Fische können keine Schmerzen spüren....

  • Hallo,

    sicherlich ist uns allen klar, daß Fische auf Reize reagieren und das tun sie halt auch ohne den Beweis eines Schmerzzentrums.

    Fische sind wie andere Lebewesen mit Respekt zu behandeln und wenn sie zu Nahrungszwecken verwendet werden gibt es keinen Grund sie nur weil sie vielleicht nicht so empfinden wir wir nicht schnell zu töten.

    Da Menschen jedoch anders als Fische durch ihr einzigartiges Gehirn in der Lage sind Schlußfolgerungen zu ziehen oder Fragen zu stellen,
    ja sogar mit Hilfe ihres Gehirns ihr Gehrin erforschen, was auf der Erde und im uns bekannten Teil des Universums einmalig ist, ist Schmerz bei Menschen nicht nur der Reiz der Nerven sondern unter Umständen viel mehr. Ein Mensch, der z.B. längere zeit starke Schmerzen erleidet, weiß nicht nur um das Eigentliche Weh tun sondern denkt vielleicht an eine schreckliche Krankheit, die dahinter steckt, was ein völlig anderes psychisches Leiden nach sich zieht, was wiederum schlimmer sein kann als das eigentliche Gefühl, was die empfindlichen Nervenzellen im Gehirn als reinen Schmerz hinterlassen.


    Über all das und zum Beispiel über seinen nahen Tod an der Angel kann sich ein Fisch keine Gedanken machen, wenn er denn Schmerzen so wie wir empfinden könnte, deshalb ist es wohl erlaubt Fische mit der Angel zu fangen. Er spürt etwas, ich selbst weiß nicht, da ich mich in der Materie nicht so gut wie die Biologen unter uns auskenne,ob es solche Schmerzen sind ähnlich unseren.Wohl eher nicht genauso, sondern es ist etwas anderes.

    Aber wie gesagt, selbst unterstellt, wenn der Schmerz der gleiche wäre, wäre es doch beim Fisch etwas anderes, da er nicht weiß, was es zu bedeuten hat, ja ob es gut oder schlecht für ihn ist, denn die Flucht ist kein Beweis dafür, daß er es als gut oder schlecht b e w u ß t erkennen kann, es ist ein Instinkt (ich würde Instinkt als programmiertes Handeln, ohne das es dem Individium als erkennbar nützlich erscheint bezeichnen, nur uns, mit unserem Gehirn ist der Nutzen beim Tier bewußt )

    Es ist dasselbe, wie auf dem Schlachthof, womit ich keineswegs die praktizierte Art und Weise, die massenhafte Abschlachtung von Tieren gut finde oder gut heiße. Obwohl die Tiere Angst haben, Schmerzen empfinden, sind selbst Rinder und Schweine zu keinerlei weitgehenden Schlußfolgerungen in Bezug auf das Kommende fähig, wenn ich sehr falsch liege, sollten die Biologen mal etwas dazu sagen. Wenn es so wäre, dann würden diese Tiere dort wohl nicht stehen, sondern sie hätten uns den Garaus gemacht und das Schlachten von Tieren wäre dem Töten von Menschen gleichzusetzen, was es aber wohl nicht ist.

    Aus diesem Grund denke ich, daß die Art des Schmerzes oder der Grund für die Reaktionen auf einen Haken etwas anderes ist oder eine andere Ursache hat.

    Grüße von Thomas

  • Hallo Harry

    Ich denke das Meine von vielen, als auch ich, kommt halt daher weil wir Fische im Zimmer schwimmen haben. Fische die sich gegenseitig fetzen, die andere jagen die manchmal auch verletzt werden und dann auch leidend durch die Gegend schwimme. Fische die Krank werden, bei manchen zumindest, und die dann auch leiden und fische die auch mal verenden als sterben. Das lässt mich, wie sicher viele andere auch vermutlich meinen das Fisch schmerzen empfinden könne, zumindest etwas ähnliches in der Art.

    Ich hoffe ich konnte es einigermassen verständlich erklären.
    Sicher ist uns die Wissenschaft etliches voraus, daher schreiben wir meist auch wir denken oder meinen :smiling_face:

    Ich für meinen Teil versuche die Fische als Tiere zu behandeln und in meinen Bewussteins ist nun mal drin. Tiere fühlen Schmerzen.
    Sicher kann sein das ich mich irre, es wurde ja mittlerweile einges aufgeführt was die Wissenschaft so schreibt.

    Letztendlich ein sehr interessantes Thema. Und auch ganz interessant zu sehen das man sich mehr gedanken macht als so manche Nichtaquarianer auch nur ahnen würden.

  • Hallo,

    da hast du Recht Robert und das schöne am Forum ist halt auch, daß man mal über tiefgründigere Dinge nachdenkt und das angestoßen durch unser Hobby
    aber das Meer ist ja auch etwas einmaliges über das man staunen muß.

    Gruß

  • Zitat

    Original von Thomas Wenk


    Aber wie gesagt, selbst unterstellt, wenn der Schmerz der gleiche wäre, wäre es doch beim Fisch etwas anderes, da er nicht weiß, was es zu bedeuten hat, ja ob es gut oder schlecht für ihn ist, denn die Flucht ist kein Beweis dafür, daß er es als gut oder schlecht b e w u ß t erkennen kann, es ist ein Instinkt (ich würde Instinkt als programmiertes Handeln, ohne das es dem Individium als erkennbar nützlich erscheint bezeichnen, nur uns, mit unserem Gehirn ist der Nutzen beim Tier bewußt )

    tag thomas,


    natürlich fühlt der fisch das schmerz weh tut.

    schmerz hat dieses zufolge.

    wozu wäre schmerz ansonsten gut.

    er dient zu erkennen, dass etwas nicht stimmt.

    tiere scheinen nur schmerzen besser ignorieren zu können, als wir.

    das tier humpelt mit einem kaputten bein, ohne zu jammern.

    erst wenn du daran herumfummelst, gibt es schmerzenslaute von sich.

    und wenn das tier sich an der heissen herdplatte verbrennt, wird es diese meiden, um nicht wieder schmerzen verspüren zu müssen.

    der mensch kann dieses fühlen in worte fassen, das tier halt nicht.

    es verhält sich dann 'instinktmässig' eben so, um den schmerz nicht noch mal verspüren zu müssen.

    aus dem schmerzempfinden ergibt sich ein lernprozess,
    dinge die uns schmerzen zufügen, zu meiden.

    wenn dem nicht so wäre, gebe es keine weiterentwicklung von wirbelnden spezies.

    denke ich.

  • aloha, zusammen

    die tierwelt sah anders aus, als man sie mit horst sterns augen betrachtete. er hat verdienstvollerweise den alten grundsatz, wonach tierisches verhalten nicht mit subjektiven menschlichen maßstäben gemessen werden darf weitgehend auf populäre arbeiten angewandt und dabei auch den mut zur lücke bewiesen, als er verhaltensbeobachtungen konstatierte, ohne sie zwanghaft einer vermenschlichenden interpretation zuzuführen.

    eine arbeit mit der fragestellung, ob ein tier in der gleichen weise schmerz empfindet wie ein mensch, steht insofern nach meiner meinung schon unter einer grundsätzlich falschen prämisse.

    in der originalarbeit von rose werden unterschiede bei der reizwahrnehmung, -weiterleitung und -verarbeitung zwischen fischen und säugetieren, inbesondere primaten, insbesondere menschen dargelegt. fazit der arbeit (was wohl keinen überrascht), fische können sich -wohl- nicht in der gleichen weise wie menschen schmerz' bewusst sein.

    in der dankenswerterweise von th. chronz aufgespürten "colorado trout unlimited"-site (sinngem.: "grenzenloses forellen (fang-) vergnügen in colorado"), findet sich eine populärfassung, die zwar laut titel die frage aufwirft "do fish feel pain", diese frage aber nicht beantwortet. "schmerz" wird hier verstanden als eine "bewusste", "emotionale", "psychologische erfahrung" .

    nun fragt man sich, was das für ein erkenntnisgewinn sein soll in einer zeit, in der grundsätzlich ohnehin tieren, beileibe nicht nur fischen, ein bewusstsein und die fähigkeit zur emotion weitestgehend abgesprochen werden. dennoch kommt auch hier der autor zu der schlussfolgerung, dass fische nicht in der weise schmerz wie der mensch empfinden, aber z.b. wegen der "unerwünschten" ausschüttung von stresshormonen etc. eine beeinträchtigende behandlung kurz und fachgerecht erfolgen soll.

    in den dieser diskussionen teilweise zu grunde liegenden beiträgen wird daraus ein überzeugt vorgetragenes "fische fühlen keinen schmerz".

    das lehrt uns einerseits grundsätzlich vorsicht bei der lektüre von populärwissenschaftlicher literatur. andererseits sollten es uns auch zu der überlegung führen, dass eine wissenschaftliche fragestellung immer begrenzt und damit auch die aussagekraft einer arbeit immer begrenzt ist und in den seltensten fällen absolut gilt, so gerne man das auch hätte.

    niemand geht davon aus, dass ein fisch im eimer beim anblick von schnittunterlage und messer dasselbe fühlt wie ich in der todeszelle oder dasselbe fühlt wie ein delinquent, dem die erste injektion zur einschläferung gesetzt wird.

    andererseits gibt es ja reichlich arbeiten, die zu belegen scheinen, dass das schmerzempfinden z.b. eines urbanen mitteleuropäers sich wesentlich von dem eines ursprünglich lebenden afrikaners unterscheidet. in etwa: der europäer ist eine memme und heult, während der afrikaner schmerzen leichter erträgt oder überhaupt erst bei höherer intensität als solche wahrnimmt. dennoch käme öffentlich niemand (mehr) auf den gedanken, daraus die schlussfolgerung abzuleiten, dass afrikaner anders zu behandeln seien.

    unnötige beeinträchtigungen, die bei tieren vom normalzustand abweichende stresssymptome in verhalten oder physiologie erzeugen, sind unabhängig von der frage, ob nachgewiesen ist, dass die tiere wie der mensch schmerz empfinden, zu vermeiden, denn wir wissen umgekehrt nicht, was die fische tatsächlich "empfinden".

    beste grüße
    yurian

  • Ich finde eure Diskussion echt interessant!Aber habt ihr schon mal eine Nadel durch den Finger gesteckt?Ja,das tut weh!Fische besitzen ein ZNS, genau wie der Mensch!Durchaus ist dieses nicht so ausgeprägt wie das des Menschen aber sie haben definitiv ein Schmerzempfinden!Ich greife das Verhalten beim Kontakt mit einer Anemone auf!der Fisch nesselt sich,der Reiz wird über den sensiblen Nerv weitergeleitet und im Gehirn entschlüsselt.Dann geht die Reaktion über den motorischen Nerv zum Effektor,welcherz.B. ein Muskel ist!Nun entfernt sich der Fisch vom Objekt!Also muss der Reiz in Form eines Schmerzempfindens vorhanden sein!Mfg Ben :face_with_tongue:

  • Hallo alle,

    in Norddeutschland wird eine kommerzielle Störzucht betrieben. Um den Kaviar "abzuschöpfen" wurde der Stör bisher traditionell geschlachtet. Nicht so in dieser Störzucht. Die Tiere werden anästhisiert und der Kaviar chirurgisch entnommen. Eigentlich könnten sich die Leute ja die Anästhesie sparen ......aber da sind geschulte Veterinäre am arbeiten !

  • Mal angenommen dass die fische wirklich schwerzunempfindlich im kopf bzw. maulbereich sind. Wozu dienen dann passive gifte anderer fische, die sich in deren rückenstachel als verteidigungssystem befinden?

    Beispiel:
    Wenn mein juwelenzacki den fuchs attackiert und dann im maul gestochen wird, dann gibt der zacki für gut 2 tage ruhe. Klar breitet sich das gift auch im körper aus, aber die einstichstelle zeigt verfärbungen. Das tut dem zackenbarsch weh. Für mich ist das ein beweis für das ausgeprägte ZNS.

    Viele Grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
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    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • hallo ihr schmerzgeplagten,

    weiter ober hatte ich schon mal darauf angesprochen, dass schmerz im zuge der evolution
    einen lerneffekt auslöst, bestimmte situationen zu vermeiden, bzw. bestimmte reaktionen hervorzurufen.

    was zumindest für den bereich der wirbeltiere gilt.

    einzig allein die ausdrucksweise der einzelnen gattungen ist unterschiedlich.

    der eine kann schreien oder brüllen, der fisch kann es nicht.

    daraus jetzt zu schliessen, dass kein schmerzempfinden gegeben ist, halte ich für überheblich.

  • Vielleicht empfinden die Fische ja was ganz anderes, was wir nicht kennen. Wir haben ja schon Schwierigkeiten, uns das Sehen der Bienen vorzustellen.

  • Hallo Thomas
    Oder gar das Sehen der Fangschreckenkrebse, was viel komplexer ist.

  • hallo thomas,

    um ausreden war/ist der mensch noch nie verlegen gewesen, dinge so zu interpretieren, wie er es braucht bzw. um kein schlechtes gewissen anderen/m gegenüber haben zu müssen.

    sich 'sehen' von bienen 'vorzustellen', hat in diesem zusammenhang keinen relevanten bezug auf das schmerzempfinden von wirbeltieren.

    hier könnte höchstens die frage nach dem unterschied einer schmerzempfindung bei wirbeltieren
    und insekten im raume stehen.

    dass die unterdrückung eines schmerzes und das damit leben können auch mit dem erlernen des ignorierens/ertragens desselben einhergeht, ist unbestritten.

    so kann das tier seinen schmerz nicht ausleben sondern muss möglichst unbeeindruckt davon, seinen überlebenskampf fortsetzen können.

    das erfahren des schmerzes lässt es aber durch den lerneffekt in einer gleichen situation dahingehend reagieren, einen möglichen schmerz zu vermeiden.

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