht durchbuddeln).
Wasserwerte: P04=0,03 mg/l; N03= 5-10mg/l
Wir haben seit einer Woche ein weiteres Becken (250 l) angeschlossen.
Das ist eine Menge Wasser für ein relativ kleines Refugium.
Werde die Wasserwerte beobachten.
Viele Grüße
Claudi
Hallo Frankdreistein und Claudi,
ich habe ja 2 Jaubertbecken die beide unterschiedlich laufen. Das große 110*61,5*60cm läuft ganz super - kein Phosphat ( habe noch einen zusätzlichen Algenfilter auf einer Fläche von ca. 50*40cm) und kein Nitrat nachweisbar. Bei einem Besatz von 13 Fischen (7 A. lepthacantus, 2 Z. flavescens, C. bispinosa, 2 A. phalaena) und diverse kleintiere... Ich bin mittlerweile fast der Meinung, daß die Fläche des Jaubertbodens nicht unbedingt ganz so groß wie das die des Hauptbeckens sein muß, da meine Grundeln im Moment seit einigen Wochen doch sehr stark graben und so die aktive Fläche um einiges verkleinert ist . Dabei muß ich aber bemerken, daß ich keine fische habe die das Wasser allzustark belasten, mit einem Steinfisch oder einem Zackenbarsch würde das sicher anders aussehen. Die Funktion des Jaubert-Bodens hängt auch sehr stark von der Höhe des Bodengrundes ab. Im großen Becken sind es 10-12cm die ich im Moment als optimal ansehe. Im kleinen Becken habe ich dagegen ím Moment nur die mindesthöhe von ca. 8cm. Das funktioniert nicht so gut - hier habe ich einen Nitratwert von ca. 10 und Phosphat von ca. 0,03-0.05. obwohl nur 2 Gelbschwanzdemosiellen darin schwimmen
Hallo Claudi und Frank
Der Grund für den niedrigen Phosphatwert liegt doch daran, dass Phosphat sehr leicht an allem möglichen gebunden wird und viele Bakterien ihn massiv einlagern können. Wenn also ein Jaubertaquarium (ohne Algenfilter, Absorber,..) niedrige Phospatwerte aufweist, so sind diese nicht abgebaut sondern im Bodengrund und LS eingelagert wurden. Gerade ein hoher Bodengrund oder viel LS kann ja eine sehr große Menge aufnehmen. Nur was passiert nach einigen Jahren, wenn es mit der Aufnahmekapazität zur Neige geht, dann wird doch Phosphat rückgelöst und der Boden muß getauscht werden, oder?
Warum sollte das ganze Aquarium einen Jaubertboden besitzen? Die Grundfläche des Jaubertbodens muß doch nur genügend Raum für die Bakterien besitzen. Kann es deshalb nicht sein, dass wesentlich geringere Flächen (<1/10) schon ausreichen sind?
Bei der Höhe der DSB gehen einige in USA sogar auf 15-18 inch (38-45cm) was ich mir persönlich absolut nicht vorstellen kann.
Ich werde auch wie ihr meinen Jaubertboden auf rund 12 cm mit 3-5 mm Körnung gehen.
Weiß nur noch nicht genau ob ich das Plenum einfach weglassen soll.
Hallo Frank
Warum gibst du denn nicht noch einfach etwas Bodengrund in dein kleines Becken hinzu, wenn du denkst dass es daran liegt?
Hallo Claudi
Du hast dann rund 3 cm² Jaubert pro Bruttoliter, was bei einem Standartbecken nur rund 1/6 der Bodenfläche ausmacht. Werd mal im Internet nachsehen wie das Verhältnis bei anderen funktionierenden Becken aussieht-vielleicht erkennt man da ja was…
An alle
Hat denn irgendwer hier schon mal den Sauerstoffgehalt im Plenum gemessen?
Grüße
Frank
Hallo,
in meinem Plenum sehe ich immer Gammaruskrebse, wie sie hin und her huschen, er kann also nicht ganz sauerstofffrei sein. Mein Jaubertbecken ist auch relativ klein, es schafft es aber, den Nitratwert bei meinem 300l Becken auf ca. 15mg zu halten, vormals war er bei 40mg, und den Abschäumer habe ich auch schon seit 4 Wochen abgestellt.
Da ich keine Nullwerte anstrebe, sondern so bei 10mg bleiben will, bin ich mit dem Jaubertbecken und seiner Funktion zufrieden.
Nur den Phosphatwert muß ich mit Rowaphos senken, da tut sich bei mir nichts.
ZitatOriginal von frankdreistein
Der Grund für den niedrigen Phosphatwert liegt doch daran, dass Phosphat sehr leicht an allem möglichen gebunden wird und viele Bakterien ihn massiv einlagern können.
genau darum habe ich noch einen Algenfilter im Kreislauf
ZitatHallo Frank
Warum gibst du denn nicht noch einfach etwas Bodengrund in dein kleines Becken hinzu, wenn du denkst dass es daran liegt?
weil das Becken dann einfach zu klein ist. bei 10cm Bodengrundhöhe und 1,5 cm Plenum bleibt bei einem Becken mit 30cm Höhe nicht mehr viel übrig
, darum habe ich mich entschlossen, das kleine Becken komplett durch ein neues zu ersetzen - die Grundfläche bleibt, aber die Höhe beträgt dann 45cm. Ich denke mal daß das besser funktionieren wird.
ZitatWarum sollte das ganze Aquarium einen Jaubertboden besitzen? Die Grundfläche des Jaubertbodens muß doch nur genügend Raum für die Bakterien besitzen. Kann es deshalb nicht sein, dass wesentlich geringere Flächen (<1/10) schon ausreichen sind?
ich denke mal, daß es vom Besatz und dessen Beckenbelastung abhängt, wie groß die Fläche sein muß. Aber schaden tut es jedenfalls nach 8Monaten nicht, daß die gesamte grundfläche für den Jaubertboden genutzt wird
Achja: ich habe unterschiedliche Körnungen im Einsatz: das untere Drittel hat eine Könung von 5mm die oberen 2/3 sind in eine Kornstärke von 2-3mm
ZitatOriginal von sabine
Hallo,
in meinem Plenum sehe ich immer Gammaruskrebse, wie sie hin und her huschen, er kann also nicht ganz sauerstofffrei sein.
Hallo Sabine,
hast du wirklich im Plenum lebende Tiere??? soweit nach unten gehen bei mir nicht mal die kleine Borstenwürmer. Tiere kann ich nur bis zu einer tiefe von ca 6-7 cm finden, darunter ist nichts lebendes mehr
Hallo Frank,
in den ersten 5cm ist sozusagen "die Hölle los" in Bezug auf die Kleinstlebewesen.
In den unteren 5cm ist es sehr viel weniger, aber hier und da krabbelt noch was, und auch im Plenum sehe ich die Gammaruskrebse und auch so ganz kleine runde Viecher, warum weiß ich nicht.
Aber der Nitratabbau funktioniert, denn ich füttere dort täglich intensiv meine Tubastrea und die Seepferde, und auch oben im Becken gibt es dreimal am Tag Futter. Aber trotzdem hält sich der Nitratwert in Grenzen, was sicher auch durch die Algen kommt, aber sicherlich nicht nur ihretwegen.
Hallo
,
ich kann Sabines Beschreibung nur bestätigen.
Da brummt das Leben.
Neben den kleinen Hüpfern kann ich auch eine Scheibenanemonenart finden.
Nach dem Bestimmungsbuch von Julian Sprung sehen sie aus wie Corynactis oder Pseudocorynactis.
Sehr hübsch anzusehen.
Fast durchsichtig mit leuchtenden Punkten an den Tentakeln.
Bis dann
Claudi
Hi Sabine und Claudi,
das kann ich ja nun gar nicht verstehen - zum Leben brauchen doch die meisten Tiere Sauerstoff - und im Plenum sollte ja so wenig wie möglich davon vorhanden sein - besser gar kein Sauerstoff - damit gewisse Bakterien Nitrat abbauen können. Oder irre ich mich da? Wie kann dann bei euch so viel Leben dort unten sein?
Hallo
Ich weiß nicht mehr, wer es geschrieben hat in wenigen Wochen ist es durch wasserwechsel schwer s70 Prozent Nitrat abzubauen.
Wenn ich mal aus Zeitgründen mal ein paar Wasserwechsel nicht gemacht hatte oder einfach vergessen hab, steigt Nitrat beri mir super schnell auf verrückte werte.
Wenn ich dann an 3-4 Tagenjh hintereinander bei 400 l 20-30 Liter pro Tag wechsel bewegt sich beim Nitrat absolut deutlich was, ist danach deutlich weniger.
gruß Thomas
Hallo,
da klink ich mich nach einer ganzen Ewigkeit mal wieder ins Forum ein und finde diese großartige Disskussion, wirklich bemerkenswert, daß obwohl die allermeisten hier reine Laien sind (ich meine damit daß sie keine Biologen sind) doch bei vielen ein tiefes Verständnis chemisch biologischer oder auch mikrobiologischer Zusammenhänge vorhanden ist.
Sonmst wäre eine solche Disskussion nicht möglich und ich bin ehrlich stolz in einem solchen Forum mit teihaben zu dürfen.
Mir offen gesagt fehlt vielerorts das Verständnis oder das tiefere Wissen.Ich beschäftige mich nur nebenebei mit der Meerwasseraquaristik, bin aber sehr
an Wissen am Zulernen und an einem möglichst gut funktioneirendem Aquarium interessiert.
Ich selbst halte viel von der Methode die Claudi anspricht und wüßte auch sehr gern, wie ich davon sprich mein becken und die Tiere darin profitieren könnten. Ich muß deshalb auch wenn es für Claudi noch mal etwas Mühe macht eine konkrete Bitte stellen (ich möchte es ja für die Tiere).
Bitte erklär mir doch mal (für einen Laien verständlich) konkret, was ich machen könnte, um ohne zu große Gefahren für die Insassen diese Methode bei mir zu probieren.(habe kein Jaubert System)
Nach fast 2 Jahren Aquarium und ohne vorher Süsswasser gehabt zu haben, habe ich es mit Höhen und Tiefen bisher geschafft (in letzter zeit sterben keinerlei Fische mehr bei mir, einige sind schon von Anfang an dabei) ein vor Korallenwachstum strotzendes üppig aussehendes und mit gesunden Fischen bestztes becken zu haben.Momentan tut sich aber bei mir (siehe Beitrag von heute)auch wieder ein Problem auf. Auch ich habe wie viele ein relativ gut besetztes Becken, aber da sich bis vor kurzem alles wirklich gesund hielt, kann ich nichts grob falsch machen.Den momentanen Fehler, der sich eingeschlichen hat kann ich noch nicht erkennen (muß mal gucken, ob m,ir schon jemand geantwortet hat)bis auf den Dichteanstieg, der aber langsam abgesenkt wird. Auch ich habe einen Schwefelnitratfilter zu liegen aber habe ihn aus Bedenken dann doch nicht angeschlossen. Mein Schlüssel das Nitrat in Grenzen zu halten, und die erste und einzige Steinkoralle überlebt bisher seit einem halben Jahr, sind meiner Meinung nach tägliche Wasserwechsel von 20 Liter bis 30 pro Tag. Leider ist es dann vorgekommen, daß im Urlaub(meine Mutrter hat den Wechsel vergessen)oder aus eigenem Vergessen die Wasserwechsel ausfielen und dann geht bei mir das Nitrat mehr als schnell fast rasend in Bereiche jenseits von gut und böse (40-.....mg/pro Liter)Das Testergebnis ist oberhalb eines bestimmten Wérts nicht mehr zu erkennen.
Dieses Problem und das in dem anderen Thread Beschriebene möchte ich in den Griff bekommen, dann wäre ich sehr zufrieden.Vielleicht könnt ihr mir und besonders Claudi durch eine detaillierte Beschreibung, wie ich das mit dem Zucker bei meinem Becken testen könnte(wie gesagt ohn zu großes Risiko) da weiterhelfen.
Grüße von Thomas an Euch alle
Hallo, mein Bericht zum Nitratkiller nach Tag 23:
Um 18:15 Uhr habe ich zum 9 ten mal 40 ml ins Becken eingebracht. Keine Trübung bis dato.
Vorher Nitrat gemessen:. Merck zwischen 0 und 10 mg, Salifert ca. 5 mg. Bis jetzt hat sich der Wert um min. 30 mg gebessert innerhalb von 3 Wochen. Ich habe in der Zeit 4 x WW (10%) gemacht. Das hat ja sicher auch dazu beigetragen, aber halt nicht 30 mg. Ich werde den Test weiterführen bis ca. 5 mg stabil erreicht sind (wegen den Weichkorallen). Also warscheinlich noch 2 x Nitrat-Killer hinzugeben. Ich bin auch froh das sich der Nitratwert nicht von heute auf morgen so reduziert hat. Korallen und Fische wohlauf. Das Becken scheint seit 5 Tagen einen Schub nach vorne zu machen. Farben sind etwas besser und die Krusties sehen auch besser aus. Xenien allerdings sehen schlechter aus (irgendwie verdörrt) und pumpen nicht mehr so. Filtere über Kohle, das kann wohl das Problem sein, Kohle heute entfernt, bleibt ca. 1 Woche draussen, um zu sehen was passiert.
Phosphat: Kleiner 0,1
KH: 8-9
Wasser: 1022,5 (Refraktometer)
Abschäumer normal, Brühe etwas heller, warscheinlich weil es weniger abzuschäumen gibt.
Ich halte euch auf dem laufenden.
Gruß,
TOM
Hallo Thomas,
schön, daß Dir dieses Thread gefällt.
Haben wir ja alle zusammen lange dran gearbeitet
Ich versuche mal die Kernaussagen zu sammeln:
ZitatOriginal von Claudi:
Um Nitrat abzubauen braucht man denitrifizierende Bakterien. Natürlich müssen auch die von irgendwas leben, damit sie ihrem Job machen können. Am liebsten mögen sie Kohlenstoff, sprich eine einfache Zuckerlösung! Man nehme ein handelsübliches Päckchen Vanillezucker und löse es in 50 ml Dest-Wasser auf. Davon täglich 1 Tropfen(0,05 ml) auf 50 l Aquarienwasser (netto). Das einzige, was beachtet werden muß ist, daß man damit nicht überdosiert, weil sonst braune Schmieralgen auftreten. Nachlesen kann man das in Heft 4/1999 Der Meerwasser Aquarianer. Der Bericht ist von Erwin Renke. Mit dieser Lösung füttern wir seid fast drei Jahren die Bakterien im Jaubert-System.
Ursprünglich hatte Erwin Renke das nicht für ein Jaubert-System konzipiert. Geht aber auch ganz gut.
Unser Ausgangswert war etwa 30 mg/ l Nitrat.
ZitatOriginal von Claudi:
...mit der Zuckerlösung haben wir ab etwa 30 mg/ l Nitrat angefangen. Die angegebene Dosierung haben wir eingehalten. Nach einem knappen Monat war der Wert auf 10 mg/ l runtergefahren. Dann wurde die Lösung abgesetz. Die Werte haben wir Anfangs alle zwei bis drei Tage kontrolliert, mittlerweile testen wir wöchentlich...
Da die Lösung in jedem Becken unterschiedlich schnell anschlägt(siehe Ramon, da ging der Nitratwert in einer Woche von 15mg/ l auf 0mg/ l) kontrolliere bitte regelmäßig den Wert. Geht es bei Dir auch so schnell, "bremse" etwas ein. Würde dann vielleicht nur 1 Tropfen auf 75 l Netto-Aquarienwasser geben. Normal dürften keine Probleme aufkommen, aber ich möchte Markus K. Recht geben:
ZitatOriginal Markus K.:
Also Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste - Veränderungen im Becken immer ganz langsam und vorsichtig - aber das sollte ja immer gelten und klar sein.
Wir dosieren die Zuckerlösung nur noch nach Bedarf. Den Wert von N04 10mg/ l versuchen wir zu halten. Steigt dieser Wert etwas an, korregieren wir behutsam mit Vanillin-Lösung .
Ich hoffe, daß ich Dir helfen konnte.
Du kannst Dich auch gerne per PN bei mir melden, wenn was nicht klar ist.
Gruß von Claudi
Hallo Frank,
irgendwo habe ich einen Artikel, in dem der Sauerstoffgehalt im Plenum beschrieben wird.
Sobald ich ihn gefunden habe, schreibe ich Dir.
Das da ein gewisser Sauerstoffanteil drin ist, ist sicher, weil es nicht nur in einem Plenum/Refugium bei uns krabbelt und hüpft, sondern in beiden.
Grüße von Claudi
Hallo Claudi,
danke genauso wollte ich das haben, daß es auch ein "Dummi" versteht. Heute steht meine Lederkoralle wieder prächtig da, nur halt die weißen Spitzen an der Sinularia.Sie scheint gut zu wachsen aber normal mit den weißen Spitzen ist das doch nicht oder Claudi? Aber auch an der grünen habe ich heute eine weiße Spitze gesehen,es scheint doch auf nur diese Korallenart beschränkt zu sein.
Ich werde berichten, ob und wie stark mein Nitratwert bezüglich des Zuckers sich verändert. Und ich bin bestimmt vorsichtig mit dem zeug, denn auf ähnliche Art (starke Überdosierung von Essig) hab ich schon mal,wie vielleicht noch bekannt zwei Zebrasoma flaveszens in den Himmel geschickt.
Liebe Grüße Thomas
Hallo Claudi
Wenn dort Leben im Plenum ist, müßte der doch oberhalb von 2 mg/l liegen, was bedeutet daß der Sauerstoffgehalt zu hoch ist um noch die geringste Nitratatmung zu ermöglichen.
Also kann doch wieder nur in Kieszwischenräumen, die mit Schlamm zu sind denitrifiziert werden.
Scheinbar hat dann Frank niederigere Sauerstoffwerte. Wenn man in ein Becken dessen Sauerstoff niedriger 0,5 mg/l ist nun jedoch eine Zuckerlösung direkt ins Plenum gibt, kann es doch passieren daß der Sauerstoffgehalt noch weiter sinkt und es durch anaerobe Vorgänge zur Bildung von fischgiftigen Stoffen kommt, weswegen es vielleicht doch wichtig wäre erst den Sauerstoffgehalt im Plenum zu wissen bevor ich eine Nährstofflösung dort hinein gebe.
Was denkst du?
Grüße
Frank
Hallo, mein Bericht zum Nitratkiller nach Tag 25:
Um 18:00 Uhr habe ich zum 10 ten mal 40 ml ins Becken eingebracht. Keine Trübung bis dato.
Vorher Nitrat gemessen:. Merck zwischen 0 und 10 mg, Salifert ca. 5 mg. Bis jetzt hat sich der Wert um min. 30 mg gebessert innerhalb von 3 Wochen. Ich habe in der Zeit 4 x WW (10%) gemacht. Das hat ja sicher auch dazu beigetragen, aber halt nicht 30 mg. Ich werde den Test weiterführen bis ca. 5 mg stabil erreicht sind (wegen den Weichkorallen). Also warscheinlich noch 1 x Nitrat-Killer hinzugeben. Ich bin auch froh das sich der Nitratwert nicht von heute auf morgen so reduziert hat. Korallen und Fische wohlauf. Das Becken scheint seit 1 Woche einen Schub nach vorne zu machen. Farben sind etwas besser und die Krusties sehen auch besser aus. Allerdings zeigt die Acrop. Formosa (Enzmannn) immer noch nicht ihre ganze Polypenpracht. Xenien allerdings sehen immer noch schlechter aus (irgendwie verdörrt) und pumpen nicht mehr so. Filtere über Kohle, das kann wohl das Problem sein, Kohle vorgestern entfernt, bleibt ca. 1 Woche draussen, um zu sehen was passiert. Bis jetzt noch keine Änderung.
Phosphat: Kleiner 0,1
KH: 8-9
Wasser: 1022,5 (Refraktometer)
Abschäumer normal, Brühe etwas heller, warscheinlich weil es weniger abzuschäumen gibt.
Ich halte euch auf dem laufenden.
Gruß,
TOM
Hallo frankdreistein,
Zitatfrankdreistein:
Also kann doch wieder nur in Kieszwischenräumen, die mit Schlamm zu sind denitrifiziert werden.
Die abbauenden Bakterien sitzen doch in der Kiesschicht durch die das Aquarienwaser diffundiert. Das Plenum ist für die Wasserumwälzung durch den Kies gedacht.
Direkt ins Plenum wollte ich die Zucker-Lösung eh nicht geben. Da ist bei uns kein Röhrchen miteingebaut. Als wir unser erstes Jaubert-System einrichteten, hat über diese Idee noch keiner laut nachgedacht, soviel ich weiß. Aus diesem Grund konnte ich ja auch Sabine weder ab- noch zuraten direkt ins Plenum zu dosieren.
Weil wir kein Röhrchen haben, kann ich auch den Sauerstoffgehalt nicht genau bestimmen. Ich möchte da nicht drin rumfummeln, wenn's auch so gut läuft.
Zitatvon frankdreistein:
Wenn man in ein Becken dessen Sauerstoff niedriger 0,5 mg/l ist nun jedoch eine Zuckerlösung direkt ins Plenum gibt, kann es doch passieren daß der Sauerstoffgehalt noch weiter sinkt und es durch anaerobe Vorgänge zur Bildung von fischgiftigen Stoffen kommt, weswegen es vielleicht doch wichtig wäre erst den Sauerstoffgehalt im Plenum zu wissen bevor ich eine Nährstofflösung dort hinein gebe.
Guter Denkansatz. Da diese Methode ursprünglich nicht für das Jaubert-System konzipiert war, wäre ich wahrscheinlich auch nicht auf die Idee gekommen, ins Plenum zu dosieren. Wirkungsvoller ist es meiner Meinung nach sowieso die Lösung ins Wasser zu geben, damit es mit dem Wasser durch die Kiesschicht diffundieren kann und so die Bakterien gleichmäßig versorgt.
Grüße von Claudi
Hallo Thomas,
Zitatvon Thomas Wenk:
...danke genauso wollte ich das haben, daß es auch ein "Dummi" versteht.
ES GIBT KEINE DUMMEN FRAGEN, ES GIBT NUR DUMME ANTWORTEN!
Zu Deiner Sinularia, wenn sie wächst ist das doch schön. Weiße Spitzen und dennoch gutes Wachstum hatte unsere Cladiella auch schon, da würde ich mit keinen Kopf drüber machen, wenn es echt nur die Spitzen sind. Den Tipp von Markus K. in dem anderen von Dir eröffneten Thread kann ich Dir auch nur geben: Mach ein paar Ableger
. Die kann man gut mit anderen Aquarianern tauschen und wenn dann doch mal ein "GAU" passiert, weiß man wo man sich einen Ableger vom Muttertier zurückholen kann.
Viele Grüße von Claudi
Ist es eigentlich möglich, daß durch die Vanilliezuckerlösung die Cyanos mitgefüttert werden?
Die wachsen nämlich seit der Zugabe auch recht gut und stark.
Danke Andreas!
Hallo, mein Bericht zum Nitratkiller nach Tag 29:
Um 18:00 Uhr habe ich zum 11 ten mal 40 ml ins Becken eingebracht. Keine Trübung bis dato.
Vorher Nitrat gemessen:. Merck zwischen 0 und 10 mg, Tendenz zu 0, Salifert 5 mg, Tendenz zu 2 mg. Bis jetzt hat sich der Wert um min. 35 mg gebessert innerhalb von 4 Wochen. Ich habe in der Zeit 4 x WW (10%) gemacht. Das hat ja sicher auch dazu beigetragen, aber halt nicht 35 mg. Ich werde den Test jetzt beenden und nur noch die angegebenen 20 ml bei Bedarf pro Woche hinzugeben. Ich bin auch froh das sich der Nitratwert nicht von heute auf morgen so reduziert hat und alles so gut geklappt hat. Korallen und Fische wohlauf. Das Beckenhat nach 3 Wochen ein Schub nach vorne gemacht. Farben sind besser und die Krusties sehen auch besser aus. Allerdings zeigt die Acrop. Formosa (Enzmannn) immer noch nicht ihre ganze Polypenpracht. Xenien allerdings sehen immer noch schlechter aus (irgendwie verdörrt) und pumpen nicht mehr so. Filtere über Kohle, das kann wohl das Problem sein, Kohle vorgestern entfernt, bleibt ca. 1 Woche draussen (5 Tage bis jetzt), um zu sehen was passiert. Bis jetzt noch keine Änderung.
Phosphat: Kleiner 0,1
KH: 8-9
Wasser: 1022,5 (Refraktometer)
Abschäumer normal, Brühewieder dunkler, warscheinlich weil es mehr zum abzuschäumen gibt.
Alles in allem kann ich sagen das das Zeugs bei richtiger Anwendung gut wirkt. Ich werde natürlich mal abwarten ob es auf lange Sicht gesehen seine Wirkung behält.
Ich halte euch auf dem laufenden falls sich was ändert.
Gruß,
TOM
Hallo Andreas,
ZitatZitat Claudi am 18.06.03:
Andreas,
bei Überdosierung hast Du Probleme mit braunen Schmieralgen. Kann ich leider aus Erfahrung schreiben . War nicht schön. Die Überdosierung kam zustande, weil wir bemerkt hatten, das unsere Xeniiden ebenfalls sehr gut auf den Zucker reagierten. Die Polypen wurden schön flauschig. Die Xenien waren auch die ersten, die auf den "Nitratmangel"(mann sehe mir diesen Ausdruck nach) mit kümmern reagierten. Sie wurden klein(ca. 1/3 ihrer ursprünglichen Größe) und die Polypen sahen zusammengekniffen aus. Als sie so schön aussahen, wollte ich natürlich, daß sie so bleiben. Irgendwann war kein Nitrat mehr im Becken und nach und nach entstanden die braunen Schmieralgen. Diese verschwande dann allerdings nach einem Wasserwechsel und dem Absetzten der Zuckerlösung wieder recht schnell. Um zu testen, ob diese Reaktion nun vom Zucker kam, ließen wir 14 Tage vergehen und machten den Gegentest. Zuckerlösung wieder rein, Schmieralgen wieder da.
Dann gehe ich davon aus, daß da entweder schon genug Kohlenstoff (ausreichend natürliche Belastung durch's Fische füttern oder so) für Deine abbauenden Bakterien vorhanden ist (so eine ungewollte Überdosierung entstanden ist)oder das Deine Bakterien durch irgendetwas reduziert worden sind. Hast Du mal ein Mittel gegen Cyanos oder andere Bakterien(z.B. Medizin o.Ä.) benutzt?
Leider ist es so, daß diese Mittelchen nicht nur eine einzige Bakterienart ausrotten, auch die
"guten" Bakterien können ausgerottet werden.
Setz' doch mal die Zucker-Lösungs-Zugabe für eine Woche ab und beobachte, ob die Beläge weniger werden.
Viele Grüße von
Claudi
Hallo Claudi,
habe heute mit der Zuckermethode begonnen.Da ich nicht die genaue Literzahl kenne, bin ich von weniger ausgegangen,der Sicherheit halber,ich denke es geht dann nur langsamer vonstatten.
Was ich jedoch gern wüßte: Du schreibst,daß du bei 40 mg/lNitrat beginnst den Zucker zuzugeben.Was passiert, wenn man bei 20 mg/lbeginnt(mein momentaner Wert)
Warum beginnst du bei 40 mg:Ist es nicht besser z.B.bei Vorhandensein von Steinkorallen den Wert erst gar nicht so weit ansteigen zu lassen.Für Steinis sind doch wohl dauerhaft niedrigere Werte
eindeutig besseroder
wo liegt mein Denkfehler?
Gruß Thomas
Hallo Thomas,
ZitatZitat Claudi:
Unser Ausgangswert war etwa 30 mg/ l Nitrat.
Dieser Wert ist ja nicht von heute auf morgen im Becken gewesen. Da ich ihn auch noch nicht als "bedenklich" empfunden habe, haben wir da so langsam mal angefangen den Nitratwert "einzubremsen".
Gruß Claudi
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