Hallo zusammen,
lange Zeit hatte ich keine Nitratprobleme. Der Wert lag konstant bei quasi 0 mg/l (verschiedene Messmethoden). Als jüngste Ereignisse ist in meinem Becken ein Gramma Loretto verstorben (vor ca. 6 Wochen) und meine Quadricolor-Anemone hat sich geteilt, wovon eine Hälfte leider von einer Strömungspumpe zerstückelt wurde. Zudem fahre ich seit 6 Wochen mit UV.
Nach neulicher Messung des Nitrats musste ich feststellen, dass der Wert schlagartig auf über 40 mg/l angestiegen ist. Wie kann dieser sprunghafte Anstieg zu stande kommen? Am Gramma Loretto kann es nicht liegen, er starb in einem separaten Quarantäne-Becken. UV dürfte ja wohl auch kein Grund sein, oder kann das die Beckenbiologie durch den plötzlichen Umstieg durcheinander bringen? Einzig die verstorbene Anemone wäre wohl eine Ursache, da ich für 36 Stunden nicht zu Hause war und nur noch die letzten Reste aus der Strömungspumpe entfernen konnte, was jetzt aber auch schon etwa 3 Wochen zurückliegt.
Der Nitratpegel hat sich seitdem nicht beruhigt, im Gegenteil: ich habe den Eindruck das er sogar noch weiter steigt. Außerdem fängt die verbliebende Quadricolor massiv an zu wandern und kommt nicht zur Ruhe. Es hat sich außerdem eine von mir nicht identifizierte weitere Anemone in Gang gesetzt (etwa 10 cm im Durchmesser), die seit dem das Becken steht ihren Platz noch nie verlassen hat.
Ich habe bereits einen großen Wasserwechsel durchgeführt (mit Leitungswasser. Der gemessene Nitratwert des Leitungswasser lag deutlich unter dem des Beckens) und Bodengrund abgesaugt.
Hier noch ein paar Eckdaten zu meinem Becken:
Volumen: etwa 250l
Standzeit: 14 Monate
Besatz: 2 x Gelbbauchdemoiselle, 1 x Wiesbandputzergarnele, 1 x quadricolor sowie eine weitere nicht identifizierte Anemone
Wasserwerte: alle im grünen Bereich, bis auf Nitrat
Technik: T5-Beleuchtung (knapp 100W), Abschäumer, Strömungspumpe, Schnellfilter, UV-Klärer
Kann der Nitratanstieg auch mit meinem "Unterbesatz" zusammenhängen?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Grüße,
Moritz
